Wer kennt schon Kirchenburgen?

Podiumsgespräch zur Kirchenburgenlandschaft Siebenbürgen in Berlin

Ausgabe Nr. 2661

Podiumsteilnehmer, Moderator und Gastgeber (v. l. n. r.): Sebastian Bethge, Dr. Achim Krekeler, Bischof Reinhart Guib, Prof. Dr. Paul Zalewski, Stefan Bichler und Botschafter Emil Hurezeanu.  Foto: die Verfasserin

Wer kennt schon Kirchenburgen? Wer kennt die Landschaft, in der sie vor achthundert Jahren gebaut wurden? Nein, gleich um die Ecke stehen Sie nicht, man muss reisen, sich auf den Weg machen nach Rumänien in den Karpatenraum. Die Herren – keine Damen sind dabei – auf dem Podium, das am 11. Februar in der Botschaft Rumäniens in Berlin stattgefunden hat – wissen das, sie kommen alle nicht von dort, außer der amtierende Bischof der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien, Reinhart Guib, der einer siebenbürgisch-sächsischen Familie entstammt. Er kommt später, man wartet auf ihn. Der Himmel über Berlin wird im Moment von der stürmenden  teutonischen „Sabine“ beherrscht, doch ein Bischof kommt damit klar. Weiterlesen

Die Gotteshuld will wohnen.

Weihnachtsbotschaft von Vikarin Angelika BEER

Ausgabe Nr. 2654

Foto: Cynthia PINTER

„O du, die Wonne, verkündet in Zion“ klingt es mir noch im Ohr, vom Weihnachtskonzert des Hermannstädter Bachchores letzten Sonntag in der reformierten Kirche. Ein Chorstück aus dem Oratorium „Messias“ von Georg Friedrich Händel. „O du, die Wonne“ – wer oder was aber ist damit gemeint? Wird eine Wonne verkündet oder verkündet eine Wonne etwas? In seinem Oratorium hat Händel Textabschnitte aus der Bibel vertont, die Charles Jennens zusammengestellt hat. Vor allem mit Texten aus dem Alten Testament, der Hebräischen Bibel, wird im ersten Teil des Oratoriums die Ankunft des Messias, des Gesalbten, beschrieben. So blättere ich in den Büchern der Propheten, und finde in Jesaja 40, 9: „Zion, du Freudenbotin, steig auf einen hohen Berg; Jerusalem, du Freudenbotin, erhebe deine Stimme mit Macht; erhebe sie und fürchte dich nicht! Sage den Städten Judas: Siehe, da ist euer Gott.“ Zion, die heilige Stadt Jerusalem also ist die Wonne, die verkünden soll. Verkünden, dass Gott da ist, dass Gott tröstet und die Seinen nicht alleine lässt. „O du, die Wonne“, das klingt nach Freude, nach Zuneigung und nach etwas, das das Herz weit macht, das eine große Wirkung hat.Weiterlesen

Ein einmaliges Erlebnis

17. Reformationsgottesdienst in der Mundart

Ausgabe Nr. 2648

Die Lesung aus dem Evangelium überließ Pfarrer Michael Reger (rechts vor dem Gestühl stehend) seinem Amtskollegen, dem Militärpfarrer Johannes Waedt, der u. a. auf Radio Siebenbürgen die Reihe „Wort zum Sonntag“ gestaltet.                                                          Foto: Beatrice UNGAR

,,Alle, die einen sprachlich einmaligen Gottesdienst erleben wollen, sind herzlich dazu eingeladen“, hieß es in der Ankündigung des ersten Gottesdienstes in der siebenbürgisch-sächsischen Mundart in der Hermannstädter Zeitung Nr. 1851 vom 31. Oktober 2003. Dieser im Geiste der Reformation auf Bitte der Michelsberger evangelischen Kirchengemeinde veranstaltete Gottesdienst wurde am 2. November 2003 in der Michelsberger Dorfkirche gefeiert. Liturg und Prediger war Prof. Dr. Paul Philippi. Am Reformationstag 2019 fand schon zum 17. Mal dieser besondere Gottesdienst statt. Weiterlesen

,,Pionierregion der Religionsfreiheit“

Zur Konferenz ,,Grenzen überschreiten. 500 Jahre Reformation in Siebenbürgen“

Ausgabe Nr. 2648

Dr. Ulrich A. Wien (am Rednerpult) und Dr. Renate Klein bei der Eröffnung der Konferenz.                                                        Foto: Roger PÂRVU

Luther oder Melanchthon? Wittenbergisch oder nicht? Confesia Augustana invariata oder variata? Evangelisch, reformiert oder unitarisch? Die verschiedenen Wege und Weisen der Reformation in Siebenbürgen im 16. Jahrhundert werfen noch immer viele Fragen auf.  Vor 500 Jahren kam es zur Verbreitung der reformatorischen Schriften und des dazugehörenden Gedankenguts im siebenbürgischen Raum. Unter dem Titel „Grenzen überschreiten“ fand zwischen dem 31. Oktober und dem 3. November d. J. im Hans Bernd von Haeften-Tagungshaus der Evangelischen Akademie Siebenbürgen eine internationale Konferenz statt, welche sich mit der Reformation in Siebenbürgen, dieser „Pionierregion der Religionsfreiheit“ wie sie Dr. Ulrich A. Wien von der Universität Koblenz-Landau so trefflich nannte, auseinandersetzte. Weiterlesen

,,Ein Wahrzeichen für jüdisches Leben“

Sanierungsarbeiten an der Hermannstädter Synagoge abgeschlossen

Ausgabe Nr. 2643

Vizebürgermeister Tiberiu Drăgan (1. v. l.), der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Hermannstadt, Otto Deutsch (5. v. r.) und die an den Arbeiten beteiligten Wandergesellen verfolgen aufmerksam die Ansprache von Konsul Hans Erich Tischler (4. v. l.).                                                                                                          Foto: Fred NUSS

,,Heute zählt die jüdische Gemeinde in Hermannstadt nur noch 50 Mitglieder, jedoch ist dieses beeindruckende Denkmal weiterhin ein Wahrzeichen für all das, was jüdische Religion, Tradition und jüdisches Leben verkörpern. Wir befinden uns nur wenige Tage vor den wichtigen feierlichen Tagen und Gebeten des neuen Jüdischen Jahres. Damit freuen wir uns umso mehr, dass einige wichtige Arbeiten an diesem Gebäude nun fertiggestellt wurden. Allen Beteiligten noch einmal unseren besten Dank für die geleistete Arbeit! Möge dieses Gotteshaus auch in Zukunft ein Ort der Begegnung, des Gebets und des Friedens sein.“ Mit diesen Worten schloss der Deutsche Konsul Hans Erich Tischler seine Ansprache bei dem kleinen Fest aus Anlass des Abschlusses von Sanierungsarbeiten an der Synagoge in der Salzgasse in Hermannstadt. Weiterlesen

,,Sehr geschmackvoll und überaus solid“

Vor 120 Jahren wurde die Synagoge in der Salzgasse feierlich eingeweiht

Ausgabe Nr. 2639

Die Soziologin und Übersetzerin Nadia Badrus (Bildmitte) erzählte den interessierten Gästen aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde in Hermannstadt und dem Bau der noch recht gut erhaltenen Synagoge.
Foto: Beatrice UNGAR

Zahlreiche Interessierte nahmen am Sonntag die Einladung der Hermannstädter jüdischen Gemeinde an, der Synagoge in der Salzgasse einen Besuch abzustatten. Anlass der Veranstaltung war das 120. Einweihungsjubiläum der Synagoge, das in diesem Jahr am gleichen Tag gefeiert wurde wie der Europäische Tag der jüdischen Kultur. Weiterlesen

,,Die Zukunft kann gestaltet werden“

2636

Die Kirchenorgel stand im Mittelpunkt der 700-Jahr-Feier von Holzmengen

Bei der von der jüngst gegründeten Volkstanzgruppe Holzmengen aufgeführten Sternpolka standen die Tanzgruppenleiterin Franziska Staufert und die beiden Vorstandsmitglieder der HOG Holzmengen, der Vorsitzende Thomas Schneider und sein Stellvertreter Helmut Krauss im Vordergrund. Foto: Beatrice UNGAR

,,Die Zeit kann nicht zurückgedreht, aber die Zukunft kann gestaltet werden“ lautete das Motto, unter dem die von den nach Deutschland ausgewanderten Siebenbürger Sachsen aus diesem Ort im Unteren Harbachtal gegründete Heimatortsgemeinschaft (HOG) Holzmengen am vergangenen Wochenende zum 700. Ortsjubiläum eingeladen hat. Und die Veranstalter machten ihrem Namen ,,Gemeinschaft“ alle Ehre, indem sie gemeinsam mit allen anderen Holzmenger ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine stellte.

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Renovierungsarbeiten begonnen

Mehr als sechs Millionen Lei von der EU für die Kirchenburg in Agnetheln

Ausgabe Nr. 2631

Die Kirchenburg in Agnetheln.                  
Foto: Mihai COLIBABA

Die Agnethler Kirchenburg soll renoviert werden, im Rahmen eines Projektes, dass mit EU-Geldern finanziert werden soll. Beim ersten Spatenstich waren Vertreter der Projektpartner, Behörden und Baufirma dabei, in 32 Monaten sollen die Arbeiten beendet sein. Weiterlesen