Eine Tragödie des Scheiterns

Viel Lärm um nichts in der neuesten Theaterpremiere mit ,,American Buffalo“

Ausgabe Nr. 2659

Neueste Theaterpremiere: Ein vielversprechendes Bühnenbild hatte Eugen Gyemant für seine Inszenierung des Stückes „American Buffalo“ von David Mamet entworfen, die am Wochenende Premiere hatte. Unser Bild: Szenenfoto mit einem roten Aro 10 Geländewagen und zwei der drei Schauspieler – Ciprian Scurtea (rechts stehend)und Florin Coșuleț.              Foto: Dragoș DUMITRU

Viel Lärm um nichts als eine Münze. Das kann man in einem Satz über die neueste Premiere der rumänischen Abteilung des Radu Stanca-Nationaltheaters sagen. Dabei wurde das Publikum mit einem vielversprechenden Bühnenbild erwartet: ein alter Fram-Kühlschrank, ein altes Radio, ein Motorrad, das von der Decke baumelte, vollbeladene Regale, alte Stühle und das Highlight, ein roter Aro 10 Geländewagen in der Mitte der Bühne. „American Buffalo“ von David Mamet wurde in der Regie von Eugen Gyemant mit den drei Schauspielern Ciprian Scurtea, Cătălin Pătru und Florin Coșuleț am Samstag und Sonntag (1. und 2. Februar) aufgeführt. Weiterlesen

Gelebte Solidarität

Ausgabe Nr. 2659

Am Mittwoch spendeten Hans Erich Tischler, Konsul der Bundesrepublik Deutschland in Hermannstadt (unser Bild), sowie einige weitere Mitarbeiter des Konsulats Blut als Zeichen der Solidarität mit der Hermannstädter Gemeinschaft. „Ich bin zum zweiten Mal in das Krankenhaus gekommen um Blut zu spenden, weil ich es sehr wichtig finde, die Werte, für die wir eintreten, auch zu leben. Solidarität ist ein ganz wichtiger Wert unserer Gesellschaft. Ich möchte damit zeigen, dass wir als Mitarbeiter des Konsulats für die Menschen im Lande da sind und Blut spenden”, sagte Tischler.  Seit November können übrigens Bürgerinnen und Bürger, die Blut spenden möchten und über ein Smartphone verfügen den Termin auch online über die  Anwendung „Donorium” festlegen. Die Anwendung kann über Google Play oder App Store heruntergeladen werden. Genauere Infos unter www.donorium.ro         

Foto: Werner FINK

Nachwuchstalente zuerst gewürdigt

Der Kreisrat Hermannstadt veranstaltete zweite Gala der Bestsportler und –trainer

Ausgabe Nr. 2659

Adrian Bibu und Christine Manta-Klemens hatten im Vorjahr die Initiative zur Veranstaltung der Sportgala erfolgreich umgesetzt und freuen sich mit dem für seine gesamte Tätigkeit geehrten Fußballtrainer Viorel Hizo und Marius Constantin Luca über die gelungene zweite Sportgala.Foto: Kreisrat Hermannstadt

,,Wir haben zuerst die Nachwuchstalente ausgezeichnet und zuletzt die verdienten Senioren. So wollten wir einen Bogen über die Zeit spannen, über die Verdienste auch, aber vor allem wollten wir mit dieser Reihenfolge unserer Hoffnung Ausdruck verleihen, dass die am Anfang der Gala gewürdigten Sportlerinnen und Sportler ihrerseits über viele viele Jahre am Ende der Gala geehrt werden“, sagte die stellvertretende Kreisratsvorsitzende Christine Manta-Klemens zum Abschluss der zweiten Sportgala des Kreises Hermannstadt, die am Mittwoch der Vorwoche stattgefunden hat und bei der 61 Sportlerinnen und Sportler, Trainerinnen und Trainer sowie zwei Mannschaften, die im Jahr 2019 gute Ergebnisse erzielt hatten, Geldprämien im Gesamtwert von 80.000 Lei erhielten. Weiterlesen

Humorvoll und geradezu bissig

Gastspiel mit Bruckner-Inszenierung aus Râmnicu Vâlcea in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2659

Szenenfoto mit Tavi Costin (der Präsident, rechts) und Alexandru Beteringhe (sein stummer Diener).                                    Foto: Beatrice UNGAR

Ein Theaterstück von Pascal Bruckner? Dazu auch noch eine politische Farce? Wer hätte das gedacht? Wie die Regisseurin Chris Simion-Mercurian der Hermannstädter Zeitung bei dem Gastspiel des Anton Pann-Theaters aus Râmnicu Vâlcea mit ,,Crăciunul președintelui“ (Das Weihnachtsfest des Präsidenten) am Dienstag der Vorwoche erzählte, habe Bruckner das Stück auf ihre Anfrage hin geschrieben. Die Welturaufführung hatte am Anton Pann-Theater im Mai 2019 stattgefunden. Das Thema Weihnachten scheint Bruckner schon länger zu beschäftigen, 2003 veröffentlichte er den Roman ,,Au secours, le père Noël revient!“ (Hilfe, der Weihnachtsmann kommt!).Weiterlesen

,,Ich bin ein Zeichner“

Der Künstler Gert Fabritius feiert bald seinen 80.

Ausgabe Nr. 2659

Gert Fabritius mit seinem Stuhlobjekt ,,Transportable Heimat“, hier als Performance im Museum im Kleihues-Bau, Kornwestheim 2007.

Gert Fabritius – der Wanderer, wohin kehrt er immer wieder zurück? Zur Linie. Markant und klar. In seiner Rede anlässlich der Vernissage der Jubiläumsausstellung zu seinem 80. Geburtstag in der Galerie Inter Art in Stuttgart hob der Künstler mit einem Augenzwinkern sein „einseitiges“ Talent hervor: „Ich kann nicht reden, ich bin ein Zeichner: Ich bin mit dem Zeichenstift in der Hand auf die Welt gekommen. Zum Glück habe ich bei der Geburt meine Mutter nicht verletzt.“ Seine „Tagebuch- und Blatt-auf-Zeichnungen eines Unbefugten“ sind noch bis zum 23. Februar ausgestellt. Weiterlesen

Bier und Bildungsangebote

Erstes Mitgliedertreffen des Deutschen Wirtschaftsclub Siebenbürgen Jahr 2020

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Der DWS-Vorsitzende Harald Friedrich (links) durfte als Erster von dem Trei Stejari-Bier probieren, das Ioan Marius Milonean (rechts) in einem Fass mitgebracht hatte.                                                 Foto: Werner FINK

Das erste Mitgliedertreffen des Deutschen Wirtschaftsclubs Siebenbürgen (DWS) im laufenden Jahr  fand am 22. Januar statt, wobei es auch dieses Mal interessante Vorträge gab. Ovidiu Matiu, Leiter des Departements für Anglo-Amerikanische und Germanistische Studien an der Lucian Blaga-Universität zeigte Interesse vor allem an Partnerschaften für Praktika und Forschungsverträge.  Ovidiu Oltean stellte Transilvania Executive Education vor, wo verschiedene Akteure zusammen mit der University of Hull eine Weltklasse-Ausbildung für Manager in Klausenburg anbieten. Thomas Emmerling vom Kunsthaus 7Bpräsentierte Werke von Radu Rodideal und Oana Ionel.

Im  Anschluss präsentierte Ioan Marius Milonean sein selbstgebrautes Bier aus Zoodt/Sadu, das unter den Brands Bere Sadu, Trei Stejari, und Hermannstadt – Cinstește Sibiul vermarktet wird. Außerdem erweitert der DWS seinen Veranstaltungskalender erstmals mit einer Faschingsparty, die am 15. Februar im Apfelhaus in Michelsberg stattfinden wird.Weiterlesen

Buchstäblich für alles verantwortlich

Zu ,,Hermannstadt zwischen zwei Fronten“ von Bürgermeister Albert Dörr

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Eine Gedenktafel für den ehemaligen Bürgermeister Hermannstadts, Albert Dörr, wurde aus Anlass der Jahrhundertfeier Rumäniens 1918 vom Bürgermeisteramt Hermannstadt am Haus Nr. 28 in der Fleischergasse/Str. Mitropoliei angebracht, wo Dörr gewohnt hat.

Anlässlich der erfüllten 100 Jahre seit dem Ersten Weltkrieg erschien sowohl bei uns, als auch europaweit ein reiches Schrifttum, wobei beobachtet wurde, dass die Siebenbürger Sachsen in der Darstellung ihrer eigenen Haltung während der Kämpfe in ihrer Heimat im Herbst des Jahres 1916 verhältnismäßig zurückhaltend waren und sind. Dieser Umstand ist leicht zu erklären, wenn man bedenkt, dass die sächsischen Männer aus Dörfern und Städten fast durchgehend überzeugt und begeistert in den Krieg gezogen waren und bis zum Kriegsende im Einsatz an verschiedenen Fronten durchgehalten hatten. Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2659

Misstrauensantrag erfolgreich; Marienball am 14. Februar; ,,Rolf Bossert“-Gedächtnispreis; Poesieabend; Viitorului-Straße gesperrt; Skicup in der Arena Platoș; Wintervortragsreihe; Seniorentreffen am Dienstag; Porträts von Fred Nuss; Platz für Märzchenverkauf; Öffentliche Beleuchtung; Lesevormittage für Kinder; Platz sechs im Top; Urzellauf in Großschenk; Neues aus Mediasch; Treffen junger Siebenbürger; Rumänisches Fernsehen in deutscher Sprache.Weiterlesen