Nachrichten

Ausgabe Nr. 2631

Europaparlament zusammengetreten; Carl Filtsch-Festival; Obor Fest; Sibiu Sands; Hermannstädter Radtour; 10. Auflage der Hungarikum-Tage; Brunch am Wochenende; Wasser wird teurer; Tag der offenen Türen; Säuglingstag am Sonntag; Vortrag zu Brot; Orgelsommer in Mediasch; Buchvorstellung am Mittwoch; Jugendchor aus Schaffhausen auf Tournee; Rumänisches Fernsehen in deutscher Sprache.Weiterlesen

Zwischen Presto und Andantino

Erinnerungen an die Hermannstädter Philharmonie zum 70. bzw. 180. Geburtstag

Ausgabe Nr. 2630

Heinz Acker am Pult der Hermannstädter Staatsphilharmonie, Solist: Peter Szaunig, 2. Klavierkonzert von Franz Liszt, 1972

Vor mir tickt ein altertümliches Metronom sein noch immer zuverlässiges Tick-tack und gemahnt an alte Zeiten in Hermannstadt. Ich habe es von meiner bescheidenen Gage beim Debütkonzert als Dirigent der Hermannstädter Staatsphilharmonie (1970) gekauft. Das Gewicht auf der Pendelskala steht auf 70. Ein ruhiges Andantino-Tempo suggeriert relativ stabil verlaufende 70 Jahre seit der Gründung der Hermannstädter Staatsphilharmonie (1949). Nun schiebe ich den Regler auf 180. Ein aufgeregt pulsierendes Presto kündet von den erregenden 180 Jahren seit der Gründung des Hermannstädter Musikvereins (1839). Welches Ereignis feiern die Hermannstädter denn nun eigentlich? Wohl am besten beides, denn das eine ist ohne das andere nicht denkbar und beides verbindet sich in meinem Geist mit einem legendären Saal in Hermannstadt.Weiterlesen

Zum 125. Geburtstag nachgerechnet

Oberths Berechnungen für die „Kegeldüse“ mit modernen Methoden bestätigt

Ausgabe Nr. 2630

Hermann Oberth im Sommer 1930 bei seinen Versuchen in der Chemisch-Technischen Reichsanstalt Berlin.
Quelle: Archiv Hermann-Oberth-Raumfahrt-Museum, Feucht.

Der Raumfahrt- und Raketenpionier Prof. Hermann Oberth (1894-1989) wäre am 25. Juni 125 Jahre alt geworden. Zum 20. Tag der Raumfahrtgeschichte am vergangenen Samstag im Hermann-Oberth-Raumfahrt-Museum in Feucht präsentierten Prof. Philipp Epple und Michael Steppert von der Hochschule Coburg eine Simulationsrechnung für Oberths 1929/30 entwickelte „Kegeldüse“.

Die Berechnungen und Annahmen des gebürtigen Hermannstädter Raumfahrtpioniers wurden dadurch voll bestätigt.Weiterlesen

Poesie, Pathos, Witz und Feuer

Das 26. Hermannstädter Internationale Theaterfestival verzeichnete neue Rekorde

Ausgabe Nr. 2630

Die französische Straßentheatergruppe „Plasticiens volants“ verwandelte an zwei Abenden den Großen Ring in eine Bühne für mit Helium gefüllte aufblasbare Gestalten aller Art. Unser Bild: Einige Figuren wie diese aus der Vorstellung „New World“ konnte man auch tagsüber bewundern.
Foto: Fred NUSS

Das Internationale Theaterfestival Hermannstadt hat dieses Jahr den Rekord der Zuschauer gebrochen. 123.000 Menschen sollen den insgesamt 540 Events der 26. Auflage beigewohnt haben. Das größte Theaterfestival des Landes, das am 14. Juni begonnen hatte, endete am Sonntag, dem 23. Juni, zehn Minuten vor Mitternacht mit dem traditionellen Feuerwerk. Damit endete das spektakulärste Event des Jahres in Hermannstadt.Weiterlesen

Aus Liebe zur Bergwelt

125 Jahre SKV-Kurhaus auf der Hohen Rinne

Ausgabe Nr. 2630

Ein kenntnisreiches und kurzweiliges Ko-Referat hielt Konrad Klein über die Schanta, ein ca. 4 km von dem Luftkurort Hohe Rinne gelegene Wiese, auf der einige Hermannstädter Ferienhäuser gebaut hatten.
Foto: Beatrice UNGAR

Aus Anlass des 125. Jahrestags der Einweihung des Kurhauses auf der Hohen Rinne am 10. Juni 2019 hielt Dr. Mircea Dragoteanu, Autor des Buches „A fost odată Hohe Rinne – Istoria Păltinișului” einen Bildvortrag zum Thema „Zwischen Bergen und Himmel, die Hohe Rinne. 125 Jahre seit der Einweihung des Luftkurortes Hohe Rinne” im Rahmen der dritten Auflage der Veranstaltungsreihe „Hermannstädter Gespräche“, die von dem Demokratischen Forum der Deutschen Hermannstadt in Zusammenarbeit und mit Unterstützung des Instituts für Auslandsbeziehungen Stuttgart durchgeführt wird.Weiterlesen

Gelebte Partnerschaft

Ausgabe Nr. 2630

Im Rahmen der seit 1997 zwischen Marburg und Hermannstadt existierenden Städtepartnerschaft ist am Montag ein vom Marburger Verein Hilfe für Sibiu/Hermannstadt“ unter Koordination von Carola von Winterfeldt organisierter Gütertransport mit einer umfangreichen Schulmöbelspende (Tische, Stühle, Tafeln) bei der Independența-Berufsschule  eingetroffen. Auf dem Hilfstransport waren neben Schulmöbeln auch Kindergartenmöbel und Kartons mit Kleidung. Empfänger waren die Schule Nr. 8, der Kindergarten Nr. 16, soziale Einrichtungen der Stadt und der Hilfsverein Olivia. Am Mittwoch konnten sich die Medien bei der Berufsschule ein Bild von dieser Schenkung machen und sich dabei bei der Leiterin des Kollegs, Frau Mirela Hanea, und Herrn Konsul Hans Erich Tischler über diese Aktion informieren. Konsul Tischler begrüßte diese gelebte Partnerschaft und konkret bezeugte Solidarität zwischen den beiden Städten. Unser Bild: Konsul Hans Erich Tischler (3. v. r.), Schulleiterin Mirela Hanea (2. v. r.) und Teo Pădurean (1. v. r.) vom Hilfsverein Olivia mit einer der gespendeten Tafeln.

Foto: Beatrice UNGAR

 

Aufgeschlossen für Dichtung: Jens Langer

Zum 80. Geburtstag des Pfarrers und Publizisten / Von Joachim WITTSTOCK

Ausgabe Nr. 2630

Jens Langer ist auch leidenschaftlicher Hobbyfotograf.
Foto: Henriette VÁSÁRHELYI

Familiäre Umstände brachten es mit sich, dass der in Rostock beheimatete evangelisch-lutherische Pastor Jens Langer seit mehr als anderthalb Jahrzehnten zum Rumänienreisenden und Siebenbürgenkenner wurde. Durch die Heirat des Sohnes und dessen Zuzug nach Holzmengen/Hosman wurde das Untere Harbachtal für Jens Langer und seine Gattin Mechthild zum Schwerpunkt regelmäßiger Aufenthalte hierzulande. Weiterlesen

„Nein, aus Luxemburg!“

Ausgabe Nr. 2630

Julius Henning beim Heimattag der Siebenbürger Sachsen in Dinkelsbühl 2017.
Foto: Herwart LICKER

Die Begleitumstände zu der Veröffentlichung der Denkschrift „Luxemburg und die Siebenbürger Sachsen“ von Julius Henning waren im positiven Sinne recht ungewöhnlich. Nach einem Hinweis, erhielt ich jüngst ein Schreiben von einem Mann. Bemerkenswert daran sollte nicht nur die Tatsache sein, dass der Brief mit Hilfe einer guten alten Schreibmaschine entstand. Der Urheber, Jahrgang 1926, bezeichnete sich selbst als „Siebenbürger Urgestein“ aus Schäßburg. Zugleich übernahm er als integraler Bestandteil seiner Gemeinschaft auch in Deutschland gern Verantwortung als Mittler zwischen den Kulturen. Julius Henning machte zugleich in dem Brief öffentlich, dass vor genau 250 Jahren eine Sprachverwandtschaft zwischen dem siebenbürgisch-sächsischen Dialekt und dem „Letzebuergischen“, welches im Großherzogtum Luxemburg zu den offiziellen Sprachen gehört, festgestellt wurde. Er habe nun darüber eine Festschrift herausgegeben.Weiterlesen

Manipulation einfach gemacht

„Deepfake“ erreicht neues Niveau

Ausgabe Nr. 2630

Das Foto ist ein Screenshot von https://www.ohadf.com/projects/text-based-editing/
Auf dieser Seite wurde die neue Technologie der Öffentlichkeit präsentiert.

„Deepfake“ (dt.: tiefe Fälschung) ist ein noch sehr junger Begriff für eine ebenso junge technologiebasierte Entwicklung, mit der zum Beispiel Videos manipuliert werden können. Seit 2017 ist er in der Öffentlichkeit ein Thema und nimmt mit jeder weiteren Innovation an Bedeutung zu. Anfang Juni wurde ein neuer Algorithmus vorgestellt, dessen falsche Anwendung einen moralisch fragwürdigen Meilenstein für die Zukunft der menschlichen Gesellschaft darstellen könnte.Weiterlesen