Spielen macht Lehren einfacher

Ausgabe Nr. 2455
 

Gespräch mit Sylvia Rotter, Gründerin und Intendantin des Wiener Kindertheaters

 

Die Schauspielerin Sylvia Rotter, Intendantin des 1994 gegründeten Wiener Kindertheaters, ist seit 2006 mit grenzüberschreitenden Theaterprojekten und Inszenierungen in Rumänien präsent, wo sie sich dafür einsetzt, Theater als Wahlfach an den Schulen zu etablieren. Hierzulande heißt der Verein „Teatrul Vienez de Copii" und dieser hat  am 17. Oktober erstmals in Hermannstadt eine Bildungskonferenz zum Thema Theaterpädagogik veranstaltet. Bei dieser Gelegenheit sprach HZ-Chefredakteurin Beatrice U n g a r mit Sylvia Rotter.Weiterlesen

Angst und Schrecken

Ausgabe Nr. 2455
 

Ein Labyrinth des Schreckens im Gong-Theater

 

Ein verwirrter Mann in Zwangsjacke irrt durch den Raum und stößt seinen Kopf gegen die Wand. Ein anderer mit gruseliger Maske und laut dröhnender Motorsäge läuft mir auf dem Korridor entgegen. Und auf den Stufen schreitet eine tote Braut mit einer brennenden Kerze. Das Labyrinth des Schreckens war erschreckend echt. Man fühlte sich im Gong-Theater für Kinder und Jugendliche wie in einem Horrorfilm von Alfred Hitchcock. Das Labyrinth des Schreckens fand am Freitagabend, dem 30. Oktober, einen Abend vor Halloween, in den dunklen Gängen und Räumen des Gong-Theaters statt.Weiterlesen

Lebhaft und lustig

Ausgabe Nr. 2454
 

Lumpenkasperle wurde im Gong-Theater applaudiert

 

„Es war einmal ein kleines Lumpenkasperle“ und alles was es wollte, war: Dem Büblein Spaß machen. Doch dieses entdeckt neueres Spielzeug und wirft seinen alten Gefährten weg. Für das Stoffmännlein beginnt eine traurige Odyssee durch Hundemäuler und Mülleimer. Auf dem Lumpenwagen wird es zum Glück von der Oma des Bübleins gefunden. Die sorgt dafür, dass es zu seinem glücklichen Besitzer zurückkommt: Erst als das Büblein sein Kasperle als verloren glaubte, hatte es seinen wahren Wert erkannt.Weiterlesen

Frischer Wind im Gong-Theater

Ausgabe Nr. 2453
 

Die Vorpremiere von „Alice“ wurde am Samstag mit Stehapplaus belohnt

 

Ungewöhnlich viele Jugendliche und Erwachsene warteten geduldig im Foyer des Hermannstädter Gong-Theaters für Kinder und Jugendliche am Samstagabend, den 17. Oktober. Nur hie und da war ein Kind zu sehen. Die Vorpremiere des Theaterstückes „Alice“ von Yann Verburgh in der Regie von Eugen Jebeleanu fand im voll besetzten Saal statt.Weiterlesen

Zwischen Lachen und Weinen

Ausgabe Nr. 2451
 

Zur Premiere des Stücks „Noaptea bufonilor“ am Radu Stanca-Nationaltheater

 

„Wo Kunst ist, wo Talent ist, da gibt es kein Alter, keine Einsamkeit, keine Krankheiten, und selbst der Tod ist halb so schwer.“ Kunst und Talent gab es beides am Donnerstagabend, dem 1. Oktober, auf der Sprechbühne des Radu-Stanca-Theaters in Hermannstadt zu sehen. „Noaptea bufonilor“ (Die Nacht der Possenreißer) in der Regie von Alexa Visarion wurde in Premiere im voll besetzten Theatersaal aufgeführt.Weiterlesen

Die drei, bzw. vier Schweinchen

Ausgabe Nr. 2449
 

Erste Premiere der neuen Spielzeit im Hermannstädter Gong-Theater

 

„Es war einmal eine alte Schweinemutter, die hatte drei kleine Schweinchen.“ Halt! Moment mal, waren es nicht vier kleine Schweinchen? Im Hermannstädter Gong-Theater für Kinder und Jugendliche konnten die Kinder am vergangenen Wochenende eine etwas andere Fassung des bekannten englischen Märchens „Die drei kleinen Schweinchen“ sehen. Die Änderung ist schon im Titel ganz deutlich zu lesen: „Die drei Schweinchen, die… eigentlich vier sind“. Eva Lábadi Megyes, vom Merlin Theater in Temeswar erfand das Märchen neu und versetzte es in unsere moderne Zeit.Weiterlesen

Ironisch, beliebig, relativ, verblüffend

Ausgabe Nr. 2448
 

Charles Muller inszeniert Goldberg-Variationen" von George Tabori

 

Eine leere Bühne verspricht keine amorphe Perspektive. Als ob die Zukunft nicht antichambrieren muss. Das Gute oder das Böse kann urplötzlich passieren wie im Falle eines Tanzes auf dem Vulkan. Eine leere Bühne aber, wenn es ein Publikum gibt, ermöglicht diesem die Einladung zur Meditation, zum Fabulieren. Es kostet ja nichts, banale oder verschachtelte Gedanken zu hegen, oder nach Lust und Laune, aus dem Nichts Emotionen zu „basteln“. Wie das gehen kann, zeigt der Luxemburger Regisseur und Intendant des Escher Stadttheaters Charles Muller in seiner jüngsten Inszenierung an der deutschen Abteilung des Hermannstädter Radu Stanca-Nationaltheaters, die vergangene Woche Premiere hatte. Muller inszeniert George Taboris Goldberg-Variationen" mit sprühendem Witz und offen, er zieht (fast) alle Register und lädt damit die Zuschauer ein, über die Geschichte der Menschheit nachzudenken.Weiterlesen

Sängerin und Nusstorte

Ausgabe Nr. 2443
 

Theatralisch-kulinarischer Abend der Wandergesellen

 

Wann geht es denn endlich los? Ja, das wollten einige Besucher wissen, die sich auf die Lesung des absurden Theaterstücks „Die kahle Sängerin“ von Eugene Ionesco am Freitagabend, den 7. August, gefreut hatten. Auf der kleinen Terrasse des Anfang des Jahres eröffneten Restaurants „Capsicum“ standen zu wenige Tische und Stühle für die vielen Wandergesellen und deren Freunde bereit. Es wurden noch Stühle aus dem Lokal herausgeholt. Noch schnell ein Bier bestellt und dann ging es auch los.Weiterlesen

Zwei verstörende Pole der Einsamkeit

Ausgabe Nr. 2436
 

Rückblick auf das 22. Internationale Theaterfestival in Hermannstadt

 

Es sei eine „anthologische Auflage" gewesen, „für die Sammlung geeignet", sagte der Festivalsleiter und Intendant des Hermannstädter Radu Stanca-Nationaltheaters Constantin Chiriac zum Abschluss der 22. Auflage des Internationalen Theaterfestivals in Hermannstadt, die vom 12. bis 21. Juni über die Bühne(n) gegangen ist. Er dankte allen Beteiligten, ohne die „dieses Wunder" nicht möglich gewesen wäre. Allen voran dem Bürgermeisteramt und dem Stadtrat sowie den Partnern von der Lucian Blaga-Universität  Hermannstadt und den Geldgebern vom Kulturministerium sowie vom Rumänischen Kulturinstitut (ICR).

 

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Nicht vergessen: Theater darf alles

Ausgabe Nr. 2435
 

Streiflichter der Indoor-Vorstellungen beim Theaterfestival

 

Es ist das drittgrößte Theaterfestival Europas. Nach Edinburgh und Avignon ist Hermannstadt nun schon seit mehreren Jahren auf der Landkarte der internationalen Theaterfestivals markiert. In Zahlen ausgedrückt bedeutet das Festival: Zehn Tage, 65.000 Zuschauer täglich, 2.500 Künstler und Gäste aus 70 Ländern der Welt, 427 Veranstaltungen an 67 verschiedenen Orten in und um Hermannstadt. Theaterliebhaber reisten auch heuer von überall aus dem In- und Ausland nach Hermannstadt, um an diesem Riesenevent teilzunehmen.

 

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Höhepunkte des Theaterfestivals

Ausgabe Nr. 2434
 

Eine Auswahl der besten Inszenierungen

 

Ab heute ist das Zentrum Hermannstadts wieder im Ausnahmezustand. Die 22. Auflage des Internationalen Theaterfestivals beginnt heute, am 12. Juni. Und damit für Theaterliebhaber die Qual der Wahl. In diesem Jahr sind sehr viele Stücke in deutscher Sprache dabei. Im Folgenden haben wir eine Auswahl der von Festivalleiter Constantin Chiriac am meisten gepriesenen Inszenierungen getroffen und möchten diese vorstellen:

 

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Auf den Spuren des „weißen Mohren“

Ausgabe Nr. 2433
 

Neue „Harap Alb"-Inszenierung auf der Bühne des Gong-Theaters

 

 

„Und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage…" Zu diesem Schluss kamen am Samstagabend, dem 23. Mai d. J., auch die Besucher der Premiere von „Harap Alb“ (Das Märchen vom Weißen Mohren) in der Inszenierung von Gavriil Pinte im Hermannstädter Gong-Theater, die eine Stunde lang den weißen Mohren bei seinen Abenteuern begleitet haben.

 

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