Sonderfall Rumänien

Gut besuchter Vortrag von Dr. Mathias Beer
Ausgabe Nr. 2506
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Warum wurden die Deutschen nicht aus Rumänien vertrieben? Dieser Frage ging der Zeithistoriker Dr. Mathias Beer – ein gebürtiger Hermannstädter – am 1. November in seinem Vortrag im Erasmus-Büchercafé nach. Mit seinem Interesse an diesem Rätsel der Geschichte ist er nicht allein: So viele Zuhörer kamen in das Büchercafé, dass immer weitere Stühle herbeigeschafft werden mussten und diese auch dann gerade noch reichten. Selbst die Veranstalter hatten scheinbar keinen so großen Andrang erwartet. Nur acht Exemplare von Dr. Beers Buch „Flucht und Vertreibung der Deutschen“ lagen zum Verkauf bereit, sie waren sofort vergriffen.  Weiterlesen

Aus der Sicht eines Menschen „wie du und ich“

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Alptraum Balkan“ im Cartier-Verlag in rumänischer Übersetzung erschienen

 i-cosmar-balcani-sas-265016Alptraum Balkan” von Anna M. Wittmann ist das Buch, welches ich nur zögernd in die Hand nahm, denn der Titel ließ auf traumatische Erfahrungen schließen. Jedoch verschlang ich es in Windeseile, denn trotz dramatischen Inhalts häufen sich darin Erfahrungen voller ungestümer Lebensleichtigkeit, die mich mit sanfter Liebe und ohne jegliches Pathos an die ungezwungene Art meiner Siebenbürger Sachsen erinnern, an das Wesen des Volkes in deren Mitte ich aufgewachsen bin. Nach Beendigung der Lektüre ließ mich dieses Buch nicht mehr los und es hinderte mich daran, mein „normales” Leben weiter zu führen. Ich musste meine Eindrücke über dieses kleine Juwel zu Papier bringen! Wie ich inzwischen weiß, war ich wohl nicht die einzige Person, der es so ergangen ist.
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Habent sua fata libelli oder So haben die Büchlein ihr Schicksal

Persönliche Betrachtungen zu dem zweisprachigen Gedichtband „Rot/roșu“ von Christel Ungar
Ausgabe Nr. 2506
 i-carte-christel-ungarDass ich diese besinnlichen Zeilen über Christel Ungars schmalen, von Beatrice Ungar ins Rumänische übertragenen Gedichtband Rot/roșu“ – zu dem Nora Iuga das berückende Vorwort geschrieben hat –, dass ich also meine Hommage an Christel Ungar, die Dichterin, aber auch an ihre Schwester Beatrice, die Übersetzerin, mit diesem zweiten Teil des Verses des römischen Dichters Terentianus Maurus (Ende des 3. Jahrhunderts n. Chr.) beginne: (Pro captu lectoris)habent sua fata libelli / (Ganz wie der Leser sie fasst,) so haben die Büchlein ihr Schicksal, dass ich also diese Betrachtungen damit beginne, kommt daher, dass dieser Band seit seiner unvergesslichen Vorstellung im Festsaal der ASTRA- Bibliothek (am 19. Juni 2016, im Rahmen des Internationalen Theaterfestivals) auf meinem Schreibtisch liegt.
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Verkleidung und Wahrheit

In Florescus Roman „Der Mann, der das Glück bringt“
Ausgabe Nr. 2503
 

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Berl ist 14 oder 15 Jahre alt, als er zum ersten Mal ein Kind tötet. Sein genaues Geburtsjahr kennt er nicht. Auch sein Name lautet nicht Berl, manchmal heißt er Streichholz, Paddy oder Pasquale. Über seine Herkunft weiß er nichts, also erfindet er sich sein Leben. Er behauptet, er sei vom Mond auf die Erde gekommen, und gibt sich abwechselnd als Italiener, Jude oder Ire aus. Catalin Dorian Florescus neuer Roman „Der Mann, der das Glück bringt“, erzählt die Lebensgeschichte Berls durch die Augen seines Enkels Ray.Weiterlesen

Von Büchern und Bildern

Vernissage und Buchvorstellung im DFDH
Ausgabe Nr. 2502
 

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Zwei Buchvorstellungen und eine Vernissage schlugen am Dienstag einen weiten Bogen: Beim Treffen der Senioren und anschließend bei jenem des Forumsclubs am 11. Oktober ging es thematisch von der griechischen Antike bis zum Zustand der Siebenbürger Kirchenburgen heute.Weiterlesen

„Der Nächste ist immer der Beste”

Die deutsche Autorin Martina Kempff las im Deutschen Kulturzentrum Hermannstadt
Ausgabe Nr. 2502
 

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Die deutsche Autorin Martina Kempff las am Freitag im Deutschen Kulturzentrum Hermannstadt aus ihrer Eifel-Krimi-Reihe vor. Moderiert wurde die Lesung von der HZ-Chefredakteurin Beatrice Ungar. Weiterlesen

Bemerkenswerte Einblicke

„Hermannstadt im Jahre 1790“ neu aufgelegt
Ausgabe Nr. 2502
 

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Touristen von heute haben es leicht: Apps und Reiseratgeber führen sie sicher durch fremde Gassen. Doch schon im 18. Jahrhundert musste niemand orientierungslos durch Hermannstadt irren. Damals erschien „Hermannstadt im Jahre 1790“, ein in gotischer Schrift gedrucktes Handbuch voller Informationen über die Stadt. Nun ist es erstmals in lateinischer Schrift erschienen, mit einer rumänischen und einer deutschen Version in einem Band. Als erster hiesiger Reiseführer bietet es heutigen Lesern nicht nur immer noch gültige Tipps, sondern auch spannende Einblicke in das Leben der Frühen Neuzeit. Weiterlesen

„Geschichten verbinden Menschen”

Lesung mit Kinder- und Jugendbuchautorin Eva Seith im Kulturzentrum
Ausgabe Nr. 2501
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Die deutsche Kinder- und Jugendbuchautorin Eva Seith kam auf Einladung des Deutschen Kulturzentrums Hermannstadt nach Siebenbürgen, um aus ihrer Lily-Brown-Trilogie zu lesen. Nach den beiden Lesungen sprach HZ-Redakteurin Ruxandra S t ă n e s c u mit der Autorin.Weiterlesen

Meilenstein in der Aufarbeitung

Michaela Nowotnick präsentierte ihre als Buch erschienene Dissertation
Ausgabe Nr. 2497
 

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„Die Unentrinnbarkeit der Biographie. Der Roman ‚Rote Handschuhe‘ von Eginald Schlattner als Fallstudie zur rumäniendeutschen Literatur“ lautet der Titel der Dissertation der Berliner Literaturwissenschaftlerin Michaela Nowotnick. Vor kurzem ist diese akribische Arbeit als Band 45 der Reihe Studia Transylvanica im Böhlau-Verlag Köln Weimar Wien erschienen. Am Freitag wurde der Band im Beisein der Autorin im Erasmus-Büchercafé vorgestellt.Weiterlesen

Kein Thema, kein Verlag

Lesung der „Grenzgänger“ im Erasmus-Büchercafé
Ausgabe Nr. 2494
 

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Einige Mitglieder der Gruppe „Die Grenzgänger“ lasen Prosa und Lyrik am Freitag im Erasmus-Büchercafé in Hermannstadt und am Samstag auf der Michelsberger Burg. Begleitet wurden die Lesungen durch den rumänisch-bulgarischen Akkordeonspieler Ilko Gradev. Die Schriftsteller haben sich auf die Fahne geschrieben, gemeinsame Projekte, Veröffentlichungen und Lesungen zu veranstalten, die eines gemeinsam haben: Grenzen überwinden. Das beabsichtigen sie auch mit der geplanten Anthologie , die zunächst als E-Book unter dem Titel Kein Thema“ auf www.kein verlag.de im September erscheinen soll.Weiterlesen