Politischer Einfluss trotz Säkularisierung?

Vortrag des Theologen John P. Burgess über Religion und Politik in den USA

Ausgabe Nr. 2951

Theologe John P. Burgess aus Pittsburgh bei seinem Vortrag im prall gefüllten Presbyterialsaal.                                                              Foto: Tobias JARITZ

Während sich die amerikanische Gesellschaft zunehmend säkularisiert, gewinnen gleichzeitig religiöse Gruppen politischen Einfluss. Dieses scheinbare Paradox stand im Mittelpunkt des Vortrags zum Thema „Religion und Politik: Was passiert in den USA?“ des amerikanischen Theologen John P. Burgess, der am 15. März im Presbyterialsaal des Stadtpfarramts am Huetplatz stattfand. Burgess ist Theologe am Pittsburgh Theological Seminary und forscht derzeit als Fulbright-Stipendiat in Hermannstadt. Weiterlesen

US-Amerikanerin mit rumänischen Wurzeln gewann Oscar

Ausgabe Nr. 2951

Den Oscar für den besten Live-Action-Kurzfilm gewann bei den 98. Academy Awards „Two People Exchanging Saliva“ (Zwei Menschen tauschen Speichel aus) der rumänisch-amerikanischen Regisseurin und Drehbuchautorin Natalie Musteață (unser Bild mit Partner Alexandre Singh). Die Dystopie, in der es den Menschen verboten ist, sich zu küssen, ist u. a. inspiriert von einem Vorfall im Iran, bei dem ein Paar vor dem Freiheitsturm in Teheran tanzte und deswegen zu zehn Jahren Haft verurteilt wurde. Der Film behandelt Themen wie Repression, Lust und Überwachung und wurde von Isabelle Huppert und Julianne Moore produziert. Der große Gewinner des Abends war „One Battle After Another“. Der Film mit Leonardo DiCaprio und Regisseur Paul Thomas Anderson gewann sechs Academy Awards, u. a. in den Kategorien Best Picture und Bester Cast. Zum besten Dokumentarfilm gekürt wurde „Mr. Nobody Against Putin“, der 2025 das Hermannstädter Astra Film Festival eröffnet hat. Darin dokumentiert ein russischer Lehrer heimlich, wie seine Schule während des Ukraine-Kriegs zum Rekrutierungszentrum wurde.                                     Foto: profimedia

Das wird ein lebendiges Erbe

Die Evangelische Kirchengemeinde A. B. Hermannstadt hat einen Wald gepflanzt

Ausgabe Nr. 2951

Blick auf das Grundstück bei der Pflanzaktion.          Foto: Lucian COSMA

Im Rahmen ihres Einsatzes für die Bewahrung der Schöpfung hat die Evangelische Kirchengemeinde A. B. Hermannstadt einen Wald gepflanzt. Auf einem rund 3 Hektar großen Grundstück nahe der Autobahn A1, beginnen nun 20.100 Setzlinge zu wachsen – ein Wald, der sich entwickeln, atmen und für kommende Jahrzehnte ein lebendiges Erbe sein wird.

Das Projekt entstand aus einer klaren Überlegung: Ein landwirtschaftliches Grundstück mit erodiertem Boden und geringem wirtschaftlichem Wert, das zu unserem Gemeindeverband Hermannstadt-Hammersdorf-Schellenberg gehört, könnte zu etwas Wertvollererem werden – einem echten Wald. Weiterlesen

Musikstudierende konzertierten

Ausgabe Nr. 2951

Sieben Studierende der Kammermusikklasse von Prof. Steffen Schlandt von der Kronstädter Musikhochschule bestritten die Mittagsmusik und die Samstagmusik vergangene Woche in der Hermannstädter evangelischen Stadtpfarrkirche mit Werken von Antonio Vivaldi, Marco Uccelini, Georg Philipp Telemann, Johann Sebastian Bach und Max Reger und ernteten begeisterten Beifall. Unser Bild (v. l. n. r.): Nectaria Negoescu (Flöte), Gloria Chiciudean (Violine), Silvia Ferencz (Violine), Carina Catarama (Panflöte), Mara Otvos (Bratsche), Lukas Hellmann (Orgel) und Diana Ichim (Cembalo).            

Foto: Beatrice UNGAR

Freiheit und Freilicht

Ausstellung zu 130 Jahren Malschule Frauenbach

Ausgabe Nr. 2951

Den größten Blickfang erntete die größte Malerei der Ausstellung, „Die Burg von Huszt“ (links außen), das 1896 von Simon Hollósy, dem Gründer der Malschule, gemalt wurde und im Brukenthalmuseum restauriert wurde. Hollósy gilt als einer der bedeutendsten ungarischen Maler des Naturalismus und Realismus in der Malerei des 19. Jahrhunderts im Königreich Ungarn.
Foto: Cynthia PINTER

Das Jahr 2026 kennzeichnet den 130. Jahrestag der Gründung eines der bedeutendsten künstlerischen Zentren Mitteleuropas: der Künstlerkolonie, aus der später die Malschule von Nagybánya/Frauenbach/Baia Mare hervorging. Anlässlich dieses Jubiläums wurde am Freitag, dem 6. März die groß angelegte Ausstellung „130 Jahre Malschule Nagybanya/Frauenbach/Baia Mare: Fokus – József Klein“ im Landkartenkabinett des Brukenthalmuseums eröffnet, die Werke von den bedeutendsten Vertretern der Schule zeigt: Traian Bilțiu-Dăncuș, Tibor Boromisza, D.N. Cabadaeff, Béla Czóbel, Simon Hollósy, József Klein, Tasso Marchini, Letiția Munteanu, Aurel Popp, Vilmos Perlrott-Csaba, Ipolit Strâmbu, Sándor Ziffer und andere.Weiterlesen

Verlässliche Wissensbasis

Ausgabe Nr. 2951

Johann Lauer stellte sein Projekt bei der Tagung „Die siebenbürgisch-sächsische Volksschule in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts” Ende Oktober 2025 in Hermannstadt vor.                               Foto: Beatrice UNGAR

Als Philosoph und Politikwissenschaftler wage ich einen seltenen Spagat. Getreu meinem Motto „Tradition und Fortschritt verbinden“ konzipierte ich ein Projekt, das historisches Bewusstsein mit Spitzentechnologie vereint. Das Ergebnis ist ein Porträt der Gemeinschaft der Siebenbürger Sachsen – zu finden unter https://www.siebenbuergersachsen.de/genki/portrait.pdf -, getragen vom Leitgedanken „Gewidmet allen kommenden Generationen – damit das siebenbürgisch-sächsische Kulturerbe lebendig bleibt.“Weiterlesen

Vom langen 18. Jahrhundert

Zwei Bücher zur Geschichte Südeuropas von Harald Heppner vorgestellt

Ausgabe Nr. 2951

Prof. Harald Heppner in der Bibliothek des Forschungsinstituts für Geisteswissenschaften der Rumänischen Akademie in Hermannstadt mit seinem Buch „Neuzeit mit Verspätung“.                           Foto: Alisa SCHWARZ

Der Historiker Harald Heppner stellte am 6. März gleich zwei Bücher im Forschungsinstitut für Geisteswissenschaften der Rumänischen Akademie in Hermannstadt auf Rumänisch, Deutsch und Englisch vor. Es handelte sich um „Yearbook of the Society for 18th Century Studies on South Eastern Europe. Secularisation between the Adriatic and the Carpathians/Säkularisierung zwischen Adria und Karpatenbogen”, Band 8/2025 und „Neuzeit mit Verspätung. Die Anfänge der Transition in Europas Südosten (1683-1821)”. Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2951

Ostermarkt

Hermannstadt. – Der Ostermarkt am Großen Ring ist vom 3. bis 14. April geöffnet. Näheres unter https://www.facebook.com/targuldepasti. (RS)

 

Osterangebote im Forumshaus

Hermannstadt. – Der traditionelle Osterbasar des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt und der Handarbeitskreise des Evangelischen Frauenkreises Hermannstadt findet am Samstag, dem 21. März, von 10 bis 14 Uhr im Forumshaus statt. Der Erlös geht u. a. an die sozialen Einrichtungen der Evangelischen Kirche. „Handgefertigte Osterdekorationen, kunstvolle Handarbeiten, süße Köstlichkeiten und viele besondere Geschenk-Ideen für das bevorstehende Osterfest” werden laut Veranstaltern hier angeboten.

Ebenfalls im Spiegelsaal des DFDH werden zwei Workshops für Osterbräuche angeboten. Ein Workshop für Eierfärben mit Naturfarben, geleitet von Iulia Teodorescu, Restauratorin im ASTRA-Museum, findet am Dienstag, dem 24. März, ab 17 Uhr, statt.

Ein Workshop für Eierverzieren (Atelier de încondeiat ouă), geleitet von Andrei Buda, Spezialist für traditionelle Kunst, findet am Freitag, dem 27. März, ebenfalls ab 17 Uhr statt. Die Teilnahme an den Workshops ist nur mit vorheriger Anmeldung über Link https://forms.gle/6imzbANPQPiu3WgM7 oder telefonisch beim Sekretariat des DFDH unter 0722-29.38.50 möglich. Die Veranstaltungen sind für Personen ab 8 Jahren geeignet, pro Workshop stehen maximal 15 Plätze zur Verfügung. (RS)Weiterlesen

„Ein Brückenbauer und Netzwerker“

Hauptanwalt Friedrich Gunesch mit dem Walburgapreis 2026 in Heltau geehrt

Ausgabe Nr. 2950

Das Ehrendiplom überreichte Stadtpfarrer László-Zorán Kézdi (1. v. r.) an Hauptanwalt Friedrich Gunesch (2. v. r.), das Walburga-Abzeichen Kurator Robert Fink, das Preisgeld Kirchenmutter Irene Gaspar.   Fotos: Beatrice UNGAR

Den Walburgapreis der Kirchengemeinde Heltau, mit dem Menschen gewürdigt werden, die Verantwortung übernehmen, Kirche und Gemeinschaft dienen und das evangelische Leben in Heltau und Siebenbürgen stärken, nahm im Rahmen des Festgottesdienstes zum Kirchweihfest der evangelischen Kirchengemeinde A. B. in Heltau am Sonntag Friedrich Gunesch, Hauptanwalt der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien, entgegen. Die Entscheidung des Presbyteriums vom 12. Januar 2026 habe zwei Blickrichtungen sagte Stadtpfarrer László-Zorán Kézdi in seiner Laudatio: „Wir danken für seine Verbundenheit mit Heltau und zugleich danken wir für seinen Dienst an der Landeskirche und an der siebenbürgisch-sächsischen Gemeinschaft insgesamt. Unsere Gemeinde in Heltau gewinnt Rückhalt durch eine verlässliche Kirchenleitung, und die Landeskirche gewinnt Gesicht durch Gemeinden wie unsere, die Verantwortung vor Ort übernehmen.”Weiterlesen

Wir statten ein Heim wie daheim aus

Ausgabe Nr. 2950

Unter dem Motto „Wir statten ein Heim wie daheim aus” hat der Verein für Kind und Familie (Asociația pentru Copil și Familie HEART) am 21. November 2025 seine vierte Benefizgala im Hilton-Hotel in Hermannstadt veranstaltet, deren Erlös für das Kinderhospiz des Dr. Carl Wolff-Vereins bestimmt war. Bei der von Andreea Bogdan moderierten Veranstaltung traten die DreamCatchers Band (Anca Mărginean, Marius Țuța, Mihai Neagu), Tänzerinnen und Tänzer von der Ballettschule Reverence by Adela Floricioiu, sowie die Musiker Sebastian Emanuel Stan und Claudia Trif auf. Der gesamte Erlös übertraf die angestrebte Summe von 20.000 Euro. Damit wurden der Aufenthaltsraum und die Küche im Kinderhospiz neu ausgestattett. Am Dienstag konnten sich Vertreterinnen und Vertreter der Hermannstädter Presse im Rahmen einer Besichtigung unter Führung von Heimleiterin Ortrun Rhein ein Bild machen über die Einrichtung. Im Anschluss gab Liliana Tempean, die Vorsitzende des HEART-Vereins, Auskunft über diese erfolgreiche Spendenaktion, infolge derer im Kinderhospiz „Ein Heim wie daheim” (O casă ca acasă) eingerichtet werden konnte.Unser Bild (v. l. n. r.): Anamaria Scutea, Ortrun Rhein und Liliana Tempean freuen sich gemeinsam über die erfolgreiche Aktion.                                       Foto: Beatrice UNGAR

Der Frühling ist da

Ausgabe Nr. 2950

Ruderboote und Wasserfahrräder verkehrten am Samstag auf dem See im städtischen Zoo mit den Wildenten um die Wette bei schönstem Sonnenschein und milden Außentemperaturen. Foto: Beatrice Ungar