Cornel Irimie – 100 Jahre seit der Geburt

Der Ethnologe hat das Brukenthalmuseum geleitet und das Freilichtmuseum gegründet

Ausgabe Nr. 2608

War sehr oft unterwegs: Cornel Irimie in Wien, 1961.

Am 17. Januar 1919 wurde der Hermannstädter Ethnologe Cornel Irimie geboren, der seinen Lebenstraum verwirklicht hat und als Direktor des Brukenthalmuseums 1963 das Freilichtmuseum im Jungen Wald gegründet und bis zu seinem Tod 1983 geleitet hat.

„Das Freilichtmuseum war mit Sicherheit ein erfüllter Traum unseres Vaters, Cornel Irimie”, erinnern sich seine Tochter, Rodica Irimie Pascu und sein Sohn, Radu Irimie, kurz vor dem 100. Geburtstag des Ethnologen, der vor knapp 36 Jahren verstorben ist.Weiterlesen

„Im Sinne unserer Gemeinschaft“

Interview mit dem Softwareingenieur und Restaurantbetreiber Martin Müller

Ausgabe Nr. 2608

Martin Müller  im Hermania-Restaurant.
Foto: Werner FINK

Es ist nun 10 Jahre her seit das „Hermania“-Restaurant in dem ehemaligen Gebäude des Hermannstädter Musikvereins auf der Kleinen Erde/Str. Filarmonicii von Martin Müller eröffnet wurde. Hier werden  die Gäste von Kellnern in siebenbürgisch-sächsischen Trachtenhemden empfangen und die Gerichte zu 80 Prozent aus hauseigenen Produkten zubereitet. Im Gebäude übte einst auch der Männerchor „Hermania“, und der vor 180 Jahren gegründete Hermannstädter Musikverein trug nach der Fusion mit dem Chor ebenfalls diesen Namen. Später beherbergte das Gebäude auch die Hermannstädter Staatsphilharmonie. Martin Müller ist Softwareingineur und ein gebürtiger Mediascher, der 1978 im Alter von 21 Jahren nach Deutschland auswanderte, wo er studierte und 15 Jahre lang arbeitete. 1998 ist er nach Rumänien zurückgekommen, wo er seitdem an der Spitze seiner Firma SOBIS Solutions for Business im Bereich Softwarelösungen tätig ist. Im Laufe der Zeit erweiterte er hier seine unternehmerische Aktivität auch auf andere Bereiche. Über die Entstehung des „Hermania“-Restaurants sowie seine Erfahrungen als Unternehmer in Rumänien sprach Martin Müller mit dem HZ-Redakteur Werner F i n k.Weiterlesen

„Liebt das Theater!”

Die Schauspielerin Ildiko Jarczek-Zamfirescu ist tot

Ausgabe Nr. 2607

Ildiko Jarczek-Zamfirescu (Bildmitte) mit  ihrem Gatten, dem Bühnenbildner Traian Zamfirescu (rechts) und Elke Sabiel, ehemalige Vertreterin der Friedrich Ebert-Stiftung in Rumänien, bei der Gala zum 55. Gründungsjubiläum des Deutschen Staatstheaters Temeswar (DSTT) am 29. November 2008.                                   
Foto: Beatrice UNGAR

„Sie hat nicht nur als Schauspielerin sondern auch als Intendantin geradezu Übermenschliches geleistet.“ Mit diesen Worten würdigte der Dramaturg Franz Csiky (1950-2016) die Schauspielerin, Intendantin und Regisseurin Ildiko Jarczek-Zamfirescu bei der Jubiläumsgala am 29. November 2008, als das Deutsche Staatstheater Temeswar sein 55jähriges Bestehen feierte. Am 9. Januar d. J. ist Ildiko Jarczek-Zamfirescu in Temeswar gestorben.Weiterlesen

Herzlichen Glückwunsch zum 70.!

Ausgabe Nr. 2605

Der Künstler Michael Lassel feiert am 19. Dezember seinen 70. Geburtstag. Dazu gratuliert auch die Hermannstädter Zeitung ganz herzlich. Michael Lassel ist in Ludwigsdorf/Logig in Nordsiebenbürgen geboren und studierte an der Kunstakademie Bukarest. Danach unterrichtete er an der Bergschule in Schäßburg und wanderte 1986 mit der Familie nach Deutschland aus, wo er seither als freischaffender Kunstmaler in Fürth tätig ist. In Hermannstadt eröffnete Lassel im August 2017 seine erste Ausstellung im Brukenthalmuseum, die für Aufsehen gesorgt hat und schenkte dem Museum vor kurzem als Dank eines seiner unverwechselbaren Bilder. 

Foto: Josef BALAZS

 

Offen und an allem interessiert

Nachruf auf den Naturwissenschaftler Hansgeorg v. Killyen

Ausgabe Nr. 2604

Hansgeorg v. Killyen als Redner bei einer Tagung in Landau/Pfalz 2015.          
Foto: Konrad KLEIN

Als „Aktiv, warmherzig, offen und an allem interessiert – man musste ihn sofort mögen“ kennzeichnete ihn eine der Mitarbeiterinnen der Sektion Naturwissenschaften im Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde, in der er lange als deren Schriftführer tätig war. So kannten viele von uns Hansgeorg v. Killyen: als vielseitig interessierten Kollegen, als kompetenten Mitarbeiter und Berater in fachlichen, wie auch vielen fachübergreifenden Fragen, die immer wieder mit ihm besprochen werden konnten, als einem offenen, fröhlichen und geselligen Menschen. Seine vielfältigen Interessen umspannten einen weiten Bogen unterschiedlicher Tätigkeiten und lagen sowohl im naturwissenschaftlichen, landeskundlichen, kulturhistorischen Bereich, aber auch in jenem der Literatur, der Musik und darüber hinaus. Weiterlesen

Ein Erzähl- und Redekünstler

Der Schriftsteller und Pfarrer Eginald Schlattner wurde Ehrendoktor der BBU

Ausgabe Nr. 2602

 

Senatspräsident Prof. Dr. Ioan Chirilă (links) überreicht Eginald Schlattner die Urkunde der Ehrendoktorwürde der Klausenburger Babeș Bolyai-Universität.                               
Foto: Fred NUSS

Einmalig und einzigartig, diese Attribute passen zu der feierlichen Verleihung der Ehrendoktorwürde der Babeș Bolyai-Universität an den Schriftsteller und Pfarrer Eginald Schlattner am Montag, den 12. November d. J.. Sie fand in einer Kirche, der evangelischen Johanniskirche in Hermannstadt statt, der gesamte Senat der Klausenburger Universität war gekommen und saß in Robe auf der rechten Seite des Chorraumes. Vor dem Chorraum war der Präsidiumstisch aufgestellt, der Bischof der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien, Reinhart Guib, begrüßte die Anwesenden, allen voran den Geehrten, der sich vor knapp drei Wochen einer Not-OP hatte unterziehen müssen.Weiterlesen

Weiterhin mit Herausforderungen konfrontiert

2596

Dr. Bernd Fabritius mit Ehrennadel in Gold des DFDR ausgezeichnet

Prof. Dr. Bernd Fabritius mit der Ehrenurkunde. Foto: B. UNGAR

„Als gebürtiger Siebenbürger Sachse ist es mir eine große Freude und Ehre mit der Ehrennadel des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien ausgezeichnet zu werden. In der Vergangenheit wurde sie an jene Menschen vergeben, die sich für die deutsche Gemeinschaft hier im Land verdient gemacht haben. In ihre Fußstapfen treten zu dürfen, erfüllt mich mit Stolz, ist mir das Engagement für die Rumäniendeutschen wie für alle deutschen Minderheiten in Europa und darüber hinaus doch eine Herzensangelegenheit.“ Mit diesen Worten eröffnete Prof. Dr. Bernd Fabritius, Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, seine Dankesrede anlässlich der Verleihung der Goldenen Ehrennadel des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien am 21. September in Hermannstadt.

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„Was sind schon 100 Jahre?“

2595

Streiflichter vom 28. Sachsentreffen am 22. September in Mediasch

Zwei Mitglieder einer Tanzgruppe freuen sich über das wunderschöne Wetter.                                      Foto: Claudiu POPA

Bei der Jubiläumsauflage des vom Siebenbürgenforums veranstalteten Sachsentreffens, die am 19. September 2015 in Mediasch unter dem Motto „Schule – gestern, heute, morgen“ stattgefunden hatte, sagte der damalige Bundestagsabgeordnete Dr. Bernd Fabritius, das Sachsentreffen sei die beste Gelegenheit zu zeigen, „dass wir eine Gemeinschaft sind“ und schwärmte  davon, man könne durchaus 25 Jahre seit dem Beginn einer „sächsischen Wiedervereinigung“ feiern. Das 28. Sachsentreffen, das am vergangenen Samstag erneut in Mediasch stattgefunden hat, stand unter dem Motto „100 Jahre in Rumänien“ und Dr. Fabritius war in seinem neuen Amt als Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten dabei. 

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