,,So sehr er die Bücher liebte“

Aus Anlass des Todestages von Baron Brukenthal

Ausgabe Nr. 2717

Samuel von Brukenthal. Relief am Maria Theresiendenkmal in Wien.

Georg Adolf Schuller (1862-1939), u. a. Schriftleiter der Kirchlichen Blätter veröffentlichte 1921 in drei aufeinanderfolgenden Ausgaben den Beitrag ,,Lebensgang des Freiherrn Samuel Brekner von Brukenthal“, ein Abriss aus Schullers zweibändiger Biographie des Museumsschöpfers und langjährigen Gouverneurs von Siebenbürgen, Samuel von Brukenthal (1721-1803), die erst fast dreißig Jahre nach seinem Tod, 1967/1969, in den Bänden 18 und 19 der Buchreihe der Südostdeutschen Historischen Kommission in München (Verlag R. Oldenbourg) erschienen ist. Aus Anlass des Todestages von Samuel von Brukenthal bringen wir im Folgenden einen Ausschnitt, der die letzten Lebensjahre des Museumsgründers schildert.Weiterlesen

„Die Erfindung des Countdowns“

Gedanken beim Lesen von Daniel Mellems Oberth-Roman / Von Hansotto DROTLOFF

Ausgabe Nr. 2711

Die Familie von Hermann Oberth 1936, vermutlich im Garten des Mediascher Hauses: Ilse, Mathilde (Tilla), Adolf, Erna, Hermann und Julius (v. l.).                              Foto: Archiv Heimatgemeinschaft Mediasch

Über Hermann Oberth, den 1894 in Hermannstadt geborenen und 1989 in Nürnberg verstorbenen genialen Erfinder und Raumfahrtpionier ist schon seit längerer Zeit kaum mehr geschrieben worden. Zu wenig vielleicht, wie man nicht nur aus dem medialen Echo auf Daniel Mellems Ende des vergangenen Jahres erschienenen Oberth-Roman „Die Erfindung des Countdowns“ schließen kann.

Wer kennt ihn heute noch, wer spricht sechs Jahrzehnte nach „Sputnik“ und fünf Jahrzehnte nach der Mondlandung noch von dem Mann, den man ehrfürchtig „Vater der Weltraumfahrt“ nennt? Weiterlesen

Effizient und durchsetzungsfähig

Der DFDR-Landesvorsitzende Dr. Paul-Jürgen Porr wurde am 2. Februar d. J. 70

Ausgabe Nr. 2709

Dr. Paul-Jürgen Porr bei einer Pressekonferenz im Spiegelsaal des DFDH. Foto: Fred NUSS

Dr. Paul-Jürgen Porr, der Landesvorsitzende des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien (DFDR), wurde am 2. Februar d. J. 70. Das bietet Anlass, ihm zu gratulieren und eine kurze Rückschau auf sein Wirken zu halten. Dabei soll seine hauptamtliche Tätigkeit als Arzt, Forscher und Hochschullehrer im Bereich der Medizin sowie als Krankenhausmanager nur am Rande erwähnt werden, ebenso ein Teil seiner ehrenamtlichen Aufgaben. Ich möchte mich auf die Rolle von Paul-Jürgen Porr als Politiker der deutschen Minderheit in Rumänien beziehen.Weiterlesen

Ein Kollege, kein Chef

Nachruf auf Georg Scherer

Ausgabe Nr. 2709

Georg Scherer (1944-2021) bei dem  50. Gründungsjubiläum der Hermannstädter Zeitung im Februar 2018.                 Foto: Laura MICU

,,Ich bin auch nicht als Kreisparteisekretär geboren“, soll der damalige Inhaber dieses Amtes gesagt haben, als der zu ihm beorderte Textilingenieur Georg Scherer Zweifel äußerte, ob er für die Stelle des Chefredakteurs der deutschen Wochenzeitung in Hermannstadt geeignet sei. Das war 1979, als Scherer die Geschicke der Hermannstädter Zeitung übernahm, die damals ,,Die Woche“ heißen musste, weil es verboten war, anderssprachige Ortsnamen öffentlich zu verwenden.Weiterlesen

Eine Statue zum 300. Geburtstag

Wettbewerb für Standbild von Samuel von Brukenthal

Ausgabe Nr. 2706

Johann Georg Weikert (1743/1745-1799): Baron Samuel von Brukenthal.

Einen Wettbewerb für das Projekt eines Standbilds des Barons Samuel von Brukenthal schreibt das Brukenthalmuseum auf Initiative und mit der Unterstützung des Rotary Clubs Hermannstadt und der Firma Boromir aus. Das Standbild soll in der Nähe des Brukenthalpalais auf dem Großen Ring auf einem barocken 60 cm hohen Sockel platziert werden und sollte höchstens drei Meter hoch sein.Weiterlesen

Begnadet und dennoch bescheiden

Nachruf auf die Germanistin Johanna Bottesch

Ausgabe Nr. 2705

Johanna Bottesch in der Bibliothek des Deutschen Kulturzentrums Hermannstadt. Foto: DKH

Am 3. Januar 2021 ist Johanna Hermine Bottesch im Alter von 65 Jahren verstorben. Ihre Lehr- und Forschungstätigkeit belegt die fachliche Gründlichkeit, mit der sie die „Wissenschaft von der Sprache“ betrieb, und mit der gleichen Gründlichkeit vermittelte sie anschaulich auch das Wissen um Sprache.

Mit Respekt und Dankbarkeit gedenken wir dem Wirken einer Germanistin, deren pädagogische Begabung, Disziplin, Pflichtbewusstsein und Zuverlässigkeit musterhaft waren. Johanna war von der stillen Sorte und dennoch weit über die Grenzen ihres Wirkungsortes bekannt und geschätzt.Weiterlesen