,,Eine so lange Geschichte ist nicht selbstverständlich “

700 Jahre seit der ersten urkundlichen Erwähnung von Kleinscheuern

Ausgabe Nr. 2818

Martin Rill (2. v. r.) bei der Eröffnung der Open-air-Ausstellung auf dem Marktplatz vor der evangelischen Kirche am 6. Mai.    Fotos: der Verfasser

Am 5. Mai waren es genau 700 Jahre her seit 1323 Gräf Michael von Salzburg einen Teil der untergegangenen Siedlung Ringelkirch seinem Bruder, dem Gräfen Alardus von Salzburg verkaufte. Pleban Johannes von „Parvo horreo“ (Kleine Scheuer) stimmte dem Kauf zu. Das ist die erste urkundliche Erwähnung von Kleinscheuern. Zu diesem Anlass wurde zwischen dem 4. und 7. Mai in Kleinscheuern gefeiert. Zwischen dem 12. und 15. August soll noch einmal gebührend gefeiert werden, so dass auch die ausgewanderten Sachsen mitfeiern können.  Im Rahmen der Feier wurde u. a. auch die zweisprachige Ortsmonografie von Kleinscheuern vorgestellt, die von Martin Rill herausgegeben wurde.  ,,Eine so lange Geschichte ist nicht selbstverständlich“, sagte Bischof Reinhart Guib in seiner Predigt.Weiterlesen

Benefizmarathon

Ausgabe Nr. 2818

Am Wochenende findet die 12. Auflage des Internationalen Hermannstädter Benefizmarathons statt, angemeldet haben sich 6.560 Läufer. Die Wettläufe der Erwachsenen finden morgen, den 27. Mai, in Hermannstadt und Umgebung statt, die der Kinder am Sonntag, dem 28. Juni, auf dem Großen Ring. Am 27. Mai sind mehrere Straßen für den Kfz-Verkehr gesperrt: 7-11.30 Uhr: Mitropoliei, Odobescu, Konrad Haas, Centumvirilor, 9 Mai, Ocnei (zwischen dem Kleinen Ring mit Faurului), Târgului, Movilei, Felinarului, Azilului, Gh. Magheru, Filarmonicii, Pompiliu Onofrei; B-dul Coposu (1. Spur, Richtung Hotelul Ramada, zwischen Pompiliu Onofrei und Thalia-Saal), Sofocle, Șelarilor, Bărbierilor, Manejului, Gh. Lazăr, Arhivelor, Timotei Popovici, Tipografilor, Papiu Ilarian, Cetăţii; 8-14 Uhr: Str. Tribunei; 7.30-13.55 Uhr: B-dul Victoriei (zwischen Olimpia und Armeehaus, eine Spur ist gesperrt), Măcelaru, Justiției und Rennes; 08-13.45 Uhr: Valea Aurie, Ludoş.Weiterlesen

Mit Lächeln, Harmonie und Schönheit

Pressekonferenz in Wien zum 30. Hermannstädter Internationalen Theaterfestival

Ausgabe Nr. 2818

Zum Auftakt am 23. Juni, wird das Stück ,,Povestea prinţesei deocheate” (Die verwunschene Prinzessin) im Eugenio Barba-Saal in der Kulturfabrik gezeigt, mit dem das Radu Stanca-Nationaltheater bei der 10. Internationalen Theaterolympiade in Budapest eingeladen war und am 19. Mai d. J. einen durchschlagenden Erfolg feiern durfte. Unser Bild: Szenenfoto mit den beiden Hauptdarstellern Ofelia Popii und Iustinian Turcu.               Foto: Paul BĂILĂ

Unter dem Motto „Miracol – Wunder – Wonder“ findet vom 23. Juni bis 2. Juli 2023 das Hermannstädter Internationale Theaterfestival (FITS) zum 30. Mal statt. Damit diese Jubiläumsfestspiele in den Medien dementsprechend präsent sind, fand am 12. Mai d. J.  in den Räumlichkeiten der Botschaft von Rumänien in der Republik Österreich in Wien eine Pressekonferenz statt. Auch heuer ist das Österreichische Theater bei dem renommierten Hermannstädter Theaterfestival bedeutend vertreten.Weiterlesen

Bronze für Hermannstadt

BC CSU Sibiu beendete die Nationalliga auf Platz 3

Ausgabe Nr. 2818

Spieler und Trainer beim Gruppenbild mit Pokal.      Foto: BC CSU Sibiu

Das Hermannstädter Basketballteam BC CSU Sibiu hat alle Erwartungen übertroffen. Am Dienstagabend, dem 23. Mai, gewann das von Tomas Rinkevicius trainierte Team das entscheidende Auswärtsspiel gegen Rapid Bukarest im kleinen Finale der Nationalmeisterschaften mit 82:78 und sicherte sich damit die Bronzemedaille.Weiterlesen

,,Aufgehoben“

Ausgabe Nr. 2818

Die in Hermannstadt geborene Künstlerin Sieglinde Bottesch eröffnete am 14. Mai d. J. mit der Installation „Aufgehoben“, bestehend aus zwölf hängenden Weidenkörben, die Ausstellungsreihe „Kunst in der Schwebe“ vor dem Kap 94, Teil der ehemaligen historischen Festungsanlage am Künettegraben in Ingolstadt. Diese Installation soll zwei  Monate lang in dieser Form bestehen bleiben. ,,Hoffentlich nisten sich dort keine Vögel ein“, erklärte Sieglinde Bottesch gegenüber der Hermannstädter Zeitung.                     

Foto: Weinretter

Pokalsieger

Ausgabe Nr. 2818

Zum ersten Mal wurde das Finale des Rumänienpokals im Fußball (Cupa Romaniei Betano) auf dem Hermannstädter Stadion ausgetragen. Am Mittwoch, dem 24. Mai, traten vor fast 12.000 Fans die Finalisten – Sepsi Sfântu Gheorghe und Universitatea Cluj – gegeneiander an. Es fiel kein einziges Tor während der regulären Spielzeit und das Spiel entschieden die Sanktgeorger durch Elfmeterschießen für sich: 5:4, nachdem der Torwart Roland Niczuly drei Schüsse hielt. Unser Bild: Konfetti- und Champagnerbad bei der Übergabe des Rumänienpokals an Sepsi Sanktgeorgen.                                                  Foto: Cynthia PINTER 

Erstmals mit Abstecher nach Temeswar

Streiflichter von der 33. Auflage der Reschitzaer Deutschen Literaturtage

Ausgabe Nr. 2818

Gruppenbild mit dem Initiator und Organisator Erwin Josef Țigla (rechts außen) und (fast) allen Teilnehmenden vor dem Eingang der Deutschen ,,Alexander Tietz“-Bibliothek in Reschitza.                             Foto: Beatrice UNGAR

Von den in Reschitza vorgestellten Büchern kann man ein Jahr zehren: Mit einer ganzen Fuhre im Gepäck reisten die Teilnehmenden auch von den 33. Deutschen Literaturtagen in Reschitza ab. Sie hatten vom 4. bis 7. August vier Tage geballtes Schrifttum aller Art erlebt, aus den Bereichen Wissenschaft, Kunst, Lyrik, Prosa, Erinnerungsliteratur und vieles mehr. Auch wenn man jedem der vier Tage einen eigenen Bericht widmen würde, man könnte der Sache nicht gerecht werden. Deshalb bieten wir im Folgenden Streiflichter von der Veranstaltung, von der ab dem 15. Juni d. J. eine Videoaufzeichnung auf der Facebook-Seite des Demokratischen Forums der Banater Berglanddeutschen zu sehen ist, das unter der Federführung von Erwin Josef-Țigla gemeinsam mit dem Kultur- und Erwachsenenbildungsverein  „Deutsche Vortragsreihe Reschitza” diesen erbaulichen Literatur-Marathon organisiert hatte.Weiterlesen

Zeitlebens auf Sinnsuche

Der Literaturkritiker Mircea Braga ist tot

Ausgabe Nr. 2818

Mircea Braga (1938-2023) bei einer Buchvorstellung im Jahr 2018 in Hermannstadt.                                                                                    Foto: tribuna.ro

1997 machte der Literaturkritiker und-historiker Mircea Braga dem Demokratischen Forum der Deutschen in Hermannstadt den Vorschlag, die ,,Chronik der Stadt Hermannstadt“ von Emil Sigerus ins Rumänische zu übersetzen und in dieser Sprache herauszugeben im imago-Verlag, den er 1991 gegründet hatte. Das Buch wurde ein Bestseller. Am 19. Mai d. J. ist Mircea Braga gestorben.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2818

Abenddämmerung auf dem Großen Ring. Foto: Cynthia PINTER

Die nächste Ausgabe der HZ erscheint am 9. Juni

Da der 1. Juni, der Internationale Kindertag, in Rumänien und auch der Pfingstmontag, für die Orthodoxen und Griechisch-katholischen  der 5. Juni, ebenfalls ein gesetzlicher Feiertag und deshalb arbeitsfrei sind, der 2. Juni zum Brückentag erklärt worden ist und folglich die Rumänische Post nicht arbeitet, erscheint unsere nächste Ausgabe erst am 9. Juni 2023.

Wir danken für Ihr Verständnis und wünschen allen, die an diesem und am nächsten Sonntag Pfingsten feiern, ein frohes Fest im Kreise Ihrer Lieben.

Die RedaktionWeiterlesen

Großes Interesse an jüdischer Geschichte

Synagoge in der Salzgasse machte bei der ,,Langen Nacht der Museen“ mit

Ausgabe Nr. 2817

Warten vor der Synagoge: Im Rahmen der diesjährigen langen Nacht der Museen konnte auch die Synagoge in der Salzgasse zwischen 18 und 23.30 Uhr besichtigt werden. Der Andrang war unerwartet groß, die Interessierten nahmen auch Wartezeiten von bis zu einer Stunde und mehr in Kauf.                                            Foto: Beatrice UNGAR

,,Endlich kann man die Synagoge besuchen“, ,,Ich war noch nie hier“ – solche und ähnliche Sätze waren in der Menschenschlange zu hören, die sich schon vor 18 Uhr am Samstag vor der Synagoge in der Salzgasse/Constituției gebildet hatte, die erstmalig im Rahmen der ,,Langen Nacht der Museen“ ihre Tore für Besucherinnen und Besucher geöffnet hatte. Möglich wurde dies durch eine Partnerschaft zwischen der Jüdischen Gemeinde Hermannstadt und dem Brukenthalmuseum, dessen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sechs Schautafeln erarbeitet hatten über die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Hermannstadt. Weiterlesen