„Hier unterhält sich jeder mit jedem“

Schirmherrin der 14. Haferland-Kulturwoche war die Olympiasiegerin Nadia Comăneci

Ausgabe Nr. 2972

Schirmherrin Nadia Comăneci stellte sich mit Hauptorganisator Michael Schmidt und einigen Ehrengästen, sowie der Projektgruppe Haferland und der Augsburger Blaskapelle zum Gruppenbild vor der Kirchenburg in Deutsch-Kreuz auf.                                                                                                                                          Foto: Michael Schmidt Stiftung

„Hier unterhält sich jeder mit jedem, als würde man sich schon seit 10 bis 15 Jahren kennen, obwohl wir uns vielleicht gerade erst kennengelernt haben. Ich fühle mich hier wie bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele“, bemerkte die bekannte rumänische Gymnastin Nadia Comăneci, Botschafterin der diesjährigen Ausgabe der Haferland-Kulturwoche, die unter dem Motto „Sehnsucht nach Siebenbürgen“ stand und vom 6. bis 9. August stattfand. Das Publikum der diesjährigen 14. Ausgabe gilt als das bisher zahlreichste: Fast 10.000 Teilnehmer besuchten die insgesamt 60 im Rahmen des Festivals organisierten Veranstaltungen.Weiterlesen

Warum steht Teutsch auf dem Huetplatz?

Aus dem Nachlass der Familie Teutsch im Hermannstädter Staatsarchiv

Ausgabe Nr. 2972

Das Teutsch-Denkmal auf dem Huetplatz heute.       Foto: Beatrice UNGAR

Vor 127 Jahren, am 19. August 1899, wurde auf dem Huetplatz in Hermannstadt das Denkmal für den Bischof Georg Daniel Teutsch eingeweiht – eine der Persönlichkeiten, die das kirchliche, schulische und kulturelle Leben der Siebenbürger Sachsen maßgeblich geprägt haben. Der Jahrestag bietet Anlass, das Ereignis nachzuzeichnen, die Wahl des Standorts zu erläutern und die Dokumente der Familie Teutsch vorzustellen, die in der Hermannstädter Filiale des Rumänischen Staatsarchivs aufbewahrt werden. Weiterlesen

Zwei goldene Nächte in Paris

Doppelerfolg für David Popovici bei der Schwimm-EM

Ausgabe Nr. 2972

David Popovici nach dem Sieg im 100 Meter Freistil-Finale, mit der rumänischen Flagge.                                                                                 Foto: Imago

Das Wasser spritzt, die Zuschauer jubeln, und am Ende ist wieder einer ganz vorne: David Popovici hat die Schwimm-Europameisterschaften 2026 in Paris mit zwei Goldmedaillen gekrönt. Über 100 und 200 Meter Freistil war der 21-jährige Rumäne nicht zu schlagen. Damit gelang ihm etwas, das vor ihm noch kein Schwimmer geschafft hatte: Zum dritten Mal in Folge gewann er bei einer Europameisterschaft beide Freistil-Wettkämpfe.Weiterlesen

Poolparty, Bierfest und Heimattreffen

Trachtenkapelle Göppingen auf Reisen durch Siebenbürgen

Ausgabe Nr. 2972

Die 15 Mitglieder der Trachtenkapelle Göppingen in Marpod.

Die Trachtenkapelle Göppingen hat vom 5. bis 15. August eine intensive Reise durch Siebenbürgen unternommen. Insgesamt waren 15 Musikkollegen an diesem wunderbaren Ereignis beteiligt.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2972

Sommernachtsparty im Begegnungszentrum

Hermannstadt. – Die schon traditionelle Sommernachtsparty im Hof des „Friedrich-Teutsch“-Begegnungs- und Kulturzentrums (Teutsch-Haus, Fleischergasse/Mitropoliei 30) für alle, die gern tanzen und einen fröhlichen Abend verbringen wollen, findet am Freitag, dem 28. August, statt. DJ Dietrich und DJ Winfried sorgen für schwungvolle Musik. Getränke können den ganzen Abend im Erasmus-Büchercafé gekauft werden.

Die Unterhaltung beginnt um 19 Uhr. (BU)Weiterlesen

,,Es geht um Gemeinschaft und Heimat“

Ausgabe Nr. 2971

Auftakt zu den ,,Festtagen in Siebenbürgen“: das erste Michelsberger Burgfest

Auf dem Weg zur Burg erhielten die vielen aus Deutschland Angereisten in der schmucken Michelsberger Tracht herzlichen Beifall. Foto: Beatrice UNGAR

 

„Wenn wir heute hier auf der Burg zusammenkommen, dann geht es um weit mehr als um ein Fest. Es geht um Gemeinschaft. Um Erinnerung. Und vor allem um Heimat. Viele Michelsberger haben vor Jahrzehnten ihre Koffer gepackt und sind nach Deutschland ausgewandert. Aber Michelsberg ist trotzdem mitgegangen. In den Erinnerungen, in der Sprache, in den Liedern und Bräuchen, in den Geschichten, die den Kindern und Enkelkindern erzählt wurden. Und deshalb ist das, was heute geschieht, vielleicht mehr als ein Wiedersehen. Für viele von Ihnen ist es eine Heimkehr.“ Mit diesen Worten begrüßte der DFDH-Vorsitzende Gabriel Tischer alle Anwesenden am Freitag auf der Michelsberger Burg beim ersten Burgfest, das zugleich auch den Auftakt zu den „Festtagen in Siebenbürgen“ darstellte.

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Folklore trifft Popmusik

Ausgabe Nr. 2971

  1. Ausgabe des Folkorefestivals ,,Lieder der Berge“

Hauptorganisatorin Silvia Macrea (links) beglückwünschte am Sonntagabend Robert Târnăveanu zum 25. Bühnenjubiläum und zum 45. Geburtstag.

Die 51. Ausgabe des Internationalen Folklorefestivals „Cântecele Munților“ (Lieder der Berge) hat vom 4. bis 10. August stattgefunden. Organisiert wird es vom Kreiszentrum für die Erhaltung und Förderung der traditionellen Kultur „Cindrelul-Junii“. An drei Abenden, am 7., 8. und 9. August, war Hermannstadts Großer Ring ein Schauplatz für Volkstanz- und Volksmusik-Darbietungen aus Italien, der Türkei, der Ukraine, der Republik Moldova, Zypern und Rumänien.

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In normale Fahrwasser eingelaufen

Ausgabe Nr. 2971

Streiflichter vom zweitägigen 14. Neppendorfer Heimattreffen

Gruppenbild mit Pfarrer Dietrich Galter und allen Gottesdienstteilnehmenden am Sonntag vor der renovierten evangelischen Kirche. Fotos: Beatrice UNGAR

Das 14. Heimattreffen der Neppendorfer hat am 8. und 9. August stattgefunden und reihte sich ein in die Veranstaltungen der „Festtage in Siebenbürgen“. Bei der Eröffnungsfeier in der evangelischen Kirche begrüßte Dechant Pfarrer Dietrich Galter die Anwesenden und gab nach einer kurzen Andacht das Wort weiter an den Gemeindekurator Josef Beer und an den HOG-Vorsitzenden Helmut Gromer.

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Aus der Zeit gefallen – und doch mittendrin

Ausgabe Nr. 2971

  1. Schauwerkstatt der Wandergesellen in Hermannstadt eröffnet

Gruppenbild mit allen bis Monatsende in Hermannstadt weilenden Wandergesellen und -gesellinnen. Einige arbeiten auch in der Stadt, z. B. decken sie das Dach der ehemaligen evangelischen Mädchenschule in der Salzgasse/Constituției und in Schellenberg am Pfarrhaus. Foto: Ștefan TRIHENEA

Sie sind nicht zu übersehen. Diese merkwürdig aussehenden Typen mit den eigentümlichen Anzügen, die sie als Kluft bezeichnen und den großen Hüten. Sie tragen weiße Leinenhemden, die sie Stauden und Binder, die sie Ehrbarkeit nennen: Wandergesellen. Sie scheinen aus der Zeit gefallen zu sein. Allein der Verzicht auf moderne Kommunikationsmittel wie Handys, würde ihre gleichaltrigen Zeitgenossen schon zur Verzweiflung treiben. Und vielleicht passen sie deshalb so gut zu Hermannstadt, jener Stadt, die einst als Hochburg wandernder Gesellen galt. Am 6. August eröffneten sie zünftig die diesjährige Schauwerkstatt zwischen Teutsch-Denkmal und evangelischer Stadtpfarrkirche im Hof des Brukenthal-Gymnasiums.

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Tafeln im Pfarrgarten

Ausgabe Nr. 2971

DFDH-Sympathisanten beim Transylvanian Brunch

Die Gäste konnten Pfarrgarten im Schatten der Apfelbäume bei einem guten Essen den Blick auf die Kirche genießen.

 

Ein reichhaltiges gastronomisches Angebot gab es beim Transylvanian Brunch am 26. Juli auf dem Gelände des evangelischen Pfarrhauses und der Kirchenburg in Roseln/Ruja bei Agnetheln. Neben Kümmelsuppe, Brodelawend, Zwiebel-Tokana mit Würstchen und Sarmale gab es verschiedene Aufstriche aus unterschiedlichem Gemüse, Käse und Wurstarten aus der Region.Weiterlesen

Tuberosenfestival in Halvelagen/Hoghilag

Ausgabe Nr. 2971
Zum 11. Mal wurde in Halvelagen das Tuberosenfestival organisiert und zum ersten Mal fand es an zwei Wochenenden statt – am 1. und 2. August, bzw. am 8. und 9. August – das deutlichste Zeichen, dass das Event wächst. Das Bürgermeisteramt kämpft dafür, dass die Tuberose, eine Pflanze aus der Gattung der Agaven, die Zertifizierung als geschützte geografische Angabe erhält. Die Besucher konnten nicht nur Blumen und Tuberosenöl kaufen, sondern auch die Zwiebel, in der Hoffnung, dass in wenigen Jahren auch im eigenen Garten die duftenden Blüten die Sommerabende verschönern. Im Hof der Kirchenburg wurden verschiedene Aktivitäten und Konzerte organisiert, am Platz davor verkauften die Dorfbewohner Handgemachtes und Leckereien – von frischen Tomaten bis Zacusca, von Fettbroten mit Zwiebeln bis Krapfen und von Limonade bis Schnaps. Sogar schwarze Sommertrüffel aus der Schäßburger Gegend konnten hier gekauft werden. Unser Bild: Im Hof einer der rund 40 Familien, die Tuberosen züchten, sind am 9. August nur noch wenige Blumen zu sehen, denn die meisten wurden bereits geerntet und verkauft. Da die Blumen nicht aufblühen, nachdem sie geschnitten wurden, passen die Besitzer ganz genau auf, dass sie die Tuberosen im richtigen Moment ernten. So mussten die Kunden zum Teil bis zu zwei Stunden warten, bis die Tuberosen in der Sommerhitze poppten, um sie kaufen zu können.                                                               Foto: Mugur FRĂȚILĂ

Visuelles Storytelling

Ausgabe Nr. 2971

Spannende Geschichten durch Fotos erzählen

Teilnehmende und Gastgeber vor der HZ-Redaktion. Foto: Cynthia PINTER

Geschichten durch eine Fotoreihe zu erzählen haben deutschsprachige Jugendliche Anfang August gelernt. Organisiert wurde der Storytelling-Workshop vom Verein FunkForum in der HZ-Redaktion und wurde vom Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) Stuttgart finanziell unterstützt. Die Teilnahme war kostenlos. Die Kulturmanagerin des FunkForums, Yvonne Jarosch, vermittelte die Grundlagen der dokumentarischen Fotografie und des visuellen Storytellings. Die erworbenen Kenntnisse werden beim Holzstockfestival in Holzmengen vom 21. bis 23. August praktisch angewendet. Die entstandenen Fotoreportagen bilden die Grundlage für eine Fotoausstellung, die in Hermannstadt und beim Holzstock-Festival 2027 gezeigt werden sollen. Die Teilnehmerin Verena-Jasmine Sifft berichtete über das bisher Erlebte:Weiterlesen