Streiflichter von der 15. Auflage des Hermannstädter Internationalen Benefizmarathons
Ausgabe Nr. 2961

Auch einer der letzten Marathonläufer wurden im Ziel mit Begeisterung empfangen und natürlich mit einer der vielen tönernen Medaillen vom Tonal-Verein beschenkt. Foto: Beatrice UNGAR
Bis zum letzten Marathonläufer der das Zieltor erreichte, und auch danach, herrschte am Samstag eine begeisternde Stimmung auf dem Großen Ring, angefacht von den unermüdlichen Volontären und den beiden Moderatoren, untermalt von der rhythmischen Musik. Bewundernswert die kreativen Durchhalteparolen, die von den Fans der Läuferinnen und Läufer oder auch von einigen Volontären hochgehalten wurden. Eine lautete sinngemäß: „Von den 10.845 Läufern bist du der tollste”.
Die Preisverleihung fand natürlich nach Ankunft des letzten Marathonläufers statt, wie in einer Familie. Man wartet, bis auch der letzte angekommen ist, um mit einer geplanten Tätigkeit zu beginnen. Darauf sei man von der ersten Auflage des Benefizmarathons bedacht gewesen, erklärte Hauptveranstalterin Cristina Bugneriu der Hermannstädter Zeitung vor Ort. Dies mache nämlich einen Benefizmarathon aus: Dabei stehe das Sammeln von Spenden für ausgewählte Projekte im Vordergrund, wobei die Freude am gemeinsamen Feiern nicht zu kurz kommen darf.

Am Sonntag waren die Kinder an der Reihe. Obwohl es zeitweilig regnete, machten mehr als 2.000 mit. Foto: Ruxandra STĂNESCU
Welch Energie in den Hermannstädterinnen und Hermannstädtern aller Altersklassen, aber auch in ihren Nachbarn und Gästen steckt, war die ganze Zeit über spürbar an den beiden effektiven Marathon-Tagen. Alle Teilnehmenden fühlten sich getragen von den ohne Pause sie anfeuernden Volontären, deren Trillerpfeifen von weitem zu hören waren. Dem letzten Marathonläufer liefen einige von ihnen sogar in der Heltauergasse entgegen, um ihm beizustehen. Eine wunderbare Geste, die von den Anwesenden auch entsprechend Beifall erhielt.

Das Ensemble „Șatra Elijah”, brachte knapp drei Stunden lang in der Harteneckgasse vor dem Thaliasaal Roma-Musik vom Feinsten zu Gehör und warb so für das Projekt des Elijah-Sozialvereins, Instrumente für die Musikschulen Casa Sonja und Casa Thomas anzukaufen. Foto: Beatrice UNGAR
In diesem Jahr stand die Veranstaltung unter dem Motto „O comunitate” (Eine Gemeinschaft) und die Pokale sowie die Medaillen – übrigens haben alle Teilnehmenden, die durch das Zielliefen, eine erhalten – wurden erneut in der Keramikwerkstatt des Tonal-Vereins hergestellt. Im Vorfeld gab es eine „Carb-up Party by IFM”, veranstaltet von dem Verein „Strada Turnului x MIS”. An den beiden Tagen musizierten die Teilnehmenden des Gitarre-Festivals „Pune Mâna pe Chitară” auf dem Huetplatz, am 30. Mai konnte man auf der für den Kfz-Verkehr gesperrten Mühlgasse/Andrei Șaguna verschiedene Sportarten ausprobieren oder im Erlenpark DJ Booth erleben. Desgleichen bespielte „The Hipodrome of Music” den ganzen Tag über das Zibinsufer und auf dem Schillerplatz fand das Straßenfest „Street Delivery” statt.

Das Siegerpodium der Marathon-Teilnehmenden (v. l. n. r.): Silviu Stoica, Maria-Magdalena Veliscu, Terézia Györgyi, Bogdan Postolachi, Angela-Lăcrămioara Teodorescu und Adrian Zaharia. Fotos: die Verfasserin
Den Veranstaltungsreigen beschließt das Focus Festival, das noch bis Sonntag im Erlenpark für gute Stimmung sorgt.

Die eifrigste Fundraiserin in der Kategorie 4-5 Jahre war Cleopatra-Ioana Radu aus Talmesch.
Musikalische Untermalung und Unterstützung gab es auch auf der Strecke: die „Șatra Elijah” vom gleichnamigen Sozialverein und die „Pulsar”-Truppe gaben vor dem Thaliasaal bzw. vor der Ursulinenkirche und auf dem Großen Ring den Ton an.

Ein Teil der 700 Volontäre stellten und setzen sich zum Abschluss zum Gruppenbild vor dem Start- und Zieltor auf, das in diesem Jahr von Marlene Herberth mit Textilkunst verziert war. Fotos: die Verfasserin
Wichtig: Spenden kann man unter maratonsibiu.ro noch bis zum 1. Juli. Alle Ergebnisse des Benefizmarathons finden Sie unter https://www.cronometraj.ro/rezultate-live/
Beatrice UNGAR