Es gehört dieser Tage zum guten Ton

Streiflichter vom 26. Internationalen Hermannstädter Theaterfestival
Ausgabe Nr. 2629

 

Radelnde Blaskapelle aus Holland: Der Auftritt der Crescendo Opende Bicycle Band sorgte am Wochenende in der Heltauergasse und auf dem Großen Ring für Aufsehen.                                
Foto: Beatrice UNGAR

Das Besondere am Theaterfestival in Hermannstadt: Jeder will dabei sein. Zu sagen, man hat dieses Theaterstück oder jene Straßenperformance gesehen, gehört zum guten Ton diese Tage. Wenn man nachmittags durch die Heltauergasse gehen muss, so ist das fast unmöglich nicht wenigstens ein paar bunte Sambatänzerinnen oder eine laute Blaskapelle angetroffen zu haben. So ist das jeden Sommer in Hermannstadt, ständig etwas los. Das Theaterfestival feiert dieses Jahr seine 26. Auflage:  540 Veranstaltungen mit 3.300 Künstlern aus 73 Ländern. 70.000 Zuschauer sollen auch heuer die Theatersäle, Hallen, Straßen und Plätze füllen. Das Theaterfestival, das unter dem Motto „Die Kunst zu schenken“ läuft, hat am 14. Juni begonnen und dauert noch bis Sonntag.Weiterlesen

„Rumänisches Roulette“

Ein Plädoyer für die Vielfalt Siebenbürgens

Ausgabe Nr. 2629

Mercedes Echerer.
Foto: Sebastian MARCOVICI

Ein Plädoyer für die Vielfalt Siebenbürgens legte Mercedes Echerer mit ihrem „Rumänisches Roulette“ getitelten Stück am ersten Festivaltag im Gong-Theater vor. Es war eine musikalische Reise zu allen Völkerschaften dieses Landstrichs, begleitet von Erinnerungen, oder waren es Erinnerungen begleitet von ortsüblicher Musik?Weiterlesen

Im Zeichen von Tradition und Moderne

Streiflichter von den Banater Heimattagen 2019

Ausgabe Nr. 2629

 

Trachtenumzug auf dem Opernplatz am Sonntag nach der Messe.
Foto: Jan-Christian BREWER

Am vergangenen Wochenende war es wieder so weit. Hunderte und aberhunderte Banater Deutsche folgten dem Ruf, oder besser gesagt der Einladung des Demokratischen Forums der Deutschen im Banat, zu den 14. Banater Heimattagen nach Temeswar. Das Motto der Heimattage lautete diesmal „Tradition und Moderne – Die Deutschen im Banat und 100 Jahre Rumänien”. Veranstalter sind das DFDB und das Deutsche Forum der Banater Jugend (DFBJ). Die jährlichen Treffen der ausgewanderten und ansässigen Deutschen finden abwechselnd in Ulm und in Temeswar statt.

Zwei Jahre nach dem letzten Treffen in Rumänien kamen die Banater dann am Samstagvormittag in der Nationaloper endlich wieder zusammen. Euphorie und Nostalgie standen spürbar in dem Raum, der von kunstvollen griechischen Verzierungen und anderen altertümlichen Malereien rund um die riesige Dachkuppel gesäumt war. Nicht nur ältere, auch viele junge Menschen waren zugegen.Weiterlesen

Sommerfest beim Konsulat

Ausgabe Nr. 2629

Das traditionelle Sommerfest des Konsulats der Bundesrepublik Deutschland in Hermannstadt fand bei schönstem Sommerwetter am Donnerstag der Vorwoche in dem Garten der Auslandsvertretung statt. Dabei stellte eine Delegation des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen ihr Bundesland vor. Unser Bild: Minister Karl-Josef Laumann (rechts) überreichte Konsul Hans Erich Tischler als Gastgeschenk ein in Nordrhein-Westfalen gebackenes Brot.

Foto: Fred NUSS

„Eine unserer besten…“

„Kein Denkmal für Gudrun Ensslin” im Gong-Theater aufgeführt

Ausgabe Nr. 2629

 

Schlussszene mit Flavia Muntean auf dem Leichenberg.
Foto: Werner FINK

„Nach einer wahren Begebenheit“ konnte man zu Beginn der Aufführung lesen. Gudrun Ensslin gab es tatsächlich, denn in dem Theaterstück, einem Monolog von Christine Brückner (aus dem Band „Wenn du geredet hättest, Desdemona…“), erzählt die RAF-Terroristin Gudrun Ensslin von ihrem Leben. In die Rolle der Hauptperson schlüpfte dabei die Abiturientin von der Brukenthalschule, Flavia Muntean. Regie führte Johanna Adam-Hansel.Weiterlesen

Islam in Rumänien?

Kurzbericht von einer Bildungsreise

Ausgabe Nr. 2629

 

Unterstaatssekretär Aledin Amet, Eckhard Brauer, Unterstaatssekretärin Christiane Gertrud Cosmatu, Prof. Dr. Gerhard Armanski, Dr. Peter Gischke, Dr. Mieste Hotopp-Riecke, Ammar Awaniy vor dem Gebäude in des Departements für interethnische Beziehungen (v. l. n. r.).  
Foto: Privat

Islam? In Rumänien? Was für die meisten Menschen relativ exotisch klingt, ist für viele Einwohnerinnen Rumäniens Normalität seit Jahrhunderten. Deshalb wollten bildungshungrige Reisende den kulturellen und religiösen Reichtum Rumäniens vor Ort kennenlernen. Das Institut für Caucasica-, Tatarica- und Turkestan-Studien aus Deutschland (ICATAT) führt seit 15 Jahren Bildungsreisen durch nach Tatarstan, in die Ukraine, in die Türkei und nun zum ersten Mal in die Republik Rumänien mit einem besonderen Fokus: Sieben Akademiker bereisten das Land auf den Spuren der Vielfalt, der nationalen und religiösen Minderheiten. Weiterlesen

Versicherungen, Kunst und Wirtschaftsrecht

Mitgliedertreffen des Deutschen Wirtschaftsclubs Siebenbürgen

Ausgabe Nr. 2629

 

Der Galerist Thomas Emmerling (stehend) präsentierte u. a. das Bild „Togetherness“ von Agnes Mattis-Teutsch.                         
Foto: Werner FINK

Im Rahmen des Mitgliedertreffens des Deutschen Wirtschaftsclubs Siebenbürgen (DWS) am vergangenen Mitwoch gab es eine Reihe von interessanten Vorträgen. Klaus Jäger von der Firma Inter-Sigsprach von Neuigkeiten im Bereich der Versicherungen in Rumänien, Jörg auf der Heide, Geschäftsführer der  RedAnts Group GmbHstellte die Firma und ihre Tätigkeit vor, Rechtsanwältin und Fachanwältin für internationales Wirtschaftsrecht Bianca Krakkai sprach zum Thema „Beschäftigung von Rumänen in Deutschland und von Deutschen in Rumänien“ den rechtlichen Rahmen betreffend und Thomas Emmerling, der gleich eine kleine Ausstellung mitgebracht hatte, stellte das Kunsthaus 7B in Michelsberg vor.Weiterlesen

Konstruktiv und professionell

Vollversammlung der AHK Rumänien

Ausgabe Nr. 2629

 

Gruppenbild des neuen Vorstands mit AHK-Präsident Dragoș Anastasiu  (4. v. l.) und dem geschäftsführenden Vorstandsmitglied Sebastian Metz (Bildmitte).
      Foto: AHK Rumänien

Die jährliche Mitglieder-Vollversammlung der Deutsch-Rumänischen Industrie- und Handelskammer (AHK Rumänien) hat am Dienstag, den 4. Juni, in Bukarest stattgefunden.Weiterlesen

Migration und kulturelles Erbe

Kurzbericht über eine hochinteressante Fachtagung / Von Elke SABIEL

Ausgabe Nr. 2629

 

Bei der feierlichen Eröffnung (v. l. n. r.): Florian Kühler-Wielach (IKGS), Mathias Beer (Tübingen), Prorektor Marian Țiplic (ULBS) und Akademiemitglied Victor Spinei (Alexandru Cuza-Universität Jassy).

Vor dem Hintergrund der grundlegenden gesellschaftlichen Veränderungen durch die Auswanderung der deutschen Minderheit aus Rumänien fand im Rahmen der internationalen Fachtagung „Migration und Identität im rumänischen Kulturraum. Multidisziplinäre Zugänge“, die vom 23. bis 25. Mai 2019 in Hermannstadt an der Lucian Blaga-Universität (ULBS) organisiert worden ist, das von der ULBS, dem Institut für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde Tübingen, und dem Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der LMU München (IKGS), vorbereitete Panel „Rumäniendeutsche. Migration und kulturelles Erbe nach 1945″ statt. Dessen  zentrales Thema war der Umgang mit dem kulturellen Erbe der deutschen Minderheit in Rumänien nach 1945. Die Tagung war in zwei Sektionen aufgeteilt mit jeweils 24 (!) bzw. 14 Beiträgen. Bei dieser Vielzahl lässt sich wieder einmal feststellen: Ist weniger nicht mehr?Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2629

Regierungskommission hat getagt; TIFF in Hermannstadt; Straßen gesperrt; Vernissage im Kunsthaus 7B; Finnisches Streichorchester zu Gast; Brukenthalschule „On air”; Orgelsommer in Mediasch; Josef&Josef; Musical in Hammersdorf; Transilvanian Brunch; Tag der Trachtenbluse; Konzert mit Weinkostprobe; Gastronomie-Fest in Sălişte; Rumänisches Fernsehen in deutscher Sprache.Weiterlesen