Ein Gewinn für alle Beteiligten

Streiflichter von der diesjährigen Germanistiktagung an der Lucian-Blaga-Universität

Ausgabe Nr. 2795

Kabarett Kaktus, ein eingespieltes Team (v. l. n. r.): Paul Cristian, Carmen Elisabeth Puchianu und Elena Cristian.  Übrigens: Paul Cristian bestritt am 4. November die Mittagsmusik auf der Stolzenburger Orgel von Johannes Hahn   in der evangelischen Stadtpfarrkiche und gemeinsam mit Elena Cristian das Konzert am Samstagabend ebenda.                                                     Foto: Beatrice UNGAR

Auch in diesem Jahr wurde die Reihe der Germanistiktagungen zum Thema „Deutsches literarisches und kulturelles Erbe im südosteuropäischen Raum“ an der Lucian-Blaga-Universität (ULBS) in Hermannstadt fortgesetzt, und zwar fand die Tagung am 4. und 5. November d. J. statt. Die Tagungsgäste aus Berlin, Bukarest, Temeswar, Kronstadt, Klausenburg, Hermannstadt und aus Nevșehir in der Türkei fanden sich zur Eröffnung im Begegnungszentrum der Universität ein, wo sie unter der Moderation von Dr. Maria Sass von Frau Eva-Nicoleta Burdușel, Prodekanin der Fakultät für Philologie und Bühnenkünste und Herrn Ovidiu Matiu, Leiter des Departements für anglo-amerikanische und germanistische Studien begrüßt wurden. Der im Programm angekündigte Prorektor Andrei Terian und Dekan Dragoș Varga waren wegen eines zeitgleich stattfindenden Arbeitstreffens von Vertretern mehrerer Universitäten an der Teilnahme verhindert.Weiterlesen

Unerwartete Ergebnisse

Erasmus+-Projekt zu Insektensterben erfolgreich

Ausgabe Nr. 2793

Prof. em. Dr. Wolfgang Schumacher (links) von der Universität Bonn und eine Schülerin vor dem Rollup zum Thema ,,Insektenfreundliche Heugewinnung“.              Foto: Beatrice UNGAR

Die Projektergebnisse des Erasmus+-Projekts „Ausgebrummt und abgeblüht?- Insektensterben in Mittel- und Osteuropa” haben am 10. Oktober d. J. mehrere Lehrkräfte und Schüler der Alfred-Delp-Schule im rheinland-pfälzischen Hargesheim und des Samuel-von-Brukenthal-Gymnasiums in Hermannstadt im Rahmen einer Feierstunde in der Aula des Samuel-von-Brukenthal-Gymnasiums in Hermannstadt präsentiert.Weiterlesen

,,Eine gute und nachhaltige Initiative“

Ausgabe Nr. 2785

Rückblick auf den Siebenbürgischen Kultursommer mit Dr. Heinke Fabritius

Dr. Heinke Fabritius.
Foto: Hanna HENNENKEMPER

,,Licht und Schatten: Malerei der 1920er Jahre in Siebenbürgen“ lautete der Titel des Vortrags zu zehn Bildern aus einem Jahrzehnt, das gern als das „goldene“ apostrophiert wird, den Dr. Heinke Fabritius, Kulturreferentin für Siebenbürgen am Siebenbürgischen Museum in Gundelsheim am Neckar am 4. August d. J. im  Spiegelsaal des Hermannstädter Forums gehalten hat. Der Vortrag war speziell für die erste Auflage des Siebenbürgischen Kultursommers konzipiert worden und führte hinein in eine Zeit voller neuer Hoffnungen und Herausforderungen. Zu ihrem Vortrag und zu den Veranstaltungen des Siebenbürgischen Kultursommers gab Dr. Heinke Fabritius der HZ-Chefredakteurin Beatrice U n g a r in dem nachfolgenden Interview Auskunft.

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Plädoyer für eine tolerante und bunte Gesellschaft

Ausgabe Nr. 2778

Die Deutsche Charlotte Dietrich-Schule aus Hermannstadt hat am vergangenen Freitag ihr Abschlussfest in der Johanniskirche gefeiert, mit dem Musical „Kunterbunt“ von Gabriele Fehrs und Markus Voigt, musikalische Begleitung Zsuzsanna Molnár, Irina Dancu und Christine Wally. Der herrliche Regenbogen strahlt über das Land Kunterbunt, unter der Regierung eines gütigen Königs. Als die blauen, roten und gelben Bürger auf die Idee kommen, dass ihre Farben wichtiger seien als die der anderen, bestimmt der König, dass jeder Tag einer anderen Farbe gewidmet sein soll. Danach bestimmt mal das sanfte Blau, mal das temperamentvolle Rot oder das eitle Gelb die Stimmung des Landes. Doch weil die Farben nicht mehr zusammen leben, verblasst der Regenbogen nach und nach, bis der König seinen Fehler erkennt. Für ihr Plädoyer für eine tolerante und bunte Gesellschaft ernteten die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler tosenden Applaus von Eltern, Großeltern und Geschwistern, die die Johanniskirche füllten.                                      Foto: Ruxandra STĂNESCU

,,Sprache und Literatur sind in sich performativ“

Ausgabe Nr. 2776

Symposium zu 50 Jahren Aktionsgruppe Banat in Temeswar


Die Moderatoren Christel Ungar-Țopescu und Dr. Markus Bauer und die sechs anwesenden Gründungsmitglieder der Aktionsgruppe Banat – Werner Kremm, Johann Lippet, Anton Sterbling, William Totok, Gerhard Ortinau und Ernest Wichner (v. l. n. r.). Foto: Beatrice UNGAR

Als Herta Müller am 10. Dezember 2009 in Stockholm den Nobelpreis für Literatur entgegennahm, sagte sie in der Tischrede beim Bankett: ,,Zum Glück traf ich in der Stadt Freunde, eine Handvoll junge Dichter der Aktionsgruppe Banat. Ohne sie hätte ich keine Bücher gelesen und keine geschrieben. Noch wichtiger ist: Diese Freunde waren lebensnotwendig. Ohne sie hätte ich die Repressalien nicht ausgehalten. Ich denke heute an diese Freunde. Auch an die, die auf dem Friedhof liegen, die der rumänische Geheimdienst auf dem Gewissen hat.“Weiterlesen

Erste Auflage der Michelsberger Biennale ,,Danube Conemporary“

Ausgabe Nr. 2776

Der Galerist Thomas Emmerling hat am 19. Juni die Ausstellung der ersten Auflage der Michelsberger Biennale im Kunsthaus 7B in Michelsberg eröffnet. Gezeigt werden bis 25. August ausschließlich Werke von Künstlerinnen – Sorina von Keyserling (Berlin, Bildhauerin), Luise Kloos (Graz, Zeichnung und Malerei), Alena Adamikova (Nova  Dedinka/Slowakei, Malerei), Ljudmila Martinova (Donetsk/Ukraine, Malerei), Boglárka Nagy (Budapest, Malerei), Veronika Detsova (Varna/Glasgow, Fotografie) und Irina Epifan (Bukarest, Fotografie). Unser Bild (v. l. n. r.): Die bei der Vernissage anwesenden Künstlerinnen – Irina Epifan, Ljudmila Martinova und Sorina von Keyserling – mit Thomas Emmerling vor Werken von Luise Kloos.                                 Foto: Beatrice UNGAR

 

Einzigartiges Projekt – einmalige Chance

Schülerinnen und Schüler aus Deutschland zu Besuch in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2773

Gruppenfoto aller Teilnehmenden an der Exkursion nach Rimetea vor dem 1129 Meter hohen  sogenannten Szeklerstein  in den Trascăului Bergen.                                                            Foto: Privat

12 Schülerinnen und Schüler der Alfred-Delp-Schule reisten im Rahmen des Erasmus plus-Projekts „Ausgebrummt und abgeblüht?– Insektensterben in Mittel- und Osteuropa“ Mitte Mai nach Hermannstadt. Damit erwiderte die Gruppe aus Hargesheim in Rheinland-Pfalz den Besuch ihrer Kolleginnen und Kollegen vom Samuel-von-Brukenthal-Gymnasium, ihrer Partnerschule, der Anfang Mai stattgefunden hatte. Weiterlesen

Preisverleihung

Ausgabe Nr. 2771

Die Deutsche Konsulin Kerstin Ursula Jahn überreichte am Mittwoch im Rahmen eines Empfangs im Konsulat der Bundesrepublik Deutschland in Hermannstadt Preise und Trostpreise an die Teilnehmenden an dem diesjährigen Schreibwettbewerb des Konsulats und der HZ. Den 1. Preis gewann Sigrid Arvay (Honterus-Gymnasium Kronstadt), den 2. Preis Daniel Cautnic und den 3. Luana Maria Tintea (beide Brukenthalschule Hermannstadt). Ihre Aufsätze werden in den nächsten Ausgaben der HZ veröffentlicht. Unser Bild: Bei der Preisverleihung dabei waren Deutschlehrerin Roxana Neag und ihre Schülerin Oana Tomuță (Coșbuc-Lyzeum Klausenburg), Daria Iliuț (Brukenthalschule), Konsulin Jahn, Daniel Cautnic, Anastasia Cazac (Brukenthalschule), Schulleiterin Monika Hay (Brukenthalschule) und HZ-Chefredakteurin Beatrice Ungar (v. l. n. r.)                                                                                 Foto: Ioana DEAC

Kulturerbe-Spaß für Kinder

Erstklässler aus Hermannstadt erkundeten die Großauer Kirchenburg

Ausgabe Nr. 2770

Eines der 5er-Teams betreute bei dem Erkunden der Kirchenburg und ihrer ,,Geheimnisse“ die Kommunkationsbeauftragte des Tourismusvereins, Adela Dadu (mit Hut).      Foto: Stefan JAMMER

Nach zwei Jahren der Einschränkungen und des Online-Unterrichts machen auch im Kreis Hermannstadt die Schulkinder wieder Exkursionen und Touren in der Natur. Einige Schulen organisieren zusammen mit Reiseleitern und verschiedenen Vereinen thematische Ausflüge zur Erkundung und Entdeckung der Region.Weiterlesen

,,Um Gottes Willen, das sind Menschen wie wir“

Ausgabe Nr. 2769

,,Hermannstädter Gespräche“ und Filmabend mit Peter Miroschnikoff im Spiegelsaal

Beim Filmabend am Mittwoch der Vorwoche im Spiegelsaal des DFDH: Peter Miroschnikoff (links) und Aurelia Brecht (stehend). Foto: Dragoș DUMITRU

„Ich hatte ein bisschen Orientierungsprobleme“, meinte der Journalist Peter Miroschnikoff zu seinem Besuch in der Stadt. „Hermannstadt von heute ist nicht mehr, wie ich es kannte. Es hat sich viel getan hier“, so der ehemalige Mittel- und Südosteuropakorrespondent der ARD in seiner Einleitung zur ersten diesjährigen Auflage der „Hermannstädter Gespräche“ des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt (DFDH) am Dienstag der Vorwoche.

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Schreiben zwischen Nachruf und Neubeginn

Ausgabe Nr. 2769

Zur leidigen Frage um das Sein oder Nicht-Sein rumäniendeutscher Literatur

Dr. Carmen Elisabeth Puchianu (am Rednerpult) spricht über rumäniendeutsche Literatur, Autor Thomas Perle (rechts) hört zu. Foto: Beatrice UNGAR

Von rumäniendeutscher Literatur im Spannungsfeld von Sein und Nicht-Sein sprechen zu wollen oder zu müssen erweist sich als durchaus müßig, solange Joachim Wittstock schreibt, solange Eginald Schlattner schreibt, solange Balthasar Waitz schreibt, solange meine Wenigkeit schreibt. Ich beginne, womit ich enden wollte: Wo wir sind, ist rumäniendeutsche Literatur. Und zwar in ihrer vollkommen authentischsten und autochthonsten Form. Sie lässt sich an unseren Gedichten, an unseren Erzählungen und Romanen, an unserem ganzen Leben und Werken ablesen. Sie ist, was sie ist. Sie ist, was wir sind.Weiterlesen