Die Welt und ihre Klänge

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Museumstag im Jugendzentrum Seligstadt

Ausgabe Nr. 2961

Elektronik Workshop mit Jugendreferent Simon Tartler (rechts). Foto: Privat

Beim Museumstag am 23. Mai öffnete das Jugendzentrum seine Tore in Bekokten und Seligstadt: Kinder durften spielen, praktische Erfahrungen sammeln und dabei Neues über die Welt und insbesondere ihre Klänge lernen. Ein volles Programm an den zwei Standorten sorgte bei Klein und Groß für Neugier, Spaß und neue Erfahrungen.

In Bekokten startete der Tag mit einem Orgelkonzert und einer Erklärung dieses faszinierenden Instrumentes. Die Anwesenden durften praktisch erfahren, wie eine Orgel überhaupt funktioniert und was es mit den verschiedenen Registern auf sich hat. Dabei durfte sogar selbst Hand angelegt und ein Register gezogen werden, während die Organistin Christiane Neubert die Kirche mit schöner Musik beschallte. Beim Thema Musik blieb es auch danach: Bei einem spannenden Musikparcours konnten die Kinder aus Seligstadt, Bekokten und Umgebung selbst Musik machen und einiges über den Klang dahinter und unsere Wahrnehmung davon lernen.

Außerdem konnten im Kindermuseum auch andere Themengebiete ausprobiert werden: Bei spannenden Experimenten haben die Kinder z. B. gelernt, wie Lavalampen funktionieren, oder konnten beim Elektronik Workshop selbst einen Stromkreislauf erzeugen und so ein Licht erleuchten lassen. Gleichzeitig gab es Buffet mit traditionellem Essen und weitere Spielangebote, die freudestrahlend genutzt wurden, so hörte man Kinder aus einer Kinderbaustelle lachen oder Pingpong spielen.

In Seligstadt konnte im Lukas Museum Spannendes über das Leben der Siebenbürger Sachsen gelernt werden. Im Fruchthaus widmete man sich dem großen Surren, welches aktuell dauerhaft draußen zu hören ist. Groß und Klein konnten spielerisch lernen, warum Insekten so wichtig sind und weshalb wir uns für ihren Schutz einsetzen sollten. Im Anschluss konnten die Kinder selbst im Artenschutz tätig werden und ein Insektenhotel bauen. Gleich darunter konnten sie sich bei der neuen Körper-Ausstellung über ihre eigenen Rechte informieren und spielerisch lernen, ihre Grenzen zu erkennen und für diese einzustehen.

Der gelungene Tag wurde an beiden Orten mit einer Aufführung traditioneller siebenbürgisch-sächsischer Tänze beendet. Das Publikum klatschte begeistert mit und durfte auch selbst die Tänze lernen, was begeistert angenommen wurde.

Insgesamt konnte ein gelungenes Programm geboten werden, das zahlreiche Gäste aus den umliegenden Dörfern, aber auch aus Fogarasch bis nach Rosenau anzog. Schon an dem einen Tag konnte das Jugendzentrum zeigen, wie seine Angebote Kindern Raum bieten, selbst Erfahrungen zu sammeln und Neues zu lernen. In den einwöchigen Freizeiten im Sommer wird dieses Angebot noch intensiver und bietet so eine gelungene Beschäftigung in den Sommerferien (Informationen auf www.kinderuni.ro).

Das Projekt wurde im Rahmen von Mehr entdecken. Mehr erleben. Mehr Museum realisiert, gefördert mit Mitteln des Bundesministeriums des Inneren Deutschland durch das ifa. Für die Umsetzung der musikalischen Bildungsangebote gilt der Dank der Baden-Württemberg Stiftung.

Pia SPRINGER

Veröffentlicht in Jugend, Aktuelle Ausgabe.