Ein Hermannstädter erzählt

Zum dritten Buch des Satirikers Heinrich Heini

Ausgabe Nr. 2698

Heinrich Heini: Alte und neue Heimat. Stories aus dem Tage- und Nächtebuch eines Hermannstädters. BoD – Books on Demand, Norderstedt, 2020, 317 S., ISBN: 9783752896985Bestellen kann man das Buch in jeder Buchhandlung oder mit persönlicher Widmung beim Autor unter E-Mail: heinrich.hoechsmann@gmail.com.

In seinem Buch „Alte und neue Heimat. Stories aus dem Tage- und Nächtebuch eines Hermannstädters“  blickt der Autor Heinrich Heini alias Heinrich Höchsmann – natürlich hat der Künstlername nicht zufällig große Ähnlichkeit mit einem berühmteren Schriftsteller  –  auf sein Leben zurück, das mittlerweile über sieben Jahrzehnte umfasst. Und die sind – wenn man dem Verfasser glauben darf – randvoll mit amüsanten und außergewöhnlichen Erlebnissen, die dem Leser oft ein Lächeln auf das Gesicht zaubern und Erinnerungen an längst vergangene Zeiten und „legendäre“ Orte, wie etwa die Schreyer-Mühle, wecken.Weiterlesen

Sorge für die Umwelt und für die eigene Seele

Das neue Buch von Elfriede Dörr heißt ,,Feste Burg – weiter Raum“

Ausgabe Nr. 2697

Elfriede Dörr (Hg.): Feste Burg – weiter Raum. Spazieren und Verweilen rund um Hammersdorf. Curs-Verlag Klausenburg, 2020,  123 S., ISBN 978-6069-46996-5

Nach ihrem ersten Wanderbuch – „Geh aus, mein Herz und suche Freud“ -, das wir vor kurzem hier vorgestellt haben, hat Elfriede Dörr nun ein zweites, umfangreicheres Buch herausgebracht, das ebenfalls von der „Grünen Kirchenburg  Hammersdorf“ ausgeht. Es trägt den Titel ,,Feste Burg – weiter Raum. Spazieren und Verweilen rund um Hammersdorf“, ist ähnlich gestaltet und in gleicher Weise ansprechend, aber viel ausführlicher und vielseitiger.

Diese neue Veröffentlichung aus dem Klausenburger „Curs“-Verlag lädt zunächst dazu ein, die alte Hammersdorfer Kirche und deren Umgebung mit der ehemaligen evangelischen Schule und  dem Pfarrhaus mit dem großen Garten zu besuchen.Weiterlesen

Von Schentzel bis Schnappzagelchen

Band 11 des Siebenbürgisch-Sächsischen Wörterbuchs erschienen

Ausgabe Nr. 2695

Sigrid Haldenwang (Bearbeiterin): Siebenbürgisch-Sächsisches Wörterbuch. Band 11. Rumänischer Akademieverlag Bukarest/Böhlau Verlag: Wien/ Köln/Weimar, 2020, 214+LXXXVIII Seiten, ISBN 978-973-27-3215-1/918-3-412-51981-0. Der Band ist erhältlich im Forschungsinstitut für Geisteswissenschaften Hermannstadt (Bdul. Victoriei 40, 550024, Tel. 0269-21.26.04) und beim Demokratischen Forum der Deutschen in Hermannstadt (Str. Gen. Magheru 1-3, 55185, Tel. 0269-21.54.17).

Kein geringerer als der bedeutende Philosoph, Historiker und Sprachforscher Gottfried, Wilhelm Leibniz ist es gewesen, der Ende des 17. Jahrhunderts den Wunsch geäußert hatte, eine Sammlung siebenbürgisch-sächsischer Wörter zu erhalten. Diese Sammlung sollte ein Hilfsmittel zur Lösung wichtiger geschichtlicher Fragen sein, die zu jener Zeit die geschichtliche Forschung bewegte. Dazu gehörte die Frage, woher die deutschen Siedler Siebenbürgens stammen, welches ihre eigentliche Urheimat ist. Diese suchte man mit Hilfe der Sprachforschung zu lösen. Der Wunsch des Sprachforschers geht jedoch erst in der zweiten Hälfte des 18. und der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Erfüllung, ein Zeitraum in dem zunächst handschriftliche Wortschatzsammlungen entstehen. Den Beginn der gedruckten siebenbürgisch-sächsischen Wörterbuchproben und -vorarbeiten finden wir aber erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.Weiterlesen

Zwei Stücke in einem Band

Theaterstücke von Friedrich Schuller im Ludwigsburger Pop-Verlag erschienen

Ausgabe Nr. 2694

Frieder Schuller: Ossis Stein. Zwei Theaterstücke, Pop Verlag Ludwigsburg, 2020, Reihe Theater Band 3. 244 Seiten, ISBN 978-3-86356-305-9.

Egal was andere in die Securitate-Akte „Otto Stein“ hineininterpretieren mögen, Frieder Schuller hält zu seinem Freund und Kollegen Oskar „Ossi“ Pastior. Nach Pastiors Tod, am 4. Oktober 2006, kamen im Jahre 2010 Vorwürfe auf, der Dichter hätte in den 60er Jahren unter dem Decknamen „Otto Stein“ für den damaligen rumänischen Geheimdienst gearbeitet und seine eigenen Freunde ausspioniert. Die Literaturwelt begann, den Poeten zu kritisieren und selbst sein künstlerisches Erbe in Frage zu stellen. Schuller wagte eine etwas andere Annäherung an Pastiors Geheimdienstvergangenheit. Das daraus entstandene Theaterstück ,,Ossis Stein oder Der werfe das erste Buch“ sowie das Stück ,,Tanz mit der Stille“ sind vor kurzem in einem Band erschienen.Weiterlesen

Feinfühlige Annäherungen

Die Siebenbürgen-Bilder des Dresdener Fotografen Thomas Heller

Ausgabe Nr. 2694

Thomas Heller: „Siebenbürgen süße Heimat“. Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale), 2020, 128 Seiten, ISBN 978-3-96311-375-8.

„Siebenbürgen, süße Heimat“. Die Anfangszeile der letzten Strophe des Siebenbürgenlieds habe ich, der ich selbst keine familiären Bezüge zu Siebenbürgen habe, zum ersten Mal als Kind in gestickter Form in den frühen 1970er Jahren wahrgenommen.

Sie zierte in biedermeierlichen Lettern einen selbst gestickten Wandbehang, den sich eine gebürtige Hermannstädterin aufgehängt hatte – in ihrem bescheidenen Zimmer in Oberbayern. Ihre Tochter und ihr Schwiegersohn zählten zum Freundeskreis meiner Eltern. Der vor kurzem im Mitteldeutschen Verlag erschienene Bildband des Dresdener Fotografen Thomas Heller trägt als Titel diesen Vers und erweckte bei mir eine erste spontane Assoziation: Weiterlesen

In Erinnerung an Anne Junesch

Neues Buch von Andreea Dumitru im Honterus-Verlag

Ausgabe Nr. 2693

Andreea Dumitru: Geschichte aus Geschichten lernen. Kinderliteratur aus Siebenbürgen, Honterus-Verlag, Hermannstadt, 2020, 62 Seiten, ISBN 978-606-008-053-4.

„Ich hab ein neues Kinderbüchlein geschrieben“, so begrüßte mich Anne Junesch immer, wenn sie in die HZ-Redaktion kam, um mir ein paar Exemplare zur Rezension und zum Verschenken an die Leser/innen der Juniorecke zu geben. Und immer ließ ich sie alle „Büchlein“ signieren. Anne Junesch liebte Kinder, schickte auch des öfteren Witze für die Juniorecke, die wir gerne publizierten. Letztes Jahr verstarb sie unerwartet im Altenheim „Dr. Carl Wolff“ in Hermannstadt. Nun liegt ein neues „Büchlein“ auf meinem Schreibtisch, das mich an sie erinnert. Weiterlesen

Ein „siebenbürgisches Ereignis“

Buchvorstellung zum Taufverständnis in orthodoxer und evangelischer Sicht

Ausgabe Nr. 2692

Bei der Buchvorstellung ergriffen Stefan Tobler, Benjamin Józsa, Irimie Marga und der Autor, Hans-Bruno Fröhlich das Wort (v. l. n. r.).Foto: Beatrice UNGAR

Unter einem strahlend blauen Himmel und umgeben von den Stimmen spielender Kinder war am Dienstag, den 22. September im Hof des Teutsch-Hauses eine schwungvolle Buchpräsentation zu erleben. Sichtlich stolz begrüßte Prof. Stefan Tobler (Protestantisch-Theologisches Institut an der Lucian Blaga-Universität) als betreuender Doktorvater das zahlreich erschienene Publikum und besonders den Schäßburger Dechanten, Stadtpfarrer Dr. Hans Bruno Fröhlich, den Verfasser von „Eine einmalige Gabe. Die Frage der Anerkennung der christlichen Taufe zwischen evangelischer und orthodoxer Kirche und die Praxis in Rumänien“. Weiterlesen

,,Eine dringende Aufgabe“

Neuer Bildband von Georg Gerster und Martin Rill

Ausgabe Nr. 2687

Georg Gerster und Martin Rill: Schäßburg und die Große Kokel. Buchversand Südost/www.siebenbuergen-buch.de, 2020. 312 Seiten, ISBN 978-3-00-065486-2.

Auch in diesem Jahr überraschen uns Martin Rill und Georg Gerster mit einem neuen Bildband, Hardcover, 300 Seiten, 800 Farbabbildungen,  eine Übersichtskarte, 19 Ortsgrundrisse. Der Bildband „Schäßburg und die Große Kokel“ ergänzt die Reihe mit den Bänden: „Siebenbürgen im Flug“, „ Das Burzenland“, „Hermannstadt und das Alte Land“, „Das Repser und das Fogarascher Land“, „Einblicke ins Zwischenkokelgebiet“.Weiterlesen

Ein wichtiges Dokument

Prachtband zum ASTRA-Verein erschienen

Ausgabe Nr. 2686

Bürgermeisterin Astrid Fodor und die beiden Autoren, Sorana Maier und Constantin Necula (v. l. n. r.) stellten das Buch vor kurzem im Garten des Hochzeitshauses am Kleinen Ring 22 vor.               Foto: Răzvan NEGRU

,,Hocherfreut bezeuge ich, dass wir Söhne eines Vaterlandes sind, das mit Recht zu den zivilisierten europäischen Staaten zählt, denn es besitzt alles, was die Kultur und die Zivilisation eines Staates charakterisiert. (…) Wir haben ein auf die Verfassung aufgebautes Vaterland, das allen gleiche Rechte sichert, dazu gesetzlich festgelegte Freiheit der Presse, der Vereinigung und der Vertretung des Volkes (…)“. Diese Worte sprach Andrei Șaguna, der erste Vorsitzende des ASTRA-Vereins in seiner Rede zum Auftakt der Sitzung am 9./21. März 1861, bei der die Satzungen des Vereins verfassst wurden. Nachzulesen ist die gesamte Rede in dem jüngsten Buch von Sorana Maier und Constantin Necula.Weiterlesen