Freiheit liegt im Handeln

Gespräch mit Regisseurin Alice Kornitzer über die Theaterpremiere mit „Avalanche“

Ausgabe Nr. 2958

Alice Kornitzer.
Foto: Stephen AMBROSE

Die neueste Premiere an der deutschen Abteilung des Radu-Stanca-Nationaltheaters in Hermannstadt wird am Donnerstag, dem 21. Mai, um 19 Uhr auf der Bühne des Theaters gezeigt. Es handelt sich um das Stück „Avalanche“ von Tuncer Cücenoğlu unter der Regie von Alice Kornitzer. Über die Premiere und die Zusammenarbeit mit der deutschen Abteilung führte HZ-Redakteurin Cynthia P i n t e r mit der Regisseurin Alice Kornitzer folgendes Gespräch:Weiterlesen

Gelebte Emotionen

Blick hinter die Kulissen einer Theatergruppe

Ausgabe Nr. 2957

Johanna Adam (links außen) gibt Regie-Anweisungen.   Foto: die Verfasserin

Handys werden gegen Textblätter eingetauscht, Sneaker gegen hohe Schuhe und immer wieder hört man „Nochmal von vorn“. Es ist Sonntag, 11 Uhr, in der Hermannstädter Volkskunstschule (Reispergasse/Avram Iancu 11), wo Schülerinnen seit einer Woche für das Stück „8 Frauen“ von Robert Thomas proben. Weiterlesen

Theaterabend der Einfühlsamkeit

Zur neuesten Premiere von ,,Der Vater“ am Radu Stanca-Nationaltheater

Ausgabe Nr. 2946

Theaterabend der Einfühlsamkeit: Mit der Inszenierung des Stückes „Der Vater” von Florian Zeller durch Dumitru Acriș brachte die deutsche Abteilung des Hermannstädter Radu Stanca-Nationaltheaters am 5. und 6. Februar eine weitere Premiere der Spielzeit 2025/2026 heraus.  Unser Bild: Die Verlorenheit und Angst sind in Daniel Buchers Gesicht zu erkennen. An seiner rechten Seite befindet sich Viviane Havrilla als Tochter und links Ada Bicfalvi als Pflegekraft.                                                              
Foto: Cynthia PINTER

Der Blick ins Leere. Vergesslichkeit. Beklemmende Verwirrung vermittelt der Hauptdarsteller der neuesten Premiere der deutschen Abteilung des Radu Stanca Nationaltheaters in der betroffen machenden Aufführung „Der Vater“ von Florian Zeller, die am 5. und 6. Februar stattgefunden hat. Allein schon das Bühnenbild von Dumitru Acriș, der auch für die Regie zuständig ist, ist vielsagend: Eine Wohnung mit Betonwänden, auf dessen Hintergrund manchmal Nahaufnahmen der Hauptgestalten zu sehen sind. Es wird nichts verdeckt, alles ist offen, es ist eine scheinbar transparente Welt, in der auch die meisten Personen austauschbar sind und in der sich der Kranke bald nicht mehr zurechtfindet. Daniel Bucher nimmt in der Rolle des Vaters die Zuseher auf seiner Irrfahrt mit.Weiterlesen

Virtuos und berührend

Inszenierung ,,Heute Abend: Lola Blau“ viersprachig

Ausgabe Nr. 2943

Szenenfoto mit Emőke Boldizsár.                                
Foto: Iuliana REVENCU

Vier Sprachen bestimmen die Inszenierung von Regisseur Dumitru Acriș nach Georg Kreislers „Heute Abend: Lola Blau” mit der mehrsprachigen Schauspielerin Emőke Boldizsár. Insofern war jede Vorstellung eine Premiere: Am 11. Dezember 2025 in rumänischer Sprache, am 18. und 20. Dezember 2025 in deutscher Sprache und am 14. Januar 2026 in ungarischer Sprache. Geplant ist auch eine Vorstellung in englischer Sprache.

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Eine emblematische Persönlichkeit

Ida Jarcsek-Gaza feierte 55. Bühnenjubiläum

Ausgabe Nr. 2941

Ida Jarcsek-Gaza (links) und Ioana Iacob. Foto: Ovidiu ZIMCEA

Die Premiere der Vorstellung „Penthesilea. Ein Requiem” von Nino Haratischwili in der Regie von Eberhard Köhler am Sonntag, dem 14. Dezember am Deutschen Staatstheater Temeswar stellte ein besonderes Ereignis für die Institution dar und zwar feierte die Schauspielerin Ida Jarcsek-Gaza dabei ihr 55. Bühnenjubiläum.Weiterlesen

Bilder, Musik und Erotik

Neueste Premiere am Radu Stanca-Nationaltheater

Ausgabe Nr. 2940

Szenenfoto mit Pali Vecsei (der Sultan).                                                                                                                      Foto: Sebastian MARCOVICI

Eine neue Inszenierung des preisgekrönten Regisseurs Silviu Purcărete sorgte am Wochenende in Hermannstadt für Furore. Das Stück mit dem langen Titel „Neasemuita poveste a lui Abul Hossein Yemenitul și a fugii lui în pustie (după 1001 de nopți)”, das übersetzt „Die unvergleichliche Geschichte von Abul Hossein dem Jemeniten und seiner Flucht in die Wüste (nach 1001 Nacht)” hieße, war nichts für sensible oder schamhafte Leute, sondern enthielt sehr viel nackte Haut und Erotik.Weiterlesen

Erinnerungen im Stoff

Künstlergespräch mit Katharina Andes im Deutschen Kulturzentrum Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2939

Dr. Iris Ordean, Katharina Andes und Cristina Nan beim Künstlergespräch im DKH (v. l. n. r.).                                                             Foto: Eduard RESCHKE

Zum Künstlergespräch mit der in Heidelberg tätigen Szenografin und Kostümbildnerin Katharina Andes, füllte sich die Bibliothek des Deutschen Kulturzentrums Hermannstadt am 28. November mit zahlreichen Interessierten. Das Gespräch führten Dr. Iris Ordean und Cristina Nan, die einen Einblick in das Schaffen der Künstlerin ermöglichten.Weiterlesen

Unglaubliche Herausforderungen gemeistert

300 Vorstellungen ,,Faust“-Inszenierung am ,,Radu Stanca“-Nationaltheater

Ausgabe Nr. 2935

Ofelia Popii (Bildmitte) spielt seit 18 Jahren den Mephisto, hier bei einer Aufführung 2022 im Rahmen des Hermannstädter Internationalen Theaterfestivals.                                                              Foto: Ovidiu MATIU

„Unglaubliche Herausforderungen haben sich uns im Zuge der Proben für die ‚Faust‘-Inszenierung von Silviu Purcărete immer wieder in den Weg gestellt, aber alle konnten schließlich gemeistert werden. So konnten wir dem Publikum eine außerordentliche Produktion vorführen, die sich unerwartet gut entwickelt und von mehr als 130.000 Zuschauern in Rumänien und bei Tourneen in Deutschland, Schottland, Belgien, Slowenien oder Ungarn Applaus geerntet hat. Das Publikum ist unser Lebenszweck, für das wir so viel Schönheit in diesem gesegneten Raum versammeln. Wir freuen uns, Ihnen dieses große Geschenk, das Faust darstellt, zum 300. Mal präsentieren zu dürfen”, sagte Constantin Chiriac, der Direktor des Internationalen Hermannstädter Theaterfestivals und Intendant des Hermannstädter Radu Stanca-Nationaltheaters am 1. September d. J. im Faust-Saal der Kulturfabrik. Weiterlesen

Ein Kampf um das Wohlbefinden

Zweite Premiere der neuen Spielzeit am ,,Radu Stanca“-Nationaltheater

Ausgabe Nr. 2928

Die sieben Darstellenden (v. l. n. r.): Daniel Plier, Gyan Ros, Olga Török, Viorel Rață, Emőke Boldizsár, Patrick Imbrescu und Serenela Mureșan.                                                                                                     Foto: Vlad DUMITRU

Der 11. September 2001 ist ein Datum, das bei vielen Menschen negative Gedanken hervorruft, denkt man an das Attentat auf die Türme des World Trade Center in New York, welches die Welt veränderte. Der 11. September 2025 war in Hermannstadt Premierentag im Radu Stanca-Nationaltheater, „Union Place“, ein Theaterstück von Elise Wilk, wurde erstmals aufgeführt, in der Regie von Cristian Ban, mit Schauspielerinnen und Schauspielern der deutschen und der rumänischen Abteilung. Hermannstadt erlebte die Erstaufführung dieses Stücks in Rumänien. Die Dramaturgin Elise Wilk hatte die erste Fassung 2022 auf Einladung des Schauspielhaus Salzburg geschrieben. Wie sie im HZ-Interview erklärte, sollte es ein Theaterstück über europäische Gemeinsamkeiten und Unterschiede sein. Weiterlesen

Lustig, makaber, aber vor allem emotional

Erste Premiere der neuen Spielzeit am ,,Radu Stanca“-Nationaltheater

Ausgabe Nr. 2927

Szenenfoto mit Ofelia Popii und Ciprian Scurtea.                                          Foto: Cynthia PINTER

Ofelia kann immer noch überraschen. Und das im positiven Sinne. An der Seite ihres Ehemanns Ciprian Scurtea hat Ofelia Popii erneut auf der Bühne brilliert. Die beiden spielten am 5. September im Studiosaal des TNRS in der ersten Premiere der neuen Spielzeit des „Radu Stanca“-Nationaltheaters „Aici nu se simte“ („Hier spürt man nichts“) unter der Regie von Lia Bugnar. Das Stück hat die Regisseurin selber geschrieben und man könnte es als schwarze Komödie mit Wurzeln im absurden Theater beschreiben. Die Koproduktion mit dem Bukarester Theater „Green Hours“ feierte seine Uraufführung im ausverkauften Studiosaal am Freitag, dem 5. September und wird nochmal am 21. September im großen Theatersaal des „Radu Stanca“-Nationaltheaters gezeigt. Die Aufführung ist jetzt schon ausverkauft.Weiterlesen