Fünf Tage Plurikulturalität erlebt

Streiflichter von der 17. Auflage des ProEtnica-Festivals in Schäßburg

Ausgabe Nr. 2638

Ein buntes Bild boten die Ensembles der 19 nationalen Minderheiten aus Rumänien nicht nur bei dem Gruppenbild auf der Bühne am Burgplatz in Schäßburg. Das ProEtnica-Festival war auch in diesem Jahr ein Fest der Vielfalt und bot den rund 600 aktiven Teilnehmenden aller Altersklassen und allen Besucherinnen und Besuchern die Gelegenheit, einander kennen zu lernen und sich auszutauschen.     
 Foto: Jan-Christian BREWER

An fünf Tagen – von Mittwoch, dem 21., bis Sonntag, den 25. August – lockte das vielfältige Angebot des ProEtnica-Festivals in Schäßburg tausende Besucher an. Zum 17. Mal richtete das geschichtsträchtige Städtchen in seiner malerischen Altstadt unter Mitwirkung von ca. 600 Beteiligten nun schon die Festivität aus – und das mit großartigem Erfolg. Weiterlesen

Der ,,Hexenfluch“ ist gebannt

Streiflichter vom 19. Mittelalterfest in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2638

Die Mittelalterfestival-Parade zog am Freitag Abend auch durch die Heltauergasse auf dem Weg zum Großen Ring, auf dem anschließend Rock- und Metalmusik gespielt wurde. Viele Leute haben den Weg frei gemacht und haben den Umzug gefilmt und fotografiert. Das Festival bot in diesem Jahr eine kleine Zeitreise zurück ins Mittelalter, als Hexenverbrennungen noch üblich waren.    Foto: Werner FINK

Der Fluch der Hexe Despina umhüllte Hermannstadt drei Tage, vom 23. bis 25. August und verwandelte zur 19. Auflage, den Großen Ring in Hermannstadt in einen mittelalterlichen Markt, wo Prinzessinnen, Ritter, Mönche und Dorfbewohner zu sehen waren. Die diesjährige Auflage stand unter dem Zeichen des ,,Hexenfluchs“: Despina, eine junge Frau aus dem Jahr 1519, die der Hexerei bezichtigt und dazu verurteilt wurde, auf dem Scheiterhaufen verbrannt zu werden, wollte um jeden Preis der Strafe entgehen und sprach einen Fluch aus, der die Menschen aus jener Zeit in eine magische Welt führte. Weiterlesen

Wo man in Schokolade baden kann

Zu Besuch bei Johann Taierling in Szekler-Neumarkt und Bálványos

Ausgabe Nr. 2638

Hier kann man in ,,Schokolade“ baden, zeigt Johann Taierling stolz.
Foto:  Werner FINK

Wer in dem Kurort Bálványos baden geht, kommt an dem Bad „Csiszár Fürdő” nicht vorbei. Für die Bewohner von Szekler-Neumarkt/Târgu Secuiesc und Umgebung gilt das Bad laut einem Internetportal als „der beliebteste Ausflugsort der letzten 100 Jahre”. Den Namen hat das Bad von Csiszár Dénes, der auf der Jagd seinen einbeinigen Jagdstuhl in die Erde gestochen, dabei eine Mineralwasserquelle entdeckt und so das Csiszár-Bad am Ende des 19. Jahrhunderts gestartet hatte.

Gegenwärtig kümmern sich um das Csiszár-Bad die Taierling-Brüder, Johann und Péter Ferenc, die es sich zum Ziel gesetzt haben das Csiszár-Bad wieder aufblühen zu lassen und in den touristischen Kreislauf zu bringen. Wie es dazu gekommen ist, dass Brüder mit diesem Namen sich in dieser Gegend daheim fühlen und sich auch für die Belange der Gemeinschaft vor Ort einsetzen, erfuhren wir auf einem Besuch in Szekler-Neumarkt und Bálványos.Weiterlesen

Die Musik war im ,,Focus“

Bei der zweiten Auflage des „Focus In The Park“-Festivals regnete es mit Bällen

Ausgabe Nr. 2638

Der Höhepunkt der zweiten Auflage von „Focus In The Park“ war der Auftritt der Band „Subcarpați“, die sich zum Schluss ein Selfie mit dem zahlreich erschienenen Publikum machte.
Foto: Focus In The Park

Weg von den Pflastersteinen und in den kühlen Erlenpark. Dieses Konzept der Organisatoren des einzigen Festivals für alternative Musik in Rumänien hat sich spätestens dieses Jahr bewährt. „Focus In The Park“ wurde von tausenden Menschen am verlängerten Wochenende vom 22.-25. August besucht. Weiterlesen

Von Schönheit, Natur und Harmonie

Sonderausstellung zum Thema Küche, Geselligkeit und Jagd im Blauen Stadthaus

Ausgabe Nr. 2638

Die Konservatorin Daniela Morosan und die drei Kuratoren Dr. Daniela Dâmboiu, Dr. Alexandru Sonoc und Dr. Iulia Mesea bei der Vernissage im Multimediasaal (v. l. n. r.).                                             Foto: Fred NUSS

„Die Schönheit der Natur, die Rafinesse der Küche. Mit Ceres, Bacchus und Venus“ lautet der Titel der Sonderausstellung, die am 7. August  im Multimediasaal im Blauen Stadthaus am Großen Ring des Brukenthalmuseums von der Kuratorin Dr. Iulia Mesea zusammen mit Kurator Dr. Alexandru Sonoc und mit der Kuratorin Dr. Daniela Dâmboiu eröffnet wurde. Weiterlesen

Die kleine Perle, die einen packt

Gespräch mit der Gamedesignerin Vanessa Riess über ,,Sound of Magic“

Ausgabe Nr. 2638

Vanessa Riess (Bildmitte) mit Jan Ewald (links) und Kevin Scherer (rechts).
Foto: everbyte

Jeder, der ab und zu gerne ein gutes Spiel spielen möchte oder einfach die Zeit totschlagen will und ein Smartphone besitzt kennt sie: Die Suche nach einem ebenso unterhaltsamen wie auch anspruchsvollen Spiel im Play- oder iOS Store. Oftmals wird die Hoffnung auf einen guten Fund enttäuscht, denn viele Produkte scheinen mehr Null-Acht-Fünfzehn und rein zu kommerziellen Zwecken kreiert worden zu sein. Doch manchmal entdeckt man sie: Die kleine Perle, die einen packt und staunen lässt. So ging es mir vor einer Weile auch, als ich auf ,,Sound of Magic” stieß. So lautet der Titel eines Handy-Spiels (zu dt. „Klang der Magie“), welches Ende letzten Jahres veröffentlicht wurde. Besonders daran ist vor allem, dass es auf beinahe alle visuellen Effekte verzichtet und gewissermaßen ein interaktives Hörspiel mit tiefer gehenden Spielmechaniken ist. Dies hat zur Folge, dass der Spieler automatisch seine eigene Fantasie und Vorstellungskraft einsetzt, um das Abenteuer in der fantastischen Welt „Azalen“ zu erleben. Ein mutiger Schritt in einer Branche, die sich Jahr für Jahr mit neuen visuellen Glanzleistungen übertrifft und zunehmend auf die virtuelle Realität als Mittel der Wahl zusteuert. Die Welt der Spiele besitzt im 21. Jahrhundert eine enorme Tragweite: Jedes Jahr wird der Markt nur so überhäuft mit neuen Produkten von Entwicklern aus aller Welt, wie man regelmäßig auf den großen Messen in Los Angeles bei der E3 oder etwa in Köln bei der Gamescom(welche vom 20. bis zum 24. August stattfand) sehen kann. Die Grafik wird dabei stetig eindrucksvoller; besonders ist das zu beobachten bei großen Entwicklern wie Ubisoftoder ElectronicArts. Jedoch gibt es sie immer noch: Die kleinen Indie Studios („Indie“ kurz für independent, zu dt. unabhängig), welche wenig finanzielles, dafür aber jede Menge kreatives Kapital besitzen und so dafür sorgen, dass der Pool an innovativen Kreationen nicht austrocknet. Sie sind eine tragende Säule für den stetigen Fortschritt in der Branche.Weiterlesen

Musik aus drei Jahrhunderten

Die Konzertreihe ,,Michelsberger Spaziergänge“ 2019

Ausgabe Nr. 2638

Klaus Philippi (rechts außen) stellt das Klausenburger Ensemble Flauto dolce bei dessen Konzert am 18. August vor (v. l. n. r.): Noemi Miklos, Mihaela Maxim, Maria Szabó und Zoltán Majó.   
Foto: Beatrice UNGAR

Applaus auch für den Hauptveranstalter Klaus Philippi gab es beim letzten Konzert der Reihe ,,Michelsberger Spaziergänge“ am Sonntag in der Dorfkirche in Michelsberg, das von dem Trio Àventd’anches bestritten wurde. ,,les anches“ werden im Französischen die Rohrblattinstrumente genannt, und das brachten die drei jungen Musiker auch zu Gehör: Musik für Rohrblattinstrumente aus drei Jahrhunderten.Weiterlesen

Gemeinsames Singen bindet und verbindet

Konzertreise des Kammerchores „Cantores vivaces“ zu seinem 40. Jubiläum

Ausgabe Nr. 2638

Der Cantores vivaces-Chor beendete seinen sehr gut besuchten Auftritt in der Johanniskirche in Hermannstadt unter der Leiterin Marianne Galbács-Seiwerth, wie es sich für einen Studierenden-Chor gehört, mit dem ,,Gaudeamus igitur“.           
Foto: Fred NUSS

„Ich hätte auch mitsingen können, ich habe auch im Kurt-Scheiner-Chor gesungen, wie der Kammerchor der Brukenthalschule auch genannt wurde, bevor er unter der Leitung von Hans-Günther Seiwerth den Namen ‚Cantores juvenes‘ angenommen hat“, sagte mir eine Zuhörerin nach dem Konzert in Hermannstadt. In Schäßburg äußerte sich ein achtzigjähriger Zuhörer, dass unser Konzert in ihm viele Erinnerungen aus seiner Jugend wachgerufen habe. Sicher hatten auch andere Konzertbesucher ähnliche Empfindungen.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2638

 

53. Töpfermarkt; Tag der Offenen Türen zu 120 Jahre Synagoge; Fahrt zum Sachsentreffen 2019; Sommernachtsparty; Transilvanian Brunch; Konzert des Projektchors; Karten für Enescu-Festival; Bachchor St. Lorenz auf Reise; Schuljahr 2019-2020; 19. Hermannstädter Treffen in Dinkelsbühl; StadtschreiberIn für Rijeka gesucht; Retrospektive Fotosalon; Orgelsommer in Mediasch; Freizeiten der Frauenarbeit; Wahlen im Ausland; Rumänisches Fernsehen in deutscher Sprache.Weiterlesen