Schüler spielen Theater

Ausgabe Nr. 2612

Die Theatergruppe Pun©Ht des Deutschen Jugendforums in Kronstadt, gebildet aus Schülern der 10. und 12. Klasse des Johannes Honterus- und des Meșotă-Lyzeums geht vom 22. bis 27. Februar d. J. mit Unterstützung der Deutschen Botschaft Bukarest auf Tournee mit dem Stück „Keuner wie Keiner“ nach Bertolt Brecht (Adapation und Regie: Petra Antonia Binder). Die Vorstellungen finden wie folgt statt: Am 22. Februar, 19 Uhr, in Klausenburg (Casa Tranzit), am 23. Februar, 19 Uhr, in Temeswar (Adam Müller Guttenbrunn-Haus), am 26. Februar, 17 Uhr, in Hermannstadt (Cavas-Saal im Gebäude der Fakultät für Sprachwissenschaften und Bühnenkünste in der Schewisgasse/Bd.Victoriei 5-7), am 27. Februar, 19 Uhr, in Bukarest (Centrul de Teatru Educational REPLIKA). Näheres zur Veranstaltung auf Facebook: https://www.facebook.com/events/2214434298873538/ Unser Bild: Szenenfoto von der Premiere am 10. Juni 2018 im Redoutensaal in Kronstadt.          

Foto: Maria NIȚU

Zusammenarbeit im Fokus

Theaterabende für Diplomaten und Unternehmer

Ausgabe Nr. 2609

Ein Kulturtreffen der Diplomaten und Unternehmer veranstaltete am vergangenen Wochenende das Radu Stanca-Nationaltheater. Unser Bild: Bürgermeisterin Astrid Fodor empfing gemeinsam mit Theaterdirektor Constantin Chiriac die Teilnehmer am Samstagvormittag zu einer Gesprächsrunde im Rathaus.                                           
Foto: Dragoș DUMITRU

Die beiden neuesten Produktionen des Radu Stanca-Nationaltheaters standen am Freitag und Samstag im Mittelpunkt des  ersten Kulturtreffens der Diplomaten und Unternehmer aus dem deutschsprachigen Raum, das auf Initiative von Intendant Constantin Chiriac veranstaltet wurde. Am Samstag wurde die deutsch-rumänische Produktion „Urciorul sfărâmat/Der zerbrochene Krug“ nach dem gleichnamigen Stück von Heinrich von Kleist dargeboten, am Samstag die Produktion der deutschen Abteilung,  „Hin und her“, eine Posse von Ödön von Horváth.Weiterlesen

Sehenswertes Chaos

Kleists „Der zerbrochene Krug“ heute

Ausgabe Nr. 2606

Szenenfoto mit (v. l.n. r.) Emöke Boldizsar (Liese), Marius Turdeanu (Dorfrichter Adam), Cristina Juks (die „schöne Frau“), Daniel Plier (EU-Experte), Viorel Rață (Gerichtsdiener).                            
Foto: Dragoș DUMITRU

Alle Klischees über den Zustand der Justiz in Rumänien bedient die gehörig aktualisierte Fassung von Heinrich von Kleists Lustspiel „Der zerbrochene Krug“, die nach einem Konzept und Drehbuch von Armin Petras, Schauspielintendant des Staatstheaters Stuttgart, in der Regie seines jüngeren Kollegen Dominic Friedel (Jahrgang 1980) als Kooperation zwischen rumänischer und deutscher Abteilung auf der Bühne des Radu Stanca-Nationaltheaters am 13. Dezember Premiere hatte.Weiterlesen

Mit Herz und Seele dabei

Vierte Auflage des „Jungen Festivals von Hermannstadt“ noch bis Sonntag

Ausgabe Nr. 2601

Eine sehr gelungene Variante des Klassikers „Die Geiß mit den drei Geißlein“ von Ion Creangă wurde am Montagmorgen im Gong-Theater für Kinder und Jugendliche von dem Prichindelul-Puppentheater aus Karlsburg/Alba Iulia aufgeführt. Unser Bild: Szenenfoto mit Viorica Boda, Irina Melnic und Teodora Popa (v. l. n. r.).                     
Foto: Cynthia PINTER

„Es ist der Wolf! Nicht öffnen!“ So aufmerksam und fasziniert vom Geschehen auf der Bühne, sieht man Kinder nur selten. Beim klassischen „Capra cu trei iezi“ von Ion Creangă, das von der Theatergruppe aus Karlsburg/Alba Iulia im Gong-Theater für Kinder und Jugendliche aufgeführt wurde, war genau das der Fall. Die Kinder erschraken vor dem bösen Wolf, lachten über die Henne, die kein Ei legen konnte und waren traurig, als der Wolf die Geißlein auffraß.Weiterlesen

Der Traum vom Frieden

Neues Theaterstück feierte am „Gong“-Theater in Hermannstadt Vorpremiere

Ausgabe Nr. 2600

Paul Bondane als Oldo und Alexandra Șerban als Nama träumen von einer neuen Welt ohne Krieg.                                        Foto: Dragoș DUMITRU

Wie fühlt es sich an, allein auf der Welt zu sein? Auf den Trümmern des eigenen, vom Krieg zerbombten Hauses unter freiem Himmel zu schlafen? Sich aus der Mülltonne von Essensresten zu ernähren? Wird der Krieg jemals enden? Oldo ist ein kleiner Junge, der genau das alles mitmacht. Er lebt im Land der Kriege und wartet darauf, dass sein Vater zurückkommt, der in die Staaten des Friedens geflüchtet ist.

Oldo ist der Hauptheld des Theaterstücks „Regulile jocului“ (Die Spielregeln) von Yann Verburgh, das am Samstagabend, dem 27. Oktober, im Kinder- und Jugendtheater „Gong“, Vorpremiere feierte.Weiterlesen

Kakerlaken, Würmer und Sauerkraut

Dokumentartheater über Gefängnisleben in Rumänien

Ausgabe Nr. 2600

Szenenbild aus „Țuhaus” mit Alexandru Potocean, Vlad Bălteanu und Andrei Șerban (v. l. n. r.).                                       
Foto: Cynthia PINTER

Țuhaus, Plural: țuhausuri. Bedeutung: Gefängnis. Aus dem Deutschen Zuchthaus. So lehrt uns das Wörterbuch Dexonline. Und wie es im rumänischen Țuhauszugeht, konnten die Hermannstädter am Montagabend, 29. Oktober, im Kinder- und Jugendtheater „Gong“ erleben. Das Gastschauspiel „Țuhaus“, unter der Regie von Lorand Maxim, ist ein Dokumentartheaterstück, in dem Vlad Bălteanu von den eigenen Erfahrungen in verschiedenen Gefängnissen Rumäniens erzählt. Ihm zur Seite stehen die beiden Schauspieler Alexandru Potocean und Andrei Șerban. Weiterlesen

Grenzenlos absurd und komisch

2594

Premiere mit Ödön von Horváths „Hin und her“ am Radu Stanca-Nationaltheater

An die Grenzen seiner Geduld gebracht, hat Ferdinand Havlicek (Daniel Bucher, Bildmitte) das Privileg, sich die Ministerpräsidenten – X (Anca Cipariu, links) und Y (Fabiola Petri, rechts) der beiden Länder zu schnappen, die ihn nicht haben wollen. Foto: Fred NUSS

Grenzenlos absurd und komisch zugleich, so könnte eine Kurbeschreibung des Stückes Hin und her“ lauten, das der Schriftsteller Ödön von Horváth 1933 zunächst unter dem Arbeitstitel „Die Brücke“ geschrieben und es als Posse in zwei Teilen“ bezeichnet hatte. Die Uraufführung fand 13. Dezember 1934 im Schauspielhaus Zürich statt. Das Stück trägt autobiografische Züge, denn Horváth galt ab 1933 in Deutschland nach der nationalsozialistischen Machtergreifung als „unerwünschte Person“. Er musste nach Budapest reisen, um seine ungarische Staatsangehörigkeit zu erneuern. Die Premiere in Zürich nutzte er als Gelegenheit, gemeinsam mit der Schauspielerin Wera Liessem, seiner damaligen Lebensgefährtin, Deutschland zu verlassen.

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„Das Theater ist mein Land”

Nachlese zum 25. Internationalen Hermannstädter Theaterfestival
Ausgabe Nr. 2583

 

Isabelle Huppert auf dem „goldenen Sofa“.            Foto: Doina GIURGIU

„Das Theater ist mein Land. Es ist ein riesiges Land ohne Grenzen, ohne Vorurteile. Es lebe das Theater!“ sagte die französische Schauspielerin Isabelle Huppert bei der Feierstunde am vorletzten Tag des 25. Internationalen Hermannstädter Theaterfestivals, dem 16. Juni, als sie einen Stern auf der Ruhmesmeile auf der Oberen Promeande in Hermannstadt entgegennehmen durfte. Wer am letzten Festivalstag, den 17. Juni, nach dem 45 Minuten-Gespräch mit Isabelle Huppert und Regisseur Cristian Mungiu im Thaliasaal nicht genug hatte, konnte am Abend erleben, dass die Schauspielerin, die u. a. durch ihre Hauptrolle im Film „Die Spitzenklöpplerin“ (1977) so richtig durchgestartet war, tatsächlich auf den „Brettern, die die Welt bedeuten“ zu Hause ist.Weiterlesen