Ziegen, Stalin und Mickey Mouse

Zur Uraufführung des Stückes „Ziege, bist du satt?“ von Anatol Vitouch
Ausgabe Nr. 2478
 
1-ziege-cynthia

Dienstagabend, 19 Uhr, „Radu Stanca“-Theater. Weltpremiere des Theaterstücks „Ziege, bist du satt?“ von Anatol Vitouch in der Regie von Felicitas Braun. Vier Schauspieler der deutschen Abteilung sind auf der Bühne zu sehen: Ali Deac, Johanna Adam, Anca Cipariu und Valentin Späth. Die Vorstellung beginnt ganz vorhersehbar mit dem Vortrag des bekannten Märchens der Gebrüder Grimm „Tischlein, deck dich“. Und gleich danach ist nichts mehr vorhersehbar. Weiterlesen

Verhaltener Stehapplaus

Gastspiel des Deutschen Staatstheaters Temeswar
Ausgabe Nr. 2477
 
 5-peetz

Lange mussten die Hermannstädter und Temeswarer Theaterfans darauf warten. In diesem Jahr war es soweit. Auf Initiative von Constantin Chiriac, Intendant des Radu Stanca-Nationaltheaters Hermannstadt und mit Unterstützung des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt fand ein Gastspiel-Austausch zwischen der deutschen Abteilung des Hermannstädter Theaters und dem Deutschen Staatstheater Temeswar statt. Am 24. März gastierten die Hermannstädter mit dem Stück Panik. Männer am Rande des Wahnsinns“ in Temeswar und am Dienstag zeigte das Deutsche Staatstheater Temeswar in Hermannstadt „Das Missverständnis“ von Albert Camus unter der Regie von Bocsardi Laszlo. Im beinahe vollen Theatersaal saß ein gespanntes und neugieriges, aber auch theatererprobtes Publikum. Weiterlesen

Schlaflos in Hermannstadt

Zur sechsten Auflage des Festivals „25 Stunden Theater Non-Stop“
Ausgabe Nr. 2477
 
 

5-gyuri

15 Theaterstücke, 4.000 Zuschauer, 14 Schauplätze, in 25 Stunden. So könnte man die sechste Auflage des Festivals „25 Stunden Theater Non-Stop“ kurz zusammenfassen. Von Jahr zu Jahr ist das Festival, das vom Hermannstädter Verein BIS organisiert wird, immer beliebter. Vor allem Jugendliche nehmen eine schlaflose Nacht gerne in Kauf, um sich an unkonventionellen Orten wie Klubs und Bars Theaterstücke anzusehen. Das Festival fand am Wochenende von Samstag auf Sonntag (16.-17. April), in Hermannstadt statt.Weiterlesen

Die Kraft der Vielfalt

Crossing Lines-Projekt auch in Hermannstadt
Ausgabe Nr. 2476
 
 

4-theaterprojekt

Neben zahlreichen anderen internationalen Koproduktionen ist das Hermannstädter Radu Stanca-Nationaltheater auch Partner des EU Projekts „Power Of Diversity – The Crossing Lines Project“, koordiniert vom Freiburger Aktionstheater Pan.Optikum, geleitet von Matthias Rettner. Insgesamt sind daran zehn Partner aus sieben Ländern – Polen, Deutschland, Dänemark, Norwegen, Spanien, Großbritannien und Rumänien – beteiligt.Weiterlesen

Zusammenarbeit in Zeiten der Abgrenzung

Ausgabe Nr. 2474
 

Radu Stanca-Nationaltheater kooperiert mit Staatsschauspiel Stuttgart

 

Lessings Werk Nathan der Weise” hat es nie an Aktualität gefehlt – erst recht nicht heute mit den kriegerischen, religiösen, wirtschaftlichen und politischen Konflikten im Nahen Osten und ihrer globalen Ausstrahlung. So gibt es nun auf den Bühnen eine Nathan-Renaissance.

Armin Petras, der Intendant des Stuttgarter Staatsschauspiels, geht aber in seiner Inszenierung über eine werkgetreue” Interpretation ebenso hinweg wie über eine plumpe Aktualisierung. Zwar ist die Gegenwart im Bühnenbild des laufend bombardierten und beschossenen Hotels, in das er die Handlung verlegt, akustisch und optisch präsent, aber Petras sucht jenseits dieser äußerlichen Assoziationen nach den Konflikten in den von Fundamentalismus geprägten Köpfen der Protagonisten.Weiterlesen

„Auf der Bühne lebe ich auf“

Ausgabe Nr. 2473
 

Interview mit der Schauspielerin Krista Birkner vom Berliner Ensemble

 

In Neumarkt am Mieresch geboren, zog die Schauspielerin Krista Birkner mit 13 Jahren nach Deutschland, wo sie in Stuttgart die staatliche Schauspielschule besuchte. Heute spielt sie im Berliner Ensemble. Sie war vor kurzem im Stück „Die Goldberg-Variationen“ von George Tabori zu sehen, das von Charles Muller an der deutschen Abteilung des Radu Stanca-Nationaltheaters in Hermannstadt inszeniert worden ist. Mit der Schauspielerin Krista Birkner sprach die HZ-Praktikantin Lara C e r o s k y.Weiterlesen

Der größte Gulliver

Ausgabe Nr. 2473
 

Probe mit Publikum: Zum Welttag des Theaters für Kinder und Jugendliche am 20. März lud das Gong-Theater für Kinder und Jugendliche zu einer Probe mit Publikum ein. Vorgestellt wurde der musikalische Teil des Theaterstücks „Cel mai mare Gulliver“ (Der größte Gulliver) von Gellu Naum, komponiert und in Szene gesetzt von Ada Milea. Im Juli wird die Premiere des gesamten Theaterstücks stattfinden. Die Geschichte handelt vom Jungen Matei, der – wie alle Kinder – endlich groß werden will, dann verzaubert wird und zu einem Riesen heranwächst, wie Gulliver auf seiner Reise nach Lilliput. Mit Gitarre, Trommel und mit nach Ada-Milea-Art anderen improvisierten Klopf- und Geräuschinstrumenten faszinierten und amüsierten die Schauspieler des Gong-Theaters die vielen Kinder im Saal. Auf unserem Bild sind sie (v. l. n. r.) in Aktion zu sehen:  Hansel Andrei, Charlie Fălămaș, Claudia Stühler und Lucia Barbu.                             

Foto: Cynthia PINTER

Einmal Probeliegen im Sarg

Ausgabe Nr. 2472
 

Eine schwarze Komödie zum Totlachen feierte am Wochenende Vorpremiere

 

Wie fühlt es sich wohl an, in einem Sarg Probe zu liegen? Ein makabrer Gedanke, der einen alteingesessenen Hermannstädter wohl an die Geschichte der beiden Schwestern Hanni und Nanni erinnert, die den Fotografen Emil Fischer gerufen hatten, um ein Foto beim Probeliegen im Sarg zu machen. Als der Fotograf ankam, lag Hanni im Sarg. Sie bewegte sich nicht, bis Fischer zum ersten Mal auf den Auslöser drückte. Da sprang sie auf und Fischer erschrak, da er gemeint hatte, es handele sich um eine Verstorbene.

An diese Geschichte musste man beim Anblick der ersten Szene des Theaterstücks „Moroi“ denken, das am Samstag, den 12. März, in Vorpremiere, am Radu Stanca-Nationaltheater gezeigt wurde.Weiterlesen

Ein mordlustiges Wrack

Ausgabe Nr. 2470
 

Premiere mit Ayckbourn-Thriller „Falsche Schlange"

 

Eine blutverschmierte Axt liegt auf der unter dem Balkon im Festsaal der Astra-Bibliothek von Alin Gavrilă eingerichteten Bühne. Beim Gong-Schlag hebt die bis dahin reglos dasitzende Schauspielerin (Anca Cipariu) diese Axt auf und rammt sie in die Kulissenwand. Ein Zeichen, dass dieses Instrument im Verlauf des Stückes noch zum Einsatz kommen wird.

 Weiterlesen

Stehapplaus für Gäste aus Bruchsal

Ausgabe Nr. 2467
 

Badische Landesbühne Bruchsal mit Die Grönholm-Methode" in Hermannstadt

 

Wie weit ist jemand bereit zu gehen, um eine bestimmte Stelle in einer multinationalen Firma zu kriegen? Sehr weit, so lautet die  zutiefst ernüchternde, beunruhigende und aufwühlende Antwort, die in dem Stück Die Grönholm-Methode" von Jordi Garcelan zu finden ist.Weiterlesen

Knallhart durchleuchtet

Ausgabe Nr. 2465
 

Interview mit BLB-Intendant Carsten Ramm

 

Am 6. Februar zeigt die Badische Landesbühne (BLB) um 19 Uhr mit „Die Grönholm-Methode" von Jordi Galceran, in der Regie von Evelyn Nagel, ein deutsches Gastspiel mit rumänischer Übertitelung im Hermannstädter Radu Stanca-Nationaltheater (RST). Mit dem Intendanten Carsten Ramm sprach im Vorfeld HZ-Chefredakteurin Beatrice Ungar über die deutsch-rumänische Zusammenarbeit seines Theaters, über zukünftige Projekte mit der Deutschen Abteilung des Radu Stanca-Nationaltheaters und über das Gastspiel mit „Die Grönholm-Methode".Weiterlesen