Im Weinberg des Herrn

150 Jahre seit der Geburt des Pfarrers und Liederdichters Carl Reich

Ausgabe Nr. 2773

Pfarrer Carl Reich auf dem Heldenfriedhof in Kerz 1930.

Am 4. Juni waren es 150 Jahre seit der Geburt des Pfarrers und Liederdichters Carl Reich (4. Juni 1872 – 11. März 1953). Seine vielfache Begabung und sein umfassendes Wirken als Lehrer und Seelsorger, als Wirtschaftsmann und Heilkundiger und insbesondere als Liederkomponist wirkt bis heute nach und lohnt, betrachtet zu werden. Manche seiner Lieder sind Volksgut geworden. So gehört sein Lied „Angderm Lirber såß ech ist“ zum Liederschatz der Siebenbürger Sachsen, aber kaum jemand weiß, wer der Schöpfer des Liedes war. Wer war dieser Carl Reich? Sein Urenkel Prof. Heinz Acker erkundet im Folgenden dessen Lebensweg.Weiterlesen

Empathie und Herzenswärme

Dr. Ingrid Weiss feiert heute einen runden Geburtstag

Ausgabe Nr. 2771

Ingrid Weiss bei einem ihrer Einsätze für die Hermannstädter Zeitung auf der Wiener Ferienmesse.                       Foto: Heinz WEISS

Immer wieder ist ihr Name unter anspruchsvollen Beiträgen in der Hermannstädter Zeitung zu lesen, wie unlängst unter dem Titel „Geniale Symbiose von Mensch und Musik“ über die Ehrung des Ausnahmecellisten Götz Teutsch in Wien. Doch diesmal ist es Zeit, der treuen Wiener HZ-Korrespondentin Dr. Ingrid Weiss selbst zu gratulieren und ihr für die vielen Jahre guter Zusammenarbeit zu danken, feiert sie doch heute einen runden Geburtstag und – dürfen wir es verraten? – es ist der 70.! Weiterlesen

,,Ich stehe normalerweise auf Leica“

Gespräch mit Dr. Klaus Fabritius, Vorsitzender des Regionalforums Altreich des DFDR

Ausgabe Nr. 2770

Was haben der Biologe Dr. Klaus Fabritius, der Vorsitzende des Regionalforums Altreich des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien, und die altbewährte Kamera vom Typ Leica gemeinsam, was rät der 1942 in Hermannstadt Geborene jungen Leuten, die Deutsch lernen wollen? Solchen und ähnlichen Fragen  geht das folgende Interview nach, das der HZ-Praktikant Emanuel S a r m a s a n mit Dr. Klaus Fabritius anlässlich einer Veranstaltung im Friedrich Schiller-Kulturhaus in Bukarest geführt hat, bei der das Buch ,,Unser Weg ins Altreich/Drumul nostru în Vechiul Regat” (Koordinatorinnen Dr. Marianne Koch und Christiane Cosmatu, Honterus Verlag Hermannstadt 2021) vorgestellt wurde. Dr. Klaus Fabritius, der das Vorwort verfasste, ist darin mit dem Text ,,Fünf Jahre in der Moldau, zehn in der Dobrudscha und fünfundvierzig in der Walachei” vertreten.Weiterlesen

„Unruhe und Stress kann man nicht brauchen“

Die Schweizer Heilpädagogin Johanna Reber und ihre Tätigkeit in Rothberg

Ausgabe Nr. 2768

Johanna Reber bei einem Besuch in der Redaktion der Hermannstädter Zeitung. Foto: Cynthia PINTER

Seit acht Jahren ist Johanna Reber an der Waldorfschule in Rothberg/Roșia tätig. Dort ist die 61-Jährige als Förder- sowie Instrumentallehrerin und Musiktherapeutin für die Schülerschaft im Einsatz, die aus 123 Kindern und Jugendlichen aus dem Dorf sowie dem Nachbarort Neudorf/Nou und Hermannstadt besteht, die meisten mit Roma-Hintergrund. Getragen wird die Schule vom Kindergarten bis zur 8. Klasse vom Verein Pro Arte Roșia (APAR) als Teil seines Engagements. Weiterlesen

,,Unermüdlich im Einsatz“

Rohtraut Wittstock mit Bundesverdienstkreuz geehrt

Ausgabe Nr. 2761

Rohtraut Wittstock und Botschafter Peer Gebauer bei der Übergabe in der Residenz des Botschafters am 4. März d. J. .                                                                                    Foto: George DUMITRIU

Am Freitag, 4. März 2022 wurde das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an die Journalistin Rohtraut Wittstock übergeben. Die Verleihungszeremonie fand in der Residenz des Botschafters der Bundesrepublik Deutschland in Bukarest statt.Weiterlesen

,,Archivarbeit kann recht emotional sein”

Interview mit Dr. Gerhild Rudolf, Leiterin des Teutsch-Hauses in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2760

Gerhild Rudolf in ihrem Büro.                                                            Foto: Ruxandra STĂNESCU

 

Dr. Gerhild Rudolf feierte am 1. März 10 Jahre, seitdem sie das Teutsch-Haus in Hermannstadt leitet. Über ihre bisherige Arbeit und Zukunftspläne sprach sie mit der HZ-Redakteurin Ruxandra S t ă n e s c u.

Bitte stellen Sie sich kurz vor?

Ich bin Gerhild Rudolf, ich bin in Kronstadt geboren und aufgewachsen, habe dann in Hermannstadt Germanistik und Anglistik studiert, nachher war ich Hausfrau, Religionslehrerin und Gottesdienstlektorin. Nach-dem die Kinder etwas größer waren, habe ich als Redakteurin der Kirchlichen Blätter, das ist die Monatsschrift der evangelischen Kirche A. B. in Rumänien, etwa 15 Jahre gearbeitet. Nach dem Studium habe einen Master absolviert und dann 2018-2019 das Doktorat abgelegt. Das Gebiet,  das mich am meisten interessiert hat, war angewandte Linguistik.Weiterlesen

Kirchenhistoriker mit großem Herzen

Der Theologe Hermann Pitters wurde 90 – Ein Geburtstagsgruß / Von Jürgen HENKEL

Ausgabe Nr. 2758

Prof. Dr. Hermann Pitters bei dem internationalen Kolloquium von 2018. Foto: George Dumitriu/Ex fide lux

Er gilt als hochgebildet, humorvoll und geistreich, als liebenswürdig und aufmerksam, als genauso belesener wie begnadeter Theologe in mehreren Disziplinen von der Praktischen Theologie bis zur Kirchengeschichte, als Kunstliebhaber und exzellenter Kenner der Materie. Er ist bis heute ein leidenschaftlicher Vermittler im ökumenischen Dialog, besonders zwischen der evangelischen Theologie und Kirche und der Orthodoxie. Und er hat bei offiziellen Anlässen vor wie auch bei Verhandlungen hinter den Kulissen immer wieder ausgleichend und vermittelnd gewirkt. Wenn Professor Dr. Hermann Pitters nun bereits Ende des Vormonats, am 25. Januar, seinen 90. Geburtstag ohne jedes Aufsehen und öffentliche Bejubelung gefeiert hat, dann mag dies seine weiteren herausragenden Charaktereigenschaften unterstreichen: seine absolute persönliche Bescheidenheit und seine völlig unprätentiöse Art. Weiterlesen

,,Ein ungeheuer spannender Prozess”

Gespräch mit der Deutschen Konsulin in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2758

Konsulin Kerstin Ursula Jahn in ihrem Büro.                       Foto: Ruxandra STĂNESCU

Seit einem knappen halben Jahr ist Kerstin Ursula Jahn die neue Deutsche Konsulin in Hermannstadt. Über ihre Laufbahn und die ersten Erfahrungen in Hermannstadt sprach sie mit der HZ-Redakteurin Ruxandra S t ă n e s c u.Weiterlesen

Heitere Gelassenheit eines unermüdlichen Germanisten

Dr. Udo-Peter Wagner, Akademiker mit Herz und Humor, wurde 75 Jahre alt

Ausgabe Nr. 2758

Dr. Udo-Peter Wagner gehörte von Anfang an zu den treuen Teilnehmern an den Deutschen Literaturtagen in Reschitza und wurde dafür bei der 2020 online abgehaltenen 30. Auflage mit dem Ehrenzeichen der Veranstaltung geehrt. Unser Bild: Der Jubilar bei den Deutschen Literaturtagen in Reschitza  2007.                                                                      Foto: Erwin Josef ȚIGLA

Geboren wurde Udo-Peter Wagner am 8. Februar 1947 in Hermannstadt. Nach dem Besuch der  Brukenthalschule und des Gheorghe-Lazăr-Gymnasiums (1960–1964), wo er im deutschsprachigen Literaturkreis mitwirkte, studierte Udo-Peter Wagner an der Babeș-Bolyai-Universität in Klausenburg  Germanistik und Rumänistik. Seine Diplomarbeit („Die Erzählweise Johannes Bobrowskis“) erschien noch im gleichen Jahr (1969) in Auszügen in der geschätzten dreisprachigen Klausenburger Studentenzeitschrift Echinox, deren Mitbegründer Peter Motzan war. Als Anerkennung seiner Studienleistungen und der maximalen Abschlussnote beim Staatsexamen erhielt er das höchstdotierte staatliche Stipendium (Bursa de merit „Gheorghe Gheorghiu-Dej“) und seitens der Leitung der Philologischen Fakultät und des Lehrstuhls für Germanistik das Angebot, in den höheren Schuldienst einzutreten. Die ihm zuerteilte Assistentenstelle an der Universität in Jassy musste er aus familiären Gründen ablehnen. Weiterlesen

Ein Gewinn für die bilaterale Beziehung

Diplomatin Isabel Rauscher mit Nationalem Verdienstorden Rumäniens ausgezeichnet

Ausgabe Nr. 2758

Verdienstorden für Diplomatin: Die frühere Botschafterin der Republik Österreich in Bukarest, Isabel Rauscher (rechts), heute Generalinspektorin des Außenministeriums und aller Botschaften der Republik Österreich, nahm am Donnerstag der Vorwoche im Rahmen einer Feierstunde in der Botschaft Rumäniens in Wien von Botschafter Emil Hurezeanu  (links) den  Nationalen Verdienstorden von Rumänien im Großoffiziersrang entgegen.                                                                                             Foto: Heinz WEISS

Die österreichische Diplomatin Isabel Rauscher, von November 2017 bis August 2021 Botschafterin der Republik Österreich in Bukarest, heute Generalinspektorin des Außenministeriums und aller Botschaften der Republik Österreich, nahm am Donnerstag der Vorwoche im Rahmen einer Feierstunde in der Botschaft Rumäniens in Wien von Botschafter Emil Hurezeanu  den  Nationalen Verdienstorden von Rumänien im Großoffiziersrang entgegen. Botschafter Hurezeanu gratulierte zum Auftakt der Zeremonie der Diplomatin aufs Herzlichste zur hohen Auszeichnung, die Rumäniens Staatspräsident der damals scheidenden Österreichischen Botschafterin in Bukarest im August 2021 per  Präsidialdekret verliehen hatte. Weiterlesen

,,Man muss ordentlich übertreiben”

Satiren-Buch von Peter Biro in rumänischer Sprache erschienen

Ausgabe Nr. 2757

Peter Biro.                                Foto: Privat

Peter Biro, bis Ende 2021 Anästhesist in der Schweiz, hat seit Jahren seine Leidenschaft für die Literatur entdeckt. Im Vorjahr ist sein erstes Buch in rumänischer Sprache erschienen, „Incredibila poveste a lui Jean Jaques Récamier”. Über Satiren, Bücherherausgabe und Pläne sprach der Autor mit der HZ-Redakteurin Ruxandra S t ă n e s c u.Weiterlesen