Musik mit einer Botschaft

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HZ-Gespräch mit ESC-Dritter Alexandra Căpitănescu

Ausgabe Nr. 2962

Das Highlight des Focus Festivals war der Auftritt der ESC-Dritten Alexandra Căpitănescu (im Bild mit E-Gitarrist Bogdan Stoican) mit ihrer Band am ersten Festivalstag. Foto: Cynthia PINTER

Vor ihrem Auftritt beim „Focus in the Park”-Festival in Hermannstadt sprach die Band um Alexandra Căpitănescu mit HZ-Praktikantin Cristina B r i s c a n über ihre Verbindung zur Stadt, ihre musikalischen Einflüsse und die Erfahrungen, die sie beim Eurovision-Vorentscheid gesammelt hat. Zur Band gehören Alexandra Căpitănescu (die Sängerin), Bogdan Stoican (der Gitarrist), Matei Mihail Cohal (der Bassgitarrist), Thomas Circotă (der Keyboarder) und Luca-Alexandru Sofron (der Schlagzeuger).

Seid ihr schon einmal in Hermannstadt gewesen?

Căpitănescu: Ja, ziemlich oft sogar. Da können wir auch gleich die Verbindung zum Eurovision Song Contest herstellen. Bogdan hat früher mit einer Band aus Hermannstadt gespielt, bevor er Teil dieses Projekts wurde. Sie traten beim ARTmania Festival auf, und direkt nach ihnen spielte die serbische Band Lavina, gegen die wir dieses Jahr beim Eurovision-Vorentscheid angetreten sind.

Was denkt ihr über das Publikum in Hermannstadt?

Căpitănescu: Das Publikum hier ist großartig. Wir haben schon oft gesehen, dass die Menschen wirklich mitgehen. Es gibt ein junges Publikum, was für die Rockszene und die Musikindustrie etwas sehr Positives ist. Wir hoffen, dass es in Hermannstadt noch viele weitere Konzerte geben wird.

Welche Künstler haben euch inspiriert?

Căpitănescu: Jeder von uns hört unterschiedliche Musik, weshalb es in unserer Band viele verschiedene musikalische Einflüsse gibt. Ich höre vor allem Pop, Rock und Metal, die anderen alles in Richtung Metal, aber auch Jazz oder klassische Musik.

Gibt es ein Lied, das euch emotional besonders fordert?

Căpitănescu: Für mich ist es „Doi Imperfecți“ („Zwei Unvollkommene“), ein Lied, das noch nicht veröffentlicht wurde. Es fällt mir schwer dieses Lied zu singen, weil eine sehr persönliche und schöne Geschichte dahintersteckt. Jedes Mal werde ich emotional. Jeder Song trägt eine Botschaft in sich, und ich denke, genau das macht unsere Musik besonders.

Welchen Eindruck möchtet ihr mit eurer Musik hinterlassen?

Căpitănescu: Vor allem möchten wir Musik machen, die im Gedächtnis bleibt und echte Gefühle vermittelt – ohne etwas Künstliches oder Aufgesetztes. Die Menschen sollen nach unseren Konzerten nicht nur die Show in Erinnerung behalten, sondern auch die Botschaft, die wir vermitteln wollten.

Welchen Einfluss hatte die Eurovision-Erfahrung auf euch als Band?

Căpitănescu: Vor allem hat sie uns als Gruppe enger zusammengeschweißt. Wir sind uns heute viel näher und fühlen uns wirklich wie eine Band im eigentlichen Sinn des Wortes.

Außerdem hat uns die Teilnahme viele Türen geöffnet – neue Konzerte, neue Möglichkeiten, aber auch unter Druck gesetzt, schnell gute Musik zu liefern. Genau das brauchten wir, um in der professionellen Musikbranche anzukommen. Es war eine wichtige und wunderschöne Erfahrung, die uns viele Jahre nach vorne gebracht hat.

Was sollte sich an eurer Band niemals ändern – unabhängig von Erfolg oder Bekanntheit?

Căpitănescu: Die Verbindung zwischen uns. Unsere Freundschaft, unser Humor und unsere lockere Art. Wir sind authentisch. Natürlich hören wir auf die Menschen, die uns nahestehen, aber gleichzeitig folgen wir unserem Herzen. Das hat uns bis hierher gebracht.

Habt ihr schon Pläne für die Zukunft?

Căpitănescu: Natürlich. Im Moment konzentrieren wir uns auf unsere Konzerte und Tourneen in Rumänien und im Ausland. Außerdem arbeiten wir an neuer Musik und an einem größeren musikalischen Projekt mit Liedern auf Rumänisch und Englisch.

Vielen Dank für das Gespräch und alles Gute!

Anmerkung der Redaktion: Der Auftritt beim Focus in the Park-Festival zeigte einmal mehr, warum die Band in kurzer Zeit viele neue Fans gewinnen konnte. Mit ehrlicher Musik, starken Emotionen und einer engen Verbindung untereinander überzeugten die Musiker das Hermannstädter Publikum. Nach Eurovision ist für die Band die Reise noch lange nicht zu Ende, weil neue Konzerte und neue Lieder bereits in den Startlöchern sind.

 

Veröffentlicht in Aktuelle Ausgabe, Musik, Persönlichkeiten.