Cybermobbing und Patchworkfamilien

Schauspieler des „Gong“-Theaters zeigten drei Lesestücke online

Ausgabe Nr. 2697

Szenenfoto aus „Als wäre ich Papier“ mit den Schauspielern Anton Balint, Eliza Păuna, Barbara Crișan und Alexandra Șerban (v. l. n. r.). Foto: Cynthia PINTER

Was passiert, wenn sich die virtuelle Computerwelt mit der realen Welt vermischt? Das Theaterstück „4YEO For Your Eyes Only“ von Esther Rölz zeigt schonungslos, wie viel Macht die Meinungen im Netz auf einen Menschen haben können. Der Text wurde von den Schauspielern des Hermannstädter ,,Gong”-Theaters für Kinder und Jugendliche vorgelesen und live auf der Facebookseite der Institution gesendet. Insgesamt drei Lesestück-Premieren in rumänischer Sprache zeigte das „Gong”-Theater am Wochenende (30. Oktober – 1. November): „Als wäre ich Papier“ von Daniela Dröscher, Regie Leta Popescu; „8 Väter“ von Tina Müller, Regie Radu Apostol; „4YEO For Your Eyes Only“ von Esther Rölz, Regie Ilinca Prisăcariu.Weiterlesen

Freundschaft und Menschlichkeit

Sechsjähriger Schauspieler auf der Bühne des Gong-Theaters

Ausgabe Nr. 2694

„Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry feierte am Freitagabend Vorpremiere am Hermannstädter Gong-Theater für Kinder und Jugendliche. Weitere Aufführungen des Theaterstücks sind für Ende November geplant. Unser Bild: Die Darsteller im Stück sind Eliza Păuna, Alexandra Șerban, Carol Pușcariu und Paul Bondane (v. l. n. r.).                                      Foto: Cynthia PINTER

„Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry wurde schon oft für die Theaterbühnen der Welt umgesetzt. Nun dürfen sich auch die Hermannstädter an dem modernen Kunstmärchen, das fast immer als Plädoyer für Freundschaft und Menschlichkeit interpretiert wird, erfreuen. Am Freitag, dem 9. Oktober fand die Vorpremiere des Theaterstücks, unter der Regie von Bobi Pricop, am Kinder- und Jugendtheater „Gong“ statt. Am ganzen vergangenen Wochenende wurden fünf Vorstellungen gezeigt, alle fünf waren Tage davor schon ausverkauft.Weiterlesen

Besorgniserregende Realität

Neueste Theaterpremiere über staatliche Jugendheime in Rumänien

Ausgabe Nr. 2687

Szenenfoto mit Raluca Iani (links) und Iustinian Turcu. Foto: Dan ȘUȘA

„Ich erkenne das sofort. Die hier sind verloren!“ Ein Mann im weißen Kittel schwingt bedrohend seinen Schlagstock. Er heißt Mihai Petre und ist seit zehn Jahren im Jugendheim als Betreuer angestellt. Es gilt, die Neue, Mara Inescu, einzuweisen. Sie glaubt daran, den Jugendlichen helfen zu können, auf die rechte Bahn zu geraten. Im neuen Theaterstück von Alexandra Badea an der rumänischen Abteilung des Hermannstädter Radu Stanca-Nationaltheaters geht es um Gewalt, Prostitution, Korruption und die harte Realität in den rumänischen staatlichen Kinderheimen. „Maternal“ in der Regie von Radu Alexandru Nica hatte am 20., 21. und 22. August, Premiere und wurde online gesendet. Weiterlesen

„Abracadabra“ in Pandemie-Zeiten

Der Schauspieler Marian Râlea brachte Magie nach Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2685

Seit 2001 ist der Schauspieler Marian Râlea als Magier wieder auf der Theaterbühne zu sehen und war am Freitag, dem 7. August und Samstag, dem 8. August im Innenhof des Gong-Theaters für Kinder und Jugendliche in Hermannstadt zu sehen. Die Theateraufführung hieß wie seine Fernsehshow: „Abracadabra“. Unser Bild: Marian Râlea (links, mit Hut) und Alexandru Verzescu verteilen bunte Hüte an die Kinder.                                            Foto: Cynthia PINTER

Wer in den 1990-er Jahren in Rumänien aufgewachsen ist, kennt ihn, den „Magier“ Marian Râlea. Mit seiner Fernsehshow für Kinder „Abracadabra“, die zuerst auf TVR1 von 1991 bis 1996 und später auf ProTV von 1996 bis 2001 lief, erlangte er Bekanntheit. Seit 2001 ist der Schauspieler Marian Râlea (Jahrgang 1957) als Magier wieder auf der Theaterbühne zu sehen und war am Freitag, dem 7. August und Samstag, dem 8. August beim Kinder- und Jugendtheater „Gong“ zu sehen. Die Theateraufführung hieß wie die Fernsehshow: „Abracadabra“.Weiterlesen

Ein cineastisches Theatererlebnis

Erste deutsche Premiere der online-Spielzeit am Radu Stanca-Nationaltheater

Ausgabe Nr. 2683

Szenenfoto mit Valentin Späth (links) und Johanna Adam.Foto: TNRS, Dan ȘUȘA

Am vergangenen Freitag, den 24. Juli, feierte das Stück „Live“ Premiere an der deutschen Abteilung des Radu Stanca-Nationaltheaters in Hermannstadt. Seit Anfang des Jahres hatten die acht Schauspieler sowie alle Beteiligten zusammen mit dem Regisseur, Bobi Pricop, und dem Dramatiker, Thomas Perle, an der Inszenierung gearbeitet – nach wenigen Treffen vorerst nur noch in Videokonferenzen, in den letzten drei Wochen dann endlich gemeinsam auf der Bühne. Die Sitzplätze des Theaters blieben allerdings leer, denn wie auch alle anderen Aufführungen der Saison gab es „Live“ nur online zu sehen.

Im Gegensatz zu anderen Stücken wurde dieses aber nicht nur aufgezeichnet und dann ausgestrahlt, sondern an allen drei Spieltagen, vom 24. bis 26. Juli, auch immer live aufgeführt.Weiterlesen

,,Ein Konglomerat unserer Erfahrungen“

Gespräch mit Thomas Perle, derzeit Dorfschreiber von Katzendorf

Ausgabe Nr. 2682

Thomas Perle.Foto: Julia GREVENKAMP

Thomas Perle, 1987 in Oberwischau/Vişeu de Sus geboren, emigrierte 1991 gemeinsam mit seiner Familie in die Bundesrepublik Deutschland. Nach seinem Volontariat am Staatstheater Nürnberg studierte er Theater-, Film und Medienwissenschaften an der Universität Wien. Bekanntheit erlangte Perle mit seinem Kurzprosatext „wir gingen weil alle gingen“, für den er 2013 mit dem exil-Literaturpreis ausgezeichnet wurde. Sein Theaterstück „karpatenflecken“, das eigentlich im Mai am Wiener Burgtheater uraufgeführt werden sollte, erhielt den Retzhofer Dramapreis 2019.

Der HZ-Praktikant Tobias L e i s e r sprach mit Thomas Perle über dessen jüngstes Stück „Live“, das in der Regie von Bobi Pricop an der deutschen Abteilung des Radu Stanca-Nationaltheaters in Hermannstadt entstand und am 24. Juli online Premiere feiert, sowie dessen bisherige Tätigkeit als Dorfschreiber von Katzendorf.Weiterlesen

Erfolgreiche Kompromisslösung

Das 27. Internationale Hermannstädter Theaterfestival fand im Netz statt

Ausgabe Nr. 2678

Szenenfoto aus der Vorstellung mit Anton Tschechows ,,Der Kirschgarten“ in der Regie von Lev Erenburg am Sankt Petersburger Nebolshoy Dramatheater.                                                            Foto: Anastasia PAUSTOVA

Der Regen hat auch das diesjährige Internationale Theaterfestival aus Hermannstadt komplett begleitet, so wie man das als Hermannstädter seit Jahren kennt. Diesmal hat es allerdings gepasst, denn die Lockerungsmaßnahmen während der Corona-Pandemie hätten vielleicht viel mehr Hermannstädter aus dem Haus gelockt. So konnte man sich gemütlich vor dem Fernseher, Tablet oder Handy kuscheln und ein schönes Theaterstück online sehen. Doch nicht nur Hermannstädter zählten heuer zu den über 1,5 Millionen Zuschauern, denn die meisten Stücke waren weltweit kostenlos zu sehen. Wer diese 27. Auflage verpasst hat oder ein Stück nochmals sehen will, hat gute Chancen, denn die Stücke werden wieder gesendet.Weiterlesen

Das erste Mal komplett online

Die 27. Auflage des Hermannstädter Theaterfestivals dauert noch bis Sonntag

Ausgabe Nr. 2677

Szenenfoto aus der Tschechow-Inszenierung „Heiratsantrag“ mit Eugen Matcovschi, Viorel Cornescu und Natalia Caraman (v. l. n. r).Foto: Teatrul Național „Satiricus Ion Luca Caragiale“, Chișinău

Kein Theaterfestival gleicht dem anderen. Die Organisatoren versuchen jedes Jahr, neue Herausforderungen an das Hermannstädter Publikum zu bringen.

Doch wie dieses Jahr war es noch nie. Heuer findet nämlich wegen der Coronavirus-Krise die 27. Auflage des Hermannstädter Internationalen Theaterfestivals komplett online statt.  Begonnen hat es am Freitag, dem 12. Juni und dauert bis am Sonntag, dem 21. Juni. Wie in den vergangenen Jahren stehen auch diesmal Theater, Tanz, Oper, Zirkus, Konzerte, Filme und Gespräche im Vordergrund, bloß ist alles diesmal kostenlos und einen Mausklick entfernt.Weiterlesen

Theaterfestival

Ausgabe Nr. 2676

Die 27. Auflage des Internationalen Hermannstädter Theaterfestivals (FITS) wird dieses Jahr wegen der Coronavirus-Pandemie vom 12. bis 21. Juni online unter dem Motto „Die Macht zu glauben“ (Puterea de a crede/Empowered) stattfinden. Zehn Tage lang wird man auf der Homepage: https://www.sibfest.ro/fits-online, auf Facebook: https://www.face book.com/FITSibiu/ und Youtube: https://www.youtube.com/user/TNRSS insgesamt 138 Veranstaltungen kostenlos miterleben können. Das komplette Programm ist online auf https://www.sibfest.ro/fits-online zu finden. Unser Bild: Szenenfoto aus der Inszenierung „Brothers and Sisters“ von Fyodor Abramov, Regie Lev Dodin, (Maly Drama Theatre), die am 12. Juni, 20 Uhr (I) bzw. am 13. Juni, 20 Uhr (II) gezeigt wird.                                          

Foto: FITS