Einmal Probeliegen im Sarg

Ausgabe Nr. 2472
 

Eine schwarze Komödie zum Totlachen feierte am Wochenende Vorpremiere

 

Wie fühlt es sich wohl an, in einem Sarg Probe zu liegen? Ein makabrer Gedanke, der einen alteingesessenen Hermannstädter wohl an die Geschichte der beiden Schwestern Hanni und Nanni erinnert, die den Fotografen Emil Fischer gerufen hatten, um ein Foto beim Probeliegen im Sarg zu machen. Als der Fotograf ankam, lag Hanni im Sarg. Sie bewegte sich nicht, bis Fischer zum ersten Mal auf den Auslöser drückte. Da sprang sie auf und Fischer erschrak, da er gemeint hatte, es handele sich um eine Verstorbene.

An diese Geschichte musste man beim Anblick der ersten Szene des Theaterstücks „Moroi“ denken, das am Samstag, den 12. März, in Vorpremiere, am Radu Stanca-Nationaltheater gezeigt wurde.Weiterlesen

Ein mordlustiges Wrack

Ausgabe Nr. 2470
 

Premiere mit Ayckbourn-Thriller „Falsche Schlange"

 

Eine blutverschmierte Axt liegt auf der unter dem Balkon im Festsaal der Astra-Bibliothek von Alin Gavrilă eingerichteten Bühne. Beim Gong-Schlag hebt die bis dahin reglos dasitzende Schauspielerin (Anca Cipariu) diese Axt auf und rammt sie in die Kulissenwand. Ein Zeichen, dass dieses Instrument im Verlauf des Stückes noch zum Einsatz kommen wird.

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Stehapplaus für Gäste aus Bruchsal

Ausgabe Nr. 2467
 

Badische Landesbühne Bruchsal mit Die Grönholm-Methode" in Hermannstadt

 

Wie weit ist jemand bereit zu gehen, um eine bestimmte Stelle in einer multinationalen Firma zu kriegen? Sehr weit, so lautet die  zutiefst ernüchternde, beunruhigende und aufwühlende Antwort, die in dem Stück Die Grönholm-Methode" von Jordi Garcelan zu finden ist.Weiterlesen

Knallhart durchleuchtet

Ausgabe Nr. 2465
 

Interview mit BLB-Intendant Carsten Ramm

 

Am 6. Februar zeigt die Badische Landesbühne (BLB) um 19 Uhr mit „Die Grönholm-Methode" von Jordi Galceran, in der Regie von Evelyn Nagel, ein deutsches Gastspiel mit rumänischer Übertitelung im Hermannstädter Radu Stanca-Nationaltheater (RST). Mit dem Intendanten Carsten Ramm sprach im Vorfeld HZ-Chefredakteurin Beatrice Ungar über die deutsch-rumänische Zusammenarbeit seines Theaters, über zukünftige Projekte mit der Deutschen Abteilung des Radu Stanca-Nationaltheaters und über das Gastspiel mit „Die Grönholm-Methode".Weiterlesen

Menschen wie du und ich

Ausgabe Nr. 2465
 

Theaterpremiere am Radu Stanca Theater mit „Enthüller“

 

„Wir haben ein Problem! Wo sind die Ärzte?“ Im staatlichen Ealing-Krankenhaus in London fehlen die Ärzte in der Notaufnahme, weil sie in Privatkrankenhäusern arbeiten. Sharmila Chowdhury, Leiterin der Radiologie-Abteilung, wird darauf aufmerksam und deckt auf, dass 250.000 Pfund durch das Nebenarbeiten der Ärzte verloren gehen. Doch dafür wird sie nicht etwa belohnt. Nein, sie wird entlassen. Sie geht vor Gericht, gewinnt, also muss das Krankenhaus sie wieder einstellen. Aber nein, ihre Arbeitsstelle wurde aufgelöst. Vier Jahre später ist Chowdhury arbeitslos und an Krebs erkrankt.  Sharmila Chowdhury ist ein „Whistleblower“.Weiterlesen

Dieses war der erste Streich

Ausgabe Nr. 2462
 

Max und Moritz auf der Bühne des Gong-Theaters

 

„Ach, was muss man oft von bösen/Kindern hören oder lesen!/Wie zum Beispiel hier von diesen,/Welche Max und Moritz hießen;“ 56 Jahre seit der Premiere der Bildergeschichte „Max und Moritz“ in Hermannstadt, nahmen sich die Schauspielerinnen und Schauspieler des Gong Kinder- und Jugendtheaters wieder des bekannten Kinderbuches von Wilhelm Busch an. Am 25. Juni 1959 betraten die Spitzbuben Max und Moritz erstmals die Bühne in Hermannstadt. Am 20. Dezember 2015 begeisterten die frechen Bengel schon wieder das zahlreich erschienene Publikum.Weiterlesen

Zwischen Genie und Scharlatan

Ausgabe Nr. 2460
 

Lutz Hübners „Die Firma dankt“ an der deutschen Abteilung des RST

 

Er heißt Adam Krusenstern, Herr Adam Krusenstern. Und er wird als Einziger zu einem Wochenende in das Landhaus der Firma gebeten – doch wozu? Die Firma, für die er 19 Jahre lang als Abteilungsleiter gearbeitet hat, wurde übernommen, die leitenden Angestellten sind alle entlassen. Außer Krusenstern. Doch was soll Krusenstern im Landhaus machen? Soll er die neue Firmenleitung kennenlernen? Wird er weiter beschäftigt? Oder ist dies ein letzter Test?Weiterlesen

Spielen macht Lehren einfacher

Ausgabe Nr. 2455
 

Gespräch mit Sylvia Rotter, Gründerin und Intendantin des Wiener Kindertheaters

 

Die Schauspielerin Sylvia Rotter, Intendantin des 1994 gegründeten Wiener Kindertheaters, ist seit 2006 mit grenzüberschreitenden Theaterprojekten und Inszenierungen in Rumänien präsent, wo sie sich dafür einsetzt, Theater als Wahlfach an den Schulen zu etablieren. Hierzulande heißt der Verein „Teatrul Vienez de Copii" und dieser hat  am 17. Oktober erstmals in Hermannstadt eine Bildungskonferenz zum Thema Theaterpädagogik veranstaltet. Bei dieser Gelegenheit sprach HZ-Chefredakteurin Beatrice U n g a r mit Sylvia Rotter.Weiterlesen

Angst und Schrecken

Ausgabe Nr. 2455
 

Ein Labyrinth des Schreckens im Gong-Theater

 

Ein verwirrter Mann in Zwangsjacke irrt durch den Raum und stößt seinen Kopf gegen die Wand. Ein anderer mit gruseliger Maske und laut dröhnender Motorsäge läuft mir auf dem Korridor entgegen. Und auf den Stufen schreitet eine tote Braut mit einer brennenden Kerze. Das Labyrinth des Schreckens war erschreckend echt. Man fühlte sich im Gong-Theater für Kinder und Jugendliche wie in einem Horrorfilm von Alfred Hitchcock. Das Labyrinth des Schreckens fand am Freitagabend, dem 30. Oktober, einen Abend vor Halloween, in den dunklen Gängen und Räumen des Gong-Theaters statt.Weiterlesen

Lebhaft und lustig

Ausgabe Nr. 2454
 

Lumpenkasperle wurde im Gong-Theater applaudiert

 

„Es war einmal ein kleines Lumpenkasperle“ und alles was es wollte, war: Dem Büblein Spaß machen. Doch dieses entdeckt neueres Spielzeug und wirft seinen alten Gefährten weg. Für das Stoffmännlein beginnt eine traurige Odyssee durch Hundemäuler und Mülleimer. Auf dem Lumpenwagen wird es zum Glück von der Oma des Bübleins gefunden. Die sorgt dafür, dass es zu seinem glücklichen Besitzer zurückkommt: Erst als das Büblein sein Kasperle als verloren glaubte, hatte es seinen wahren Wert erkannt.Weiterlesen