Eine Pianistin im Widerstand

Irma Miko ist mit 107 Jahren in Paris gestorben

Ausgabe Nr. 2754

Irma Miko (Bildmitte) mit Sohn André Miko (rechts) und Regisseur Yonathan Levy bei der Präsentation des Films ,,Das Kind“ 2013 in Paris.                         Foto: ledauphine.com

Die in Czernowitz geborene französische Staatsbürgerin Irma Miko ist am 2. Januar 2022 im Alter von 107 Jahren verstorben. Sie zählte zu den letzten Überlebenden der französischen Resistence. Ihre Geschichte erzählt die von Yonathan Levy 2010 gedrehte Dokumentation ,,Das Kind“, in der sie ihrem Sohn André, der auch das Drehbuch des Films verfasst hat, Stationen ihres Lebens zeigt. Weiterlesen

Er suchte stets das Neue

Entpflichtung von Pfarrer Stefan Cosoroabă

Ausgabe Nr. 2753

Pfarrer Dr. Stefan Cosoroabă (links) und der Michelsberger Kurator Michael Henning. Foto: Beatrice UNGAR

Gewöhnlich zähle man Höhepunkte einer Karriere auf, wenn man Bilanz ziehe, er möchte aber auf drei Tiefpunkte hinweisen, schickte Pfarrer Dr. Stefan Cosoroabă seiner Predigt voraus, die er am zweiten Weihnachtstag, dem 26. Dezember 2021 in der Dorfkirche in Michelsberg gehalten hat, anlässlich seiner Entpflichtung aus dem Amt. Cosoroabă wechselt als Mitarbeiter in den Stab der GEKE (Gemeinschaft europäischer Kirchen in Europa) nach Wien.Weiterlesen

Das Hobby zum Beruf gemacht

Interview mit Christian Rätscher von German Quality Entertainment

Ausgabe Nr. 2752

Beim Goldenen Hirsch-Festival in Kronstadt 2018 (v. l. n. r.): Radu Groza, Elvin Dandel, Christian Rätscher und Ricky Dandel.      Foto: Privat

Christian Rätscher ist ein wohlbekannter Name im rumänischen Showbusiness. Seit Jahren vermittelt er über seine Firma German Quality Entertainment namhafte Künstler an die Showszene. Rätscher stammt aus Urwegen. Als er 13 Jahre alt war, wanderte er zusammen mit seinen Eltern und seiner Schwester nach Deutschland aus. Und  schon mit 13 Jahren hat er sein Organisationstalent bewiesen, als er in Urwegen einen Ball veranstaltete. In Deutschland war er auch organisatorisch tätig. Unter anderem ließ er rumänische Stars auf siebenbürgisch-sächsischen Veranstaltungen in Deutschland auftreten. Später richtete er sein Augenmerk auf Rumänien und brachte internationale Künstler hierher. Durch den Ausbruch der Corona-Pandemie 2020 wurde das Organisieren von Veranstaltungen begrenzt  und so entschloss er sich, auch im Bereich Digitalisierung aktiv zu werden.  Die Zeitschrift DeBizz kürte ihn 2015 zum besten Organisator. Mit Christian Rätscher sprach HZ-Redakteur Werner F i n k:Weiterlesen

Ein ausgezeichneter Musiker

Der Dirigent Petre Sbârcea ist tot

Ausgabe Nr. 2746

Petre Sbârcea (1931-2021) in seinem Element.                            Foto: www.monitorulcj.ro

Im Vorfeld der Europa-Tournee der Hermannstädter Staatsphilharmonie, die vom 7. November bis 16. Dezember 2021 stattfinden soll, ist deren langjähriger Dirigent und Leiter Petre Sbârcea am 30. Oktober d. J. verstorben. Sbârcea hatte 1981 das Orchester der Hermannstädter Staatsphilharmonie auf seiner ersten Auslandstournee geleitet, anlässlich der Eröffnung der Oper in Bastia auf Korsika. Weiterlesen

„Rumänien steht für viel Positives”

Interview mit S. E. Dr. Peer Gebauer, dem neuen Deutschen Botschafter in Bukarest

Ausgabe Nr. 2743

Botschafter Dr. Peer Gebauer beim Gespräch im Konsulat der Bundesrepublik Deutschland in Hermannstadt.                                          Foto: Ruxandra STĂNESCU

Seit Ende August ist Dr. Peer Gebauer der neue Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Rumänien und seine erste Dienstreise hat ihn nach Hermannstadt geführt – eine Entscheidung, die er nicht bereut, wie er im Interview mit HZ-Redakteurin Ruxandra STĂNESCU erklärte.Weiterlesen

Ehrendoktor für Alexander Hausvater

Ausgabe Nr. 2743

Der bekannte Regisseur, Dramatiker und Schriftsteller Alexander Hausvater hat am 1. Oktober d. J. die Ehrendoktorwürde der Nationalen Universität der Künste „George Enescu” in Jassy (Universitatea Națională de Arte „George Enescu”) entgegen genommen. Die Laudatio hielt die Regisseurin Lekt. Dr. Antonella Cornici. Sie nannte Hausvater ,,einen der größten Regisseure der Welt.“ Unser Bild: Alexander Hausvater zeigt auf seinen Namen in der Reihe der bisher mit dieser Ehrung gewürdigten Persönlichkeiten, die auf zwei Marmortafeln im Foyer der Universität aufgezeichnet sind. Darunter der Schauspieler und Intendant des Hermannstädter Radu Stanca-Nationaltheaters und Direktor des Internationalen Hermannstädter Theaterfestivals, Constantin Chiriac, der diese Ehrung am 28. Oktober 2020 entgegengenommen hat.                 

Foto: Christel UNGAR

,,Ich liebe die Authentizität“

Zum Gedenken an Ion Caramitru (1973-2021)

Ausgabe Nr. 2739

Ion Caramitru (1973-2021) bei seiner Ansprache im Rahmen der Preisträgergala des Rumänischen Theaterverbands (UNITER) im Jahr 2015.                Foto: UNITER

Der 1973 in Bukarest geborene Theater- und Filmschauspieler Ion Caramitru ist am 5. September d. J. im Alter von 79 Jahren gestorben. Er war aktiver Teilnehmer an der Rumänischen Revolution und gab gemeinsam mit dem Schriftsteller Mircea Dinescu im Fernsehen direkt bekannt, dass das Ceaușescu-Regime gestürzt worden ist. Mitglied in dem ersten Rat der Front der Nationalen Rettung, trat er der Rumänischen Christlich-Demokratischen Bauernpartei (PNȚCD) bei und war vom 12. Dezember 1996 bis zum 28. Dezember 2000 Kulturminister. Seit Mai 1998 war er Ehrenbürger von Hermannstadt. Seit 1990 war er Präsident des Rumänischen Theaterverbands (UNITER) und seit 2005 Direktor des Nationaltheaters in Bukarest. Zum Gedenken auch an den Einsatz des Verstorbenen in Hermannstadt lesen Sie im Folgenden das Interview mit Ion Caramitru, das in dem Buch ,,Erfolgsgeschichte mit Folgen. Leseproben einer Seelenverwandtschaft 2″ erschienen ist, das die frühere Luxemburger Kulturministerin Erna Hennicot-Schoepges und die HZ-Chefredakteurin Beatrice Ungar 2015 im Honterus-Verlag Hermannstadt veröffentlicht haben:Weiterlesen

,,Es steht alles in den Worten“

Die unbekannte Seite von Oskar Pastior beim Erlanger Poetenfest 2021

Ausgabe Nr. 2738

Zwei Weggefährten von Oskar Pastior, der Dichter und Übersetzer Oswald Egger und der Herausgeber von Pastiors Werken Ernest Wichner, sprachen im Rahmen des 41. Erlanger Poetenfestes, am 29. August d. J., im Innenhof des Erlanger Stadtmuseums, über den Menschen Oskar Pastior und über sein zeichnerisches Werk mit Rike Felka, Bildwissenschaftlerin, Autorin und Übersetzerin. Dieses Podiumsgespräch unter dem Titel „Zeichengebilde und Wortgebilde“ wurde begleitend zu der Sonderausstellung „Aubergine mit Scheibenwischer“ geführt, die noch bis zum 19. September d. J. im Erlanger Stadtmuseum zu besichtigen ist. Der in der Ausstellung ausgesprochenen Aufforderung „Hören sie mal rein. Oskar Pastior in Erlangen“ kann man im Internet unter https://www.dichterlesen.net/personen/detail/oskar-pastior/ nachgehen. Weiterlesen

Dreitägige Kulturwoche im Haferland

Ausgabe Nr. 2734

Schirmherr und Ehrengast war Staatspräsident Klaus Johannis

Der Haupttag der Haferland-Kulturwoche fand am Sonntag in und rund um die Kirchenburg in Deutsch-Kreuz statt. Unser Bild: Die Korona-Tanzgruppe aus Kronstadt sorgte mit schwungvollen siebenbürgisch-sächsischen Volkstänzen vor der Kirchenburg für gute Stimmung. Fotos: M&V Schmidt Stiftung

Einen ganz besonderen Anklang fand die neunte Auflage der Haferland-Kulturwoche, die unter dem Motto ,,Die Tradition geht weiter im Haferland“ vom 30. Juli bis 1. August 2021 stattfand. Die M&V Schmidt Stiftung hat es gemeinsam mit ihren Partnern aus dem In- und Ausland erneut geschafft, ein abwechslungsreiches Programm auf allerhöchstem Niveau zu bieten. Schwerpunkt war wie immer die Pflege und Bekanntmachung des siebenbürgisch-sächsischen Kulturerbes. Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft des Staatspräsidenten von Rumänien Klaus Johannis und des Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen Armin Laschet.

 Weiterlesen

Jede Seite fasziniert

Ausgabe Nr. 2734

,,Hipodrom“ heißt der neue Roman von Nora Iuga

Eine Sternstunde für die Schriftstellerin Nora Iuga (links) war die Übergabe des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland durch den damaligen Deutschen Botschafter Werner Hans Lauk am 30. September 2015 in Bukarest. Foto: Christel WOLLMANN-FIEDLER

,,Hipodrom“, ein Buch von Nora Iuga, in rumänischer Sprache verfasst, beinhaltet das Leben des damaligen Kindes in der Zwischenkriegszeit, sowie Erlebnisse als Deutschlehrerin an Hermannstädter Schulen mit deutscher Unterrichtssprache in der Zeit der kommunistischen Diktatur.

 Weiterlesen

Ungeteiltes Interesse aufgebracht

Ausgabe Nr. 2733

Jubiläumstagung in der Aula der Brukenthalschule / Von Sunhild GALTER

Martin Bottesch, der Vorsitzende des Siebenbürgenforums (links) eröffnete als einer der Veranstalter die Tagung in der Aula des Samuel von Brukenthal-Gymnasiums. Foto: Beatrice UNGAR

Im Rahmen der Feierlichkeiten anlässlich des 300 Jahrestages der Geburt des Barons Samuel von Brukenthal fand am 28. Juli in der Aula des Samuel von Brukenthal-Gymnasiums in Hermannstadt eine Tagung zum Thema „Bruken-
thals Erbe: Chance, Auftrag und Herausforderung“ statt. Die 13 Vorträge waren in drei Bereiche gruppiert.

 Weiterlesen

,,Et äs mer griuß Frout“

Ausgabe Nr. 2733

,,Et äs mer griuß Frout“

Auf Baron Samuel von Brukenthals Spuren im Harbachtal und in Freck

Dr. Hans-Bruno Fröhlich (Bildmitte) bei der Andacht. Musik aus Brukenthals Zeiten bot das Collegium Musicum Brukenthal – Gabriel Silișteanu (1. v. l.), Iuliana Cotârlea (2. v. l.), Jürg Leutert (2. v. r.), Brita Falch Leutert (1. v. r.) und Elisa Gunesch (nicht im Bild) – nicht nur in Leschkirch sondern auch in Holzmengen, Freck usw. Eine Zusammenfassung der Konzerte finden Sie unter https://www.youtube.com/watch?v=arG332C2sFQ Foto: B. UNGAR

,,Die Teilnehmenden waren alle sehr begeistert, wie reibungslos alles geklappt hat und wie gut die Stimmung aber auch das kulturelle Angebot auf der Reise auf Brukenthals Spuren war, in Leschkirch, Alzen (Herkunftsort der Familie Breckner), Holzmengen (Ausstrahlung des spätbarocken „Brukenthal-Stils“ in der Kirche, wo Sartorius, Vater und Sohn, gelebt haben) und Freck“, resümierte Unterstaatssekretär Thomas Sindilariu gegenüber der Hermannstädter Zeitung den zweiten Tag der dem 300. Geburtstag von Brukenthal gewidmeten Veranstaltungen.

 Weiterlesen

Botschafter Hermannstadts

Ausgabe Nr. 2733

Zum „Botschafter Hermannstadts“ gekürt wurde vor kurzem im Rahmen einer Feierlichkeit im Innenhof des Hochzeitshauses am Kleinen Ring der Hermannstädter Dirigent und Festivalsveranstalter Gabriel Bebeșelea (links). Die Auszeichnung vergibt der Hermannstädter Verschönerungsverein AIOS, vertreten durch Tudor St. Popa (rechts), überreicht hat sie Hermannstadts Bürgermeisterin Astrid Fodor (Bildmitte).          

Foto: Silvana ARMAT