Das kleine Wunder von Tobsdorf

Johannes Reychmuts Nachlass / Tischlerkunst des 16. Jahrhunderts

Ausgabe Nr. 2620

Projektleiter Dr. Ralf Buchholz bei seiner Präsentation. Foto: Fred NUSS

Die Eröffnung der Ausstellung „Das Tobsdorfer Chorgestühl und seine Restaurierung“ fand am 1. April, im Hermannstädter Friedrich Teutsch-Kultur- und Begegnungszentrum statt. Der Projektleiter der Restaurations-Gruppe, Dr. Ralf Buchholz, war zugegen und bot den Besuchern eine Einführung in das Projekt. Die als Wanderausstellung konzipierte Schau ist noch bis zum 15. Juni geöffnet und bietet auch eine originalgetreue Replik der eigentlichen Konstruktion.Weiterlesen

„Die Stadt ist wie ein Festival“

Der neue Leiter der deutschen Abteilung heißt Hunor Horváth

Ausgabe Nr. 2620

Hunor Horváth fühlt sich in Hermannstadt (hier auf dem Großen Ring) sehr wohl.                                                                        
Foto:  Jan Christian BREWER

Wenn man ihn zum ersten Mal sieht, mit seinen klaren, blauen Augen, seinem struppigen Bart, der Stoffweste und dem ausgefransten Schal, könnte man ihn glatt für einen Freibeuter oder einen Wandergesellen halten. Im Gespräch dagegen gibt er sich überlegt, drückt sich differenziert aus und man merkt ihm schnell eine sehr progressive Haltung an. Hunor Horváth ist seit kurzer Zeit Leiter der deutschen Abteilung des Hermannstädter Radu Stanca-Nationaltheaters. Er ist 33, kümmert sich hauptsächlich um die Organisation der deutschsprachigen Stücke und um all das, was darüber hinaus für einen reibungslosen Ablauf wichtig ist.Weiterlesen

Ehrenamt, Identität und Kooperation

Streiflichter vom internationalen ifa-Netzwerktreffen in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2620

Die ifa-Kulturmanager und die Veranstalter (v. l. n. r.): Florian Kerzel (Temeswar), Sara Delinger (Sombor/Serbien), Arthur Glaser (Sathmar), Konsul Hans Erich Tischler, Cornelia Hemmann (ifa-Regionalkoordinatorin Temeswar), Margarete Walo (ifa, Abteilung Dialoge, Entsendeprogramm, Stuttgart), Constanze Thielen (Fogarasch/Seligstadt), Aurelia Brecht (Hermannstadt).                                                   Foto: Beatrice UNGAR

Ehrenamt, Identität, Kooperation und Verantwortung waren die Stichworte im Rahmen des ifa-Netzwerkstreffens, das am Donnerstag der Vorwoche im Festsaal im Bischofspalais in Hermannstadt zum Thema „Die deutsche Minderheit im Kontext der Zivilgesellschaft“ stattgefunden hat. Mitarbeiter des Instituts für Auslandsbeziehungen aus Deutschland, Rumänien, Serbien und Ungarn haben ihre Projekte präsentiert und Ideen für die Zukunft ausgetauscht. Weiterlesen

„Die perfekte Spielwiese“

Das Social Business-Projekt in Probstdorf wird von Julius Fabini weitergeführt

Ausgabe Nr. 2620

Julius Fabini auf dem Großen Ring in Hermannstadt.
Foto: Werner FINK

Julius Fabini (20), ein Passauer Student mit siebenbürgischen Wurzeln, möchte das von der ehemaligen österreichischen Sozialattachée Barbara Schöfnagel in Probstdorf ab 2007 gestartete Social Business-Projekt wieder ins Rollen bringen und weiterführen. Mit vereinten Kräften von Senior-Experten und Dorfbewohnern sowie mit großzügigen Spenden aus Österreich wurde damals das seit der Wende dem Verfall preisgegebene sächsische Pfarrhaus saniert und zu einem Begegnungszentrum und Gästehaus mit einfachen Zimmern ausgebaut. Auf demselben Grundstück entstanden verschiedene Nebengebäude, in denen eine Schmiede, eine Holzwerkstatt und eine professionelle Obstverarbeitung als Produktions- und Lehrwerkstätten eingerichtet wurden. Nach und nach wurde auch die ehemalige sächsische Schule saniert und zu hochwertigen und stilvoll eingerichteten Gäste-Appartements ausgebaut. So wurden hier sieben Zimmer mit insgesamt 22 Betten sowie sieben hochwertige Appartements mit 14 Betten eingerichtet.Weiterlesen

Den richtigen Standort gefunden

Erster Spatenstich zum Bau des ILLIG-Montagewerks in Kleinscheuern gesetzt

Ausgabe Nr. 2620

Die Vertreter der Firma ILLIG, der lokalen Behörden und die Vertreter der Baufirmen CONA und MPS setzen den ersten Spatenstich zum Start der Bauarbeiten am neuen ILLIG-Produktionswerk. Zu sehen sind u. a. Bürgermeister von Kleinscheuern, Valentin Ristea (5. v. r.), Heinrich Sielemann, ILLIG –Geschäftsführer (4. v. r.), Mihai Talabă, Geschäftsführer von ILLIG Rumänien (3. von rechts), Hans-Peter Roth, zuständig für die weltweite Produktion bei ILLIG ( 2.  v. r.).                   Foto: Werner FINK

„Zum einen haben wir einen Standort, der für unser Wachstum der richtige ist und zum anderen einen Standort, der die Werte unseres Familienunternehmens weiterträgt”, unterstrich Heinrich Sielemann, Geschäftsführer von ILLIG,im Rahmen der feierlichen Setzung des ersten Spatenstiches zum Baustart des neuen ILLIG-Montagewerkes in Kleinscheuern/Șura Mică. ILLIG ist ein weltweit führender Anbieter von Hochleistungsanlagen und Werkzeugen zum Thermoformen von Kunststoffen und von Lösungen für die Verpackungsindustrie. Im Industriepark in Kleinscheuern soll nun auf einer Grundfläche von rund 60.000 Quadratmetern ein modernes Produktionswerk für technisch anspruchsvolle Maschinen sowie eine Verwaltungseinheit entstehen.

Anwesend war im Rahmen des feierlichen Anlasses u. a. auch der Bürgermeister von Kleinscheuern, Valentin Ristea.Weiterlesen

Buntes Sammelsurium

XXII. Tagung der Kronstädter Germanistik

Ausgabe Nr. 2620

Bei der Premiere des Stückes „Hades. Carpatesca cum figuris statt“ machte der Hermannstädter Schriftsteller Joachim Wittstock (vorne links), mit. Nach dessen Erzählung „Hades“ hatte das Kronstädter Ensemble „DIE GRUPPE“ unter der Spielleitung von Carmen Elisabeth Puchianu diese „kollagierte Reminiszenz“ einstudiert.

Am 4. April des Jahres war es wieder soweit. Die XXII. Internationale Tagung der Kronstädter Germanistik unter dem Motto „Gesehenes, Gehörtes, Erdachtes. Kulturelle, literarische und sprachliche Paradigmen und Strategien der (rumänien)deutschen Postmoderne“ vereinte für zwei volle Tage 27 Germanisten zum gegenseitigen Austausch und Präsentieren ihrer neuesten Forschungsergebnisse. Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2620

Vertreterversammlung des DFDR; Osterbasare am Samstag; Parkplätze geschlossen ; Musikalischer Abschied; Parade der Oldtimer; Ausstellung am Flughafen; Karrieremesse in der Uni; Filmfestival beginnt; Brunches am Wochenende; Maifest am 18. Mai; Karten fürs Theaterfestival; Musikalische Woche; An fünfter Stelle im Land; Rumänisches Fernsehen in deutscher Sprache.Weiterlesen

Vom Institut zum Studiengang

70 Jahre Protestantisch-Theologisches Institut in Hermannstadt gefeiert

Ausgabe Nr. 2619

 

Gruppenbild mit den Teilnehmenden vor dem Eingang in das Gebäude des ehemaligen Landeskirchlichen Lehrerseminars, in dem heute der Studiengang untergebracht ist.                                 
Foto: Beatrice UNGAR

Für ihren Dienst bedarf die Kirche unabdingbar der Theologie. Die Schaffung einer eigenen Theologenausbildung war vor 50 Jahren eine Lebensfrage der Kirche“, sagte der damalige Dekan Prof. Dr. Hermann Pitters in seinem Festvortrag am 30. Oktober 1999. Diese Aussage hat 20 Jahre danach, im Jahr des 70. Gründungsjubiläums des Theologischen Instituts nichts an Aktualität eingebüßt, ganz im Gegenteil. So sagte Reinhart Guib, Bischof der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien, in seinem Grußwort beim Tag der Offen Türen am Samstag: So lange hier an diesem Ort Christus gelehrt, geliebt, gehofft wird, haben wir und unsere Kirche eine Zukunft.“Weiterlesen