Bürgerinitiative

Ausgabe Nr. 2577

Die von der USR und dem DFDR unterstützte Bürgerinitiative „Ohne Straftäter in öffentlichen Ämtern“ hat am Freitag auch Hermannstadts Bürgermeisterin Astrid Fodor unterzeichnet. Die Lokalpolitikerin erklärte dazu Folgendes: „Ich habe diese Initiative unterzeichnet, weil sie mit den Werten übereinstimmt, für die sich das Demokratische Forum der Deutschen in Rumänien einsetzt betreffend die ethischen Voraussetzungen jener, die öffentliche Ämter bekleiden. Ich bin der Initiative mit der Überzeugung beigetreten, dass unserer Gesellschaft ein gesundes Wertesystem zugrunde liegen muss, um Fortschritte machen zu können und damit dieses geschieht, müssen wir mit jenen beginnen, die Rumänien in der Verwaltung und in der Politik leiten. Ich hoffe, dass möglichst viele Hermannstädter diese Initiative unterschreiben. Die diesbezügliche Novellierung der Verfassung wäre ein kleiner aber wichtiger Schritt zur moralischen Genesung unserer Gesellschaft.“

Foto: Bürgermeisteramt Hermannstadt

„Ein großer Freund Rumäniens“

Erste DFDR-Vertreterversammlung / Goldene Ehrennadel für Dr. Christoph Bergner

Ausgabe Nr. 2576

Dr. Paul-Jürgen Porr überreichte Dr. Christoph Bergner die Ehrennadel in Gold des DFDR, die Laudatio auf den Geehrten hielt der DFDR-Abgeordnete Ovidiu Ganț. (v. l. n. r.).                               
Foto: Beatrice UNGAR

Zu der ersten ordentlichen Sitzung im Jahr 2018 traten die Vertreter des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien (DFDR) am Freitag, den 27. April, in Hermannstadt zusammen. Die Sitzung wurde vom DFDR-Vorsitzenden Dr. Paul Jürgen Porr geleitet, an ihr nahmen Vertreter aus allen fünf Regionalforen, den Forums-Stiftungen und der ADJ, sowie der Abgeordnete Ovidiu Ganţ teil. Als Gäste waren Hermannstadts Bürgermeisterin Astrid Fodor, der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Bukarest, Cord Meier-Klodt, und der Konsul der Bundesrepublik Deutschland in Hermannstadt, Hans Erich Tischler zugegen. Im Anschluss an die Vertreterversammlung wurde Dr. Christoph Bergner, Staatssekretär a. D., Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten a.D., die Goldene Ehrennadel des DFDR verliehen.Weiterlesen→

Ein Fan von Siebenbürgen

Hans Beerstecher zum 80. Geburtstag

Ausgabe Nr. 2575

Hans Friedrich Beerstecher.

Ortstermin im Sommer 2017 in Bekokten: Auf dem Gelände der Kirchenburg  ist die Kinderspielstadt eröffnet und ein sportlich-locker gekleideter hochgewachsener Besucher lässt sich Zeit, alle Stände zu begutachten, mit den Kindern zu sprechen, ihnen zuzuhören. Die Kinder sind glücklich über die Aufmerksamkeit, die ihnen zuteil wird. Weiterlesen→

„Eine Minderheit in der Minderheit“

Gespräch mit dem ladinischen Minderheiten-Politiker Daniel Alfreider

Ausgabe Nr. 2574

Daniel Alfreider. Foto: Martin JEHLE

Daniel Alfreider, Jahrgang 1981, gehört zu den wichtigsten jüngeren Politikern der Südtiroler Volkspartei (SVP) in Italien. Als Angehöriger der ladinischen Volksgruppe  vertritt der studierte Bauingenieur eine „Minderheit in der Minderheit“. Im Statut der SVP heißt es in § 1: „Die Südtiroler Volkspartei (SVP) ist die Sammelpartei der deutschen und ladinischen Südtiroler/innen aller sozialen Schichten.“ 2013 wurde Alfreider als erster Ladiner in der Geschichte in das italienische Parlament in Rom gewählt. Im Herbst 2018 wird Alfreider für den Südtiroler Landtag in Bozen kandidieren. Seit 2016 gehört Alfreider auch dem Präsidium der Föderalistischen Union Europäischer Nationalitäten (FUEN) an. Neben Ladinisch spricht er auch perfekt Deutsch und einige weitere Sprachen.

Martin J e h l e, freier Mitarbeiter der IMH-Nachrichtenagentur, dem Pressedienst der Minderheitenmedien weltweit (www.medienhilfe.org), sprach mit Daniel Alfreider über Minderheitenpolitik in Italien und Europa insgesamt. Weiterlesen→

Heiter, sprühend, liebenswert

Der Schauspielerin Marietta Lissai zum 80. Geburtstag

Ausgabe Nr. 2573

Marietta Lissai in der Rolle der Frau Scharolta Kovács (rechts) mit Hannes Höchsmann (links) und Karlheinz Maurer (Bildmitte) in dem Stück „Der Hochzeitsschmuck“ nach der gleichnamigen Erzählung von Erwin Wittstock (Premiere am 17. September 1980, Regie Seprödy-Kiss Attila, Bühnenbild Erwin Kuttler).                                             
Foto: HZ-Archiv

Wer die Schauspielerin Marietta Lissai bei der Lesung aus dem von Dagmar Zink Dusil herausgegebenen Buch „Hermannstadt. Fakten Bilder Worte“ beim Sachsentreffen 2017 in Hermannstadt erleben durfte, konnte feststellen: Sie strahlt hinreißend wie eh und je. Dieses Strahlen war auch dem inzwischen verstorbenen Gründungsmitglied der deutschen Abteilung am Hermannstädter Theater, dem Regisseur und Intendant Hanns Schuschnig, sehr früh aufgefallen. Weiterlesen→

Beliebter Pfarrer und großherziger Mensch

Werner Knall ist tot

Ausgabe Nr. 2571

Werner Knall (1934-2018)
Foto: privat

Am 14. März 2018 ist Pfarrer Werner Knall im Alter von 84 Jahren verstorben. Knall hat in seiner Kindheit und Jugendzeit in Schäßburg und Kronstadt gelebt, er studierte Theologie in Klausenburg und Hermannstadt und später auch in Freiburg und Paris. Knall war seelsorgerlich aktiv zunächst als junger Vikar im Raum Hunedoara, in kleinen sächsischen Gemeinden wie Bekokten, Gürteln, Tarteln und Zuckmanteln. Und später, nach seinem mehr als 6 Jahre dauernden Zwangsaufenthalt in den Gefängnissen und Straflagern der Securitate, war er in Afrika und zwar in Togo und zuletzt 22 Jahre bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand Pfarrer der evangelischen Zachäus-Gemeinde Freiburg-Landwasser.   Weiterlesen→

„Die Grundlage ist gelegt”

Gespräch mit dem scheidenden DFDH-Vorsitzenden Hans Klein

Ausgabe Nr. 2570

Hans Klein (rechts) im Gespräch mit Beatrice Ungar in der HZ-Redaktion.
Foto: Ruxandra STĂNESCU

Gestern hat Hans Klein an der DFDH-Mitgliederversammlung den Vorsitz des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt (DFDH) abgegeben. Er selbst sprach von seiner „Abdankung“, da im Mittelpunkt seines letzten Rechenschaftsberichts der Dank stand. Mit Hans Klein verabschiedet sich eine Epoche aus der Geschichte der Stadt. Er selbst hat die Geschichte des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien, der Interessenvertretung der deutschen Minderheit, von Anfang an mitgeschrieben. Dessen erste Sitzung hatte er am 23. Dezember 1989 einberufen, sie fand dann in der Wohnung von Paul Philippi statt. 28 Jahre lang war er im Vorstand des Hermannstädter Forums, 18 Jahre (1990-1992 und 2002-2018) dessen Vorsitzender. Von 1992 bis 2011 vertrat er das DFDR im Stadtrat. Mit dem scheidenden DFDH-Vorsitzenden Hans Klein sprach die HZ-Chefredakteurin Beatrice U n g a r.Weiterlesen→

Aus der Opferhaltung hinausfinden

Gespräch mit Walther Gottfried Seidner im Vorfeld dessen 80. Geburtstag

Ausgabe Nr. 2570

Walther Gottfried Seidner.
Foto: Ernst Gerhard SEIDNER

Der Schriftsteller und Pfarrer Walther Gottfried Seidner hat gestern seinen 80. Geburtstag gefeiert. Dazu wünscht die Redaktion der Hermannstädter Zeitung dem Jubilar alles Gute und Gesundheit. Im Folgenden veröffentlichen wir den zweiten Teil eines Interviews, dessen erster Teil in der Ausgabe Nr. 2555 vom 17. November 2017 zu lesen war. Das Gespräch führte die Germanistin Anne Türk-König am 25. Oktober 2017 in Vorbereitung für ihren Vortrag zum Thema „Kultureller Austausch anhand einer Novelle Walther Gottfried Seidners“, den sie in der Sektion „Forum junger ForscherInnen“ bei der Jahrestagung der Hermannstädter Germanistik gehalten hat, die am 24. und 25. November 2017 im Begegnungszentrum der Lucian Blaga-Universität Hermannstadt stattgefunden hat. Weiterlesen→

„Ich bin ein glücklicher Mensch”

Der Fotoreporter Fred Nuss ist der neueste Ehrenbürger von Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2569

Der neueste Ehrenbürger der Stadt, der Fotoreporter Fred Nuss (links), präsentiert stolz den symbolischen Schlüssel der Stadt, den ihm zusammen mit der Ehrenbürgerurkunde Vizebürgermeisterin Corina Bokor (rechts) überreicht hatte.   Foto: Werner FINK

Die Leidenschaft für die Fotografie und der ausgezeichnete Orientierungssinn seiner Gattin Katharina machen sein „Erfolgsrezept“ aus, sagte der Hermannstädter Fotoreporter Fred Nuss bei der Feierstunde am Freitag im Rathaus, als er die Insignien eines Ehrenbürgers der Stadt Hermannstadt von Vizebürgermeisterin Corina Bokor überreicht bekam.

Weiterlesen→

Eine Bahnbrecherin

Ortrun Rhein wurde mit dem Walburgapreis 2018 geehrt

Ausgabe Nr. 2569

Am Sonntag feierte die evangelische Kirchengemeinde Heltau das traditionelle Walburgafest zu Ehren der Schutzpatronin der Kirche. In diesem Jahr wurde auch der Walburgapreis verliehen. Er ging an die Leiterin des Dr. Carl Wolff-Altenheims, Ortrun Rhein. Lesen Sie dazu unseren Bericht auf Seite 4. Unser Bild: Gruppenbild vor der Kirche (1. Reihe, v. l. n. r.): Dechant Hans-Bruno Fröhlich, Stadtpfarrer Zoran Kezdi, die Walburgapreisträgerin 2018 Ortrun Rhein und Laudatorin Rohtraut Barth. Foto: Beatrice UNGAR

Am Sonntag, dem 4. März, war es wieder soweit. Die evangelische Kirchengemeinde in Heltau feierte zum dreizehnten Mal das Walburgafest, das der Schutzpatronin der im 12. Jahrhundert von den damals katholischen deutschen Siedlern gebauten Kirche gewidmet ist, der Heiligen Walburga. Der Stichtag ist der 25. Februar. Weiterlesen→

Voller Tatendrang

Annemarie Podlipny-Hehn wurde 80

Ausgabe Nr.2568

Annemarie Podlipny-Hehn.

Voller Tatendrang feierte am 20. Februar d. J. die Banater Deutschlehrerin, Schriftstellerin, Kunsthistorikerin und Journalistin Annemarie Podlipny-Hehn ihren 80. Geburtstag in Temeswar. Die Jubilarin arbeitet nämlich an einer Monographie des Banater Künstlers Josef Ferenczy (1866-1925).Weiterlesen→

„Wir standen vor dem Nichts”

Interview mit Ex-Chefredakteur Georg Scherer

Ausgabe Nr. 2567

Vier Chefredakteure der HZ 1989 an einem Tisch (v. l.): Beatrice Ungar (ab 2005), Horst Weber (1996-2005), Josef Eckenreiter (1974-1978), Georg Scherer (1979-1996), rechts Redakteurin Gerhild Buchfelner.

„50 Jahre alt wird die Hermannstädter Zeitung am 25. Februar und 28,5 Jahre habe ich an ihrem Erscheinen mitgewirkt”, erinnert sich Georg Scherer. 17 Jahre davon, genauer gesagt vom 1. November 1979 bis zum 1. Juli 1996 war er Chefredakteur, dann war er bis zum 1. April 2009 stellvertretender Chefredakteur. Ihm ist es vor allem zu verdanken, dass die Zeitung die Wende überstanden hat. In seinem Wohnzimmer in Hermannstadt, wo im Dezember 1989 die erste freie Hermannstädter Zeitung zusammengestellt wurde, während draußen noch Schüsse fielen, sprach er am Montag, den 19. Februar d. J., mit HZ-Redakteurin Ruxandra S t ă n e s c u.Weiterlesen→

Beiträge von bleibendem Wert

Nachruf auf die siebenbürgische Mundartforscherin Anneliese Thudt (1927–2018)

Ausgabe Nr. 2565

Anneliese Thudt (1927-2018).

Anneliese Thudt wurde am 29. Mai 1927 in Mühlbach geboren. Nach dem Volksschulbesuch in Leschkirch (der aus Alzen stammende Vater war Rechtsanwalt in Leschkirch, die Mutter hier Lehrerin) und dem Gymnasialabschluss in Hermannstadt studierte sie zwischen 1947 und 1950 Germanistik und Rumänistik an der Philologiefakultät der Universität V. Babeş in Klausenburg. Mit Verlegung der Germanistik nach Bukarest setzte sie hier ihr Studium an der Fakultät für Fremdsprachen der Universität C.I. Parhon fort und beendete es 1951 mit abgelegtem Staatsexamen „für deutsche Sprache und Literatur“. Nach einer kurzen Tätigkeit (1951–1952) beim Neuen Weg, war sie dann zwischen 1953 bis 1956 als Deutschlehrerin an der Allgemeinschule in Leschkirch tätig und von 1956 bis 1959 vertretungsweise Deutschlehrerin an der Brukenthalschule in Hermannstadt.Weiterlesen→