Maiständchen

Ausgabe Nr. 2720

Ein Maiständchen für alle statt des traditionellen Maiblasens bot die Neppendörfer Blaskapelle am 1. Mai auf dem Kirchhof in Neppendorf für alle Mitglieder des Gemeindeverbands Neppendorf. Die Veranstaltung wurde im Livestream übertragen und erlebte allein auf Facebook knapp 5.000 Aufrufe.         

Foto: Beatrice UNGAR

Motor für eine zukunftsgerechte Entwicklung

Gemeinsame Botschaft von Herrn Konsul Hans E. Tischler und der Honorarkonsuln von Österreich und Luxemburg in Hermannstadt zum Europatag am 9. Mai 2021

Ausgabe Nr. 2720

Konsul Hans E. Tischler.

Auch der diesjährige Europatag zeigt uns deutlich, dass die europäische Solidarität zentral, ja lebensrettend für uns Bürgerinnen und Bürger ist und es weiterhin bleibt. Es gab wohl kaum eine Zeitspanne in der Geschichte der Europäischen Union, in der die Bedeutung dieser Struktur so deutlich zum Ausdruck kam wie in den vergangenen Monaten.

Wir haben alle in kürzester Zeit lernen müssen, welche verheerenden Folgen eine Pandemie haben kann – auf unsere Gesundheit und unsere Gesundheitssysteme. Es erfüllt uns alle mit tiefer Trauer, dass so viele Menschen ihr Leben im Zusammenhang mit dem Corona-Virus  verloren haben. Die Auswirkungen auf die Wirtschaft vermögen wir immer noch nicht genau abzuschätzen. Weiterlesen

Theater ist ein kollektives Kunstwerk

Gespräch mit dem Regisseur Alexandru Weinberger-Bara

Alexandru Weinberger-Bara in der Harteneckgasse/Str. Cetății in Hermannstadt.                                                              Foto: Cynthia PINTER

Ausgabe Nr. 2720

„Bookpink“ (Plattdeutsch für: Buchfink) von Caren Jeß heißt die neueste Inszenierung an der deutschen Abteilung des Hermannstädter Radu Stanca-Nationaltheaters, die am 9. Mai, 19 Uhr, voraussichtlich mit Publikum Premiere feiern wird.

Über die Arbeit mit den Schauspielerinnen und Schauspielern, die Theaterwelt und das Leben als freiberuflicher Regisseur sprach HZ-Redakteurin Cynthia P i n t e r mit dem Regisseur von „Bookpink“,  Alexandru Weinberger-Bara.  Weiterlesen

,,Sie konnte eigentlich alles“

Anita Daniels Feuilletons verzaubern immer noch / Von Matthias BUTH

Ausgabe Nr. 2720

Anita Daniel: Mondän ist nicht mehr modern. Feuilletons über Mode, die Kunst und das Leben. Herausgegeben von Katja Behling und Thomas B. Schumann, Edition Memoria, Hürth bei Köln 2021, 263 Seiten, ISBN

Menschen, die aus Rumänien kommen, entwerfen ihr eigenes Weltmodell. Sie entfalten ein Bild von dem, was sie sehen, empfinden und erleiden in einer oft spielerischen und grazilen Art. Die Lyrik von Rose Ausländer gehört dazu, die 1901 in der damals noch habsburgischen Stadt Czernowitz geboren wurde, die dann von 1918 bis 1947 ein Teil Rumäniens war und deren Dichtung stets etwas Schwebendes hat, einen Klang erzeugt, der ohne Trompeten auskommt und eher in die Harfe der Sprache und Menschen greift. „Wenn ich den blauweißen Schal /nach Osten hänge/schwingt Jerusalem herüber zu mir /mit Tempel und Hohelied//Ich bin fünftausend Jahre jung//Mein Schal/ist eine Schaukel“, dichtete sie im Gedicht „Jerusalem“. Rumänien ist selten auf nur einen Nenner zu bringen. Auch nicht eine Universitätsstadt wie Jassy. Dort wurde Anita Daniel geboren; auch sie war jüdisch, wie um 1900 ja fast die Hälfte der Einwohner.Weiterlesen

Filzen, Backen, Basteln

Im ASTRA-Freilichtmuseum ist immer etwas los

Ausgabe Nr. 2720

Auf dem Gehöft eines siebenbürgisch-sächsischen Weinbauern aus Kleinschelken im ASTRA-Freilichtmuseum ist immer etwas los. Unser Bild: Am orthodoxen Palmsonntag gab es einen Basar des Neppendorfer Handarbeitskreises, über dessen Erfolg sich Maria Rastel, die Museografin Simona Malearov, Elisabeth Rosenauer, die Museografin Camelia Ștefan und Maria Opriș (v. l. n. r.) freuten.   Foto: Beatrice UNGAR

Das ASTRA-Freilichtmuseum ist seit Beginn der Pandemie immer mehr zu einem Zufluchtsort für Veranstaltungen aller Art geworden. So fand letztes Jahr dort das Astra-Filmfestival im Freien statt. Aber auch die Mitarbeitenden des Museums sind fleißig und lassen sich quasi in letzter Zeit für jedes Wochenende etwas einfallen. Weiterlesen

Purzelbäume der Phantasie

Zur Ausstellung ,,Brukenthal 300. Ideen für ein Denkmal. Collagen und Modelle“

Ausgabe Nr. 2720

Blick in die Ausstellung im Terrassensaal des Friedrich Teutsch-Kultur- und Begegnungszentrums: Zu sehen ist auch der Entwurf für ein Standbild des Barons (links im Bild ist der Kopf zu sehen) mit dem Jacobi sich leider erfolglos an dem diesbezüglichen Wettbewerb beteiligt hatte.Foto: Beatrice UNGAR

Schon seit geraumer Zeit setzt sich der international bekannte Bildhauer Peter Jacobi mit Formen der Erinnerungskultur auseinander: Vor einigen Jahren hat er auch in Rumänien Meilensteine  – u. a. mit dem Holocaust-Memorial für Juden und Roma in Bukarest – seiner Memorialkunst geschaffen. Seit über dreißig Jahren beschäftigt ihn auch die Gestaltung eines Denkmals für Samuel von Brukenthal. Zum 300. Geburtstag des Barons zeigt nun der vielseitige Künstler in einer Ausstellung des Landeskirchlichen Museums im Terrassensaal des Friedrich Teutsch-Kultur- und Begegnungszentrums in Hermannstadt mehrere seiner 3D-Konstruktionen und Modelle sowie eine Reihe von Collagen. Weiterlesen

Die Marburger sind treu

Austausch im Sportbereich wird fortgeführt

Ausgabe Nr. 2720

Sie arbeiten seit zehn Jahren sehr gut zusammen (v. l. n. r.): Peter Schmidt, Adrian Fușle Țană und Wolfgang Strümpfler bei der Übergabe der Sachspende auf dem Parkplatz hinter dem Sportsaal des Samuel von Brukenthal-Gymnasiums.                                       Foto: die Verfasserin

Seit zehn Jahren gibt es zwischen dem Fachdienst Sport der Stadt Marburg und dem Samuel von Brukenthal-Gymnasium in Hermannstadt einen regen Austausch. Der ,,Motor“ dieses Austausches zwischen den Einrichtungen aus den beiden Partnerstädten sei Sportlehrer und Fußballtrainer Adrian Fușle Țană, sagte der stellvertretende Fachdienstleiter Wolfgang Strümpfler der Hermannstädter Zeitung am Montag, anlässlich der Übergabe einer erneuten Sachspende aus Marburg.Weiterlesen

Im Stil des Weidmannes

Gurghiu-Monografie von Oberst von Spiess neu aufgelegt

Ausgabe Nr. 2720

August Roland von Spiess: Gurghiu – Görgény-Szt.-Imre. Das königliche Leibjagdgehege einst und jetzt. Verlag Neumann-Neudamm, Melsungen, 2020, 2. erweiterte  Auflage, mit einem Beitrag von Radu V. Mija. Neu bearbeitet und herausgegeben von Helga Stein. 320 Seiten, ISBN: 978-3-7888-1999-6

,,Das letzte und für mich das leichteste“ sei die Überarbeitung der von ihrem Großvater, dem Hofjagddirektor Oberst August R. von Spiess erstellten Monographie „Gurghiu Görgényi-Szt.-Imre. Das königliche Leibjagdgehege einst und jetzt“ für sie gewesen, sagt Helga Stein. Damit hat sie die Herausgabe aller Schriften ihres Großvaters, dem Namensgeber des Jagdmuseums in Hermannstadt, abgeschlossen.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2720

 

Impfstraße auf dem Parkplatz

Hermannstadt. – In Hermannstadt soll in den nächsten Tagen auf dem Parkplatz 90er Kaserne eine Impfstraße (Drive-through) mit vier Impfstellen eingerichtet werden, meldet das Bürgermeisteramt, das diese Aktion gemeinsam mit der Präfektur plant. Die Personen, die sich impfen lassen wollen, brauchen keine Programmierung, müssen nur im Auto ankommen, als Fahrer oder als Passagier und einen gültigen Personalausweis bei sich haben. Nach der Impfung bleiben die frisch Geimpften 15 Minuten im Auto sitzen, unter ärztlicher Aufsicht. Die Präfektur des Kreises Hermannstadt wird ankündigen, in welchem Zeitraum diese Impfstraße funktionieren soll. Der Parkplatz wird nämlich in diesem Zeitraum für den Normalbetrieb gesperrt sein.

Ab dem 10. Mai soll man sich in allen Impfzentren in Rumänien ohne Programmierung impfen lassen können, allerdings haben die Personen mit Programmierung Vorrang.

31,2 Prozent der Bukarester waren bis Dienstag mit mindestens einer Dosis geimpft, gefolgt von den Kreisen Klausenburg (28,0 %) und Temeswar (22,5 %). Kreis Hermannstadt ist auf Platz 5, mit 21,8 Prozent. Die Kreise mit den wenigsten Geimpften sind Botoșani (10,4 %), Suceava (10,0 %) und Giurgiu (10,5 %).

Die Regierung will noch bis Ende der Woche Lockerungen für Geimpfte einführen, z. B. Restaurants mit maximaler Kapazität eröffnen, Hochzeiten und Taufen erlauben, usw. „Schließlich gibt es einen Weg, die Bevölkerung zu motivieren, sich impfen zu lassen. Jedes Land hat einen Weg, die Bevölkerung zu motivieren. Wir haben gesehen, dass Deutschland diese Methode anwendet. Wenn es für Deutschland ok ist, Vorteile für geimpfte Menschen einzuführen, denke ich, dass es auch für uns ok sein kann”, erklärte der Premierminister Florin Cîţu zum Wochenbeginn. (RS)Weiterlesen