Helmut Stürmer auf Ruhmesmeile

27. Hermannstädter Internationales Theaterfestival findet vom 12.-21. Juni statt

Ausgabe Nr. 2660

Festivalleiter Constantin Chiriac.                               Foto: die Verfasserin

Die erste Pressekonferenz zum Thema „Internationales Theaterfestival 2020“ hat am Donnerstag der Vorwoche im Foyer des Radu Stanca-Nationaltheaters stattgefunden. Festivalleiter Constantin Chiriac stellte die Highlights der 27. Auflage vor, die unter dem Motto „Puterea de a crede“ (Die Macht zu glauben) veranstaltet wird. Auch dieses Jahr werden Persönlichkeiten der Theaterwelt mit einem Stern auf der Ruhmesmeile an der Oberen Promenade geehrt, darunter der gebürtige Temeswarer Helmut Stürmer, der z. B. das Bühnenbild für den Dauerbrenner ,,Faust“ entworfen hat.Weiterlesen

Brillantes Stück brillant gemeistert

Jüngste Premiere am Radu Stanca-Nationaltheater regt zum Nachdenken an

Ausgabe Nr. 2660

Szenenfoto mit Cristina Blaga-Tomuș (Gittel) und Andrei Gîlcescu (Jerry).            Foto: TNRS/Tudor TROANCĂ

Mit der jüngsten Premiere am Radu Stanca-Nationaltheater – ,,Doi pe un balansoar“ (Spiel zu zweit) – wagte sich Regisseur Dan Glasu an ein Stück des US-amerikanischen Schriftstellers William Gibson, das international berühmt ist und 1958 am Broadway uraufgeführt wurde. Das Stück wurde in der Regie von Robert Wise 1962 verfilmt, mit Shirley MacLaine und Robert Mitchum und in den Hauptrollen. Eine Herausforderung für die beiden Schauspieler Cristina Blaga-Tomuș und Andrei Gîlcescu, die diese Aufgabe mit Bravour meisterten. Weiterlesen

Eine Tragödie des Scheiterns

Viel Lärm um nichts in der neuesten Theaterpremiere mit ,,American Buffalo“

Ausgabe Nr. 2659

Neueste Theaterpremiere: Ein vielversprechendes Bühnenbild hatte Eugen Gyemant für seine Inszenierung des Stückes „American Buffalo“ von David Mamet entworfen, die am Wochenende Premiere hatte. Unser Bild: Szenenfoto mit einem roten Aro 10 Geländewagen und zwei der drei Schauspieler – Ciprian Scurtea (rechts stehend)und Florin Coșuleț.              Foto: Dragoș DUMITRU

Viel Lärm um nichts als eine Münze. Das kann man in einem Satz über die neueste Premiere der rumänischen Abteilung des Radu Stanca-Nationaltheaters sagen. Dabei wurde das Publikum mit einem vielversprechenden Bühnenbild erwartet: ein alter Fram-Kühlschrank, ein altes Radio, ein Motorrad, das von der Decke baumelte, vollbeladene Regale, alte Stühle und das Highlight, ein roter Aro 10 Geländewagen in der Mitte der Bühne. „American Buffalo“ von David Mamet wurde in der Regie von Eugen Gyemant mit den drei Schauspielern Ciprian Scurtea, Cătălin Pătru und Florin Coșuleț am Samstag und Sonntag (1. und 2. Februar) aufgeführt. Weiterlesen

Humorvoll und geradezu bissig

Gastspiel mit Bruckner-Inszenierung aus Râmnicu Vâlcea in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2659

Szenenfoto mit Tavi Costin (der Präsident, rechts) und Alexandru Beteringhe (sein stummer Diener).                                    Foto: Beatrice UNGAR

Ein Theaterstück von Pascal Bruckner? Dazu auch noch eine politische Farce? Wer hätte das gedacht? Wie die Regisseurin Chris Simion-Mercurian der Hermannstädter Zeitung bei dem Gastspiel des Anton Pann-Theaters aus Râmnicu Vâlcea mit ,,Crăciunul președintelui“ (Das Weihnachtsfest des Präsidenten) am Dienstag der Vorwoche erzählte, habe Bruckner das Stück auf ihre Anfrage hin geschrieben. Die Welturaufführung hatte am Anton Pann-Theater im Mai 2019 stattgefunden. Das Thema Weihnachten scheint Bruckner schon länger zu beschäftigen, 2003 veröffentlichte er den Roman ,,Au secours, le père Noël revient!“ (Hilfe, der Weihnachtsmann kommt!).Weiterlesen

Bitterböse Komik

Erste deutsche Premiere des Jahres endet in Gemetzel

Ausgabe Nr. 2658

Szenenfoto mit Daniel Plier, Daniel Bucher, Johanna Adam und Emőke Boldizsár (v. l. n. r.).      Foto: Cynthia PINTER

„Ich glaube an den Gott des Gemetzels!“ ruft Andreas Wagner in den Kampfplatz hinein. Den Kampfplatz, der eine halbe Stunde zuvor noch das schicke Wohnzimmer des Pärchens Meier gewesen war und in dessen Überresten sich nun die vier Hauptdarsteller des Stückes von Yasmina Reza allesamt mit den kümmerlichen Überbleibseln ihrer Existenz konfrontiert sehen. Die erste Premiere an der deutschen Abteilung des Radu Stanca-Nationaltheaters fand am Freitag im Studiosaal des Ion Besoiu-Kulturzentrums mit dem Theaterstück „Der Gott des Gemetzels“ von Yasmina Reza und in der Regie von Bogdan Sărătean statt.  Weiterlesen

Ein surrealer (Alb-)Traum

„Camino Real“ ist die erste Theaterpremiere des Jahres

Ausgabe Nr. 2657

Die erste Premiere des Jahres am Radu Stanca-Nationaltheater Hermannstadt ist die Inszenierung von Tennessee Williams‘ Stück ,,Camino Real“ in der Regie von Cosmin Chivu. Alle drei Vorstellungen am vergangenen Wochenende waren ausverkauft. Foto: Carol HRUBY

Kreditschwindler, Diebe, Prostituierte, Wahrsagerinnen und ein korrupter Bürgermeister. Es gibt kaum etwas, was es nicht gibt, denn wie Autor Tennessee Williams bekennt, ist das Stück „nicht mehr und nicht weniger als meine Vorstellung von der Zeit und der Welt, in der ich lebe“. „Camino Real“ (der Königsweg, eine Bezeichnung für Straßen, die von den Spaniern in ihren Kolonien in Südamerika gebaut worden sind, oder frei deutsch: „Hauptstraße des Lebens“) ist ein Schauspiel in drei Akten und 16 Szenen von Tennessee Williams und wurde als erste Premiere des Jahres am Radu Stanca- Nationaltheater Hermannstadt von der rumänischen Schauspielabteilung am Freitag, Samstag und Sonntag (17., 18., 19. Januar) aufgeführt. Regie führte Cosmin Chivu.Weiterlesen

Unerträglich großartig

Premiere an der deutschen Abteilung am TNRS

Ausgabe Nr. 2650

Valentin Späth und die ,,Robbe von Hermannstadt“. Foto: TNRS/Focus

,,Das ist hier übrigens meine Aufgabe: Unterhaltung. Ich bin der Leiter des Fortgangs hier. Was heißt das? Was soll das sein? Ich bin dafür da, das Vorhandene zu strukturieren, ein wenig zu moderieren. Ich möchte, dass wir es hier angenehm haben, dass es auch ein wenig informativ wird für sie und sie und sie und sie… und dass es ordentlich abläuft heute Abend.“ Das sagt als eben erwähnter ,,Leiter des Fortgangs“ der Schauspieler Valentin Späth zum Auftakt der neuesten Inszenierung an der deutschen Abteilung des Radu Stanca-Nationaltheaters.Weiterlesen

Erinnerung als Form der Wirklichkeit

Das Festival ,,Jung in Hermannstadt“ ist dem Thema Kommunismus gewidmet

Ausgabe Nr. 2648

Szenenfoto aus „Cultul personalității“ (Der Personenkult): Gheorghe Gheorghiu Dej (links, gespielt von Andrei Șerban), möchte nicht, dass Nicolae Ceaușescu (gespielt von Raj Alexandru Udrea) die Wahrheit sagt. Foto: Cynthia PINTER

Jung musste man sich am Wochenende und auch diese Woche im  Hermannstädter „Gong“-Theater für Kinder- und Jugendliche fühlen. Denn hier hat seit dem 1. November die fünfte Auflage des Festivals „Jung in Hermannstadt“ (Festivalul Tânăr de la Sibiu) begonnen. Die Veranstaltung dauert ganze zehn Tage und endet am Sonntag, dem 10. November, mit einem Konzert der Musikgruppe „The Motans“, um 20 Uhr, im Gong-Theater.Weiterlesen