Flaviu Stoica verstorben

Ausgabe Nr. 2846

 

Die Hermannstädter Basketballszene trauert: Vor kurzem ist Flaviu Stoica, der Gründer des späteren Erstligisten BC CSU Sibiu im Alter von 80 Jahren gestorben. Flaviu Stoica hatte 1971 die Herrenmannschaft Olimpia Sibiu gegründet und als Trainer geleitet. 1977 ist die Mannschaft in die A-Liga aufgestiegen. 1990 zog der inzwischen Verstorbene sich zurück, gründete aber die Sportfakultät an der Lucian Blaga-Universität und verpasste kaum ein Spiel in der Transilvania-Halle. Unser Bild: Bei der Sportgala des Hermannstädter Kreisrats im Jahr 2020 wurde Flaviu Stoica (Bildmitte) für sein Lebenswerk geehrt, es gratulierten die damaligen stellvertretenden Kreisratsvorsitzenden Christine Manta-Klemens (links) und Marcel Luca.             Foto: Kreisrat Hermannstadt

Marburger Helferinnen ausgezeichnet

Ausgabe Nr. 2844

Die Lebensbedingungen von Kindern und älteren Menschen aus ärmsten Verhältnissen zu verbessern, das ist das Ziel des Vereins „Hilfe für Hermannstadt/Sibiu” in Marburg, Hermannstadts Partnerstadt, den Carola von Winterfeldt und Ursula von Urff gemeinsam vor 18 Jahren gegründet haben. Für ihr außerordentliches Engagement wurden sie vor kurzem ausgezeichnet: Carola von Winterfeldt (links) mit dem Historischen Stadtsiegel Marburgs und Ursula von Urff (rechts) mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen, die ihnen Oberbürgermeister Dr. Thomas Spiess im Rathaus in Marburg überreichte. Foto: Thomas RÖSSER, I A. der Stadt Marburg

Neuer Ehrenbürger

Ausgabe Nr. 2844

Der Rektor der Nicolae Bălcescu”-Militärakademie der Bodentruppen Hermannstadt (AFT) und Kommandant der Hermannstädter Garnison, Brigadegeneral Prof. Dr. Ing. Ghiță Bârsan (links) nahm am 24. November d. J. von Bürgermeisterin Astrid Fodor (rechts) im Rahmen einer Feierstunde im Rathaus am Großen Ring die Insignien eines Ehrenbürgers der Stadt Hermannstadt entgegen. Der am 1. April 1965 in Umbrărești im Kreis Galatz geborene neueste Ehrenbürger ist Ingenieur für Militärtechnik, seit dem 24. Januar 2011 Rektor der AFT und erwies sich, so Bürgermeisterin Fodor, stets als zuverlässiger und vertrauenswürdiger Kooperationspartner für die Projekte der Stadt.                                                  Foto: Pressestelle der Stadt

 

Ein Grenzgänger und Querdenker

Gedenkveranstaltung zum 100. Geburtstag von Prof. Dr. Paul Philippi

Ausgabe Nr. 2843

Sein Vater habe schön sauber in kleiner Schrift in den jeweiligen Pfarrerkalender seine Termine Tag für Tag eingetragen, so dass man heute genau nachlesen könne, was er jeweils als wichtig befunden hat. Dies erzählte Sohn Lukas Philippi bei der Gedenkveranstaltung zum 100. Geburtstag des Theologen, Politikers und Historikers Paul Philippi am Dienstag, dem 21. November, im Spiegelsaal des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt. Weiterlesen

Ein wacher Geist

Der erste HZ-Chefredakteur Ewalt Zweyer ist tot

Ausgabe Nr. 2842


Ewalt Zweyer (mit HZ) und seine Tochter Ute Hellmuth-Zweyer bei der Feier zum 55. Gründungsjubiläum der HZ im Spiegelsaal des DFDH am 25. Februar 2023.                                                                                   Foto: Laura MICU

Ein wacher Geist bis zuletzt, interessiert am Weltgeschehen und überhaupt, so habe ich Ewalt Zweyer erlebt. Zuletzt war er Mitte Oktober d. J. mit seiner Tochter Ute per Bahn in Hermannstadt angereist, um bei dem Astrafilm-Festival dabei zu sein. Am 7. November d. J. hat sein Herz aufgehört zu schlagen. 24 Stunden davor habe er die aktuelle Ausgabe der HZ vom 3. November, die ihm seine Tocher Ute aus Hermannstadt nach Zorneding bei München gebracht hatte, gelesen.

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Ein mitreißender Redner und Prediger

Zum Buch von Christian Hermann über seinen Großvater Pfarrer Alfred Herrmann

Ausgabe Nr. 2838

Christian Herrmann:   „Kein Mensch kann sich dieser Macht entziehen“ – Alfred Herrmann, Pfarrer und Sozialdemokrat 1888-1962, mit einem Geleitwort von Prof. Dr. Ulrich Andreas Wien und Beiträgen von Prof. Dr. Hermann Pitters, Honterus Verlag Hermannstadt 2023, 208 Seiten, ISBN 978-606-008-133-3.

Vor mir liegt, ganz neu im Honterus Verlag in Hermannstadt erschienen, das Buch über den ehemaligen Hermannstädter Stadtpfarrer und Bischofsvikar Alfred Herrmann (1888-1962). Im großen Querformat ist auf dem Umschlag die Abbildung des Ölportraits von Hans Eder zu sehen, das den Protagonisten an seinem 50. Geburtstag (damals noch als Stadtpfarrer von Bukarest) darstellt. Locker sitzt er da, die für ihn obligate Zigarette in der Hand. Doch das Wichtigste sind die Augen, die den hohen Intellekt, den Weitblick und die Entschlossenheit der Persönlichkeit Herrmanns einfangen. Er war ein brillanter, mitreißender Redner und Prediger, ein vielseitig gebildeter Mann und ein sehr einfühlsamer Seelsorger. Das alles hat Hans Eder hier im Blick eingefangen. Weiterlesen

Uneigennütziges gesellschaftliches Wirken

Laudatio auf Paul Niedermaier – Empfänger der Honterusmedaille 2023

Ausgabe Nr. 2837

Prof. Dr. Paul Niedermaier bei seiner Dankesrede.   Foto: Cynthia PINTER

Die Honterusmedaille, mit der das Siebenbürgenforum und die Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien verdienstvolle Persönlichkeiten ehrt, wurde beim 33. Sachsentreffen in Keisd dem Städtehistoriker Prof. Dr. Paul Niedermaier verliehen. Lesen Sie im Folgenden die Laudatio auf Paul Niedermaier:Weiterlesen

Koordinaten einer Lebensleistung

Eine Annäherung an die Volkskundlerin und Museologin Raymonde Wiener

Ausgabe Nr. 2836

Raymonde Wiener (1930-2023).                     Foto: Archiv der Familie Dörr

Am 18. September 2023 verstarb in Hermannstadt in ihrem 93. Lebensjahr die langjährige Leiterin der Volkskundeabteilung am Brukenthalmuseum, Raymonde Wiener. Drei Jahrzehnte lang war sie maßgeblich an dem Ausbau der Sammlungen beteiligt, hat deren Profil inhaltlich geschärft und sich gleichzeitig für die Professionalisierung der musealen Ausstellungstätigkeit landesweit eingesetzt. Als herausragende Persönlichkeit in der Museologie war sie für Generationen junger Museologen und Wissenschaftler auf dem Gebiet der Materialforschung im Bereich Textilien und Trachten ein Vorbild, ihr Wirken auf dem Gebiet musealer Präsentation für viele von uns prägend. Auch hat sie, die in der Volkskultur und den Sprachen aller siebenbürgischen Ethnien beheimatet war, ihren Schützlingen am Museum den Blick auf die interdisziplinäre wie Ethnien übergreifende Ausrichtung der Forschung gelenkt. Das alles geschah in einer Zeit ideologisch-kommunistischer Zwänge und Kontrollwahns, der Marginalisierung ethnischer Minderheiten. Sie wusste all diese Anfeindungen meist erfolgreich zu umgehen, um den jungen Kollegen ihrer Abteilung den Anschluss an die europäische Forschung und deren Standards zu gewährleisten.Weiterlesen

Martin Bottesch zum 70.

Eine persönliche und freundschaftliche Gratulation

Ausgabe Nr. 2835

Martin Bottesch (links) feierte seinen 70. Geburtstag am 27. September im Spiegelsaal des DFDH, ihm gratulierte auch die stellvertretende Generalschulinspektorin Rodica Țălnariu.                                 Foto: Beatrice UNGAR

Wenn ich Martin Bottesch in vier Worten charakterisieren müsste, würde ich folgende wählen:

Korrektheit, Gründlichkeit, Konsequenz und Bescheidenheit.

Vielen ist er als Schulmann bekannt, von den Schülern wegen seinen didaktischen Fähigkeiten geliebt und gelobt, von den Mathematiker-Kollegen äußerst geschätzt. Aber vielen ist unbekannt, dass die Fortbildungsstätte für Lehrer in Mediasch zum großen Teil ihm zu verdanken ist und erstrecht die Tatsache, dass unsere Lehrer aus dem Bundeshaushalt jährlich finanziell bezuschusst werden.Weiterlesen

Zu berichten gäbe es für ihn genug

Dorfschreiberpreis 2023 in Katzendorf posthum an Heinrich von Wlislocki verliehen

Ausgabe Nr. 2835

Heinrich von Wlislocki.

Der diesjährige Dorfschreiberpreis wurde am 16. September 2023 im Garten des evangelischen Pfarrhauses zu Katzendorf/Cața verliehen. Eingebettet in ein Wochenende voller kultureller Aktivitäten sollten die diesjährigen Feierlichkeiten von besonderer Qualität sein – nicht nur, aber wohl auch, weil sie voraussichtlich zum letzten Mal stattgefunden haben. Weiterlesen

Geistiger und geistlicher Mittelpunkt

Der Pfarrer und Schriftsteller Eginald Schlattner feierte seinen 90. in Rothberg

Ausgabe Nr. 2834

Gruppenbild mit Geistlichen und Tochter (v. l. n. r.): Dechant Dietrich Galter, Pfarrer Michael Reger, Pater Georg Sporschill, Pfarrerin Angelika Beer, Bischof Reinhart Guib, Pfarrer Eginald Schlattner, Sabine Maya Schlattner, Altbischof Dr. Christoph Klein, Pfarrerin Hildegard Servatius-Depner, Pfarrer Gerhard Servatius-Depner, Pfarrer Klaus Martin Untch und Stadtpfarrer Kilian Dörr. Foto: Beatrice UNGAR

Dem Anlass entsprechend würdig war die dem Pfarrer und Schriftsteller Eginald Schlattner gewidmete Veranstaltung am 13. September d. J. in Rothberg. An diesem Tag wurde Schlattner 90 und er sagte u. a. in seinem Dankeswort im Anschluss an Gottesdienst und Festakt in der evangelischen Kirche, er habe nie gewusst, und wisse es auch heute nicht, was Gott von ihm wolle, aber er wusste es schon immer, was Gott von ihm nicht will. Abgeleitet habe er dies an der Inschrift über dem Eingang zur Kirche, die er 1989 auf einem alten Foto entdeckt und dann neu angebracht hatte: ,,Herr weise uns deinen Weg.“Weiterlesen

Erinnern für die Zukunft

Ein Meisterwerk: Der Roman ,,Brunnentore“ von Eginald Schlattner

Eginald Schlattner: Brunnentore. Roman. Pop Verlag Ludwigsburg 2023, Reihe Epik Bd. 138. 320 Seiten, ISBN 978-3-86356-399-8, 25 Euro/124 Lei. In Hermannstadt liegt das Buch in der Schiller-Buchhandlung und im Erasmus-Büchercafé auf.

„Brunnentore“ hat Eginald Schlattner sein jüngstes, bei Traian Pop Traian erschienenes Buch genannt. Es öffnet Welten des Erinnerns. Zu Räumen, die bis zum Rand voll sind von Ereignissen, findet der Autor immerzu einen neuen Schlüssel, um sie der Drohung, vergessen zu werden, zu entreißen und sie für die Jetztzeit ins Leben zu rufen. In den ersten programmatischen Sätzen lässt der Dichter den Grundton erklingen, der sich bis in die letzten Zeilen dieses erzählenden Meisterwerks mit an- und abschwellenden Klangfarben zieht.Weiterlesen