Landkarte fürs Leben

Ausgabe Nr. 2954

Der Philosoph Carsten Adler über Stoizismus, Veränderung und sein Buch

Der gebürtige Burgdorfer Geisteswissenschaftler Carsten Adler. Foto: Privat

Was bedeutet es, ein gutes Leben zu führen? Für den Philosophen Carsten Adler liegt die Antwort nicht in äußeren Umständen, sondern im eigenen Umgang mit ihnen. In seinem Buch „Pepe Poseidonios – der kleine Stoiker aus dem Atlantik“ nähert er sich dem Stoizismus auf persönliche Weise. Eine Rezension ist aus der Feder von Eduard Reschke in der HZ Nr. 2950 vom 13. März 2026 erschienen. Im Gespräch berichtet Carsten Adler dem HZ-Praktikanten Eduard R e s c h k e von seinem Zugang zur stoischen Philosophie, persönlichen Wendepunkten und die Gedanken hinter seinem Buch.

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7. Rolf Bossert-Gedächtnispreis verliehen 

Ausgabe Nr. 2954

Die 36. Auflage der Reschitzaer Deutschen Literaturtage fand vom 26. bis 29. März statt, einen Bericht dazu können Sie in einer unserer nächsten Ausgaben lesen. Im  Rahmen der Veranstaltung hat Hauptorganisator Erwin-Josef Țigla dem DFDR-Landesvorsitzenden Dr. Paul-Jürgen Porr am Samstag, den 28. März, den Ehrentitel „Europäer des Jahres 2026 innerhalb der deutschen Gemeinschaft im Banater Bergland“ überreicht. Ebenfalls am Samstag fand die Verleihung des „Rolf Bossert“-Gedächtnispreises 2026 an den 1981 in Sigmaringen geborenen Autor Tobias Pagel statt. Die Laudatio hält der Preisträger 2025 Dietrich Machmer. Die Preisverleihung fand in  der Intermodalstation (das ist die Endstation der neuen Straßenbahnlinie, von wo man umsteigen kann zu den Bussen, die in die bergwärtigen Vororte von Reschitza sowie in die ehemaligen deutschen Niederlassungen am Semenik – Franzdorf/Văliug, dem Ort, wo Rolf Günther Bossert seine Ferien im Josephinental verbrachte, Wolfsberg/Gărâna und Weidenthal/Brebu Nou fahren) des Reschitzaer Nahverkehrsunternehmens TUR. Der Ort wurde nicht zufällig gewählt: Die Intermodalstation befindet sich knapp hundert Meter von Rolf Bosserts erster Schule, aber auch keine 300 Meter von dessen Geburtshaus in der Castanilor-Straße. In dem „Die Federleichtigkeit der Gedanken” getitelten Geleitwort zum 7. Rolf Bossert-Gedächtnispreis sagte der Initator des Preises, Hellmut Seiler, u. a.: „Der diesjährige Gedächtnispreis stand unter besonderen Vorzeichen: 1. sind wir bei seiner siebten Auflage und Rolf Bosserts Debütband von 1979 hieß ’siebensachen‘; 2. sind 40 Jahre seit seinem erschütternd jähen und immer noch unbegreiflichen Ende vergangen. Und 3. hat die Anzahl der Einsendungen zum Preis die Tausendermarke überschritten: Es sind bislang deren 1022 aus 16 Ländern Europas, Asiens, Afrikas und Südamerikas eingegangen.” Unser Bild: Erwin Josef Țigla, Laudator Dietrich Machmer, Preisträger Tobias Pagel mit Ehrendiplom und Initiator Hellmut Seiler (v. l. n. r.).                                      Foto: DFDBB

Vom langen 18. Jahrhundert

Zwei Bücher zur Geschichte Südeuropas von Harald Heppner vorgestellt

Ausgabe Nr. 2951

Prof. Harald Heppner in der Bibliothek des Forschungsinstituts für Geisteswissenschaften der Rumänischen Akademie in Hermannstadt mit seinem Buch „Neuzeit mit Verspätung“.                           Foto: Alisa SCHWARZ

Der Historiker Harald Heppner stellte am 6. März gleich zwei Bücher im Forschungsinstitut für Geisteswissenschaften der Rumänischen Akademie in Hermannstadt auf Rumänisch, Deutsch und Englisch vor. Es handelte sich um „Yearbook of the Society for 18th Century Studies on South Eastern Europe. Secularisation between the Adriatic and the Carpathians/Säkularisierung zwischen Adria und Karpatenbogen”, Band 8/2025 und „Neuzeit mit Verspätung. Die Anfänge der Transition in Europas Südosten (1683-1821)”. Weiterlesen

Geld, Bildung und Politik

Ex-HZ-Praktikant schreibt für ,,Politicum“

Ausgabe Nr. 2950

Jedes Semester veröffentlicht die Fachschaft des Studienganges Politik & Soziologie der Universität Bonn in Zusammenarbeit mit freiwilligen Studierenden das Magazin „Politicum“. Bei der neusten Ausgabe hilft auch Daniel Cautnic, ehemaliger Praktikant der Hermannstädter Zeitung. Weiterlesen

Gurkensuppe als Auftakt

Lesung mit Peter Biro im Erasmus-Büchercafé

Ausgabe Nr. 2948

Peter Biro (links) und Ruxandra Stănescu bei der Lesung im Erasmus-Büchercafé.                                                                               Foto: Eduard RESCHKE

Mit einem Rezept begann der Literaturabend im Erasmus-Büchercafé am 21. Februar d. J., um 17 Uhr. Peter Biro eröffnete seine Lesung mit Texten aus „Tarator – 158 Variationen einer kalten Gurkensuppe“ und machte damit deutlich, dass es ihm weniger um Kulinarik als vielmehr um Sprache geht. Ein schlichtes Gericht dient ihm als Ausgangspunkt für gedankliche Experimente: Das Rezept wird aus unterschiedlichen ideologischen, gesellschaftlichen und kulturgeschichtlichen Blickwinkeln neu formuliert. Der Inhalt bleibt, doch der Ton verändert sich – mal klingt er pathetisch, mal wie eine theoretische Abhandlung. Gerade diese Verschiebungen prägen den Charakter des Buches. Eine kalte Gurkensuppe als Auftakt war somit Programm. Weiterlesen

Kulturfolger in dem Park

Neuer Band von Klaus Fabritius und Eduard Duldner

Ausgabe Nr. 2948

Klaus Fabritius (stehend) und Benjamin Józsa bei der informativen Buchvorstellung im Spiegelsaal des DFDH.                           Foto: Beatrice UNGAR

„Die Biodiversität im Park ist ein Indikator für die Gesundheit der Stadt” lautet der letzte Satz im Vorwort zu dem neuesten Band, den Dr. Klaus Fabritius und Eduard Duldner herausgegeben haben. Dabei handelt es sich um „Willkommene Gäste/Musafiri bineveniti, ein Buch, das den sogenannten Kulturfolgern gewidmet ist. Was Kulturfolger sind, erläuterte der Diplom-Biologe Fabritius in bewährter Weise bei der Buchvorstellung, die am Mittwoch der Vorwoche im Spiegelsaal des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt stattgefunden hat.Weiterlesen

,,Die Stasi war mein Eckermann“

Ausgabe Nr. 2947

Zum 100. Geburtstag des ost-west-deutschen Schriftstellers Erich Loest (1926-2013)

Erich Loest (1926-2013).

Der am 24. Februar 1926 geborene Schriftsteller Erich Loest ist seit seinem Tod zu Unrecht etwas in Vergessenheit geraten.  Aus dem Nachlass erschienen 2014 die Tagebücher von 2011 bis 2013 unter dem Titel „Gelindes Grausen“.  Seither ist es es still um ihn geworden, obwohl die über 75 Bücher, die er im Laufe seines langen Lebens verfasst hat, zum Teil  Neuauflagen erlebt haben.

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Gedankenmosaik

Ein Tagebuch als Brücke zwischen Generationen

Ausgabe Nr. 2946

Adrian Tuchel: „Die Brücke“. Erinnerungen anderer Zeiten. Selbstverlag, 2025, 336 Seiten, ISBN 6426308000438, 49 Lei/16,50 Euro, zu bestellen im Erasmus-Büchercafé in Hermannstadt, deutsche Festnetznummer: 0049- (0)228-90919557, Rufnummer in Rumänien 0040-(0)269-221060, E-Mail: -erasmus@schiller.ro, www.schiller.ro

Adrian Tuchels Buch „Die Brücke – Erinnerungen anderer Zeiten“ ist kein Roman im klassischen Sinn. Es ist ein sehr persönliches Tagebuch, ein Mosaik aus Erinnerungen, Gedanken und Beobachtungen, das den Leser auf eine Reise durch verschiedene Lebensphasen, Länder und Zeiten nimmt. Der 1953 in Kronstadt geborene Architekt und Grafiker, der derzeit in Cambridge in Großbritannien lebt, blickt auf sein Leben zurück: Auf die Kindheit, auf die Geschichte seiner Eltern, auf die Kriegs- und Nachkriegsjahre, aber auch auf seine Familie und das Leben seiner Söhne. Das verbindende Motiv ist die „Brücke“ als eine Brücke zwischen Generationen.Weiterlesen

,,Aus Liebe und Freundschaft“

Interview-Buch mit Franz Hodjak zum Tag der ungarischen Kultur vorgestellt

Ausgabe Nr. 2945

Franz Hodjak: Soha senkire nem lőttem. Zoltán Király és Enikő Szenkovics beszélgetőkönyve. Exit Verlag Kolozsvár Szépirodalmi Figyelő Alapítvány Budapest, 2024, 150 Seiten, ISBN 9786156617170

„Soha senkire nem lőttem“ (Ich habe niemals auf jemanden geschossen) hieß das Buch auf Ungarisch zu dessen Vorstellung der Verein der Hermannstädter Ungarn HÍD am Dienstag, dem 20. Januar ins Spiegelsaal einlud. Das Buch ist nichts anderes als ein Gespräch mit dem gebürtigen Hermannstädter und mit vielen Literaturpreisen ausgezeichneten Franz Hodjak, das Zoltán Király und Enikő Szenkovics mit ihm führten. Mit den beiden sprach im Rahmen der Veranstaltung der Schriftsteller Vincze Ferenc. Die Buchvorstellung gehörte übrigens zur Veranstaltungsreihe der Liga der siebenbürgisch-ungarischen Schriftsteller „Literatur und Gemeinschaft“. Der Anlass war der Tag der ungarischen Kultur vom 22. Januar. An diesem Tag beendete 1823 Ferenc Kölcsey das Gedicht „Hymnus, a’ Magyar nép zivataros századaiból”( Hymne, aus den stürmischen Jahrhunderten des ungarischen Volkes), das später zur ungarischen Nationalhymne wurde.Weiterlesen

Dschungel statt Alltag

Manuel Joseph Kugler las im Erasmus-Büchercafé

Ausgabe Nr. 2945

Manuel Joseph Kugler bei seiner Lesung im Erasmus-Büchercafé.
Foto: Eduard RESCHKE

Eine entspannte Atmosphäre prägte die Lesung mit Manuel Joseph Kugler im Erasmus-Büchercafé. In kleiner Runde stellte der Autor seinen Roman „Kakao im Dschungel – Unterwegs zwischen den Welten“ vor und nahm das Publikum mit auf eine Reise zwischen äußeren Landschaften und inneren Bewusstseinsräumen. Es war ein Abend, an dem sinnbildlich der Dschungel ins Büchercafé kam.Weiterlesen