Unvergesslich ausdrucksvoll

Die Puppenspielerin Lilly Krauss-Kalmár ist tot

Ausgabe Nr. 2639

Perfekte Gastgeber: Lilly Krauss-Kalmár und ihr Gatte Zoltan Kalmár in ihrer Wohnung im Jahr 2011.                             
Foto: Konrad KLEIN

Schon 1945-1946 habe sie mit ihrer Mutter, Rozsi Krauss, privat Puppentheater in ungarischer und in deutscher Sprache in Kindergärten und Schulen in Hermannstadt gespielt. Vater Krauss habe die Puppen modelliert und ihnen Kostüme geschneidert. Daran erinnerte sich die 1923 in Budapest als Livia Carolina Krauss geborene Puppenspielerin, Regisseurin und Autorin, die unter dem Namen Lilly Krauss-Kalmár in die Geschichte des Hermannstädter Puppentheaters eingegangen ist, oft und gerne. Am 1. September ist sie im Dr. Carl Wolff-Altenheim verstorben.Weiterlesen

Ein Quereinsteiger

Hermannstädter Staatsphilharmonie hat neue Leitung

Ausgabe Nr. 2639

Der neue Direktor der Hermannstädter Staatsphilharmonie, Cristian Lupes (rechts) und die stellvertretende Kreisratsvorsitzende Christine Manta-Klemens bei der Pressekonferenz im Sitzungssaal des Kreisrats.
Foto: Kreisrat Hermannstadt

Nachdem der langjährige Direktor der Hermannstädter Staatsphilharmonie, Ioan Bojin, in den Ruhestand getreten ist, wurde die Stelle im März vom Kreisrat Hermannstadt ausgeschrieben. Beim ersten Durchgang konnte sich die zuständige Kommission auf keinen Kandidaten einigen, so dass die Stelle im April erneut ausgeschrieben worden ist. Schließlich schaffte der junge Dirigent und Kulturmanager Cristian Lupeș das Rennen. Er hat sein Amt Anfang August angetreten.Weiterlesen

,,Eine Mahnung an uns“

Der Roman ,,Ascheregen“ von Joachim Wittstock, der am 28. August 80 wird

Ausgabe Nr. 2637

Joachim Wittstock auf der Fahrt zur 29. Auflage der Deutschen Literaturtage in Reschitza im April d. J.                             
Foto: Beatrice UNGAR

Der am 28. August 1939 in Hermannstadt geborene Schriftsteller Joachim Wittstock hatte im März d. J. im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem Hermannstädter Architekten Hermann Fabini, der den Gästen das überaus informative und interessante Buch „Siebenbürgen, Land und Leute“ von Charles Boner näher gebracht hat, sein neuestes Werk „Forstbetrieb Feltrinelli“ und seinen wiederaufgelegten und neu überarbeiteten Roman „Ascheregen“ von 1985 vorgestellt. Aus aktuellem Anlass, Joachim Wittstock feiert am 28. August seinen 80. Geburtstag, gratuliert die Redaktion der Hermannstädter Zeitungmit einer Rezension des Romans.Weiterlesen

Unheilbar optimistisch und geistig jung…

2636

Die Volkskundlerin Hanni Markel wird heute 80

Hanni Markel. Foto: Michael MARKEL

Unglaublich! Heute feiert Hanni Markel, meine gute Freundin von der ,,Arhiva de folclor“ (Folkorearchiv) in Klausenburg, ihren 80. Geburtstag! Obwohl wir uns vor zig Jahren kennen gelernt haben (sicher schon im vorigen Jahrhundert!), konnte ich mir nicht vorstellen, dass die unheilbar optimistische und geistig junge Hanni altern würde. Aber… die Zeit ist auch in ihrem Fall stetig verronnen und bei dem Blick auf den Kalender erkennen wir, dass Hanni Markel am 9. August 2019, also heute,  achtzig Frühlinge zählen wird. 

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„Ein großer Freund Siebenbürgens“

Hartmut Koschyk mit Goldener Ehrennadel des DFDR ausgezeichnet

Ausgabe Nr. 2632

Am Sonntag Nachmittag nahm Hartmut Koschyk im Rahmen einer Feierstunde im Spiegelsaal des Hermannstädter Forums die Goldene Ehrennadel des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien entgegen. Unser Bild (v. l. n. r.): Die Laudatio hielt der DFDR-Abgeordnete Ovidiu Ganț. Hartmut Koschyk präsentiert das Diplom, die Auszeichnung überreichte der DFDR-Vorsitzende Dr. Paul-Jürgen Porr.    
Foto: Fred NUSS

„Wurmloch aus der Versenkung geholt“ habe der frühere Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedler und nationale Minderheiten, der CSU-Politiker Hartmut Koschyk, sagte Bischof Reinhart Guib in seiner Predigt beim Festgottesdienst aus Anlass der Einweihung des Jugendbegegnungshauses des Mediascher evangelischen Kirchenbezirks im sanierten ehemaligen evangelischen Pfarrhaus in Wurmloch/Valea Viilor am Sonntag. Der hohe Gast hatte sich tatkräftig für die Sanierung des Pfarrhauses neben der auf der UNESCO-Welterbeliste stehenden Kirchenburg eingesetzt. Weiterlesen

„Fürwahr ein bewegender Moment“

Staatspräsident Klaus Johannis mit Ehrennadel des DFDR ausgezeichnet

Ausgabe Nr. 2631

Rumäniens Staatspräsident Klaus Johannis (rechts), der elf Jahre lang die Geschicke des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien geleitet hat, empfing von seinem Amtsnachfolger, dem amtierenden DFDR-Vorsitzenden Paul-Jürgen Porr, die Ehrennadel des DFDR, die höchste Auszeichnung, die das DFDR zu vergeben hat.             Foto: Laura MICU

Die Ehrennadel des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien, nahm Staatspräsident Klaus Johannis am Samstag im Rahmen einer Feierstunde im Spiegelsaal des DFDH in Hermannstadt von dem DFDR-Vorsitzenden Paul-Jürgen Porr entgegen. Staatspräsident Johannis sagte dazu: Es ist fürwahr ein bewegender Moment, in dem ich die höchste Auszeichnung des DFDR entgegennehme, das ich die Ehre hatte, mehrere Jahre zu leiten.“

Desgleichen erklärte Johannis, er sei und möchte weiter Rumäniens Staatspräsident bleiben. Porr hatte in seiner kurzen Ansprache den Beschluss des DFDR-Vorstands erläutert, dem amtierenden Staatschef die Ehrennadel zu verleihen: „Klaus Johannis hat während seines Vorsitzes von elf Jahren das Forum sehr sichtbar gemacht, in der Stadt, im Kreis, im Land und auch jenseits der Grenzen. Während den 13 Jahren als Bürgermeister der Stadt, hat er den Grundstein für die wirtschaftliche Entwicklung gelegt, die mit der Kulturhauptstadt gipfelte. Heute ist Hermannstadt eine weltoffene, europäische Stadt, die wie ein Leuchtturm auch ganz Rumänien in ein positives Licht rückt. Als Staatspräsident hat Klaus Johannis in schwierigen politischen Situationen im In- und Ausland, die europäischen Werte in Rumänien verteidigt und im Rahmen der Verfassung sein Bestes zum Wohle des Landes und seiner Bürger getan. Dafür gebührt ihm unser aller Dank und Respekt.“Weiterlesen

Aufgeschlossen für Dichtung: Jens Langer

Zum 80. Geburtstag des Pfarrers und Publizisten / Von Joachim WITTSTOCK

Ausgabe Nr. 2630

Jens Langer ist auch leidenschaftlicher Hobbyfotograf.
Foto: Henriette VÁSÁRHELYI

Familiäre Umstände brachten es mit sich, dass der in Rostock beheimatete evangelisch-lutherische Pastor Jens Langer seit mehr als anderthalb Jahrzehnten zum Rumänienreisenden und Siebenbürgenkenner wurde. Durch die Heirat des Sohnes und dessen Zuzug nach Holzmengen/Hosman wurde das Untere Harbachtal für Jens Langer und seine Gattin Mechthild zum Schwerpunkt regelmäßiger Aufenthalte hierzulande. Weiterlesen

„Nein, aus Luxemburg!“

Ausgabe Nr. 2630

Julius Henning beim Heimattag der Siebenbürger Sachsen in Dinkelsbühl 2017.
Foto: Herwart LICKER

Die Begleitumstände zu der Veröffentlichung der Denkschrift „Luxemburg und die Siebenbürger Sachsen“ von Julius Henning waren im positiven Sinne recht ungewöhnlich. Nach einem Hinweis, erhielt ich jüngst ein Schreiben von einem Mann. Bemerkenswert daran sollte nicht nur die Tatsache sein, dass der Brief mit Hilfe einer guten alten Schreibmaschine entstand. Der Urheber, Jahrgang 1926, bezeichnete sich selbst als „Siebenbürger Urgestein“ aus Schäßburg. Zugleich übernahm er als integraler Bestandteil seiner Gemeinschaft auch in Deutschland gern Verantwortung als Mittler zwischen den Kulturen. Julius Henning machte zugleich in dem Brief öffentlich, dass vor genau 250 Jahren eine Sprachverwandtschaft zwischen dem siebenbürgisch-sächsischen Dialekt und dem „Letzebuergischen“, welches im Großherzogtum Luxemburg zu den offiziellen Sprachen gehört, festgestellt wurde. Er habe nun darüber eine Festschrift herausgegeben.Weiterlesen

„Lasst uns gemeinsam gehen”

Papst Franziskus wurde auf seiner Rumänienreise von Hunderttausenden erwartet

Ausgabe Nr.2627

Papst Franziskus verabschiedete sich am Sonntag, dem 2. Juni, auf dem Hermannstädter Flughafen nach seiner dreitägigen Rumänienreise vom rumänischen Volk. Bis zum Flugzeug begleiteteten ihn Staatspräsident Klaus Johannis und Ehefrau Carmen, dabei waren u. a. auch Bürgermeisterin Astrid Fodor, Bischof Reinhart Guib, Kreisratsvorsitzende Daniela Cîmpean und Präfektin Adela Muntean. 
Foto: Ruxandra STĂNESCU

Papst Franziskus hat vom 31. Mai bis 2. Juni Rumänien besucht. Unter dem Motto „Lasst uns  gemeinsam gehen” hat er für mehr Zusammenhalt gepredigt. Hunderttausende haben den Papst in Bukarest, Jassy, Şumuleu Ciuc/Csiksomlyó und Blasendorf/Blaj empfangen. Vor 20 Jahren hatte Papst Johannes Paul II. Rumänien besucht, war allerdings nur in Bukarest. Papst Pius II. soll Hermannstadt im 15. Jahrhundert besucht haben, behaupten die Historiker, allerdings bevor er zum Haupt der Katholischen Kirche gewählt wurde.Weiterlesen