Freiheit, Tanz und Geschichte

Streiflichter vom 35. Sachsentreffen in Zeiden/Codlea im Burzenland

Ausgabe Nr. 2929

Ein Hingucker war der Aufmarsch der Trachtenträgerinnen und Trachtenträger auf dem Marktplatz am Fuß der Wehrkirche.           Foto: Cynthia PINTER

„Freiheit macht den Unterschied“: Es stellen sich beim Leitspruch des 35. Sachsentreffens, das am 19. und 20. September vom Siebenbürgenforum in Zeiden veranstaltet wurde, gleich mehrere Fragen: Was für ein Unterschied ist gemeint? Für wen macht es einen Unterschied? Und wo fängt die Freiheit an? Fragen, auf die jeder Mensch eine andere Antwort finden kann. Doch beim diesjährigen Sachsentreffen standen mehr als philosophische Fragen auf dem Programm: Musik, Tanz, Theater, Film, Kirchen- und Museumsführungen erfreuten die Zeidner und angereisten Teilnehmenden.Weiterlesen→

,,Wir wollen Kontinuität erzeugen“

Erste Auflage der Wein- und Kulturtage in Bogeschdorf/Băgaciu/Szászbogács

Ausgabe Nr. 2928

Gruppenbild mit allen Teilnehmenden.                               Fotos: Werner FINK

Die erste Auflage der Wein- und Kulturtage fand am vergangenen Wochenende in Bogeschdorf/Băgaciu im Landkreis Mureș statt. Offiziell eröffnet wurden die Tage am Samstagnachmittag durch die Grußworte von Vertretern aus Politik und Gesellschaft aus Rumänien und Deutschland. Dann gab es ein buntes Kulturprogramm mit siebenbürgisch-sächsischen, ungarischen und rumänischen Beiträgen, die sich bis Sonntag ausdehnten. Weiterhin boten bei dieser Gelegenheit regionale Kellereien und Winzer ihre Produkte an. Es herrschte eine echt siebenbürgische Atmosphäre, alles lief mehrsprachig.Weiterlesen→

Ein einzigartiges Liederbuch

Lieder der Siebenbürger Landler aus Großau, Großpold und Neppendorf

Ausgabe Nr. 2928

Landlerisch g’sunga. Lieder der Siebenbürger Landler aus Großau – Großpold – Neppendorf, Schiller Verlag Bonn-Hermannstadt 2025, 216 Seiten, ISBN 978-3-94958-362-9, 105 Euro/124 Lei. In Hermannstadt liegt das Buch in der Schiller-Buchhandlung und im Erasmus-Büchercafé auf.

Ein einzigartiges Liederbuch ist vor kurzem unter dem Titel „Landlerisch g’sunga” im Schiller Verlag Bonn-Hermannstadt herausgegeben worden. Passend zum Buch ist der Umschlag, gestaltet von Leonie Wiedenhof-Grießhober, die mit einem Neppendorfer Landler verheiratet ist. Bereits vor einigen Jahren bildete sich eine Arbeitsgruppe um Dagmar Baatz (Großau), Elke Endörfer (Neppendorf) und Christa Wandschneider (Großpold). Die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter, die zur Entstehung dieses gelungenen Liederbuches beigetragen haben, stellen sich am Ende des Buches den Lesern und Musikliebhabern kurz vor. Weiterlesen→

Die Tanzfläche war voll

Sommernachtsparty im Hof des Teutsch-Hauses

Ausgabe Nr. 2926

DJ Dietrich und DJ Wini sorgten für gute Tanzmusik.

Unter dem Titel „Sommernacht in Hermannstadt“, als Anspielung an den Schlager „Sommernacht in Rom“ von G. G. Anderson, hat die schon traditionelle Hofparty am 29. August 2025 im lauschigen Hof des Teutsch-Hauses stattgefunden. Letztes Jahr war die Sommernachtsparty kurzfristig abgesagt worden, weil Michael Kothen (DJ Kothen) am 26. August 2024 plötzlich verstorben ist. Daran erinnerte eingangs Dietrich Galter.Weiterlesen→

Von der faszinierenden Liedertafel

Das 12. Heimattreffen der Großauer hatte einen musikalischen Mittelpunkt

Ausgabe Nr. 2924

Den Aufmarsch der Trachtenträgerinnen und Trachtenträger aller Altersklassen auf dem Pfarrhof begleitete am Sonntagnachmittag die Großauer Blasmusik und… Storchengeklapper von überall.                 Foto: Beatrice UNGAR

„Wir haben eine Faszination und die heißt Liedertafel”, sagte Dagmar Baatz, die Vorsitzende der Heimatortsgemeinschaft (HOG) Großau einleitend zu der am Samstag in der evangelischen Kirche in Großau erfolgten Präsentation anlässlich des 150. Jubiläums dieses Klangkörpers, das den musikalischen Mittelpunkt des Heimattreffens der Großauer in diesem Jahr dargestellt hat. Mitglieder des 1875 gegründeten Männerchores, der als „Liedertafel” in die Geschichte der Gemeinschaft in Großau eingegangen ist, waren natürlich dabei und boten im Anschluss ein kleines Konzert unter der Leitung von Andrea Kulin.Weiterlesen→

Goldene Konfirmation in Mediasch

Ausgabe Nr. 2924

Ein Festgottesdienst mit Feier der Goldenen Konfirmation (Jahrgang 1975) wurde am 17. August 2025 in der Mediascher Margarethenkirche gefeiert. Dazu berichtet Pfarrer Gerhard Servatius-Depner: „1975 haben an verschiedenen Tagen Konfirmationsgottesdienste stattgefunden. In dem Jahr wurden 82 Knaben und 106 Mädchen konfirmiert. Geprüft wurden sie von Pfarrer Otto Reich und Pfarrer Hans Hell. Beim Festgottesdienst am vergangenen Sonntag hat Pfarrerin Hildegard Servatius-Depner über den Segen Gottes gepredigt und die Verheißung Gottes, dass jede und jeder von uns ein Segen sein kann. Im Festgottesdienst hat sie die Jubilare gesegnet und je eine Urkunde übergeben. Das Heilige Abendmahl, das mit den Konfirmanden und ihren Familien, samt Mediascher Gemeinde gefeiert wurde, erinnerte schließlich an das größte Zeichen der Liebe für uns Menschen.” Unser Bild: 35 Konfirmanden (von damals insgesamt 188) waren dabei und stellten sich zu Gruppenbild vor der Margarethenkirche auf.                  Foto: Katharina SERVATIUS-DEPNER

Jubiläum mit Singnachmittag

Ausgabe Nr. 2924

Die Stiftung für traditionelles Handwerk Großpold feierte am Sonntag, den 10. August, das zehnjährige Bestehen des Handwerksmuseums mit dem Namen „Bei meinen Nachbarn in Großpold“. Die Idee zum Museum vor zehn Jahren ist entstanden, als nach Deutschland ausgesiedelte Großpolder beim Besuch des Heimatortes viele alte Gegenstände verbrannten, um Ordnung in ihren Häusern zu schaffen. Die Initiatoren des Museums rund um Maria Mann wollten dieses kulturelle Erbe jedoch erhalten. „Es war und ist mir aber ein großes Anliegen geblieben, das, was unsere Eltern, Großeltern und Vorfahren geschaffen haben, wertzuschätzen, nicht zu vergessen und allen Interessierten einen kleinen Einblick in die Arbeit und das Leben von früher zu geben“, erzählt sie. Gemeinsam mit ihrem Team sorgte sie am Sonntag auch für das leibliche Wohl der zahlreich erschienenen Gäste. Den ganzen Nachmittag musizierten und sangen Jung und Alt noch gemeinsam, bevor es für Viele am Abend weiterging zum Ball in Großau.                                         Text und Foto: Tobias JARITZ

,,Freiheit macht den Unterschied“

Das 35. Sachsentreffen findet am 19. und 20. September in Zeiden/Codlea statt

Ausgabe Nr. 2923

Die Kirchenburg mit der evangelischen Kirche ist das älteste und bedeutendste Baudenkmal Zeidens. Die Kirche stammt aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts und wurde den Heiligen Georg und Michael geweiht. Von der ursprünglichen romanischen Kirche ist nur das Westportal erhalten. Im 15. Jahrhundert wurde das Gotteshaus in eine gotische Saalkirche umgebaut. 1702 wurde die Kassettendecke mit 252 bemalten Feldern hergestellt. Aus dem Nachlass des Sachsengrafen Sachs von Harteneck erwarb die Gemeinde 1709 die Orgel. 1789 baute der Schlesier Johann Prause mit Benutzung der alten eine neue Orgel, die heute zu den wertvollsten Instrumenten dieser Art Siebenbürgens zählt. Die Kirchenburg hat einen ovalen Grundriss mit 85 Metern Durchmesser und ist somit die größte Kirchenburg des Burzenlands.
Text und Foto: zeiden.evang.ro

Unter dem Motto „Freiheit macht den Unterschied” findet in Zeiden/Codlea am 19. und 20. September d. J. das 35. Sachsentreffen statt. Veranstalter sind das Demokratische Forum der Deutschen in Siebenbürgen, das Demokratisches Forum der Deutschen im Kreis Kronstadt und das Ortsforum Zeiden, die Evangelische Kirche A. B. in Rumänien und die evangelische Kirchengemeinde Zeiden, die Zeidner Nachbarschaft und das Bürgermeisteramt Zeiden.Weiterlesen→

Die Gräben der Vorurteile überwinden

13. ,,Rabentanz“ hat in Rothberg/Roșia im Harbachtal stattgefunden

Ausgabe Nr. 2920

Das Orchester „Shukar Yakha“, die „Șatra Elijah” und die „Șatra Regală” spielen Songs wie „Gas gas”, die internationale Roma-Hymne „Djelem djelem” oder „Yala Yala” und das Ensemble „Alegrijah” tanzt dazu.
Foto: Werner FINK

Rund 300 vom Verein Elijah betreute Kinder traten am Freitag, dem 4. Juli im Rahmen der 13. Auflage der traditionellen Abschlussfeier „Dansul Corbilor“ (Rabentanz) auf, wo im Rahmen von zwölf Programmpunkten zahlreiche Ensembles, Orchester und Tanzgruppen ihr Talent zeigten. In den Einrichtungen des Vereins werden vor allem Roma-Kinder betreut, aber nicht nur. „Wir wünschen immer ein Miteinander, dass man sich gegenseitig annerkennt und Freunde wird, weil man nur so diese Gräben überwinden kann, die durch Vorurteile entstanden sind“, meinte Ruth Zenkert, die zusammen mit Pater Georg Sporschill das Projekt initiierte. Weiterlesen→

Geselliges Feiern am Mühlbach

Gute Stimmung beim dritten Waldgottesdienst in Petersorf

Ausgabe Nr. 2919

Die Volkstanzgruppe Mühlbach begeisterte mit traditionellen Tänzen.                                           Foto: Tobias JARITZ

„Wir wollen an einem schönen Ort zusammenkommen und unsere Traditionen feiern.“ So beschrieb der Initiator und Organisator Rolf Pfaff die Idee hinter dem Petersdorfer Waldgottesdient, der nun schon zum dritten Mal von den evangelischen Kirchengemeinden Petersdorf und Mühlbach veranstaltet wurde, und sich auch dieses Jahr wieder größter Beliebtheit erfreute. Im Park mit der Quelle (rumänisch: Parcul Zăvoi) fanden sich am Sonntag, dem 6. Juli, um die 250 Besucherinnen und Besucher aus dem ganzen Kirchenbezirk Mühlbach und darüber hinaus zum geselligen Zusammenkommen ein.Weiterlesen→

Zwischen Aroma, Tanz und Identität

16. Auflage der Hungarikum-Tage im Astra-Freilichtmuseum

Ausgabe Nr. 2919

Für Kinder gab es kreative und edukative Programme in einer Jurte, organisiert von dem Kalibáskő-Verein aus Miercurea Ciuc/Csikszereda. Foto: Werner FINK

Die 16. Ausgabe der Hungarikum-Tage ging Sonntag mit einem vielfältigen und dichten Tagesprogramm zu Ende. Das Astra-Freilichtmuseum verwandelte sich von früh bis spät in ein offenes Dorf der Begegnung – mit Köchinnen und Köchen an großen Kesseln, Volkstänzern auf der Bühne, Jurten voller Kinderlachen und ungarischer Musik, die weit über die Teiche hallte.Weiterlesen→

Applaus für dialogische Predigt

Streiflichter vom Kronenfest am Peter-und-Paulstag in Kerz

Ausgabe Nr. 2918

Vier Jugendliche aus Kerz trugen die mit Labkraut und Eichenblättern geschmückte Krone bei dem Umzug durch die Gemeinde. Foto Beatrice Ungar

„Johannisblumen gibt es nicht, ich habe auf Google nur Gelbes Waldstroh oder Echtes Labkraut als deutsche Bezeichnung für die im Rumänischen sânziene genannte Blume gefunden”, sagte eine der fleißigen Frauen vom Kerzer Handarbeitskreis beim Herrichten der Krone im Festzelt neben der Ruine der Zisterzienserabtei. Während sie Johannisblumen und Eichenlaub in die Krone flochten, sprachen sie auch über die notwendigen Vorbereitungen für das 24. Kronenfest, das als Bezirksgemeindefest vom Kirchenbezirk Hermannstadt der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien in Zusammenarbeit mit dem Demokratischen Forum der Deutschen in Hermannstadt und der evangelischen Kirchengemeinde Kerz am 29. Juni organisiert wurde und knapp 450 Besucherinnen und Besucher angezogen hat.Weiterlesen→

Lebendige Kultur: ,,Wir, im Wandel der Zeit“

Temeswar: Streiflichter von den 17. Heimattagen der Deutschen im Banat

Ausgabe Nr. 2916

An dem beeindruckenden Trachtenumzug im Zentrum Temeswars haben rund 550 Trachtenträgerinnen und Trachtenträger, 240 Paare, und die Blaskapellen teilgenommen.                 Foto: Ruxandra STĂNESCU

„Liebe Landsleute, liebe Freunde, gemeinsam wollen wir feiern, uns erinnern und die lebendige Kultur unserer Gemeinschaft präsentieren” – so lautete die Einladung des Demokratischen Forums der Deutschen im Banat zu den diesjährigen 17. Heimattagen der Deutschen im Banat, die unter dem Motto „Wir, im Wandel der Zeit” vom 13. bis 15. Juni in Temeswar stattfanden. Rund 1.000 Teilnehmer – davon die Hälfte aus Deutschland – nahmen dieses Jahr an dem dreitägigen Fest teil, das mit Unterstützung durch das Departement für Interethnische Beziehungen im Generalsekretariat der Regierung Rumäniens organisiert wurde. Weiterlesen→