Zu berichten gäbe es für ihn genug

Dorfschreiberpreis 2023 in Katzendorf posthum an Heinrich von Wlislocki verliehen

Ausgabe Nr. 2835

Heinrich von Wlislocki.

Der diesjährige Dorfschreiberpreis wurde am 16. September 2023 im Garten des evangelischen Pfarrhauses zu Katzendorf/Cața verliehen. Eingebettet in ein Wochenende voller kultureller Aktivitäten sollten die diesjährigen Feierlichkeiten von besonderer Qualität sein – nicht nur, aber wohl auch, weil sie voraussichtlich zum letzten Mal stattgefunden haben. Weiterlesen

Geistiger und geistlicher Mittelpunkt

Der Pfarrer und Schriftsteller Eginald Schlattner feierte seinen 90. in Rothberg

Ausgabe Nr. 2834

Gruppenbild mit Geistlichen und Tochter (v. l. n. r.): Dechant Dietrich Galter, Pfarrer Michael Reger, Pater Georg Sporschill, Pfarrerin Angelika Beer, Bischof Reinhart Guib, Pfarrer Eginald Schlattner, Sabine Maya Schlattner, Altbischof Dr. Christoph Klein, Pfarrerin Hildegard Servatius-Depner, Pfarrer Gerhard Servatius-Depner, Pfarrer Klaus Martin Untch und Stadtpfarrer Kilian Dörr. Foto: Beatrice UNGAR

Dem Anlass entsprechend würdig war die dem Pfarrer und Schriftsteller Eginald Schlattner gewidmete Veranstaltung am 13. September d. J. in Rothberg. An diesem Tag wurde Schlattner 90 und er sagte u. a. in seinem Dankeswort im Anschluss an Gottesdienst und Festakt in der evangelischen Kirche, er habe nie gewusst, und wisse es auch heute nicht, was Gott von ihm wolle, aber er wusste es schon immer, was Gott von ihm nicht will. Abgeleitet habe er dies an der Inschrift über dem Eingang zur Kirche, die er 1989 auf einem alten Foto entdeckt und dann neu angebracht hatte: ,,Herr weise uns deinen Weg.“Weiterlesen

Erinnern für die Zukunft

Ein Meisterwerk: Der Roman ,,Brunnentore“ von Eginald Schlattner

Eginald Schlattner: Brunnentore. Roman. Pop Verlag Ludwigsburg 2023, Reihe Epik Bd. 138. 320 Seiten, ISBN 978-3-86356-399-8, 25 Euro/124 Lei. In Hermannstadt liegt das Buch in der Schiller-Buchhandlung und im Erasmus-Büchercafé auf.

„Brunnentore“ hat Eginald Schlattner sein jüngstes, bei Traian Pop Traian erschienenes Buch genannt. Es öffnet Welten des Erinnerns. Zu Räumen, die bis zum Rand voll sind von Ereignissen, findet der Autor immerzu einen neuen Schlüssel, um sie der Drohung, vergessen zu werden, zu entreißen und sie für die Jetztzeit ins Leben zu rufen. In den ersten programmatischen Sätzen lässt der Dichter den Grundton erklingen, der sich bis in die letzten Zeilen dieses erzählenden Meisterwerks mit an- und abschwellenden Klangfarben zieht.Weiterlesen

,,Mit außergewöhnlichem Engagement“

Ausgabe Nr. 2832
Dr. Klaus Fabritius wurde mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt

Botschafter Dr. Peer Gebauer (links) und Dr. Klaus Fabritius bei der Ordensverleihung. Foto: Deutsche Botschaft Bukarest

Das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland übergab Botschafter Dr. Peer Gebauer am 31. August 2023 an den 1942 in Hermannstadt geborenen Biologen Dr. Klaus Fabritius, Vorsitzender des Regionalforums Altreich. Die Verleihungszeremonie fand in der Residenz des Botschafters statt. Weiterlesen

Eine herausragende Persönlichkeit

Ausgabe Nr. 2832

Nachruf auf den Germanisten Prof. Dr. George Guțu (1944-2023)


George Guţu (1944-2023).

Der Gründer und langjähriger Präsident der Gesellschaft der Germanisten Rumäniens, Professor Dr. George Guțu, ist am 3. September 2023 verstorben. Durch seine Lehre und Forschung sowie durch sein organisatorisches Talent hat sich George Guțu als eine herausragende Persönlichkeit der rumänischen Germanistik etabliert. Sein unermüdlicher Einsatz für den Aufbau des Faches nach der politischen Wende in Rumänien hat sich in der Gründung von Einrichtungen niedergeschlagen, die von der germanistischen Landschaft Rumäniens nicht mehr wegzudenken sind. Weiterlesen

Wer wird Auslandsdeutsche des Jahres?

Ausgabe Nr. 2832

Jede und jeder können weltweit mitwählen bis zum 20. September 2023

Die Wahl zur „Auslandsdeutschen des Jahres“ findet 2023 zum vierten Mal statt. Es ist eine Gemeinschaftsaktion der deutschsprachigen Medien in aller Welt und mittlerweile der bedeutendste internationale Wettbewerb von und für Auslandsdeutsche. Dabei geht es nicht in erster Linie um Schönheit, sondern vor allem um das Engagement für die eigene Kultur.

In diesem Jahr haben vier Bewerberinnen die Endausscheidung erreicht – darunter eine Ukrainedeutsche, eine Deutschamerikanerin, eine Deutschkanadierin und eine Elsässerin aus Frankreich.Weiterlesen

Von der Welt und vom Sinn des Lebens

Ausgabe Nr. 2831

Ein Rückblick auf die Gestaltungskraft von Antje Schmidt-Classen


Antje Schmidt-Classen bei einem ihrer unzähligen Besuchen in dem Hermannstädter Taubstummenheim. Foto: Fred NUSS

Zu früh und zu schnell ist für uns alle, ganz besonders für uns, ihre jahrelangen Mitarbeiter, Freunde und Vertrauten, dieses Jubiläum der Ehrenbürgerin unserer Stadt gekommen. Viel mehr als diese Geburtstagsfeier sind uns jedoch die Feste ihres Wirkens, die Wunder ihrer Sprache und der Zusammenhang ihrer Gedanken gelegen, bewahrt als Wahrheiten ihrer Handlungen sowie als Einwirkungen des Einsatzes ihres im Januar 1991 gegründeten Vereins Paten des Taubstummenheims Hermannstadt / Rumänien e. V. Siegen und vollzogen in den Bedeutungsmöglichkeiten der Verträge, die Antje Schmidt-Classen geschlossen hat. Dies, bereits im Sommer 1991 mit dem Staatssekretariat für Behinderte in Bukarest und mit Unterstützung des Präfekten, mit dem Inspektorat für Behinderte in Hermannstadt, und einige Zeit darauf, am 24. Mai 1993, auch mit dem (rumänischen) Bildungsministerium.

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Stets bemüht, über den Tellerrand zu sehen

Interview mit Prof. Ilse Philippi/ Von Ruxandra STĂNESCU

Ausgabe Nr. 2829

Kuratorin Ilse Philippi heute in ihrem Büro.

Chemielehrerin, erste Frau im Landeskonsistorium der EKR, Kreisrätin, Leiterin des Handarbeitskreises, Kuratorin der Hermannstädter Kirchengemeinde, Leiterin des Schülerheims aber auch Mutter, Großmutter und Autorin – Prof. Ilse Philippi hat viel geleistet und initiiert. Oft waren es undankbare Aufgaben und oft gab es wenig Sichtbarkeit und Schätzung. Eine einfache Auflistung ihrer Tätigkeit würde den Rahmen dieser HZ-Seite sprengen. Zu ihrem 80. Geburtstag, den sie am 28. August im Kreise ihrer Familie feiern wird, wünscht ihr die HZ-Redaktion Gesundheit, Kraft und viel Lebensfreude.Weiterlesen

,,Jedes Wort weiß etwas vom Teufelskreis“

Schreiben als Erinnerung – Nobelpreisträgerin Herta Müller wurde 70

Ausgabe Nr. 2829

Herta Müller 2009 in Berlin.
Foto: Bernd WEIßBROD/ picture-alliance/ dpa

Die Nobelpreisträgerin Herta Müller gilt als eine der wichtigsten Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Sie erblickte am 17. August 1953 im banatschwäbischen Nitzkydorf das Licht der Welt, besuchte dort die Dorfschule und anschließend bis zu dessen Auflösung das „Zehner Gymnasium“ in Temeswar. Das letzte Schuljahr absolvierte Herta Müller auf dem Nikolaus-Lenau Gymnasium in Temeswar, studierte anschließend zwischen 1972-1976 Germanistik und Rumänistik an der Universität Temeswar. Ihr Studium schloss sie 1976 mit einer Arbeit über den siebenbürgischen Lyriker Wolf von Aichelburg ab. Weiterlesen

Mobilität und Kulturtransfer im Fokus

Wissenschaftliche Tagung zu Ehren des Historikers Dr. Konrad G. Gündisch

Ausgabe Nr. 2824

Gruppenbild der Teilnehmenden mit Konrad Gündisch auf der Terrasse des Elimheims.     Foto: Beatrice UNGAR

Unter dem Titel ,,Städtischer Raum. Merkmale von Mobilität und Kulturtransfer im spätmittelalterlichen Europa (1200-1500)“ haben der Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde und das Siebenbürgenforum in Zusammenarbeit mit dem Hermannstädter Forschungsinstitut für Geisteswissenschaften der Rumänischen Akademie und weiteren unten genannten Institutionen aus Anlass des bevorstehenden 75. Geburtstags, den der renommierte Mediävist Professor Dr. Konrad G. Gündisch am 25. Juli d. J. feiert, eine wissenschaftliche Tagung veranstaltet. Getagt wurde am 7. Juli in Heltau und am 8. Juli in Michelsberg. Weiterlesen

Mit der Kamera in den sächsischen Olymp

Dankesrede des mit dem Siebenbürgisch-sächsischen Kulturpreis geehrten Konrad Klein

Ausgabe Nr. 2823

Konrad Klein bei seiner Dankesrede in der St. Paulskirche.
Foto: Thomas ȘINDILARIU

In seiner Dankesrede vom 28. Mai 2023 in der St. Paulskirche in Dinkelsbühl aus Anlass der Verleihung des Siebenbürgisch-Sächsischen Kulturpreises im Rahmen des diesjährigen Heimattages der Siebenbürger Sachsen lässt Konrad Klein einige wichtige Stationen in seinem Leben Revue passieren. Wir drucken sie im Folgenden gerne vollständig ab, weil sie auch einen Blick in die Bilder- und Gedankenwelt des diesjährigen Preisträgers ermöglicht.Weiterlesen