Gelebter kategorischer Imperativ

Hommage an Eckart Schlandt zum 80. Geburtstag

Ausgabe Nr. 2661

Eckart Schlandt. Foto: Steffen SCHLANDT

Eckart Schlandt ließ am 20. Februar 80 Jahre hinter sich. Es waren Jahre großer, ja umwälzender Veränderungen;  das gewalttätige Erscheinen und der Fall des Kommunismus, die Informatisierung und Globalisierung mit Internet, Computer und Handy. Womöglich ist gar der nächste Besuch  im Ausland nicht mehr eine Fahrt, sondern ein Flug vom neuen Flughafen  Kronstadt aus, der Stadt seiner Geburt und seines Wirkens. Er hat es erlebt und wahrscheinlich auch erlitten, dass sein menschliches Umfeld nicht nur altersbedingt sondern schicksalhaft geschrumpft ist bis nahe an die Auslöschung. Weiterlesen

Ein alter Bekannter

Der Cellist Cristian Florea zu Gast in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2660

Der Cellist Cristian Florea.                                       Foto: die Verfasserin

Eine Welturaufführung, ein Cellokonzert und ein Konzert für Orchester standen auf dem Programm des ersten sinfonischen Konzerts der Hermannstädter Staatsphilharmonie im Februar.

 Bei der Welturaufführung, mit der Streicher des Orchesters der Hermannstädter Staatsphilharmonie unter der Stabführung von Valentin Doni das Konzert eröffneten, handelte es sich um die Komposition ,,Flori de câmp“ des Kronstädter Komponisten Ulpiu Vlad. Lautmalerisch ausgefeilt suggeriert der Komponist die Zerbrechlichkeit der Feldblumen.Weiterlesen

Ein musikalischer Brückenbauer

Professor Heinz Acker mit dem Johann-Wenzel-Stamitz-Preis 2020 ausgezeichnet

Ausgabe Nr. 2658

Der Laudator Dr. Dietmar Gräf, der Preisträger Prof. Heinz Acker, Hansjürgen Gartner von der KünstlerGilde und die Musikerinnen Julika Birke (Sopran) und Joo Yun Choi (Cello) stellten sich zum Abschluss der Feier zu einem Gruppenbild auf (v. l. n. r.).                          Foto: die Verfasserin

Der Hermannstädter Prof. Heinz Acker wurde am 8. Januar d. J. in der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim mit dem renommierten Johann-Wenzel-Stamitz-Preis 2020 ausgezeichnet. Dieser Preis der Esslinger KünstlerGilde e. V., ehemals „Ostdeutscher Musikpreis“, wird seit 1948 an Künstler für hervorragende Leistungen im Bereich der Musik verliehen, deren Werk und Wirken aus der Reflexion und im Austausch mit der deutschen Musik im östlichen Europa entstanden ist, die dieses Kulturgut weiter pflegen und der Völkerverständigung und Toleranz dienen. (Auch die Siebenbürger Dieter Acker, Hans Peter Türk, Hans Eckart Schlandt und die rumänische Komponistin Violeta Dinescu sind Träger dieses Preises.)Weiterlesen

Die Chemie stimmte

Neujahrskonzert der Hermannstädter Staatsphilharmonie

Ausgabe Nr. 2656

Temperamentvolle Tanzeinlagen boten Laura Daganzo Morales (links) und Carlos Vilan.                                                                    Foto: Artografica

Beim diesjährigen Neujahrskonzert der Hermannstädter Philharmonie konnten die Anwesenden buchstäblich erleben, wie wichtig es ist, dass zwischen Dirigent und Orchester die sprichwörtliche ,,Chemie“ stimmt. An allen drei Abenden – am 9., 10. und 11. Januar – war das spürbar.

Der in Argentinien geborene Dirigent Tulio Gagliardo, der zurzeit Musikdirektor des Opern- und Balletttheaters in Izmir/Türkei ist, hatte mit dem Orchester, den beiden Gesangsolisten und den beiden Tänzern ein abwechslungsreiches Programm einstudiert, bei dem auch das Publikum ab und zu aufgefordert wurde, mitzumachen. So geschehen bei der Arie aus ,,Les filles de Cadix“ von Leo Delibes, wo das Publikum als Chor fungieren durfte. Gagliardo scherzte sogar: ,,Wenn es nicht klappt, kommen alle morgen um 7 Uhr morgens zur Probe.“Weiterlesen

Quoting Beethoven

Kompositionswettbewerb ausgeschrieben

Ausgabe Nr. 2656

Beethoven, unser Zeitgenosse! 2020 feiern wir den Autor der berühmtesten musikalischen Phrase aller Zeiten, den klassischen Komponisten, dessen Werke weltweit nach wie vor am häufigsten aufgeführt werden. Anlässlich des 250. Geburtstags von Ludwig van Beethoven fordern das Goethe-Institut Bukarest, das Österreichische Kulturforum, die Klangwoche und die Nationale Hochschule für Musik in Bukarest die Musikerinnen und Musiker sowie jungen Künstlerinnen und Künstler auf, sich  unter dem Motto ,,Quoting Beethoven“ von der Arbeit des absoluten ,,Stars“ der klassischen Musik inspirieren zu lassen, sie neu zu interpretieren und auf die heutige Zeit zu beziehen.Weiterlesen

Ein regelrechter Konzertereigen

Streiflichter aus der (musikalischen) Adventszeit in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2654

Gleich zweimal führte der Hermannstädter Bachchor gemeinsam mit einem Instrumentalensemble und Solisten unter der Leitung von Musikwart Jürg Leutert (rechts außen) den ersten Teil des Oratoriums ,,Der Messias“ von Georg Friedrich Händel am Sonntag in der reformierten Kirche auf.                                             Foto: Fred NUSS

Ein regelrechter Konzertereigen fand und findet in Hermannstadt in der Vorweihnachtszeit statt: Von Adventsvespern über die Aufführung von Händels ,,Der Messias“ zu Weihnachtskonzerten der Theologiestudierenden, der Bruken-
thalschülerinnen und -schülern gab es alles. Am 4. Adventssonntag, den 22. Dezember, 18 Uhr, beschließt ein Offenes Singen im Gemeindesaal der evangelischen Kirchengemeinde A. B. in Hammersdorf diese musikalische Wohltat.
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Wenig bekannte Aspekte eines Bekannten

Zwei von Beethovens Cellosonaten erklangen im Spiegelsaal des DFDH

Ausgabe Nr. 2651

 

Makcim Fernandez Samodaiev und Monica Florescu.
Foto: Beatrice UNGAR

Im kommenden Jahr gibt es einen großen Geburtstag zu feiern: Einer der populärsten und bekanntesten Komponisten überhaupt wurde dann  vor 250 Jahren in Bonn geboren. Mit 22 Jahren zog er in das wichtige musikalische Zentrum der Zeit: nach Wien, wo er bis zu seinem Tod 1827 wohnen blieb – auch wenn der unstete Geist innerhalb der Stadt unzählige Male das Domizil wechselte.Weiterlesen

Jazz für alle Sinne

Jubiläumsauflage des Hermannstädter Jazz-Wettbewerbs

Ausgabe Nr. 2648

Die Gewinnerband Josiah Woodson & Quintessentiel und die beste Gesangssolistin Anaïs del Sordo beim Galakonzert am Sonntag.                                   Foto: Fred NUSS

Bei der 40. Auflage des internationalen Jazz-Wettbewerbs für Nachwuchsmusiker, der am Wochenende im Thalia-Saal über die Bühne gegangen ist, wurde wieder einmal bestätigt: Die Wiege des Jazz liegt in den Vereinigten Staaten von Amerika. Als Sieger ging nämlich die Band Josiah Woodson & Quintessentiel hervor, mit dem US-amerikanischen Musiker Josiah Woodson an der Spitze.Weiterlesen