„Auf der Höhe der Brutalität“

Premiere mit „Yvonne, die Burgunderprinzessin“ am Radu Stanca-Nationaltheater

Ausgabe Nr. 2625

Szenenfoto mit Iustinian Turcu, Ali Deac, Daniel Plier und Fabiola Petri (v. l. n. r.).                                                                         Foto: Dan ȘUȘA

In einer Welt, die von Sexbesessenheit und Gewalt, Machtspielen und Bosheit regiert wird, hat das Reine, das Andere, das nicht mitspielt, keine Existenzberechtigung und muss psychisch fertig gemacht und physisch eliminiert werden. So könnte man die Botschaft des StückesYvonne, die Burgunderprinzessin“ von Witold Gombrowicz zusammenfassen, das am Samstag unter der Spielleitung von Botond Nagy an der deutschen Abteilung des Radu Stanca-Nationaltheaters Premiere gefeiert hat. Eine starke, eindrückliche Botschaft.Weiterlesen

Neues Highlight?

Vier Preise für das TNRS bei der UNITER-Gala

Ausgabe Nr. 2624

Bei der Gala des Rumänischen Theaterverbands (UNITER) am Montag in Klausenburg holte das Radu Stanca-Nationaltheater drei Preise für die Produktion „Povestea prințesei deocheate“. Unser Bild: Szenenfoto mit Ofelia Popii, die für ihre Doppelrolle zur besten Schauspielerin gekürt worden ist.  
Foto: Sebastian MARCOVICI

Vier Nominierungen für die UNITER-Preise hatte das Radu Stanca-Theater erhalten, bei der UNITER-Gala, die am Montag, den 13. Mai, im Klausenburger Nationaltheater stattgefunden hat, gab es vier Preise: Für die Show „R.U.R. (Rossum’s Universal Robots)”, Regie Vlad Cristache, wurden in der Kategorie „Debüt” Andreea Tecla und Mădălina Niculae für das Bühnenbild preisgekrönt. Das Stück wurde an der deutschen Abteilung inszeniert und basiert auf einem Science Fiction-Stück, das der tschechische Autor Karel Čapek (1890-1938) im Jahr 1920 geschrieben hatte. Die Produktion „Povestea prințesei deocheate” von Silviu Purcărete wurde zur besten Vorstellung gekürt. Für das gleiche Stück erhielt Dragoș Buhagiar den Preis für das beste Bühnenbild und Ofelia Popii den Preis für die beste Schauspielerin in einer Hauptrolle. Weiterlesen

Beim Schneeschippen eingefallen

Vorpremiere mit Steaua fără nume“ am Radu Stanca-Nationaltheater

Ausgabe Nr. 2623

 

Szenenfoto mit Viorel Rață, der in drei Rollen schlüpft, dem Regisseur der Inszenierung Florin Coșuleț und Mihai Coman, der zwei Rollen spielt (v. l. n. r.).
Foto: Vlad DUMITRU

„In einem kleinen rumänischen Städtchen der 30er Jahre führt das Schicksal eine junge verwöhnte Frau in das Haus eines weltfremden Mathematiklehrers. Die Zuneigung der beiden Menschen findet keine Erfüllung in einer dauerhaften Bindung, da sich die Frau nicht von ihrem luxuriösen Leben zu trennen vermag. Gefühlvolle Unterhaltung, einfühlsam inszeniert und gespielt.“ So wird das Stück „Stern ohne Namen“ (Steaua fără nume) des Schrifstellers Mihail Sebastian (1907-1945) auf der Webseite www.filmdienst.de beschrieben. Drei Vorstellungen der aktuellen Inszenierung durch den Schauspieler Florin Coșuleț wurden als Vorpremiere auf der Bühne des Radu Stanca-Nationaltheaters in Hermannstadt am 19. und 20. April, sowie am 5. Mai gezeigt. Die Premiere findet heute im Rahmen des Lucian Blaga-Festivals in Mühlbach/Sebeș Alba statt.Weiterlesen

Kompliziertes Leben in „All Inclusive”

Komödie des Bukarester Nationaltheaters in Hermannstadt aufgeführt

Ausgabe Nr. 2621

 

Komplizierte Beziehungen (v.  l. n. r.): Adele, Monique, Margaret, Maurice und Vince finden heraus, dass sie mehr gemeinsam haben, als sie erst gedacht hatten.                                                  Foto: All Inclusive

Margaret, gespielt von Medeea Marinescu, und Maurice, gespielt von Marius Manole stellen fest, dass die große Liebe zwischen ihnen vorbei ist, oder, besser gesagt, dass es sie irgendwie doch gar nicht gab. Sie sind erst 40, stehen allerdings am Ende ihres Ehelebens, das in den letzten 20 Jahren ihre Tochter Adele, gespielt von Diana Roman, im Mittelpunkt hatte. Das Stück „All Inclusive” von Alexandru Popa, Regie Vlad Zamfirescu, das vergangene Woche im Ion-Besoiu-Kulturzentrum aufgeführt wurde, war allerdings keine Tragödie, sondern eine Komödie, bei der das Publikum fast ununterbrochen lachte.Weiterlesen

Eine künstliche Welt

Premiere am Gong-Theater war ein Erfolg

Ausgabe Nr. 2619

Es ist inzwischen zur Tradition geworden, dass der Welttheatertag, am 27. März, am Gong-Theater für Kinder und Jugendliche mit einer Premiere gefeiert wird. Dieses Jahr wurde das Kunstmärchen „Privighetoarea“ (Des Kaisers Nachtigall) nach Hans Christian Andersen in rumänischer Sprache aufgeführt. Die Regie führte Gavriil Pinte, der in den vergangenen Jahren öfter hier inszeniert hatte, u. a. die Stücke „Harap Alb“ und „Povestea lui Rapunzel“. Weiterlesen

Ein Spießrutenlaufen

Premiere mit „Jerusalem” am Radu Stanca-Theater

Ausgabe Nr. 2614

Szenenfoto mit (v. l. n. r.) Cătălin Pătru, Ioan Paraschiv, Florin Coșuleț und Mihai Roman.                                              Foto: Dragoș DUMITRU

Er sei bei der Inszenierung des Stückes „Ierusalim“ von Jez Butterworth „durch die Hölle gegangen“, sagte der Regisseur Bogdan Sărătean. Für die Premiere-Besucher am Samstag war es ein echtes Spießrutenlaufen wobei ihnen nahezu unentwegt deftige Flüche um die Ohren schwirrten, zweideutige Bemerkungen, sexistisches Gelaber allenthalben. Weiterlesen

„Ich gehe und gehe…”

Oana Pellea und Mihai Gruia Sandu waren in Hermannstadt zu sehen

Ausgabe Nr. 2614

 

Oana Pellea (rechts) und Mihai Gruia Sandu.                            Foto: TFC

„Seit 24 Jahren spielen wir dieses Stück”, sagt die Bukarester Schaupielerin Oana Pellea ihrem Bühnenkollegen Mihai Gruia Sandu. Das ist nicht nur eine Replik des Stückes, sondern auch die Wahrheit, denn auf den ersten Postern des Stückes „Mă tot duc…” (Ich gehe und gehe…), sind die beiden Bukarester Schauspieler viel jünger. Das Stück, frei nach William Shakespeare und Marc Doré ist allerdings zeitlos und wurde vergangene Woche auf der Bühne des Ion Besoiu-Kulturzentrums gezeigt.Weiterlesen

Schüler spielen Theater

Ausgabe Nr. 2612

Die Theatergruppe Pun©Ht des Deutschen Jugendforums in Kronstadt, gebildet aus Schülern der 10. und 12. Klasse des Johannes Honterus- und des Meșotă-Lyzeums geht vom 22. bis 27. Februar d. J. mit Unterstützung der Deutschen Botschaft Bukarest auf Tournee mit dem Stück „Keuner wie Keiner“ nach Bertolt Brecht (Adapation und Regie: Petra Antonia Binder). Die Vorstellungen finden wie folgt statt: Am 22. Februar, 19 Uhr, in Klausenburg (Casa Tranzit), am 23. Februar, 19 Uhr, in Temeswar (Adam Müller Guttenbrunn-Haus), am 26. Februar, 17 Uhr, in Hermannstadt (Cavas-Saal im Gebäude der Fakultät für Sprachwissenschaften und Bühnenkünste in der Schewisgasse/Bd.Victoriei 5-7), am 27. Februar, 19 Uhr, in Bukarest (Centrul de Teatru Educational REPLIKA). Näheres zur Veranstaltung auf Facebook: https://www.facebook.com/events/2214434298873538/ Unser Bild: Szenenfoto von der Premiere am 10. Juni 2018 im Redoutensaal in Kronstadt.          

Foto: Maria NIȚU