Kleine Geschichte einer großen Stadt

Die europäische Kulturhauptstadt Temeswar aus historischer Perspektive

Ausgabe Nr. 2819

Konrad Gündisch / Tobias Weger: Temeswar/Timişoara: Kleine Stadtgeschichte. Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2023, 152 S., ISBN 978-3-7917-3225-1, 16,95 Euro.

Rechtzeitig zum Kulturhauptstadtjahr, das am 17. Februar 2023 in Temeswar offiziell eröffnet wurde und in dem die Stadt an der Bega ihre Ernennung zur Europäischen Kulturhauptstadt 2023 durch die Europäische Union unter dem Motto „Shine your light! Light up your city!“ mit einem umfassenden und vielfältigen Veranstaltungsprogramm feiert, ist im Regensburger Verlag Friedrich Pustet ein reich bebildertes Büchlein erschienen, das einer interessierten Leserschaft die Geschichte Temeswars in übersichtlicher, knapper und kondensierter Form anschaulich, fachkundig und abwechslungsreich nahebringt.Weiterlesen

Quirlige Vielvölkerstadt

Stadt- und Kunstführer für Temeswar erschienen

Ausgabe Nr. 2817

Temeswar (Timişoara) – Kultur und Vielfalt im Herzen des Banats. Jürgen Henkel (Text), Martin Eichler (Fotos), 80 Seiten, 55 Abb., Format 13,6 x 19 cm, 1. Auflage 2023, Verarbeitung: Broschur Klebebindung, Kunstverlag Josef Fink, ISBN 978-3-95976-436-0, 6 Euro.

Der diesjährigen Kulturhauptstadt Temeswar ist der Stadt- und Kunstführer „Temeswar (Timişoara) – Kultur und Vielfalt im Herzen des Banats” mit einem Text von Jürgen Henkel und Fotos von Martin Eichler im Kunstverlag Josef Fink erschienen. Weiterlesen

Herr Mannstädter stellt sich vor

Heinrich Höchsmann (alias Heinrich Heini) und sein neuestes Buch

Ausgabe Nr. 2817

Heinrich Höchsmann bei seiner Lesung am 21. März d. J. im Erasmus-Büchercafé in Hermannstadt.                                           Foto: Aurelia BRECHT

Vom Hermannstädter Satiriker Heinrich Höchsmann (alias Heinrich Heini) ist vor kurzem unter dem Titel „Herr Mannstädter und seine wundersamen Seiten“ ein neuer Satireband erschienen. In 69 Sequenzen wird in satirischen Wortspielen und Weisheiten Herr Mannstädter vorgestellt.  Herr Mannstädter ist der Namensvetter der bekannten „Kultfigur“ des  Herrn Siegerius aus der ,,Civitas Hermanensis“. Die Stafette der satirischen Spiele mit Worten wird nun von H. M. übernommen. Weiterlesen

Zwei Dichterfreunde in Bukarest

Petre Solomons ,,Paul Celan – die rumänische Dimension“ auf der Leipziger Buchmesse

Ausgabe Nr. 2816

Die Buchvorstellung auf der Leipziger Buchmesse war sehr gut besucht.

Im April 2023 kam ,,Paul Celan – Die rumänische Dimension“ im Berliner Verlag Edition Noack & Block heraus. Die rumänische Erstausgabe veröffentlichte 1987 der Kriterion-Verlag Bukarest. Von Petre Solomon geschrieben auf Anregung von Ovid S. Crohmălniceanu, nachdem Solomon 1984 die Teilnahme am Celan-Kolloquium in Cerisy-la-Salle auf Wunsch von Gisèle Lestrange, Celans Witwe, verweigert wurde. Solomon beleuchtet das aktive literarische Leben in Bukarest nach Ende des Zweiten Weltkriegs, eine bis dahin nie so detailliert beschriebene Station im östlichen Leben von Celan. Petre Solomon lebte von 1923 bis 1991 in Bukarest, mit einer kurzen Unterbrechung in Palästina von 1944 bis 1946. Solomon übersetzte u. a. Werke von Balzac, Shakespeare, Byron oder Twain ins Rumänische und veröffentlichte eigene Gedichtbände sowie Monographien, und er war einer der engsten Freunde von Celan in dessen Bukarester Zeit. Weiterlesen

Ein Mord, Palukes und Vampire

Mit ,,Tod in Siebenbürgen“ beginnt eine Krimi-Reihe, die in Siebenbürgen spielt

Ausgabe Nr. 2814

Lioba Werrelmann: Tod in Siebenbürgen. Paul Schwartzmüller ermittelt. Eichborn Verlag Köln 2023, 304 Seiten, ISBN 978-3-8479-0119-8. In Hermannstadt liegt das Buch in der Schiller-Buchhandlung und im Erasmus-Büchercafé auf.

Eine Krimi-Reihe, die in Siebenbürgen spielt, das fehlte der Welt. Denn was gruselt mehr als ein Mord auf der Törzburg, dem Dracula-Schloss in Bran? Im ersten Band der Reihe wird ein korrupter Geschäftsmann mit einem Pflock mitten ins Herz, in klassischer Vampir-Manier, ermordet. Paul Schwartzmüller, ein nach Deutschland ausgewanderter Siebenbürger Sachse, ermittelt. Der Krimi heißt „Tod in Siebenbürgen“, wurde von Lioba Werrelmann geschrieben und ist im „eichborn“-Verlag im Monat Februar des Jahres erschienen.Weiterlesen

„Es ist viel gesagt worden”

Interview mit der Autorin Karin Bruder

Ausgabe Nr. 2813

Karin Bruder bei ihrer Lesung.                            
Foto: Ruxandra STĂNESCU

Die Schriftstellerin Karin Bruder hat am Dienstag, dem 11. April, im Erasmus-Büchercafé in Hermannstadt ihr neuestes Buch „Weiße Jahre – Roman einer verlorenen Zeit” vorgestellt. Eingeführt wurde sie von Jens Kielhorn, dem Inhaber des Cafés: „Bestimmt nicht, vielleicht aber doch, rein zufällig geboren in Kronstadt in Rumänien. Mit zehn Jahren von den Eltern in den Westen verschleppt. Freiwillig Abitur und Studium der Landespflege absolviert und in diesem Beruf fünf Jahre lang gearbeitet. Parallel und zwischendrin geheiratet und zwei Kinder geboren. Erst danach sesshaft geworden, in Waldbronn, nahe Karlsruhe. Endlich Zeit zum Schreiben.” Über ihr Werk sprach die Autorin mit der HZ-Redakteurin Ruxandra S t ă n e s c u.Weiterlesen

Ein grundlegendes Werk

Sigrun Galters literatur- und kunstwissenschaftliche Studie zur Dürer-Rezeption

Ausgabe Nr. 2808

Sigrun Galter: Literarische Dürer-Mythen zwischen Frühromantik und Dürerjubiläum 1828. Theorie – Geschichte – Erzählanalysen (Wackenroder, Tieck, Hoffmann, Fouqué, Weise, Hagen), Universitätsverlag Winter Heidelberg 2022, Fachgebiet: Germanistik, Reihe: Probleme der Dichtung. Studien zur deutschen Literaturgeschichte, Band: 56, 684 Seiten, ISBN: 978-3-8253-4922-6, 78 Euro.

Die Hermannstädterin Sigrun Galter, die an der Lucian-Blaga-Universität ihr Germanistikstudium begann und später nach Deutschland ausgewandert ist, hat vor drei Jahren an der Philipps-Universität Marburg eine umfangreiche germanistische und kunstwissenschaftliche Dissertation vorgelegt, welche vor Kurzem im renommierten Heidelberger Universitätsverlag Winter als Band 56 der literarhistorischen Reihe „Probleme der Dichtung“ erschienen ist. Sigrun Galters grundlegendes Werk widmet sich der Rezeption der Kunst wie des Künstlers Albrecht Dürer (1471-1528) in der deutschen Literatur- und Kunstgeschichte, vornehmlich in der Epoche der Romantik, die den Künstler zum „Kunstheiligen“ (Ludwig Tieck) verklärte und die Kunst zur „Kunstreligion“ (Friedrich Schleiermacher) überhöhte. Weiterlesen

Im Dienst des Gemeinwohls

Buch über Leben und Wirken der von Heydendorffs

Ausgabe Nr. 2805

Hansotto Drotloff, Helmuth Knall, Markus Lörz und Viorel Ștefu: In memoriam Conrad von Heydendorff, Crisserv Verlag Mediasch 2022, 276 Seiten, ISBN 978-973-8990-76-0. Der Druck des Buches erfolgte mit finanzieller Unterstützung des Departements für interethnische Beziehungen der rumänischen Regierung durch das Demokratische Forum der Deutschen in Rumänien. Das Buch wird kostenlos verteilt.Auf dem Umschlag vorne abgebildet ist Michael Daniel Stefan Conrad von Heydendorff (1769-1857).

„In Memoriam Conrad von Heydendorff – Zwei Jahrhunderte im Dienst des Gemeinwohls in Mediasch und Siebenbürgen“ ist ein Sammelband über das Leben und Wirken der bedeutsamen Familie von Heydendorff aus Mediasch. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit der Heimatgemeinschaft Mediasch, dem Demokratischen Forum der Deutschen in Mediasch, dem Siebenbürgischen Museum Gundelsheim und dem Bürgermeisteramt Mediasch veröffentlicht. Weiterlesen

Eine Gemeinschaftsarbeit

Bildband erstmals in Hermannstadt vorgestellt

Ausgabe Nr. 2803

Autogrammstunde mit den beiden Herausgebern Erwin Josef Tigla (links) und Friedrich Philippi.                                                                                                                        Foto: Aurelia BRECHT

Erstmals in Hermannstadt vorgestellt haben die Herausgeber und Autoren Erwin Josef Țigla (Reschitza) und Friedrich Philippi (Hermannstadt) den zweisprachigen Bildband „Denkmäler und Gedenktafeln für die im Januar 1945 in die Sowjetunion deportierten Rumäniendeutschen/Monumente și plăci comemorative pentru germanii din România deportați în ianuarie 1945 în Uniunea Sovietică“  am Freitag der Vorwoche im „Friedrich Teutsch“-Begegnungs- und Kulturzentrum der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien  in Hermannstadt.Weiterlesen

Wenn Straßen erzählen…

Anthologie von Dagmar Dusil über Hermannstadts Straßen

Dagmar Dusil (Hg.): Mit Erinnerungen gepflastert. Eine Anthologie von Dagmar Dusil. Kartoniert, mit Schutzumschlag (bedruckt). Pop Verlag Ludwigsburg 2022, Reihe Fragmentarium, Bd. 28. ISBN: 978-3-86356-367-7, 410 Seiten, 25 Euro. In Hermannstadt liegt das Buch in der Schiller-Buchhandlung und im Erasmus-Büchercafé auf, Preis 124 Lei.

Ausgabe Nr. 2803

„Hermannstadt ist die Stadt, die Fremde begeistert und ihren Bewohnern einen Stempel aufdrückte und aufdrückt. Ich wage zu behaupten, dass die Einwohner Hermannstadts mehr mit der Stadt verbunden sind als mit dem Land“, schreibt die Herausgeberin Dagmar Dusil in dem Vorwort zu ihrer Anthologie.

Insgesamt 36 Hermannstädter und Menschen, die längere Zeit in Hermannstadt gewohnt haben, antworteten auf Dagmar Dusils Anfrage, über ihre Straße zu schreiben. Was dabei herausgekommen ist: Eine faszinierende Dokumentation, die in dem Leser selber manche Kindheitserinnerungen weckt und geradezu auffordert, loszugehen und die alten Straßen und Häuser der Stadt zu besuchen und zu bestaunen.Weiterlesen