Johannis in Japan

Ausgabe Nr. 2808

Japanbesuch Rumäniens Staatspräsident Klaus Johannis (links) befindet sich seit  Wochenbeginn auf Staatsbesuchen in Asien. In Japan wurden Johannis und seine Gattin Carmen Johannis von Kaiser Naruhito und Kaiserin Masako empfangen, sodann hatte Rumäniens Staatsoberhaupt Gespräche mit dem Premierminister Fumio Kishida (rechts) sowie den Präsidenten der beiden Kammern des Parlaments und Kommunalpolitikvertretern in Kyoto.  Mit Premierminister Kishida unterzeichnete Staatspräsident Klaus Johannis  eine gemeinsame Erklärung über eine strategische Partnerschaft zwischen Rumänien und Japan, in der es u. a. um eine engere Zusammenarbeit in den Bereichen Sicherheitspolitik, Wirtschaft, Forschung geht. Die zweite Station der Asien-Reise ist heute die Republik Singapur.                                    

Foto: presidency.ro

Das Holz ist die Inspiration

Gespräch mit den Künstlern Oana und Remus Cipariu über ihre Unikate aus Holz

Ausgabe Nr. 2808

Remus und Oana Cipariu nebst einigen ihrer Produkte. Foto: Cynthia PINTER

Wenn ein Hobby zur Leidenschaft und zum Beruf wird, dann sieht man das besonders an dem Resultat. Bei „ROC Art“ gibt es nur Unikate aus Holz, die mit viel Liebe und Geschick hergestellt wurden. Hinter dem Namen stecken zwei Künstler, das Ehepaar Oana und Remus Cipariu, die seit 2017 Lampen und Dekorationsobjekte, aber auch Schmuck und Accessoires aus recyceltem Holz in ihrer Werkstatt in Orlat bei Hermannstadt herstellen. Mit Oana und Remi sprach HZ-Redakteurin Cynthia P i n t e r über ihre bisherige Arbeit und weitere Zukunftsprojekte: Weiterlesen

Frauenpower auf der Piste

Ausgabe Nr. 2808

Insgesamt acht Konkurrentinnen bewiesen bei der diesjährigen Bikini Race in der Arena Platoș Mut, Können, Freude am Sport und Widerstandskraft. Zwischen den 6 Proben konnten sie sich lediglich in Bademäntel kurz einhüllen, bis es dann weiterging. Gewonnen hat Corina Țiglaru. Morgen, ab 13 Uhr, findet der letzte Wettkampf in der Arena Platoș statt: ,,Slide and Freeze“ (Gleite und erfriere).                                 Foto: Tibi HILA

Haushaltsvoranschlag angenommen

Vorstand und Vertreterversammlung des DFDR haben in Hermannstadt getagt

Ausgabe Nr. 2808

Blick in den Spiegelsaal des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt bei der Abstimmung über den Haushaltsvoranschlag bei der Vertreterversammlung des DFDR am Freitag der Vorwoche. Foto: Doris KÖBER

Zu ihrer ersten Versammlung im Jahr 2023 traten die Vertreter des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien (DFDR) am Freitag, den 3. März, im Spiegelsaal des Forumshauses zusammen. Ebenda hatte zuvor der DFDR-Vorstand getagt. Beide Sitzungen wurden vom DFDR-Vorsitzenden Dr. Paul-Jürgen Porr geleitet, anwesend waren Vertreter aller fünf Regionalforen und der Arbeitsgemeinschaft deutscher Jugendorganisationen (ADJ), Geschäftsführer der DFDR-Stiftungen, der DFDR-Abgeordnete Ovidiu Ganț sowie Unterstaatssekretär im Departement für interethnische Beziehungen (DRI) Thomas Șindilariu. Weiterlesen

Ein dem Buch der Wörter gewidmetes Leben

Die Hermannstädter Sprachwissenschaftlerin Dr. Sigrid Haldenwang wird 80

Ausgabe Nr. 2808

Dr. Sigrid Haldenwang.Foto: Mariana VLAD

Dr. Sigrid Haldenwang ist Teil einer Institutsgeschichte. Ihrem Fleiß, Einsatz und Pflichtbewusstsein, ihrer Disziplin, Entschlossenheit und Zuverlässigkeit hat das Forschungsinstitut für Geisteswissenschaften in Hermannstadt viel zu verdanken. Sigrid Haldenwang widmete sich nämlich einer edlen und lebensfüllenden Aufgabe, ein wertvolles Kulturgut zu erschließen und der Nachwelt zu erhalten. Am 15. März d. J. feiert sie ihren 80. Geburtstag.Weiterlesen

Ein grundlegendes Werk

Sigrun Galters literatur- und kunstwissenschaftliche Studie zur Dürer-Rezeption

Ausgabe Nr. 2808

Sigrun Galter: Literarische Dürer-Mythen zwischen Frühromantik und Dürerjubiläum 1828. Theorie – Geschichte – Erzählanalysen (Wackenroder, Tieck, Hoffmann, Fouqué, Weise, Hagen), Universitätsverlag Winter Heidelberg 2022, Fachgebiet: Germanistik, Reihe: Probleme der Dichtung. Studien zur deutschen Literaturgeschichte, Band: 56, 684 Seiten, ISBN: 978-3-8253-4922-6, 78 Euro.

Die Hermannstädterin Sigrun Galter, die an der Lucian-Blaga-Universität ihr Germanistikstudium begann und später nach Deutschland ausgewandert ist, hat vor drei Jahren an der Philipps-Universität Marburg eine umfangreiche germanistische und kunstwissenschaftliche Dissertation vorgelegt, welche vor Kurzem im renommierten Heidelberger Universitätsverlag Winter als Band 56 der literarhistorischen Reihe „Probleme der Dichtung“ erschienen ist. Sigrun Galters grundlegendes Werk widmet sich der Rezeption der Kunst wie des Künstlers Albrecht Dürer (1471-1528) in der deutschen Literatur- und Kunstgeschichte, vornehmlich in der Epoche der Romantik, die den Künstler zum „Kunstheiligen“ (Ludwig Tieck) verklärte und die Kunst zur „Kunstreligion“ (Friedrich Schleiermacher) überhöhte. Weiterlesen

Eine der nobelsten Ausstellungen

,,Keyserling & Keyserling“ in der Galerie Galateca

Ausgabe Nr. 2808

Bei der Vernissage (v. l. n. r.): Rodica von Keyserling, Thomas Emmerling und Sorina von Keyserling.

Noch bis zu diesem Wochenende zeigt die Bukarester Galerie Galateca Arbeiten von Rodica von Keyserling (Malerei), und ihrer Tochter Sorina von Keyserling (Skulptur). Die Ausstellung wurde von dem Leiter des Michelsberger Kunsthaus 7B, Thomas Emmerling, initiiert und kuratiert. „Es ist eine der nobelsten Ausstellungen in Bukarest seit langem,“ beschreibt Emmerling das Projekt. „Nicht wegen dem Grafentitel im Namen der Künstlerinnen, sondern weil beide, Mutter Rodica und Tochter Sorina, in ihrer Arbeit der figurativen Kunst die Würde zurück geben“. Weiterlesen

Ortinau und ,,diese Generation“

Gedanken und Erinnerungen zum 70. Geburtstag des Banater Schriftstellers

Ausgabe Nr. 2808

Gerhard Ortinau bei dem Rundtischgespräch zum Auftakt des von dem Deutschen Kulturforum östliches Europa vom 23. bis 24. Juni 2022 in Temeswar veranstalteten Symposiums ,,Der Wille zur Veränderung – 50 Jahre Aktionsgruppe Banat“. Moderiert wurde das Rundtischgespräch, an dem außer Ortinau weitere fünf Gründungsmitglieder der Aktionsgruppe Banat teilgenommen haben – Werner Kremm, Johann Lippet, Anton Sterbling, William Totok  und Ernest Wichner – von Christel Ungar-Țopescu und Dr. Markus Bauer.                                                                                      Foto: Zoltán PÁZMANY

„Den Erzählungen meiner Eltern ist zu entnehmen, dass ich am späten Abend in einer Art schilfgedeckter Erdhütte geboren wurde. Im Zimmer befand sich das Wichtigste. Draußen hatten die Leute tagsüber Tunnels in den mannhohen Schnee geschaufelt, mittlerweile hatte sie aber der Sturm schon wieder zusammengewirbelt… Ich erblickte am 17. März des Jahres 1953 in dem Weiler Movila Gîldăului (Anmerkung des Autors: Damals ,,comuna Movila Gâldăului, raion Feteşti“, Region Constanța) das Licht des Bărăgans. Alles andere erfuhr ich aus Büchern und aus Zeitschriften …” . Dies schrieb Gerhard Ortinau in einem der frühen kurzen Prosatexte  („Kleine Geschichte“) in seiner ersten Buchveröffentlichung, die unter dem Titel ,,verteidigung des kugelblitzes“ im Klausenburger Dacia Verlag 1976 in der Redaktionsbetreuung von Franz Hodjak erschienen ist.Weiterlesen

Jobbörse in der Transilvania-Halle

Ausgabe Nr. 2808

Hermannstadt. – Die Frühjahrsausgabe der als Wanderveranstaltung mit sieben Stationen konzipierten Jobbörse ,,Târgul de cariere“ (deutsch: Karrieremesse) findet heute, den 10., und morgen, den 11. März, jeweils zwischen 11 und 18 Uhr, in der Transilvania-Halle statt. Insgesamt 30 Unternehmen haben ihre Teilnahme zugesagt. Erwartet werden mehr als 2000 Besucherinnen und Besucher.

Die Jobangebote kommen laut Pressesprecherin Maria Petruța aus den unterschiedlichsten Bereichen, u. a. Kundenbetreuung, Finanzberatung, Programmierer, Handel. Desgleichen bieten die teilnehmenden Unternehmen Studierenden Praktikumsplätze bzw. Beratung für die Bewerbung an. Man kann die Jobbörse auch online besuchen unter  https://www.targuldecarie re.ro/sibiu (BU)

Ankommen in Hermannstadt: Eine Tragödie?

Ein Kommentar der HZ-Praktikantin Maja Hennemann

Ausgabe Nr. 2808

Szenenfoto mit Claire (rechts, gespielt von Benedikt Häfner) und  ihrer Schwester Solange (links, gespielt von Yannick Becker). Foto: TNRS

Neuankömmlinge in Hermannstadt sollten unbedingt die Chance nutzen, Vorstellungen der deutschen Abteilung des Radu Stanca-Nationaltheaters wahrzunehmen. Gerade das Stück „Die Zofen” überzeugt mit einer gelungenen Darstellung von modernem Spiel und bricht nebenbei Vorurteile auf. Was für einige Menschen klingt wie der größte Albtraum, hätte besser nicht laufen können: Direkt am ersten Abend in Hermannstadt verschlägt es mich ins Theater. Genauer gesagt zu einer Tragödie, die manchmal wie eine Komödie scheint: ,,Die Zofen“ von Jean Genet. Die Darbietung am 24. Februar zeigte, wie modernes Theater funktionieren kann – minimalistisch, aber mit hoher Aussagekraft. Weiterlesen

Alles Helden, oder was?

XXVI. Germanistiktagung und Kronstadtpremiere von ,,Entsorgt“

Ausgabe Nr. 2808

Das neueste Ein-Personen-Stück der Kronstädter Autorin Carmen Elisabeth Puchianu -,,Entsorgt. Theater des Ichs“ – hatte am Samstag, den 20. August 2022, im Rahmen der 32. Auflage der Deutschen Literaturtage in Reschitza im ,,West“-Theater Premiere (die Hermannstädter Zeitung berichtete in der Ausagbe Nr. 2785/2. September 2022). Das Absurde gehört allerdings schon seit geraumer Zeit zum Alltag und so ist auch diese neueste Produktion Puchianus sprachlich und gestisch-mimisch exzentrisch und zwischen Täuschung und Selbsttäuschung angesiedelt. Ein  visuelles Wiedererkennungserlebnis für alle, die schon wenigstens einmal eine Inszenierung – oder sollte man besser Performance sagen – von und mit Carmen E. Puchianu besucht haben, boten  die Theaterrequisiten, die immer auf der Bühne stehen, egal, wo gespielt wird: eine Leiter, ein Leinensack, ein roter Strick, eine schwarze Plastikfolie… Unser Bild: Im Rahmen der Jahrestagung der Hermannstädter Germanistik im November 2022 führte Puchianu das Stück im Gong-Theater auf.                                                          Foto: Beatrice UNGAR

Die Germanistikabteilung der Philologischen Fakultät in Kronstadt veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Zweigstelle Kronstadt der Gesellschaft der Germanisten Rumäniens (GGR) zwischen dem 23. und 25. März 2023 ihre XXVI. Internationale Tagung zum Thema „Alles Helden, oder was? Paradigmen, Perspektiven, Traditionen und Tendenzen in Kultur, Kunst, Literatur und Sprache“ wieder mit Präsenzteilnahme. Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2808

Direktflüge nach Bukarest

Hermannstadt. – Ab dem 27. März kann man vom Hermannstädter Flughafen direkt nach und von Bukarest fliegen, mit der Gesellschaft AirConnect. Eingeplant sind 5 Flüge pro Woche, montags ein Flug, mittwochs und freitags zwei Flüge, die Preise beginnen ab rund 155 Lei (rund 32 Euro).   Buchen kann man direkt bei  www.air-connect.com, durch die App (Apple Store und Google Play Store) oder bei den Reiseagenturen.

AirConnect ist eine rumänische Regionalfluggesellschaft, gegründet von 7 private Investoren, die seit August 2022 hauptsächlich Flüge in Rumänien anbietet. Die Flugzeuge sind ATR 72 – 600. (RS) Weiterlesen

Zum Frauentag

Ausgabe Nr. 2807

Alles Gute zum Internationalen Frauentag wünscht die HZ-Redaktion allen Leserinnen weltweit  mit diesen wunderschönen Primeln, die in einem Garten in Hermannstadt das Auge erfreuen.                          Foto: Ioana DEAC