„Tränen flossen in vielen Sprachen”

Eginald Schlattners neues Buch trägt den Titel „Wasserzeichen“

Ausgabe Nr. 2573

Eginald Schlattner: Wasserzeichen. Pop Verlag Ludwigsburg, 2018, 628 Seiten, ISBN 978-3-86346-216-8

Nach drei erfolgreichen Romanen – „Der geköpfte Hahn“, „Rote Handschuhe“ und „Das Klavier im Nebel“ -, die ihm internationale Anerkennung gebracht haben, wollte Eginald Schlattner eigentlich nichts mehr schreiben und sich – laut eigener Aussage – letzten Dingen widmen: dem Ewigen Leben und der Höheren Mathematik.

Anno Domini, 2018, Deutschland, Leipziger Buchmesse: Das neue Buch Eginald Schlattners  – „Wasserzeichen” – wird vom Ludwigsburger Pop-Verlag vorgestellt. Nach fast 13 Jahren erscheint damit auch der Schlussstein der Schlattnerschen literarischen Tätigkeit; es ist ein Buch, das die schlichte Widmung „MIR“ trägt.Weiterlesen

Über Menschen und Orte von früher

Zur Anthologie „Aus der Ethnologie der Deutschen in Rumänien”

Ausgabe Nr. 2573

Ilie Moise/Andreea Buzas (Hrsg): Din etnologia germanilor din România/Aus der Ethnologie der Deutschen in Rumänien. Honterus-Verlag Hermannstadt, 2017, 554 Seiten, ISBN 978-606-8573-93-9

Der zweisprachige Band „Aus der Ethnologie der Deutschen in Rumänien” (Honterus Verlag, 2017) ist von seinen Herausgebern – dem Ethnologen und Hochschulprofessor Ilie Moise und seiner jungen Kollegin Andreea Buzaș – Professor Dr. Paul Niedermaier, korrespondierendes Mitglied der Rumänischen Akademie und Leiter des Forschungsinstitutes für Geisteswissenschaften in Hermannstadt, zum 80. Geburtstag gewidmet. Die 554 Seiten des Buches umfassen Beiträge zur volkstümlichen Kultur der Siebenbürger Sachsen und Landler von insgesamt 29 Forschern und Museologen. Alle Texte liegen in einer einwandfreien Übersetzung vor, hauptsächlich wird der vollständige deutsche Beitrag mit rumänischer Übersetzung oder mit einer Kurzfassung in rumänischer Sprache veröffentlicht. Dadurch wird das Buch einem großen Leserkreis zugänglich. Das angebotene komplette und sogleich komplexe Bild dieser Ethnologieforschung wurde auch durch den qualitativen Druck des Honterusverlags, sowie durch die finanzielle Unterstützung des Departements für Interethnische Beziehungen im Generalsekretariat der Rumänischen Regierung durch das Demokratische Forum der Deutschen möglich gemacht.Weiterlesen

Motto der Messe: Leipzig liest

Stimmungsbilder von der Leipziger Buchmesse 2018

Ausgabe Nr. 2572

Die Leipziger Buchmesse hatte dieses Jahr Rumänien als Schwerpunktland.
Foto: Roland BARWINSKY

Und es gibt sie doch, trotz aller Unkenrufe: die Leser. Die Leipziger Buchmesse hat auch diesmal ganze Rudel dieser angeblich ausgestorbenen Spezies angelockt. Einem selbstvergessen in einen Text vertieften Besucher wäre bei gelegentlichem Aufblicken vielleicht ein Jugendlicher in einem knallbunten, fantastischen Mangafigurenkostüm ins Auge gesprungen und er hätte sich einen Moment lang gefragt, ob das, was er sieht, echt ist, oder nur seiner Fantasie, oder dem Text entsprungen ist, den er gerade liest.Weiterlesen

Interessante Sonderthemen

Band 33 der „Kärnten Dokumentation“ vorgestellt

Ausgabe Nr. 2571

Wolfgang Rehner (am Rednerpult) stellt seinen Beitrag über den verstorbenen Klagenfurter Bürgermeister Leopold Guggenberger vor, Udo Puschnig, Winfried Ziegler und Benjamin Józsa hören aufmerksam zu. (V. l. n. r.)
Foto: Laura MICU

Wir, die Rumäniendeutschen, können Lösungen anbieten, die weit über unseren kleinen Kreis hinausgehen können. Das haben wir in der Kommunalpolitik bewiesen, das haben wir in der Landespolitik bewiesen, und wenn es stimmt, dass der Brexit in die rumänische EU-Präsidentschaft fallen wird, werden wir es auch auf europäischer Ebene beweisen müssen. Wir können für ein friedliches Zusammenleben aller Völker plädieren, für die Wichtigkeit einer geeinten Gesellschaft und für eine Politik, die dem Wohle aller dient – weil wir das seit Jahrhunderten schon tun. Wir Rumäniendeutschen sind da. Hoffnungsträger? Möglicherweise. Ein Auslaufmodell? Sicher nicht!“Weiterlesen

Lesereise als Geschenk

Die Autorin Iris Wolff las im Erasmus-Büchercafé

Ausgabe Nr. 2570

 

Iris Wolff bei ihrer Lesung im Erasmus-Büchercafé.
Foto: Beatrice UNGAR

Auf ihrer zehntägigen Lesereise durch Rumänien las die gebürtige Hermannstädter Autorin Iris Wolff im Erasmus-Büchercafé aus ihren Büchern „Halber Stein“ und „So tun, als ob es regnet“ am Dienstag der Vorwoche. Begleitet wurde sie auf ihrer auf Einladung des Österreichischen Kulturforums erfolgten Reise von ihrem Vater Helmut Wolff, einem ehemaligen Pfarrer aus Siebenbürgen, der die Facebook-Gruppe „Klatsch und Tratsch im Karpatenbogen“ betreut. In Hermannstadt dabei waren auch ihr Verleger und dessen Gattin vom Otto Müller Verlag Salzburg-Wien/Österreich.Weiterlesen

Verbindungen in alle Himmelsrichtungen

Streiflichter aus dem Sammelband „Hermannstadt. Fakten – Bilder – Worte”

Ausgabe Nr. 2566

Dagmar Zink/Heimatgemeinschaft der Deutschen aus Hermannstadt (Hg.): Hermannstadt. Fakten – Bilder – Worte. hora Verlag Hermannstadt, 2017. 457 Seiten, ISBN 978-606-8399-13-3

Unter dem Titel „Hermannstadt“ hatte die Heimatgemeinschaft der Deutschen aus Hermannstadt und deren Vorsitzende Dagmar Zink Dusil aus Anlass des Sachsentreffens 2017 beeindruckenden Sammelband über ihren Heimatort im hora-Verlag herausgegeben, auf Hochglanzpapier in der Honterus-Druckerei gedruckt. In dem Vorwort dazu schreibt Dagmar Zink Dusil u. a.: „Protagonistin des Buches ist Hermannstadt, die Brücke, die alle in der ganzen Welt verstreuten Hermannstädter verbindet, die Stadt, die uns geprägt hat.“ Nun haben die Hermannstädter und nicht nur sie die Möglichkeit über mehr als 450 Seiten „sich durch Hermannstadt zu lesen“, in Anspielung auf die Zeile „Ich denke mich durch Hermannstadt“ aus Dusils Gedicht Hermannstadt im Alphabet der Götter“, das sie bei der Buchvorstellung am 5. August 2017 im Spiegelsaal des Hermannstädter Deutschen Forums vorgelesen hatte.

Der Band wird seinem Untertitel gerecht. Er vermittelt „Fakten, Bilder, Worte“ über Hermannstadt, eine Stadt in Rumänien, die die Rumänen Sibiu und die Ungarn Nagyszeben nennen. Weiterlesen

„Ein Wegbereiter“ geehrt

Kollegen widmeten Historiker Vasile Ciobanu ein Buch

Ausgabe Nr. 2562

Paul Niedermaier, Vasile Ciobanu und Corneliu Pintilescu präsentieren den Sammelband (v. l. n. r.).                                      
Foto: Beatrice UNGAR

Der Historiker Vasile Ciobanu hat am 13. Dezember 2017 seinen 70. Geburtstag gefeiert. Aus diesem Anlass forderte sein ehemaliger Student und derzeitiger Kollege, der Historiker Corneliu Pintilescu, Kollegen aus Rumänien und aus Deutschland auf, ihm wissenschaftliche Studien zur Verfügung zu stellen, um diese in einem Buch zu bündeln, das unter dem Titel In honorem Vasile Ciobanu: Studien über die Rumäniendeutschen im 20. Jahrhundert“ Ende 2017 im Honterus-Verlag herausgegeben worden ist.Weiterlesen

Ein idealistisches Unterfangen

Eine neue siebenbürgisch-sächsische Liedersammlung

Ausgabe Nr. 2561

Angelika Meltzer/Rosemarie Chrestels (Hrsg.): E Liedchen hälft ängden. Alte und neue Lieder aus Siebenbürgen. Ver lag Haus der Heimat e. V. Nürnberg 2017, 370 Seiten, ISBN 978-3-00-058197-7. Bestellungen nur über: Angelika Meltzer, Reichenberger Str. 77, D-90766 Fürth, 0049(0)911-73.56.49, melt zerangelika@web.de oder Haus der Heimat e. V. Nürnberg, Imbuschstr. 1, D-90473 Nürnberg, info@hausderheimat-nuern berg.de
Auf der Webseite www.angelika-meltzer.de stehen sämtliche Melodien als mp3 -Dateien zum Download und Anhören zur Verfügung.

Es ist kaum zu glauben: Im Zeitalter der „Musikindustrie“ mit Rock, Pop, Techno und sonstigen „boomenden Trends“, kommen zwei Damen auf die Idee, eine Anthologie siebenbürgisch-sächsischer Lieder zu erstellen! Die beiden Herausgeberinnen der Sammlung „E Liedchen hälft ängden“ (Ein Liedchen hilft immer), Angelika Meltzer und Rosemarie Chrestels, rechtfertigen dies idealistische Unterfangen im Vorwort dadurch, dass sie beabsichtigen „diese Kleinode (noch einmal) ins Bewusstsein unserer Landsleute zu holen, ’unseren’ Jugendlichen über die Lieder ihren Herkunftsdialekt und ihr siebenbürgisch-sächsisches musikalisches Erbe nahezubringen.“ Mit Fragebogen, Durchforsten von Liedersammlungen, Auswerten handschriftlich überlieferter Melodien und Sätze kam schließlich, nach dreijähriger Arbeit, das zustande, was zum heutigen Repertoire singender Siebenbürger Sachsen hüben und drüben gezählt werden könnte. Auf nahezu 350 Druckseiten begegnen uns über 300 Lieder, in vorwiegend sächsischer Mundart samt deutscher Übertragung, mit abwechselnd ein- bis vierstimmigen Vortragsmöglichkeiten. Weiterlesen

Kein Problem!

Eisbär Pelle hat keine Lust

Henning Callsen: Pelle und Pinguine – Kein Problem, sagt Papa Eisbär. Illustriert von Sabine Wilharm. Hanser Verlag, 2017. Empfohlen ab 5 Jahren. 120 Seiten, fester Einband. ISBN 978-3-446-25688-0.

Ausgabe Nr. 2561

Pelle, der kleine Eisbär, hat keine Lust. Was ihm fehlt – das kann das Weise Walross genau sagen – ist ein Singvogel aus dem Süden. „Pelle und Pinguine – Kein Problem, sagt Papa Eisbär” von Henning Callsen ist „der Start einer humorvollen Vorlesereihe über eine ungewöhnliche Freundschaft”, soll also weitergeführt werden, verspricht der Hanser-Verlag. Denn Pelles Papa macht sich auf den Weg und findet im Süden einen Vogel. Der zwar nicht singen, dafür aber fiepen kann.Weiterlesen

Lebendig, humorvoll, beharrlich

Buch über Orgelbauer Karl Einschenk vorgestellt

Ausgabe Nr. 2560

Die „Kronstädter Stadtmusikanten“ – zu denen drei Ururenkel des Orgelbauers Karl Einschenk gehören – boten den musikalischen Rahmen (v. l. n. r.): Sigrid Arvay, Sophie Plajer, Ursula Philippi, Kurt Philippi und Martin Arvay). Aus dem Bild fehlt der jüngste, Jonathan Arvay.  
Foto: Fred NUSS

Wenn ich alle Kriegsminister zusammenstimmen könnte, wie ich ein Klavier noch kann, dass die höchsten und tiefsten Accorde schön zusammen harmonieren, dann gäbe es bestimmt keinen Krieg mehr auf der Welt“ schrieb der siebenbürgische Orgelbauer Karl Einschenk in einem Brief 1951, in seinem letzten Lebensjahr.Weiterlesen