„Liebt das Theater!”

Die Schauspielerin Ildiko Jarczek-Zamfirescu ist tot

Ausgabe Nr. 2607

Ildiko Jarczek-Zamfirescu (Bildmitte) mit  ihrem Gatten, dem Bühnenbildner Traian Zamfirescu (rechts) und Elke Sabiel, ehemalige Vertreterin der Friedrich Ebert-Stiftung in Rumänien, bei der Gala zum 55. Gründungsjubiläum des Deutschen Staatstheaters Temeswar (DSTT) am 29. November 2008.                                   
Foto: Beatrice UNGAR

„Sie hat nicht nur als Schauspielerin sondern auch als Intendantin geradezu Übermenschliches geleistet.“ Mit diesen Worten würdigte der Dramaturg Franz Csiky (1950-2016) die Schauspielerin, Intendantin und Regisseurin Ildiko Jarczek-Zamfirescu bei der Jubiläumsgala am 29. November 2008, als das Deutsche Staatstheater Temeswar sein 55jähriges Bestehen feierte. Am 9. Januar d. J. ist Ildiko Jarczek-Zamfirescu in Temeswar gestorben.Weiterlesen

„Märchenhaft verträumt”

Die Maramuresch in Bild und Wort

Ausgabe Nr. 2607

Björn Reinhardt: Maramuresch. 101 Foto/Geschichten aus den Waldkarpaten Rumäniens. Schiller Verlag Bonn-Hermannstadt, 2018. 104 Seiten. ISBN 978-3-946954-24-8

Es lohnt sich, bis in die Maramuresch zu reisen, und das nicht nur der schönen Landschaft wegen. Dabei verspricht sie nichts Spektakuläres oder schon auf den ersten Blick Auffälliges. Im Gegenteil, sie verspricht anfangs gar nichts. Sie ist ruhig, dabei Geist und Seele besänftigend, und das in zunehmender Weise. Sie offenbart sich dem in sie Hineinwachsenden hügelweise, dabei von Berg zu Berg leicht ansteigend und von Tal zu Tal in ihr versinkend. Das vorherrschende Licht, geboren in den Nebeln ihrer Geschichte, transportiert endlose, oft märchenhaft verträumte Stimmungen“. Weiterlesen

„Eine gelebte Weihnachtsbotschaft”

Weihnachtstrucker-Aktion der Johanniter feierte 25. Jubiläum

Ausgabe Nr. 2607

Bei der Verabschiedung in Landshut dabei war der Rockmusiker Peter Maffay (links), der mit der Tabaluga-Stiftung in Radeln ein Ferienhaus für benachteiligte Kinder betreibt.                                    
Foto: Steffen KAISER

„Ich habe großen Respekt vor dem Engagement und dem Enthusiasmus der vielen freiwilligen Helfer, die bis in die entlegensten Winkel fahren, um Menschen, denen oft das Nötigste fehlt, eine Freude zu machen. Das ist eine gelebte Weihnachtsbotschaft. Was vor 25 Jahren recht klein begann, ist eine große Sache geworden. Die Johanniter lehren uns damit, dass steter Tropfen den Stein höhlt und Motivation, Herzenswärme und menschliches Mitgefühl ansteckend sind.“ Das  sagte der Rockmusiker Peter Maffay, der bei der Verabschiedung der „Johanniter-Weihnachtstrucker” am zweiten Weihnachtstag 2018 in Landshut dabei war. Weiterlesen

Monumentales Programm

Streiflichter der Saison France-Roumanie

Ausgabe Nr. 2607

Das Plakat von dem französischen Illustrator Tofdru

Mit sehr viel Schwung wurde die Saison France-Roumanie 2019 schon im Dezember 2018 eingeleitet. Nach Südkorea, Singapur und Kolumbien steht zum ersten Mal ein europäisches Land auf dem Programm, das sich da in vielfältigster Weise mehrere Monate lang in Frankreich selbst darstellt, sei es kulturell, politisch, kulinarisch, oder einfach spielerisch. All das soll der französischen Öffentlichkeit ein möglichst komplettes Bild von Rumänien liefern. Weiterlesen

Zerrissen zwischen Aktion und Reaktion

Betrachtungen zu Radu Țuculescus Roman „Stalin, mit dem Spaten voran“
Ausgabe Nr. 2607

Radu Țuculescu: Stalin, mit dem Spaten voran (Originaltitel: Stalin, cu sapa-nainte). Roman. Deutsche Fassung: Peter Groth.  Mitteldeutscher Verlag Halle (Saale). 256 Seiten. ISBN 978-3-95462-994-7

„Einen der ‚Pulp Fiction‘, der amerikanischen Pop-Kultur, nahekommenden Stil“ nutze Radu Țuculescu in seinem „lakonischen“ Roman „Stalin, mit dem Spaten voran” (Originaltitel: „Stalin, cu sapa-nainte“, Cartea Românească, 2009),  schrieb NZZ-Redakteur Markus Bauer am 14. März 2018 über das Buch, das in der Übersetzung von Peter Groth im Mitteldeutschen Verlag  Halle (Saale) pünktlich zur Leipziger Buchmesse 2018 erschienen war und daselbst vorgestellt wurde. Bauer stellte fest, Țuculescu nutze diesen Stil „um einerseits eine Kindheit in Siebenbürgen und gleichzeitig eine meist sexuell aufgeladene Gegenwart des mit einer Narbe unter dem Auge in Form einer Eidechse auffallenden Helden darzubieten. Gewalt und Sex erscheinen als die Realität unterlaufende oder formende Begehren.“ Diese Einschätzung wird dem Buch nicht gerecht, das übrigens das zweite Buch des 1949 in Neumarkt am Mieresch/Târgu Mureş/Marosvásárhely geborenen Autors darstellt, das in deutscher Übersetzung erschienen ist. Das erste erschien 2008 im Wiener Johann Lehner Verlag in der deutschen Fassung von Zorin Diaconescu unter dem Titel „Der Mikrowellenherd: Der Roman eines Plattenbaus in 10 Aufzügen“.Weiterlesen

Ein Impulsgeber

100 Jahre Deutsche in Rumänien unter der Lupe

Ausgabe Nr. 2607

Die beiden Herausgeber und Autoren Remus Gabriel Anghel (links) und Ottmar Trașcă bei der Vorstellung des Buches in der Astra-Bibilothek in Hermannstadt.                                                             
Foto: Beatrice UNGAR

Das Buch „Un veac frământat. Germanii din România după 1918” (Ein bewegtes Jahrhundert. Die Deutschen in Rumänien nach 1918) wende sich vor allem an das rumänische Publikum, betonte Prof. Dr. Sorin Radu, Dekan der Fakultät für Geisteswissenschaften der Lucian Blaga-Universität, bei der Vorstellung des Bandes kurz vor Jahresende 2018 in der Astra-Bibliothek in Hermannstadt.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2607

In eigener Sache

Liebe Leserinnen und Leser, wir danken euch allen im In- und Ausland, die uns zu Weihnachten und zum Jahreswechsel gratuliert haben! Wir haben uns sehr gefreut über die zahlreichen Zuschriften auf dem Postweg oder in elektronischem Format.

Ihnen, liebe Leserinnen und Leser wünschen wir ein gutes Jahr 2019. Bleiben Sie uns weiterhin gewogen.

Und wer von unseren Abonnenten den ersten weiteren Abonnenten für 2019 anwirbt, darf sich auf eine Überraschung freuen!                   

Die Redaktion

 

PNL hat erstmals die Nase vorn

Bukarest.– Wenn am Sonntag Parlamentswahlen stattfinden würden, käme laut einer von dem Radiosender Europa FM in Auftrag gegebenen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts IMAS die Nationalliberale Partei (PNL) auf 17,1 Prozent der Stimmen, die Sozialdemokratische Partei (PSD) auf 16,4. Damit liegt die PNL erstmals knapp vor der Regierungspartei. Für die Union Rettet Rumänien“ (USR) würden 7,5 Prozent der Befragten stimmen, für die Liberal-Demokraten (ALDE) 6,3 Prozent, für die von dem ehemaligen Premierminister Dacian Cioloș gegründete Partei der Freiheit, Einheit und Solidarität (Partidul Libertăţii, Unităţii şi Solidarităţii, PLUS) 5,3 Prozent, für Pro Romania (die von dem ehemaligen Premierminister Victor Ponta gegründet wurde) 5,2 Prozent, für den Ungarnverband 3 Prozent. 26 Prozent der Befragten erklärten, sie seien noch unentschieden. (BU)

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Die wunderbarste Parole der Welt

Weihnachtsbotschaft von Bischof Reinhart Guib

Ausgabe Nr. 2606

Foto: Cynthia PINTER

Liebe Weihnachtsleser!

Hektische stressige Vorbereitungszeit, die Landschaft schneebedeckt, ein schön geschmückter Weihnachtsbaum, bunt gepackte Geschenke, der Geruch von Lebkuchen, Äpfel und Nüssen, ein leckeres Festessen, Weihnachtslieder, die Gedichte der Kinder, die Weihnachtsgeschichte aus Lukas 2 mit dem „Euch ist heute der Heiland geboren“, die Familie zusammen – so kennen wir Weihnachten aus Kindheitstagen. So wünschen wir es uns. Dass es auch anders sein kann hat mancher erlebt. Z. B. in der Millionenstadt Tokio:Weiterlesen