Kindheit im Laufe der Zeit

Erste Premiere im Gong-Theater war ein Erfolg

Ausgabe Nr. 2768

Szenenbild mit den von Florin Suciu gestalteten Puppen.

„Was macht ein Regisseur?“, „Wer ist vor dem Auftritt am meisten aufgeregt?“, „Wie schaffen es die Schauspieler, so viele verschiedene Gefühle in so kurzer Zeit auszudrücken?“ Dies waren nur einige Fragen von neugierigen Kindern, die am Sonntagmittag, dem 1. Mai, das Puppentheaterstück „Istoria copilăriei“ (Die Geschichte der Kindheit) im Kinder- und Jugendtheater „Gong“ besucht haben. Die Fragen durften die Kleinen in einer Frage und Antwort Session an Schauspieler/innen und Regisseurinnen stellen. Für die meisten war es das erste Mal, dass sie mit den Schauspielern direkt sprechen konnten und für jene, die bis zum Schluss geblieben sind, lüfteten die Schauspieler das größte Geheimnis: Was verbirgt sich hinter der Bühne?Weiterlesen

Melange aus Komik und Ernsthaftigkeit

Vorpremiere mit offenem Ende zum Welttheatertag am Radu Stanca-Nationaltheater

Ausgabe Nr. 2764

 

Die Schauspielerinnen und Schauspieler wurden nach der  Vorpremiere am Sonntag mit Stehapplaus gewürdigt: Mihai Coman, Ioana Cosma, Serenela Mureşan, Mariana Mihu-Plier, Diana Fufezan, Florin Coşuleţ, Arina Ioana Trif, Vlad Robaș und Veronica Arizancu (v. l. n. r.).                Foto: die Verfasserin

Zum Welttheatertag am Sonntag, dem 27. März, wurde am Hermannstädter Radu-Stanca-Nationaltheater die Vorpremiere des Stückes „Echilibru fragil“ (A Delicate Balance) von Edward Albee, unter der Regie von Mariana Cămărășan gezeigt. Der Autor ist den Hermannstädtern nicht unbekannt, hat er doch auch „Who’s Afraid of Virginia Woolf?“ (Wer hat Angst vor Virginia Woolf?) geschrieben, das zum Repertoire des TNRS gehört und u. a. am Samstag, den 2. April, 19 Uhr, in der rumänischen Fassung unter dem Titel ,,Cui i-e frică de Virginia Woolf?“ (Regie Andrei und Andreea Grosu) auf der Hermannstädter Bühne zu sehen ist. Das Besondere an der Vorpremiere am Sonntag war, dass das Publikum gebeten wurde, nach der Vorstellung im Saal zu bleiben, um das Ende des Stücks zu entscheiden.Weiterlesen

Sirenen und Vogelgezwitscher

Vorpremiere von ,,Macbeth“ an der deutschen Abteilung des RST Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2763

Deutsche Premiere: Mit „Macbeth“ nach William Shakespeare und unter der Regie von Botond Nagy feierten die Schauspieler der deutschen Abteilung des Radu Stanca-Nationaltheaters in Hermannstadt die zweite Premiere des Jahres. Unser Bild: Emőke Boldizsár als Lady Macbeth (links) und Daniel Plier als Macbeth.                                                                 Foto: Sebastian MARCOVICI

Es war etwas Anderes. Darüber waren sich die Besucherinnen und Besucher einig, die der Vorpremiere von „Macbeth“ nach William Shakespeare beigewohnt haben, die am Donnerstag, dem 17. März, im Theatersaal des „Radu Stanca“-Theaters in Hermannstadt stattgefunden hat. Regie führte Botond Nagy, auf die Bühne traten die Schauspieler der deutschen Abteilung Daniel Plier, Emőke Boldizsár, Benedikt Haefner und Ioana Cosma. Weiterlesen

,,Vom Morden des reichen Mannes“

Thomas Perle und sein Stück ,,ein jedermann“

Ausgabe Nr. 2755

Jedermann im siebenbürgischen Salzburg: Die Premiere des Stücks ,,ein jedermann“ (rum. ,,domnul iedeman”) von Thomas Perle hat am Donnerstag der Vorwoche an der deutschen Abteilung des Radu Stanca-Nationaltheaters stattgefunden und erntete Stehapplaus. Das Stück spielt in Salzburg/Ocna Sibiului bei Hermannstadt, wohin sich Jedermann, von den rumänischen Bediensteten ,,domnul iedeman“ genannt, mitsamt Familie und Belegschaft eingekauft hat und von einem Skigebiet ganz wie in Österreich träumt. Unser Bild (v. l. n. r.): Szenenfoto mit  den beiden Trobairitzen Theodora Sandu und Johanna Adam,  Fabiola Petri als ,,Frau Jedermann“, Ali Deac als Universalpriester und Benedikt Haefner als Jedermann.                                                             Foto: Dragoș DUMITRU

Nach der ausgezeichneten Produktion ,,LIVE“ (2020, Regie: Bobi Pricop) kehrte der aus Oberwischau in der Zips stammende und in Wien lebende Dramatiker Thomas Perle mit einer scharfen und auf den rumänischen Kontext abgestimmten Adaption eines der Referenztexte des österreichischen Theaters – „Jedermann“ (ein Text von Hugo von Hoffmannstahl aus dem Jahr 1911) – an die deutsche Abteilung des Radu Stanca-Nationaltheaters zurück. Das explizit gesellschaftskritisch und mit Lokakolorit versehene Stück „ein jedermann/domnul iedeman“ wurde von dem slowakischen Regisseur Dávid Paška inszeniert und hatte am 20. Januar Premiere im Rahmen eines Minifestivals der deutschen Abteilung. Im Vorfeld der Premiere sprach HZ-Redakteurin Beatrice U n g a r mit Thomas Perle.Weiterlesen

Paranoia und Fake News

Neueste Premiere am Hermannstädter Gong-Theater

Ausgabe Nr. 2754

Szenenfoto mit Paul Bondane (links) und Eliza Păuna bei der neuesten Premiere im Gong-Theater.                                                                                                                                    Foto: Tudor TROANCĂ

Eine mit Schnee bedeckte Bühne und zwei große Eisblöcke konnten die Zuschauer bei der ersten Premiere des Jahres am Kinder- und Jugendtheater „Gong“ erkennen, als sie den Saal betraten. „Dovedește. O poveste virală“ (in der deutschen Fassung „Alle Beweise der Welt“) von Lucie Vérot wurde in der Regie von Eugen Jebeleanu und dem Bühnenbild von Irina Moscu an der rumänischen Abteilung des Gong-Theaters am Samstag, dem 15. Januar, inszeniert.Weiterlesen

Über den Sinn des Lebens

Neue Premiere am RST: Tschechows ,,Drei Schwestern“

Ausgabe Nr. 2750

Probenfoto von „Drei Schwestern“ (v. l. n. r.): Gabriela Pîrlițeanu als Irina, Andrei Gîlcescu als Tusenbach, Marius Turdeanu als Werschinin und Ofelia Popii als Olga.                        Foto: TNRS

Eine neue Premiere in der Vorweihnachtszeit. So kündigte das „Radu Stanca“-Theater das neueste Theaterstück der rumänischen Abteilung an, dessen Vorpremiere am Samstag, dem 27. November, und Premiere einen Tag später stattgefunden hat. „Drei Schwestern“ von A. P. Tschechow in der Regie von Andreea und Andrei Grosu war schon kurz nach der Ankündigung ausverkauft. Nicht nur wegen der Berühmtheit des Stückes sondern auch wegen der Starbesetzung. Unter anderem spielten darin Ofelia Popii, Adrian Matioc, Marius Turdeanu, Ciprian Scurtea und Mariana Mihu-Plier. Weiterlesen

Ich, Du und Wir alle in you-tópia

Premiere an der deutschen Abteilung des Radu Stanca-Nationaltheaters

Ausgabe Nr. 2745

Ein Gesamtkunstwerk: Die neueste Premiere der deutschen Abteilung des Radu Stanca-Nationatheaters mit ,,you-tópia“, die am Sonntag, den 24. Oktober, stattgefunden hat,  kann als ein Gesamtkunstwerk bezeichnet werden.  Unser Bild: Szenenfoto mit Emőke Boldizsár als Marktschreierin im Vordergrund.                               Foto: Sebastian MARCOVICI

Starr wie Statuen stehen die Schauspieler der Deutschen Abteilung des Hermannstädter Radu Stanca-Nationaltheaters auf der Bühne, hinter ihnen sind weiße, minimalistisch anmutende Stellmodule platziert, auf den hellen, monochromen Kostüme flimmern Videopixel. Alle warten gespannt auf den Beginn der Premiere von ,,you-tópia“, ein Projekt, das Text mit Tanz, Performance und Musik vereint und eine Kollaboration zwischen in Rumänien und in deutschsprachigen Teilen Europas arbeitenden Künstlern ist. Weiterlesen

Absolut liebenswert

,,Bibi“ – neueste Premiere am Gong-Theater

Ausgabe Nr. 2745

Deutsche Premiere zu aktuellem Thema: ,,Bibi“ heißt die neueste Inszenierung am Gong-Theater. Die Lehrerin gespielt von Claudia Stühler (am Katheder), kennt sich mit dem Faxgerät besser aus als mit Skype. Sie versucht alles, um die Schule, die alle Dorfbewohner einmal besucht haben, vor der Schließung zu retten. Bibi, gespielt von Eliza Păuna (am Boden sitzend) ist ihr letzter Schüler, der bald an ein Lyzeum in die am nächsten gelegene Stadt gehen soll. Ob die beiden die Schule retten können? Foto: Cynthia PINTER

Eine alte Dorfschule, ein Schüler, eine Lehrerin. Die alten abgeblätterten blauen Wände des Klassenzimmers lechzen nach frischer Farbe. Bücher liegen im Raum herum, eine Steckdose ragt aus der Wand heraus. „Wirf endlich auf das Bild, dann kriegst du dein Prüfungsthema“. Mit ausgebreiteten Armen steht die bebrillte Lehrerin vor ihrem Schüler, Bibi, ihren einzigen Schüler. Er wirft den Ball und trifft das Bild von Ion Creangă. Das Prüfungsthema steht fest.Weiterlesen

Premiere an der deutschen Abteilung

Ausgabe Nr. 2744

you-tópia lautet der Titel der ersten Premiere der deutschen Abteilung des Hermannstädter Radu Stanca-Nationaltheaters (TNRS), die an diesem Wochenende stattfindet. Morgen wird auf der TNRS-Bühne die Vorpremiere gezeigt und am Sonntag die Premiere. Beide Vorstellungen beginnen um 19 Uhr. Bei dem Stück handelt es sich um ein Projekt zur Dichtung der Avantgarde in Rumänien. Regie führen Edith Buttingsrud Pedersen und Florian von Hoermann. Es spielen: Johanna Adam , Emöke Boldizsar, Daniel Plier, Fabiola Petri, Lukas Redemann, Benedikt Häfner, Ana Tiepac, Eva Frățilă, Patrick Imbrescu, Ștefan Tunsoiu und Yannick Becker. Unser Bild: Szenenfoto von den Proben, die auf einem Industriegelände stattgefunden haben, mit Fabiola Petri, Eva Frățilă, Lukas Redemann, Patrick Imbrescu (v. l. n. r.).                      

Foto: TNRS

Souverän und überzeugend

Eindrückliche Performance im Spiegelsaal

Ausgabe Nr. 2744

Die Jugendlichen bei der Eröffnung des Workshops am 1. Oktober im Spiegelsaal des DFDH.                                                                                              Foto: Aurelia BRECHT

Das Wochenende vom 1. bis 3. Oktober stand für eine kleine Gruppe Jugendlicher ganz im Zeichen neuer Theatererfahrungen. Unter der professionellen Leitung von Daniel Plier und Daniel Bucher – beide langjährige Schauspieler der deutschen Abteilung am Hermannstädter Radu Stanca-Nationaltheater – wurden Sprache, Bewegung und Bühnenpräsenz geübt und die Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit schließlich am Sonntagabend im voll besetzten Spiegelsaal des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt erfolgreich präsentiert.Weiterlesen

Begeistertes Publikum

Das Internationale Hermannstädter Theaterfestival endete mit einem Feuerwerk

Ausgabe Nr. 2737

,,Ignis“ nannte Ida Blažičko (Kroatien) ihre Textile Skulptur, die auf dem Kleinen Ring zu sehen war. Keine Angst: Der Ratturm steht immer noch dort, das Theaterfestival ist vorbei.       Foto: Beatrice UNGAR

Mit einem spektakulären Feuerwerk auf dem Theater-Parkplatz endete das Internationale Hermannstädter Theaterfestival am Sonntag, dem 29. August, so wie es begonnen hatte. Die 28. Auflage war wie erwartet ein Erfolg, vor allem da das Festival im Jahr der Pandemie 2020 nur online stattgefunden hatte. Künstlerinnen und Künstler aus allen Ecken der Welt besuchten diese Woche die Stadt am Zibin, um ihr Talent auf der Bühne zu präsentieren.Weiterlesen