Sein Blick war stets auf die Zukunft gerichtet

Zu Hans Kleins Buch ,,Ausgerichtet auf das Kommende. Erinnerungen“

Ausgabe Nr. 2912

Hans Klein: Ausgerichtet auf das Kommende. Erinnerungen. Schiller-Verlag, Hermannstadt-Bonn 2024, 432 S., 59 Euro, ISBN 978-3-949583-71-1. In Hermannstadt liegt das Buch in der Schiller-Buchhandlung und im Erasmus-Büchercafé auf.

Eines der drei Bücher, die im Rahmen der 15. ,,Begegnung auf dem Huetplatz“ vorgestellt worden ist, war Ausgerichtet auf das Kommende. Erinnerungen von Hans Klein, das 2025 im Schiller-Verlag Hermannstadt-Bonn erschienen ist. Bei der gut besuchten Buchvorstellung, die am 10. Mai d. J. im Erasmus-Büchercafé stattgefunden hat, präsentierte Martin Bottesch das Buch vor. Die Präsentation stellte Bottesch dankenswerterweise der HZ zur Veröffentlichung zur Verfügung:   Weiterlesen

Von begrabenen Träumen

Eine Buchvorstellung der besonderen Art im Spiegelsaal

Ausgabe Nr. 2912

Benjamin Józsa, Beate Kleifgen und Heinz Bretz (v. l. n. r.) bei der Buchvorstellung im Spiegelsaal des DFDH.                        
Foto: Beatrice UNGAR

Anlässlich des 80. Jahrestages der Deportation hat der Deutschlehrer Heinz Bretz im Honterus-Verlag Hermannstadt ein Buch unter dem Titel „Russland hat meine Träume begraben“ veröffentlicht, in dem er das Leben seiner Mutter Augustine Schuster, verheiratete Bretz, vor und nach der Deportation schildert. Sie hat in ihren Lebenserinnerungen über die leidvollen Jahre der Zwangsarbeit in der heutigen Ukraine berichtet. Dieser Teil ihrer Lebenserinnerungen ist vollständig in dem Buch enthalten, das im Beisein des Autors am 13. Mai im Spiegelsaal des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt vorgestellt wurde.Weiterlesen

Eines der folgenschwersten Ereignisse

Betrachtungen zu 80 Jahren seit dem Victory in Europe Day (kurz: VE Day)

Ausgabe Nr. 2910

Paul Milata: Zwischen Hitler, Stalin und Antonescu. Rumäniendeutsche in der Waffen-SS. 478 Seiten, Schiller Verlag Hermannstadt-Bonn 2023, broschierte Ausgabe, ISBN 978-3-9499583-48-3, 89 Lei/19,90 Euro.
Das Titelbild zeigt SS-Obergruppenführer Berger, wie er im Oktober 1943 in Wien zu Rekruten der Waffen-SS aus Siebenbürgen spricht.

Die bedingungslose Kapitulation Deutschlands am 8. Mai 1945 beendete fast alle Kampfhandlungen des Zweiten Weltkrieges in Europa. Etwa 3 Prozent der Weltbevölkerung war von 1939 bis 1945 getötet worden. Der 8. Mai kennzeichnet auch das Ende des sogenannten Zweiten Dreißigjährigen Krieges (1914-1945).

Auch für die Deutschen in Rumänien war der Zweite Weltkrieg eines der folgenschwersten Ereignisse ihrer Geschichte. Und auch hier gilt: Wer die Jahre 1939-1945 verstehen möchte, muss in das Jahr 1919 zurückblicken. Weiterlesen

Siebenbürgische Blumen in Natur und Kultur

Anmerkungen zu Irina Neacșus künstlerischem Buch ,,Flori transilvane“

Ausgabe Nr. 2908

Irina Neacșu: Flori transilvane. Intersecții istorice între natură și cultură pe teritoriul Transilvaniei. Editura Litera Bukarest 2024, 224 S., 45 Lei, ISBN 978-630-342-310-4.

Ein optisch außergewöhnlich ansprechendes Buch liegt frisch im Buchhandel auf. Da mich Deckel und Titel aufmerken ließen, erwarb ich das Buch und las es in einem Zug durch, sogar konkret, nämlich während der Zugfahrt von Kronstadt nach Hermannstadt. Das Buch ist in rumänischer Sprache verfasst, trägt den Titel „Flori transilvane. Intersecții istorice între natură și cultură pe teritoriul Transilvaniei” und würde übersetzt etwa so heißen: „Siebenbürgische Blumen. Historische Überschneidungen von Natur und Kultur in Siebenbürgen“.Weiterlesen

Also eine interkulturelle Veranstaltung

Vorstellung des Sachbuches ,,Tipologia așezărilor secuiești“ von Gabriella Olasz

Ausgabe Nr. 2904

Bei der Buchvorstellung sprachen außer der Autorin Gabriella Olasz (stehend) die Architektin Liliana Cazacu, die Verlegerin Anca Dină und die Leiterin des Friedrich Teutsch-Begegnungs- und Kulturzentrums, Gerhild Rudolf (im Hintergrund sitzend v. l. n. r.).                           Foto: der Verfasser

„Es ist das erste Mal, dass wir in unserem Haus sächsischer Tradition ein Buch in rumänischer Sprache präsentieren, das von einer Person ungarischer Ethnie geschrieben wurde. Es ist also eine interkulturelle Veranstaltung”, lauteten die einleitenden Worte von Gerhild Rudolf, Leiterin des Teutsch-Hauses. „Für mich war das Szeklerland bislang ein weißer Fleck auf der Karte. Ich wusste nicht viel darüber”. Vergangenen Samstag stellte nämlich Architektin Gabriella Olasz ihr Buch „Tipologia așezărilor Secuiești“ (Typologie der Szeklersiedlungen) im Terrassensaal des Teutsch-Hauses in Hermannstadt vor. Als Grundlage diente ihre Doktorarbeit. Die Veranstaltung war gut besucht. Weiterlesen

Wehmütige Erinnerungen an meine beste Zeit anno 1956

Ausgabe Nr. 2902

Peter Biro, 1956 in Großwardein geboren, wanderte 1969 mit den Eltern nach Deutschland aus, wurde Arzt und zog 1987 in die Schweiz um. Seit Ende 2021 ist er in Pension, nachdem er 34 Jahre an der Universitätsklinik in Zürich gearbeitet hat. Seitheer schreibt er für verschiedene Publikationen und seine Texte sind schon ins Ungarische und ins Rumänische übersetzt worden. Seine Kindheitserinnerungen veröffentlichte er unter dem Titel „Vom Taumeln zwischen den Kulturen. Eine Kindheit in Transsylvanien” (Werd & Weber Verlag)

An einem regnerischen Septembernachmittag begann der ganze Schlamassel. Eine monströse Vorrichtung – Forceps genannt – packte mich am Schädel und zerrte mich rücksichtslos aus meinem gemütlich temperierten Refugium „ans Licht der Welt“, wie diese ungehobelten Stümper es nennen. Licht der Welt, pah! Rohe Gewalt war das, nichts weiter.

Liebe Mitgeborenen, mitleidende Geburtsopfer, hier präsentiere ich euch, wie allgemein erwartet, meine Autobiografie. Doch lasst mich eins von vornherein klarstellen: Ich widme mich nur der einzig erwähnenswerten Periode – der Zeit vor dem „Zugriff“. Alles danach? Ach, vergessen wir’s lieber. Aber diese paar Monate davor, das war pure Glückseligkeit: mit Vollpension im Wellnessbereich rund um die Uhr versorgt und verwöhnt zu werden – ein Paradies, wie es schöner nicht sein konnte.Weiterlesen

Von grundlegender Bedeutung

7. Band der ,,Quellen zur Geschichte der Stadt Hermannstadt“

Ausgabe Nr. 2902

Bei der Buchvorstellung sprachen (v. l. n. r.): Dr. Paul-Jürgen Porr, Prof. Dr. Rudolf Gräf, Mária Pakucs-Willcocks, Thomas Șindilariu, Prof. Dr. Reinhard Johler und Benjamin Józsa.                                     Foto: Laura MICU

„Was ist das?” habe er ihn gefragt, als Unterstaatssekretär und Historiker Thomas Șindilariu mit dem Vorschlag an ihn herangetreten sei, ein Buch mit dem Titel „Zwanzigstrechnungen aus dem Archiv der Stadt Hermannstadt, 1536-1623” herauszugeben, sagte der Geschäftsführer des Honterus Verlags Benjamin Józsa bei der von ihm moderierten Vorstellung dieses Buches am Mittwoch der Vorwoche im Spiegelsaal des DFDH im Beisein der Autorin Mária Pakucs-Willcocks und einiger Ehrengäste. Șindilariu habe damals knapp geantwortet: „Du wirst sehen, es ist gut.” Weiterlesen

Ein Lexikon des Leidens

,,Das Tagebuch der 66“ über den Brand im Bukarester Club ,,Colectiv“

Ausgabe Nr. 2901

Alexandra Furnea: Das Tagebuch der 66 – Die Nacht, in der ich brannte, Aus dem Rumänischen von Peter Groth, Dittrich Verlag 2024, 340 Seiten. ISBN 978-3-910732-31-5.

Dieses Jahr jährt sich der Brand vom Club „Colectiv“ in Bukarest, bei dem 65 junge Menschen ihr Leben verloren haben, zum zehnten Mal. Die Tragödie ereignete sich am Abend des 30. Oktober 2015, als 27 Menschen an Ort und Stelle und die übrigen später in Krankenhäusern an Verbrennungen und Komplikationen starben. Weitere 150 Menschen wurden verletzt, viele von ihnen blieben für ihr Leben gezeichnet. Alexandra Furnea, eine der Überlebenden, hat im Jahr 2022 das Buch „Jurnalul lui 66: Noaptea în care am ars“ (Humanitas-Verlag Bukarest) veröffentlicht. Ihr Buch, ein offenes Zeugnis der Trauer und des Kampfes mit dem Trauma, wurde letztes Jahr ins Deutsche von Peter Groth übersetzt und auf der Frankfurter Buchmesse unter dem Titel „Das Tagebuch der 66.- Die Nacht, in der ich brannte“ (Dittrich Verlag) vorgestellt.Weiterlesen

Von Tagen und Frauen, die nicht kamen

Das neueste Buch von Karin Gündisch: ,,Die Tür zum Paradies“

Ausgabe Nr. 2901

Karin Gündisch: Die Tür zum Paradies, Schiller Verlag Hermannstadt-Bonn 2024, 180 Seiten. ISBN 978-3-949583-66-7. 39 Lei/9,95 Euro. In Hermannstadt liegt das Buch in der Schiller-Buchhandlung und im Erasmus-Büchercafé auf.

Unter dem Titel „Die Tür zum Paradies“ ist vor kurzem ein Band mit Erzählungen von Karin Gündisch erschienen. Im ersten Teil hat die erfahrene Autorin, die vor allem mit ihren Kinder- und Jugendbüchern international bekannt geworden ist und heute in Hamburg lebt, neun Erzählungen zusammengestellt, die im Lauf mehrerer Jahrzehnte entstanden sind und jetzt kaum noch überarbeitet werden mussten, wie uns die Erzählerin in dem Text „Anstelle eines Nachworts“ wissen lässt. Alle in sich abgeschlossenen Geschichten haben einen Bezug zu Rumänien, wie Karin Gündisch erklärt, die auch viele Jahre in Bukarest gelebt hat.Weiterlesen

Rückblicke und Aktuelles

Mit zwei frischen Jahrbüchern durch das Neue Jahr / Von Cynthia PINTER

Ausgabe Nr. 2898

Die beiden Jahrbücher 2025.                                                Foto: die Verfasserin

Es ist schon fast zur Tradition geworden, dass zum Jahresende zu den neuen Kalendern auch zwei frische Bücher in der HZ-Redaktion landen. Es handelt sich um die beiden Jahrbücher. Das erste und inhaltsreichste ist das Jahrbuch der Allgemeinen Deutschen Zeitung für Rumänien (ADZ), das mit Unterstützung des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien mit Mitteln des Departements für Interethnische Beziehungen der Regierung Rumäniens im Druck der Honterus-Druckerei Hermannstadt herausgegeben wurde. Das zweite trägt den Titel „Prüft alles und behaltet das Gute“ und ist das Jahrbuch des Siebenbürgisch-Sächsischen Hauskalenders, der im Auftrag der Gemeinschaft Evangelischer Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben im Diakonischen Werk der EKD-Hilfskomitee und in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien von Hans-Gerhard Gross herausgegeben wurde und im Schiller Verlag Hermannstadt-Bonn erschienen ist.Weiterlesen

Anschaulich und informationsreich

Der Bildband ,,Das Harbachtal, das Kaltbachtal und der Krautwinkel“

Ausgabe Nr. 2897

Georg Gerster und Martin Rill: Das Harbachtal, das Kaltbachtal und der Krautwinkel. Hardcover, 336 Seiten, 800 Farbabbildungen, 1 Übersichtskarte, 31 Ortsgrundrisse, ISBN: 978-3-00-079021-8.

Der Bildband „Das Harbachtal, das Kaltbachtal und der Krautwinkel“ setzt die Reihe der Bände „Siebenbürgen im Flug“, „Das Burzenland“, „Hermannstadt und das Alte Land“, „Einblick ins Zwischenkokelgebiet“, „Schäßburg und die Große Kokel“ und „Mediasch und das siebenbürgische Weinland“ fort und lädt zu einer Reise durch das Harbachtal, das Kaltbachtal und den Krautwinkel ein. Weiterlesen