Zum Nachdenken animiert

Streiflichter von der Wintervortragsreihe 2020 im Teutschhaus

Ausgabe Nr. 2660

Auf die Buchvorstellungen am Montag folgte eine Autogrammstunde mit Wolfgang Rehner (links) und Gerhild Rudolf.                  Foto: Fred NUSS

Die Wintervortragsreihe des Friedrich Teutsch-Kultur- und Begegnungszentrums geht am Dienstag, den 18. Februar, 17 Uhr, mit einem Vortrag der Historikerin Dr. Raluca Maria Frîncu, Abteilungsleiterin im Altembergerhaus des Brukenthalmuseums, über die Nachbarschaften der Siebenbürger Sachsen zu Ende. Die Veranstaltung stand unter dem Motto ,,Grenzen überwinden“, das auch die Jahreslosung 2020 der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien ist. Alle Vorträge wurden diesem Motto gerecht, das Interesse war groß und die Anwesenden unterhielten sich auch im Anschluss daran lebhaft. Stellvertretend veröffentlichen wir im Folgenden den Bericht von Lothar Schelenz über die Veranstaltung am Montag. Weiterlesen

Trinkwasser in Hermannstadt

Zweites Seniorentreffen hat im Spiegelsaal stattgefunden

Ausgabe Nr. 2660

Petru Scântei, Geschäftsführer des Siebenbürgischen Karpatenvereins (stehend) führte sachkundig und kurzweilig durch die Geschichte des Trinkwassers in Hermannstadt.                                        Foto: Cynthia PINTER

„1584. Die Stadt kauft einen Teich vor dem Heltauertor, um diesen zum Klären des Trinkwassers zu benützen. – Auf dem Großen Ring wird der erste Röhrenbrunnen aufgestellt.“ In der „Chronik der Stadt Hermannstadt“ von Emil Sigerus wird 1584 zum ersten Mal das Thema Trinkwasser erwähnt. Seitdem hat sich Vieles an der Wasserversorgung in der Stadt am Zibin verändert. Darüber berichtete Petru Scântei, Geschäftsführer des Siebenbürgischen Karpatenvereins (SKV), im Rahmen des zweiten Seniorentreffens des Jahres, das am Dienstag, dem 11. Februar im Spiegelsaal des Hermannstädter Forums stattfand. Seinen Vortrag bebilderte er mit Fotos, die er auf eine Leinwand projizierte.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2660

Neuer Rektor an der Uni; Orban wieder nominiert; Heute Marienball; Französischer Brauch; Porträts von Fred Nuss; Wintervortragsreihe; Treffen junger Siebenbürger; Frauensalon an der EAS; Fasching in Mediasch; Astra-Filiale wieder geöffnet; Literatur- und Kunstabend in Berlin; EU warnt Rumänien vor Wälderrodung; Wettbewerb des Konsulats; Rumänisches Fernsehen in deutscher Sprache; Preis für Solidarität.Weiterlesen

Eine Tragödie des Scheiterns

Viel Lärm um nichts in der neuesten Theaterpremiere mit ,,American Buffalo“

Ausgabe Nr. 2659

Neueste Theaterpremiere: Ein vielversprechendes Bühnenbild hatte Eugen Gyemant für seine Inszenierung des Stückes „American Buffalo“ von David Mamet entworfen, die am Wochenende Premiere hatte. Unser Bild: Szenenfoto mit einem roten Aro 10 Geländewagen und zwei der drei Schauspieler – Ciprian Scurtea (rechts stehend)und Florin Coșuleț.              Foto: Dragoș DUMITRU

Viel Lärm um nichts als eine Münze. Das kann man in einem Satz über die neueste Premiere der rumänischen Abteilung des Radu Stanca-Nationaltheaters sagen. Dabei wurde das Publikum mit einem vielversprechenden Bühnenbild erwartet: ein alter Fram-Kühlschrank, ein altes Radio, ein Motorrad, das von der Decke baumelte, vollbeladene Regale, alte Stühle und das Highlight, ein roter Aro 10 Geländewagen in der Mitte der Bühne. „American Buffalo“ von David Mamet wurde in der Regie von Eugen Gyemant mit den drei Schauspielern Ciprian Scurtea, Cătălin Pătru und Florin Coșuleț am Samstag und Sonntag (1. und 2. Februar) aufgeführt. Weiterlesen

Gelebte Solidarität

Ausgabe Nr. 2659

Am Mittwoch spendeten Hans Erich Tischler, Konsul der Bundesrepublik Deutschland in Hermannstadt (unser Bild), sowie einige weitere Mitarbeiter des Konsulats Blut als Zeichen der Solidarität mit der Hermannstädter Gemeinschaft. „Ich bin zum zweiten Mal in das Krankenhaus gekommen um Blut zu spenden, weil ich es sehr wichtig finde, die Werte, für die wir eintreten, auch zu leben. Solidarität ist ein ganz wichtiger Wert unserer Gesellschaft. Ich möchte damit zeigen, dass wir als Mitarbeiter des Konsulats für die Menschen im Lande da sind und Blut spenden”, sagte Tischler.  Seit November können übrigens Bürgerinnen und Bürger, die Blut spenden möchten und über ein Smartphone verfügen den Termin auch online über die  Anwendung „Donorium” festlegen. Die Anwendung kann über Google Play oder App Store heruntergeladen werden. Genauere Infos unter www.donorium.ro         

Foto: Werner FINK

Nachwuchstalente zuerst gewürdigt

Der Kreisrat Hermannstadt veranstaltete zweite Gala der Bestsportler und –trainer

Ausgabe Nr. 2659

Adrian Bibu und Christine Manta-Klemens hatten im Vorjahr die Initiative zur Veranstaltung der Sportgala erfolgreich umgesetzt und freuen sich mit dem für seine gesamte Tätigkeit geehrten Fußballtrainer Viorel Hizo und Marius Constantin Luca über die gelungene zweite Sportgala.Foto: Kreisrat Hermannstadt

,,Wir haben zuerst die Nachwuchstalente ausgezeichnet und zuletzt die verdienten Senioren. So wollten wir einen Bogen über die Zeit spannen, über die Verdienste auch, aber vor allem wollten wir mit dieser Reihenfolge unserer Hoffnung Ausdruck verleihen, dass die am Anfang der Gala gewürdigten Sportlerinnen und Sportler ihrerseits über viele viele Jahre am Ende der Gala geehrt werden“, sagte die stellvertretende Kreisratsvorsitzende Christine Manta-Klemens zum Abschluss der zweiten Sportgala des Kreises Hermannstadt, die am Mittwoch der Vorwoche stattgefunden hat und bei der 61 Sportlerinnen und Sportler, Trainerinnen und Trainer sowie zwei Mannschaften, die im Jahr 2019 gute Ergebnisse erzielt hatten, Geldprämien im Gesamtwert von 80.000 Lei erhielten. Weiterlesen

Humorvoll und geradezu bissig

Gastspiel mit Bruckner-Inszenierung aus Râmnicu Vâlcea in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2659

Szenenfoto mit Tavi Costin (der Präsident, rechts) und Alexandru Beteringhe (sein stummer Diener).                                    Foto: Beatrice UNGAR

Ein Theaterstück von Pascal Bruckner? Dazu auch noch eine politische Farce? Wer hätte das gedacht? Wie die Regisseurin Chris Simion-Mercurian der Hermannstädter Zeitung bei dem Gastspiel des Anton Pann-Theaters aus Râmnicu Vâlcea mit ,,Crăciunul președintelui“ (Das Weihnachtsfest des Präsidenten) am Dienstag der Vorwoche erzählte, habe Bruckner das Stück auf ihre Anfrage hin geschrieben. Die Welturaufführung hatte am Anton Pann-Theater im Mai 2019 stattgefunden. Das Thema Weihnachten scheint Bruckner schon länger zu beschäftigen, 2003 veröffentlichte er den Roman ,,Au secours, le père Noël revient!“ (Hilfe, der Weihnachtsmann kommt!).Weiterlesen

,,Ich bin ein Zeichner“

Der Künstler Gert Fabritius feiert bald seinen 80.

Ausgabe Nr. 2659

Gert Fabritius mit seinem Stuhlobjekt ,,Transportable Heimat“, hier als Performance im Museum im Kleihues-Bau, Kornwestheim 2007.

Gert Fabritius – der Wanderer, wohin kehrt er immer wieder zurück? Zur Linie. Markant und klar. In seiner Rede anlässlich der Vernissage der Jubiläumsausstellung zu seinem 80. Geburtstag in der Galerie Inter Art in Stuttgart hob der Künstler mit einem Augenzwinkern sein „einseitiges“ Talent hervor: „Ich kann nicht reden, ich bin ein Zeichner: Ich bin mit dem Zeichenstift in der Hand auf die Welt gekommen. Zum Glück habe ich bei der Geburt meine Mutter nicht verletzt.“ Seine „Tagebuch- und Blatt-auf-Zeichnungen eines Unbefugten“ sind noch bis zum 23. Februar ausgestellt. Weiterlesen