Geteilte Osterfreude in Stadt und Land

Ausgabe Nr. 2954

Kurzberichte zu Veranstaltungen an den beiden Osterwochenenden

Das Eierschippeln auf der Michelsberger Burg gehört am Ostermontag nicht nur für die evangelische Kirchengemeinde zu einem festen Termin im Jahr. Nach der Andacht in der romanischen Basilika, gehalten von den Pfarrern László Zorán Kézdi und Stefan Cosoroabă, machten alle begeistert mit. Foto: Beatrice UNGAR

„Eine einmalige Tradition” (O tradiție unică) titelte die Hermannstädter Tageszeitung Tribuna am 7. April den Bericht über das traditionelle Eierschippeln im Hof der evangelischen Kirche in Neppendorf am Ostermontag. Wahrscheinlich hatte jemand den Reporter auf die Schippe nehmen wollen, denn einmalig ist dieser Brauch mitnichten. In Michelsberg wurde auch geschippelt was das Zeug hielt, sogar Erwachsene machten mit. Dabei gingen fast alle hartgekochten bunt bemalten Eier zu Bruch, die auf die Burg gebracht worden waren. Im Folgenden gibt es mehrere Kurzberichte über das österliche Treiben in und um Hermannstadt:

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Heimat ohne Grenzen

Erinnerungen an ein bewegendes Wochenende

Der Trachtenumzug beim Großen Sachsentreffen 2024 führte auch durch die Wiesengasse, wo sich die HZ-Redaktion befindet. Unser Bild: Die Gruppe der Schönauer Heimatgemeinschaft (HOG) mit Hans Gärtner (Bildmitte) an der Spitze, der als Vorsitzender des HOG-Verbands gemeinsam mit dem damaligen Vorsitzenden des Siebenbürgenforums, Martin Bottesch, das erste Große Sachsentreffen 2017 initiiert hatte. Gärtner hat auch den Vorschlag gemacht, das Sachsentreffen 2026 am 19. und 20. September in Schönau zu organisieren. Foto: Beatrice UNGAR

Historische Aufnahmen aus Siebenbürgen in schwarz-weiß, hinterlegt mit traditioneller Musik. So startet der Film „Heimat ohne Grenzen“, der auf das Große Sachsentreffen 2024 in Hermannstadt zurückblickt, das unter dem gleichnamigen Motto gestanden hat. Nachdem im Rahmen des jährlichen Sachsentreffens in Zeiden bereits ein erster Einblick in den Film präsentiert wurde, wurde nun die Premiere der finalen Fassung am 8. April im Spiegelsaal des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt gefeiert. Ehrengäste waren der Beauftragte der deutschen Bundesregierung für Aussiedlerfragen und Nationale Minderheiten, Dr. Bernd Fabritius, der Unternehmer Michael Schmidt, der den Film in Auftrag gegeben hat und mit seiner Michael Schmidt-Stiftung als Hauptsponsor beim Sachsentreffen sowie als Hauptpartner beim Erstellen des Films fungiert hat, und der Geschäftsführer des Veranstalters und Unterstützers, des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien, Benjamin Józsa.

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Trotz Kürzungen „Niemand muss gehen”

Bilanz 2025 und Pläne für 2026 des ASTRA-Museums wurden vorgestellt

Ausgabe Nr. 2944

Blick auf den zugefrorenen See mitten im ASTRA-Freilichtmuseum bei einem Spaziergang Mitte Januar 2026.                          
Foto: Beatrice UNGAR

Der Manager des ASTRA-Museums, Ciprian Ștefan, stellte in einer Pressekonferenz die Bilanz des Jahres 2025 und die Pläne für 2026 vor. Die Ergebnisse des Vorjahres übertrafen die Erwartungen, doch wegen den angekündigten Kürzungen und Sparmaßnahmen konzentriert sich das Managementteam dieses Jahr darauf, die Gehälter und den obligatorischen Betrieb des Museums zu decken. Unter anderem ist die Organisation von Festivals wie Vin Fest, Guitar Meeting und Astra Rock ungewiss.Weiterlesen

,,Vom Werden und Bestehen in flüchtiger Zeit“

30 Jahre Rumänisch-Deutsche Kulturgesellschaft in Hermannstadt gefeiert
Ausgabe Nr. 2938

Bei der Festlichkeit im Festsaal des Hochmeisterschen Hauses sprachen DKH-Leiterin Ana-Maria Daneș, Konsulin Wiebke Oeser, Joachim Wittstock, Dr. Paul-Jürgen Porr, Botschafter a. D. Ralf Breth, die Vorstandsmitglieder Dr. Andreea Dumitru-Iacob und Dr. Ioana Crețu sowie Prof. Dr. Gerhard Konnerth (v. l. n. r.).    
Foto: Beatrice UNGAR

„Vom Werden und Bestehen in flüchtiger Zeit“ titelte Joachim Wittstock seine Lesung im Rahmen der Jubiläumsfeier zu 30 Jahren seit der Gründung der Rumänisch-Deutschen Kulturgesellschaft Hermannstadt, die am 15. November im Festsaal des Deutschen Kulturzentrums Hermannstadt stattgefunden hat. Vom Werden und Bestehen war auch die Rede in dem ausführlichen und stimmungsvollen Vortrag von Prof. Dr. Gerhard Konnerth, der als damaliger Dekan der Sprachenfakultät der Hermannstädter Lucian Blaga-Universität zu den Gründungsmitgliedern der Rumänisch-Deutschen Kulturgesellschaft gehörte. Weiterlesen

Weicher aber trotzdem präziser Ton

Zweites Konzert im Rahmen des Enescu-Festivals in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2928

Alexandra Silocea, Patricia Nolz und Laëtitia Eïdo (v. l. n. r.) ernteten begeisterten Applaus.                                                             Fotos: Beatrice UNGAR

„Klimt meets Bösendorfer”: Ein rätselhafter Titel für ein Konzert, der sich aber schnell als passendes Motto entpuppt. Nachdem wegen des schlechten Wetters das zweite Konzert des Enescu-Festivals aus dem Innenhof des Brukenthalpalais in den Thaliasaal verlegt worden war, füllte sich dieser doch recht schnell mit interessierten Besuchern, die gespannt darauf warteten, was sich hinter dem angekündigten Titel verbirgt. Weiterlesen

Auftakt mit Klezmer

Beim 21. ProEtnica-Festival in Schäßburg

Ausgabe Nr. 2927

Unter tosendem Applaus des Publikums betrat am ersten Abend die Schauspielerin und Sängerin Maia Morgenstern die Bühne am Schäßburger Burgplatz und begeisterte gemeinsam mit der Bucharest Klezmer Band mit einem energiegeladenen Auftritt. Foto: Tobias JARITZ

Mit Tänzen, Musik und einem mitreißenden Klezmer-Konzert hatte am Mittwoch, den 27. August, in Schäßburg die 21. Auflage des ProEtnica-Festivals begonnen. Fünf Tage lang präsentierten 22 Volksgruppen aus ganz Rumänien ihre Kultur in der historischen Altstadt und setzten ein starkes Zeichen für Vielfalt und Dialog.Weiterlesen

Zwischen Kirchenburgen und Kinderlachen

Streiflichter von der 13. Auflage der Haferland-Kulturwoche

Ausgabe Nr. 2923

Vor imposanter Kulisse in Arkeden eröffnete die Jugendblaskapelle Kronstadt die 13. Haferland-Kulturwoche.                              Fotos: Tobias JARITZ

Mit festlichem Auftakt in Arkeden und einem vielfältigen Programm hat die 13. Haferland-Kulturwoche erneut Tausende begeistert. Vom 31. Juli bis 3. August verwandelte sich das Haferland in eine Bühne für Musik, Tanz, Handwerk und lebendige siebenbürgisch-sächsische Tradition. Ein besonderer Höhepunkt war die Wanderung zur imposanten Fluchtburg von Keisd.Weiterlesen

Vielfalt nicht nur gastronomisch

Erfolgreiche zehnte Auflage des Astra Multicultural Festivals im Freilichtmuseum

Ausgabe Nr. 2921

Bei der Ankunft der ersten Kanufahrerinnen und -fahrer beim Anleger neben dem Gehöft aus Mahmudia.
Foto: Lukas STOIA-HELTMANN

350 Kunsthandwerker, Musikanten, Tänzerinnen und Tänzer, Köchinnen und Köche aus der ungarischen und der Roma-Gemeinschaft sowie Betreiber von so genannten „Puncte Gastronomice Locale” (lokale gastronomische Zentren) aus ganz Rumänien konnten die rund 6400 Besucherinnen und Besucher beim Astra Multicultural Festival der kulturellen Vielfalt erleben, dessen zehnte Auflage vom 18. bis 20. Juli im ASTRA-Freilichtmuseum im Jungen Wald stattgefunden hat. Am ersten Tag fand auch eine Konferenz zum Thema „Die lokalen gastronomischen Zentren – Bewahrer kreativer Traditionen” statt, bei der die bessere Vernetzung dieser Kleinbetriebe im Vordergrund stand.Weiterlesen

Strawinsky-Abend

Ausgabe Nr. 2914

Einen Strawinsky-Abend bietet als erste Premiere des Jahres das Hermannstädter Balletttheater heute, Freitag, den 13. Juni, 19 Uhr, auf der Bühne des „Ion Besoiu”-Kulturzentrums. Aufgeführt werden in der Choreographie von Marcello Algeri „Le sacre du Printemps” und „Der Feuervogel”. Foto: Ovidiu MATIU

Neue Interimsleitung am Brukenthalmuseum

Ausgabe Nr. 2912

Dr. Raluca Teodorescu ist seit Anfang des Monats die neue Leiterin ad interim des Brukenthalmuseums und löst den bisherigen vorläufigen Direktor Alexandru Chituță ab, der drei Jahre lang dieses Amt bekleidete. Damit ist die erste Frau in der Geschichte des Museums an die Spitze des Brukenthalmuseums gewählt worden. Dr. Raluca Teodorescu ist 44 Jahre alt und ist von Beruf Archäologin und seit über 20 Jahren als Museographin im Brukenthalmuseum tätig. Sie sagt: „Ich habe ganz unten angefangen, als Referentin, und habe mich zur Museographin hochgearbeitet, dann zur Abteilungsleiterin im Geschichtsmuseum, später zur Leiterin der Abteilung für Geschichte und Naturgeschichte. Und seit Anfang Mai, bin ich für zwei Monate Museumsleiterin.“ Ihr Mandat läuft bis Anfang Juli, kann jedoch verlängert werden, bis die Stelle erneut ausgeschrieben wird. Unser Bild: Stadtpfarrer Kilian Dörr als Vertreter des Eigentümers des Brukenthalmuseums (die Evangelische Kirchengemeinde A. B. Hermannstadt) und Dr. Raluca Teodorescu bei ihrer ersten Pressekonferenz am 7. Mai. Foto: Cynthia PINTER