„Mit Bibliotheken die Welt retten”

9.000 Kinder- und Jugendbücher erscheinen jährlich in Deutschland
Ausgabe Nr. 2520
 

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Birgit Dankert, emeritierte Professorin für Bibliotheks- und Informationswissenschaft, hat den deutschen Kulturzentren und Bibliotheken in Rumänien durch das Goethe-Institut Bukarest rund 650 Bücher geschenkt. 80 hat das Deutsche Kulturzentrum Hermannstadt erhalten. Über Kinderliteratur und die Zukunft der Bibliotheken sprach Birgit Dankert mit der HZ-Redakteurin Ruxandra S t ă n e s c u.Weiterlesen

Von Sehnsucht und Hoffnung

Auf den Spuren von Selma Meerbaum-Eisinger
Ausgabe Nr. 2519
 

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Selma Meerbaum, eine junge Lyrikerin, die nur 18 Jahre alt wurde, als Opfer des Holocaust verstarb sie 1942 im Arbeitslager Michailowka/Transnistrien, wird durch eine Ausstellung des Zentrums für verfolgte Künste Solingen und der Rose Ausländer-Gesellschaft Köln auch in Hermannstadt geehrt. Der Veranstalter vor Ort ist das Deutsche Kulturzentrum Hermannstadt in Zusammenarbeit mit dem Demokratischen Forum der Deutschen in Hermannstadt.Weiterlesen

Eine sächsische Hausfrau im Bad

Saxonismen und Austriazismen auf der Spur / Von Werner SEDLER
Ausgabe Nr. 2519
 

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Unlängst fiel dem Verfasser dieses Beitrages ein Buch in die Hand, das er laut handschriftlichem Eintrag auf dem Vorsatz als Student der Germanistik im ersten Semester am 23. Januar 1970 kaufte. Es handelt sich um „Das Kulturpfeifen“ – Geschichten und Gedichte – vom Schuster Dutz“, erschienen im Literaturverlag Bukarest 1969, dritte, durchgesehene und erweiterte Auflage. Das 235 Seiten umfassende Buch wurde von Harald Krasser herausgegeben und mit einem Nachwort versehen. Aus aktuellem Anlass – der Geburtsort von Schuster Dutz, Mediasch, feiert heuer 750 Jahre seit der ersten urkundlichen Erwähnung – sollte dieses Buch, das übrigens 2011 im Schiller-Verlag Hermannstadt-Bonn neu aufgelegt worden ist, näher unter die Lupe genommen werden. Heute, nach beinahe 47 Jahren, ist die Erinnerung an die Lektüre des Buches zwar etwas verblasst. Sicher ist allerdings, dass der junge Student der Germanistik und Sprecher mehrerer siebenbürgisch-sächsischer Mundarten den Humor von Schuster Dutz (1885-1968) genossen hat, sowohl die mundartliche Variante als auch die Übersetzung der Prosatexte und Gedichte ins Hochdeutsche.

Zwischenzeitlich sind nicht nur viele Jahre vergangen, sondern die vielfältigen Erfahrungen mit der deutschen Sprache in Wort und Schrift haben den Blick und das Verständnis des Lesenden für Texte in siebenbürgisch-sächsischer Mundart und in hochdeutscher Sprache geschärft. Weiterlesen

Aussagekräftige Bilder

Kirchenburgenführer im Jackentaschenformat
Ausgabe Nr. 2519
 

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Unter dem Titel „Kirchen und Kirchenburgen in Siebenbürgen“ hat die Stiftung Kirchenburgen der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien einen neuen Führer im Jackentaschenformat herausgebracht. Das in drei Sprachen erschienene Büchlein liegt seit Jahresbeginn auf und soll bei der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin, die vom 8. bis 12. März d. J. am Charlottenburger Messegelände stattfindet, erstmals einem zahlreichen Fachpublikum vorgestellt werden. Die Vertreter der Stiftung werden gemeinsam mit dem Reiseveranstalter Cătălin Mureșan (Siebenbürgen Reisen), auftreten. Zu finden sind sie beim Rumänienstand in der Halle 7.2.Weiterlesen

Archivbestand Weltgebetstag erschlossen

Eine gute Nachricht aus dem Zentralarchiv der EKR im Teutsch-Haus
Ausgabe Nr. 2518
5-archivEine gute Nachricht aus dem Zentralarchiv der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien (ZAEKR) kommt passend zum Weltgebetstag, der jedes Jahr am ersten Freitag im März begangen wird, heuer am 3. März: Das Archiv dieser ökumenischen Arbeit ist nun erschlossen und zugänglich. Der Bestand „Ökumene. Weltgebetstag der Frauen“ ist eine Dokumentation aus dem Bereich ehrenamtliche Arbeit, der für die Evangelische Kirche A. B. in Rumänien und für die Ökumene von Belang ist. Durch die Archivierung im ZAEKR wird der Bereich der ökumenischen Frauenarbeit für Forscher zugänglich und zitierbar.

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Identität als Spektrum

Sammelband „Pluralität als Existenzmuster“
Ausgabe Nr. 2517
 

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Sie meinen es ja nur gut: In den letzten Jahren haben sich Literaturwissenschaftler und Verleger förmlich auf Autoren mit Migrationshintergrund gestürzt. Dabei lief auch die Wissenschaft immer wieder Gefahr, die Schriftsteller auf autobiographische oder soziologische Stereotype zu reduzieren. Die große Stärke des neu erschienen Sammelbandes „Pluralität als Existenzmuster. Interdisziplinäre Perspektiven auf die deutschsprachige Migrationsliteratur“ ist es deswegen, da die meisten Beiträge darin dieses Thema problematisieren und sich auf den Kunstcharakter der Literatur konzentrieren. Weiterlesen

Philosophisch aktuell

Lesung zum Thema Schicksal mit Joachim Wittstock
Ausgabe Nr. 2517
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Was eignet sich besser für einen Vortrag, der zum Lesen bzw. Wiederlesen animiert als eine Bibliothek? Querverbindungen aufgezeigt und Impulse für die Lektüre gegeben hat der Hermannstädter Autor Joachim Wittstock in seiner Am Schicksalsbrunnen verweilen“ betitelten Lesung am Freitag in der Bibliothek des Deutschen Kulturzentrums Hermannstadt vor einem zahlreichen Publikum. Weiterlesen

„Ein Debüt mit 50ˮ

Erstes Buch mit Gedichten von Marius Koity
Ausgabe Nr. 2516
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Ein Debüt mit 50 – warum nicht? Marius Koity ist nicht nur Redakteur der Ostthüringer Zeitung (OTZ), sondern auch Lyriker. Zahlreiche seiner Gedichte sind bereits in Büchern, Zeitungen und Zeitschriften erschienen. Vor wenigen Tagen ist nun sein erstes eigenes Buch heraus gekommen, das den Titel „Eine unvermeidliche Collage – Gedichte, meine alten Tagebücher und andere Papiere“ trägt.Weiterlesen

Ayda ist nicht mehr „üzüntülü”

Kinderbuch „Ayda, Bär und Hase” von Navid Kermani im Hanser Verlag erschienen
Ausgabe Nr. 2516
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Ayda ist ein fünfjähriges Mädchen, das zwar recht klein von Statur ist, allerdings für ihr Alter jede Menge kann: bis 32 rechnen, Rad fahren ohne Stütze und sich morgens alleine anziehen. Sogar zwei Sprachen spricht sie, Persisch und Deutsch, denn sie lebt mit ihren iranischen Eltern in Deutschland, genauer gesagt in Köln-Eigelstein. Weiterlesen

Georg Scherg in Hermannstadt

Hundert Jahre seit der Geburt des Schriftstellers und Literaturprofessors
Ausgabe Nr. 2513
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Noch bevor Georg Scherg (*19. Januar 1917, Kronstadt/ Braşov, †20. Dezember 2002, Bodels-hausen bei Tübingen) für zwei Jahrzehnte in Hermann-stadt ansässig wurde, um hier als Lehrkraft und Literat zu wirken (1970-1990), hatte er sich in dieser Ortschaft wiederholt aufgehalten. Bereits in jungen Jahren war er hier mit gleichaltrigen Gymnasiasten und auch anderen Stadtbewohnern zusammengekommen, so mit Angehörigen der deutsch-französischen Familie Coulin. Marie Coulin, die Mutter dreier Söhne, die etwa derselben Altersklasse wie Georg Scherg angehörten, berichtete mir – es muss in den 1950er, 1960er Jahren gewesen sein -, sie habe den Schorsch gekannt, er habe sich wiederholt auch in ihrer Wohnung aufgehalten. Geblieben ist in meiner Erinnerung, der Junge sei anspruchsvoll gewesen und habe den Eindruck eines recht verwöhnten Burschen hinterlassen.
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