Museum als Spielwiese entdeckt

Ausgabe Nr. 2954

Zwei junge Künstler stellen in der Quergasse in Hermannstadt aus

Cezar Stanciu posiert vor einem seiner auf Pressplatte gemalten und geklebten Werke aus der Serie „am Trecut I/III” (Ich habe eine Vergangenheit oder Ich bin vorübergegangen). Foto: Beatrice UNGAR

Das Museum als Spielwiese (wieder)entdeckt haben zwei junge Hermannstädter Künstler, Cezar Stanciu und Constantin Fîntînă, mit ihrer von Kunstkritikerin Liviana Dan und Museografin Alexandra Runcan kuratierten Ausstellung, die am 3. April im Museum für zeitgenössiche Kunst des Brukenthalmuseums, in der Quergasse/Tribunei 6, eröffnet wurde und daselbst bis zum 26. April zu besichtigen ist.

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Landkarte fürs Leben

Ausgabe Nr. 2954

Der Philosoph Carsten Adler über Stoizismus, Veränderung und sein Buch

Der gebürtige Burgdorfer Geisteswissenschaftler Carsten Adler. Foto: Privat

Was bedeutet es, ein gutes Leben zu führen? Für den Philosophen Carsten Adler liegt die Antwort nicht in äußeren Umständen, sondern im eigenen Umgang mit ihnen. In seinem Buch „Pepe Poseidonios – der kleine Stoiker aus dem Atlantik“ nähert er sich dem Stoizismus auf persönliche Weise. Eine Rezension ist aus der Feder von Eduard Reschke in der HZ Nr. 2950 vom 13. März 2026 erschienen. Im Gespräch berichtet Carsten Adler dem HZ-Praktikanten Eduard R e s c h k e von seinem Zugang zur stoischen Philosophie, persönlichen Wendepunkten und die Gedanken hinter seinem Buch.

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7. Rolf Bossert-Gedächtnispreis verliehen 

Ausgabe Nr. 2954

Die 36. Auflage der Reschitzaer Deutschen Literaturtage fand vom 26. bis 29. März statt, einen Bericht dazu können Sie in einer unserer nächsten Ausgaben lesen. Im  Rahmen der Veranstaltung hat Hauptorganisator Erwin-Josef Țigla dem DFDR-Landesvorsitzenden Dr. Paul-Jürgen Porr am Samstag, den 28. März, den Ehrentitel „Europäer des Jahres 2026 innerhalb der deutschen Gemeinschaft im Banater Bergland“ überreicht. Ebenfalls am Samstag fand die Verleihung des „Rolf Bossert“-Gedächtnispreises 2026 an den 1981 in Sigmaringen geborenen Autor Tobias Pagel statt. Die Laudatio hält der Preisträger 2025 Dietrich Machmer. Die Preisverleihung fand in  der Intermodalstation (das ist die Endstation der neuen Straßenbahnlinie, von wo man umsteigen kann zu den Bussen, die in die bergwärtigen Vororte von Reschitza sowie in die ehemaligen deutschen Niederlassungen am Semenik – Franzdorf/Văliug, dem Ort, wo Rolf Günther Bossert seine Ferien im Josephinental verbrachte, Wolfsberg/Gărâna und Weidenthal/Brebu Nou fahren) des Reschitzaer Nahverkehrsunternehmens TUR. Der Ort wurde nicht zufällig gewählt: Die Intermodalstation befindet sich knapp hundert Meter von Rolf Bosserts erster Schule, aber auch keine 300 Meter von dessen Geburtshaus in der Castanilor-Straße. In dem „Die Federleichtigkeit der Gedanken” getitelten Geleitwort zum 7. Rolf Bossert-Gedächtnispreis sagte der Initator des Preises, Hellmut Seiler, u. a.: „Der diesjährige Gedächtnispreis stand unter besonderen Vorzeichen: 1. sind wir bei seiner siebten Auflage und Rolf Bosserts Debütband von 1979 hieß ’siebensachen‘; 2. sind 40 Jahre seit seinem erschütternd jähen und immer noch unbegreiflichen Ende vergangen. Und 3. hat die Anzahl der Einsendungen zum Preis die Tausendermarke überschritten: Es sind bislang deren 1022 aus 16 Ländern Europas, Asiens, Afrikas und Südamerikas eingegangen.” Unser Bild: Erwin Josef Țigla, Laudator Dietrich Machmer, Preisträger Tobias Pagel mit Ehrendiplom und Initiator Hellmut Seiler (v. l. n. r.).                                      Foto: DFDBB

Teamarbeit auf der Bühne

Ausgabe Nr. 2954

Jugendliche präsentierten eigene Komödie

Ein besonderes Theaterprojekt feierte am 1. April im Gong-Theater in Hermannstadt Premiere: Ein Ensemble aus Jugendlichen von verschiedenen Schulen der Stadt brachte das selbst entwickelte Stück „Fin“ erstmals auf die Bühne. Entstanden ist die Produktion über mehrere Monate hinweg in gemeinsamer Arbeit.

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Zwischen Musik und Archiv

Ausgabe Nr. 2954

Die Rundfunk-Journalistin Elisabeth Deckers und ihr Einsatz in Hermannstadt

Elisabeth Deckers am PC im Büroraum des Landeskirchlichen Archivs im „Friedrich Teutsch”-Begegnungs- und Kulturzentrum.Foto: Beatrice UNGAR

Elisabeth Deckers Lebenslauf ist alles andere als geradlinig. Zwischen Musik, Reisen und Geschichte ist sie heute vor allem eines – Dokumentarin im Teutsch-Haus in Hermannstadt. Seit etwa zehn Jahren hilft sie dort, das umfangreiche Archiv rund um die Siebenbürger Sachsen zu dokumentieren und zugänglich zu machen. Wie es dazu kam und wie ihr Leben vorher aussah, erzählt sie der HZ im Gespräch im Erasmus-Büchercafé in Hermannstadt. Sie bringt ihren freiwilligen Einsatz wie folgt auf den Punkt: „Es ist zwar keine Musikdokumentation, aber Dokumentation.“

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„Ein Brückenbauer und Netzwerker“

Hauptanwalt Friedrich Gunesch mit dem Walburgapreis 2026 in Heltau geehrt

Ausgabe Nr. 2950

Das Ehrendiplom überreichte Stadtpfarrer László-Zorán Kézdi (1. v. r.) an Hauptanwalt Friedrich Gunesch (2. v. r.), das Walburga-Abzeichen Kurator Robert Fink, das Preisgeld Kirchenmutter Irene Gaspar.   Fotos: Beatrice UNGAR

Den Walburgapreis der Kirchengemeinde Heltau, mit dem Menschen gewürdigt werden, die Verantwortung übernehmen, Kirche und Gemeinschaft dienen und das evangelische Leben in Heltau und Siebenbürgen stärken, nahm im Rahmen des Festgottesdienstes zum Kirchweihfest der evangelischen Kirchengemeinde A. B. in Heltau am Sonntag Friedrich Gunesch, Hauptanwalt der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien, entgegen. Die Entscheidung des Presbyteriums vom 12. Januar 2026 habe zwei Blickrichtungen sagte Stadtpfarrer László-Zorán Kézdi in seiner Laudatio: „Wir danken für seine Verbundenheit mit Heltau und zugleich danken wir für seinen Dienst an der Landeskirche und an der siebenbürgisch-sächsischen Gemeinschaft insgesamt. Unsere Gemeinde in Heltau gewinnt Rückhalt durch eine verlässliche Kirchenleitung, und die Landeskirche gewinnt Gesicht durch Gemeinden wie unsere, die Verantwortung vor Ort übernehmen.”Weiterlesen

Erneute Theaterpremiere im „Dr. Carl Wolff-Altenheim”

Ausgabe Nr. 2949

Mit dem Stück „Der Handschuh oder Die Bremer Stadtmusikanten ziehen weiter!” erfreute die Theatergruppe des „Dr. Carl Wolff”-Altenheims am vergangenen Freitag erneut die Bewohnerinnen und Bewohner dieser sozialen Einrichtung. Gespielt und gesungen haben mit den beiden Musikern Marius Ungureanu (Bratsche/Gitarre) und Ciprian Dancu (Klarinette) einige Bewohnerinnen, als Erzählerin fungierte Heimleiterin Ortrun Rhein.                             Foto: Beatrice UNGAR

In angenehmem Rahmen vernetzt

Streiflichter vom zehnten Treffen junger Siebenbürger in Freck

Ausgabe Nr. 2949

Andrei Lazăr (links) und Phillip Barth hatten einen Riesenspaß bei ihrem Karaoke-Auftritt. Foto: DJVS

Das 10. Treffen junger Siebenbürger fand am 28. Februar in der Orangerie der ehemaligen Brukenthalschen Sommerresidenz in Freck statt. Eingeladen hatte der Deutsche Jugendverein Siebenbürgen (DJVS)junge Leute und Familien mit Kindern, um sich zu treffen, kennenzulernen, zu vernetzen und das in einem angenehmen Rahmen. Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2948

Freier Eintritt

Hermannstadt. – Alle Hermannstädter haben am Donnerstag, dem 5. März, freien Eintritt im Brukenthalpalais, im Geschichtsmuseum und im Naturwissenschaftlichen Museum. Interessierte müssen Ausweis oder Geburtsurkunde vorweisen. Das August von Spiess-Jagdwaffen-, das Trophäen- und das Apothekenmuseum können nur mit Anmeldung besucht werden. (RS)

 

Gastland der Frankfurter Buchmesse

Bukarest. – Rumänien wird 2028 Gastland der Frankfurter Buchmesse. Den offiziellen Ehrengast-Vertrag unterzeichneten am Freitag, den 20. Februar, Rumäniens Kulturminister András Demeter und der Direktor der Frankfurter Buchmesse, Juergen Boos, in Bukarest. „Rumänische Literatur ist in Europa längst präsent – getragen von einer starken Gegenwartsliteratur“, sagte Buchmesse-Direktor Juergen Boos der dpa. Die Bücher berühmter rumänischer Autorinnen und Autoren erzählten von einem Land, das politische Umwälzungen, Zensur und Neuanfänge erlebt habe, so Boos weiter.

Rumäniens Kulturminister András Demeter betonte seinerseits: „Wir wollen den Ehrengastauftritt mit Sorgfalt, Professionalität und einer nachhaltigen Vision angehen und dabei den Tiefgang und die Lebendigkeit der aktuellen Kulturlandschaft Rumäniens aufzeigen.“

Das Kernziel der seit 1976 bestehenden Ehrengastauftritte der Frankfurter Buchmesse ist es nach Angaben der Veranstalter, die Zahl der Übersetzungen aus dem jeweiligen Gastland ins Deutsche zu steigern. Die internationale Aufmerksamkeit auf der Messe führe zudem dazu, dass Titel weltweit häufiger verlegt würden. (BU)Weiterlesen

Tanzen hält die Tradition am Leben

Ausgabe Nr. 2947

Marienball des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt

Die Tanzgruppe des Hermannstädter Jugendforums begeisterte unter der Leitung von Stefan Kézdi und Sebastian Arion mit einem flotten Auftritt und animierte anschließend beim Offenen Tanzen alle Anwesenden zum Mitmachen. Foto: Laura MICU

Der Marienball des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt (DFDH) gehört schon seit mehr als 30 Jahren zu den festen Veranstaltungen der siebenbürgisch-sächsischen Gemeinschaft in Hermannstadt. Auch in diesem Jahr brachte der Ball zahlreiche Gäste zusammen und verband Tradition, Musik und generationenübergreifenden Volkstanz. Gefeiert wurde im Restaurant Hanul din Tulgheș im ASTRA-Freilichtmuseum, wo sich insgesamt rund 260 Personen einfanden, darunter auch die auftretenden Tanzgruppen und Musiker.

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Sibiu Travel Festival

Ausgabe Nr. 2947

Die Instrumentalgruppe des Folkloreensembles „Cindrelul-Junii Sibiului ” machen nicht nur während der Messe gute Werbung für Hermannstadt. Foto: Ruxandra STĂNESCU

Die erste Auflage der Tourismusmesse „Sibiu Travel Festival” wurde am Internationalen Flughafen Hermannstadt am Freitag, dem 13. Februar, und am Samstag, dem 14. Februar, organisiert und die Hermannstädter wurden mit Reiseangeboten, einer Tombola und Vorführungen erwartet. Organisiert wurde die Messe im Passagierterminal des Flughafens im öffentlichen Ankunftsbereich und hatte als Ziel, Urlaubspakete mit Abflug von Hermannstadt zu bewerben. Hauptsächlich Vertreter der Hermannstädter Agenturen waren dabei, und schon bei der Eröffnung meldeten die Organisatoren eine gute Nachricht: Die Charterflüge nach Kreta von AnimaWings kann man in diesem Sommer kaufen, auch ohne eine Pauschalreise zu buchen. Warum man aber eine Pauschalreise (An- und Abreise, Transfers, Übernachtungen und Verpflegung) von einer Reiseagentur kaufen sollte, erklärte Ionuţ Zinca von MyWayTravel der HZ-Redakteurin Ruxandra S t ă n e s c u.

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Ausgewählte Werke

Ausgabe Nr. 2947

Unter dem Titel Flügel, zeigt die Galerie Schöne Höhe in Pirna/Deutschland vom 1. März bis zum 17. Mai 2026 ausgewählte Werke der Künstlerin Katharina Zipser in Zusammenarbeit mit Dr. Heinke Fabritius, der Kulturreferentin für Siebenbürgen, den Karpatenraum, Bessarabien und die Dobrudscha. Katharina Zipser (Jahrgang 1931) kommt aus Siebenbürgen. In den 1950er Jahren hat sie in Bukarest und Klausenburg bildende Kunst studiert. Ihre Bilder – viele in der alten Technik der Eitempera gemalt – verbinden die Lebenswelten ihrer Herkunft mit den Gedanken und Hoffnungen einer Ankommenden. Seit Jahrzehnten in Deutschland zu Hause sucht Katharina Zipser in ihrem Werk den Dialog zwischen hier und dort. Die Vernissage findet am Sonntag, den 1. März, 15 Uhr statt. Am 29. März, 15 Uhr, findet ein Werkstattgespräch mit Pomona Zipser und Heinke Fabritius statt, am 19. April, 15 Uhr, eine Schreibwerkstatt mit Juliana Socher und am 17. Mai, 15 Uhr, die Finissage. Gefördert wird die Ausstellung vom Bundesministerium des Inneren aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags. Näheres unter www.schoenehoehe.art. Unser Bild: Katharina Zipser: Ave Leda (1977).

Reproduktion: Pomona ZIPSER