Debattenwettbewerb

Ausgabe Nr. 2425
 

Den ersten Platz im Rahmen des Siebenbürgen-Entscheids des Lese- und Debattenwettbewerbs Lesefüchse 2015 verlieh Fachberaterin Birgit van der Leeden (rechts) vergangenen Freitag dem Brukenthalschüler Alexandru Badea (links) aus der 9. B Klasse. „Ihr wart wirklich alle gut” sagte Birgit van der Leeden. Zum Landesentscheid in Temeswar am 24. April gehen deshalb auch Izabella Opriş aus Fogarasch und Ioana Ilie aus Kronstadt, die auf Platz zwei bzw. Platz drei landeten. Falls einer dieser drei Schüler erkranken sollte, kann er von Victor Arapu aus Schäßburg ersetzt werden, der den vierten Platz belegte. Die deutsche Konsulin Judith Urban überraschte mit einem kleinen Geschenk alle sieben Schüler, die am Regionalentscheid teilgenommen hatten. Die Schüler kamen übrigens von verschiedenen Sprachdiplomschulen aus Siebenbürgen. Die Schüler mussten die Bücher „Seidenweg” von Aygen-Sibel Çelik, „Der Tote im Dorfteich” von Franziska Gehm, „Ein Kuss ist ein ferner Stern” von Alexander Rösler und „Pampa Blues” von Rolf Lappert lesen. Im Rahmen des Regionalentscheids musste in einer ersten Runde jeder Schüler eines dieser Bücher vorstellen. In einer zweiten Runde durften die Schüler verschiedene Fragen zu den Büchern lebhaft untereinander debattieren und diskutieren. Bewertet wurde unter anderem Textverständnis, sprachliches Ausdrucksvermögen, aber auch Überzeugungskraft oder Interaktion. „Aus meiner Sicht ist es ein sehr gutes Projekt, weil relativ wenig Literatur gelesen wird“, sagte Birgit van der Leeden.

Rumänien  nimmt mit Siebenbürgen und dem Banat nun ab dem Schuljahr 2014/2015 an dem internationalen Wettbewerb teil. Der Sieger auf Landesebene wird dann im September nach Berlin fahren, wo die Schlussrunde stattfindet. Weitere Länder, die teilnehmen, sind Georgien, Estland, Lettland, Litauen, die Mongolei, Ungarn, Weißrussland, Russland und Bulgarien.    

Text und Foto: Werner FINK

Was sind denn „Improductions“?

Ausgabe Nr. 2425
 

Die Hermannstädter Pianistin und Klavierlehrerin Ioana Ilie im HZ-Gespräch

 

Ich habe immer mein Ding durchgezogen. Meine Mutter hatte aber immer mehr Lampenfieber als ich", erzählt die am 24. Juni 1988 in Hermannstadt geborene Pianistin Ioana Ilie, die seit Februar an der Musikakademie der Stadt Basel unterrichtet. Sie findet es wunderbar und fühlt sich dort wie zuhause. Zuhause konzertierte sie Anfang März und im Vorfeld gewährte sie der HZ-Chefredakteurin Beatrice U n g a r nachstehendes Interview.

 Deine Mutter wollte, dass du eine deutsche Schule besuchst.

Genau; sie hat mich zu einer privaten Deutschlehrerin geschickt, bei der ich ein paar Stunden hatte. Ich war damals drei Jahre alt. Irgendwann hab ich doch eine Hausaufgabe gemacht, und auch gut und die Lehrerin war ziemlich begeistert, sie hat mir dann gesagt, es war so gegen Weihnachten: „Sehr gut! Als Belohnung spiele ich dir jetzt am Klavier ein paar Weihnachtsstücke vor“. Weiterlesen

Arbeiten an drei Kliniken beendet

Ausgabe Nr. 2425
 

Hermannstädter Kreisräte konnten Ergebnisse der Investitionen besichtigen

 

Die Renovierungsarbeiten bei der Geburtenklinik, sowie bei der Reha-Klinik und der Neurochirurgischen Klinik des Kreiskrankenhauses Hermannstadt wurden abgeschlossen und am Montag im Beisein der Vertreter des Gesundheitsministeriums und des Kreisrates offiziell eröffnet.

 

Der Kreisratsvorsitzende Ioan Cindrea, im Beisein des Staatssekretärs Iulian Chiriac, des Präfekten Ovidiu Sitterli und des Krankenhausmanagers  Dr. Vasile Spinean präsentierten den Besuchern die drei modernisierten Kliniken, wobei auch die verschiedenen Arbeitsetappen erklärt wurden. Ioan Cindrea erklärte, dass in den letzten drei Jahren rund 100 Millionen Lei in die drei Krankenhäuser, die vom Kreisrat betrieben werden, investiert wurden, wobei etwa die Hälfte davon aus dem eigenen Haushalt stammte, der Rest kam durch versschiedene nationale und internationale Programme.

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Ein Staatsstreich oder ein Putsch?

Ausgabe Nr. 2425
 

Vortrag beim Männerfrühstück der Evangelischen Akademie Siebenbürgen

 

War es im Dezember '89 ein Putsch oder ein Staatsreich? Über die historische Einordnung der rumänischen Revolution sprach am Samstag, den 28. März d. J., Dietrich Urban beim Männerfrühstück der Evangelischen Akademie Siebenbürgen. Urban, Beamter des deutschen Bundeskriminalamtes und ehemaliger Verbindungsbeamter in Bukarest,  zeigte auf, dass die Begriffsbestimmung relevant sei für die Einordnung, ob die Revolution von unten kam oder von oben gesteuert wurde. „Also eine Selbstauflösung des kommunistischen Herrschaftssystems?“

 

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Osterbasar im Forum

Ausgabe Nr. 2424
 

Buntes geschäftiges Treiben herrschte am Samstag beim Osterbasar der Handarbeitskreise des Hermannstädter Evangelischen Frauenvereins im Spiegelsaal des Forumshauses.  Mit Ständen vertreten waren auch die Handarbeitskreise der evangelischen Kirchengemeinden Heltau und Neppendorf, vom Frauenhaus des Frauenvereins Hermannstadt, von der Behindertenwerkstatt von Diakonie International, von der Kindertagesstätte der evangelischen Kirchengemeinde Hermannstadt. Und natürlich gab es wie immer leckeren selbstgebackenen Kuchen und dazu Kaffee und Tee.                                                       

Foto: Fred NUSS

Einladung zum Tanz für alle

Ausgabe Nr. 2424
 

Sonderschüler traten auf der Bühne des Thaliasaals in Hermannstadt auf

 

Wahrgenommen, ernst genommen werden ja auch auf der Bühne stehen und Applaus entgegen nehmen, das alles erlebten am Freitag der Vorwoche mehr als hundert Schülerinnen und Schüler der Sonderschulen aus dem Kreis Hermannstadt, die bei der Anderen Gala" (Gala altfel) im Thaliasaal im Mittelpunkt standen.

 

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„Sicht-Korridor“ geschnitten

Ausgabe Nr. 2424
 

Friedhofsaktion der evangelischen Kirchengemeinde

Wie viele Personen bilden eine Handvoll Leute? Am Samstag, dem 21. März, war bestimmt mehr als eine Handvoll Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde damit beschäftigt, auf dem Hermannstädter Zentralfriedhof Bäume zu pflanzen und ihm das passende Gesicht für die warme Jahreszeit zu geben.

 20 Personen, bewaffnet mit Gartenscheren, Spaten und Schaufeln, waren unter strahlender Sonne und blauem Himmel auf dem evangelischen Teil des Friedhofs unterwegs. Wer noch nie zuvor einen jungen Baum gesetzt hatte, wusste nach dem Schnellkurs sicher Bescheid: Loch graben, Schlamm anrühren, Wurzel hinein, Erde drüber und Wasser nachgießen.  Buchen, Eichen und besonders viele Linden wurden gepflanzt und der Frühlingssonne übergeben.Weiterlesen

Mindestens 20 Prozent Elektrobusse

Ausgabe Nr. 2424
 

Städtische Transportgesellschaft Tursib legte Grundstein für neues Busdepot

 

„Das hier ist eine sehr wichtige Investition, da wir ein Busdepot aus einem Wohngebiet an den Rand der Stadt verlegen“, betonte Bürgermeisterin ad interim Astrid Fodor am Donnerstag der Vorwoche bei der Grundsteinlegung für das neue Busdepot der Hermannstädter Transportgesellschaft Tursib im Gewerbegebiet West.

 Bereits in den letzten acht Jahren machte Tursib bedeutende Fortschritte. Der Fuhrpark wurde erneuert, die Fahrrouten optimiert, die Gesellschaft erwarb eine ISO-Zertifizierung. Der Start der Bauarbeiten am neuen Busdepot ist nun ein neuer Schritt. „Es ist ein besonderer Moment, auf den wir seit etwa fünf Jahren warten", sagte Tursib-Generaldirektor Adrian Popa.Weiterlesen

Ostermorgen

Ausgabe Nr. 2424
 

Osterbotschaft von Pfr. Hans-Georg JUNESCH

 

Es ist die frühe Morgenstunde des Ostertages. Das unberührte Licht des neuen Tages wird mich bald umfassen, wird das verbrauchte Dunkel verdrängen. Ich erwarte, vom ersten Licht sanft durchflutet zu werden. Es ist die Gnade der ersten Stunde, vor der ich freudig stehe. Ein einzigartiges Ereignis bricht sich Bahn. Ich werde zu den Ersten gehören, die heute die Worte hören: „Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden.“

Was für eine Herausforderung: Die stärkste Macht der Welt wird außer Kraft gesetzt! Die Gesetzmäßigkeit von Werden und Vergehen wird durchbrochen. Wer kann das begreifen? Viele Ostermorgen sind seither vergangen. Und doch genieße ich, noch unberührt von der Ablenkung des Tages, das Gespür eines Neubeginns; für mich.

Ich liebe die Morgenstunde. In ihr findet sich ein Hauch des ersten Schöpfungstages wieder, als Gott das Licht von der Finsternis schied. Doch jeden Morgen die gleiche Frage: Was wird dieser Morgen Neues bringen? Wird nur das Alte neu erscheinen, vielleicht neu gewandet? Jenseits aller Kerzen und aller Sonnen scheint das Osterlicht, auf. Es kann alles durchdringen. Auch meine innerste Finsternis. Es kann sie erhellen und zum Strahlen bringen, jeden Morgen neu. Denn heute ist uns gesagt: „Fürchtet euch nicht!“

Heute geschieht in mir eine neue Schöpfung. Sie entspringt aus Liebe und Vergebung, aus Hoffnung und Gnade, aus Glaube und Vertrauen. Die Finsternis und der Tod sind besiegt. Ich kann ohne Todesangst leben, lautet die frohe Botschaft. Denn jeden Morgen weiß ich neu: „Christus ist auferstanden!“, auch für mich. Was braucht der Mensch noch mehr?

Bekokten ist anders

Ausgabe Nr. 2424
 

Kinderuni in Kirchenburg und Schule

 

Nach einer zweistündigen Fahrt von Hermannstadt aus, kommen wir in dem von Hügeln und Wäldern bewachten Bekokten an. Ich muss gestehen, der Weg war alles andere als autofreundlich, aber die Fahrt dorthin hat sich definitiv gelohnt. Obwohl das Wetter am vergangenen Samstag gar nicht mitgespielt hat, konnte man die Aussicht in vollen Zügen genießen. Trotzdem stimmt einen die Fahrt dorthin nachdenklich und eine Mischung aus Frust, Ärger und Mitgefühl kommt auf, und das nicht etwa wegen der schlechten Straßen, sondern viel mehr wegen der Lebensbedingungen der Menschen aus den Dörfern.

 

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Schuld und Sühne auf der Lügenbrücke

Ausgabe Nr. 2424
 

Neuer Roman von Beatrix Binder spielt in Hermannstadt

 

Einen Roman zu schreiben ist nicht leicht. Und dann noch den richtigen Titel zu wählen ist eine Kunst. „Die Lügenbrücke“ ist ein ziemlich gelungener Titel. Für einen Nichtkenner der Hermannstädter Geschichte würde eine Lügenbrücke auf viel Dramatik und bestimmt auf eine Liebesgeschichte hindeuten. Und da läge er nicht einmal so falsch. Der neue Roman von Beatrix Binder „Die Lügenbrücke“ ist vor kurzer Zeit im „Der Kleine Buch Verlag“ in Karlsruhe erschienen.

 

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