Arbeitsbesuch

Ausgabe Nr. 2954

Arbeitsbesuch des Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und Nationale Minderheiten, Bernd Fabritius (Bildmitte), im Dr. Carl Wolff Heim in Hermannstadt: Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Michael Schmidt Stiftung, Dipl. Ing. Michael Horst Schmidt (links), konnten in einem Gespräch am 8. April mit der Leiterin dieser wichtigen Einrichtung der Altenpflege und der Kinder- und Erwachsenen- Hospizarbeit, Ortrun Rhein (rechts), Anliegen der Sozialeinrichtung der deutschen Minderheit in Rumänien erörtert werden. Thematisiert wurden unter anderem auch Anliegen, die in der nächsten Sitzung der deutsch-rumänischen Regierungskommission im Juli 2026 in München adressiert werden sollen. Bundesbeauftragter Fabritius dankte der Michael Schmidt Stiftung für die in den letzten Jahren nachhaltige Unterstützung der Einrichtungen, durch die kurzfristige Haushaltsengpässe und unvorhergesehene Notwendigkeiten überbrückt werden konnten. Mit einer Unterstützung von 120.000 Euro im Jahre 2024 und 60.000 Euro im Jahre 2025 gehört die Michael Schmidt Stiftung zu den bedeutendsten Unterstützern dieser Einrichtung außerhalb der staatlichen Finanzierung aus Rumänien und dem deutschen Bundeshaushalt.    Foto: BMI

,,Kirche sind wir gemeinsam“

Ausgabe Nr. 2954

Streiflichter vom Kuratorentag der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien

Der Schweizer Theologe Dr. Christoph Siegrist (1. v. r.) beteiligt sich hier an der Gesprächsrunde zum Gemeindeverband mit den Pfarrern (v. l. n. r.) Dietrich Galter, Johannes Klein und Johann Zey. Foto: Beatrice UNGAR

Drei Themen beschäftigten die rund 50 Teilnehmenden des diesjähren Kuratorentages der am 28. März unter dem Motto „Zukunft gestalten – Gemeinschaft leben, neue Strukturen – Gemeindeverbände“ in Hermannstadt stattgefunden hat. Es ging um gelebte Gemeinschaft in Gemeindeverbänden, um den Stand des Transformationsprozesses innerhalb der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien und um die Gestaltung der Beziehungen der Kirchengemeinden zu den jeweiligen Heimatortsgemeinschaften (HOGs) in Deutschland.

Den Auftakt des Kuratorentages bildete traditionell der Gottesdienst, dieses Mal in der Ferula der Hermannstädter Stadtpfarrkirche, gehalten vom Schäßburger Bezirksdechanten Dr. Hans-Bruno Fröhlich.

Weiterlesen

Landkarte fürs Leben

Ausgabe Nr. 2954

Der Philosoph Carsten Adler über Stoizismus, Veränderung und sein Buch

Der gebürtige Burgdorfer Geisteswissenschaftler Carsten Adler. Foto: Privat

Was bedeutet es, ein gutes Leben zu führen? Für den Philosophen Carsten Adler liegt die Antwort nicht in äußeren Umständen, sondern im eigenen Umgang mit ihnen. In seinem Buch „Pepe Poseidonios – der kleine Stoiker aus dem Atlantik“ nähert er sich dem Stoizismus auf persönliche Weise. Eine Rezension ist aus der Feder von Eduard Reschke in der HZ Nr. 2950 vom 13. März 2026 erschienen. Im Gespräch berichtet Carsten Adler dem HZ-Praktikanten Eduard R e s c h k e von seinem Zugang zur stoischen Philosophie, persönlichen Wendepunkten und die Gedanken hinter seinem Buch.

Weiterlesen

Zwischen Musik und Archiv

Ausgabe Nr. 2954

Die Rundfunk-Journalistin Elisabeth Deckers und ihr Einsatz in Hermannstadt

Elisabeth Deckers am PC im Büroraum des Landeskirchlichen Archivs im „Friedrich Teutsch”-Begegnungs- und Kulturzentrum.Foto: Beatrice UNGAR

Elisabeth Deckers Lebenslauf ist alles andere als geradlinig. Zwischen Musik, Reisen und Geschichte ist sie heute vor allem eines – Dokumentarin im Teutsch-Haus in Hermannstadt. Seit etwa zehn Jahren hilft sie dort, das umfangreiche Archiv rund um die Siebenbürger Sachsen zu dokumentieren und zugänglich zu machen. Wie es dazu kam und wie ihr Leben vorher aussah, erzählt sie der HZ im Gespräch im Erasmus-Büchercafé in Hermannstadt. Sie bringt ihren freiwilligen Einsatz wie folgt auf den Punkt: „Es ist zwar keine Musikdokumentation, aber Dokumentation.“

Weiterlesen

Haushalt, Berichte, Probleme

Die Vertreterversammlung des DFDR tagte im Georg-Daniel-Teutsch-Saal

Ausgabe Nr. 2953


Christel Ungar-Țopescu (links) nahm die Goldene Ehrennadel und das dazugehörende Ehrendiplom von dem DFDR-Landesvorsitzenden Dr. Paul -Jürgen Porr entgegen. Foto: Laura MICU

Die Vertreterversammlung des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien (DFDR) trat am Freitagnachmittag, dem 27. März, zu einer ordentlichen Tagung im Georg-Daniel-Teutsch-Saal im Bischofspalais in Hermannstadt zusammen. Die Sitzung wurde vom DFDR-Vorsitzenden Dr. Paul-Jürgen Porr geleitet, an ihr nahmen Vertreter aller fünf Regionalforen, Geschäftsführer der DFDR-Stiftungen und die ADJ-Vorsitzende Corina Stănese, der DFDR-Abgeordnete Ovidiu Ganț sowie der Unterstaatssekretär im Departement für interethnische Beziehungen (DRI) Thomas Șindilariu teil. Im Anschluss an die Sitzung wurde Christel Ungar-Țopescu die Goldene Ehrennadel des DFDR verliehen. Weiterlesen

,,Die Stasi war mein Eckermann“

Ausgabe Nr. 2947

Zum 100. Geburtstag des ost-west-deutschen Schriftstellers Erich Loest (1926-2013)

Erich Loest (1926-2013).

Der am 24. Februar 1926 geborene Schriftsteller Erich Loest ist seit seinem Tod zu Unrecht etwas in Vergessenheit geraten.  Aus dem Nachlass erschienen 2014 die Tagebücher von 2011 bis 2013 unter dem Titel „Gelindes Grausen“.  Seither ist es es still um ihn geworden, obwohl die über 75 Bücher, die er im Laufe seines langen Lebens verfasst hat, zum Teil  Neuauflagen erlebt haben.

Weiterlesen

Dagmar Dusil Writer in Residence 2026 in Arosa

Ausgabe Nr. 2943

Georg Brunold lädt jedes Jahr einen Autor zu einem Aufenthalt von drei bis vier Monaten in seine Schreibwerkstatt PenArosa mit Brunolds Arbeitsbibliothek ein. In diesem Sommer wird die gebürtige Hermannstädterin Dagmar Dusil zu Gast sein.

Die Daten sind flexibel zu wählen im Zeitraum von Mitte Juni bis Ende Oktober. Im Rahmen des umfangreichen Sommerprogramms von Arosa Kultur hat der Writer in Residence sich mindestens einmal der interessierten Öffentlichkeit zu stellen und dieser zu erklären, woran er/sie arbeitet. Im Rahmen des Arosaer Kultursommers sind weitere Lesungen geplant.

Gegenüber der HZ schreibt die Autorin: „Ich habe mich auch sehr gefreut. Arosa war die erste Anlaufstelle von Thomas Mann in seinem Schweizer Exil. Die Szene aus dem „Zauberberg”, der zwar in Davos spielt, hat seine reale Vorlage in dem Salon des Waldhotels in Arosa, wo Thomas Mann oft Kaffee trank und Zeitung las. Hermann Hesse hat seine zweite Hochzeitreise nach Arosa gemacht…”. Unser Bild: Dagmar Dusil im Wiener Stadtpark 2025.                             Foto: privat

Aus drei Jahren wurden dreißig

Gespräch mit der scheidenden Heimseelsorgerin Petra Stöckmann-Kothen

Ausgabe Nr. 2942

Petra Stöckmann-Kothen auf der Kanzel der evangelischen Kirche in Neppendorf.

„Geboren am 30. Juli 1964 als zweites von vier Kindern, aufgewachsen in Gödenstorf, Landkreis Harburg, Niedersachsen – in der Nordheide / Lüneburger Heide”, so stellt sich Diakonin Petra Stöckmann-Kothen vor und fährt fort: „Nach der Schule machte ich eine Ausbildung zur ländlichen Hauswirtschafterin, anschließend besuchte ich eine Fachschule und neben der Arbeit im Erholungszentrum Wittensee (ähnlich dem Elimheim in Michelsberg) besuchte ich die Meisterschulung der Landwirtschaftskammer Kiel, Abschluss 1987 als Meisterin der ländlichen Hauswirtschaft. Zuletzt besuchte ich das Seminar für evangelischen Gemeindedienst MBK in Bad Salzuflen und machte 1991 den Abschluss als Gemeindehelferin.”

Im September 2025 feierte sie ein Jubiläum: 30 Jahre Seelsorgerin im „Dr. Carl Wolff”-Altenheim in Hermannstadt. Ende Januar 2026 nimmt sie Abschied und zieht zurück nach Deutschland. Lesen Sie im Folgenden ein Interview mit Petra Stöckmann-Kothen, das HZ-Redakteurin Beatrice U n g a r zum Jahreswechsel geführt hat. Weiterlesen

Gewissenhaft und liebevoll

Die langjährige Kuratorin Erika Pretorian ist tot

Ausgabe Nr. 2942

Erika Pretorian im Stadtpark in Râmnicu Vâlcea.               Foto: Privat

Die in Kronstadt geborene Anwältin Erika Pretorian, die von 2000 bis 2024 Kuratorin der evangelischen Kirchengemeinde Râmnicu Vâlcea gewesen ist, erlag zu Jahresbeginn einer schweren Krankheit. In dem Rundbrief der Frauenarbeit der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien ist 2025 ein Porträt der Verstorbenen erschienen, das die Vorsitzende der Frauenarbeit, Sunhild Galter, der HZ dankenswerterweise zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt hat.Weiterlesen

Sichtbares Zeichen der Wertschätzung

Christine Manta-Klemens erhielt Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland

Ausgabe Nr. 2941

Konsulin Wiebke Oeser (links) hielt die Laudatio und übergab die Urkunde und die Ordensinsignien an die Geehrte Christine Manta-Klemens.                                                            
Foto: Beatrice UNGAR

„Um eine Persönlichkeit zu ehren, die zu den engagiertesten Förderern der deutsch-rumänischen Beziehungen zählt und sowohl mit Rumänien als auch mit Deutschland sehr verbunden ist”, habe man sich im Spiegelsaal des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt versammelt, sagte Konsulin Wiebke Oeser in ihrer Begrüßung zum Auftakt der Feierstunde am Dienstag, in der die Pädagogin und Kreisrätin Christine Manta-Klemens das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland entgegennehmen durfte, das ihr von Bundespräsident Frank-Walther Steinmeier verliehen worden ist.Weiterlesen

,,Das Gefühl eines Zeitsprungs”

Interview mit der deutschen Konsulin Wiebke Oeser

Ausgabe Nr. 2940

Konsulin Wiebke Oeser in ihrem Büro.               Foto: Ruxandra STĂNESCU

Konsulin Wiebke Oeser leitet seit August das Konsulat der Bundesrepublik Deutschland in Hermannstadt und hatte bereits ein paar Wochen Zeit, Stadt und Leute kennen zu lernen. Ein Interview mit ihr führte HZ-Redakteurin Ruxandra S t ă n e s c u.Weiterlesen