Zwischen Kitsch und Tradition

Der 55. Töpfermarkt hat am Wochenende auf dem Großen Ring stattgefunden

Ausgabe Nr. 2738

Der 55. Hermannstädter Töpfermarkt fand am Samstag und Sonntag auf dem Großen Ring statt. Unser Bild: Welcher Krug ist wohl der schönste?         Foto: Ruxandra STĂNESCU

Bei der 55. Auflage des Töpfermarktes, der traditionell am ersten Wochenende im September stattfindet, konnte man eine traurige und besorgniserregende Tendenz nicht mehr ignorieren: Die echten Töpfer und Keramiker werden mehr oder weniger langsam aber sicher durch die Kitsch-Hersteller und -Verkäufer der bulgarischen und chinesischen Keramik vom Markt vertrieben. Weiterlesen

Eng miteinander verbunden bleiben

Abschluss der Reparaturarbeiten an evangelischer Kirche in Törnen begangen

Ausgabe Nr. 2738

In Törnen wirft der Kirchturm keinen Schatten. Es gibt nämlich keinen. Die Kirche auf dem Berg wurde als romanische Basilika im 14. Jahrhundert gebaut und im 16. Jahrhundert umgebaut und mit zwei Kirchtürmen versehen. Diese beiden Türme sind 1910 eingestürzt, übriggeblieben sind noch die jeweiligen Erdgeschosse, die überdacht wurden. Neben der Kirche steht der Glockenturm. Von hier aus läutete am Sonntag die Glöcknerin Maria Hütter die Glocken, denn die Kirche wurde nach eingehenden Reparaturarbeiten wieder eingeweiht. Foto: Beatrice UNGAR

Im Gemeindeverband Neppendorf herrschte am Sonntag Freude: Nach Reparaturarbeiten wieder eingeweiht wurde die evangelische Kirche in Törnen im kleinen Kreis, die Neppendorfer Kirchengemeinde konnte das Geschehen per Beamer dank des Einsatzes von Michael Kothen im Livestream verfolgen.Weiterlesen

Klimawandel und Exodus

Das 22. Astrafilm-Festival findet noch bis Sonntag in Hermannstadt statt

Ausgabe Nr. 2738

Bei der Eröffnung des Astrafilm-Festivals am Sonntag saßen im Amphitheater vor der Bühne am See im Freilichtmuseum auch 30 große Plüschbären unter den Zuschauerinnen und Zuschauern. Damit wollten die Veranstalter für den Schutz der in freier Wildbahn lebenden Braunbären in Rumänien ein Zeichen setzen.                                                    Foto: Cynthia PINTER

Die 22. Auflage des Dokumentarfilmfestivals Astrafilm hat am Sonntag, dem 5. September begonnen und findet noch bis diesen Sonntag, dem 12 September, in Hermannstadt statt. Insgesamt 54 Dokus werden in Sälen, sowie draußen, u.a. auf dem Kleinen Ring oder im Astra-Freilichtmuseum gezeigt. Nach der Ausstrahlung der jeweiligen Filme können diese auch online für 15 Lei/Film gesehen werden. Das Programm sowie weitere Informationen zu den Filmen und zum Erwerb der Eintrittskarten findet man auf der Homepage des Festivals unter www.astrafilm.roWeiterlesen

Elemente der rumänischen Architektur

Daniel Ionescu fertigt in seiner Freizeit Keramikhäuser

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Daniel Ionescu hat dieses Jahr auch ein paar tönerne Schäfchen eines Freundes verkauft, der nicht dabei sein konnte.     Foto: Ruxandra STĂNESCU

Daniel Ionescu aus Râmnicu Vâlcea ist seit Jahren mit figurativer Keramik auf dem Hermannstädter Töpfermarkt zu finden, seine Häuser und Kirchen sind unverwechselbar: von magnetklein bis handflächenhoch, mit Elementen der rumänischen Architektur, mit schwarzen Dächern und weißen Hauskörpern. Über seine Kunst sprach er mit HZ-Redakteurin Ruxandra S t ă n e s c u.Weiterlesen

Rosh Hashana 5782

Ausgabe Nr. 2738

Von Montag, dem 6. September, an Sonnenaufgang bis Mittwoch, dem 8. September,  an Sonnenuntergang, wurde das jüdische Neujahrsfest gefeiert. Am Dienstag, dem zweiten Tag von Rosh Hashana 5782 begrüßte der Vorsitzende der Hermannstädter Jüdischen Gemeinde, Otto Deutsch (im Bild stehend rechts stehend), einige Mitglieder der Gemeinde in der Synagoge. Deutsch hatte diesen Ort der Versammlung gewählt, da sich die Mitglieder der Jüdischen Gemeinde pandemiebedingt letztes Jahr gar nicht und in diesem Jahr eben erst aus diesem Anlass getroffen haben. Sie begrüßten sich mit dem traditionellen ,,Shana Tova!“ und antworteten ,,U’Metuka!“.  Die Redaktion der Hermannstädter Zeitung wünscht auch „Shana Tova 5782!“                                                                               Foto: Beatrice UNGAR

,,Es steht alles in den Worten“

Die unbekannte Seite von Oskar Pastior beim Erlanger Poetenfest 2021

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Oswald Egger, Ernest Wichner und Rike Felka (v. l. n. r.). Foto: Malwine MARKEL

Zwei Weggefährten von Oskar Pastior, der Dichter und Übersetzer Oswald Egger und der Herausgeber von Pastiors Werken Ernest Wichner, sprachen im Rahmen des 41. Erlanger Poetenfestes, am 29. August d. J., im Innenhof des Erlanger Stadtmuseums, über den Menschen Oskar Pastior und über sein zeichnerisches Werk mit Rike Felka, Bildwissenschaftlerin, Autorin und Übersetzerin. Dieses Podiumsgespräch unter dem Titel „Zeichengebilde und Wortgebilde“ wurde begleitend zu der Sonderausstellung „Aubergine mit Scheibenwischer“ geführt, die noch bis zum 19. September d. J. im Erlanger Stadtmuseum zu besichtigen ist. Der in der Ausstellung ausgesprochenen Aufforderung „Hören sie mal rein. Oskar Pastior in Erlangen“ kann man im Internet unter https://www.dichterlesen.net/personen/detail/oskar-pastior/ nachgehen. Weiterlesen

Musikalische Dampfwalze wird 25

Fanfare Ciocărlia feiert Jubiläum mit neuer CD

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Erstmalig sah der Verfasser die Fanfare Ciocărlia im Frühjahr 1997 im Malzhaus Plauen. Dort entstand am Pfingstmontag 2010 auch diese Aufnahme. Foto: Roland BARWINSKY

Der Anlass ist ganz bestimmt bewundernswert. Die musikalische Dampfwalze vom Balkan feiert hoffentlich recht lautstark. Das Jubiläums-Album (,,It wasn`t hard to love you”, Kontakt: www.asphalt-tango.de und records@asphalt-tango.de) liefert ganz fristgerecht anlässlich der ,,Silberhochzeit“ das ultimative Kulturprogramm für den tönenden Heißhunger der Fans. Fanfare Ciocărlia ist längst weithin bekannt und zwar weltweit. Ob dieser Erfolg vor Urzeiten so beabsichtigt war, ist eher unwahrscheinlich. Weiterlesen

Erste Trophäe für CSU

Elemer Tordai-Pokal bleibt in Hermannstadt

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Neue Spielsaison, neue Mannschaft: Die Spieler freuen sich mit Trainer Dan Fleșeriu (links) und dessen Tochter über den Sieg. Foto: CSU Sibiu

Der erste Wettkampf der neuen Basketballsaison fand am Sonntag und Montag statt. Das Elemer Tordai-Memorial wird jedes Jahr in Erinnerung an den zu früh verstorbenen Basketballer vom Basketballclub CSU Sibiu veranstaltet. Dieses Jahr nahmen die Mannschaften SCM Timișoara, SCM Craiova, SCM Miercurea Ciuc und CSU Sibiu teil. Da es nur vier Mannschaften waren, spielten die Sportler am Sonntag direkt für die Qualifikation im Finale. CSU Sibiu besiegte SCM Craiova (83:65) und SCM Timișoara gewann gegen SCM Miercurea Ciuc (77:70).  Weiterlesen

Erbaulicher Literatur-Marathon

Streiflichter von den 31. Deutschen Literaturtagen in Reschitza

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Britta Lübbers (links), die Preisträgerin 2021 des ,,Rolf Bossert“-Gedächtnispreises, und ihr Laudator Anton Sterbling.          Foto: die Verfasserin

Von den in Reschitza vorgestellten Büchern kann man ein Jahr zehren: Mit einer ganzen Fuhre im Gepäck reisten die Teilnehmenden von den 31. Deutschen Literaturtagen in Reschitza ab. Sie hatten vom 26. bis 29. August vier Tage geballtes Schrifttum aller Art erlebt, aus den Bereichen Wissenschaft, Kunst, Lyrik, Prosa, Erinnerungsliteratur und vieles mehr. Auch wenn man jedem der vier Tage einen eigenen Bericht widmen würde, man könnte der Sache nicht gerecht werden. Deshalb bieten wir im Folgenden Streiflichter von der Veranstaltung, von der ab dem 25. September d. J. eine Videoaufzeichnung auf der Facebook-Seite des Demokratischen Forums der Banater Berglanddeutschen zu sehen ist, das unter der Federführung von Erwin Josef-Țigla gemeinsam mit dem Kultur- und Erwachsenenbildungsverein  „Deutsche Vortragsreihe Reschitza” diesen erbaulichen Literatur-Marathon organisiert hatte.Weiterlesen

Karlsruher Konzert-Duo

Ausgabe Nr. 2738

Das viel- und weitgereiste Karlsruher Konzert-Duo gastierte Anfang September in Rumänien, dem 70. Land ihrer Konzertreisen. Es war der zweite Gastauftritt in Rumänien – das Duo hatte 2009 in Jassy, Sankt Georgen und Kronstadt konzertiert. Diesmal gaben sie Konzerte in Schäßburg, Birthälm, Hermannstadt, Temeswar und Kronstadt. Unser Bild: In ihrem eindrucksvollen Konzert im Spiegelsaal des DFDH brachten der Cellist Reinhard Armleder und die Pianistin Dagmar Hartmann Werke von Ludwig van Beethoven, Felix Mendelssohn Bartholdy, Robert Schumann, Maurice Ravel, Manuel de Falla, George Enescu und George Gershwin virtuos und gefühlvoll zu Gehör. Sie bestätigten, was sie eingangs erklärt hatten: ,,Wir spielen aus dem Herzen.“ Sie ernteten herzhaften Applaus und bedankten sich mit einer Zugabe, dem ,,Sterbenden Schwan“ von Camille Saint-Saëns.    

Foto: Beatrice UNGAR