Zum Jubiläum keine Qual der Wahl

Wenig Theater und viel Zirkus beim Hermannstädter Theaterfestival 2018

Ausgabe Nr. 2581

Feuerspeiende Skulpturen, brennende Girlanden und unzählige lodernde Tontöpfe. Feuer und Flamme waren die Zuschauer für die verschiedenartigen Installationen der Franzosen von „Cie Carabosse“, die zu Beginn der 25. Auflage des Internationalen Theaterfestivals am Großen Ring, im Astra- und Harteneckpark am Freitag- und Samstagabend zu bewundern waren. Geleitet von den Rhythmen einer Musik konnten sich die Besucher frei und ohne vorgegebene Richtung bewegen. Die Feuerkünstler traten schon im Kulturhauptstadtjahr 2007 beim Theaterfestival auf.         
Foto: Fred NUSS

Wer kann sich noch an den ersten Besuch des Theaterfestivals in Hermannstadt erinnern? Für mich war das 2005. Damals noch als Mitarbeiterin der Allgemeinen Deutschen Zeitung für Rumänienwar die Begeisterung groß und noch größer die Auswahl. Ich ging immer um 16 Uhr zur ersten Vorstellung des Tages und blieb bis gegen Mitternacht in der Stadt. Das waren in etwa vier bis fünf Stücke pro Tag. Man rannte quasi von einer Theatervorstellung zur anderen, denn nur selten fanden die Inszenierungen im gleichen Haus statt. Die Veranstalter warteten mit dem Beginn oftmals auf die verspäteten Gäste. Weiterlesen

„Siebenbürgen und die Siebenbürger Sachsen gehören zusammen!“

Aufruf der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien und des Demokratischen Forums der Deutschen in Siebenbürgen:

Ausgabe Nr. 2581

Sicht auf die Heltauer Kirche.
Foto: Cynthia PINTER

Woher wir kommen

Das 20. Jahrhundert hat über die Völker Europas viel Unheil gebracht. Auch die Siebenbürger Sachsen sind davon nicht verschont geblieben. Das 21. Jahrhundert hat in dessen Folge unsere Gemeinschaft in einer neuen Diasporasituation vorgefunden, in der wir vornehmlich als Individuen und einzelne Familien von den USA bis Rumänien verstreut leben. Heute können wir mit etwa 230.000 sich zu unserer Gemeinschaft zählenden Mitgliedern rechnen, die vornehmlich in Deutschland (ca. 200.000), in Österreich (ca. 10.000), Amerika (ca. 10.000) und Rumänien (ca. 10.000) leben. Eine große Zahl der aus Rumänien Ausgesiedelten hat eine neue Heimat gefunden und hat sich eine gute materielle Basis für das tägliche Leben und die Zukunft ihrer Kinder geschaffen. Für dieses Gelingen sind wir dankbar und froh. Neue – auch siebenbürgische – Netzwerke sind entstanden. Der Preis der Zerstreuung und des individuellen Aufschwungs war allerdings der Verfall der siebenbürgisch-sächsischen Dörfer und Dorfgemeinschaften, in denen heute die Zerstörung und der Identitätswandel offensichtlich sind. Die in Siebenbürgen Verbliebenen sind zu wenige, um das Althergebrachte weiter zu führen.Weiterlesen

Alte Traditionen erneuern

Brukenthalschüler traten beim Heimattag 2018 in Dinkelsbühl auf
Ausgabe Nr. 2581

 

Der Auftritt der Brukenthalschüler beim Festumzug in Dinkelsbühl.
Foto: Lukas GEDDERT

Oft hört man, dass die siebenbürgisch-sächsischen Traditionen aussterben, dass es kaum noch Siebenbürger Sachsen gibt, die sich um die Wiederbelebung ihrer Sitten und Bräuche kümmern, und dass die junge Generation kein Interesse an der Geschichte der deutschen Minderheit in Rumänien zeigt. Der traditionsreiche Heimattag der Siebenbürger Sachsen, der in Dinkelsbühl am Pfingstwochenende 2018 stattgefunden hat, ist aber ein Beweis dafür, dass die siebenbürgisch-sächsischen Traditionen noch lange nicht aussterben werden. Weiterlesen

Familienspaß in Seligstadt

Ausgabe Nr. 2581

„Feuerwehr im Einsatz“, Team „KEK“ – Anita Kömen, Wilhelmine Ertmer und Michael Kessler (v. l. n. r.) -. Sie kennen sich über den Fogarascher Kirchenchor und sind gemeinsam beim Familienwettbewerb angetreten.
Foto: Manuela HEMMANN

Zum Kindertag organisierte das Jugendzentrum Seligstadt zusammen mit dem Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) einen Familientag in Seligstadt. In diesem Jahr wurde das Erich-Lukas-Museum als Kulisse eines originellen Familienwettbewerbes gewählt. Nach einem bäuerlichen Empfang mit Brot, Zwiebel und Fett, einem kraftspendenden Mittagessen und einer Rundfahrt mit dem Traktor ging es los: auf dem Weg zum Dorfmuseum sollten die Teilnehmer 11 versteckte Buchstaben und Zahlen finden. So kam das Thema des Wettbewerbes zum Vorschein: SELIGSTADT 1900″. Die Kinder (und warum nicht, auch deren Eltern) sollten herausfinden, wie das Leben in Seligstadt vor über 100 Jahren aussah. Jede Familie erhielt einen Laufzettel mit folgenden Stationen: Periskop, Feuerwehr 1900, Mühlenland, Zur Spindel, Blinde Magd, Omis Strickstube, Hammer, Wasserspaß, Das schwerwiegende Problem, Waschautomat, Erdbeerschaum, Jagd des Glückssteinsund Holzwürmchen. In einer auf dem Laufzettel vermerkten Zeit mussten die Teilnehmer die Proben jeder Station bestehen und danach ein Quiz lösen, um möglichst viele Punkte zu sammeln.Weiterlesen

Bekenner, Zeugen und Märtyrer

Die Referenten des „Ex fide lux“-Kolloquiums über Verbindendes und Trennendes
Ausgabe Nr. 2581

 

Die Autoren präsentieren ihr Buch: Berthold Pelster, Maximilian Pal, Irimie Marga, Daniel Zikeli, Erzbischof Teodosie, Jürgen Henkel, der Apostolische Nuntius Miguel Maury Buéndia, Kardinal Müller, Peter Gemeinhardt, Hermann Pitters und Elmar Nass (v. l. n. r.).                                                                    Foto: George DUMITRIU

Sie sind Märtyrer, Blutzeugen oder zumindest unerschrockene Bekenner des christlichen Glaubens. Wobei sie ihr Martyrium nie aktiv herbeiführen, sondern immer passiv erleiden. Das unterscheidet christliche Märtyrer schon einmal grundsätzlich von islamistischen Selbstmordattentätern, die zu Märtyrern werden wollen, indem sie möglichst viele „Ungläubige“ mit in den Tod reißen. Christliche Heilige haben Werke der Barmherzigkeit vollbracht und sich für andere Menschen in der Nächstenliebe aufgeopfert. Oder sie haben als Kirchenlehrer Wegweisendes zur Herausbildung der christlichen Lehre beigetragen. Ihre Leiber verwesen nicht, sondern strahlen selbst bei Ausgrabungen nach vielen Jahren noch Wohlgeruch aus. Und sie sind fähig, Zeichen und Wunder zu tun, ganz im Sinne der Vollmacht, die Jesus Christus seinen Jüngern übertragen hat (vgl. Matthäus 10, 1-8). Weiterlesen

Ein Puppenspieler zum Anfassen

Tösstaler Marionettentheater gastierte in Hermannstadt und Kronstadt
Ausgabe Nr. 2581

 

Werner Bühlmann (rechts) begeisterte die Kinder auch zum Mitmachen.
Foto: Fred NUSS

Benefizvorstellungen für das Kinderheim der Stiftung für verlassene Kinder (PECA) in Weidenbach bot Werner Bühlmann vom Tösstaler Marionettentheater (Schweiz) am Freitag in Hermannstadt und am Dienstag in Kronstadt.Weiterlesen

Eine Geschichte, die berührt

Der Krimi „Novemberwut“ von Ulrich Behmann beleuchtet einen echten Fall
Ausgabe Nr. 2581

Ulrich Behmann und sein Buch.

Der Kriminalroman „Novemberwut – Der Fall Kader K. – ein Verbrechen, das die Welt erschüttert hat“, geschrieben von Ulrich Behmann, dem Chefreporter der Deister- und Weserzeitung aus Hameln, erschien 2017 im CW Niemeyer Buchverlag. Der behandelte Fall ereignete sich im November 2016 in Hameln und ist keine Fiktion.Weiterlesen

Hart umkämpft

Zweites Turnier um den Hermannstädter Fußballcup
Ausgabe Nr. 2581

 

Der zweite Fußballcup für Herren- und Mädchenteams, den das Konsulat der Bundesrepublik Deutschland in Hermannstadt und der Deutsche Wirtschafstclub Siebenbürgen gemeinsam veranstalteten, fand am vergangenen Samstag auf den vier Übungsplätzen neben dem Stadion im Erlenpark statt.  Unser Bild: Konsul Hans Erich Tischler mit den Siegerinnen des Mädchenturniers, der Mannschaft des Onisifor Ghibu-Lyzeums aus Hermannstadt.       
Foto: Beatrice UNGAR

Obwohl es beim Fußballturnier um den „Hermannstädter Fußballcup 2018″ eigentlich um den Spaß am Spiel gehen sollte, wurde zuweilen sowohl bei dem Wettkampf der Herren- als auch bei jenem der Mädchenteams mit harten Bandagen gekämpft.  Weiterlesen

„Wenglor ist bereit für die Zukunft”

Eines der ältesten ausländischen Unternehmen hat die Produktionsstätte erweitert

Ausgabe Nr. 2581

Auf die Fragen der Bürgermeisterin Astrid Fodor (Bildmitte) antworteten Herbert Oprea (rechts) und Rafael Baur (links).    
Foto: Ruxandra STĂNESCU

Als das süddeutsche Familienunternehmen Wenglor2002 in Hermannstadt eine neue Produktionsstätte eröffnete, waren ausländische Investitionen hier so selten, dass viele der Angestellten von Freunden und Bekannten Respekt und Ansehen ernteten. Jetzt erweiterte das Unternehmen in Hermannstadt sowohl das Entwicklungszentrum, als auch die Produktionshalle. Auch die Anzahl der Mitarbeiter soll steigen, was inzwischen allerdings schwieriger ist.  Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2581

In eigener Sache

Da die Rumänische Post zum 1. Juni d. J. die Gebühren für die Auslandspost von 4 auf 5 Lei erhöht hat, bitten wir unsere Auslandsabonnenten um eine Nachzahlung von 23 Lei für das Jahr 2018. Wir hoffen auf Ihr Verständnis.          

Die Redaktion

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