Impfmarathon auch in Hermannstadt

Am Europatag haben sich 630 Personen für eine Impfung entschieden

Ausgabe Nr. 2721

Das Folkloreensemble Cindrelul-Junii Sibiului erntete lebhaften Beifall. Foto: Kreisrat Hermannstadt

In mehreren Städten in Rumänien wurden am vergangenen Wochenende so genannte Impfmarathons organisiert. Auch Hermannstadt machte keine Ausnahme, hier lief der von dem Kreisrat Hermannstadt in Zusammenarbeit mit der Hermannstädter Staatsphilharmonie, dem Kreiskrankenhaus, dem CFR-Krankenhaus und der Hermannstädter Zweigstelle des Rumänischen Roten Kreuzes  veranstaltete Impfmarathon im Thalia-Saal, am Sonntag, dem 9. Mai, dem Europatag. Die Impfwilligen und auch sonstiges Publikum wurde auf dem Vorplatz des Thalia-Saals unter dem Motto „Europäisches Musikalisches Gipfeltreffen” mit einem Veranstaltungsmarathon verwöhnt, an dem insgesamt 100 Künstlerinnen und Künstler beteiligt waren. Seit Freitag letzter Woche ist auf dem Platz der 90er Kaserne auch eine Impfstraße eingerichtet, die bis auf weiteres zwischen 9 und 19 Uhr in Betrieb ist. Der Parkplatz ist für den Normalbetrieb vorläufig gesperrt. Weiterlesen

Integrierte Stadtentwicklung

Ausgabe Nr. 2721

In Sachen Mobilität strebe man die Gründung eines Großraums Hermannstadt an, um den öffentlichen Verkehr zu fördern, das hatte Bürgermeisterin Astrid Fodor am 20. April 2017 erklärt, als die Strategie über die integrierte Stadtentwicklung von Hermannstadt 2015-2023 im Gong-Theater für Kinder und Jugendliche einem zahlreichen interessierten Publikum vorgestellt wurde. Unser Bild (v. l. n. r.): Die Kreisratsvorsitzende Daniela Cîmpean, die Bürgermeisterin Astrid Fodor und der Verwalter des Kreises und Stadtrat Adrian Bibu bei der Zwischenbilanz im Rathaus.

Foto: Presseamt der Stadt

„Contrarevoluționar“ in der Steppe

Schriftsteller als Zeitzeuge der Bărăgan-Siedlungen / Von Luzian GEIER

Ausgabe Nr. 2721

Kopie (Vorderseite) der Personalakte (Vordruck 1952) des verbannten Schriftstellers Hans Bergel (geboren 1925).

Vor dem 70. Jahrestag der Massendeportation von etwa 40.000 Personen im Frühsommer 1951 aus Südwestrumänien (Banat und Mehedinți) in die Bărăgan-Steppe – Siebenbürgen war verschont geblieben -, stellte die rumänische Archiv-Zentralstelle CNSAS u. a. über 56.000 Personalakten von ehemaligen Zwangsumsiedlern ins Internet. In dem halben Jahrhundert Kommunismus in Rumänien war das Thema weitgehend tabu. Zum 50. Jahrestag hatte der gewählte Abgeordnete der deutschen Minderheit in Rumänien im Parlament, Wolfgang Wittstock, eine Erinnerungs- und Gedenkrede gehalten über diese Menschenrechtsverletzungen, die im Internet nachzulesen ist (Sitzung der Abgeordnetenkammer vom 19. Juni 2001).Weiterlesen

,,Wir sind für die Mitglieder da“

Gespräch mit dem DWNT-Präsidenten Ludger Thol

Ausgabe Nr. 2721

Ludger Thol.               Foto: DWNT

Im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben in der Region Nordsiebenbürgen hat sich der 2010 gegründete Deutsche Wirtschaftsclub Nordtransilvanien (DWNT) viel Anerkennung, Beachtung und Respekt erarbeitet. Der deutschsprachige Club vertritt derzeit über hundert Mitgliedsfirmen und ist damit die mitgliederstärkste Vereinigung von Wirtschaftsunternehmen im Raum Nordtransilvanien. Seit der Gründung ist Ludger Thol Präsident des DWNT und gibt nun die Leitung nach elf Jahren erfolgreicher Tätigkeit ab. Über den DWNT und dessen Ziele und Aktivitäten gibt Ludger Thol in dem folgenden Interview mit der HZ-Chefredakteurin Beatrice U n g a r Auskunft:Weiterlesen

Ein Plädoyer fürs Anderssein

Bühnenpremiere des Stückes „Bookpink“ von Caren Jeß in Hermannstadt

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Das Stück „Bookpink” von Caren Jeß wurde am Sonntag, vor Publikum, von der deutschen Abteilung des Hermannstädter Radu Stanca-Nationaltheaters aufgeführt. Unser Bild: Der Temeswarer Yannick Becker (hier als weiße Taube) ist ein Neuzugang an der deutschen Abteilung des Radu Stanca-Nationaltheaters.          Foto: Cynthia PINTER

„Zwischen den einzelnen Szenen verläuft kein roter Faden.
Es gibt keine übergreifende protagonistische Instanz.
Die Reihenfolge der Szenen ist abänderlich.“ Mit diesen Bemerkungen beginnt Autorin Caren Jeß ihr „Dramatisches Kompendium” „Bookpink”, das nun von der deutschen Abteilung des Radu Stanca-Nationaltheaters in Hermannstadt in zweiter Weltpremiere (nach der Uraufführung 2019 in Graz) aufgeführt wurde. Am Sonntag, dem 9. Mai, erfreute sich das Publikum zum ersten Mal nach langer Zeit wieder, Theater live auf der Bühne zu erleben. Geboten wurde das postdramatische Theaterstück „Bookpink“, in der Regie von Alexandru Weinberger-Bara und eines kreativen Kollektivs.Weiterlesen

Ein objektives Bild

Film von Florin Besoiu im Forumsclub uraufgeführt

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Florin Besoiu, Winfried Ziegler und Aurelia Brecht (v. l. n. r, stehend) beim anschließenden Publikumsgespräch.                               Foto: der Verfasser

Der Dokumentarfilm  „Neues Leben in alten Mauern“ wurde am Dienstag im Rahmen des Forumsclubs in der neu renovierten evangelischen Stadtpfarrkirche gezeigt. Der Film wurde von Florin Besoiu im Auftrag des  Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt erstellt und rückt die Wiederbelebung der Kirchenburgen durch Restaurierungsarbeiten und neue Nutzungskonzepte in den Mittelpunkt. Gezeigt wurde der Film mit rumänischen Untertiteln.

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Muttertag

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Zum Muttertag am Sonntag wurden alle beim Gottesdienst in der evangelischen Stadtpfarrkirche anwesenden Frauen mit einem Fliederstrauß beschenkt. Die Predigt hielt Pfarrer Klaus Martin Untch, der darauf hinwies, dass am Sonntag, dem 16. Mai, Konfirmation angesagt ist.   Foto: Beatrice UNGAR

„Für mich ist es eine Zeitreise“

Nationaltag der Volkstracht und Europatag im ASTRA-Freilichtmuseum

Ausgabe Nr. 2721

Helga Meitert (links) und Rosemarie Henrich brachten vor dem Haus eines siebenbürgisch-sächsischen Strohflechters aus Michelsberg siebenbürgisch-sächsische Volkslieder zu Gehör.                        Foto: Werner FINK

Wer am Sonntag, dem Europatag, das Freilichtmuseum im Jungen Wald in einer Volkstracht besuchte, musste an der Kasse nicht bezahlen. Traditionell wird in Rumänien an diesem Tag der  ,,Nationaltag der Volkstracht“ gefeiert und Trachtenträgerinnen und -träger erfreuen sich des kostenlosen Eintritts. Auch in diesem Jahr stand die Veranstaltung unter dem Zeichen der ethnischen Vielfalt und bot eine Vielzahl an unterschiedlichen Workshops an.Weiterlesen

,,Es war, als hätte man auf uns gewartet“

PHOENIX wird 60: Interview mit Nicu Covaci

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Nicu Covaci (links) und Gabriela Căluțiu Sonnenberg. Foto: Privat

Kaum noch eine Band auf der ganzen Welt kann auf so ein langes ununterbrochenes Bestehen zurückblicken wie PHOENIX. Die Zusammensetzung der Band hat sich im Laufe der Zeit oft geändert, wobei der Stil unverkennbar blieb. In diesem Jahr feiert die Band ihr 60. Gründungsjubiläum. Aus diesem Anlass besuchte unsere Spanien-Korrespondentin Gabriela C ă l u ț i u S o n n e n b e r g im spanischen Moraira Nicu Covaci, die Leitfigur der bekanntesten rumänischen Rockband und führte mit ihm folgendes Gespräch.

 

Nicu Covaci, kaum noch eine Musiktruppe auf der ganzen Welt kann auf so ein langes ununterbrochenes Bestehen zurückblicken wie Phoenix. Wie fühlst du dich als Leitfigur der bekanntesten rumänischen Rockband?

Ja, PHOENIX feiert in diesem Jahr 60 Jahre seit der Gründung. Die Zusammensetzung der Truppe hat sich oft geändert, aber unser Stil blieb immer gleich.Weiterlesen

Nur eine kurze Geschichte in Rumänien

Erste wissenschaftliche Studie über die Deutschen in der Dobrudscha

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Josef Sallanz: Dobrudscha. Deutsche Siedler zwischen Donau und Schwarzem Meer,  Mit zahlreichen farbigen und Schwarz-Weiß-Abbildungen, ausführlichen Registern und Karten. Potsdam, Verlag des Deutschen Kulturforums östliches Europa 2020, 350 Seiten, ISBN 978-3-936168-73-0.

Die von dem ausgewiesenen Sozialwissenschaftler Josef Sallanz verfasste Monographie ,,Dobrudscha. Deutsche Siedler zwischen Donau und Schwarzem Meer“, die vor kurzem im Verlag des Deutschen Kulturforums östliches Europa in Potsdam erschienen ist, ist den rund 16.000 Deutschen aus der Dobrudscha gewidmet, die größtenteils 1940 ins Deutsche Reich umgesiedelt wurden. Die Gruppe hatte nur eine kurze Geschichte in Rumänien und bestand größtenteils aus Bauern, die wenige schriftliche Zeugnisse hinterlassen haben. Weiterlesen

Nachrichten

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Foto: Beatrice UNGAR

Lokale wieder offen

Hermannstadt. – Nachdem der Inzidenzwert in Hermannstadt unter 2 gefallen ist, sind nun die Lokale auch innen geöffnet, allerdings nur zu 30 Prozent der Kapazität. (BU)

Kostenloser Eintritt

Hermannstadt. – Das Gong-Theater bietet für das Stück „Sarea-n bucate” nach Petre Ispirescu Freikarten an für Eltern, die einen Impfschein gegen Covid-19 (1 oder 2 Dosen) vorweisen können. Für jedes geimpfte Elternteil wird eine Freikarte ausgestellt. Die Karten kann man am Freitag (11-18 Uhr) und am Samstag abholen (10-18 Uhr), die Anzahl der Plätze ist beschränkt. Gezeigt wird das Stück heute, 18 Uhr, am Samstag, dem 15. Mai, 11 und 18 Uhr und am Sonntag, dem 16. Mai, 11 Uhr. (RS)Weiterlesen