Bei Mitichani erschienen

„Der geköpfte Hahn“ liegt auf Japanisch vor

Ausgabe Nr. 2974

Die Germanistin Kyoko Fujita und der Ornithologe Michio Suzuki bei einem ihrer zahlreichen Besuche in Hermannstadt in ihrem Lieblingslokal, „Sibiul Vechi“.                                                       Foto: Beatrice UNGAR

„Das Buch ist erschienen!“ lautete der Titel der E-Mail aus Japan: Am 25. August d. J. war es so weit: „Der geköpfte Hahn“ von Eginald Schlattner liegt nun auch in japanischer Sprache vor. Geschrieben hatte der HZ die Germanistin Kyoko Fujita, die gemeinsam mit ihrem Gatten, dem Ornithologen Michio Suzuki, an der Übersetzung gearbeitet hat.Weiterlesen

Gaudeamus-Buchmesse

Ausgabe Nr. 2973

Zwischen Romanen, Kinderbüchern und Neuerscheinungen: Die „Gaudeamus Radio România“ Buchmesse verwandelte am vergangenen Wochenende, vom 20.-23. August, den Großen Ring in Hermannstadt in eine große Bücherwelt. In 15 Ausstellungspavillons präsentierten mehr als 40 Verlage, Buchhändler und Anbieter von Spielen und Lernmaterialien ihre Angebote. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit zum Stöbern und zum Jagen der Sonderangebote – auf der Suche nach dem nächsten Lieblingsbuch.   Foto: Cynthia PINTER

Filmabend im Spiegelsaal

In memoriam Miklós Borsos (1906-1990)

Ausgabe Nr. 2973

Levente Serfőző vor dem Haus Nr. 7 am Hundsrücken/Str. Centumvirilor, wo Borsos Miklós seine Kindheit verbracht hat.

Dem 120. Geburtstag des berühmten ungarischen Bildhauers Miklós Borsos am 13. August, hat der Hermannstädter Ungarische HID-Kulturverein eine Gedenkveranstaltung gewidmet, mit Unterstützung des Hermannstädter Bürgermeisteramtes. Weiterlesen

„Licht und Liebe Gottes“

Zum neuen Band der Lyrikerin Luminița Mihai Cioabă

Ausgabe Nr. 2970

Luminița Mihai Cioabă: Dincolo de cer/Înteal o Čerii/Jenseits des Himmels. Gedichte. Deutsche Fassung und Illustrationen: Beatrice Ungar. Neo Drom Verlag Hermannstadt 2026, 347 Seiten, 99 Lei. Das Buch liegt in Hermannstadt in der Schiller-Buchhandlung und im Erasmus-Büchercafé auf.
Bestellungen auch unter E-Mail: office@icfundation.ro; Nähere Auskünfte unter www.icfoundation.ro

2026 erschien im Neo Drom-Verlag der dreisprachige Gedichtband der Lyrikerin Luminița Mihai Cioabă. Ihre auf Rumänisch und Romani verfassten Texte wurden von Beatrice Ungar, der Chefredakteurin der Hermannstädter Zeitung, ins Deutsche übertragen. Am 28. April dieses Jahres fand die Vorstellung des Buches im festlichen Rahmen im Spiegelsaal des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt statt. Dabei wurde betont, dass sich das Werk von Cioabă „in das Gesamtbild der zeitgenössischen rumänischen Dichter einordnen” lasse und dass ihre Texte von hoher Sensibilität und besonders aussagekräftiger Sprache geprägt seien.Weiterlesen

„Das Foto lag noch immer auf dem Tisch“

Adelheit Szekereschs Roman Regentränen / Von Barbara ZEIZINGER

Ausgabe Nr. 2969

Adelheit Szekeresch: Regentränen. Roman Pop Verlag Ludwigsburg, 2026; Reihe Epik, Bd. 158, 540 Seiten, ISBN 978-3-86356-430-8; 29,90 Euro.
Bestellbar in der Buchhandlung Ihres Vertrauens, beim Verlag, oder bei der Autorin selbst unter E-Mail: adelheit.szekeresch@gmx.de).

„Das Foto lag noch immer auf dem Tisch.“ Mit diesem Satz beginnt die spannende und zugleich berührende Geschichte von Paul und der Lini genannten Alina, deren Leben wir mit all seinen unglaublichen Wendungen über mehr als fünfhundert Seiten atemlos verfolgen. Paul, der Protagonist des Romans „Regentränen“ von Adelheit Szekeresch, betrachtet im Jahr 1989 ein Urlaubsfoto seines Sohnes Frank, auf dem dessen rumänische Ferienbekanntschaft Corina zu sehen ist. Und dieses Mädchen sieht seiner großen Liebe Lini verblüffend ähnlich.Weiterlesen

Unerschöpflicher Fundus

Dritter Band der Deutsch-Kreutz gewidmeten Trilogie

Ausgabe Nr. 2967

Moderator Robert Schwartz, der auch das Vorwort verfasst hat, Sophia Folberth, die Autorin Ruxandra Hurezean und Liane Junesch, die zu den Mitdiskutanten gehört hat (v. l. n. r.) bei der Buchvorstellung im Erasmus-Büchercafé.                                                                                                 Foto: Privat

Im Erasmus-Büchercafé ist immer Bewegung. Aber selten so viel, wie bei der am 20. Juni erfolgten Vorstellung des dritten Bandes der Deutsch-Kreutzer Trilogie, der unter dem Titel „Viața cu celălalt. Poveste despre oameni, limbi si rânduieli la sașii din Criț“ in dem Klausenburger Verlag Presa Universitara Clujeana erschienen ist. Mit gutem Grund, muss man sagen: Erstens kennt man mittlerweile die Autorin Ruxandra Hurezean als engagierte Journalistin, die auch die ersten beiden Bände verfasst hat. Zweitens war die Erzählerin Sophia Folberth anwesend. Sie hat den Stoff für das Buch geliefert. Weiterlesen

Von der Drehbank auf die Bühne

Siegfried Siegmund und sein Roman ,,Auf der Bühne des Lebens“

Ausgabe Nr. 2967

Siegfried Siegmund: Auf der Bühne des Lebens. Umschlag, Gestaltung, Übersetzung und Überarbeitung: Robert Peter Binder. Hamburg 2026, 268 Seiten, 49 Lei. Das Buch liegt in Hermannstadt in der Schiller-Buchhandlung und im Erasmus-Büchercafé auf.

Der in Hermannstadt geborene Schauspieler Siegfried Siegmund hat seine gesamten Lebenserlebnisse von der Kindheit bis ins hohe Rentneralter in seinem Buch „Schimb brățară de aur pe un colier de turcoaze“ (Tausche goldenes Armband gegen eine Türkiskette) zu Papier gebracht. Dieses Buch wurde 2015 im Spiegelsaal des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt einem breiten und interessierten Publikum, im Beisein des Autors, vorgestellt. Der ebenfalls in Hermannstadt geborene und heute in Frankfurt am Main lebende Robert Peter Binder hat die Originalfassung des Romans gelesen und hat sich spontan entschieden, diesen ins Deutsche zu übersetzen, da er Siegmunds Geschichten und Erlebnisse gut nachempfinden konnte, besonders jene aus der Kindheit und Jugend. Unter dem Titel „Auf der Bühne des Lebens“ liegt die Übersetzung nun vor. Weiterlesen

Spuren einer verlorenen Welt

Dagmar Dusils lyrische Räume der Erinnerung / Von Katharina KILZER

Ausgabe Nr. 2967

Dagmar Dusil: Kalte Tage. Gedichte und lyrische Prosa. Pop Verlag Ludwigsburg 2026, Reihe Lyrik Band 199, 96 Seiten, ISBN 978-3-86356-436-0, 99 Lei.

Der Gedichtband „Kalte Tage. Gedichte und lyrische Prosa“ der siebenbürgischen Autorin Dagmar Dusil erschien 2026 im Ludwigsburger Pop-Verlag. Auf rund hundert Seiten versammelt er Gedichte, Prosatexte, Haikus und ein Nachwort von Britta Lübbers, der Rolf-Bossert-Gedächtnis-Preisträgerin von 2021. Das Cover gestaltete Barbara Niedermaier. Einige Texte wurden bereits in Literaturzeitschriften veröffentlicht, darunter in den „Spiegelungen“.Weiterlesen

Beitrag zur Erinnerungskultur

Zum Roman ,,Rubla – Ort ohne Schatten“ von Mariana Gorczyca

Ausgabe Nr. 2967

Mariana Gorczyca: Rubla, Ort ohne Schatten, Deutsche Fassung: Beatrice Ungar, mit einem Nachwort von Viorel Marineasa, Honterus-Verlag Hermannstadt 2025, 190 Seiten. ISBN 978-606-008-179-1. Das Buch erschien mit der Unterstützung des Departements für Interethnische Beziehungen im Generalsekretariat der Rumänischen Regierung durch das Demokratische Forum der Deutschen in Rumänien und das Demokratische Forum der Deutschen in Schäßburg und wird kostenlos abgegeben.

Weil die Wunden noch immer nicht verheilt sind – in diesem Frühsommer fanden in zahlreichen Ortschaften Rumäniens Gedenkveranstaltungen zum 75. Jahrestag der Verbannung in die Bărăgan-Steppe statt – melden sich immer wieder Historiker und Journalisten zum Thema Zwangsdeportationen zu Wort, aber auch Schriftstellerinnen. So zuletzt Mariana Gorczyca, Jahrgang 1956, also eine Nachgeborene, der wir zwei Romane zu Deportationen verdanken. Beide wurden von der Journalistin Beatrice Ungar ins Deutsche übersetzt. Der erste, „Diesseits und jenseits des Tunnels“, handelt von der Deportation der Deutschen aus Rumänien zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion 1945 der jüngste vom Zwangsdomizil in der Bărăgan-Steppe. Weiterlesen

Wo das Land im Wasser versinkt

Dan Ivans Erinnerungen an das Donaudelta der komunistischen Jahre

Ausgabe Nr. 2965

Dan Ivan: Meile 23. Geschichten aus dem Donaudelta. Aus dem Rumänischen von Peter Groth. Dittrich Verlag in der Velbrück GmbH Verlage, Weilerswist-Metternich 2026, 146 Seiten, ISBN 978-3-912155-60-0. www.dittrich-verlag.de

Es gibt Bücher über die kommunistische Zeit, die vor allem Repression, Angst und die Tristesse einer vergangenen Epoche in den Mittelpunkt stellen. Und es gibt Bücher, die hinter den politischen und ideologischen Kulissen die Menschen, ihre Geschichten und jene Formen von Solidarität sichtbar machen, die das Leben trotz aller Widrigkeiten erträglich machten. Dan Ivans „Meile 23“, das Peter Groth für den Dittrich Verlag ins Deutsche übersetzt hat, gehört eindeutig zur zweiten Kategorie. Der Band versammelt Geschichten aus dem Donaudelta, die autobiographische Erfahrungen mit literarischer Gestaltung verbinden. Die rumänische Originalausgabe erschien bereits 2019 unter dem Titel „Mila 23“ im Bukarester Nemira-Verlag.Weiterlesen

Eine verschwundene Welt

Buch über die Nachbarschaften im Mediascher Stuhl

Ausgabe Nr. 2964

Prof. Dr. Zeno-Karl Pinter, Dr. Simona Maria Malearov, Dr. Ciprian Ștefan, Martin Bottesch und Moderator Benjamin Józsa sprachen bei der Buchvorstellung im Spiegelsaal (v. l. n. r.).                       Foto: die Verfasserin

Um eine „fast verschwundene Welt“ gehe es in ihrer neuesten Veröffentlichung, sagte die Volkskundlerin Simona Maria Malearov bei der im Spiegelsaal des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt erfolgten Vorstellung ihres Buches „Sub semnul rânduielii săsești. Vecinătăți rurale din Scaunul Mediaș“ (Im Zeichen der sächsischen Ordnung. Dörfliche Nachbarschaften im Mediascher Stuhl), das vor kurzem erschienen ist. Dabei handelt es sich um ihre in Buchform gegossene Dissertation aus dem Jahr 2023. Weiterlesen

Von außergewöhnlicher Strahlkraft

,,Bukowina. Eine europäische Vielvölkerregion” von Mariana Hausleitner

Ausgabe Nr. 2963

Mariana Hausleitner: Bukowina. Eine europäische Vielvölkerregion. Deutsches Kulturforum östliches Europa 2026, 331 Seiten, ISBN 978-3-936168-96-9, 22 Euro.

Die Bukowina galt lange als eines der vielfältigsten kulturellen Zentren Osteuropas. In ihrem neuen Buch zeichnet die Historikerin Mariana Hausleitner die wechselvolle Geschichte dieser heute zwischen Rumänien und der Ukraine geteilten Region nach: Von ihrer Blütezeit als pluriethnischer Raum bis zu den Verwerfungen von Nationalismus, Krieg und Vertreibung im 20. Jahrhundert. Nach einer ersten Präsentation Ende April in Bukarest wurde der Band am 5. Juni auch in der Rumänischen Botschaft in Berlin vorgestellt.Weiterlesen