Ein Pionier in Rumänien

Der Unternehmer Michael Kothen feierte am 20. Februar seinen 60. Geburtstag

Ausgabe Nr. 2662

Michael Kothen ließ es sich nicht nehmen, auch bei seiner Geburtstagsparty als DJ für gute Stimmung zu sorgen.                    Foto: Beatrice UNGAR

Als Ende der 1980er Jahre die Versorgungslage in Rumänien endgültig zusammengebrochen war, fanden sich einige Menschen aus dem Ausland, die mit den allernotwendigsten Dingen, wie Medikamente, Babynahrung usw., versehen, als Touristen getarnt hierher reisten, um zu helfen.

Einer von ihnen war auch Michael Kothen, der zusammen mit einigen Helfern aus seiner damaligen Kirchengemeinde Obertshausen bei Frankfurt im Winter 1988 zum ersten Mal nach Rumänien kam. Er lernte dabei Leute kennen, die zu Freunden wurden, auch die siebenbürgische Landschaft tat es ihm an. Weiterlesen

,,Ich bin ein Zeichner“

Der Künstler Gert Fabritius feiert bald seinen 80.

Ausgabe Nr. 2659

Gert Fabritius mit seinem Stuhlobjekt ,,Transportable Heimat“, hier als Performance im Museum im Kleihues-Bau, Kornwestheim 2007.

Gert Fabritius – der Wanderer, wohin kehrt er immer wieder zurück? Zur Linie. Markant und klar. In seiner Rede anlässlich der Vernissage der Jubiläumsausstellung zu seinem 80. Geburtstag in der Galerie Inter Art in Stuttgart hob der Künstler mit einem Augenzwinkern sein „einseitiges“ Talent hervor: „Ich kann nicht reden, ich bin ein Zeichner: Ich bin mit dem Zeichenstift in der Hand auf die Welt gekommen. Zum Glück habe ich bei der Geburt meine Mutter nicht verletzt.“ Seine „Tagebuch- und Blatt-auf-Zeichnungen eines Unbefugten“ sind noch bis zum 23. Februar ausgestellt. Weiterlesen

,,Die liebe und verehrte Stadt Czernowitz“

Gespräch mit dem Czernowitzer Hochschullehrer Felix Zuckermann

Ausgabe Nr. 2657

Felix Zuckermann. Foto: Christel WOLLMANN-FIEDLER

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Bukowina 1945 in Nord und Süd aufgeteilt. Czernowitz im Norden wurde sowjetisch, die Südbukowina blieb bei Rumänien. Die deutsche Sprache wurde die Sprache des Feindes. Der Hochschullehrer Felix Zuckermann wurde 1949 in eine deutschsprachige jüdische Familie geboren, besuchte die Schule in seiner Geburtstadt und studierte von 1969 bis 1975 an der heutigen Jurij-Fedkowitsch-Universität in Czernowitz Deutsche Philologie und Literatur  und lehrt seit 1975 als Professor deutsche Sprache am Gymnasium 1 mit Schwerpunkt Deutsch in Czernowitz.

Unsere Berlin-Korrespondentin, die Autorin und Fotografin Christel W o l l m a n n – F i e d l e r sprach im September 2019 mit ihm. Aus Anlass des Internationalen Holocaust-Gedenktages, der am 27. Januar begangen wird, veröffentlicht die HZ das Gespräch im Folgenden:  Weiterlesen

Neuer im Haus der Kunst

Ausgabe Nr. 2657

Wolfgang Ortmayr.Foto: Harry SOREMSKI

Wolfgang Orthmayr, langjähriger Geschäftsführer verschiedener Unternehmen im Kulturbereich, übernimmt die kaufmännische Geschäftsführung am Haus der Kunst in München. Das gab Kunstminister Bernd Sibler, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender des Ausstellungshauses, vor kurzem in München bekannt. Orthmayr, zuletzt Interims-Geschäftsführer der documenta und des Museums Fridericanum in Kassel, wird zum 25. Februar 2020 seine Tätigkeit in der bayerischen Landeshauptstadt aufnehmen. Er tritt die Nachfolge des bisherigen kaufmännischen Geschäftsführers Dr. Bernhard Spies an, dessen Vertrag wie vorgesehen endet. Mit dem designierten künstlerischen Geschäftsführer Dr. Andrea Lissoni wird er zukünftig die Doppelspitze im Haus der Kunst bilden.Weiterlesen

,,Eine entschiedene Stimme“

Aurel Vainer mit Verdienstkreuz 1. Klasse geehrt

Ausgabe Nr. 2655

Botschafter Cord Meier-Klodt (links) gratuliert Dr. Aurel Vainer zur Auszeichnung.                                                                             Foto: Agerpres

Der Präsident der Föderation der jüdischen Gemeinschaften aus Rumänien, Dr. Aurel Vainer, wurde am 18. Dezember 2019 durch den Deutschen Botschafter Cord Meier-Klodt mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland geehrt. Diese Auszeichnung wurde durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf Empfehlung von Außenminister Heiko Maas verliehen.Weiterlesen

Fröhlich und quirlig aktiv

Die Kinderbuchautorin Anne Junesch ist tot

Ausgabe Nr.2647

Anne Junesch bei ihrer letzten Buchvorstellung am 3. Juni 2019 im Erasmus-Büchercafé in Hermannstadt.            
Foto: Cynthia PINTER

Bei der Vorstellung ihres letzten Kinderbuches, ,,Das Amenchen/Mäuseleben“ sagte der Leiter des Honterus-Verlags, Benjamin Józsa, ,,Anne Junesch sprüht von Ideen“. Die beliebte Autorin ist am 28. Oktober d. J. plötzlich verstorben. Bei der Aussegnung im Dr. Carl Wolff-Altenheim am Dienstag hielt Diakonin Petra Stöckmann eine bewegende Abschiedspredigt, die wir auszugsweise abdrucken. Weiterlesen

In schier ununterbrochener Folge

250 Jahre seit der Geburt des Michael von Heydendorff des Jüngeren

Ausgabe Nr. 2643

Michael von Heydendorff der Jüngere (* 7. April 1769, † 29. August 1857)

Am 7. April 1769 wurde Michael von Heydendorff der Jüngere als damals jüngster Spross der angesehenen Mediascher Familie geboren. Während über zwei Jahrhunderten spielten Mitglieder der aus Bistritz nach Mediasch gekommenen Familie Conrad Edle von Heydendorff im öffentlichen Leben der Stadt und auch von Siebenbürgen eine bedeutende Rolle. Seit 1676 gehörten Heydendorffs in schier ununterbrochener Folge dem Mediascher Magistrat an, stellten abwechselnd mit anderen Familien die Bürgermeister sowie Königs- und Stuhlsrichter der Königlich Freien Stadt und des Mediascher Stuhls. Weiterlesen

Unvergesslich ausdrucksvoll

Die Puppenspielerin Lilly Krauss-Kalmár ist tot

Ausgabe Nr. 2639

Perfekte Gastgeber: Lilly Krauss-Kalmár und ihr Gatte Zoltan Kalmár in ihrer Wohnung im Jahr 2011.                             
Foto: Konrad KLEIN

Schon 1945-1946 habe sie mit ihrer Mutter, Rozsi Krauss, privat Puppentheater in ungarischer und in deutscher Sprache in Kindergärten und Schulen in Hermannstadt gespielt. Vater Krauss habe die Puppen modelliert und ihnen Kostüme geschneidert. Daran erinnerte sich die 1923 in Budapest als Livia Carolina Krauss geborene Puppenspielerin, Regisseurin und Autorin, die unter dem Namen Lilly Krauss-Kalmár in die Geschichte des Hermannstädter Puppentheaters eingegangen ist, oft und gerne. Am 1. September ist sie im Dr. Carl Wolff-Altenheim verstorben.Weiterlesen