Ein Rockorchester aus Gitarren

Streiflichter von der 9. Auflage des Guitar Meeting-Festivals in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2834

Überwältigt war Tudor Chirilă von der Wucht der Begeisterung, die ihm entgegenwogte.

Beim Gitarrenfest für Klein und Groß, Guitar Meeting genannt, trafen sich am vergangenen Wochenende 9. Mal Gitarrenbegeisterte in Hermannstadt. Das dreitägige Gitarrenfestival war für viele Gitarristen eine wohl seltene Chance. Zusammen mit bekannten Bands hatten sie die Möglichkeit, gemeinsam zu musizieren. Auch viele Kinder waren unter den Teilnehmenden, mit Gitarren, die fast so groß waren, wie sie selbst.Weiterlesen

,,Das tägliche bewusste Anderswerden“

Gesamtwerk von Ilse Hehn mit Andreas-Gryphius-Preis 2023 gewürdigt

Ausgabe Nr. 2834

Ilse Hehn gehört zu den treuen Teilnehmerinnen an den Deutschen Literaturtagen in Reschitza, hier stellte sie bei der 33. Auflage im Vorjahr einige neue Bücher vor.                      
Foto: Beatrice UNGAR

,,Die Schriftstellerin Ilse Hehn ist eine herausragende Persönlichkeit, deren Beitrag zur Literatur, Kunst und Kultur nicht nur beeindruckend, sondern auch von großer Bedeutung ist.“ So begann die Künstlerin Eva Beylich ihre Laudatio auf die Schriftstellerin und Künstlerin, die für ihr Gesamtwerk im Rahmen der Feierlichkeiten zum 75. Gründungsjubiläum der KünstlerGilde e. V. in Esslingen am 16. September mit dem Andreas-Gryphius-Preis für das Jahr 2023 gewürdigt worden ist. Den Preis für das Jahr 2022 durfte Bernd Kebelmann entgegennehmen und den Nikolaus-Lenau-Preis 2023 Dr. Matthias Buth. Im Folgenden lesen Sie die Laudatio von Eva Beylich:Weiterlesen

Augenmerk auf Kirchen und Synagoge

Erste Auflage des Festivals ,,Ars SACRA“ hat in Hermannstadt stattgefunden

Ausgabe Nr. 2834

„Ars sacra“ lautete auch der Titel der Ausstellung mit Werken von Stefan Orth in der reformierten Kirche in der Fleischergasse/Mitropoliei. Foto: Beatrice UNGAR

Zum Europäischen Denkmaltag haben sich mehrere Kirchen und die Synagoge in Hermannstadt dem 2007 in Budapest erarbeiteten Modell „Ars SACRA“ angeschlossen und schafften es, bei der ersten Auflage dieser Veranstaltung, die vom 15. bis 17. September stattgefunden hat, das Augenmerk auf die Kirchengebäude als Kulturgut und auf ihre Ausstattung als heilige Kunst zu lenken mit 5 Ausstellungen, 12 Kulturveranstaltungen, zwei religiösen Stadtführungen.Weiterlesen

,,Ich bin einer von gestern“

Balthasar Waitz erzählt Geschichten aus dem Banater Bergland

Ausgabe Nr. 2834

Balthasar Waitz: Wolfsberg. Geschichten aus dem Banater Bergland. Kultur- und Erwachsenenbildungsverein ,,Deutsche Vortragsreihe Reschitza“, Verlag ,,Banatul Montan“ Reschitza 2019, 102 Seiten, ISBN 978-973-1929-97-2.

,,Ich erzähle von Orten, die so, wie sie einst waren, nicht mehr existieren. Und ich erzähle von Menschen, die nicht mehr da sind. Normale tote Leute. Nichts Besonderes, sagen die Alten. Wir kennen das auch. Ach, der ist doch von gestern, sagen die Leute auch. Es ist wahr. Ich bin einer von gestern.“ So lautet das Motto des Buches ,,Wolfsberg. Geschichten aus dem Banater Bergland“ von Balthasar Waitz.Weiterlesen

Eintönige Meisterleistung

,,Das Missverständnis“ ist erste Premiere der Spielzeit

Ausgabe Nr. 2834

Szenenfoto mit Marius Turdeanu und Cendana Trifan.               Foto: TNRS

„Was man nicht kennt, kann man leichter töten.“ Eigentlich sollte man beim Hören dieser Worte zusammenzucken, doch die monotone Art, wie sie ausgesprochen werden, lassen einen kalt. Ein eintöniger Dialog folgt dem nächsten, und es gibt keinen Blickkontakt zwischen den Gesprächspartnern. Martha und ihre Mutter sind die beiden Hauptgestalten in dem Theaterstück „Neînțelegerea“ (Das Missverständnis) von Albert Camus, das in der Regie von Bobi Pricop am 15. September, auf der Bühne des Radu-Stanca Nationaltheaters in Premiere aufgeführt und als erste Premiere an der rumänischen Abteilung in dieser neuen Spielzeit gefeiert wurde. Weiterlesen

Erfolgreich auf Madeira

Ausgabe Nr. 2834

Die Hermannstädterin Ghizela Vonica (unser Bild) nahm an der Weltmeisterschaft im Berglauf (WMA/WMRA World Masters Mountain Running Championships) auf Madeira in Portugal zwischen dem 15.-17. September teil und gewann zwei Medaillen in der Kategorie „Frauen 45“: eine Silbermedaille im Einzellauf und zusammen mit Aura Ionescu eine Bronzemedaille als Team Rumänien. Zu bewältigen hatte sie 32,4 km und einen Höhenunterschied von 1151 m. Insgesamt gewannen die rumänischen Sportlerinnen und Sportler im Einzellauf eine Goldmedaille (Männer 70), eine Silbermedaille (Frauen 50+) und eine Bronzemedaille (Frauen 40+), sowie fünf Medaillen im Teamlauf.                    Foto: Privat

Durchdringende Freude erlebt

Frauen aus Afrika, Asien und Europa bei einer internationalen Konsultation in Namibia

Ausgabe Nr. 2834

Einige Frauen vom Penduka-Projekt mit Aigerim Kursantowa.

Zwischen dem 22. und dem 31. August d. J. hatte die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck jeweils zwei Vertreterinnen ihrer sechs Partnerkirchen zu einer Konsultation zum Thema „Empowerment of Women” (Stärkung, Befähigung der Frauen) ins Tabitha Conference Center nach Windhoek in Namibia eingeladen. Insgesamt nahmen fünfzehn Delegierte aus Indien, Namibia, der Republik Südafrika, Deutschland, Rumänien und Estland an der Konsultation teil, seitens der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien waren Sunhild Galter und Monika Brandsch dabei.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2834

Basar im Forumshaus

Hermannstadt. – Der zweite Wohltätigkeitsbasar zugunsten des Kinderhospizes des Dr. Carl Wolff-Vereins findet am 7. Oktober, 9-14 Uhr im Forumshaus statt. Forum, evangelische Kirchengemeinde Hermannstadt, Brukenthalschule, Handarbeitskreise der evangelischen Frauen aus Hermannstadt und Neppendorf, die „Besseren Hälften” des DWS und Privatpersonen haben sich erneut mobilisiert. Sachspenden können im Sekretariat des DFDH von Montag bis Freitag, jeweils zwischen 9 und 15 Uhr, abgegeben werden. (RS)Weiterlesen

Schulbeginn in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2833

Rund 57.000 Schülerinnen und Schüler von der Vorbereitungsklasse bis hin zur 12. Klasse drücken im neuen Schuljahr, das am Montag begonnen hat, die Schulbänke in 340 Schulen im Kreis Hermannstadt. Davon besuchen 4349 eine deutsche Schule oder Schulabteilung. Unser Bild: Die Schülerinnen und Schüler der 2. Klasse an der deutschen Abteilung der Schule Nr. 2 in Hermannstadt freuen sich über ein neues Schuljahr mit Lehrerin Sandi Rusu Costea.                                                                                Foto: Cynthia PINTER

,,Partnerschaftlich, Hand in Hand“

25 Jahre Deutscher Wirtschaftsclub Siebenbürgen (DWS) gefeiert

Ausgabe Nr. 2833

Als ,,Geburtstagsgeschenk“ überreichte Konsulin Jahn (links) dem DWS-Vorsitzenden Wolfgang Köber einen eingerahmten Originalausschnitt aus der Hermannstädter Zeitung Nr. 1595 vom 9. Oktober 1998 mit der ersten Nachricht über die Gründung des DWS.                                      Foto: Werner FINK

„Vor mehr als einem Vierteljahrhundert hat einer der ersten deutschen Generalkonsuln in Hermannstadt, Herr Ralf Breth, einen Wirtschaftsstammtisch gegründet, zu dem sich deutsche Unternehmer monatlich trafen. Sein Nachfolger, Generalkonsul Gehrig, stellte dann fest: es braucht mehr als einen reinen Stammtisch zum Erfahrungsaustausch“, erinnerte Konsulin Kerstin Ursula Jahn. Vergangenen Samstag feierte nämlich der Deutsche Wirtschaftsclub Siebenbürgen (DWS) 25 Jahre seit dem Bestehen. Als Ehrengäste dabei waren u.a. Kulturministerin Raluca Turcan, Bürgermeisterin Astrid Fodor, Konsulin Kerstin Ursula Jahn, DFDR-Vorsitzender Paul-Jürgen Porr oder Reinhold Sauer von der Carl Wolff-Gesellschaft, dem siebenbürgischen Wirtschaftsclub in Deutschland. Dabei war übrigens eine ganze Delegation, bestehend aus 20 Mitgliedern der Carl Wolff-Gesellschaft.Weiterlesen

„Süße Köstlichkeiten” vorgestellt

Gold bei James Beard Awards für Kochbuch Tavamit rumänischen Desserts

Ausgabe Nr. 2833

Irina Georgescu: Tava. Süße Köstlichkeiten aus Rumänien und anderen osteuropäischen Ländern. Aus dem Englischen von Linde Wiesner. Gerstenberg Verlag Hildesheim 2022, 272 Seiten, ISBN 978-3-8369-2194-7, 38 Euro/188 Lei. In Hermannstadt liegt das Buch in der Schiller-Buchhandlung und im Erasmus-Büchercafé auf.

Lohnt es sich heutzutage, wo eh alles im Internet zu finden ist, Geld für ein Kochbuch auszugeben? Definitiv ja, zumindest für „Tava” von Irina Georgescu, dessen deutsche Fassung dieses Jahr im Gerstenberg-Verlag erschienen ist. In diesem zweiten Kochbuch der Autorin sind „Süße Köstlichkeiten aus Rumänien und anderen europäischen Ländern” zu finden. „Tava” ist Rumänisch für „Backblech”.Weiterlesen

„Das Leben geht weiter ”

Erschreckende Bilder aus Haiti aus dem Jahr 2010
Ausgabe Nr. 2833

Lothar und Veronika Schelenz mit den Kindern der ,,Ecole Sainte Therese de le Enfant Jesus“ in Port au Prince 2012.                                    
Foto: Privat

Ich hatte mir diesen Vortrag anders vorgestellt“, kam es aus dem Publikum, nachdem Lothar Schelenz seinen Bildvortrag über Haiti im Rahmen des Seniorennachmittags des DFDH beendete. Seine dramatischen Erzählungen und Fotos hatten einen bleibenden Eindruck bei den Zuhörenden hinterlassen.Weiterlesen

Drogen-Party endet tragisch

Theaterstück zum Thema Drogenkonsum bei Jugendlichen im ,,Gong“-Theater

Ausgabe Nr. 2833

Szenenfoto aus „Petrecerea Denisei” mit den Schauspielern Răzvan Omotă, Paul Bondane, Oana Brânzan, Ania Petrean, Andrada Oltean und Gabriel Muncuș (v. l. n. r.).                                                   Foto: die Verfasserin

Der Konsum von Drogen und psychoaktiven Substanzen hat landesweit jedes Jahr zugenommen. Von 10.000 jungen Menschen hat laut Statistik etwa die Hälfte zugegeben, sie mindestens einmal probiert zu haben. Das Theaterstück „Petrecerea Denisei“, das im Kinder- und Jugendtheater „Gong“ drei Mal zu Beginn der Woche (11., 12., 13. September) aufgeführt wurde, sollte als Alarmsignal dienen und Jugendliche von den Folgen des Drogenkonsums informieren. Das Stück war ein Antidrogenmanifest, das von Lyzeanern für Jugendliche geschrieben und von Schauspielern des Gong-Theaters in Szene gesetzt wurde.Weiterlesen

Zwischen Schätzen, Waffen und Wappen

Besuch im Historischen Museum im Alten Rathaus in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2833

In dem Raum mit mittelalterlichen Waffen und Rüstungen steht eine riesigen Figur mit einem Ritter und seinem Pferd.
Foto: Maja HENNEMANN

Was haben die Steinzeit, das Mittelalter und Füllfederhalter gemeinsam? Im Geschichtsmuseum im Alten Rathaus („Casa Altemberger”) in Hermannstadt erhält man Einblicke zu allen Themenbereichen. Eher zufällig stolperten meine Freundin Leonie Deubig und ich in das Geschichtsmuseum „Casa Altemberger”, welches nach dem ehemaligen Bürgermeister der Stadt, Thomas Altemberger, benannt ist. An einem Freitag aßen wir gerade im „Lumos” zum Frühstück, als uns das Museum gegenüber mit seinem gotischen Stil und der gelb-goldenen Schrift ins Auge fiel. Kurzerhand entschieden wir uns dazu, diesem einen Besuch abzustatten. Wir hatten gehört, dass das Museum mit seiner ständigen Ausstellung zum Brukenthalmuseum gehört und früher ein Rathaus war. Das weckte unsere Neugier zusätzlich.Weiterlesen

Vier von vier

Milan Radin ehrt in ,,Der Tormann“ Helmut Duckadam

Ausgabe Nr. 2833

,,So jubelt ein Elfmetertöter: Helmut Duckadam von Steaua Bukarest pariert 1986 bei seinem ersten Flutlichtspiel alle vier Schüsse des FC Barcelona“. So lautet der Bildtext zum Beitrag ,,Triumph und Tragik eines Torwarthelden“ von Stephan Löwenstein, dem Politischen Korrespondenten mit Sitz in Wien, veröffentlicht unter faz.net am 4. Januar 2022.

Als Torhüter einen Strafstoß zu parieren ist schwierig, aber möglich. Als Torhüter jedoch vier Strafstöße hintereinander zu parieren gleicht einem wahren Wunder – und dann auch noch im Finale um den wohl wert- und ehrenvollsten Pokal, den es im Vereinssport auf der Welt gibt. Diese außergewöhnliche Leistung gelang am 7. Mai 1986 Helmut Duckadam, der damals für den Armeeklub Steaua Bukarest zwischen den Pfosten stand. Weiterlesen

Da tanzte der Bär tatsächlich

Deutschlehrerinnen und Deutschlehrer tagten in Schomlenberg im Szeklerland

Ausgabe Nr. 2833

Gruppenbild der Teilnehmenden am Ufer des Sankt Anna-Sees.                                                                           Foto: Privat

Zum Auftakt des neuen Schuljahres 2023/24 fand vom 6. bis 9. September d. J. ein Seminar statt, an dem vermittelte Lehrkräfte aus Deutschland sowie Deutschlehrerinnen und Deutschlehrer aus Rumänien und der Republik Moldova teilnahmen, die alle im DSD-Programm – Deutsches SprachDiplom der Kultusministerkonferenz (KMK) – an DaF- und DaM-Schulen (Deutsch als Fremdsprache bzw. Deutsch als Muttersprache) in Rumänien bzw. in der Republik Moldova unterrichten. Weiterlesen