Haferland-Kulturwoche 2026

Ausgabe Nr. 2961

Die 14. Haferland-Kulturwoche steht unter dem Motto „Sehnsucht nach Siebenbürgen“, findet vom 6. bis 9. August unter der Schirmherrschaft des Präsidenten des rumänischen Senats, Mircea Abrudean, sowie der Gymnastik-Legende Nadia Comăneci statt. Die von der Michael Schmidt Stiftung in Zusammenarbeit mit der Tabaluga/Peter Maffay Stiftung organisierte Veranstaltung findet in zehn Ortschaften der Region Haferland statt: Arkeden, Keisd, Hamruden, Reps, Deutsch-Kreuz, Radeln, Meschendorf, Klosdorf, Bodendorf und Deutsch-Weißkirch. Unter https://haferland.ro/de/kulturwoche-haferland-2026/ ist das genaue Programm zu finden. Unser Bild: Am 20. Mai gaben die Veranstalter in Bukarest auf einer Pressekonferenz Auskunft über die Kulturwoche.                     Foto: Michael Schmidt Stiftung

Alle lachten mit der Sonne um die Wette

Einblicke in das 33. Maifest des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2960

Beim Aufmarsch auf dem Großen Ring gab die Tanzgruppe des Hermannstädter Jugendforums zu den Klängen der Petersdorfer Blaskapelle den Takt an.                                                                                       Foto: Beatrice UNGAR

War man als Tourist oder Touristin am vergangenen Samstag, dem 23. Mai, morgens in der Nähe des Brukenthal-Gymnasiums unterwegs, so konnte es dafür zweierlei Gründe geben: Entweder man war extra für den Beginn des 33. Maifestes des DFDH vor Ort, traditionell eingeleitet mit dem umfangreichen Trachtenumzug durch das Herz von Hermannstadt, oder man erfuhr just in diesem Moment von der bunten Veranstaltung, an der an jenem Samstag nun wirklich niemand vorbeikam. Weiterlesen

,,Generationen verbinden – Perspektiven schaffen“

Heimattag der Siebenbürger Sachsen vom 22.-25. Mai 2026 in Dinkelsbühl

Ausgabe Nr. 2957

Die Siebenbürgisch-Sächsische Jugend in Deutschland (SJD) ist zusammen mit dem Sozialwerk Mitausrichter des Heimattages 2026. Unser Bild: Festumzug 2025 in der Segringer Straße in Dinkelsbühl. Foto: Laura MICU

Unter dem Motto „Generationen verbinden – Perspektiven schaffen“ veranstaltet der Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland den 76. Heimattag vom 22. bis 25. Mai in Dinkelsbühl. Am Pfingstwochenende wird den tausenden Besuchern ein attraktives Programm geboten. Kultur und Unterhaltung, Tradition und Brauchtum, Tanz und Musik garantieren für ein stimmungsvolles Pfingsttreffen – ein Fest der Begegnung aller Generationen. Weiterlesen

Neuer Wind in der Alten Schule

Ausgabe Nr. 2956

Frühlingssalon der in Michelsberg lebenden Künstlerinnen und Künstler

Acht von den insgesamt zehn Ausstellenden waren bei der äußerst gut besuchten Vernissage am Samstagnachmittag dabei und gaben anschließend gerne Auskunft über ihre Werke (v. l. n. r.): Tony Bartlett, Sorina Hăloiu , Marilena Popa, Daniel Munteanu, Barbara Niedermaier, Ovidiu Harja, Rodica Olosutean und Claudia Sasu-Weindorf.
Foto: Beatrice UNGAR

Wer hätte das gedacht: Der aus dem niederländischen Drents-Museum entwendete goldene Dakerhelm – bekannt als „Coiful de la Coțofenești” – und zwei der drei Anfang 2025 gestohlenen dakischen goldenen Armreifen sind inzwischen nach Rumänien zurückgekehrt… und nun ist der Helm schon in der Alten Schule in Michelsberg zu sehen… Die Malerin Claudia Sasu-Weindorf hat ihn in der Hand eines jungen Mannes dargestellt, der dem Betrachter den Rücken zukehrt. Ihr Werk ist in einem der drei Räume des Frühlingssalons Michelsberger Künstlerinnen und Künstler zu sehen, der am Samstag in der Alten Schule eröffnet wurde.Weiterlesen

Wenn Ton zu Kunst wird

Ausgabe Nr. 2956

Zu Besuch bei der Keramikwerkstatt im Elimheim

Klaus Göbbel (Bildmitte) hatte auch Spaß am Töpfern. Fotos: die Verfasserin

Die dritte Keramikwerkstatt der Frauenarbeit der Evangelischen Kirche A. B. fand am Samstag, den 25. April, im Elimheim in Michelsberg statt. Geleitet wurde der Kurs zum zweiten Mal in Folge von Klaus Göbbel. Er hat den Künstlerinnen die Tonarbeit nähergebracht und sie tatkräftig unterstützt. Dabei wurden Kreativität und Gemeinschaft in angenehmer Stimmung miteinander verbunden.Weiterlesen

An der Grenze der Imperien

Ausgabe Nr. 2956

Drei fundierte Vorträge über Diplomatie kleiner Staaten am Forschungsinstitut

Zwei Gastgeber und ein Gast (v. l. n. r.): Nicolae-Alexandru Nicolaescu, Gábor Kármán und Iulia Derzsi. Foto: Beatrice UNGAR

Das Forschungsinstitut für Geisteswissenschaften der Rumänischen Akademie und der Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde Hermannstadt begrüßten in der vergangenen Woche eine Internationale Forschungsgruppe, die sich im Rahmen eines durch den europäischen Forschungsrat geförderten Projekts, mit der Diplomatie kleiner Staaten in der frühen Neuzeit befasst. Zsuzsanna Cziráki von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Gábor Kármán von der Eötvös-Lorand-Universität Budapest und Marian Coman von der Universität Bukarest hielten jeweils einen Vortrag auf Deutsch, Englisch bzw. Rumänisch.  Weiterlesen

,,Plattformen der Normalität“

Ausgabe Nr. 2955

Deutscher Wirtschaftsclub Siebenbürgen veranstaltete Wirtschaftspanel im Spiegelsaal

Der DWS-Vorsitzende Wolfgang Köber stellt die Panel-Teilnehmer vor: Matthias Wichtler, Markus Teglas, Michael Schmidt, Emil Hurezeanu, Bernd Fabritius, Benjamin Józsa, Bernhard Gehlert und Robert Schwartz (v. l. n. r).
Foto: Laura MICU

Seit mehreren Jahrzehnten ist Deutschland der wichtigste ausländische Investor in Rumänien. Nach Angaben der Rumänischen Notenbank, beliefen sich die deutschen Direktinvestitionen in Rumänien im Jahr 2023 auf 682 Millionen Euro und erreichten insgesamt 17 Milliarden Euro. Im Jahr 2024 überstieg der bilaterale Handelsaustausch 42.5 Milliarden Euro. Zwischen 1990 und 2025 flossen über 43% der deutschen Investitionen in Rumänien in den Produktionssektor und trugen so zur Modernisierung und Entwicklung der rumänischen Industrie bei. Wie kam es aber zu diesen beeindruckenden Zahlen? Mit dieser Frage hat sich das Panel beschäftigt, zu dem der Deutsche Wirtschaftsclub Siebenbürgen (DWS) eingeladen hatte.

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Heltauerin wird JEV-Präsidentin

Ausgabe Nr. 2955

Hermannstadt. – Zur neuen Präsidentin der Jugend Europäischer Volksgruppen (YEN/JEV) wurde Johanna Kézdi auf der Delegiertenversammlung in Montroulez/Frankreich gewählt. Die 21-jährige Heltauerin ist hauptamtlich Jugendreferentin der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Jugendorganisationen, und war vier Jahre lang als Kommissarin für Kommunikation im JEV-Vorstand tätig.

Johanna Kézdi. Foto: Privat

Die JEV ist das größte Netzwerk von Jugendorganisationen der autochthonen und nationalen Minderheiten in Europa und vertritt die Interessen von jungen Angehörigen nationaler, ethnischer und sprachlicher Minderheiten. Der JEV gehören 41 Mitgliedsorganisationen aus 18 Ländern an. Die JEV wird von jungen Menschen für junge Menschen geleitet und versteht sich als selbstbestimmte und selbstorganisierte Jugendorganisation, deren Tätigkeit von Jugendlichen durchgeführt und bestimmt wird. Die Präsidentin der JEV leitet, verwaltet und baut das internationale Netzwerk aus.

„Ich fühle mich geehrt, zur Präsidentin gewählt worden zu sein, und freue mich darauf, gemeinsam mit den neuen und bisherigen Präsidiumsmitgliedern ein starkes Team aufzubauen und die Ziele der JEV in konkrete Taten umzusetzen“, so Johanna Kézdi. „Meine Vision für die nächsten zwei Jahre ist einfach: Lasst uns wieder enger zusammenrücken. Wir müssen die Brücke zwischen dem Präsidium, unseren Mitgliedsorganisationen und unseren Partnern weiter stärken.“ (ADJ)

Vom Elimheim zum Elimheim

Ausgabe Nr. 2955

Wandertag der Frauenarbeit der EKR

Die Wanderung fand bei wechselhaftem Wetter statt. Foto: die Verfasserin

Summa summarum: 7 km, 11.000 Schritte, Höhenunterschied +200 m. So ließe sich rein objektiv die Strecke von Michelsberg nach Rășinari und zurück zum Elimheim beschreiben. Ein auch von kleineren Grundschulklassen gut besuchter Wanderweg. Diese Wanderstrecke erkundschafteten auch die Teilnehmenden des Wandertags der Frauenarbeit der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien, der am Samstag stattgefunden hat.

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Sie träumen von Peking

Ausgabe Nr. 2955

Das Team mit Mathematiklehrerin Mihaela Hadăr (2. l.). Foto: Privat

Das Hermannstädter Robotikteam Gear Maniacs Junior hat bei der diesjährigen rumänischen Landesmeisterschaft den ersten Platz in der Kategorie Innovationsprojekt gewonnen und sich für die Asia Championship qualifiziert, die vom 14. bis 16. August in Peking stattfindet.

Die Mannschaft wurde 2020 an der Brukenthalschule gegründet. Jedes Jahr werden neue Mitglieder rekrutiert und in die Welt der Robotik eingeführt. Das Team besteht heute aus 18 Jugendlichen: fünf Lyzeaner bilden den Kern der Mannschaft, der Rest kommt aus der Mittelstufe. Die Schüler sind aus den Klassenstufen 6 bis 10. Der Gründer der Mannschaft ist bis heute als Mentor dabei geblieben.

In diesem Jahr entwickelten sie DigItAll, eine Anwendung, die Archäologen hilft, zerbrochene Artefakte mithilfe von 3D-Scans digital zusammenzusetzen. Die Idee entstand in enger Zusammenarbeit mit Experten vom Historischen Museums des Brukenthalmuseums und vom ASTRA-Museum.

Um den Traum von Peking verwirklichen zu können, sind sie auf Unterstützung angewiesen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 20.000 Euro, ein Großteil davon fehlt noch. Jeder Beitrag bringt das Team einen Schritt näher an die Weltmeisterschaft.

Alle Informationen zur Unterstützung unter: www.acbsb.ro

Radu NICA, 9A

Alles drehte sich um allerfeinste Literatur

Ausgabe Nr. 2955

Streiflichter von den 36. Deutschen Literaturtagen in Reschitza


Gruppenbild mit Organisator Erwin Josef Țigla (links außen), den Teilnehmenden und Bürgermeister Ioan Popa (rechts außen) an der Endstation der neuen Straßenbahn. Foto: DFDBB

Nicht gleich um die Ecke ist Reschitza. Nein, kein Katzensprung, eher ein Löwensprung von Berlin ins Banater Bergland, nach Reschitza. Doch ein Katzensprung von Hermannstadt in Siebenbürgen nach Reschitza ist ein Katzensprung. Von ungefähr 50 km vor der serbischen Grenze, im Westen von Rumänien. Die Reise lohnt sich, egal woher angereist wird. Reschitza, die Industriestadt mit einer Eisenhütte und Hochöfen ist das Ziel. Die eiserne Lügenbrücke in Hermannstadt, die jeder kennt, über die schon jeder gelaufen ist, wurde 1859 in dieser Industrie- und Bergstadt gegossen, wo die ersten beiden Hochöfen vor 255 Jahren in Betrieb genommen wurden und der Ort vor 100 Jahren als Stadt anerkannt wurde. Ende März 2026 ging es drei Tage nicht um Eisen und Hochöfen, es drehte sich von morgens bis abends um Literatur, um allerfeinst vorgetragene. Erwin Josef Ţigla, der Meister der Organisation, lud in diesem Jahr bereits zu den 36. Deutschen Literaturtagen in seine Heimatstadt ein.Weiterlesen

,,Diese Tradition ist Identität“

Ausgabe Nr. 2955

In der Projektwoche zehn Jahre Deutsches Lyzeum in Mühlbach gefeiert

Die Grundschüler sangen unter der Leitung von Elena Sorina Petra und Violeta Bota die Hymne des Deutschen Lyzeums, die eigens für diese Gelegenheit von Elena Sorina Petra und Ioana Giurgiuman in Zusammenarbeit mit Robert Anghelescu komponiert wurde.
Fotos: Werner FINK

„10 Jahre Deutsches Lyzeum in Mühlbach” wurden zwischen dem 30. März und 3. April gefeiert, und zwar im Rahmen der Projektwoche „Școala altfel” (Schule anders), wobei es Ausstellungen, Workshops, siebenbürgisch-sächsische Tänze und Gastronomie sowie die Jubiläumsvorstellung gab. Am Mittwoch, dem 1. April, gab es ein Treffen mit den Freunden und Mitwirkenden, wo u. a. das neue Jahrbuch „Etwas Neues“ vorgestellt wurde. „Wir feiern 10 Jahre Bestehen des Deutschen Lyzeums Mühlbach – 10 Jahre Arbeit, Erfolge, erfüllte Träume und vor allem: 10 Jahre der Fortführung einer Tradition, die in Mühlbach nicht nur Geschichte, sondern Identität ist”, betonte Schuldirektorin Verona Maria Onofrei.

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