Ausgabe Nr. 2955
Wandertag der Frauenarbeit der EKR

Die Wanderung fand bei wechselhaftem Wetter statt. Foto: die Verfasserin
Summa summarum: 7 km, 11.000 Schritte, Höhenunterschied +200 m. So ließe sich rein objektiv die Strecke von Michelsberg nach Rășinari und zurück zum Elimheim beschreiben. Ein auch von kleineren Grundschulklassen gut besuchter Wanderweg. Diese Wanderstrecke erkundschafteten auch die Teilnehmenden des Wandertags der Frauenarbeit der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien, der am Samstag stattgefunden hat.
Bekannt ist die Strecke auch als „Emil Cioran Wanderweg“ und verläuft von Michelsberg über das Silberbachtal, am Dorfrand von Rășinari (Sub Costiță Rășinari – Troiță) über die „Strada Cireșilor“ und das Silberbachtal zurück ins Dorfzentrum von Michelsberg. Wandernde werden mit schönem Ausblick belohnt: zunächst in Richtung Michelsberg und Heltau, dann Richtung Răşinari und Großau und letztendlich über die Kirschgärten und Dorflandschaft Michelsbergs. Sie lädt zum Verweilen ein, nicht weil sie mühsam wäre, sondern viel Schönes bietet, man kommt aus dem Staunen nicht heraus. 7 km, 11.000 Schritte, Höhenunterschied +200 m, 2,5 Stunden Gehzeit. Und ein traumhaft schöner Picknickplatz.

Bei leicht windigem Wetter und wolkenbedecktem Himmel starteten Samstagmorgen die 28 Teilnehmenden des Wandertags der Frauenarbeit vom Parkplatz des Elimheims, gespannt diesen Wanderweg auszukundschaften, denn keiner hatte ihn davor begangen. Manche waren von Weitem angereist, mit Autos, Zug und Bus. Weder frische Frühlingstemperaturen noch der starke Regen des Vortags hatte jemanden davon abhalten können. Letztendlich gibt es kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung und Schuhe. Ein Problem das keiner der Anwesenden hatte. Nach der ersten Anhöhe klärte sich der Himmel und bot viele Kodak-Momente. Cristian Cismaru führte geduldig und fachkundig durch die Gegend und bot viele, aufschlussreiche Informationen. Bei strahlender Sonne und blauem Himmel genossen alle Landschaft, Gemeinschaft und Austausch. Unser Wanderweg mündete beim Elimheim, wo ein warmes Mittagessen, schmackhafter Kuchen und Kaffee aufgetischt warteten und mitsamt thematischem Impuls und gemeinsamen Singen als krönender Abschluß verwöhnten. So gerne verweilten alle noch, dass sich Aufbruch und Abschied in den Nachnmittag hinaus verzögerten.
Was im summa summarum nicht zahlenmäßig erfasst wird, jedoch dazu gehört, vielleicht sogar wichtiger ist, das sind die Freude an der Gemeinschaft und die Dankbarkeit, Gottes wunderbare Schöpfung erleben und eine Auszeit genießen zu können. Margit KÉZDI