Museale Silberarbeiten

Neues vom Auktionshaus Dr. Fischer in Heilbronn

Ausgabe Nr. 2676

Große Vermeil-Abendmahlskanne, Siebenbürgen, Kronstadt, Michael Schelling (Meister 1616-1652), um 1630, Höhe: 28 cm

Museale Silberarbeiten werden in der Auktion am 27. Juni  d. J. im Auktionshaus Dr. Fischer in Heilbronn unter den Hammer kommen. Siebenbürgische Goldschmiedearbeiten aus dem 15.-19. Jahrhundert gehören in Europa zu den Spitzenstücken dieser Handwerksgattung.

Die Siebenbürgischen Goldschmiede waren in dieser Zeit in ständigem Austausch mit Goldschmiedezentren wie Nürnberg und Augsburg. Aus dieser Periode werden nun in Heilbronn einige außergewöhnliche Stücke angeboten. Es handelt sich dabei hauptsächlich um Arbeiten von bekannten Goldschmiedemeistern aus Hermannstadt und Kronstadt.Weiterlesen

Junge Rebellen vorgestellt

Es ist nie zu früh, die Welt zu verändern

Ausgabe Nr. 2676

Benjamin Knödler, Christine Knödler: 25 Jugendliche, die die Welt verändern!, illustriert von Felicitas HorstschäferEmpfohlen ab 10 Jahren, 160 Seiten, Hanser Verlag, 2020, fester Einband, ISBN 978-3-446-26640-7, E-Book ISBN 978-3-446-26835-7.

Malala Yousafzai, Greta Thunberg und Louis Braille sind für Viele schon längst ein Begriff, doch in der Welt gibt es viel mehr Jugendliche – junge Rebellen – die ihre Umgebung verändert haben und es teils noch tun. 25 von ihnen werden im „Young Rebels – 25 Jugendliche, die die Welt verändern!” von Benjamin Knödler und Christine Knödler vorgestellt. Illustriert wird das im Hanser-Verlag erschienene Buch von Felicitas Horstschäfer.Weiterlesen

Schlüssel zum gelingenden Leben

Ein Wort aus Mediasch zum Monatsspruch Juni 2020

Ausgabe Nr. 2676

1550, als Mediasch das Stadtrecht erhielt, wurde der Trompeterturm („Tramiter“), der Hauptturm des Mediascher Kirchenkastells, um drei Stockwerke erhöht. Durch den Druck der zusätzlichen Stockwerke wuchs die Belastung des Fundaments, so dass dieses nicht mehr standhielt. Der Turm begann sich zu neigen und weicht heute in einer Höhe von 68,50 m um 2,30 m von der Senkrechten ab. 2015 wurden der Außenputz des Trompeterturms sowie das Dach renoviert. Foto: Beatrice UNGAR

Monatsspruch Juni 2020: „Du allein kennst das Herz aller Menschenkinder.“ (1. Könige 8,39)

Gott möchte bewahren

Wie hat meine Großmutter früher, als ich noch ein Kind war, gesagt? „Der liebe Gott sieht und weiß alles.“ Und da war es manchmal besser, lieber nichts zu tun, was verboten war, und das war ja auch der Sinn des Hinweises, dass Gott alles sieht, weshalb es keine Heimlichkeiten geben konnte bzw. sollte. Was ich damals als Kind nicht im Blick hatte, ist mir erst viel später klar geworden. Vor allem, wenn ich daran denke, dass es in einer anderen Bibelstelle heißt: „Von allen Seiten umgibst du mich und verstehst meine Gedanken von ferne.“ – Da ist nichts mehr von einer Kontrolle zu sehen, sondern nur der fürsorgliche, wohlwollende Blick Gottes auf uns Menschen. Gott möchte bewahren, sofern wir es zulassen. Er kennt unsere Freuden, Sorgen, Ängste und all das, was uns bedrückt. Er weiß, wie es uns ums Herz ist.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2676

Parlament soll Wahltermine bestimmen

Bukarest. – Nachdem laut diesbezüglichem Urteil des Verfassungsgerichts das Parlament und nicht wie bisher die Regierung befugt sein soll, die Termine von Wahlen zu bestimmen bzw. die Verlängerung der Mandate der gewählten Kommunalräte, kündigte der PSD-Interimschef Marcel Ciolacu an, das seine Partei, die die Mehrheit im Parlament stellt, bis zum Wochenende den Entwurf eines Gesetzes vorzulegen. Dieser Entwurf sieht, so Ciolacu, vor, dass die Amtszeiten der gewählten Kommunalräte bis zum 1. November 2020 verlängert und die Kommunalwahlen spätestens Mitte Oktober terminiert werden müssen.

Allerdings könnten die Kommunalwahlen auch zum Wunschtermin der Nationalliberalen Partei, dem 20. oder 27. September, stattfinden. (BU)Weiterlesen

Malls ab dem 15. Juni wieder offen?

Weitere Lockerungsmaßnahmen ab dem 15. Juni möglich

Ausgabe Nr. 2675

Auch in Hermannstadt sind seit dem 1. Juni die Terrassen im Freien und in Innenhöfen geöffnet, unter Einhaltung der Abstandregelungen.  Unser Bild: Am vergangenen Freitag konnte man überall die Vorbereitungen für die Wiedereröffnung beobachten, hier in Heltauergasse.Foto: Beatrice UNGAR

Die Anzahl der neu registrierten Covid19-Infektionsfälle ist in den letzten Tagen leicht gesunken, so dass die Regierung neue Lockerungsmaßnahmen in Betracht zieht. Ab dem 15. Juni könnten Restaurants und Malls wieder eröffnet werden. Auch kommerzielle Flüge nach und aus mehreren europäischen Länder könnten wieder aufgenommen werden.Weiterlesen

Am Soldisch und am Kleinen Ring

Kreisrat beschließt Häusertausch im Altstadtzentrum von Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2675

Dieses ursprünglich als Kinderheim gebaute Gebäude Ecke Mühlgasse/Andrei Șaguna – Soldisch/Bastionului beherbergte lange Zeit die Notaufnahme der Kinderschutzbehörde. Heute sind dort die Büros der Fallmanager untergebracht. Das ASTRA-Museum soll nun das Gebäude verwalten.                  Foto: Fred NUSS

Das ASTRA-Museum, mit ganzem Namen Complexul Național Muzeal „Astra”, hat derzeit mehrere Eisen im Feuer: Das Schatzkästlein am Kleinen Ring, heute ,,Haus der Künste“ (Casa Artelor), das sich in der Verwaltung des Museums befindet, soll im Rahmen eines durch den EWR-Finanzierungsmechanismus (EEA Grants) finanzierten Projekts restauriert und in einen Kreativ-Hub umgestaltet werden. Hier soll ein Knotenpunkt entstehen mit dem Schwerpunkt traditionelles und neues Handwerk bzw. Kunsthandwerk.Weiterlesen

Theaterfestival heuer online

Am 12. Juni beginnt die 27. Auflage der internationalen Veranstaltung im Internet

Ausgabe Nr. 2675

Die 27. Auflage des Internationalen Hermannstädter Theaterfestivals (FITS) wird dieses Jahr wegen der Coronavirus-Pandemie vom 12. bis 21. Juni online unter dem Motto „Die Macht zu glauben“ (Puterea de a crede/Empowered) stattfinden.

Zehn Tage lang wird man auf der Homepage: https://www.sibfest.ro/fits-online, auf Facebook: https://www.facebook.com/FITSibiu/ und Youtube: https://www.youtube.com/user/TNRSS insgesamt 138 Veranstaltungen kostenlos miterleben können. Das komplette Programm ist online auf https://www.sibfest.ro/fits-online zu finden. Weiterlesen

,,Weil wir alle betroffen sind“

Ein Gespräch mit Johan Galtung, dem Gründer der Friedensforschung

Ausgabe Nr. 2675

Johan Galtung. Foto: en.wikipedia.org

„Eine Welt mit nur einem Staat, der Welt selbst, und nur einer Nation, der Menschheit, zeichnet sich am Horizont ab. Es ist unsere Aufgabe, eine Welt zu entwerfen, in der niemand gleicher ist als der andere.“ Das schrieb 2006 der norwegische Mathematiker, Soziologe und Politologe Johan Galtung (Jahrgang 1930) in seiner Autobiographie. Er gilt als Gründungsvater der Friedens- und Konfliktforschung. Das Institut für Friedensforschung (PRIO), das erste Friedensforschungsinstitut Europas, wurde 1959 von ihm gegründet. 1964 rief er das Journal of Peace Research ins Leben. Im Jahr 1969 wurde Galtung von der norwegischen Regierung zum weltweit ersten Professor für Friedens- und Konfliktforschung ernannt. Er erhielt zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen und Ehrungen, darunter 1987 den alternativen Nobelpreis Right Livelihood Award. Die aus Talmesch stammende Autorin und Journalistin Gabriela Căluțiu Sonnenberg, Mitarbeiterin der Costa Brava Nachrichten in Benissa – Alfas del Pi und der rumänischen Wochenschrift Occidentul Romanesc, hat aus aktuellem Anlass per Telefon ein Interview mit Johan Galtung geführt, das im Folgenden in einer gekürzten Fassung zu lesen ist:Weiterlesen

Die Störche haben auch Orlat ,,entdeckt“

Ausgabe Nr. 2675

Einige Storchennester mehr als im Vorjahr kann man in Orlat sehen. Die Hochburg der Störche aber bleibt nach wie vor Großau. Hier sind alle Horste auf den Aufsätzen auf den Masten entlang der Hauptstraße besetzt und in einigen sind schon die Jungen geschlüpft. Hoffentlich überstehen alle das nasskalte Wetter. Unser Bild: Sogar auf dem Dach des Rathauses mitten in Orlat nistet ein Storchenpaar. 

Foto: Beatrice UNGAR

Vorläufig nur im Netz zu sehen

Ausstellung zum 100. Geburtstag von Paul Celan

Ausgabe Nr. 2675

Die Gedenkplatte  (kleines Bild) ist auf einem Sockel unmittelbar neben (am Fuße) der Platten-Säule des Celan-Denkmals aus 1992 in Czernowitz aufgestellt. Die Säule krönt eine Celan-Porträt-Skulptur. Foto: Luzian GEIER

Unter dem Titel ,,CELAN 100 – Printre cuvinte/Unter den Wörtern“ veranstaltet das Bukarester Bürgermeisteramt im Nationalmuseum der Rumänischen Literatur (Muzeul Național al Literaturii Române) in Bukarest eine Ausstellung zum 100. Geburtstag des Dichters Paul Celan (1920-1970). Weiterlesen

Schlüssel zum gelingenden Leben

Ein Wort aus Hermannstadt zur Tageslosung

Ausgabe Nr. 2675

Die Arbeiten an der Südfront der evangelischen Stadtpfarrkirche sind gut vorangekommen. So sah sie am 2. Juni aus.                     Foto: Fred NUSS

Jesus Christus spricht: „Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft vollendet sich in der Schwachheit.“ (2. Korinther 12,9 – Tageslosung für Freitag, den 5. Juni 2020)

Lebens- versus Glaubenserfahrung,

Sprich- versus Bibelwort !?

„Kann alleine !“  – wenn das aus dem Mund einer Erstklässlerin kommt, dann darf ein Lehrerherz höher schlagen, das heißt, man darf die Früchte der erzieherischen Bemühungen an den Schülern entdecken. Erfolg und Resultate werden als Indikatoren für die Effizienz erzieherischer, beruflicher, wirtschaftlicher und sonstiger Aktivitäten gesehen. Aber in der Welt der Wirtschaft und Politik oder im Leistungssport z.B. ist nicht viel Raum für Schwache, sprich Erfolgslose. Andersrum: wenn wir in einem Disput auf die Durchsetzung unserer eigenen Sicht verzichten, aus Rücksicht, Bedacht oder wegen Konfliktvermeidung im Sinne von „Der/die Klügere gibt nach“ dann wird das als Schwäche interpretiert im Sinne der Erweiterung des Sprichwortes „Der Klügere gibt nach, … wenn er der Schwächere ist“.  Und… wer ist schon gerne schwach? Wer ist gerne von anderen abhängig? Wir hören das immer wieder: „Herr Pfarrer, alles ist zu ertragen, auch das Altwerden, solange wir nicht auf die Hilfe Anderer angewiesen sind…“ Wie bringt man dann als Seelsorger das Gespräch auf die Zusage Gottes durch Christus, dass gerade in den Schwachen sich Gottes Kraft als wirksam erweist?Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2675

In eigener Sache

Angesichts der im Zusammenhang mit der Covid 19-Pandemie erfolgten Ausrufung des Alarmzustands in Rumänien und der damit verbundenen Lockerungen und weiterhin bestehenden Einschränkungen bitten wir unsere Leserinnen und Leser um Verständnis, dass wir in der HZ-Redaktion vorläufig keinen Publikumsverkehr haben. Wer Abonnements und Anzeigen bezahlen möchte, kann das per Banküberweisung oder zwischen 9 und 14 Uhr   am 2. Fenster links vom Redaktionseingang. Bleiben Sie gesund und zuversichtlich!

Die Redaktion

 

EU-Corona-Hilfen vorgeschlagen

Brüssel/Bukarest. – Einen Wiederaufbaufonds in Höhe von 750 Milliarden Euro hat die EU-Kommission am 27. Mai zur Milderung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise vorgeschlagen. Das sei „Europas Moment“ – kein Land könne die Folgen der Krise „allein bewältigen“, nötig seien Investitionen in beispiellosem Ausmaß, sagte Kommissionschefin Ursula von der Leyen, derzufolge 500 Milliarden Euro als nicht rückzahlbare Zuwendungen und 250 Milliarden Euro als Kredite fließen sollen. Dafür sollen im Namen der Europäischen Union über Anleihen Kredite am Kapitalmarkt aufgenommen und gemeinsam bis 2058 über den EU-Haushalt getilgt werden.

Rumänien soll nach Angaben des Europaabgeordneten Siegfried Mureșan (EVP/PNL) mit 33 Milliarden Euro unterstützt werden, davon wären 19 Milliarden Euro nicht rückzahlbare Zuschüsse. Demzufolge würde das Land von den mittel- und osteuropäischen EU-Mitgliedstaaten nach Polen (64 Milliarden Euro) am zweitstärksten von den EU-Corona-Hilfen profitieren.

Der „Marshall-Plan“ der EU-Kommission für die europäische Wirtschaft benötigt allerdings die einstimmige Billigung der 27 EU-Staaten, weswegen wochenlange Debatten erwartet werden. (BU)Weiterlesen

Weitere Lockerungen ab dem 1. Juni

Anzahl der Neuerkrankungen an Covid 19 ist in Rumänien leicht gestiegen

Ausgabe Nr. 2674

Mit einem Großplakat an der Unteren Promenade/Bdul Corneliu Coposu dankt die Stadt den Ärzten und dem medizinischen Personal für ihren treuen Einsatz.                    Foto: Beatrice UNGAR

Frühestens ab dem 17. Juni d. J. wird es Flüge nach und aus Italien, Spanien, Deutschland, Frankreich, Österreich, Belgien, der Schweiz, Großbritannien, den Niederlanden, der Türkei, den USA und dem Iran nach Rumänien geben. Dazu gibt es Ausnahmen, Arbeitgeber dürfen z. B. Charterflüge für Saisonarbeiter organisieren. Ab Juni sind auch weitere Lockerungen geplant, ab August könne man ein „fast ganz normales Leben führen”, erklärte Gesundheitsminister Nelu Tătaru im Laufe dieser Woche. Weiterlesen