,,Übermenschliche Leistung“

Tagebuch von Hermann Rehner neuaufgelegt

Ausgabe Nr. 2928

Hermann Rehner: Wir waren Sklaven. Tagebuch eines nach Russland Verschleppten. Mit einem Vorwort von Hannelore Baier, Schiller Verlag Bonn-Hermannstadt 2025, 201 Seiten, ISBN 978-3-949583-69-8, 39 Lei. In Hermannstadt liegt das Buch in der Schiller-Buchhandlung und im Erasmus-Büchercafé auf.

Gelegentlich des 90. Geburtstags von Hermann Rehner am 9. August 1993 wurde sein Tagebuch über die Russlanddeportation veröffentlicht. 2025 jährt sich der Deportationszeitpunkt zum 80. Mal. Aus diesem Anlass erschien auf Wunsch seiner Tochter Helga Pitters, geborene Rehner, die vorliegende Neuauflage im Schiller Verlag Bonn-Hermannstadt. Wie die Verleger schreiben, wurde die historisch und völkerrechtliche Bezeichnung Russland beibehalten, weil im damaligen Sprachgebrauch der Siebenbürger Sachsen Russland und die Sowjetunion meistens gleichgesetzt wurden.Weiterlesen

,,Ein Stück evozierender Stimmungsprosa“

Lesung mit Eginald Schlattner auf dem evangelischen Pfarrhof in Freck

Ausgabe Nr. 2926

Bei der Autogrammstunde neben dem Brunnen unter dem Nussbaum mit Blick auf die evangelische Kirche in Freck nahm sich Eginald Schlattner für jede und jeden der Anwesenden Zeit für ein kleines Gespräch.                                
Foto: Beatrice UNGAR

Irgendwann habe er auf die Frage, wo er zuhause sei, die Antwort gefunden: „Wo man die meisten Gräber hat”, sagte der Schriftsteller und Pfarrer Eginald Schlattner bei der Lesung am Samstag in Freck. Hier seien die meisten Gräber von Familienmitgliedern, hier habe er seine Kindheit verbracht und der Beginn seiner Pfarramtszeit liegt auch hier. Die äußerst gut besuchte Veranstaltung fand auf dem evangelischen Pfarrhof in Freck statt und war wie jede Begegnung mit Eginald Schlattner ein Erlebnis der besonderen Art.Weiterlesen

Buchvorstellung

Ausgabe Nr. 2924

Der Bildband „Das Harbachtal, das Kaltbachtal und der Krautwinkel“ setzt die Reihe der Bände „Siebenbürgen im Flug“, „Das Burzenland“, „Hermannstadt und das Alte Land“, „Einblick ins Zwischenkokelgebiet“, „Schäßburg und die Große Kokel“ und „Mediasch und das siebenbürgische Weinland“ fort und lädt zu einer Reise durch das Harbachtal, das Kaltbachtal und den Krautwinkel ein. Wie die genannten Bildbände enthält auch dieser Bilder von Georg Gerster, dem Schweizer Flugbildfotografen und von Martin Rill, dem Verfasser und Herausgeber. Am 12. August hat Rill auf Einladung von Raluca Teodorescu, der Leiterin ad interim des Brukenthalmuseums, den Band im ehemaligen Landkartenkabinett vorgestellt. Bild oben: Martin Rill überreichte zwei anwesenden Bürgermeistern je einen Bildband; Bild unten: Dr. Rudolf Gräf (stehend), der Leiter des Forschungsinstituts der Rumänischen Akademie in Hermannstadt, stellte den Bildband in bewährter kurzweiliger und kenntnisreicher Weise vor.         Fotos: Beatrice UNGAR

,,…was aus mir geworden ist“

Karin Gündisch las aus ihrem neuen Buch ,,Die Tür zum Paradies“ im Erasmus-Büchercafé

Ausgabe Nr. 2923

Zwei Wahlmichelsberger unter sich: Die Schriftstellerin Karin Gündisch (rechts) im Gespräch mit dem Theologen Stefan Tobler.     Foto: B. UNGAR

Nicht nur Karl, der Protagonist der titelgebenden Erzählung „Die Tür zum Paradies“ des neuen Buches von Karin Gündisch, schlägt sich mit dieser Feststellung herum: „Was ich einmal war und was aus mir geworden ist“. Sie lässt sich als subkutanes Leitmotiv des gesamten Bandes auffassen, in dem wir auf 180 Seiten in den zehn Erzählungen Personen in herausfordernden Lebenssituationen antreffen, die ihnen als Zwischen- oder Finalbilanzierung diesen Satz abnötigen. Am 1. August führte Karin Gündisch in ihrer Lesung im Erasmus-Büchercafé das zahlreiche Publikum manchmal bis zur Tür, aber manchmal auch bis in die Intimität der privaten Räume menschlicher Lebensführung ihrer siebenbürgisch-sächsischen Protagonistinnen hinein. Weiterlesen

Dorffest mit Buchvorstellung

Martin Rill verfasste Törnen-Buch

Ausgabe Nr. 2923

Das jährliche Gemeindefest in Törnen, das am Sonntag, den 10. August stattfindet, wird dieses Jahr um einen Höhepunkt reicher. Im Rahmen der Feierlichkeiten präsentiert die Gemeinde Törnen um 14.30 Uhr ein neues Buch, das den Ort, seinen Charakter und seine Einwohnerinnen und Einwohner vorstellt. Bei den Texten, die von Martin Rill verfasst wurden, kommt auch Geschichtliches nicht zu kurz. Das Werk, das den Leserinnen und Lesern einen Einblick in das Leben in Törnen gibt, erscheint auf Deutsch und Rumänisch und soll als Vorläufer für eine geplante Ortsmonographie dienen.Weiterlesen

Eine fundierte Auseinandersetzung

Hannelore Baier veröffentlicht Buch zum Thema ,,Leben in der Diktatur“

Ausgabe Nr. 2923

Hannelore Baier: Leben in der Diktatur. Beiträge zur Geschichte der Rumäniendeutschen 1940-1989. Honterus Verlag Hermannstadt 2025. 451 Seiten, ISBN 978-606-008-198-2. Das Buch liegt zur kostenlosen Mitnahme im Büro des Siebenbürgenforums auf.

„Leben in der Diktatur“ ist der Titel eines 2025 im Honterus Verlag von der Journalistin Hannelore Baier herausgegebenen Buches. Das Buch thematisiert in 18 Beiträgen die Geschichte der Rumäniendeutschen in der Zeitspanne 1940-1989. Darin werden die Deportation zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion, die Politik der rumänischen Regierungen gegenüber der deutschen Minderheit und deren politische Vertretung, ihre Überwachung und Verfolgung durch die Securitate, der Freikauf aber auch die Ansprüche der Deutschen Volksgruppe in Rumänien auf jüdisches Eigentum behandelt.Weiterlesen

Wege, Umwege, Irrwege und Abwege

Lesung mit Birgit van der Leeden im Erasmus-Büchercafé in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2923

Die Lesung von Birgit van der Leeden (links) moderierte Beatrice Ungar.          
Foto: Aurelia BRECHT

„Spannend wie einen Roman” habe er das Buch „Rumänien – armes reiches Land” von Birgit van der Leeden empfunden, sagte ein Anwesender bei der Lesung der früheren Fachberaterin für Deutsch am 30. Juli im Erasmus-Büchercafé in Hermannstadt. Der untypische Reiseführer war im März 2022 im Schiller Verlag Bonn-Hermannstadt erschienen.Weiterlesen

Von Trauer und Hoffnung

Zum 100. Geburtstag von Hans Bergel

Ausgabe Nr. 2921

Peter Paspa (Hg.): Hans-Bergel-Brevier. Aus den Werken 1957 bis 2009, Edition Noack & Block in der Frank & Timme GmbH, Berlin 2021, 286 Seiten, ISBN 978-3-86813-122-2.

Anlässlich des 100. Geburtstages des siebenbürgischen Autors und Journalisten Hans Bergel (1925-2022) werfen wir einen Blick auf seine bedeutendsten Werke. Peter Paspa hat im Jahr 2021 zwei Bände herausgegeben, die die Essenz aller Werke Bergels von 1957 bis 2017 enthält. Auch eines seiner neuesten Werke „Glanz und Elend der Siebenbürger Sachsen – Rückblicke und Ausblicke eines Beteiligten“ rückt in unseren Fokus.Weiterlesen

,,Diese Reise sollte Spuren hinterlassen“

Buchvorstellungen in Bukarest zum 200. Geburtstag von Johann Strauss Sohn

Ausgabe Nr. 2918


Botschafterin Ulla Krauss-Nussbaumer hatte am 18. Juni Dr. Franz Metz in ihre Residenz in Bukarest eingeladen, um dort die deutsche Originalfassung seines Buches vorzustellen.             Foto: Österreichische Botschaft Bukarest

„Was hat Johann Strauss Sohn eigentlich mit dem heutigen Balkan zu tun? Die Reise des Künstlers ist äußerst spannend. Selbst die abenteuerlichen Reisen von Franz Liszt 1846 und Johannes Brahms 1879 durch das Banat und Siebenbürgen sind im Vergleich zur ‚Welttournee‘ des Walzerkönigs in den Jahren 1847–1848 nur kleine Ausflüge. Diese Reise sollte Spuren hinterlassen …“. So stellt der im Banat geborene deutsche Organist, Musikwissenschaftler und Dirigent, Dr. Franz Metz, in wenigen Worten die Gastkonzerte des damals 22jährigen späteren Walzerkönigs durch das Banat, Siebenbürgen und die Rumänischen Fürstentümer in Kürze dar. Das von Metz diesem Ereignis gewidmete Buch Eine Reise in den Orient (1999 im ADZ-Verlag und 2021 überarbeitet in dem Verlag Edition Musik Südost München erschienen) wurde aus Anlass des 200. Geburtstages von Johann Strauss Sohn von Ozana Alexandrescu ins Rumänische übersetzt und in Bukarest vorgestellt. Weiterlesen

Solidarität half die Tortur zu überstehen

Deutsche Roman-Fassung über Deportation in den Bărăgan erschienen

Ausgabe Nr. 2917

Benjamin Józsa, Beatrice Ungar und Mariana Gorczyca bei der Buchvorstellung (v. l. n. r.).                                                                 Foto: Cynthia PINTER

Zwischen Brăila und Slobozia führt ein Feldweg nach rechts. Dort ist Rubla, ein Ort mit einem einzigen Haus und einem Bewohner, Constantin Ciolacu. Er wurde 1951 zusammen mit anderen Menschen, die in den Dörfern in der Nähe der rumänisch-jugoslawischen Grenze lebten, in den Bărăgan zwangsumgesiedelt. Über die Deportation in die Bărăgan-Steppe schrieb die in Schäßburg lebende Autorin Mariana Gorczyca 2022 den Roman „Rubla, locul fără umbră“. Nun wurde die von Beatrice Ungar erarbeitete deutsche Fassung „Rubla, Ort ohne Schatten“, am Freitag, dem 13. Juni, im voll besetzten Spiegelsaal des Forums in der Moderation von Verlagsleiter Benjamin Józsa vorgestellt.Weiterlesen

,,Einmal Deutschland und zurück“

Hermannstädter Autor setzt sein satirisches Schaffen fort

Ausgabe Nr. 2915

Heinrich Heini Höchsmann: Einmal Deutschland und zurück, Schiller-Verlag, Bonn-Hermannstadt 2025, 151 Seiten, ISBN 978-3-949-583-72-8, 49 Lei/12,80 Euro, zuzüglich Versand. Das Buch liegt in Hermannstadt in der Schiller-Buchhandlung und im Erasmus-Büchercafé auf, kann aber auch unter der E-Mail-Adresse erasmus@bue chercafe.ro oder beim Autor selbst – heinrich.hoechsmann@gmail.com – bestellt werden.

Sein Name ist mittlerweile Programm: Kaum war die erste Anzeige für sein neuestes Buch, den zweiten Band von „Alte und neue Heimat“, in der Siebenbürgischen Zeitung erschienen, erhielt der Satiriker Heinrich Heini Höchsmann elektronische Post mit der ersten Bestellung. Er lebt bereits seit guten zwei Jahren wieder in seiner Heimatstadt, von wo aus er vor einem halben Jahrhundert als junger Mann zusammen mit seiner Familie ins „gelobte Land“, nach Deutschland, aufgebrochen war. Weiterlesen