Schneller gelernt als Twain behauptete

Verleihung der Deutschen Sprachdiplome am Samuel von Brukenthal-Gymnasium

Ausgabe Nr. 2958

Gruppenbild mit Vizekonsul Sven Kunert, Fachberaterin, Schulleiterin, Lehrerinnen und Zwölftklässlerinnen und Zwölftklässlern vor dem Gebäude des Samuel von Brukenthal-Gymnasiums in Hermannstadt.                               
Foto: Johanna MÜNZNER

Punkt 13 Uhr – erkennbar am Ringen der Schulklingel – werden die Türen zur Aula des Brukenthal-Gymnasiums am Montag geschlossen und die Verleihung der Deutschen Sprachdiplome kann beginnen. Zwei Schülerinnen leiten die Festlichkeiten musikalisch auf der Gitarre und mit Gesang ein, die meisten ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler lauschen ihnen, andere rutschen auf ihrem Stuhl und tuscheln untereinander. Es liegt eine gewisse Nervosität und Anspannung in der Luft – Sehr verständlich, wenn man bedenkt, dass diese Veranstaltung ein großer Meilenstein in der Schullaufbahn aller Anwesenden ist. Weiterlesen

Zehn Künstlerinnen an zwei Orten

Ausgabe Nr. 2958

„Das andere Gesicht der Welt” zeigen zehn bildende Künstlerinnen noch bis zum 31. Mai den an zeitgenössischer Kunst Interessierten im Museum für zeitgenössische Kunst des Brukenthalmuseums und im Brukenthalpalais. Unter dem gleichen Titel haben schon neun von ihnen, allesamt Absolventinnen der Universität für Kunst und Design – Ana Maria Micu, Ioana Olăhuț, übrigens die erste Frau, die an der Universität eine Professur innehat, Anca Bodea, Mirela Moscu, Ioana Iacob, Anca Brânzaș, Oana Năstăsache, Andrea Tivadar, Roxana Ajder – in Klausenburg ausgestellt und einen Katalog herausgegeben. In Hermannstadt holten sie ihre Hermannstädter Kollegin Ioana Tocoaie ins Boot. Kuratorin der Ausstellung ist Liviana Dan, Ko-Kuratorin Alexandra Runcan. Unser Bild: Bei der Vernissage im Gebäude des Museums für zeitgenössische Kunst in der Quergasse/Tribunei 6: Alexandra Runcan, Raluca Teodorescu, Ana Maria Micu, Liviana Dan, Anca Bodea, Ioana Tocoaie, Ioana Olăhuț, Andreea Tivadar, Oana Năstăsache, Mirela Moscu, Ioana Iacob (v. l. n. r.).                                                           Foto: Beatrice UNGAR

Zwischen Geschichten und Realität

Albumbilder – ein neues Buch von Carmen Elisabeth Puchianu

Ausgabe Nr. 2958

Carmen Elisabeth Puchianu: Albumbilder-Geschichten. Paramon Verlag Zug, 2026; ISBN 978-3-038-865-3, 246 Seiten, 18,80 Euro. Informationen und Bestellungen unter www.paramon.ch

Die Kronstädter Autorin Carmen Elisabeth Puchianu veröffentlichte Anfang Februar im Zuger Paramon Verlag mit ihrem neuen Buch „Albumbilder – Geschichten“ eine literarische Sammlung mit Erzählungen, die unter die Haut gehen. Sie beschreibt in ihren Geschichten den Alltag und die Lebensrealität in Rumänien im politischen und geografischen Kontext. Weiterlesen

,,radiance and reflection“

Ausstellungseröffnung im RKI Wien

Ausgabe Nr. 2958

Michael Hedwig (links) im Gespräch mit einer Besucherin.

In einen Ort lebendiger künstlerischer Begegnung verwandelte sich am Donnerstag, dem 7. Mai, das Rumänische Kulturinstitut Wien. Zur Eröffnung der Ausstellung „radiance and reflection“ versammelte sich ein interessiertes Publikum, um die aktuellen Arbeiten von Simina Badea und Michael Hedwig zu erleben – zwei Künstler, die sich in Technik und Ausdruck deutlich unterscheiden und doch in einem gemeinsamen thematischen Spannungsfeld aufeinandertreffen.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2958

Ratturm eingerüstet: Der 40 Meter hohe und siebenstöckige Ratturm am Großen Ring in Hermannstadt ist nun eingerüstet und soll aus EU-Mitteln von dem Zusammenschluss der Firmen Decorint SRL & Domino Construct Expert SRL komplett saniert werden. Die Gesamtkosten betragen 9,27 Millionen Lei. Laut Baustellenschild werden die Arbeiten am 19. Januar 2028 abgeschlossen sein. Foto: Cynthia PINTER

Regierungskrise dauert an

Bukarest. – Das Rumänische Parlament hatte am 5. Mai den pro-europäischen Premierminister Ilie Bolojan per Misstrauensvotum abgesetzt. Die Regierung fungiert nur noch ad interim, während Rumänien sich nun offiziell in der Rezession befindet. Laut Experten ist daran vor allem die Regierungskrise schuld, die durch diesen von PSD und AUR gemeinsam eingebrachten Misstrauensantrag ausgelöst worden ist. Die in der Verfassung vorgesehenen 45 Tage bis zur Einsetzung einer neuen Regierung sind bald um.

Staatspräsident Nicușor Dan hat die im Parlament vertretenen Parteien zu Konsultationen eingeladen. Er kann dem Parlament nun einen neuen Kandidaten für das Amt des Premierministers vorschlagen. Allerdings hat der Staatspräsident erklärt, dass er weder Bolojan noch Grindeanu ernennen werde. Werden zwei Vorschläge in Folge abgelehnt, kann Dan das Parlament auflösen und Neuwahlen ansetzen. Diese will aber erklärterweise außer den Rechtsextremen von AUR keine der im Parlament vertretenen Parteien.

Die Nationalliberalen und die USR (Union Rettet Rumänien) haben erklärt, sie gehen gemeinsam in die Opposition und forderten die PSD auf, Regierungsverantwortung zu übernehmen. (BU)Weiterlesen

Blasmusiker sorgten für gute Laune

Maiblasen gab es auch in diesem Jahr in Neppendorf und Petersdorf

Ausgabe Nr. 2957

Offenes Tanzen mit der spontan zusammengestellten Tanzgruppe.                                                 Foto: Ștefan TRIHENEA

Der 1. Mai wurde zunächst um 7 Uhr beim Maisingen auf der Michelsberger Burg gefeiert. Auf dem Kirchhof in Neppendorf wurde es erst drei Stunden später geschäftig. Die Neppendorfer Blaskapelle eröffnete pünktlich um 11 Uhr das traditionelle Maiblasen der evangelischen Kirchengemeinde Neppendorf auf dem Kirchhof. Hier hatten sich schon fast eine Stunde davor viele Schaulustige versammelt.Weiterlesen

Der Himmel leuchtete orange

Streiflichter vom traditionellen Maisingen auf der Michelsberger Burg

Ausgabe Nr. 2957

Die Anwesenden wurden für ihre Mühe – Frühaufstehen und Aufstieg zur Burg – mit einem leckeren Frühstück auf dem Burghof belohnt.                              
Foto: Alisa SCHWARZ

„Der Winter ist vorüber, April ist nun vorbei, und mit des Kuckucks Rufen beginnt der Monat Mai…“, wurde am Freitag, dem 1. Mai auf der Michelsberger Burg gesungen. Bei strahlendem Sonnenschein und mit Blick über das Dorf feierten man in den Frühling hinein. Weiterlesen

,,Der große Weg der rumänischen Poesie”

Luminiţa Mihai Cioabă stellte im Spiegelsaal ihr neuestes dreisprachiges Buch vor

Ausgabe Nr. 2957

Unser Bild: Zum Auftakt der gut besuchten Veranstaltung präsentierten zwei Paare vom Folkloreensemble „Cindrelul – Junii Sibiului” einige Roma-Tänze. Foto: Mugur FRĂŢILĂ

Luminița Mihai Cioabă hat ihren neuesten, dreisprachigen Gedichtband „Dincolo de cer/Înteal o cerii/Jenseits des Himmels” am Dienstag, dem 28. April, im Spiegelsaal des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt vorgestellt. Der Nachmittag war nicht nur der Poesie, sondern der Romakultur gewidmet, denn ihre dreisprachig gelesenen Dichtungen wurden mit Musik und Tanz ergänzt.Weiterlesen

,,Af deser Iërd“

Ein Klassiker der siebenbürgisch-sächsischen Liedkultur

Ausgabe Nr. 2957

Ernst Thullner (1862-1918), um 1900. Aufnahme aus einem Jubiläumsalbum für Bischof D. Dr. Friedrich Teutsch. Nationalarchiv Hermannstadt, Familiennachlässe Georg Daniel und Friedrich Teutsch.           Foto: Konrad KLEIN

Der gebürtige Birthälmer Lehrer und Pfarrer Ernst Thullner, ist der Dichter einiger sehr beliebten und verbreiteten siebenbürgisch-sächsischen Mundartlieder. Thullners bekanntestes Mundartlied ist sicher „Af deser Iërd“ (1897), das bereits in Heft II des Sammelbandes „Siebenbürgisch-sächsische Volkslieder von Hermann Kirchner“ (Mediasch: G. A. Reissenberger, 1898) in Druck erschienen ist und zu einer Art zweiter Volkshymne der Siebenbürger Sachsen nach Max von Moltkes „Siebenbürgenlied“ wurde. Weiterlesen

,,Generationen verbinden – Perspektiven schaffen“

Heimattag der Siebenbürger Sachsen vom 22.-25. Mai 2026 in Dinkelsbühl

Ausgabe Nr. 2957

Die Siebenbürgisch-Sächsische Jugend in Deutschland (SJD) ist zusammen mit dem Sozialwerk Mitausrichter des Heimattages 2026. Unser Bild: Festumzug 2025 in der Segringer Straße in Dinkelsbühl. Foto: Laura MICU

Unter dem Motto „Generationen verbinden – Perspektiven schaffen“ veranstaltet der Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland den 76. Heimattag vom 22. bis 25. Mai in Dinkelsbühl. Am Pfingstwochenende wird den tausenden Besuchern ein attraktives Programm geboten. Kultur und Unterhaltung, Tradition und Brauchtum, Tanz und Musik garantieren für ein stimmungsvolles Pfingsttreffen – ein Fest der Begegnung aller Generationen. Weiterlesen

Gelebte Emotionen

Blick hinter die Kulissen einer Theatergruppe

Ausgabe Nr. 2957

Johanna Adam (links außen) gibt Regie-Anweisungen.   Foto: die Verfasserin

Handys werden gegen Textblätter eingetauscht, Sneaker gegen hohe Schuhe und immer wieder hört man „Nochmal von vorn“. Es ist Sonntag, 11 Uhr, in der Hermannstädter Volkskunstschule (Reispergasse/Avram Iancu 11), wo Schülerinnen seit einer Woche für das Stück „8 Frauen“ von Robert Thomas proben. Weiterlesen