In Hölderlins Welt

Barbara Klemm stellt im Literaturhaus Berlin aus

Ausgabe Nr. 2697

Das Hölderlin-Denkmal in dessen Geburtsort Lauffen am Neckar.Foto: Barbara KLEMM

250 Jahre sind es in diesem Jahr seit der Geburt von Hölderlin, dem Friedrich aus Lauffen am Neckar, bis zum Ende des  Lebens im Turm am Neckar in Tübingen, auf dem Stadtfriedhof das Grab in der Nähe von Ludwig Uhland. Erinnerungen an Tübingen kommen, sind ganz nah, der Turm, die Alte Burse, das Klinikum von Professor Autenrieth, der einst Friedrich Hölderlin behandelte,  das Stift der Evangelischen Studenten, damals und heute. Der Turm am Wasser, am Schicksalsfluss, dem Neckar. An der Wand des Turms von Sprayerhand geschrieben: ,,Der Hölderlin ischt et verruckt gwä…!“ War er‘s oder war er‘s nicht?Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2697

Hermannstadt im roten Szenario

  Bukarest/Hermannstadt. – Mit 8651 Neuinfektionen mit dem neuen Coronavirus wurde in Rumänien am Mittwoch ein neuer Rekord verzeichnet. Spitzenreiter bei der Inzidenzrate ist der Kreis Sălaj mit 5,17 Neuinfektionen pro 1000 Einwohner/Woche. Hier wurde im Kreisvorort Zalău und in Cehu Silvaniei die Quarantäne verhängt. Vier Landkreise – Alba, Klausenburg, Hermannstadt und Temeswar – hatten am Mittwoch die Inzidenzrate von 3 Neuinfektionen überschritten und befinden sich im roten Szenario. Landesweit werden derzeit 1 Million Schüler online unterrichtet. In Hermannstadt – wo am Mittwoch 147 Neuinfektionen verzeichnet wurden – und weiteren zwei Ortschaften im Kreis – Schellenberg und Arpașu de Jos – sind ebenfalls alle Schulen geschlossen, dazu alle Innenräume von Restaurants, alle Theatervorstellungen, Konzerte und andere Veranstaltungen in Innenräumen sind verboten. Desgleichen gilt im öffentlichen Raum für alle Personen ab 5 Jahre allgemeine Maskenpflicht.

Laut einer Meldung der Präfektur wurden insgesamt 5.979 Personen im Kreis Hermannstadt seit Beginn der Pandemie positiv getestet, 3.070 von ihnen gelten als geheilt, 227 starben an den Folgen der Infektion. 321 Personen sind im Krankenhaus interniert, 20 von ihnen auf der Intensivstation. (BU)

 

Heuer kein Weihnachtsmarkt

Hermannstadt. – Die Weihnachtsbeleuchtung wird in Hermannstadt installiert, zusammen mit dem Weihnachtsbaum, der im Vorjahr vom Bürgermeisteramt gekauft wurde. Dieses Jahr wird das Amt keinen neuen Weihnachtsschmuck kaufen, sondern nur den aus den Vorjahren installieren.

Der vom 15. November 2020 bis 3. Januar 2021 geplante Weihnachtsmarkt wird allerdings nicht stattfinden, gab das Bürgermeisteramt bekannt. (RS)Weiterlesen

Zwischen Trauer und Verheißung

Aussegnung der Orgel in der evangelischen Kirche Weingartskirchen/Vingard

Ausgabe Nr. 2696

Kurator Wilhelm Reindt und Pfarrer Wilhelm Meitert vor dem Gang zur Aussegnung der Orgel.Foto: Jürg LEUTERT

Eine kleine Schar traf sich am Montag, dem 26. Oktober 2020, 15 Uhr, in der evangelischen Kirche in Weingartskirchen/Vingard, ungefähr 15 km Luftlinie nordöstlich von Mühlbach gelegen, um die schöne, aber leider verkommene Orgel  auszusegnen. Durch den Beschluss des Mühlbacher Bezirkskonsistoriums (BKZ Nr. 29/2020), die Orgel zur Sicherung frei zu geben, hat ein jahrelanger Prozess hiermit einen Fortgang gefunden. Diese Perspektive nahm Ortspfarrer Wilhelm Meitert in seiner wohlformulierten Predigt auf: Aus – Segnen: Wir waren Zeugen einerseits eines Aus (Trauer), anderseits eines Segens (Verheißung). Weiterlesen

Zweifach privilegiert

Das Wiener Auner-Quartett gastierte im Thaliasaal

Ausgabe Nr. 2696

Der Primarius des Auner-Quartetts, Daniel Auner (1. Geige), stellte sich mit dem Gastsolisten Simon Reitmeier (Klarinette) und seinen Kollegen Konstantin Zelenin (Cello), Barbara Galante Auner (2. Geige) und Gabriel Iscuissati (Bratsche) sowie Thomas Kloiber, Direktor des Österreichischen Kulturforums, nach dem Konzert zum Gruppenbild auf (v. l. n. r.).Foto: die Verfasserin

Der Begründer der avantgardistischen ,,Wiener Schule“, und der Zwölftontechnik, der Komponist Arnold Schönberg (1874-1951) möchte nur solches Publikum haben, ,,welches wie Tamino und Pamina durch alle Schrecknisse durchhält“, ist in dem Buch ,,Arnold Schönberg und seine Meisterschüler“ von Peter Gradenwitz (Paul Zsolnay Verlag, 1998) zu lesen. Ein solches Publikum hatte das aus Wien angereiste Auner-Quartett am Freitag der Vorwoche im Thaliasaal, wo die vier Streicher gemeinsam mit dem Klarinettisten Simon Reitmeier das Quintett op. 81 für Klarinette, 2 Violinen, Viola und Violoncello des Schönberg-Schülers Egon Wellesz (1885-1974) in Weltpremiere zu Gehör brachten. Weiterlesen

Eine Überraschung

In der Quergasse entsteht eine neue Kunstgalerie

Ausgabe Nr. 2696

Die neue Galerie in der Quergasse Nr. 13 wird rund um die Uhr geöffnet sein.Foto: die Verfasserin

,,Mă gândesc la ea” (Ich denke an sie) – dieser Schriftzug tauchte 2007 auf einem Firmenschild in der Quergasse/Tribunei in Hermannstadt  auf. Es ist das Werk des rumänischen Künstlers Ionuț Cioană, der unter dem Pseudonym Mircea Nicolae etwa 100 in der Stadt verteilte Kunstwerke überraschend veröffentlichte, und so die Kunstszene Hermannstadts aufmischte. Erhalten geblieben ist jedoch nur noch jenes in der Quergasse. Das soll aber auch in Zukunft bestehen. Weiterlesen

Astrafilm-Gewinner stehen fest

Die besten Dokus beim Astrafilm-Festival wurden preisgekrönt

Ausgabe Nr. 2696

Szene aus dem preisgekrönten Dokumentarfilm ,,Long Live Love“ von Sine Skibsholt.

Die Liste mit den besten Dokumentarfilmen, die bei der Online-Auflage des diesjährigen Astrafilm-Festivals gezeigt wurden, wurden am Montag veröffentlicht. Rund 3.000 Dokus haben die Organisatoren zugeschickt bekommen, 37 davon wurden online gezeigt. Trailer der Gewinnerfilme, mit Infos zur jeweiligen Jury und kurzen Dankesworten sind unter youtu.be/PXs1kW1etRM zu finden.Weiterlesen

Ermutigung für die Stadtverwaltung

Hermannstadt im Top 5 der attraktivsten Städte in Rumänien

Ausgabe Nr. 2696

Mit wie viel Herzblut Astrid Fodor (rechts) bei der Sache ist, konnte man in der deutschen AKZENTE-Sendung am Donnerstag der Vorwoche, dem 22. Oktober, erleben, in der Christel Ungar-Țopescu (links) die wiedergewählte Bürgermeisterin interviewt und durch die Stadt begleitet (auf unserem Bild unter den Arkaden des Schatzkästleins). Unter www.tvrplus.ro kann man die Aufzeichnung der Sendung sehen. Foto: Beatrice UNGAR

Eine schlechte und einige gute Nachrichten bestimmten das Leben der Hermannstädter in diesen Tagen. Die schlechte ereilte die Bevölkerung am Freitagabend. Da die Anzahl der mit dem neuen Coronavirus Infizierten die Obergrenze erreicht hatte, verordnete der Präfekt Mihai Crețu, dass die Schulen und Restaurants (Innenräume) bis zum 6. November um Mitternacht geschlossen werden müssen, dazu wurden auch alle in Innenräumen geplanten Kulturveranstaltungen abgesagt und im öffentlichen Raum die Maskenpflicht eingeführt. Die wichtigste gute Nachricht war das Urteil des Hermannstädter Landgerichts, demzufolge die wiedergewählte und vom Amtsgericht Hermannstadt zunächst nicht validierte Bürgermeisterin Astrid Fodor ihr Amt antreten darf.Weiterlesen

Aus der Versenkung geholt

Sonderausstellung im Brukenthalmuseum

Ausgabe Nr. 2696

Camille Dufour (1841–1933): Waldlandschaft, ca. 1865–1890, Öl auf Holz.

In der Gemäldesammlung des Brukenthalmuseums befinden sich außer den schon bekannten Gemälden von Künstlern der europäischen Malschulen des 15.-18. Jahrhunderts auch ca. 50 Werke aus dem 19. Jahrhundert aus österreichischen, deutschen, französischen und russischen Malschulen. Diese wenig oder noch gar nicht erforschten und öffentlich zugänglichen Werke bilden den Kern der Sonderausstellung, die unter dem Titel ,,Interferenzen. Europäische und rumänische Malerei aus dem 19. Jahrhundert in der Sammlung des Brukenthalmuseums“, die noch bis Ende Oktober im Multimediasaal im Blauen Stadthaus zu besichtigen ist.Weiterlesen

weiterleben, weitergehen, weiterarbeiten

Zur Pfarrklausur der EKR im Herbst 2020 / Von Elfriede DÖRR

Ausgabe Nr. 2696

Sitzungsort war der gepflasterte Platz vor dem Haus. Foto: Angelika BEER

Es hört auf zu regnen. Sofort nimmt jeder einen Stuhl und geht mit diesem raus. Die Tagung beginnt. Pfarrer und Pfarrerinnen der Evangelischen Kirche A. B in Rumänien treffen sich zur Herbstklausur im Elimheim in Michelsberg. Sitzungsort wird der gepflasterte Platz vor dem Haus, dort, wo sonst die Autos parken. Die Vorträge sind kurz und knapp, die Einführungen wenig ausschweifend, die Gruppenarbeiten häufig, und im Gehen. Weiterlesen