Gold für Rumänien

Ausgabe Nr. 2802

Neues Jahr, erste Erfolge: Die Hermannstädterin Ghizela Vonica, die Mediascherin Maria Herman und die aus Tulcea stammende Nicoleta Ciortan haben zusammen Rumänien bei den „Masters Marathon Championships“in Funchal auf der Insel Madeira in Portugal, vertreten und den ersten Platz als Team in der Kategorie W45 belegt. Nicoleta Ciortan gewann den zweiten Platz in der Gesamtwertung der Damen. Der Marathon fand am Sonntag, dem 22. Januar, statt und war laut Ghizela Vonica „sehr anstrengend, wegen der hohen Außentemperaturen. Wir sind eine Woche früher nach Madeira gereist, um uns anpassen zu können. Trotzdem waren die Hitze und Feuchtigkeit unsere größten Gegner beim Marathon“. Dazu kamen der 500 Meter Höhenunterschied und das oftmalige Wiederholen der Strecke, das die Sportlerinnen aus Rumänien an ihre Grenzen stoßen ließen. Im Foto von links: Maria Herman, Ghizela Vonica und Nicoleta Ciortan.

Foto: Privat

,,Warum mussten wir nach Transnistrien?“

Von Radautz nach Haifa: Das Schicksal der Dipl.-Psychologin Erika Feiler

Ausgabe Nr. 2802

Erika Feiler im Mai 2022 in ihrer Wohnung in Haifa.        Foto: Christel WOLLMANN-FIEDLER

Aus Anlass des Internationalen Holocaust-Gedenktages, der heute, am 27. Januar, weltweit begangen wird, veröffentlichen wir im Folgenden einen Beitrag von Christel W o l l m a n n-F i e d l e r, der Berlin-Korrespondentin der HZ, über das Schicksal von Erika Feiler, geborene Weinstein, die heute in Haifa lebt. Sie wurde 1932 eher durch Zufall in Czernowitz geboren.  Die Eltern lebten in Radautz in der Südbukowina, der Vater war dort Kinderarzt. Erika sollte in einem Krankenhaus auf die Welt kommen. In Radautz gab es nur Hausgeburten.Weiterlesen→

Er kümmerte sich lieber um seine Hühner

Schülerinnen und Schüler führten Dürrenmatts ,,Romulus der Große“ auf

Ausgabe Nr. 2802

Schlussszene bei ,,Romulus der Große“: Die Germanen haben es bis in Romulus (vorne links) Schlafzimmer geschaftt. Der germanische Anführer Odoaker (vorne rechts) wird König von Italien.                                                                                                                                  Foto: Hannah WEIDEN

Zur Aufführung von „Romulus der Große“ von Friedrich Dürrenmatt hatte das Deutsche Kulturzentrum Hermannstadt am Mittwoch der Vorwoche, dem 18. Januar, eingeladen. Das Theaterstück wurde im kleinen Saal des Gong-Theaters von Schülerinnen und Schülern des Samuel von Brukental-Gymnasiums und des Pädagogischen Nationalkollegs Andrei Șaguna inszeniert.Weiterlesen→

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2802

Urzellauf am  Sonntag

Agnetheln. – Der traditionelle Urzellauf findet in diesem Jahr am Sonntag, dem 29. Januar, in Agnetheln statt, gibt der Agnethler Urzelzunftverein (Breasla Lolelor Agnita) bekannt. Es ist die 16. Auflage nachdem dieser Brauch 2006  von dem Lehrer Bogdan Pătru wiederbelebt worden war und 2007 erstmals die Parade stattgefunden hat.  Der Abmarsch der Urzelparade findet ab 10 Uhr von dem IMIX-Werk statt, um 10.15 Uhr werden vor der Apotheke und dem Dacia-Hotel die traditionellen Figuren vorgestellt, um 10.30 Uhr vor dem Bürgermeisteramt und um 11 Uhr an der Abzweigung nach Kirchberg, danach laufen die Urzeln  bis 18 Uhr in Parten  durch die Stadt.   (BU)   Weiterlesen→

Urzellauf 2023

Ausgabe Nr. 2801

Der traditionelle Urzellauf findet in diesem Jahr am Sonntag, dem 29. Januar, in Agnetheln statt, gibt der Agnethler Urzelzunftverein (Breasla Lolelor Agnita) bekannt. Um 10 Uhr ist der Abmarsch von dem IMIX-Werk geplant, um 10.15 Uhr werden vor der Apotheke und dem Dacia-Hotel die traditionellen Figuren vorgestellt, um 10.30 Uhr findet die Präsentation der traditionellen Zunftzeichen vor dem Bürgermeisteramt statt.                          Foto: Beatrice UNGAR

Ehrentafel enthüllt

Klingender Neujahrsempfang im Bischofspalais der EKR
Ausgabe Nr. 2801

Am 10. Januar hat der Neujahrsempfang 2023 im Festsaal des Hermannstädter Bischofspalais der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien stattgfunden.
Foto: Stefan Bichler

Bei ungewohnt frühlingshaften Temperaturen folgten viele Gäste Bischof Reinhart Guibs Einladung zum traditionellen Neujahrsempfang, der am 10. Januar im Hermannstädter Bischofspalais der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien (EKR) stattfand. Das Ereignis war zugleich auch der Auftakt zum ,,Jahr der Kirchenmusik” in der EKR.Weiterlesen→

Hohe Auszeichnung für TNRS

Ausgabe Nr. 2801

Im Vorfeld des Nationalen Kulturtages, der in Rumänien am 15. Januar, dem Geburtstag des Dichters Mihai Eminescu gefeiert wird, hat Rumäniens Staatspräsident Klaus Johannis (rechts) am 13. Januar d. J. im Rahmen einer Feierlichkeit im Cotroceni-Palais Kultureinrichtungen und Persönlichkeiten der rumänischen Kulturszene gewürdigt. Zu den Einrichtungen gehörte auch das Hermannstädter Radu Stanca-Nationaltheater (TNRS), vertreten durch Intendant Constantin Chiriac (links), der den Kulturverdienstorden im Rang eines Commandeurs in der Kategorie ,,Darstellende Künste“ entgegennehmen durfte.  In der gleichen Kategorie wurde das Ungarische Staatstheater ,,Csiky Gergely“ Temeswar mit dem Kulturverdienstorden im Rang eines Offiziers ausgezeichnet. Ebenfalls am 13. Januar gab Staatspräsident Klaus Johannis bekannt, dass er dem Kulturhauptstadtprogramm ,,Temeswar 2023″ seine Hohe Schirmherrschaft verliehen hat.                                                                   Foto: presidency.ro

 

,,Ein Zeichen der Transparenz“

SRI hat die Revolutionsakte am 22. Dezember 2022 freigegeben

Ausgabe Nr. 2801

Mittags, am 21. Dezember 1989, auf dem Großen Ring.

Noch vor Weihnachten 2022, genauer am 22. Dezember, hat der rumänische Nachrichtendienst (Serviciul Român de Informații, SRI) die Revolutionsakte freigegeben. Es handelt sich um die Akte über die Rolle von damaligen Securitate-Mitarbeitern, die in die SRI übernommen wurden, bei der blutigen Unterdrückung der antikommunistischen Revolution im Dezember 1989 in Rumänien. Weiterlesen→

Der feierliche Abschluss des Jubiläumsjahres

Ausgabe Nr. 2801

,,30 Jahre deutsch-rumänische Freundschaft und Partnerschaft in Europa” hat am 14. Dezember 2022  im Garten des Deutschen Konsulates in Hermannstadt stattgefunden. Die Gäste konnten bei dieser Gelegenheit das im Kontext des Jubiläumsjahres entstandene Street-Art-Gemälde auf einem Gebäude des Konsulats in Anwesenheit des Künstlers Claudiu Peța (links) betrachten. Konsulin Kerstin Ursula Jahn (rechts) stellte bei diesem Anlass auch den Hermannstädter Tierschutzvereien Animal Life, vertreten durch die Geschäftsführerin Andreea Roseti, vor und forderte die Gäste auf, dafür zu spenden. Die Feier fand bei warmen Getränken und Gulasch in winterlicher und rustikaler Atmosphäre im Konsulatsgarten statt.                                                     Foto: Sebastian MARCOVICI

 

Wo sind sie geblieben?

Ausstellung zum Gemäldediebstahl aus dem Jahr 1968

Ausgabe Nr. 2801

Anthony van Dyck (1599-1641): Tod der Kleopatra (Öl auf Leinwand, 120×198 cm)

,,Diese Bilder wurden auch Ihnen gestohlen!“ heißt es auf einem quadratischen Transparent in der Heltauergasse, auf dem alle vier Bilder abgebildet sind, die nach dem Gemäldediebstahl im Jahr 1968 aus dem Brukenthalmuseum noch nicht aufgetaucht sind. Vier der damals acht gestohlenen Gemälde waren nämlich 1998 quasi aus dem Nichts in den USA aufgetaucht und wurden nach Rumänien zurückgebracht. Das geschah sogar mit der Präsidialmaschine des damaligen Staatspräsidenten Emil Constantinescu.Weiterlesen→

Unermesslicher Schatz

Zum 125. Geburtstag des Fotografen Josef Fischer

Ausgabe Nr. 2801

Haltestelle Rozdești der Schmalspurbahn des Sägewerks Feltrinelli im Zoodt-Tal. Foto: Josef FISCHER

„Foto Fischer“ – das ist nicht nur in Hermannstadt ein Begriff. Die beiden Brüder Emil Fischer (1873–1965) und Josef Fischer (1898–1985) haben mit ihren professionellen Fotografien einen unermesslichen Schatz geschaffen. In unzähligen Bildern haben sie das vielfältige Gesicht Siebenbürgens – Menschen, Landschaft, Architektur, Ereignisse – festgehalten. So porträtierte der HZ-Redakteur Horst Weber die beiden Brüder treffend: ,,Die Fischers wurden so etwas wie die Chronisten dieses Jahrhunderts (Anm. d. Red: gemeint ist das 20. Jh.). Wann immer in der ,Haupt- und Hermannstadt‘ eine Musik- oder Theateraufführung war, ein hoher Würdenträger in sein Amt eingesetzt wurde oder ein Volksfest stattfand, wo immer in Siebenbürgen etwas Wichtiges passierte – ,der Herr Fischer‘ (Emil oder Josef) war dabei und betätigte den Auslöser.“ (In: ,,Bildchronist, nicht Fotoreporter“, DW Nr. 645/25. April 1980)Weiterlesen→

,,Die Weißweine von Tekendorf sind die köstlichsten”

Zu Besuch bei Familie Zaig in Tekendorf/Teaca

Ausgabe Nr. 2801

Eckehardt Zaig Junior und Eckehardt Zaig Senior vor dem Eingang zu ihrem Weinhaus in Tekendorf. Foto: Werner FINK

Wenn man den Hang vor Tekendorf hinunterfährt ist am Straßenrand ein Schild mit dem Namen ,,Zaig” zu lesen, dahinter ist eine mit Wein bebaute Fläche zu sehen.  Eckehardt Zaig Junior, einer der wenigen im Dorf verbliebenen Siebenbürger Sachsen, nahm die Existenz eines historischen Weinberges im Familienbesitz zum Anlass, 2013 mittels europäischer Fördergelder einen Neuanfang zu wagen und eine alte siebenbürgisch-sächsische Tradition mit moderner Technologie zu verbinden. Schließlich soll bereits der Gelehrte Johannes Tröster in seinem 1666 in Nürnberg erschienenen Buch ,,Das Alt und neu Teutsche Dacia“ erwähnt haben: ,,Die Weißweine von Tekendorf sind die köstlichsten, die ich je getrunken hatte.“Weiterlesen→

Notizen aus der Studienzeit

Raritäten aus der Bibliothek von Samuel von Brukenthal (III)

Ausgabe Nr. 2801

Lesenotizen in der ,,Elementa iuris civilis“, die Samuel von Brukenthal zugeschrieben werden.

In den ersten beiden Artikeln hatten wir auf zwei wichtige Bücher aus der Bibliothek von Samuel von Brukenthal aufmerksam gemacht. Das erste, ,,Das vollständig vermehrte Hermannstädtische Gesangbuch“ (1766), ist ein siebenbürgisches Buchjuwel, aus dem ein hoffnungsvoller religiöser Hymnus, den Brukenthal selbst ausgewählt hatte, bei seiner Beerdigung gesungen wurde. Das zweite ist der früheste handschriftliche Katalog der Bibliothek des Barons, der von Samuel Hahnemann und Johann Michael Soterius von Sachsenheim um 1780 zusammengestellt wurde. Aber wie hat das alles angefangen? Wann und wie hat Samuel von Brukenthal mit dem Aufbau seiner Bibliothek begonnen? Die Antwort scheint in seiner Studienzeit zu liegen.Weiterlesen→