Die alten Griechen ganz modern

„Elektra“ des Deutschen Staatstheater Temeswar in Hermannstadt zu Gast

Ausgabe Nr. 2555

 

Szenenfoto mit Isa Berger als Elektra und Konstantin Keidel als der alte Pädagoge.
Foto: Cynthia PINTER

Die alten Griechen modern aufmotzen? László Bocsárdi kann das. Nun durften sich auch die Hermannstädter davon überzeugen. Seine Inszenierung von „Elektra“, der antiken Tragödie von Euripides und Aischylos, die am Deutschen Staatstheater Temeswar im Januar 2015 Premiere feierte, wurde am vergangenen Donnerstag, dem 9. November, auf der Bühne des „Radu Stanca“-Nationaltheaters gezeigt. Die Aufführung wurde vom Demokratischen Forum der Deutschen in Rumänien unterstützt. Im Gegenzug dazu wird das Hermannstädter Theaterstück „Märtyrer“ (Regie Radu-Alexandru Nica), am 17. Dezember, auf der Temeswarer Bühne zu sehen sein.Weiterlesen

Von Familie und Fremdkörper

Zur dritten Auflage des „Jungen Festivals von Hermannstadt“ am Gong-Theater

Ausgabe Nr. 2551

Szenenfoto aus dem Stück „Corp străin“ (Jüdisches Staatstheater Bukarest) mit Alice Monica Marinescu und Katia Pascariu. Foto: Dragoș DUMITRU

„Hand hoch, wer hat ein Kendama dabei?“ Zig Kinder hoben das beliebte Holzspielzeug in die Luft und kreischten vor freudiger Erwartung. Die beiden Trickshows der beiden Japaner von „Zoomadanke“ waren am Mittwoch, dem 12. Oktober, seit Tagen ausverkauft. Zum ersten Mal in Rumänien und Europa traten Takeshi Kodama und Hiroki Iijima innerhalb des „Jungen Festivals von Hermannstadt“, das dieses Jahr vom 7.-15. Oktober im Kinder- und Jugendtheater „Gong“ stattfand, auf.Weiterlesen

Über die Herausforderungen des Erwachsenwerdens

Premiere mit „Avioane de hârtie“ von Studenten aufgeführt
Ausgabe Nr. 2550

Szenenfoto aus „Avioane de hârtie“                           Foto: Cynthia PINTER

Ein Basketballkorb, eine Halfpipe, ein paar Autoreifen. Das Bühnenbild: ein Spielplatz in einem Großstadtviertel. Jugendliche fahren auf Rollerblades über die Bühne. Einer schwingt gefährlich einen Baseballschläger. Das Publikum setzt sich langsam und lässt alles auf sich einwirken. Man ist mittendrin im Geschehen. „Avioane de hârtie“ heißt das neueste Theaterstück von Elise Wilk und am 27. September feierte es im Cavas-Saal der Lucian Blaga-Universität Hermannstadt Premiere. Inszeniert wurde „Papierflieger“ – wie es in der Übersetzung heißt – von Eugen Gyemant mit zwölf Student/innen der Abteilung Theater und Schauspiel der Lucian Blaga-Universität. Es entstanden binnen drei Monaten Probezeit zwei Varianten desselben Stücks mit zwei Besetzungen. Weiterlesen

„Wenn ich sag‘: Er, so mein‘ ich Ihn, Ihn…“

Premiere von Büchners Woyzeck in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2548

 

Mit Alexa Visarions „Woyzeck“-Inszenierung brachte die deutsche Abteilung des Radu Stanca-Nationaltheaters die erste Premiere der Spielzeit heraus. Unser Bild: Szenenbild mit Woyzeck (Valentin Späth, Bildmitte) und dem Doktor (Daniel Plier, rechts). Foto: Fred NUSS

Am Mittwoch den 20. September fand im Nationaltheater „Radu Stanca“ die Premiere von Büchners Stück „Woyzeck“ statt. Die Regie zu diesem Vormärz-Stück führte Alexa Visarion. Der Regisseur betonte in seiner Eröffnungsrede unmittelbar vor der Aufführung die gute Zusammenarbeit mit den Schauspielern und sprach von einem fruchtbaren gegenseitigen Lernen.Weiterlesen

Eine schlaflose Theaternacht

Streiflichter von der siebenten Auflage des Festivals „25 Stunden Theater“
Ausgabe Nr. 2546

 

25 Stunden können eine lange Zeit sein. Aber nicht, wenn man mit erstklassigem Theater unterhalten wird. Das Festival „25 de ore de teatru non stop“ war auch dieses Jahr ein voller Erfolg und sorgte für eine schlaflose Nacht für viele Theaterliebhaber in Hermannstadt. Das Festival begann am Freitagabend, dem 8. September und dauerte, wie der Name schon sagt, 25 Stunden ohne Unterbrechung. „Atme Theater“ ist eines der Mottos des Festivals, das vom Kulturverein „BIS“ Jahr für Jahr seit 2011 organisiert wird. Weiterlesen

Tolles Gemeinschaftsprojekt

Abschlussveranstaltung des 27. Sachsentreffens
Ausgabe Nr. 2542

 

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Eine sächsische Operette oder ein sächsisches Musical?“ – diese Frage stellte der Berichterstatter der damals Die Woche heißenden Hermannstädter Zeitung zur Aufführung des Singspiels Bäm Brännchen“ Ende April 1986 in Hermannstadt. Die Antwort gaben die rund 150 Protagonisten der Abschlussveranstaltung des 27. Sachsentreffens am 6. August in der ehemaligen Brukenthalschen Sommerresidenz in Freck.Weiterlesen

Im Theater wie im Leben…

Stationentheater in der Heltauer Kirchenburg als internationale Kooperation
Ausgabe Nr. 2540

 

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Unter dem Motto „Entfernt und doch verbunden” wurden vom vergangenen Freitag bis gestern die Heltauer Tage organisiert. An dem reichhaltigen Programm nahmen nicht nur Heltauer aus dem In- und Ausland teil, sondern auch viele Hermannstädter und Touristen. Insbesondere die Vorstellung des Stückes „De Kirchenväter vin Hiëlt” (Die Kirchenväter von Heltau) am Montag Nachmittag war sehr gut besucht, gespielt wurde das Stück am Original-Schauplatz in Mundart.Weiterlesen

„Ein bewegliches Heer von Metaphern“

Streiflichter vom 24. Internationalen Hermannstädter Theaterfestival
Ausgabe Nr. 2534

 

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Das Internationale Theaterfestival in Hermannstadt ist der Schauplatz für die unterschiedlichsten Formen menschlicher Kreativität. Und diese äußert sich nicht nur in Inszenierungen. Mit dem israelischen Tanzensemble der Kibbutz Dance Academy und der Schweizer Band Kadebostany hatte es dieses Jahr zwei besondere Künstlergruppierungen zu Gast. Ihre modernen Performances waren voll authentischer Emotionen, die nur weniger Worte bedurften. Weiterlesen

Macbeth auf Kantonesisch

Streiflichter vom 24. Internationalen Hermannstädter Theaterfestival
Ausgabe Nr. 2534

 

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Das war das schönste Feuerwerk meines Lebens“, schwärmte ein junge Erfurterin am Montag bei ihrem Besuch in der Redaktion der Hermannstädter Zeitung. Sie meinte das 15-minütige Feuerwerk, das Sonntag kurz vor Mitternacht zum Abschluss des 24. Internationalen Hermannstädter Theaterfestivals auf dem Parkplatz neben dem Radu Stanca-Nationaltheater gezündet worden war und für Begeisterung gesorgt hatte. Vom 9. bis 18. Juni hatten rund 500 Vernastaltungen aus 72 Ländern aus aller Welt Hermannstädter und Gäste in Atem gehalten. Festivalsdirektor verkündete zum Abschluss ganz im Sinne des Spruches Nach der Wahl ist vor der Wahl“: 2018 feiern wir das 25. Theaterfestival, vom 8. bis zum 17. Juni“.Weiterlesen

Streiflichter vom 24. Internationalen Hermannstädter Theaterfestival

Hochseilartisten und pyrenäische Bären
Ausgabe Nr. 2533

 

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Tanzende Menschen in Bärenkostümen, sich waghalsig bewegende Hochseilartisten und Genderkonflikte verpackt in rumänischen Märchen. Es ist viel los in Hermannstadt, denn das internationale Theaterfestival jährt sich in diesen Tagen schon zum vierundzwanzigsten Mal. Die ganze Stadt verwandelt sich in eine Spielfläche für künstlerische und kulturelle Darbietungen. Dass diese unterschiedlicher nicht sein könnten, verrät schon ein Abend auf dem Festival. Weiterlesen

Leuchtende Schmetterlinge und schwarze Kapuzen

Schwarzlichttheater mit Maria Rampelt im Pfarrhauskeller in Mediasch
Ausgabe Nr. 2530

 

I-Schwarzlichttheater

Anfang April gastierte Maria Rampelt mit ihrem ehrenamtlichen Projekt „Schwarzlichttheater für und mit Kindern“ in Mediasch. Die gebürtige Reussenerin hat dort an drei Tagen mit Kindern der Hermann-Oberth-Grundschule im evangelischen Pfarrhaus eine halbstündige Vorführung einstudiert. Den Auftakt des Projekts machte jedoch ein kreativer Nachmittag beim Frauentreff, wo Maria Rampelt den anwesenden Frauen zeigte, wie sie aus Knöpfen und Aludraht individuelle Ringe herstellen können. Den Abschluss des Projekts bildete ein dreistündiger Workshop zum Thema „Schwarzlichttheater“, den Maria Rampelt mit interessierten Lehrerinnen der Hermann-Oberth-Schule durchführte. Zu den Hintergründen ihres ehrenamtlichen Engagements in Siebenbürgen gewährte Maria Rampelt Moni Schneider-Mild folgendes Interview.

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