Liturgische Geräte sind wieder da

Feierliche Übergabe im Gottesdienst zum 35. Siebenbürgischen Lehrertag

Ausgabe Nr. 2983

Bei der Übergabe der Abendmahlsgeräte   (v. l. n. r.): Hans Georg Franchy, Horst Göbbel, Inge Alzner, Stadtpfarrer Andreas Hartig, Gemeindekuratorin Katharina Borsos und Pfarrer i. R. Johann-Dieter Krauss (v. l. n. r.).                
Foto: Werner FINK

Ein silberner Abendmahlskelch und die dazugehörige Patene, die während des Zweiten Weltkriegs, bei der Evakuierung 1944 aus Nordsiebenbürgen von der siebenbürgisch-sächsischen Gemeinschaft in Sicherheit gebracht wurden, und bisher im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg aufbewahrt worden waren, sind nach 82 Jahren nach Bistritz zurückgekehrt und wurden im Rahmen des Gottesdienstes am Sonntag, dem 1. November der evangelischen Kirchengemeinde übergeben. Das durften auch die Lehrerinnen und Lehrer miterleben, die an dem 35. Siebenbürgischen Lehrertag teilnahmen.Weiterlesen→

Bewegende Konzerte und Begegnungen

Nachlese zur ersten Rumänienreise des Staats- und Domchors Berlin

Ausgabe Nr. 2983

Alle 52 Beteiligten stellten sich nach dem letzten Konzert der Tournee in der Birthälmer Kirche zum Gruppenbild vor dem Altar auf.                                                                                       Foto: Johannes JOST

„Das Erlebnis, in vielen ‚festen Burgen‘ das Lied ‚Ein feste Burg‘ wirklich zu singen!“ Das sei für ihn erhebend gewesen, heißt es im „Kurzbericht eines dankbaren Chorleiters zur Rumänienreise des Staats- und Domchors Berlin 2026“, die vom 20. bis 26. Oktober stattgefunden hat. Gesungen hat der Klangkörper dieses Lied unter der Leitung von Kai-Uwe Jirka in den Kirchenburgen in Honigberg, Wolkendorf und Birthälm.

Der Staats- und Domchor Berlin (SDC) ist ein Knaben- und Männerchor. Er ist an der Universität der Künste Berlin zu Hause und singt regelmäßig im Berliner Dom, in den Konzertsälen und Kirchen Berlins und wirkt als europäischer Kulturbotschafter. In Rumänien war er nun zum ersten Mal zu Gast.Weiterlesen→

Kinderuni in Bekokten

Ausgabe Nr. 2983

„Traditionen 2060. Auf Zeitreise in unsere Zukunft“. Unter diesem Motto hat ifa-Kulturmanagerin Cornelia Hemann gemeinsam mit ihren ifa-Kolleginnen aus Fünfkirchen (Ungarn) und Sathmar vom 24. bis 27. Oktober eine Kinderuni in Bekokten organisiert. Mehr dazu in unserer nächsten Ausgabe. Foto: Werner FINK

Auf den Spuren der Auswanderer

Hargesheim und Hermannstadt führten gemeinsam ein Erasmus+ Projekt durch

Ausgabe Nr. 2983

Gruppenbild mit allen Beteiligten vor der UNESCO-Kirchenburg in Deutsch-Weißkirch.

„Vom rheinischen Albtraum in den siebenbürgischen Wunsch(t)raum?” So lautet der Titel eines Erasmus+ Projekts, in dessen Rahmen Schülerinnen und Schüler der Alfred-Delp-Schule in Hargesheim und des Samuel-von-Brukenthal-Gymnasiums in Hermannstadt folgenden Fragen und möglichen Antworten nachgegangen sind: Was bewegt Menschen, ihre Heimat zu verlassen und anderswo ein neues Leben zu beginnen? Oft ist es die Hoffnung auf bessere Lebensbedingungen, die sie dazu bringt, die Sicherheit des Vertrauten aufzugeben und sich auf den Weg in eine ungewisse Zukunft zu machen. Was heute wie damals ein Wagnis ist, hat die Geschichte Europas über Jahrhunderte geprägt.Weiterlesen→

Faszinierend und überzeugend

Zu Dorothee Rieses Roman ,,Wir sind hier für die Stille“ / Von Andreea DUMITRU-IACOB

Ausgabe Nr. 2983

Dorothee Riese: Wir sind hier für die Stille. Berlin Verlag in der Piper Verlag GmbH Berlin/München 2024, 235 Seiten, ISBN 978-3-8270-1493-1, 135 Lei. In Hermannstadt liegt das Buch in der Schiller-Buchhandlung und im Erasmus-Büchercafé auf.

Dorothee Rieses Debütroman „Wir sind hier für die Stille“ öffnet der Leserschaft eine Tür zum Land jenseits der Wälder. Transsilvanien fasziniert und überzeugt zugleich. Nach Transsilvanien, sprich Siebenbürgen, verschlägt es die Hauptfigur Judith. Sie erlebt in der Wahlheimat der Eltern ein plurikulturelles Umfeld voller Widersprüche, in dem sie sowohl die rumänische Sprache als auch die gesellschaftliche Sprache bzw. die Sprache der Beziehungen und deren Bedeutung in der rumänischen Gesellschaft lernt. Weiterlesen→

Doppelte Buchvorstellung

Ausgabe Nr. 2983

Der Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde Hermannstadt, das Brukenthalmuseum und das Forschungsinstitut für Geisteswissenschaften Hermannstadt haben vor kurzem zwei im Verlag De Gruyter / Reihe Studies of Early Modern Christianity in Central Europe erschienene Bände vorgestellt: „The Urban Space: Patterns of Mobility and Cultural Transfer in Late Medieval Europe (1200–1500)“, herausgegeben von Adinel C. Dincă und Ulrich A. Wien, dem Historiker Konrad G. Gündisch anlässlich seines 75. Geburtstags gewidmet, und „The Báthory Moment: Statecraft, Religion, Society, and Culture in Central Europe“, herausgegeben von Julia Derzsi, Henning P. Jürgens, Maciej Ptaszyński und Ulrich A. Wien. Aus Brukenthals Bibliothek mitgebracht und präsentiert hat Alexandru Muntean die Bücher „Der Sachssen inn Siebenbürgen: Statuta, oder eygen Landrecht“ von Matthias Fronius (Kronstadt, 1583) und die lateinische Ausgabe, „Statuta iurium municipalium“ (Kronstadt, 1583, sowie „De verae et falsae ecclesiae discrimine“ von Stanisław Sokołowski (Socolovius), Krakau, 1583. Unser Bild (v. l. n. r.): Rudolf Gräf, Julia Derzsi, Ulrich A. Wien und Liviu Cîmpeanu                            Foto: Beatrice UNGAR

Für die Stärke des Rechts

Ansprache von Botschafterin Ulla Krauss-Nussbaumer

Ausgabe Nr. 2983

Der Österreichische Nationalfeiertag wurde auch in Hermannstadt gefeiert, mit einem Empfang, zu dem I. E. Botschafterin Ulla Krauss-Nussbaumer und Honorarkonsul Andreas Huber eingeladen hatten. Im Vorfeld hatte die Botschafterin die österreichische Firma Englmayer Romania und den PRODUAL-Campus für duale Ausbildung der Lucian Blaga Universität besucht. Unser Bild: Beim Empfang begrüßten Mag. Christoph Grabmayr, Wirtschaftsdelegierter an der Österreichischen Botschaft in Bukarest, die Österreichische Vizehonorarkonsulin in Hermannstadt RA Cristina Huber, I. E. Botschafterin Ulla Krauss-Nussbaumer, Hermannstadts Bürgermeisterin Astrid Fodor und der Österreichische Honorarkonsul Andreas Huber die Gäste (v. l. n. r.).      
Foto: Werner FINK

Am österreichischen Nationalfeiertag, dem 26. Oktober, erinnern wir uns an die Entscheidung Österreichs für die immerwährende Neutralität. Sie bedeutet militärische Neutralität – aber niemals politische Gleichgültigkeit. Denn Österreich steht für das Völkerrecht, für Menschenrechte und für die Stärke des Rechts statt des Rechts des Stärkeren ein. Weiterlesen→

24. Gottesdienst in der siebenbürgisch-sächsischen Mundart

Ausgabe Nr. 2983

Den 24. Gottesdienst in der siebenbürgisch-sächsischen Mundart feierte die evangelische Kirchengemeinde A. B. Michelsberg in der Dorfkirche gemeinsam mit ihren Gästen aus Hermannstadt und Umgebung am Reformationstag, den 31. Oktober. Die Predigt zu Römer 3,21-28 hielt Pfarrer Klaus-Martin Untch (auf der Kanzel), Liturg war Pfarrer Michael Reger (rechts im Gestühl), die musikalische Umrahmung boten wie auch im Vorjahr Iulia Balteș (Flöte) und Zsuzsánna Molnár (Orgel).                                          

Foto: Beatrice UNGAR

Hermannstädter Vizeweltmeister

Robert Frățilă gewinnt drei Silbermedaillen in Spanien

Ausgabe Nr. 2983

Robert Mihai Frățilă auf dem WM-Podium in Santa Susanna.
Foto: Privat

Er hat es wieder auf das WM-Podium in Spanien geschafft: Zum vierten Mal vertrat Robert Mihai Frățilă Hermannstadt, Rumänien und den Sportclub CSM Sibiu bei der Bodybuilding und Fitness Weltmeisterschaft, die vom 29. Oktober bis 2. November in Santa Susanna stattgefunden hat. Der 23-Jährige nahm 3 Silbermedaillen in den Kategorien Junior Games Classic Bodybuilding, Junior Bodybuilding bis 75 kg und Junior Classic Bodybuilding und eine Bronzemedaille in der Kategorie Junior Classic Physique entgegen. Weiterlesen→

Vier Kurzdokus erstellt

Projekt mit Studierenden aus Hermannstadt und Würzburg

Ausgabe Nr. 2983

Medienwissenschaftler René Anderl (rechts außen) gibt kurze Anweisungen bei der Vorbereitung des Interviews mit dem Heltauer Stadtpfarrer.

Ein gemeinsames Projekt im Bereich Medienproduktion führten Studierende der Fachrichtungen Journalismus, bzw. Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit der Lucian-Blaga-Universität in Hermannstadt mit ihren Kommilitonen von der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THW) der Fachrichtung Medienmanagement in der Zeitspanne 19.-23. Oktober durch. Weiterlesen→

Zum achten Mal auf Platz eins

Ausgabe Nr. 2983

Zum achten Mal auf Platz eins landeten die beiden Oină-Mannschaften von der Gymnasialschule „Matei Basarab“ aus Turnu-Roșu, unter der Anleitung von Sportlehrer Laurențiu Șiclovan (unser Bild). Ebenfalls Platz 1 belegte die Seniorenmannschaft CS Oltul aus Turnu-Roșu. Oină heißt das rumänische Schlagballspiel. Den Erfolg verzeichneten die drei Teams bei der 8. Auflage des Oină-Memorials „Constantin Dumitrescu (Piele), Mărioara și Dode Stanciu”, die am Samstag, den 31. Oktober, in Țițești, Landkreis Argeș, stattgefunden hat. Hier die Teams: Jungen: Florin Ioan Buta, Iana Denis Marin, Ianis Gabriel Bologa, Nicolas Alin Rebeca, Ștefan Gomonea, Remus Valentin Răzvan. Mädchen: Mara Anghel, Florina Melisa Paidel, Giulia Ioana Iordache, Cristina Elena Buta, Amalia Buta, Sofia Ștefania Șender; Senioren: Horațiu Andrei Brădescu, Gheorghiță Gabriel Grancea, Tiberiu Marian Brădescu, Florin Ioan Buta, Remus Valentin Răzvan, Iana Denis Marin. Die drei Teams haben sich gegen die Mannschaften aus Țițești, Băiculești und Bălilești (alle Landkreis Argeș), Sudiți und Cosâmbești (Ialomița) und Olteni (Teleorman) durchgesetzt.                                                 

Foto: Privat

Zwei Klangsprachen

Zwei Konzerte des Rumänischen Kulturinstituts Wien

Ausgabe Nr. 2983

Das MINDTHEGAP Trio in Aktion (v. l. n. r.): Ștefan Ormenișan, Alex Cioată und Tamás Iszlai am Schlagzeug.                                     Foto: RKI Wien

Zwei Konzertabende des Rumänischen Kulturinstituts, anzusiedeln zwischen Mozarts Geist und jazzigen Klangabenteuern, zeigten, wie reizvoll musikalische Tradition und zeitgenössische Experimentierfreude in Wien aufeinandertreffen. Wien und Musik – das ist eine Liebesgeschichte mit vielen Kapiteln. Dass darin längst nicht nur die großen Namen der Vergangenheit mitspielen, bewiesen die beiden Konzertabende im Oktober. Zwischen feiner Liedkunst und elektrisierenden Jazzklängen entfaltete sich ein musikalisches Panorama, das unterschiedlicher kaum sein könnte – und gerade deshalb faszinierte.Weiterlesen→

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2983

Die letzte Oldtimer-Schau des Jahres 2026 veranstaltete am Samstag auf dem Großen Ring – wo in der Mitte schon der Weihnachtsbaum aufgestellt ist – die Hermannstädter Filiale des Retromobilclubs Rumänien. Dem Dauerregen trotzten zahlreiche Besitzer von Oldtimern und Youngtimern, einige waren besser einige weniger gut für diese Witterung ausgerüstet. Am besten ausgestattet war ein Volkswagen-Sambabus in Campingausführung: Unter dem herausziehbaren Vordach konnte man gemütlich im Trockenen sitzen. Foto: Beatrice UNGAR

Migrationsprofil verändert

Bukarest. – Im Zeitraum 2022–2025 überstieg die Zahl der Personen, die sich in Rumänien niederließen, jene der Auswanderer. Laut „Monitorul Social“, einem Projekt der Friedrich-Ebert-Stiftung Rumänien, waren es knapp 280.000 Personen. Die Eurostat-Daten für das Jahr 2024 zeigen, dass etwa zwei Drittel der 287.000 langfristigen Einwanderer, nämlich 184.700 Personen, rumänische Staatsbürger waren, die in ihr Land zurückkehrten. Ukrainische Staatsbürger machten 13 Prozent der Gesamtzahl aus, hauptsächlich infolge des Ausbruchs des Krieges in der Ukraine. Weitere bedeutende Zuwanderungsströme kamen aus Nepal mit etwa 15.000 Personen und aus Sri Lanka mit rund 7.000.

Bei der dauerhaften Migration stammten die meisten 2025 nach Rumänien eingewanderten Personen aus der Republik Moldova und der Ukraine. Erfasst wurden auch aus Deutschland, Kanada, Italien und Spanien zurückgekehrte Rumänen.

 

  1. Weihnachtsmarkt

Hermannstadt. – Der 19. Hermannstädter Weihnachtsmarkt beginnt schon am Freitagabend, dem 13. November, um 19 Uhr, und bleibt bis zum 3. Januar 2027 geöffnet. Über 120 Händler aus dem In- und Ausland werden ihre Ware in den Holzhäuschen zum Verkauf anbieten. Der Weihnachtsbaum wurde bereits in der Mitte des Großen Rings aufgebaut. (CP)Weiterlesen→