Modern eingepackt

Zur DSTT-Aufführung ,,Die menschliche Dummheit“

Ausgabe Nr. 2671

Szenenfoto mit der Regisseurin und Schauspielerin Simona Vintilă (Bildmitte, sitzend), Tatiana Sessler Toami, Radu Brănici, Harald Weisz, Richard Hladik, Daniela Török, Isa Berger und Dana Borteanu (v. l. n. r.).Foto: Ovidiu ZIMCEA

Eine Erzählung von Ion Creangă in deutscher Sprache für die Bühne tauglich zu machen, ist kein leichtes Unterfangen. „Die menschliche Dummheit“ (Prostia omenească) wurde nämlich in einer stark regional gefärbten antiquierten Sprache geschrieben. Simona Vintilă, die für die Regie des Stückes unterschreibt, hat es allerdings verstanden, die Erzählung, die sich in einer dörflichen Gegend abspielt, modern einzupacken. Weiterlesen

Bekannt und beliebt

Mircea Mureșan ist tot

Ausgabe Nr. 2671

Mircea Mureșan (1928-2020).

Der Regisseur Mircea Mureșan, der sowohl den Titel eines Ehrenbürgers von Hermannstadt als auch des Kreises Hermannstadt innehatte, ist am 24. April in Bukarest gestorben.

Der damals dienstälteste lebende rumänische Regisseur Mircea Mureșan wurde 2017 im Rahmen einer Feierstunde in der Juli-Sitzung des Kreisrats mit der Ehrenbürger-Würde des Kreises Hermannstadt ausgezeichnet. Der am 11. November 1928 in Hermannstadt Geborene gewann mit der Verfilmung des Romans „Răscoala“ (Der Aufstand, 1965) von Liviu Rebreanu 1966 den  Debütpreis (Prix de la Premiere Oeuvre) beim Filmfestival in Cannes, wurde für die Goldene Palme nominiert und verbuchte damit den ersten rumänischen Erfolg bei dem berühmten Filmfestival.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2671

Foto: Cynthia PINTER

70. Heimattag auf 2021 verschoben

   München. – Der Bundesvorstand des Verbandes der Siebenbürger in Deutschland hat beschlossen, den diesjährigen Heimattag in Dinkelsbühl abzusagen. Es hätte der 70. Heimattag sein sollen. Nun wird dieser auf Pfingsten 2021 verschoben. In einem diesbezüglichen Schreiben begründete der Bundesvorsitzende Rainer Lehni diesen Beschluss mit den hohen gesundheitlichen Risiken und der Planungsunsicherheit, die sich durch die Corona-Pandemie ergeben haben. Der Beschluss sei mit der Großen Kreisstadt Dinkelsbühl abgesprochen worden. Lehni präzisiert: ,,Mit gutem Gewissen könnten wir unserer älteren Generation, als besonders gefährdete Risikogruppe, die Teilnahme an einem Heimattag in diesem Jahr nicht empfehlen. Sie gilt es besonders zu schützen. Unsere Sorgen gelten jedoch allen Heimattaggästen sowie der gesamten Bevölkerung von Dinkelsbühl, da wir absolut niemanden einem gesundheitlichen Risiko aussetzen dürfen.

Die bisherigen Vorbereitungen waren nicht vergebens. Der diesjährige Mitausrichter, die Regionalgruppe Hermannstadt, Harbachtal und Umgebung des Verbands der Siebenbürgisch-Sächsischen Heimatortsgemeinschaften wird den Heimattag 2021 mitgestalten. Wir sehen uns zu Pfingsten 2021 in Dinkelsbühl.“

 

WEITERE NACHRICHTEN LESEN…Weiterlesen

Sanierungsarbeiten an der Stadtmauer

Ausgabe Nr. 2670

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Ende September 2019 wurden die Sanierungsarbeiten an der Stadtmauer an der Unteren Promenade/Coposu-Boulevard und an den ,,Hartenecktürme“ genannten Wehrtürmen in der Harteneckgasse/Cetății in Angriff genommen. Das Hermannstädter Bürgermeisteramt veranschlagte dafür 6,65 Millionen Lei aus dem städtischen Haushalt. Unser Bild: Die Wehrtürme sind fertig saniert und jetzt arbeitet die Baufirma EURAS noch an dem letzten Abschnitt der Stadtmauer.                     

Foto: Beatrice UNGAR

„Mehr erreicht, als zu erwarten war“

Unternehmer Andreas Huber vertritt seit 30 Jahren Liqui Moly in Rumänien

Ausgabe Nr. 2670

Der Unternehmer Andreas Huber, seines Zeichens auch Österreichischer Honorarkonsul für Siebenbürgen, (rechts) und sein Sohn Andreas Huber Junior – hier im Schauraum der Liqui Moly-Produkte – teilen sich die Geschäftsführung der Firma Limorom.                          Foto: Werner FINK

Der erfolgreiche Unternehmer Andreas Huber, ein gebürtiger Großauer, vermarktet seit 30 Jahren Liqui Moly-Produkte wie Motorenöle, Additive oder  Schmierstoffe in Rumänien. Inzwischen baute Huber auch das Autohaus Huber auf und wurde auch österreichischer Honorarkonsul in Hermannstadt. Eine ausgiebige Jubiläumsfeier konnte im Rahmen seiner Firma Limorom wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden, allerdings gewährte Huber dem HZ-Redakteur Werner F i n k zu diesem Anlass und zu seinem Werdegang in Rumänien folgendes Interview:

 

Was bedeutet 30 Jahre Liqui Moly in Rumänien?

Wir sind der alleinige Importeur von Liqui Moly-Produkten seit 1990.

Warum gerade Liqui Moly?

Ich habe mein Motorenöl immer selber gekauft. Damals hat man oft auch in Deutschland den Ölwechsel privat gemacht, beim Freund oder Schwager, wenn er Automechaniker war oder sich auskannte. Ich hatte stets Liqui Moly-Öl verwendet, es ist ein gutes deutsches Produkt und so kam mir die Idee, dieses Produkt auch in Rumänien zu verkaufen. Ich bin nach Ulm zu Liqui Moly gefahren, wo meine Idee begrüßt wurde. So habe ich 1990 angefangen, Liqui Moly in Rumänien zu verkaufen, zuerst über ein Einzelhandelsgeschäft und dann ab 1994 exklusiv Liqui Moly-Produkte über den Großhandel.Weiterlesen

Neue Ideen in den Fleischerlauben

Im Schatzkästlein am Kleinen Ring 21 entsteht ein Kreativ-Hub

Ausgabe Nr. 2670

Das Schatzkästlein am Kleinen Ring.                             Foto: CNM Astra

Das Schatzkästlein am Kleinen Ring, heute ,,Haus der Künste“ (Casa Artelor), das sich in der Verwaltung des Astra-Museums befindet, soll im Rahmen eines durch den EWR-Finanzierungsmechanismus (EEA Grants) finanzierten Projekts restauriert und in einen Kreativ-Hub umgestaltet werden. Hier soll ein Knotenpunkt entstehen mit dem Schwerpunkt traditionelles und neues Handwerk bzw. Kunsthandwerk, damit dieses wichtige und wertvolle Baudenkmal mit neuem Leben erfüllt wird, teilte das Astra-Museum mit.Weiterlesen

Neues aus Holzmengen

Ausgabe Nr. 2670

Transilvanian Brunch auf dem Gelände der Alten Mühle 2018 (im Hintergrund die Kulturscheune).                                    Foto: Beatrice UNGAR

Mitte März wurde in Rumänien der Ausnahmezustand verhängt. Und was macht Hosman Durabil in dieser Zeit?

Bis auf weiteres mussten wir alle öffentlichen Aktivitäten und Veranstaltungen absagen. Es sieht leider so aus, dass es das ganze Jahr dabei bleiben wird. Damit fallen sämtliche Einnahmen weg, die mit der Kulturscheune erzielt werden können. Gerade nach der sehr guten Entwicklung im vergangenen Jahr ist das für uns ein herber Rückschlag.

Wir nutzen die Zeit zum Beispiel für die Gartenarbeit und auf der Alten Mühle. Dort haben wir ein Dutzend Bäume für den 2018 begonnenen Obstgarten nachgepflanzt. Zwischen hochstämmigen alten Apfelsorten und Birnen gibt es nun auch einige Kirschen und Pflaumen. Die alten Bäume werden die Pflege hoffentlich ebenso honorieren. Es sei denn, die deutlich spürbare Trockenheit hält weiter an.Weiterlesen

Es fehlt der direkte Kontakt zu den Schülern

Drei Lehrerinnen erzählen über ihre Erfahrungen mit dem Online-Unterricht

Ausgabe Nr. 2670

Karikatur: Schule mit Corona. Marian KAMENSKY

Von Klasse Null bis Lyzeum und Hochschule, die Lehrer im ganzen Land sitzen seit Wochen vor den Computern und machen das Beste aus der Tatsache, dass das Schuljahr dieses Jahr nicht mehr im Klassenzimmer stattfinden wird, sondern ausschließlich online. Mirona Stănescu, Direktorin des Departements für Pädagogik und Didaktik in deutscher Sprache der „Babeş-Bolyai” Universität Klausenburg, Nicoleta Maier, Deutschlehrerin am Octavian Goga-Kolleg in Hermannstadt und Cristina Călinescu, Grundschullehrerin am Goethe-Kolleg in Bukarest teilten aus ihren Erfahrungen mit. Alle sind in der glücklichen Situation, dass alle ihre Schüler es sich leisten können, mitzumachen. Und auch alle wissen das Gelernte zu schätzen. Die Interviews führte HZ-Redakteurin Ruxandra S t ă n e s c u.Weiterlesen