,,Rumänien tut mir gut“

Birgit van der Leeden und ihr neuestes Buch

Ausgabe Nr. 2774

Birgit van der Leeden: Rumänien – armes reiches Land. Schiller Verlag Bonn – Hermannstadt, 2022, 296 Seiten. ISBN 978-3-949583-05-6. 99 Lei. Das Buch liegt in Hermannstadt in der Schiller-Buchhandlung und im Erasmus-Büchercafé auf und kann bestellt werden unter erasmus@schiller.ro

„Rumänien armes reiches Land“, der Titel des gebundenen Buches ist sowohl als Frage wie auch als Feststellung zu verstehen. Die Autorin Birgit van der Leeden ist bekannt geworden als Verfasserin von Kurzprosa, Essays sowie einem landeskundlichen Porträt über Schweden. Seit 2005 reiste sie immer wieder nach Rumänien, lebte und arbeitete auch zwischen 2013 bis 2020 in Hermannstadt als von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen entsandte Fachberaterin.Weiterlesen

Zeuge einer vergangenen Zeit

Neuer Sammelband zu Aspekten aus der Geschichte Hermannstadts erschienen

Ausgabe Nr. 2770

Buchvorstellung: Der durch das DFDR vom Departement für interethnische Beziehungen geförderte Band ,,Sibiu 830″  wurde am Dienstag der Vorwoche im Festsaal der Astra-Bibliothek vorgestellt. Mehr dazu auf Seite 5. Unser Bild: Dr. Paul Niedermaier, Răzvan C. Pop, Dan Nanu, Benjamin Józsa und Prof. Dr. Sabin Adrian Luca  (v. l. n. r.)

,,Egal welche Namen Hermannstadt im Laufe der Geschichte getragen hat – Ziridava, Caedonia, Cibinium, Villa Hermanni, Hermannsdorf, Hermanopolis, Hermannstadt, Nagyszeben usw. -, jenseits aller Kontroversen über das Gründungsjahr und die erste urkundliche Erwähnung der Siedlung (sicher war das zwischen der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts und dem Jahr 1191) war die Stadt stets über acht Jahrhunderte ununterbrochenen Bestehens das Zentrum oder auch die Hauptstadt von Verwaltungseinheiten und folglich ein Zentrum politischer und wirtschaftlicher Stärke in dieser entlegenen Region der europäischen Zivilisation“. Mit diesen Worten begründet u. a. der Historiker Răzvan C. Pop, der Leiter der Astra-Bibliothek, die neuerliche Herausgabe des Sammelbandes ,,Sibiu 830″, der am 10. Mai im Festsaal der Bibliothek vorgestellt wurde.Weiterlesen

,,Gedruckte Bücher sind attraktiv“

Interview über den Welttag des Buches mit der Konsulin Kerstin Ursula Jahn

Ausgabe Nr. 2768

Die Deutsche Konsulin Kerstin Ursula Jahn (rechts) im Gespräch mit der stellvertretenden Chefredakteurin der HZ, Ruxandra Stănescu, in der Bibliothek des Deutschen Kulturzentrums Hermannstadt.                                                                                                       Foto: Roxana STOENESCU

Das Deutsche Kulturzentrum Hermannstadt (DKH) hat zum Welttag des Buches, der am 23. April gefeiert wurde, einen Wettbewerb organisiert, der vom Konsulat der Bundesrepublik Deutschland in Hermannstadt unterstützt wurde. Über Bücher und den Welttag des Buches hat Konsulin Kerstin Ursula Jahn mit der HZ-Redakteurin Ruxandra S t ă n e s c u gesprochen, im Anschluss wurden auch die Gewinner ausgelost. Das Interview und die Liste der Gewinner sind auch auf der Internetseite des DKH zu finden.Weiterlesen

,,Vom Taumeln zwischen den Kulturen“

Peter Biros Autobiographie über seine ,,Kindheit in Transsylvanien“

Ausgabe Nr. 2767

Peter Biro, Vom Taumeln zwischen den Kulturen. Eine Kindheit in Transsylvanien, Weber-Verlag Thun 2021, 348 Seiten, ISBN 978-3-03922-118-9, 26 Euro.

Der aus Rumänien gebürtige pensionierte Medizinprofessor und zuletzt als Leitender Arzt am Universitätsspital Zürich tätige Peter Biro hat in den letzten Jahren seine Liebe zum Schreiben entdeckt. So verfasste er zahlreiche Beiträge für die Klausenburger Online-Plattform „Baabel“ und publizierte außerdem im vergangenen Jahr im Bukarester UZP-Verlag unter dem Titel „Incredibila poveste a lui Jean-Jacques Récamier“ ein Buch mit fünfzig Kurzgeschichten, die von verschiedenen Übersetzern, darunter ihm selbst, aus dem Deutschen ins Rumänische übertragen wurden.Weiterlesen

Einzigartiger Einblick

Sara Konnerths drittes Neppendorf-Buch

Ausgabe Nr. 2766

Sara Konnerth (Hrsg.): Lebensgeschichten. Erinnerungen und Anekdoten, Erkundungen und Porträts aus Neppendorf. Schiiller Verlag Hermannstadt – Bonn 2022, 280  Seiten,  ISBN 978-3-949583-04-9, 49 Lei.  In Hermannstadt liegt das Buch im Erasmus-Büchercafé und in der Schiller-Buchhandlung auf.

„Die Geschichten gehen von Neppendorf aus, doch sie stehen für das gesamte siebenbürgisch-sächsisch-landlerische Erbe“, sagt Sara Konnerth, die Herausgeberin von ,,Lebensgeschichten. Erinnerungen und Anekdoten, Erkundungen und Porträts aus Neppendorf“, über ihr neues Buch. Es ist als Ergänzung zu den beiden Büchern ,,Neppendorf in Bildern. Ein Buch gegen das Vergessen“ (Honterus-Verlag Hermannstadt, 2018) und ,,Gebrauchsgegenstände aus der Bauernwirtschaft“ (Honterus-Verlag Hermannstadt, 2020) entstanden. Weiterlesen

Aus Ferch wurde Lerch

Gedanken zu dem Roman ,,Endzeit“ von Franz Heinz

Ausgabe Nr. 2766

Franz Heinz: Endzeit. Roman. Umschlagbild: Franz Ferch: Maroschhaus (Ausschnitt). Pop Verlag Ludwigsburg 2020, 264 Seiten, ISBN 978-3-863563042. 96 Lei/19,50 Euro. In Hermannstadt im Erasmus-Büchercafé und in der Schiller-Buchhandlung erhältlich.

,,Endzeit“, ein Roman oder eine Biografie? Beim Lesen des im Pop Verlag Ludwigsburg erschienenen Buches, geschrieben vom 1929 in Perjamosch geborenen Schriftsteller und Journalisten Franz Heinz, gibt der Schriftsteller selbst die Antwort im Vorwort: ,,Endzeit“ sei ein Roman, dessen Begebenheiten nicht vordergründig als Biografie zu verstehen sind. Der Roman ist angelehnt an den Lebensweg des Banater Malers Franz Ferch (1900-1981), der im Roman „Lerch“ heißt. Weiterlesen

,,In Wechselwirkung zueinander“

Raritäten aus den Beständen der Bibliothek von Samuel von Brukenthal (II)

Ausgabe Nr. 2766

Porträt des Johann Michael Soterius von Sachsenheim (1742-1794) in der Brukenthalschen Gemäldesammlung, unbekannter Maler des 18. Jahrhunderts.

,,Ereignet es sich endlich, dass auch in dem weiblich Samuel von Brukenthalschen Stamme die männlichen Nachkommen erlöschen sollten, so verordne ich, dass mein ganzes liegend und fahrendes Vermögen mit alleiniger Ausnahme derer gleich nachher zu benennenden Sammlungen sofort auf die Linie meines Neffen Johann Michael Soterius von Sachsenheim, eben auch in der Eigenschaft eines Fidei Comissi übergeben werden.“ So lautet ein Passus aus dem ,,im Prozess stehenden Samuel Freyherr von Bruckenthalischen Testament“ (siehe Gudrun-Liane Ittu, ,,Geschichte des Brukenthalmuseums“, S. 85). In der zweiten Folge der Reihe ,,Raritäten aus den Beständen der Bibliothek von Samuel von Brukenthal“ stellt  der für die Bibliothek zuständige Kurator Alexandru-Ilie Muntean Brukenthals Neffen Johann Michael Soterius vor.Weiterlesen

,,Die jüngere Generation hat andere Hobbies als Lesen“

Interview mit Jens Kielhorn, Geschäftsführer der S.C. Büchercafé S.R.L.

Ausgabe Nr. 2764

Jens Kielhorn vor einem Regal im Erasmus-Büchercafé.                                 Foto: Carla HONOLD

Seit mehr als 15 Jahren führen Liana und Jens Kielhorn das Erasmus-Büchercafé in Hermannstadt. 2007 eröffneten die beiden die Schiller-Buchhandlung am Großen Ring. Im gleichen Jahr gründeten sie mit dem 2020 verstorbenen Anselm Roth den Schiller Verlag Hermannstadt-Bonn. Mittlerweile betreibt das Ehepaar Kielhorn weitere Buchhandlungen in Temeswar/Timișoara und Birthälm/Biertan. Jens Kielhorn ist Mitglied der evangelischen Kirchengemeinde A.B. Hermannstadt und des Deutschen Wirtschaftsclubs Siebenbürgen sowie einer der Gründer der Charlotte Dietrich-Schule. Im Gespräch mit HZ-Praktikantin Carla H o n o l d erzählte der 54-jährige gebürtige Bonner, warum er trotz Aufhebung des Alarmzustands vorerst weiterhin wenige Touristinnen und Touristen erwartet.Weiterlesen

,,Ein einheitliches Kunstwerk zu formen“

Buch über den Architekten Fritz Balthes (1882-1914) erschienen

Ausgabe Nr. 2763

Das evangelische Gymnasium in Mediasch, heute Stephan-Ludwig-Roth-Schule (Teilansicht). Foto: Stefan JAMMER

Das siebenbürgische Kulturmilieu ist um eine neue historisch-sozial-kulturelle Veröffentlichung bereichert worden. Es handelt sich um das Buch ,,Architekt Fritz Balthes (1882-1914). Sein Denken und Schaffen als Beitrag zum siebenbürgischen Kulturerbe“, herausgegeben von Gerhild Rudolf und Hermann Fabini. Balthes sah als „Ziel unserer künstlerischen Kultur: Alle Bauten, Berge, Bäume, Wege, Gebilde von Natur und Menschenhand zusammenzufassen und daraus ein einheitliches Kunstwerk zu formen, die schöne Stadt.“ (,,Friedrich Balthes. Auswahl aus seinen Schriften, mit einer Einleitung von Karl Scheiner, herausgegeben von der Ortsgruppe Schäßburg des Sebastian-Hann-Vereins, 1918, S. 14) Weiterlesen

,,Mit versöhnlichem goldenen Humor…“

Zweite Neuauflage soll die ,,Tschiripik“-Gestalt am Leben erhalten

Ausgabe Nr. 2763

Adolf Schullerus: Geschichte vum Tschiripik/Geschichten vom Tschiripik; in 3. Auflage herausgegeben von Wilfried Bielz, Eigenverlag Bensberg, 2021, 196 Seiten, ISBN 377760. In Hermannstadt liegt das Buch im Erasmus-Büchercafé und in der Schiller-Buchhandlung auf und kostet 60 Lei/13 Euro.

„Weil diese humorvollen Geschichten vom Tschiripik mir und meinen Altersgenossen Freude bereitet haben, möchte ich sie neu herausbringen“, erklärt der gebürtige Hermannstädter Wilfried Bielz im Vorwort zur dritten Auflage der „Geschichten vom Tschiripik“. Im Eigenverlag Bensberg veröffentlichte der Pädagoge 2021 eine neue Version des Werks. Den Erzählungen in der siebenbürgisch-sächsischen Mundart um den Roma Tschiripik, den Bielz als Antihelden bezeichnet, stellt er eine hochdeutsche Übersetzung gegenüber. Dies soll auch den jüngeren Generationen Zugang zu den Geschichten, die dem Pädagogen als Kind von seiner Mutter vorgelesen wurden, gewähren.Weiterlesen