Das kann nur Theater

Neueste Premiere am TNRS weckte starke Emotionen
Ausgabe Nr. 2960

Deutsche Premiere: Die Regisseurin Alice Kornitzer inszenierte mit „Avalanche” von Tuncer Cücenoğlu erstmals am „Radu Stanca”-Nationaltheater. Mehr dazu auf Seite 5. Unser Bild (jeweils v. l. n. r.): Szenenfoto mit Daniel Plier, Daniel Bucher und Johanna Adam (vorne), Gyan Ross und Viviane Hravilla (oben).                                                    Foto: Cynthia PINTER

„Reden ist Silber, Schweigen ist Gold” ist auf dem Plakat der neuesten Inszenierung an der deutschen Abteilung des Hermannstädter „Radu Stanca”-Nationaltheaters zu lesen, die am 21. Mai Premiere gefeiert hat. „Gefeiert” bringt es auf den Punkt: Der Autor des Stückes Avalanche (Die Lawine), Tuncer Cücenoğlu (1944-2019), hätte wohl mitgelacht und mitgefeiert mit der Besetzung und der Regisseurin Alice Kornitzer. Und natürlich mit dem Publikum, bei dem das Stück offensichtlich starke Emotionen erweckt hat.Weiterlesen

Vier Preise für RST

Ausgabe Nr. 2960

„Eine Performance, die ins Staunen versetzt“, so beschrieb Cynthia Pinter in ihrer Theaterrezension über die Premiere des Theaterstücks „Lungul drum al zilei către noapte“ (unter dem Titel „Ein Must-See“ in der HZ-Ausgabe 2907 vom 4. April 2025) Nicu Mihocs schauspielerisches Können. Für die Rolle des Edmund Tyrone bekam der 60-jährige Schauspieler des Hermannstädter„Radu Stanca“ Nationaltheaters den UNITER-Preis für die beste männliche Hauptrolle in einem Theaterstück. Hinzu kommt, dass das genannte Theaterstück von Eugene O’Neill unter der Regie von Timofey Kuljabin den UNITER-Preis für das beste Theaterstück des vergangenen Jahres gewonnen hat. Insgesamt gewann das „Radu Stanca”-Theater 4 Preise: In der Kategorie „Beste Originalmusik und Sounddesign“ gewann der Komponist Vasile Șirli für die Musik des Stücks „Neasemuita poveste a lui Abul Hossein Yemenitul și a fugii lui în pustie (nach 1001 Nacht)“, unter der Regie von Silviu Purcărete. Die deutsche Abteilung erhielt ebenfalls einen UNITER-Preis für das beste Lichtdesign. Er ging an Nichita Teodorescu für das Lichtdesign des Stücks „Winter“ von Jon Fosse, Regie Hunor Horváth. Unser Bild: Momentaufnahme aus „Lungul drum al zilei către noapte“ mit den Schauspielern Horia Fedorca, Nicu Mihoc und Marius Turdeanu (v. l. n. r.).    

Foto: Vlad DUMITRU; Text: Cynthia PINTER

Partnerschaft gefestigt

Ausgabe Nr. 2959


Das Hermannstädter Radu Stanca-Nationaltheater (TNRS) gastierte am 13. und 14. Mai mit der Produktion „Elektra” (Regie Mihai Măniuțiu) beim International Antalya Theater Festival in der Türkei, mit finanzieller Unterstützung seitens des Rumänischen Kulturinstituts. Beide Vorstellungen fanden in der Antalya State Opera and Ballet statt und „feierten einen regelrechten Triumph”, wie die Pressestelle des Theaters bekannt gegeben hat. Weiterlesen

Freiheit liegt im Handeln

Gespräch mit Regisseurin Alice Kornitzer über die Theaterpremiere mit „Avalanche“

Ausgabe Nr. 2958

Alice Kornitzer.
Foto: Stephen AMBROSE

Die neueste Premiere an der deutschen Abteilung des Radu-Stanca-Nationaltheaters in Hermannstadt wird am Donnerstag, dem 21. Mai, um 19 Uhr auf der Bühne des Theaters gezeigt. Es handelt sich um das Stück „Avalanche“ von Tuncer Cücenoğlu unter der Regie von Alice Kornitzer. Über die Premiere und die Zusammenarbeit mit der deutschen Abteilung führte HZ-Redakteurin Cynthia P i n t e r mit der Regisseurin Alice Kornitzer folgendes Gespräch:Weiterlesen

Gelebte Emotionen

Blick hinter die Kulissen einer Theatergruppe

Ausgabe Nr. 2957

Johanna Adam (links außen) gibt Regie-Anweisungen.   Foto: die Verfasserin

Handys werden gegen Textblätter eingetauscht, Sneaker gegen hohe Schuhe und immer wieder hört man „Nochmal von vorn“. Es ist Sonntag, 11 Uhr, in der Hermannstädter Volkskunstschule (Reispergasse/Avram Iancu 11), wo Schülerinnen seit einer Woche für das Stück „8 Frauen“ von Robert Thomas proben. Weiterlesen

Theaterabend der Einfühlsamkeit

Zur neuesten Premiere von ,,Der Vater“ am Radu Stanca-Nationaltheater

Ausgabe Nr. 2946

Theaterabend der Einfühlsamkeit: Mit der Inszenierung des Stückes „Der Vater” von Florian Zeller durch Dumitru Acriș brachte die deutsche Abteilung des Hermannstädter Radu Stanca-Nationaltheaters am 5. und 6. Februar eine weitere Premiere der Spielzeit 2025/2026 heraus.  Unser Bild: Die Verlorenheit und Angst sind in Daniel Buchers Gesicht zu erkennen. An seiner rechten Seite befindet sich Viviane Havrilla als Tochter und links Ada Bicfalvi als Pflegekraft.                                                              
Foto: Cynthia PINTER

Der Blick ins Leere. Vergesslichkeit. Beklemmende Verwirrung vermittelt der Hauptdarsteller der neuesten Premiere der deutschen Abteilung des Radu Stanca Nationaltheaters in der betroffen machenden Aufführung „Der Vater“ von Florian Zeller, die am 5. und 6. Februar stattgefunden hat. Allein schon das Bühnenbild von Dumitru Acriș, der auch für die Regie zuständig ist, ist vielsagend: Eine Wohnung mit Betonwänden, auf dessen Hintergrund manchmal Nahaufnahmen der Hauptgestalten zu sehen sind. Es wird nichts verdeckt, alles ist offen, es ist eine scheinbar transparente Welt, in der auch die meisten Personen austauschbar sind und in der sich der Kranke bald nicht mehr zurechtfindet. Daniel Bucher nimmt in der Rolle des Vaters die Zuseher auf seiner Irrfahrt mit.Weiterlesen

Virtuos und berührend

Inszenierung ,,Heute Abend: Lola Blau“ viersprachig

Ausgabe Nr. 2943

Szenenfoto mit Emőke Boldizsár.                                
Foto: Iuliana REVENCU

Vier Sprachen bestimmen die Inszenierung von Regisseur Dumitru Acriș nach Georg Kreislers „Heute Abend: Lola Blau” mit der mehrsprachigen Schauspielerin Emőke Boldizsár. Insofern war jede Vorstellung eine Premiere: Am 11. Dezember 2025 in rumänischer Sprache, am 18. und 20. Dezember 2025 in deutscher Sprache und am 14. Januar 2026 in ungarischer Sprache. Geplant ist auch eine Vorstellung in englischer Sprache.

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Eine emblematische Persönlichkeit

Ida Jarcsek-Gaza feierte 55. Bühnenjubiläum

Ausgabe Nr. 2941

Ida Jarcsek-Gaza (links) und Ioana Iacob. Foto: Ovidiu ZIMCEA

Die Premiere der Vorstellung „Penthesilea. Ein Requiem” von Nino Haratischwili in der Regie von Eberhard Köhler am Sonntag, dem 14. Dezember am Deutschen Staatstheater Temeswar stellte ein besonderes Ereignis für die Institution dar und zwar feierte die Schauspielerin Ida Jarcsek-Gaza dabei ihr 55. Bühnenjubiläum.Weiterlesen

Bilder, Musik und Erotik

Neueste Premiere am Radu Stanca-Nationaltheater

Ausgabe Nr. 2940

Szenenfoto mit Pali Vecsei (der Sultan).                                                                                                                      Foto: Sebastian MARCOVICI

Eine neue Inszenierung des preisgekrönten Regisseurs Silviu Purcărete sorgte am Wochenende in Hermannstadt für Furore. Das Stück mit dem langen Titel „Neasemuita poveste a lui Abul Hossein Yemenitul și a fugii lui în pustie (după 1001 de nopți)”, das übersetzt „Die unvergleichliche Geschichte von Abul Hossein dem Jemeniten und seiner Flucht in die Wüste (nach 1001 Nacht)” hieße, war nichts für sensible oder schamhafte Leute, sondern enthielt sehr viel nackte Haut und Erotik.Weiterlesen

Erinnerungen im Stoff

Künstlergespräch mit Katharina Andes im Deutschen Kulturzentrum Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2939

Dr. Iris Ordean, Katharina Andes und Cristina Nan beim Künstlergespräch im DKH (v. l. n. r.).                                                             Foto: Eduard RESCHKE

Zum Künstlergespräch mit der in Heidelberg tätigen Szenografin und Kostümbildnerin Katharina Andes, füllte sich die Bibliothek des Deutschen Kulturzentrums Hermannstadt am 28. November mit zahlreichen Interessierten. Das Gespräch führten Dr. Iris Ordean und Cristina Nan, die einen Einblick in das Schaffen der Künstlerin ermöglichten.Weiterlesen

Unglaubliche Herausforderungen gemeistert

300 Vorstellungen ,,Faust“-Inszenierung am ,,Radu Stanca“-Nationaltheater

Ausgabe Nr. 2935

Ofelia Popii (Bildmitte) spielt seit 18 Jahren den Mephisto, hier bei einer Aufführung 2022 im Rahmen des Hermannstädter Internationalen Theaterfestivals.                                                              Foto: Ovidiu MATIU

„Unglaubliche Herausforderungen haben sich uns im Zuge der Proben für die ‚Faust‘-Inszenierung von Silviu Purcărete immer wieder in den Weg gestellt, aber alle konnten schließlich gemeistert werden. So konnten wir dem Publikum eine außerordentliche Produktion vorführen, die sich unerwartet gut entwickelt und von mehr als 130.000 Zuschauern in Rumänien und bei Tourneen in Deutschland, Schottland, Belgien, Slowenien oder Ungarn Applaus geerntet hat. Das Publikum ist unser Lebenszweck, für das wir so viel Schönheit in diesem gesegneten Raum versammeln. Wir freuen uns, Ihnen dieses große Geschenk, das Faust darstellt, zum 300. Mal präsentieren zu dürfen”, sagte Constantin Chiriac, der Direktor des Internationalen Hermannstädter Theaterfestivals und Intendant des Hermannstädter Radu Stanca-Nationaltheaters am 1. September d. J. im Faust-Saal der Kulturfabrik. Weiterlesen

Ein Kampf um das Wohlbefinden

Zweite Premiere der neuen Spielzeit am ,,Radu Stanca“-Nationaltheater

Ausgabe Nr. 2928

Die sieben Darstellenden (v. l. n. r.): Daniel Plier, Gyan Ros, Olga Török, Viorel Rață, Emőke Boldizsár, Patrick Imbrescu und Serenela Mureșan.                                                                                                     Foto: Vlad DUMITRU

Der 11. September 2001 ist ein Datum, das bei vielen Menschen negative Gedanken hervorruft, denkt man an das Attentat auf die Türme des World Trade Center in New York, welches die Welt veränderte. Der 11. September 2025 war in Hermannstadt Premierentag im Radu Stanca-Nationaltheater, „Union Place“, ein Theaterstück von Elise Wilk, wurde erstmals aufgeführt, in der Regie von Cristian Ban, mit Schauspielerinnen und Schauspielern der deutschen und der rumänischen Abteilung. Hermannstadt erlebte die Erstaufführung dieses Stücks in Rumänien. Die Dramaturgin Elise Wilk hatte die erste Fassung 2022 auf Einladung des Schauspielhaus Salzburg geschrieben. Wie sie im HZ-Interview erklärte, sollte es ein Theaterstück über europäische Gemeinsamkeiten und Unterschiede sein. Weiterlesen