Aus der Sicht der Kunst

Der Kunsthistoriker Marius Joachim Tătaru ist tot

Ausgabe Nr. 2671

Marius Tătaru bei der Vernissage der Ausstellung Susanne Schunn im Siebenbürgischen Museum, Mai 2011.Foto: Werner SEDLER

Am 20. April vollendete sich viel zu früh das Leben eines Menschen, zu dessen fachlichem Werdegang und beruflichem Wirken die kunsthistorische Beschäftigung mit Bildwelten als eine überaus bestimmende und wesentliche Konstante gehörte: des Kunsthistorikers und langjährigen wissenschaftlichen Mitarbeiters des Siebenbürgischen Museums, Marius Joachim Tătaru.Weiterlesen

„Mehr erreicht, als zu erwarten war“

Unternehmer Andreas Huber vertritt seit 30 Jahren Liqui Moly in Rumänien

Ausgabe Nr. 2670

Der Unternehmer Andreas Huber, seines Zeichens auch Österreichischer Honorarkonsul für Siebenbürgen, (rechts) und sein Sohn Andreas Huber Junior – hier im Schauraum der Liqui Moly-Produkte – teilen sich die Geschäftsführung der Firma Limorom.                          Foto: Werner FINK

Der erfolgreiche Unternehmer Andreas Huber, ein gebürtiger Großauer, vermarktet seit 30 Jahren Liqui Moly-Produkte wie Motorenöle, Additive oder  Schmierstoffe in Rumänien. Inzwischen baute Huber auch das Autohaus Huber auf und wurde auch österreichischer Honorarkonsul in Hermannstadt. Eine ausgiebige Jubiläumsfeier konnte im Rahmen seiner Firma Limorom wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden, allerdings gewährte Huber dem HZ-Redakteur Werner F i n k zu diesem Anlass und zu seinem Werdegang in Rumänien folgendes Interview:

 

Was bedeutet 30 Jahre Liqui Moly in Rumänien?

Wir sind der alleinige Importeur von Liqui Moly-Produkten seit 1990.

Warum gerade Liqui Moly?

Ich habe mein Motorenöl immer selber gekauft. Damals hat man oft auch in Deutschland den Ölwechsel privat gemacht, beim Freund oder Schwager, wenn er Automechaniker war oder sich auskannte. Ich hatte stets Liqui Moly-Öl verwendet, es ist ein gutes deutsches Produkt und so kam mir die Idee, dieses Produkt auch in Rumänien zu verkaufen. Ich bin nach Ulm zu Liqui Moly gefahren, wo meine Idee begrüßt wurde. So habe ich 1990 angefangen, Liqui Moly in Rumänien zu verkaufen, zuerst über ein Einzelhandelsgeschäft und dann ab 1994 exklusiv Liqui Moly-Produkte über den Großhandel.Weiterlesen

,,Ein liebenswerter Kauz“

Der Journalist und Autor Anselm Roth ist tot

Ausgabe Nr. 2668

Anselm Roth (1957-2020) an seinem Arbeitstisch.  Foto: Konrad KLEIN

Der Journalist und Autor Anselm Roth ist am 2. April d. J. in Michelsberg verstorben. Bei der Andacht in der Kapelle des Heltauer evangelischen Friedhofs am Sonntag nahmen Liana und Jens Kielhorn mit folgenden Worten (die hier leicht gekürzt abgedruckt sind) Abschied von ihrem Freund und Partner Anselm Roth.

Kurz nachdem wir 2005 aus Deutschland nach Hermannstadt heruntergekommen waren, statteten wir dem Hora Verlag einen Besuch ab. Dort lernten wir nicht nur Frau Roth-Höppner, sondern auch einen auf den ersten Blick etwas merkwürdigen Zeitgenossen kennen: Frau Roth-Höppners Neffen Anselm Roth. Er war seiner Tante vor kurzer Zeit ebenfalls aus Deutschland nach Hermannstadt gefolgt und hauste nun im Keller des Verlagsgebäudes am Erlenpark.Weiterlesen

Ein Pionier in Rumänien

Der Unternehmer Michael Kothen feierte am 20. Februar seinen 60. Geburtstag

Ausgabe Nr. 2662

Michael Kothen ließ es sich nicht nehmen, auch bei seiner Geburtstagsparty als DJ für gute Stimmung zu sorgen.                    Foto: Beatrice UNGAR

Als Ende der 1980er Jahre die Versorgungslage in Rumänien endgültig zusammengebrochen war, fanden sich einige Menschen aus dem Ausland, die mit den allernotwendigsten Dingen, wie Medikamente, Babynahrung usw., versehen, als Touristen getarnt hierher reisten, um zu helfen.

Einer von ihnen war auch Michael Kothen, der zusammen mit einigen Helfern aus seiner damaligen Kirchengemeinde Obertshausen bei Frankfurt im Winter 1988 zum ersten Mal nach Rumänien kam. Er lernte dabei Leute kennen, die zu Freunden wurden, auch die siebenbürgische Landschaft tat es ihm an. Weiterlesen

,,Ich bin ein Zeichner“

Der Künstler Gert Fabritius feiert bald seinen 80.

Ausgabe Nr. 2659

Gert Fabritius mit seinem Stuhlobjekt ,,Transportable Heimat“, hier als Performance im Museum im Kleihues-Bau, Kornwestheim 2007.

Gert Fabritius – der Wanderer, wohin kehrt er immer wieder zurück? Zur Linie. Markant und klar. In seiner Rede anlässlich der Vernissage der Jubiläumsausstellung zu seinem 80. Geburtstag in der Galerie Inter Art in Stuttgart hob der Künstler mit einem Augenzwinkern sein „einseitiges“ Talent hervor: „Ich kann nicht reden, ich bin ein Zeichner: Ich bin mit dem Zeichenstift in der Hand auf die Welt gekommen. Zum Glück habe ich bei der Geburt meine Mutter nicht verletzt.“ Seine „Tagebuch- und Blatt-auf-Zeichnungen eines Unbefugten“ sind noch bis zum 23. Februar ausgestellt. Weiterlesen

,,Die liebe und verehrte Stadt Czernowitz“

Gespräch mit dem Czernowitzer Hochschullehrer Felix Zuckermann

Ausgabe Nr. 2657

Felix Zuckermann. Foto: Christel WOLLMANN-FIEDLER

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Bukowina 1945 in Nord und Süd aufgeteilt. Czernowitz im Norden wurde sowjetisch, die Südbukowina blieb bei Rumänien. Die deutsche Sprache wurde die Sprache des Feindes. Der Hochschullehrer Felix Zuckermann wurde 1949 in eine deutschsprachige jüdische Familie geboren, besuchte die Schule in seiner Geburtstadt und studierte von 1969 bis 1975 an der heutigen Jurij-Fedkowitsch-Universität in Czernowitz Deutsche Philologie und Literatur  und lehrt seit 1975 als Professor deutsche Sprache am Gymnasium 1 mit Schwerpunkt Deutsch in Czernowitz.

Unsere Berlin-Korrespondentin, die Autorin und Fotografin Christel W o l l m a n n – F i e d l e r sprach im September 2019 mit ihm. Aus Anlass des Internationalen Holocaust-Gedenktages, der am 27. Januar begangen wird, veröffentlicht die HZ das Gespräch im Folgenden:  Weiterlesen