Die Grande Dame des Klavierspiels

40 Jahre seit dem Tod von Mitzi (Maria) Klein-Hintz

Ausgabe Nr. 2674

Mitzi Klein-Hintz (1891-1980).Foto: Horst BUCHFELNER

Am 14. Mai 1980 versammelte sich eine stattliche Trauergemeinde in der Kapelle des Hermannstädter Waldfriedhofs, um von Mitzi Klein-Hintz, einer bedeutenden siebenbürgischen Künstlerin Abschied zu nehmen. Zwei Tage vorher war die 88-Jährige den Folgen eines Schlaganfalls und chirurgischen Eingriffs erlegen. „Landesbischof Albert Klein hielt die Trauerrede, der Bachchor sang und die Philharmonie spielte“, berichtet der Sänger Ernst Herbert Groh, der zu den treuen und langjährigen Lebensgefährten der Verstobenen zählte. 40 Jahre nach ihrem Ableben sollte nun an diese Künstlerin erinnert werden, die „ein ruhmreiches Kapitel Siebenbürgischer Kunstgeschichte geschrieben hat“, so der damalige Berichterstatter.Weiterlesen→

Aus der Sicht der Kunst

Der Kunsthistoriker Marius Joachim Tătaru ist tot

Ausgabe Nr. 2671

Marius Tătaru bei der Vernissage der Ausstellung Susanne Schunn im Siebenbürgischen Museum, Mai 2011.Foto: Werner SEDLER

Am 20. April vollendete sich viel zu früh das Leben eines Menschen, zu dessen fachlichem Werdegang und beruflichem Wirken die kunsthistorische Beschäftigung mit Bildwelten als eine überaus bestimmende und wesentliche Konstante gehörte: des Kunsthistorikers und langjährigen wissenschaftlichen Mitarbeiters des Siebenbürgischen Museums, Marius Joachim Tătaru.Weiterlesen→

„Mehr erreicht, als zu erwarten war“

Unternehmer Andreas Huber vertritt seit 30 Jahren Liqui Moly in Rumänien

Ausgabe Nr. 2670

Der Unternehmer Andreas Huber, seines Zeichens auch Österreichischer Honorarkonsul für Siebenbürgen, (rechts) und sein Sohn Andreas Huber Junior – hier im Schauraum der Liqui Moly-Produkte – teilen sich die Geschäftsführung der Firma Limorom.                          Foto: Werner FINK

Der erfolgreiche Unternehmer Andreas Huber, ein gebürtiger Großauer, vermarktet seit 30 Jahren Liqui Moly-Produkte wie Motorenöle, Additive oder  Schmierstoffe in Rumänien. Inzwischen baute Huber auch das Autohaus Huber auf und wurde auch österreichischer Honorarkonsul in Hermannstadt. Eine ausgiebige Jubiläumsfeier konnte im Rahmen seiner Firma Limorom wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden, allerdings gewährte Huber dem HZ-Redakteur Werner F i n k zu diesem Anlass und zu seinem Werdegang in Rumänien folgendes Interview:

 

Was bedeutet 30 Jahre Liqui Moly in Rumänien?

Wir sind der alleinige Importeur von Liqui Moly-Produkten seit 1990.

Warum gerade Liqui Moly?

Ich habe mein Motorenöl immer selber gekauft. Damals hat man oft auch in Deutschland den Ölwechsel privat gemacht, beim Freund oder Schwager, wenn er Automechaniker war oder sich auskannte. Ich hatte stets Liqui Moly-Öl verwendet, es ist ein gutes deutsches Produkt und so kam mir die Idee, dieses Produkt auch in Rumänien zu verkaufen. Ich bin nach Ulm zu Liqui Moly gefahren, wo meine Idee begrüßt wurde. So habe ich 1990 angefangen, Liqui Moly in Rumänien zu verkaufen, zuerst über ein Einzelhandelsgeschäft und dann ab 1994 exklusiv Liqui Moly-Produkte über den Großhandel.Weiterlesen→

,,Ein liebenswerter Kauz“

Der Journalist und Autor Anselm Roth ist tot

Ausgabe Nr. 2668

Anselm Roth (1957-2020) an seinem Arbeitstisch.  Foto: Konrad KLEIN

Der Journalist und Autor Anselm Roth ist am 2. April d. J. in Michelsberg verstorben. Bei der Andacht in der Kapelle des Heltauer evangelischen Friedhofs am Sonntag nahmen Liana und Jens Kielhorn mit folgenden Worten (die hier leicht gekürzt abgedruckt sind) Abschied von ihrem Freund und Partner Anselm Roth.

Kurz nachdem wir 2005 aus Deutschland nach Hermannstadt heruntergekommen waren, statteten wir dem Hora Verlag einen Besuch ab. Dort lernten wir nicht nur Frau Roth-Höppner, sondern auch einen auf den ersten Blick etwas merkwürdigen Zeitgenossen kennen: Frau Roth-Höppners Neffen Anselm Roth. Er war seiner Tante vor kurzer Zeit ebenfalls aus Deutschland nach Hermannstadt gefolgt und hauste nun im Keller des Verlagsgebäudes am Erlenpark.Weiterlesen→

Ein Pionier in Rumänien

Der Unternehmer Michael Kothen feierte am 20. Februar seinen 60. Geburtstag

Ausgabe Nr. 2662

Michael Kothen ließ es sich nicht nehmen, auch bei seiner Geburtstagsparty als DJ für gute Stimmung zu sorgen.                    Foto: Beatrice UNGAR

Als Ende der 1980er Jahre die Versorgungslage in Rumänien endgültig zusammengebrochen war, fanden sich einige Menschen aus dem Ausland, die mit den allernotwendigsten Dingen, wie Medikamente, Babynahrung usw., versehen, als Touristen getarnt hierher reisten, um zu helfen.

Einer von ihnen war auch Michael Kothen, der zusammen mit einigen Helfern aus seiner damaligen Kirchengemeinde Obertshausen bei Frankfurt im Winter 1988 zum ersten Mal nach Rumänien kam. Er lernte dabei Leute kennen, die zu Freunden wurden, auch die siebenbürgische Landschaft tat es ihm an. Weiterlesen→

,,Ich bin ein Zeichner“

Der Künstler Gert Fabritius feiert bald seinen 80.

Ausgabe Nr. 2659

Gert Fabritius mit seinem Stuhlobjekt ,,Transportable Heimat“, hier als Performance im Museum im Kleihues-Bau, Kornwestheim 2007.

Gert Fabritius – der Wanderer, wohin kehrt er immer wieder zurück? Zur Linie. Markant und klar. In seiner Rede anlässlich der Vernissage der Jubiläumsausstellung zu seinem 80. Geburtstag in der Galerie Inter Art in Stuttgart hob der Künstler mit einem Augenzwinkern sein „einseitiges“ Talent hervor: „Ich kann nicht reden, ich bin ein Zeichner: Ich bin mit dem Zeichenstift in der Hand auf die Welt gekommen. Zum Glück habe ich bei der Geburt meine Mutter nicht verletzt.“ Seine „Tagebuch- und Blatt-auf-Zeichnungen eines Unbefugten“ sind noch bis zum 23. Februar ausgestellt. Weiterlesen→

,,Die liebe und verehrte Stadt Czernowitz“

Gespräch mit dem Czernowitzer Hochschullehrer Felix Zuckermann

Ausgabe Nr. 2657

Felix Zuckermann. Foto: Christel WOLLMANN-FIEDLER

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Bukowina 1945 in Nord und Süd aufgeteilt. Czernowitz im Norden wurde sowjetisch, die Südbukowina blieb bei Rumänien. Die deutsche Sprache wurde die Sprache des Feindes. Der Hochschullehrer Felix Zuckermann wurde 1949 in eine deutschsprachige jüdische Familie geboren, besuchte die Schule in seiner Geburtstadt und studierte von 1969 bis 1975 an der heutigen Jurij-Fedkowitsch-Universität in Czernowitz Deutsche Philologie und Literatur  und lehrt seit 1975 als Professor deutsche Sprache am Gymnasium 1 mit Schwerpunkt Deutsch in Czernowitz.

Unsere Berlin-Korrespondentin, die Autorin und Fotografin Christel W o l l m a n n – F i e d l e r sprach im September 2019 mit ihm. Aus Anlass des Internationalen Holocaust-Gedenktages, der am 27. Januar begangen wird, veröffentlicht die HZ das Gespräch im Folgenden:  Weiterlesen→

Neuer im Haus der Kunst

Ausgabe Nr. 2657

Wolfgang Ortmayr.Foto: Harry SOREMSKI

Wolfgang Orthmayr, langjähriger Geschäftsführer verschiedener Unternehmen im Kulturbereich, übernimmt die kaufmännische Geschäftsführung am Haus der Kunst in München. Das gab Kunstminister Bernd Sibler, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender des Ausstellungshauses, vor kurzem in München bekannt. Orthmayr, zuletzt Interims-Geschäftsführer der documenta und des Museums Fridericanum in Kassel, wird zum 25. Februar 2020 seine Tätigkeit in der bayerischen Landeshauptstadt aufnehmen. Er tritt die Nachfolge des bisherigen kaufmännischen Geschäftsführers Dr. Bernhard Spies an, dessen Vertrag wie vorgesehen endet. Mit dem designierten künstlerischen Geschäftsführer Dr. Andrea Lissoni wird er zukünftig die Doppelspitze im Haus der Kunst bilden.Weiterlesen→

,,Eine entschiedene Stimme“

Aurel Vainer mit Verdienstkreuz 1. Klasse geehrt

Ausgabe Nr. 2655

Botschafter Cord Meier-Klodt (links) gratuliert Dr. Aurel Vainer zur Auszeichnung.                                                                             Foto: Agerpres

Der Präsident der Föderation der jüdischen Gemeinschaften aus Rumänien, Dr. Aurel Vainer, wurde am 18. Dezember 2019 durch den Deutschen Botschafter Cord Meier-Klodt mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland geehrt. Diese Auszeichnung wurde durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf Empfehlung von Außenminister Heiko Maas verliehen.Weiterlesen→

Fröhlich und quirlig aktiv

Die Kinderbuchautorin Anne Junesch ist tot

Ausgabe Nr.2647

Anne Junesch bei ihrer letzten Buchvorstellung am 3. Juni 2019 im Erasmus-Büchercafé in Hermannstadt.            
Foto: Cynthia PINTER

Bei der Vorstellung ihres letzten Kinderbuches, ,,Das Amenchen/Mäuseleben“ sagte der Leiter des Honterus-Verlags, Benjamin Józsa, ,,Anne Junesch sprüht von Ideen“. Die beliebte Autorin ist am 28. Oktober d. J. plötzlich verstorben. Bei der Aussegnung im Dr. Carl Wolff-Altenheim am Dienstag hielt Diakonin Petra Stöckmann eine bewegende Abschiedspredigt, die wir auszugsweise abdrucken. Weiterlesen→

In schier ununterbrochener Folge

250 Jahre seit der Geburt des Michael von Heydendorff des Jüngeren

Ausgabe Nr. 2643

Michael von Heydendorff der Jüngere (* 7. April 1769, † 29. August 1857)

Am 7. April 1769 wurde Michael von Heydendorff der Jüngere als damals jüngster Spross der angesehenen Mediascher Familie geboren. Während über zwei Jahrhunderten spielten Mitglieder der aus Bistritz nach Mediasch gekommenen Familie Conrad Edle von Heydendorff im öffentlichen Leben der Stadt und auch von Siebenbürgen eine bedeutende Rolle. Seit 1676 gehörten Heydendorffs in schier ununterbrochener Folge dem Mediascher Magistrat an, stellten abwechselnd mit anderen Familien die Bürgermeister sowie Königs- und Stuhlsrichter der Königlich Freien Stadt und des Mediascher Stuhls. Weiterlesen→

Unvergesslich ausdrucksvoll

Die Puppenspielerin Lilly Krauss-Kalmár ist tot

Ausgabe Nr. 2639

Perfekte Gastgeber: Lilly Krauss-Kalmár und ihr Gatte Zoltan Kalmár in ihrer Wohnung im Jahr 2011.                             
Foto: Konrad KLEIN

Schon 1945-1946 habe sie mit ihrer Mutter, Rozsi Krauss, privat Puppentheater in ungarischer und in deutscher Sprache in Kindergärten und Schulen in Hermannstadt gespielt. Vater Krauss habe die Puppen modelliert und ihnen Kostüme geschneidert. Daran erinnerte sich die 1923 in Budapest als Livia Carolina Krauss geborene Puppenspielerin, Regisseurin und Autorin, die unter dem Namen Lilly Krauss-Kalmár in die Geschichte des Hermannstädter Puppentheaters eingegangen ist, oft und gerne. Am 1. September ist sie im Dr. Carl Wolff-Altenheim verstorben.Weiterlesen→

Ein Quereinsteiger

Hermannstädter Staatsphilharmonie hat neue Leitung

Ausgabe Nr. 2639

Der neue Direktor der Hermannstädter Staatsphilharmonie, Cristian Lupes (rechts) und die stellvertretende Kreisratsvorsitzende Christine Manta-Klemens bei der Pressekonferenz im Sitzungssaal des Kreisrats.
Foto: Kreisrat Hermannstadt

Nachdem der langjährige Direktor der Hermannstädter Staatsphilharmonie, Ioan Bojin, in den Ruhestand getreten ist, wurde die Stelle im März vom Kreisrat Hermannstadt ausgeschrieben. Beim ersten Durchgang konnte sich die zuständige Kommission auf keinen Kandidaten einigen, so dass die Stelle im April erneut ausgeschrieben worden ist. Schließlich schaffte der junge Dirigent und Kulturmanager Cristian Lupeș das Rennen. Er hat sein Amt Anfang August angetreten.Weiterlesen→