Aus der Opferhaltung hinausfinden

Gespräch mit Walther Gottfried Seidner im Vorfeld dessen 80. Geburtstag

Ausgabe Nr. 2570

Walther Gottfried Seidner.
Foto: Ernst Gerhard SEIDNER

Der Schriftsteller und Pfarrer Walther Gottfried Seidner hat gestern seinen 80. Geburtstag gefeiert. Dazu wünscht die Redaktion der Hermannstädter Zeitung dem Jubilar alles Gute und Gesundheit. Im Folgenden veröffentlichen wir den zweiten Teil eines Interviews, dessen erster Teil in der Ausgabe Nr. 2555 vom 17. November 2017 zu lesen war. Das Gespräch führte die Germanistin Anne Türk-König am 25. Oktober 2017 in Vorbereitung für ihren Vortrag zum Thema „Kultureller Austausch anhand einer Novelle Walther Gottfried Seidners“, den sie in der Sektion „Forum junger ForscherInnen“ bei der Jahrestagung der Hermannstädter Germanistik gehalten hat, die am 24. und 25. November 2017 im Begegnungszentrum der Lucian Blaga-Universität Hermannstadt stattgefunden hat. Weiterlesen

„Ich bin ein glücklicher Mensch”

Der Fotoreporter Fred Nuss ist der neueste Ehrenbürger von Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2569

Der neueste Ehrenbürger der Stadt, der Fotoreporter Fred Nuss (links), präsentiert stolz den symbolischen Schlüssel der Stadt, den ihm zusammen mit der Ehrenbürgerurkunde Vizebürgermeisterin Corina Bokor (rechts) überreicht hatte.   Foto: Werner FINK

Die Leidenschaft für die Fotografie und der ausgezeichnete Orientierungssinn seiner Gattin Katharina machen sein „Erfolgsrezept“ aus, sagte der Hermannstädter Fotoreporter Fred Nuss bei der Feierstunde am Freitag im Rathaus, als er die Insignien eines Ehrenbürgers der Stadt Hermannstadt von Vizebürgermeisterin Corina Bokor überreicht bekam.

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Eine Bahnbrecherin

Ortrun Rhein wurde mit dem Walburgapreis 2018 geehrt

Ausgabe Nr. 2569

Am Sonntag feierte die evangelische Kirchengemeinde Heltau das traditionelle Walburgafest zu Ehren der Schutzpatronin der Kirche. In diesem Jahr wurde auch der Walburgapreis verliehen. Er ging an die Leiterin des Dr. Carl Wolff-Altenheims, Ortrun Rhein. Lesen Sie dazu unseren Bericht auf Seite 4. Unser Bild: Gruppenbild vor der Kirche (1. Reihe, v. l. n. r.): Dechant Hans-Bruno Fröhlich, Stadtpfarrer Zoran Kezdi, die Walburgapreisträgerin 2018 Ortrun Rhein und Laudatorin Rohtraut Barth. Foto: Beatrice UNGAR

Am Sonntag, dem 4. März, war es wieder soweit. Die evangelische Kirchengemeinde in Heltau feierte zum dreizehnten Mal das Walburgafest, das der Schutzpatronin der im 12. Jahrhundert von den damals katholischen deutschen Siedlern gebauten Kirche gewidmet ist, der Heiligen Walburga. Der Stichtag ist der 25. Februar. Weiterlesen

Voller Tatendrang

Annemarie Podlipny-Hehn wurde 80

Ausgabe Nr.2568

Annemarie Podlipny-Hehn.

Voller Tatendrang feierte am 20. Februar d. J. die Banater Deutschlehrerin, Schriftstellerin, Kunsthistorikerin und Journalistin Annemarie Podlipny-Hehn ihren 80. Geburtstag in Temeswar. Die Jubilarin arbeitet nämlich an einer Monographie des Banater Künstlers Josef Ferenczy (1866-1925).Weiterlesen

„Wir standen vor dem Nichts”

Interview mit Ex-Chefredakteur Georg Scherer

Ausgabe Nr. 2567

Vier Chefredakteure der HZ 1989 an einem Tisch (v. l.): Beatrice Ungar (ab 2005), Horst Weber (1996-2005), Josef Eckenreiter (1974-1978), Georg Scherer (1979-1996), rechts Redakteurin Gerhild Buchfelner.

„50 Jahre alt wird die Hermannstädter Zeitung am 25. Februar und 28,5 Jahre habe ich an ihrem Erscheinen mitgewirkt”, erinnert sich Georg Scherer. 17 Jahre davon, genauer gesagt vom 1. November 1979 bis zum 1. Juli 1996 war er Chefredakteur, dann war er bis zum 1. April 2009 stellvertretender Chefredakteur. Ihm ist es vor allem zu verdanken, dass die Zeitung die Wende überstanden hat. In seinem Wohnzimmer in Hermannstadt, wo im Dezember 1989 die erste freie Hermannstädter Zeitung zusammengestellt wurde, während draußen noch Schüsse fielen, sprach er am Montag, den 19. Februar d. J., mit HZ-Redakteurin Ruxandra S t ă n e s c u.Weiterlesen

Beiträge von bleibendem Wert

Nachruf auf die siebenbürgische Mundartforscherin Anneliese Thudt (1927–2018)

Ausgabe Nr. 2565

Anneliese Thudt (1927-2018).

Anneliese Thudt wurde am 29. Mai 1927 in Mühlbach geboren. Nach dem Volksschulbesuch in Leschkirch (der aus Alzen stammende Vater war Rechtsanwalt in Leschkirch, die Mutter hier Lehrerin) und dem Gymnasialabschluss in Hermannstadt studierte sie zwischen 1947 und 1950 Germanistik und Rumänistik an der Philologiefakultät der Universität V. Babeş in Klausenburg. Mit Verlegung der Germanistik nach Bukarest setzte sie hier ihr Studium an der Fakultät für Fremdsprachen der Universität C.I. Parhon fort und beendete es 1951 mit abgelegtem Staatsexamen „für deutsche Sprache und Literatur“. Nach einer kurzen Tätigkeit (1951–1952) beim Neuen Weg, war sie dann zwischen 1953 bis 1956 als Deutschlehrerin an der Allgemeinschule in Leschkirch tätig und von 1956 bis 1959 vertretungsweise Deutschlehrerin an der Brukenthalschule in Hermannstadt.Weiterlesen

Den Cognac-Streich werde ich nie vergessen

Ein Leben auf der Bühne: Renate Müller-Nica im Gespräch
Ausgabe Nr. 2564

 

Renate Müller-Nica bei sich zu Hause, in der Friedenfelsgasse.
Foto: Cynthia PINTER

Sie ist die Grande Dame des Hermannstädter „Radu Stanca“-Theaters. Renate Müller-Nica wurde am 1. September 1953 in Hermannstadt geboren und arbeitet seit 1982 am Theater, was sie zur Dienstältesten macht. Sie war Gründungsmitglied und Geschäftsführerin der Deutsch-Rumänischen Kulturstiftung und Leiterin der Deutschen Abteilung des „Radu Stanca“-Theaters. Die meisten Hermannstädter kennen sie allerdings als die Seele des deutschsprachigen Theaters in Hermannstadt. Ihre Leidenschaft gab sie an ihren Sohn Radu-Alexandru Nica weiter, der als Regisseur erfolgreich tätig ist. Sie steht immer noch gerne auf der Bühne und wird Anfang März im Theaterstück „R.U.R.“ von Karel Čapek zu sehen sein.

Was Theater und die Schauspielkunst für sie bedeuten, darüber sprach Renate Müller-Nica mit der HZ-Redakteurin Cynthia P i n t e r.   Weiterlesen

„Ich bin ein alter Landler“

Gespräch über Siebenbürgen und Bukarest mit Hans Liebhardt (1934-2017)

Ausgabe Nr. 2563

Hans Liebhardt (1934-2017).
Foto: Christel WOLLMANN-FIEDLER

Der Nachlass des am 30. September 2017 verstorbenen Journalisten und Autors Hans Liebhardt konnte, laut einer Meldung der Literaturwissenschaftlerin Michaela Nowotnick Ende 2017 in das Zentralarchiv der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien (ZAEKR) übernommen werden. Liebhardt, am 30. Januar 1934 in Großpold geboren, war seit 1952 für die Redaktion des Neuen Wegs bzw. der Allgemeinen Deutschen Zeitung für Rumänien (ADZ) in Bukarest tätig und festes Mitglied des deutschsprachigen Rundfunks und Fernsehfunks in Rumänien. Der Privatnachlass Hans Liebhardts enthält Manuskripte in unterschiedlichen Bearbeitungsstufen, Fotografien sowie Dokumente wie Ausweise und Auszeichnungen. Neben Zeichnungen, u. a. von Roswith Capesius, mit der Liebhardt bis zu deren Tod im Jahr 1984 zusammenlebte, finden sich darin auch einige Widmungsexemplare.

Der Bestand wird laut Nowotnick nach der Erschließung durch das ZAEKR für die Forschung zugänglich sein.

Aus aktuellem Anlass, Hans Liebhardt würde am 30. Januar 2018 seinen 84. Geburtstag feiern, veröffentlichen wir im Folgenden ein Interview, das Hans Liebhardt am 17. September 2014 der Berliner HZ-Mitarbeiterin Christel W o l l m a n n – F i e d l e r in Bukarest gewährt hat.Weiterlesen

„Mein Herz will nach Hause…“

Christl Servatius Schullerus ist tot

Ausgabe Nr. 2561

Christl Servatius Schullerus, 1933 in Kronstadt geboren, hat Jahrzehnte lang in Hermannstadt als Religionslehrerin gewirkt und zusammen mit ihrem Gatten, Pfarrer Siegfried Schullerus Bibelkreise und Jugendstunden angeboten und damit viele junge Leute vor und nach der Wende geprägt. Am 27. Dezember 2017 ist Christl Servatius Schullerus gestorben. Aus ihrem Gedichtband Schritte zu Dir“ stammt das unten stehende Gedicht:Weiterlesen

„Eine freudige Überraschung“

Gespräch mit dem Deutschen Konsul Hans Erich Tischler

Ausgabe Nr. 2560

Besuch in der HZ-Redaktion: Konsul Hans Erich Tischler (links) im Gespräch mit HZ-Chefredakteurin Beatrice Ungar.
Foto: Cynthia PINTER

Seit August 2017 hat das Konsulat der Bundesrepublik Deutschland in Hermannstadt einen neuen Leiter. Hans Erich Tischler, geboren 1959 in Bad Godesberg, verheiratet, hat von 1979 bis 1982 seine Laufbahnausbildung für den Auswärtigen Dienst absolviert und ist seither im Auswärtigen Amt tätig. Hier seine bisherigen Stationen: Auswärtiges Amt Bonn (1982 – 1984), Botschaft Moskau (1984 – 1987), Botschaft Seoul (1987 – 1993), Botschaft Kairo (1993 – 1994), Generalkonsulat Saratow (1994 – 1997), Generalkonsulat Neapel (1997 – 2001), Auswärtiges Amt (2001 – 2002), Bundesinnenministerium (2002 – 2010), Botschaft Baku (2010 – 2013), Botschaft Pristina (2013 – 2017).

Konsul Hans Erich Tischler gewährte der HZ-Chefredakteurin Beatrice U n g a r kurz vor Jahreswechsel folgendes Interview:Weiterlesen