„Schau im ‚Stricker‘ nach!“

Ein Nachschlagewerk der besonderen Art

Ausgabe Nr. 2981

Dr. Paul-Jürgen Porr, Prof. Hans Stricker, Dr. Gerhild Rudolf, Rudolf Girst und Moderator und Verlagsleiter Benjamin Józsa bei der Buchvorstellung am 24. September im Spiegelsaal des DFDH (v. l. n. r.).                                                                   Foto: Laura MICU

Ein Nachschlagewerk der besonderen Art kam jüngst aus der Hermannstädter Honterus-Druckerei. Auf rund 580 Seiten kann die Leserschaft die sächsischen Orte in Siebenbürgen entdecken und geschichtliche und sprachliche Zusammenhänge erfassen. Dem Schweizer Universitätsprofessor Hans Stricker ist ein Werk gelungen, das in jeder siebenbürgischen Bibliothek und Kultureinrichtung, in jedem Pfarramt und in vielen Häusern stehen sollte, unter dem Motto: „Hast du Fragen? Schau im ‚Stricker‘ nach!“Weiterlesen→

Die Last des Ererbten

Zu Dan Ivans Roman ,,Das rote Hemd“ / Von Josef SALLANZ

Ausgabe Nr. 2981

Dan Ivan: Das rote Hemd. Roman. Aus dem Rumänischen von Peter Groth. Dittrich Verlag, Weilerswist-Metternich 2025, www.dittrich-verlag.de, 164 Seiten, ISBN 978-3-910732-87-2, 18 Euro.

Ein rotes Hemd, ein Gefängnisaufenthalt unter merkwürdigen Umständen, zwei Constantin Brâncuși zugeschriebene Skulpturen, ein italienischer Familienclan, Garibaldi, Musik, Geld und Liebe: Dan Ivans Roman „Das rote Hemd“ hat keine Scheu vor großen Stoffen. Auf gerade einmal 164 Seiten spannt er einen Bogen über fünf Generationen und zwischen Italien und Rumänien. Im Zentrum steht die Frage, was von einer Familiengeschichte bleibt, wenn die Menschen, die sie erlebt haben, längst verschwunden sind – und ob man sich von einer solchen Geschichte überhaupt lösen kann.Weiterlesen→

Austausch im Mittelpunkt

Band 40 der Kärnten Dokumentation wurde im Spiegelsaal des DFDH vorgestellt

Ausgabe Nr. 2978

Ilse Philippi (links) überreichte im Namen der evangelischen Kirchengemeinde Holzmengen Mag. Udo Puschnig eine alte Ziegel als Dank für die Unterstützung des Landes Kärnten bei der vollständigen Überholung des Daches des Burghüterhäuschens in der Kirchenburg in Holzmengen;

Der neueste Band der Reihe „Kärnten Dokumentation“ wurde am 17. September im Spiegelsaal des DFDH vorgestellt. Es handelte sich um den 40. Band, den Mag. Udo Puschnig vom Amt der Kärntner Landesregierung im Namen der Herausgeber präsentierte.Weiterlesen→

„Wir schaffen das“

Angela Merkel verteidigt ihr politisches Vermächtnis

Ausgabe Nr. 2976

Angela Merkel bei der Autogrammstunde in Bukarest.       Foto: privat

Die ehemalige deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel reiste Anfang September nach Bukarest, um dort die rumänische Ausgabe ihres Memoirenbandes „Freiheit. Erinnerungen 1954–2021“ vorzustellen – eines der bedeutendsten persönlichen Zeugnisse über die europäische Politik der vergangenen Jahrzehnte. Auch in ihrer neuen Rolle als Autorin und Rednerin scheint Merkel sich selbst treu geblieben zu sein: pünktlich, klar, ausdrücklich zu ihren Überzeugungen stehend und überzeugend für eine Reihe von Werten eintretend, an die sie stets geglaubt und zu denen sie sich offen bekannt hat.Weiterlesen→

Bei Mitichani erschienen

„Der geköpfte Hahn“ liegt auf Japanisch vor

Ausgabe Nr. 2974

Die Germanistin Kyoko Fujita und der Ornithologe Michio Suzuki bei einem ihrer zahlreichen Besuche in Hermannstadt in ihrem Lieblingslokal, „Sibiul Vechi“.                                                       Foto: Beatrice UNGAR

„Das Buch ist erschienen!“ lautete der Titel der E-Mail aus Japan: Am 25. August d. J. war es so weit: „Der geköpfte Hahn“ von Eginald Schlattner liegt nun auch in japanischer Sprache vor. Geschrieben hatte der HZ die Germanistin Kyoko Fujita, die gemeinsam mit ihrem Gatten, dem Ornithologen Michio Suzuki, an der Übersetzung gearbeitet hat.Weiterlesen→

Gaudeamus-Buchmesse

Ausgabe Nr. 2973

Zwischen Romanen, Kinderbüchern und Neuerscheinungen: Die „Gaudeamus Radio România“ Buchmesse verwandelte am vergangenen Wochenende, vom 20.-23. August, den Großen Ring in Hermannstadt in eine große Bücherwelt. In 15 Ausstellungspavillons präsentierten mehr als 40 Verlage, Buchhändler und Anbieter von Spielen und Lernmaterialien ihre Angebote. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit zum Stöbern und zum Jagen der Sonderangebote – auf der Suche nach dem nächsten Lieblingsbuch.   Foto: Cynthia PINTER

Filmabend im Spiegelsaal

In memoriam Miklós Borsos (1906-1990)

Ausgabe Nr. 2973

Levente Serfőző vor dem Haus Nr. 7 am Hundsrücken/Str. Centumvirilor, wo Borsos Miklós seine Kindheit verbracht hat.

Dem 120. Geburtstag des berühmten ungarischen Bildhauers Miklós Borsos am 13. August, hat der Hermannstädter Ungarische HID-Kulturverein eine Gedenkveranstaltung gewidmet, mit Unterstützung des Hermannstädter Bürgermeisteramtes. Weiterlesen→

„Licht und Liebe Gottes“

Zum neuen Band der Lyrikerin Luminița Mihai Cioabă

Ausgabe Nr. 2970

Luminița Mihai Cioabă: Dincolo de cer/Înteal o Čerii/Jenseits des Himmels. Gedichte. Deutsche Fassung und Illustrationen: Beatrice Ungar. Neo Drom Verlag Hermannstadt 2026, 347 Seiten, 99 Lei. Das Buch liegt in Hermannstadt in der Schiller-Buchhandlung und im Erasmus-Büchercafé auf.
Bestellungen auch unter E-Mail: office@icfundation.ro; Nähere Auskünfte unter www.icfoundation.ro

2026 erschien im Neo Drom-Verlag der dreisprachige Gedichtband der Lyrikerin Luminița Mihai Cioabă. Ihre auf Rumänisch und Romani verfassten Texte wurden von Beatrice Ungar, der Chefredakteurin der Hermannstädter Zeitung, ins Deutsche übertragen. Am 28. April dieses Jahres fand die Vorstellung des Buches im festlichen Rahmen im Spiegelsaal des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt statt. Dabei wurde betont, dass sich das Werk von Cioabă „in das Gesamtbild der zeitgenössischen rumänischen Dichter einordnen” lasse und dass ihre Texte von hoher Sensibilität und besonders aussagekräftiger Sprache geprägt seien.Weiterlesen→

„Das Foto lag noch immer auf dem Tisch“

Adelheit Szekereschs Roman „Regentränen“ / Von Barbara ZEIZINGER

Ausgabe Nr. 2969

Adelheit Szekeresch: Regentränen. Roman Pop Verlag Ludwigsburg, 2026; Reihe Epik, Bd. 158, 540 Seiten, ISBN 978-3-86356-430-8; 29,90 Euro.
Bestellbar in der Buchhandlung Ihres Vertrauens, beim Verlag, oder bei der Autorin selbst unter E-Mail: adelheit.szekeresch@gmx.de).

„Das Foto lag noch immer auf dem Tisch.“ Mit diesem Satz beginnt die spannende und zugleich berührende Geschichte von Paul und der Lini genannten Alina, deren Leben wir mit all seinen unglaublichen Wendungen über mehr als fünfhundert Seiten atemlos verfolgen. Paul, der Protagonist des Romans „Regentränen“ von Adelheit Szekeresch, betrachtet im Jahr 1989 ein Urlaubsfoto seines Sohnes Frank, auf dem dessen rumänische Ferienbekanntschaft Corina zu sehen ist. Und dieses Mädchen sieht seiner großen Liebe Lini verblüffend ähnlich.Weiterlesen→

Unerschöpflicher Fundus

Dritter Band der Deutsch-Kreutz gewidmeten Trilogie

Ausgabe Nr. 2967

Moderator Robert Schwartz, der auch das Vorwort verfasst hat, Sophia Folberth, die Autorin Ruxandra Hurezean und Liane Junesch, die zu den Mitdiskutanten gehört hat (v. l. n. r.) bei der Buchvorstellung im Erasmus-Büchercafé.                                                                                                 Foto: Privat

Im Erasmus-Büchercafé ist immer Bewegung. Aber selten so viel, wie bei der am 20. Juni erfolgten Vorstellung des dritten Bandes der Deutsch-Kreutzer Trilogie, der unter dem Titel „Viața cu celălalt. Poveste despre oameni, limbi si rânduieli la sașii din Criț“ in dem Klausenburger Verlag Presa Universitara Clujeana erschienen ist. Mit gutem Grund, muss man sagen: Erstens kennt man mittlerweile die Autorin Ruxandra Hurezean als engagierte Journalistin, die auch die ersten beiden Bände verfasst hat. Zweitens war die Erzählerin Sophia Folberth anwesend. Sie hat den Stoff für das Buch geliefert. Weiterlesen→

Von der Drehbank auf die Bühne

Siegfried Siegmund und sein Roman ,,Auf der Bühne des Lebens“

Ausgabe Nr. 2967

Siegfried Siegmund: Auf der Bühne des Lebens. Umschlag, Gestaltung, Übersetzung und Überarbeitung: Robert Peter Binder. Hamburg 2026, 268 Seiten, 49 Lei. Das Buch liegt in Hermannstadt in der Schiller-Buchhandlung und im Erasmus-Büchercafé auf.

Der in Hermannstadt geborene Schauspieler Siegfried Siegmund hat seine gesamten Lebenserlebnisse von der Kindheit bis ins hohe Rentneralter in seinem Buch „Schimb brățară de aur pe un colier de turcoaze“ (Tausche goldenes Armband gegen eine Türkiskette) zu Papier gebracht. Dieses Buch wurde 2015 im Spiegelsaal des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt einem breiten und interessierten Publikum, im Beisein des Autors, vorgestellt. Der ebenfalls in Hermannstadt geborene und heute in Frankfurt am Main lebende Robert Peter Binder hat die Originalfassung des Romans gelesen und hat sich spontan entschieden, diesen ins Deutsche zu übersetzen, da er Siegmunds Geschichten und Erlebnisse gut nachempfinden konnte, besonders jene aus der Kindheit und Jugend. Unter dem Titel „Auf der Bühne des Lebens“ liegt die Übersetzung nun vor. Weiterlesen→

Spuren einer verlorenen Welt

Dagmar Dusils lyrische Räume der Erinnerung / Von Katharina KILZER

Ausgabe Nr. 2967

Dagmar Dusil: Kalte Tage. Gedichte und lyrische Prosa. Pop Verlag Ludwigsburg 2026, Reihe Lyrik Band 199, 96 Seiten, ISBN 978-3-86356-436-0, 99 Lei.

Der Gedichtband „Kalte Tage. Gedichte und lyrische Prosa“ der siebenbürgischen Autorin Dagmar Dusil erschien 2026 im Ludwigsburger Pop-Verlag. Auf rund hundert Seiten versammelt er Gedichte, Prosatexte, Haikus und ein Nachwort von Britta Lübbers, der Rolf-Bossert-Gedächtnis-Preisträgerin von 2021. Das Cover gestaltete Barbara Niedermaier. Einige Texte wurden bereits in Literaturzeitschriften veröffentlicht, darunter in den „Spiegelungen“.Weiterlesen→

Beitrag zur Erinnerungskultur

Zum Roman ,,Rubla – Ort ohne Schatten“ von Mariana Gorczyca

Ausgabe Nr. 2967

Mariana Gorczyca: Rubla, Ort ohne Schatten, Deutsche Fassung: Beatrice Ungar, mit einem Nachwort von Viorel Marineasa, Honterus-Verlag Hermannstadt 2025, 190 Seiten. ISBN 978-606-008-179-1. Das Buch erschien mit der Unterstützung des Departements für Interethnische Beziehungen im Generalsekretariat der Rumänischen Regierung durch das Demokratische Forum der Deutschen in Rumänien und das Demokratische Forum der Deutschen in Schäßburg und wird kostenlos abgegeben.

Weil die Wunden noch immer nicht verheilt sind – in diesem Frühsommer fanden in zahlreichen Ortschaften Rumäniens Gedenkveranstaltungen zum 75. Jahrestag der Verbannung in die Bărăgan-Steppe statt – melden sich immer wieder Historiker und Journalisten zum Thema Zwangsdeportationen zu Wort, aber auch Schriftstellerinnen. So zuletzt Mariana Gorczyca, Jahrgang 1956, also eine Nachgeborene, der wir zwei Romane zu Deportationen verdanken. Beide wurden von der Journalistin Beatrice Ungar ins Deutsche übersetzt. Der erste, „Diesseits und jenseits des Tunnels“, handelt von der Deportation der Deutschen aus Rumänien zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion 1945 der jüngste vom Zwangsdomizil in der Bărăgan-Steppe. Weiterlesen→