,,Ein ungeheuer spannender Prozess”

Gespräch mit der Deutschen Konsulin in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2758

Konsulin Kerstin Ursula Jahn in ihrem Büro.                       Foto: Ruxandra STĂNESCU

Seit einem knappen halben Jahr ist Kerstin Ursula Jahn die neue Deutsche Konsulin in Hermannstadt. Über ihre Laufbahn und die ersten Erfahrungen in Hermannstadt sprach sie mit der HZ-Redakteurin Ruxandra S t ă n e s c u.Weiterlesen→

Heitere Gelassenheit eines unermüdlichen Germanisten

Dr. Udo-Peter Wagner, Akademiker mit Herz und Humor, wurde 75 Jahre alt

Ausgabe Nr. 2758

Dr. Udo-Peter Wagner gehörte von Anfang an zu den treuen Teilnehmern an den Deutschen Literaturtagen in Reschitza und wurde dafür bei der 2020 online abgehaltenen 30. Auflage mit dem Ehrenzeichen der Veranstaltung geehrt. Unser Bild: Der Jubilar bei den Deutschen Literaturtagen in Reschitza  2007.                                                                      Foto: Erwin Josef ȚIGLA

Geboren wurde Udo-Peter Wagner am 8. Februar 1947 in Hermannstadt. Nach dem Besuch der  Brukenthalschule und des Gheorghe-Lazăr-Gymnasiums (1960–1964), wo er im deutschsprachigen Literaturkreis mitwirkte, studierte Udo-Peter Wagner an der Babeș-Bolyai-Universität in Klausenburg  Germanistik und Rumänistik. Seine Diplomarbeit („Die Erzählweise Johannes Bobrowskis“) erschien noch im gleichen Jahr (1969) in Auszügen in der geschätzten dreisprachigen Klausenburger Studentenzeitschrift Echinox, deren Mitbegründer Peter Motzan war. Als Anerkennung seiner Studienleistungen und der maximalen Abschlussnote beim Staatsexamen erhielt er das höchstdotierte staatliche Stipendium (Bursa de merit „Gheorghe Gheorghiu-Dej“) und seitens der Leitung der Philologischen Fakultät und des Lehrstuhls für Germanistik das Angebot, in den höheren Schuldienst einzutreten. Die ihm zuerteilte Assistentenstelle an der Universität in Jassy musste er aus familiären Gründen ablehnen. Weiterlesen→

Ein Gewinn für die bilaterale Beziehung

Diplomatin Isabel Rauscher mit Nationalem Verdienstorden Rumäniens ausgezeichnet

Ausgabe Nr. 2758

Verdienstorden für Diplomatin: Die frühere Botschafterin der Republik Österreich in Bukarest, Isabel Rauscher (rechts), heute Generalinspektorin des Außenministeriums und aller Botschaften der Republik Österreich, nahm am Donnerstag der Vorwoche im Rahmen einer Feierstunde in der Botschaft Rumäniens in Wien von Botschafter Emil Hurezeanu  (links) den  Nationalen Verdienstorden von Rumänien im Großoffiziersrang entgegen.                                                                                             Foto: Heinz WEISS

Die österreichische Diplomatin Isabel Rauscher, von November 2017 bis August 2021 Botschafterin der Republik Österreich in Bukarest, heute Generalinspektorin des Außenministeriums und aller Botschaften der Republik Österreich, nahm am Donnerstag der Vorwoche im Rahmen einer Feierstunde in der Botschaft Rumäniens in Wien von Botschafter Emil Hurezeanu  den  Nationalen Verdienstorden von Rumänien im Großoffiziersrang entgegen. Botschafter Hurezeanu gratulierte zum Auftakt der Zeremonie der Diplomatin aufs Herzlichste zur hohen Auszeichnung, die Rumäniens Staatspräsident der damals scheidenden Österreichischen Botschafterin in Bukarest im August 2021 per  Präsidialdekret verliehen hatte. Weiterlesen→

,,Man muss ordentlich übertreiben”

Satiren-Buch von Peter Biro in rumänischer Sprache erschienen

Ausgabe Nr. 2757

Peter Biro.                                Foto: Privat

Peter Biro, bis Ende 2021 Anästhesist in der Schweiz, hat seit Jahren seine Leidenschaft für die Literatur entdeckt. Im Vorjahr ist sein erstes Buch in rumänischer Sprache erschienen, „Incredibila poveste a lui Jean Jaques Récamier”. Über Satiren, Bücherherausgabe und Pläne sprach der Autor mit der HZ-Redakteurin Ruxandra S t ă n e s c u.Weiterlesen→

Für die Gemeinde da sein

HZ-Gespräch mit Pfarrer Heinz Dietrich Galter zu dessen 30. Pfarramtsjubiläum

Ausgabe Nr. 2754

Pfarrer Heinz Dietrich Galter vor dem Altar der Neppendorfer Kirche.  Foto: Beatrice UNGAR

Am 30. November 2021 feierte Pfarrer Heinz Dietrich Galter sein 30. Pfarramtsjubiläum in der Neppendorfer Kirchengemeinde. Am 30. November 1991 hat er diese Pfarrstelle übernommen, nachdem er vorher sechs Jahre lang in Jakobsdorf tätig gewesen war. Mit dem Seelsorger, der auch unter dem Spitznamen „Pfarrer Vollgas“ bekannt ist, führte HZ-Redakteurin Cynthia P i n t e r ein Gespräch über seine Tätigkeit und das Leben in Neppendorf.Weiterlesen→

Eine Pianistin im Widerstand

Irma Miko ist mit 107 Jahren in Paris gestorben

Ausgabe Nr. 2754

Irma Miko (Bildmitte) mit Sohn André Miko (rechts) und Regisseur Yonathan Levy bei der Präsentation des Films ,,Das Kind“ 2013 in Paris.                         Foto: ledauphine.com

Die in Czernowitz geborene französische Staatsbürgerin Irma Miko ist am 2. Januar 2022 im Alter von 107 Jahren verstorben. Sie zählte zu den letzten Überlebenden der französischen Resistence. Ihre Geschichte erzählt die von Yonathan Levy 2010 gedrehte Dokumentation ,,Das Kind“, in der sie ihrem Sohn André, der auch das Drehbuch des Films verfasst hat, Stationen ihres Lebens zeigt. Weiterlesen→

Er suchte stets das Neue

Entpflichtung von Pfarrer Stefan Cosoroabă

Ausgabe Nr. 2753

Pfarrer Dr. Stefan Cosoroabă (links) und der Michelsberger Kurator Michael Henning. Foto: Beatrice UNGAR

Gewöhnlich zähle man Höhepunkte einer Karriere auf, wenn man Bilanz ziehe, er möchte aber auf drei Tiefpunkte hinweisen, schickte Pfarrer Dr. Stefan Cosoroabă seiner Predigt voraus, die er am zweiten Weihnachtstag, dem 26. Dezember 2021 in der Dorfkirche in Michelsberg gehalten hat, anlässlich seiner Entpflichtung aus dem Amt. Cosoroabă wechselt als Mitarbeiter in den Stab der GEKE (Gemeinschaft europäischer Kirchen in Europa) nach Wien.Weiterlesen→

Das Hobby zum Beruf gemacht

Interview mit Christian Rätscher von German Quality Entertainment

Ausgabe Nr. 2752

Beim Goldenen Hirsch-Festival in Kronstadt 2018 (v. l. n. r.): Radu Groza, Elvin Dandel, Christian Rätscher und Ricky Dandel.      Foto: Privat

Christian Rätscher ist ein wohlbekannter Name im rumänischen Showbusiness. Seit Jahren vermittelt er über seine Firma German Quality Entertainment namhafte Künstler an die Showszene. Rätscher stammt aus Urwegen. Als er 13 Jahre alt war, wanderte er zusammen mit seinen Eltern und seiner Schwester nach Deutschland aus. Und  schon mit 13 Jahren hat er sein Organisationstalent bewiesen, als er in Urwegen einen Ball veranstaltete. In Deutschland war er auch organisatorisch tätig. Unter anderem ließ er rumänische Stars auf siebenbürgisch-sächsischen Veranstaltungen in Deutschland auftreten. Später richtete er sein Augenmerk auf Rumänien und brachte internationale Künstler hierher. Durch den Ausbruch der Corona-Pandemie 2020 wurde das Organisieren von Veranstaltungen begrenzt  und so entschloss er sich, auch im Bereich Digitalisierung aktiv zu werden.  Die Zeitschrift DeBizz kürte ihn 2015 zum besten Organisator. Mit Christian Rätscher sprach HZ-Redakteur Werner F i n k:Weiterlesen→

Ein ausgezeichneter Musiker

Der Dirigent Petre Sbârcea ist tot

Ausgabe Nr. 2746

Petre Sbârcea (1931-2021) in seinem Element.                            Foto: www.monitorulcj.ro

Im Vorfeld der Europa-Tournee der Hermannstädter Staatsphilharmonie, die vom 7. November bis 16. Dezember 2021 stattfinden soll, ist deren langjähriger Dirigent und Leiter Petre Sbârcea am 30. Oktober d. J. verstorben. Sbârcea hatte 1981 das Orchester der Hermannstädter Staatsphilharmonie auf seiner ersten Auslandstournee geleitet, anlässlich der Eröffnung der Oper in Bastia auf Korsika. Weiterlesen→

„Rumänien steht für viel Positives”

Interview mit S. E. Dr. Peer Gebauer, dem neuen Deutschen Botschafter in Bukarest

Ausgabe Nr. 2743

Botschafter Dr. Peer Gebauer beim Gespräch im Konsulat der Bundesrepublik Deutschland in Hermannstadt.                                          Foto: Ruxandra STĂNESCU

Seit Ende August ist Dr. Peer Gebauer der neue Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Rumänien und seine erste Dienstreise hat ihn nach Hermannstadt geführt – eine Entscheidung, die er nicht bereut, wie er im Interview mit HZ-Redakteurin Ruxandra STĂNESCU erklärte.Weiterlesen→

Ehrendoktor für Alexander Hausvater

Ausgabe Nr. 2743

Der bekannte Regisseur, Dramatiker und Schriftsteller Alexander Hausvater hat am 1. Oktober d. J. die Ehrendoktorwürde der Nationalen Universität der Künste „George Enescu” in Jassy (Universitatea Națională de Arte „George Enescu”) entgegen genommen. Die Laudatio hielt die Regisseurin Lekt. Dr. Antonella Cornici. Sie nannte Hausvater ,,einen der größten Regisseure der Welt.“ Unser Bild: Alexander Hausvater zeigt auf seinen Namen in der Reihe der bisher mit dieser Ehrung gewürdigten Persönlichkeiten, die auf zwei Marmortafeln im Foyer der Universität aufgezeichnet sind. Darunter der Schauspieler und Intendant des Hermannstädter Radu Stanca-Nationaltheaters und Direktor des Internationalen Hermannstädter Theaterfestivals, Constantin Chiriac, der diese Ehrung am 28. Oktober 2020 entgegengenommen hat.                 

Foto: Christel UNGAR

,,Ich liebe die Authentizität“

Zum Gedenken an Ion Caramitru (1973-2021)

Ausgabe Nr. 2739

Ion Caramitru (1973-2021) bei seiner Ansprache im Rahmen der Preisträgergala des Rumänischen Theaterverbands (UNITER) im Jahr 2015.                Foto: UNITER

Der 1973 in Bukarest geborene Theater- und Filmschauspieler Ion Caramitru ist am 5. September d. J. im Alter von 79 Jahren gestorben. Er war aktiver Teilnehmer an der Rumänischen Revolution und gab gemeinsam mit dem Schriftsteller Mircea Dinescu im Fernsehen direkt bekannt, dass das Ceaușescu-Regime gestürzt worden ist. Mitglied in dem ersten Rat der Front der Nationalen Rettung, trat er der Rumänischen Christlich-Demokratischen Bauernpartei (PNȚCD) bei und war vom 12. Dezember 1996 bis zum 28. Dezember 2000 Kulturminister. Seit Mai 1998 war er Ehrenbürger von Hermannstadt. Seit 1990 war er Präsident des Rumänischen Theaterverbands (UNITER) und seit 2005 Direktor des Nationaltheaters in Bukarest. Zum Gedenken auch an den Einsatz des Verstorbenen in Hermannstadt lesen Sie im Folgenden das Interview mit Ion Caramitru, das in dem Buch ,,Erfolgsgeschichte mit Folgen. Leseproben einer Seelenverwandtschaft 2″ erschienen ist, das die frühere Luxemburger Kulturministerin Erna Hennicot-Schoepges und die HZ-Chefredakteurin Beatrice Ungar 2015 im Honterus-Verlag Hermannstadt veröffentlicht haben:Weiterlesen→

,,Es steht alles in den Worten“

Die unbekannte Seite von Oskar Pastior beim Erlanger Poetenfest 2021

Ausgabe Nr. 2738

Zwei Weggefährten von Oskar Pastior, der Dichter und Übersetzer Oswald Egger und der Herausgeber von Pastiors Werken Ernest Wichner, sprachen im Rahmen des 41. Erlanger Poetenfestes, am 29. August d. J., im Innenhof des Erlanger Stadtmuseums, über den Menschen Oskar Pastior und über sein zeichnerisches Werk mit Rike Felka, Bildwissenschaftlerin, Autorin und Übersetzerin. Dieses Podiumsgespräch unter dem Titel „Zeichengebilde und Wortgebilde“ wurde begleitend zu der Sonderausstellung „Aubergine mit Scheibenwischer“ geführt, die noch bis zum 19. September d. J. im Erlanger Stadtmuseum zu besichtigen ist. Der in der Ausstellung ausgesprochenen Aufforderung „Hören sie mal rein. Oskar Pastior in Erlangen“ kann man im Internet unter https://www.dichterlesen.net/personen/detail/oskar-pastior/ nachgehen. Weiterlesen→