Geniale Symbiose von Mensch und Musik

Ausgabe Nr. 2769

Streiflichter von der Ehrung des Ausnahmecellisten Götz Teutsch in Wien


Gruppenbild mit Botschafter, Geehrtem, Laudator und Musikerinnen und Musikern (v. l. n. r.): Botschafter Emil Hurezeanu, Staatssekretärin Laczikó Enikő Katalin, Robert Teutsch (Horn), Götz Teutsch mit der Urkunde in der Hand, Sarah Grubinger (Viola), Gabriel Bebeșelea, Cordelia Höfer-Teutsch (Klavier), Aylin Heredia (Cello), Saskia Roczek (Violine) und Leonhard Roczek (Cello). Foto: Heinz WEISS

Dies gehört nicht zu meiner Alltäglichkeit. Neugier und Spannung steigen, als ich am frühen Abend des 2.Mai 2022 das Auto in der Nähe der Prinz-Eugen Straße 60, 1040 Wien parke. Die Sonne sendet aufmunternde Strahlen vom Himmel, das Wiener Belvedere entlässt würdevoll seine letzten Besucher und ganz Wien befindet sich im Frühlingstaumel – die Natur hat das Grau der Stadt charmant bunt übermalt.

Und, ich freue mich auf die kommenden Stunden. Der Botschafter von Rumänien in der Republik Österreich, S.E. Emil Hurezeanu hat eingeladen: In einem Festakt wird Herrn Götz Teutsch, Solo-Cellist der Berliner Philharmoniker i. R. der Nationale Kulturverdienstorden im Rang eines Offiziers verliehen.

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,,Um Gottes Willen, das sind Menschen wie wir“

Ausgabe Nr. 2769

,,Hermannstädter Gespräche“ und Filmabend mit Peter Miroschnikoff im Spiegelsaal

Beim Filmabend am Mittwoch der Vorwoche im Spiegelsaal des DFDH: Peter Miroschnikoff (links) und Aurelia Brecht (stehend). Foto: Dragoș DUMITRU

„Ich hatte ein bisschen Orientierungsprobleme“, meinte der Journalist Peter Miroschnikoff zu seinem Besuch in der Stadt. „Hermannstadt von heute ist nicht mehr, wie ich es kannte. Es hat sich viel getan hier“, so der ehemalige Mittel- und Südosteuropakorrespondent der ARD in seiner Einleitung zur ersten diesjährigen Auflage der „Hermannstädter Gespräche“ des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt (DFDH) am Dienstag der Vorwoche.

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Einige Freiräume bewahrt

Ausgabe Nr. 2769

Dokumentation zur EKR 1945-1969

Hannelore Baier (Hg.): Überwachung und Infiltration. Die Evangelische Kirche in Rumänien unter kommunistischer Herrschaft (1945-1969). Friedrich Pustet Verlag, 2022, 423 Seiten, 39,95 Euro, ISBN: 3791733303

Unter dem Titel ,,Überwachung und Infiltration. Die Evangelische Kirche in Rumänien unter kommunistischer Herrschaft (1945-1969). Dokumentation“ ist der von Hannelore Baier herausgegebene Band 143 der im Verlag Friedrich Pustet, Regensburg, publizierten wissenschaftlichen Reihe „Veröffentlichungen des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS) an der Ludwig-Maximilians-Universität München“ erschienen.

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,,Das Apfelherz ausgeschüttet“

Ausgabe Nr. 2769

Gespräch mit Rückkehrerin Brunhilde Böhls

Brunhilde Böhls (links) im Gespräch mit Sebastian Bethge. Foto: Werner FINK

Mit einem Apfel in der Hand geht Brunhilde Böhls vom Biobauernmarkt auf dem Huetplatz Richtung Kleiner Ring. Nach wenigen Schritten stoppt sie jemand. Es ist Sebastian Bethge, der sich nach drei alten Sorten Apfelbäumchen erkundigt. Böhls ist eine gebürtige Kronstädterin und ist 1977 zusammen mit ihrer Mutter ausgewandert, nachdem der Vater 1974 in Deutschland geblieben war.  Das Einleben in Deutschland ist ihr mehr oder weniger gut gelungen. So entschloss sie sich, 2016 wieder nach Rumänien zu kommen und hier die Erinnerungen an die glückliche Kindheit aufkommen zu lassen, als sie in Brenndorf in Großmutters Garten auf Apfelbäumen herumklettern durfte. Die Obstbäume, die die siebenbürgische Landschaft prägen, sind ein Thema, für das sie sich bis heute interessiert. Auch wenn sie selber noch keinen eigenen Garten besitzt, gründete sie eine Firma und vermittelt Apfelbäumchen an interessierte Personen bzw. verkauft solche zur Pflanzzeit auf dem Biobauernmarkt auf dem Huetplatz. Mit Brunhilde Böhls führte der HZ-Redakteur Werner F i n k folgendes Gespräch:

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Schreiben zwischen Nachruf und Neubeginn

Ausgabe Nr. 2769

Zur leidigen Frage um das Sein oder Nicht-Sein rumäniendeutscher Literatur

Dr. Carmen Elisabeth Puchianu (am Rednerpult) spricht über rumäniendeutsche Literatur, Autor Thomas Perle (rechts) hört zu. Foto: Beatrice UNGAR

Von rumäniendeutscher Literatur im Spannungsfeld von Sein und Nicht-Sein sprechen zu wollen oder zu müssen erweist sich als durchaus müßig, solange Joachim Wittstock schreibt, solange Eginald Schlattner schreibt, solange Balthasar Waitz schreibt, solange meine Wenigkeit schreibt. Ich beginne, womit ich enden wollte: Wo wir sind, ist rumäniendeutsche Literatur. Und zwar in ihrer vollkommen authentischsten und autochthonsten Form. Sie lässt sich an unseren Gedichten, an unseren Erzählungen und Romanen, an unserem ganzen Leben und Werken ablesen. Sie ist, was sie ist. Sie ist, was wir sind.Weiterlesen

Idylle trügt  

Ausgabe Nr. 2769

Ein schöner Nachmittag im April an einem der Fischteiche bei Mândra, der früher als Anglerparadies bekannt war. Heute erinnern noch ein Aufsichtsturm und runde Tischchen am Ufer daran, dafür gibt es am Ufer Müll, Bauschutt usw. Von hier aus seien die Landmöwen nach Hermannstadt gezogen, heißt es. Wahrscheinlich gibt es auch weniger Fische. Früher waren das u. a. Silberkarauschen, Karpfen, Marmorkarpfen, Ukeleien, Flussbarsch, Rotaugen.                                                                                                                                              Foto: Beatrice UNGAR

Zwischen fremd und vertraut

Ausgabe Nr. 2769

Jürgen van Buer stellt erneut im Teutsch-Haus aus

,,Unbestreitbar: Die Welt Siebenbürgens war für einen Berliner Fotografen anfangs fremd. Sind aber die eingefangenen Augenblicke eines Fremden für einen geborenen Kronstädter oder Hermannstädter vertraut? Was anfangs fremd war, kann sehr schnell vertraut werden,  aber auch das Vertraute kann fremd erscheinen.  Die Fotografien von Jürgen van Buer verbinden beides in sich.  Die Schwarz-Weiß-Fotografien sind für sehr viele a priori fremd.  Andere fühlen sich gerade von dieser Welt angezogen.“ Mit diesen Worten stellte die Leiterin des Teutsch-Hauses, Dr. Gerhild Rudolf die Ausstellung „FREMD : VERTRAUT. Hermannstadt : Kronstadt. Zwei Städte in Siebenbürgen“ vor, die am 5. Mai im Terrassensaal des Hauses eröffnet wurde und daselbst bis zum 25. Oktober d. J. zu besichtigen ist.

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8. Mountainbike-Rennen in Freck und Umgebung

Ausgabe Nr. 2769

Die 8. Auflage des Radrennens Triada MTB Avrig hat vom 6. bis 8. Mai in Freck und Umgebung stattgefunden. Neben den regulären Etappen wurden auch Wettkämpfe für Kinder und Familien organisiert. Teilgenommen haben 500 Radsportler. Bei den Profis – ,,Stage Race“ – haben die Sportlerinnen und Sportler an den drei Wettkampftagen insgesamt 150 Kilometer, bei einem Höhenunterschied von 1.400 m, zurückgelegt. Bei den Herren setzte sich Ede Molnar vom Team Dinamo-BikeXpert-Superbet an allen drei Tagen durch und folglich wurde er auch Sieger in der Gesamtwertung. Bei den Damen belegte Salome Bondor (ACS Living Bike) den ersten Platz in der Gesamtwertung, gefolgt von Suzanne Hilbert (NoMad Merida CST) und Roxana Rîmniceanu (HPM Pro Mountains). Am dritten Tag gab es auch Rennen über 30 und 45 Kilometer aber auch ein Family-Rennen über 20 Kilometer (ein Erwachsener und ein Kind). Das 30-km-Rennen der Herren gewann Andreas Hozat (CSU Scott), bei den Damen setzte sich Alexandra Albu durch. Das 45-km-Rennen der Junioren gewannen Elias Hozat (CSU Scott) bzw. Raissa Costea (Dinamo-BikeXpert-Superbet), bei den Kadetten siegte Dragoș. Die Veranstalter mit dem Radrenn-Profi Tudor Oprea an der Spitze können mit den Ergebnissen zufrieden sein und planen schon die nächsten beiden Etappen des Wettkampfes, die internationale Etappe Triada MTB Păltiniș (6. und 7. August auf der Hohen Rinne) und E-MTB Experience für E-Biker vom 16. bis 18. September. Alle Ergebnisse in allen Kategorien und Rennen finden Sie unter www.triadamtb.ro/www.cronometraj.ro. Bild oben: Auf das Siegerpodium der Herren in der Gesamtwertung stiegen Ede Molnár (1. Platz), sein Teamkollege Bogdan Duca (2. Platz) und Răzvan Grec (3. Platz); Bild unten: Insgesamt 130 Kinder beteiligten sich an dem ihnen zugedachten Rennen, alle erhielten Preise.                                                                                          Fotos: Tibi HILA

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2769

 

Altdechant  erneut gewählt

,,Zwischen Gebrauch und Deko“

Hermannstädter Netzwerk

100 Jahre Doinaș

Lange Nacht der Museen

Begegnung auf dem Huetplatz im Mai

FITS-Karten zum Verkauf

Thematischer Wandertag

Achtung: Vipernalarm!

Büchervorstellung

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,,Etwas ganz Neues, Schwervorstellbares“

Streiflichter von der Jubiläumstagung der Evangelischen Akademie Siebenbürgen

Ausgabe Nr. 2768

Maiblasen mit der Neppendorfer Blaskapelle:  Gemeinsam mit dem  EAS-Vorstandsvorsitzenden Dietrich Galter (2. v. r. Bassflügelhorn) bot die Neppendorfer Blaskapelle nach dem Festgottesdienst in der Neppendorfer evangelischen Kirche am 1. Mai ein Ständchen. Zunächst auf dem Kirchhof, danach im Hof des EAS-Tagungshauses und schließlich in den Gassen von Neppendorf.                                              Foto: Beatrice UNGAR

Über drei Tage verteilt beginnend am vergangenen Freitag feierte die Evangelische Akademie Siebenbürgen (EAS) gemeinsam mit dem Demokratischen Forum der Deutschen in Hermannstadt (DFDH) als Mitveranstalter ihr 30. Jubiläum. Pandemiebedingt fand die Tagung ein Jahr verspätet statt, aber bei schönem Wetter und in der Gesellschaft vieler langjähriger Vorstands- und Vereinsmitglieder sowie Freundinnen und Freunden der Akademie. Auch das 20-jährige Bestehen des „Hans Bernd von Haeften” Tagungs- und Konferenzzentrums wurde zelebriert. Weiterlesen

Ehrennadel des DFDR für Peter Miroschnikoff

Ausgabe Nr. 2768

Ehrengast der ,,Hermannstädter Gespräche“ zum Thema „Ein anderes Rumänienbild in deutschen Medien“ war am Dienstag Peter Miroschnikoff (links), langjähriger ARD-Korrespondent für Mittel- und Südosteuropa. Unser Bild: Für seine Verdienste um die ausgewogene Berichterstattung über die deutsche Minderheit in der Öffentlichkeit der Bundesrepublik Deutschland überreichte ihm im Anschluss der DFDR-Vorsitzende Dr. Paul-Jürgen Porr (rechts) die silberne Ehrennadel des DFDR.     Foto: Benjamin JOZSA