Connaisseurs aus aller Welt

Das 23. Internationale Theaterfestival in Hermannstadt hat begonnen
Ausgabe Nr. 2485
 
 

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Das Paradies liegt in Hermannstadt. Das Paradies der Theater-Connaisseurs liegt jedenfalls diese Woche ganz bestimmt in Hermannstadt. Denn seit Freitag befindet sich die Stadt am Zibin im Ausnahmezustand. Die 23. Auflage des Internationalen Theaterfestivals findet noch bis Sonntag, den 19. Juni statt. Hunderte von Künstler kamen von überall her, um an dem größten Theaterfestival der Welt teilzunehmen. Und wie jedes Jahr hatte man die Qual der Wahl. Beziehungsweise sollte man als Normalsterblicher die Wahl schon Wochen, wenn nicht Monate im Voraus getroffen haben. Sold-Out-Vorstellungen waren nämlich gang und gäbe. Da konnte es schon vorkommen, dass man nicht in alle gewünschten Vorstellungen hineingelassen wurde. Weiterlesen

Theaterfestival beginnt am Freitag

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„Vertrauen aufbauen“ lautet das Thema der 23. Auflage des Internationalen Hermannstädter Theaterfestivals, das heute beginnt und bis 19. Juni dauert. Zur Pressekonferenz am Dienstag lud Festivalleiter Constantin Chiriac (links) die Deutsche Konsulin Judith Urban (rechts) ein, die sich mit Hilfe von Rodica Miclea als Übersetzerin (Mitte) für 10 Tage „Kultur pur“ bedankte. 2.850 Künstler aus 70 Ländern werden in insgesamt 449 Veranstaltungen auftreten. Inzwischen sei das Theaterfestival in Hermannstadt, laut Constantin Chiriac, zum größten der Welt herangewachsen. Auch in diesem Jahr sind neben Theaterdarbietungen an verschiedenen Orten, Tanzvorstellungen, Filmvorführungen, Ausstellungen, Konzerte und Workshops geplant. 65.000 Zuschauer werden täglich erwartet. Sieben Persönlichkeiten aus der Theaterwelt werden mit einem Stern auf der Allee der Persönlichkeiten an der Oberen Promenade geehrt, u. a. Thomas Ostermeier, Alvis Hermanis und Victor Rebengiuc. Aus Deutschland sind die Schaubühne Berlin sowie das Thalia-Theater Hamburg vertreten. Näheres zum Programm auf www.sibfest.ro         Foto: Cynthia PINTER

Abstraktes Rapunzel

Deutsche Premiere am Gong-Theater
Ausgabe Nr. 2484
 
 

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„Rapunzel, Rapunzel, lass mir dein Haar herunter!“ Jeder kennt das Märchen von Rapunzel, dem Mädchen mit langem Haar, das als Kind von einer bösen Zauberin in einen Turm eingeschlossen wird. Am letzten Wochenende des Monats Mai (28. und 29. Mai) fanden die Vorpremiere und Premiere des Puppentheaterstücks „Rapunzel“ im „Gong“-Theater für Kinder und Jugendliche in Hermannstadt statt. Am 1. Juni wurden zwei weitere Vorstellungen zum Kindertag organisiert, bei denen ausschließlich Schulkinder der deutschen Abteilungen dabei waren. Für die Regie, das Drehbuch und die Musikuntermalung war Gavriil Pinte zuständig, den Text übersetzte Beatrice Ungar ins Deutsche und das Bühnenbild entwarf Roxana Ionescu.Weiterlesen

Ziegen, Stalin und Mickey Mouse

Zur Uraufführung des Stückes „Ziege, bist du satt?“ von Anatol Vitouch
Ausgabe Nr. 2478
 
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Dienstagabend, 19 Uhr, „Radu Stanca“-Theater. Weltpremiere des Theaterstücks „Ziege, bist du satt?“ von Anatol Vitouch in der Regie von Felicitas Braun. Vier Schauspieler der deutschen Abteilung sind auf der Bühne zu sehen: Ali Deac, Johanna Adam, Anca Cipariu und Valentin Späth. Die Vorstellung beginnt ganz vorhersehbar mit dem Vortrag des bekannten Märchens der Gebrüder Grimm „Tischlein, deck dich“. Und gleich danach ist nichts mehr vorhersehbar. Weiterlesen

Verhaltener Stehapplaus

Gastspiel des Deutschen Staatstheaters Temeswar
Ausgabe Nr. 2477
 
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Lange mussten die Hermannstädter und Temeswarer Theaterfans darauf warten. In diesem Jahr war es soweit. Auf Initiative von Constantin Chiriac, Intendant des Radu Stanca-Nationaltheaters Hermannstadt und mit Unterstützung des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt fand ein Gastspiel-Austausch zwischen der deutschen Abteilung des Hermannstädter Theaters und dem Deutschen Staatstheater Temeswar statt. Am 24. März gastierten die Hermannstädter mit dem Stück Panik. Männer am Rande des Wahnsinns“ in Temeswar und am Dienstag zeigte das Deutsche Staatstheater Temeswar in Hermannstadt „Das Missverständnis“ von Albert Camus unter der Regie von Bocsardi Laszlo. Im beinahe vollen Theatersaal saß ein gespanntes und neugieriges, aber auch theatererprobtes Publikum. Weiterlesen

Schlaflos in Hermannstadt

Zur sechsten Auflage des Festivals „25 Stunden Theater Non-Stop“
Ausgabe Nr. 2477
 
 

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15 Theaterstücke, 4.000 Zuschauer, 14 Schauplätze, in 25 Stunden. So könnte man die sechste Auflage des Festivals „25 Stunden Theater Non-Stop“ kurz zusammenfassen. Von Jahr zu Jahr ist das Festival, das vom Hermannstädter Verein BIS organisiert wird, immer beliebter. Vor allem Jugendliche nehmen eine schlaflose Nacht gerne in Kauf, um sich an unkonventionellen Orten wie Klubs und Bars Theaterstücke anzusehen. Das Festival fand am Wochenende von Samstag auf Sonntag (16.-17. April), in Hermannstadt statt.Weiterlesen

Die Kraft der Vielfalt

Crossing Lines-Projekt auch in Hermannstadt
Ausgabe Nr. 2476
 
 

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Neben zahlreichen anderen internationalen Koproduktionen ist das Hermannstädter Radu Stanca-Nationaltheater auch Partner des EU Projekts „Power Of Diversity – The Crossing Lines Project“, koordiniert vom Freiburger Aktionstheater Pan.Optikum, geleitet von Matthias Rettner. Insgesamt sind daran zehn Partner aus sieben Ländern – Polen, Deutschland, Dänemark, Norwegen, Spanien, Großbritannien und Rumänien – beteiligt.Weiterlesen

Zusammenarbeit in Zeiten der Abgrenzung

Ausgabe Nr. 2474
 

Radu Stanca-Nationaltheater kooperiert mit Staatsschauspiel Stuttgart

 

Lessings Werk Nathan der Weise” hat es nie an Aktualität gefehlt – erst recht nicht heute mit den kriegerischen, religiösen, wirtschaftlichen und politischen Konflikten im Nahen Osten und ihrer globalen Ausstrahlung. So gibt es nun auf den Bühnen eine Nathan-Renaissance.

Armin Petras, der Intendant des Stuttgarter Staatsschauspiels, geht aber in seiner Inszenierung über eine werkgetreue” Interpretation ebenso hinweg wie über eine plumpe Aktualisierung. Zwar ist die Gegenwart im Bühnenbild des laufend bombardierten und beschossenen Hotels, in das er die Handlung verlegt, akustisch und optisch präsent, aber Petras sucht jenseits dieser äußerlichen Assoziationen nach den Konflikten in den von Fundamentalismus geprägten Köpfen der Protagonisten.Weiterlesen

„Auf der Bühne lebe ich auf“

Ausgabe Nr. 2473
 

Interview mit der Schauspielerin Krista Birkner vom Berliner Ensemble

 

In Neumarkt am Mieresch geboren, zog die Schauspielerin Krista Birkner mit 13 Jahren nach Deutschland, wo sie in Stuttgart die staatliche Schauspielschule besuchte. Heute spielt sie im Berliner Ensemble. Sie war vor kurzem im Stück „Die Goldberg-Variationen“ von George Tabori zu sehen, das von Charles Muller an der deutschen Abteilung des Radu Stanca-Nationaltheaters in Hermannstadt inszeniert worden ist. Mit der Schauspielerin Krista Birkner sprach die HZ-Praktikantin Lara C e r o s k y.Weiterlesen

Der größte Gulliver

Ausgabe Nr. 2473
 

Probe mit Publikum: Zum Welttag des Theaters für Kinder und Jugendliche am 20. März lud das Gong-Theater für Kinder und Jugendliche zu einer Probe mit Publikum ein. Vorgestellt wurde der musikalische Teil des Theaterstücks „Cel mai mare Gulliver“ (Der größte Gulliver) von Gellu Naum, komponiert und in Szene gesetzt von Ada Milea. Im Juli wird die Premiere des gesamten Theaterstücks stattfinden. Die Geschichte handelt vom Jungen Matei, der – wie alle Kinder – endlich groß werden will, dann verzaubert wird und zu einem Riesen heranwächst, wie Gulliver auf seiner Reise nach Lilliput. Mit Gitarre, Trommel und mit nach Ada-Milea-Art anderen improvisierten Klopf- und Geräuschinstrumenten faszinierten und amüsierten die Schauspieler des Gong-Theaters die vielen Kinder im Saal. Auf unserem Bild sind sie (v. l. n. r.) in Aktion zu sehen:  Hansel Andrei, Charlie Fălămaș, Claudia Stühler und Lucia Barbu.                             

Foto: Cynthia PINTER

Einmal Probeliegen im Sarg

Ausgabe Nr. 2472
 

Eine schwarze Komödie zum Totlachen feierte am Wochenende Vorpremiere

 

Wie fühlt es sich wohl an, in einem Sarg Probe zu liegen? Ein makabrer Gedanke, der einen alteingesessenen Hermannstädter wohl an die Geschichte der beiden Schwestern Hanni und Nanni erinnert, die den Fotografen Emil Fischer gerufen hatten, um ein Foto beim Probeliegen im Sarg zu machen. Als der Fotograf ankam, lag Hanni im Sarg. Sie bewegte sich nicht, bis Fischer zum ersten Mal auf den Auslöser drückte. Da sprang sie auf und Fischer erschrak, da er gemeint hatte, es handele sich um eine Verstorbene.

An diese Geschichte musste man beim Anblick der ersten Szene des Theaterstücks „Moroi“ denken, das am Samstag, den 12. März, in Vorpremiere, am Radu Stanca-Nationaltheater gezeigt wurde.Weiterlesen

Ein mordlustiges Wrack

Ausgabe Nr. 2470
 

Premiere mit Ayckbourn-Thriller „Falsche Schlange"

 

Eine blutverschmierte Axt liegt auf der unter dem Balkon im Festsaal der Astra-Bibliothek von Alin Gavrilă eingerichteten Bühne. Beim Gong-Schlag hebt die bis dahin reglos dasitzende Schauspielerin (Anca Cipariu) diese Axt auf und rammt sie in die Kulissenwand. Ein Zeichen, dass dieses Instrument im Verlauf des Stückes noch zum Einsatz kommen wird.

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