Jazz für alle Sinne

Jubiläumsauflage des Hermannstädter Jazz-Wettbewerbs

Ausgabe Nr. 2648

Die Gewinnerband Josiah Woodson & Quintessentiel und die beste Gesangssolistin Anaïs del Sordo beim Galakonzert am Sonntag.                                   Foto: Fred NUSS

Bei der 40. Auflage des internationalen Jazz-Wettbewerbs für Nachwuchsmusiker, der am Wochenende im Thalia-Saal über die Bühne gegangen ist, wurde wieder einmal bestätigt: Die Wiege des Jazz liegt in den Vereinigten Staaten von Amerika. Als Sieger ging nämlich die Band Josiah Woodson & Quintessentiel hervor, mit dem US-amerikanischen Musiker Josiah Woodson an der Spitze.Weiterlesen

Einschlafen erlaubt

Wiegenlieder aus aller Welt erklangen im Spiegelsaal

Ausgabe Nr. 2646

Rodica Vică und Barbara Laister-Ebner begeisterten die Zuhörer im Spiegelsaal.                                                                     Foto: Cynthia PINTER

„Bei diesem Konzert ist das Einschlafen erlaubt. Wir sind Ihnen also nicht böse, wenn Sie auf der Schulter des Nachbarn einnicken.“ Eine solche Aufforderung hört man so gut wie nie in einem Konzertsaal. Doch am Montagabend schien dieser Vorschlag von Sopranistin Rodica Vică gar nicht verkehrt. Im Spiegelsaal des Hermannstädter Forums erklangen nämlich Wiegenlieder aus aller Welt, gesungen von Rodica Vică in Begleitung von Barbara Laister-Ebner an der Zither. Das einstündige Konzert fand im Rahmen der Tournee „Stars In The Sky“ (Sterne am Himmel) und in der Reihe „Musica Ricercata“ statt.Weiterlesen

Klangkörper der Superlative zu Gast

Limburger Domchor erstmals auf Konzert- und Studienreise in Siebenbürgen

 Ausgabe Nr. 2644

Der Limburger Domchor auf der Orgelempore in der römisch-katholischen Stadtpfarrkirche am Großen Ring in Hermannstadt, in der Sonntagsmesse am 6. Oktober d. J.                                                    
Foto: Beatrice UNGAR

Ein evangelischer Siebenbürger Sachse ist es, der es schaffte, den renommierten Limburger Domchor zu einer Konzert- und Studienreise nach Siebenbürgen zu bringen. Es handelt sich um Heinz Hermann, seines Zeichens Vorsitzender der Heltauer Heimatortsgemeinschaft (HOG). Ein Brückenbauer also, im wahrsten Sinne des Wortes. Die Cousine seiner Gattin Inge, Sabine Weber (mit Heltauer und Heldsdorfer Wurzeln) singt in dem Domchor. Die diesjährige Auslandsreise sollte nach Irland oder Siebenbürgen führen. Nachdem Domchordirektorin Judith Kunz mit ihrem Gatten Rumänien bereist hatten, fiel die Wahl auf Siebenbürgen.Weiterlesen

Er dirigierte ,,mit links“

Würdigung für Henry Selbing (1912-2000)

Ausgabe Nr. 2643

Die Künstlerin Ileana Selbing (Bildmitte) war bei der Namensgebung-Feierlichkeit dabei und überreichte im Beisein von Christine Manta-Klemens, der stellvertretenden Vorsitzenden des Hermannstädter Kreisrats (rechts) und Cristian Lupeș, dem Direktor der Hermannstädter Staatsphilharmonie der Einrichtung im Thalia-Saal eines ihrer Gemälde, das dem Wunderkind Carl Filtsch und seinen Klavierlehrern – Frederic Chopin und Franz Liszt – gewidmet ist.                                                      Foto: Laurențiu STRĂUȚ

,,Und ich sehe mich später als Schüler bei den wöchentlichen Sinfoniekonzerten mit Henry Selbing (1912-2000), dem einarmigen Dirigenten am Pult der Hermannstädter Staatsphilharmonie, die 1949 aus den Trümmern des ehemaligen Musikvereins wie auch der Stadtkapelle hervorgegangen war. Den Arm soll der Dirigent bei einem Straßenbahnunfall in Wien verloren haben, wo der junge Ernö Schlesinger (alias Henry Selbing), Hermannstädter Spross einer jüdischen Familie, zum Studium weilte und als Synagogen-Sänger wirkte. Ich lasse mich in den Bann der Orchestermusik reißen und leide gleichzeitig mit dem einarmigen ‚Schwerarbeiter‘, der all das auf bemerkenswerte Weise mit einer Hand, der linken, zu bewerkstelligen hat und ich kann noch nicht ahnen, dass ich ihm wenig später als sein Famulus einen Gutteil seiner Arbeit abnehmen werde“. Dies schrieb der Musiker Heinz Acker u. a. in seinen Erinnerungen an die Hermannstädter Philharmonie zum 70. bzw. 180. Geburtstag, die unter dem Titel ,,Zwischen Presto und Andantino“ in der Hermannstädter ZeitungNr. 2630 vom 28. Juni 2019 veröffentlicht worden sind.Weiterlesen

,,Maßhalten ist das Wesentliche“

Das Internationale George Enescu-Festival gastierte in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2641

50 Jahre danach: Die berühmte und beliebte Pianistin Elisabeth Leonskaja nahm sich trotz vollem Terminkalender nach ihrem Rezital am 9. September im Thalia-Saal in Hermannstadt Zeit für eine Autogrammstunde und freute sich sichtlich vor allem über die Übergabe einer Kopie des HZ-Beitrags über ihr Konzert 1969 in Hermannstadt durch die HZ-Chefredakteurin.   
Foto: Ovidiu MATIU

,,Maßhalten bei all dem überschäumenden Temperament ist das Wesentliche, was die junge Künstlerin Elisabeta Leonskaja kennzeichnet. Dies öffnet ihr die Pforten zu vollendeter Kunst, zu vollendetem musikalischen Schaffen“, schrieb der Hermannstädter Pianist Peter Szaunig (1933-2015) in einer Konzertchronik, die in der Hermannstädter ZeitungNr. 58 vom 21. Februar 1969 veröffentlicht worden. Es handelte sich um ein Konzert, das die damals 24-jährige Pianistin Elisabeth Leonskaja am 11. Februar 1969 in Hermannstadt bestritten hat. Weiterlesen

Beeindruckender Klangkörper

Bachchor St. Lorenz aus Nürnberg zu Gast

Ausgabe Nr. 2640

Die 60 Sängerinnen und Sänger stellten sich nach dem Konzert in der Johanniskirche mit Dirigent Mathias Ank (links) und Tobias Hartlieb (Orgelbegleitung, rechts) zum Gruppenbild auf.             Foto: Beatrice UNGAR

Der renommierte Bachchor St. Lorenz aus Nürnberg hat auf seiner Proben- und Konzertwoche in Siebenbürgen zwei Konzerte geboten: Am 4. September in der Schwarzen Kirche in Kronstadt und am 6. September in der Johanniskirche in Hermannstadt.Weiterlesen

Ein Quereinsteiger

Hermannstädter Staatsphilharmonie hat neue Leitung

Ausgabe Nr. 2639

Der neue Direktor der Hermannstädter Staatsphilharmonie, Cristian Lupes (rechts) und die stellvertretende Kreisratsvorsitzende Christine Manta-Klemens bei der Pressekonferenz im Sitzungssaal des Kreisrats.
Foto: Kreisrat Hermannstadt

Nachdem der langjährige Direktor der Hermannstädter Staatsphilharmonie, Ioan Bojin, in den Ruhestand getreten ist, wurde die Stelle im März vom Kreisrat Hermannstadt ausgeschrieben. Beim ersten Durchgang konnte sich die zuständige Kommission auf keinen Kandidaten einigen, so dass die Stelle im April erneut ausgeschrieben worden ist. Schließlich schaffte der junge Dirigent und Kulturmanager Cristian Lupeș das Rennen. Er hat sein Amt Anfang August angetreten.Weiterlesen

Die Musik war im ,,Focus“

Bei der zweiten Auflage des „Focus In The Park“-Festivals regnete es mit Bällen

Ausgabe Nr. 2638

Der Höhepunkt der zweiten Auflage von „Focus In The Park“ war der Auftritt der Band „Subcarpați“, die sich zum Schluss ein Selfie mit dem zahlreich erschienenen Publikum machte.
Foto: Focus In The Park

Weg von den Pflastersteinen und in den kühlen Erlenpark. Dieses Konzept der Organisatoren des einzigen Festivals für alternative Musik in Rumänien hat sich spätestens dieses Jahr bewährt. „Focus In The Park“ wurde von tausenden Menschen am verlängerten Wochenende vom 22.-25. August besucht. Weiterlesen