Humorvoll, skurril und absolut lesenswert

Kurt H. Binder erzählt aus dem „ganz normalen“ Alltag in Siebenbürgen

Ausgabe Nr. 2609

Kurt H. Binder: Mixed Pickles. Humoresken und Satiren aus dem „ganz normalen“ Alltag in Siebenbürgen und anderswo.  Schiller-Verlag, Hermannstadt-Bonn, 2018, 221 S., ISBN 978-3-946954-43-9

Humorvoll, skurril und hyperbelhaft liest sich das neueste Buch von Kurt H. Binder, das Ende vergangenen Jahres im Schiller Verlag Hermannstadt Bonn erschienen ist. „Mixed Pickles“, was zu Deutsch soviel hieße wie „Gemischtes Eingelegtes“, führt den Rumänien kennenden Leser sofort gedanklich zu dem rumänischen Begriff „murături asortate“, einer beliebten Beilage aus eingelegtem Gemüse und manchmal Obst. Erst der Untertitel klärt ein wenig über den Inhalt des Buches auf: „Humoresken und Satiren aus dem ‚ganz normalen’ Alltag in Siebenbürgen und anderswo“. „Mixed Pickles“ ist das zweite 2008 erschienene Buch von Kurt H. Binder nach „Sir Lim Erick gibt sich die Ehre“.Weiterlesen

Gegen die Traurigkeit

Große Gefühle zu meistern sollte gelernt werden

Ausgabe Nr. 2609

Eva Eland: Gebrauchsanweisung gegen Traurigkeit.  Erscheinungsdatum:  18. 02. 2019, empfohlen ab 3 Jahren, 32 S., Hanser Verlag, fester Einband, ISBN 978-3-446-26210-2.

Was kann man tun, wenn man mal ganz traurig ist? Ganz einfach: Die Traurigkeit willkommen heißen und mit ihr eine heiße Schokolade trinken. Die Autorin Eva Eland gibt in ihrer Gebrauchsanweisung gegen Traurigkeit” einige gute und einfache Ratschläge. Die deutsche Fassung dieses kleinen Büchleins, das im Februar im Hanser Verlag erscheinen wird, eignet sich gut für Kinder, aber auch für Erwachsene, denn jeder braucht mal eine kleine Aufmunterung. Weiterlesen

Sie kannten alles und alle

Edgar Hilsenrath und Hedwig Brenners Unterhaltung im Jahr 2007 in Berlin
Ausgabe Nr. 2609

Edgar Hilsenrath (1926 – 2018).                              
Foto: Christel WOLLMANN-FIEDLER

Einer der großen deutschsprachigen Nachkriegsschriftsteller war er, Edgar Hilsenrath, da gibt es keinen Zweifel. Die Themen seiner Bücher sind schwer, für so manchen kaum lesbar, zimperlich ging er auch mit der Sprache nicht um. Selbst erlebt hat er, worüber er schrieb. Am eigenen Leib hat der die Barbarei der Nazis erlebt. Aus erster Hand erfahren wir über das jüdische Leben damals als er, der in Leipzig 1926 geborene, mit der Mutter und dem Bruder vor Hitler zu den Großeltern nach Rumänien, in die Bukowina flieht. 1938 kamen die Weitgereisten dort an. Sereth/Siret ist der Ort, wo überwiegend jüdische Bewohner, auch Zigeuner, Deutsche, Ukrainer, Russen, Polen und Rumänen miteinader lebten, etwa vierzig Kilometer südlich der Hauptstadt Czernowitz.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2609

Urzellauf am 27. Januar; Ökumenische Gebetswoche; Heizkostenzuschüsse; Projekte für Benefizmarathon; Thermische Rehabilitierung; 4XCross-Wettkämpfe; DFDH veranstaltet Marienball; Hohe Rinne-Bus fährt öfter; PC-Kurs für Senioren; Kirchenburgen im HDO und im Teutschhaus; Preis für Artmania; Hebräischkurs ; Rumänisches Fernsehen in deutscher Sprache.Weiterlesen

Neujahrsempfang des Bischofs

Ausgabe Nr. 2608

Der traditionelle Neujahrsempfang des Bischofs der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien, Reinhart Guib (Bildmitte, im Hintergrund), und seiner Gattin Henriette Guib (1. v. l., im Hintergrund) fand am Freitag, den 11. Januar, im Festsaal im Bischofspalais statt. Die Wortmeldungen der Vertreter der Kirche, des Deutschen Forums, des Deutschen Konsulats u. a. bezogen sich allesamt auf die Jahreslosung „Suche den Frieden und jage ihm nach“ (Psalm 34,15). Unser Bild: Zur musikalischen Untermalung gehörte auch das „Salve Mater“ aus dem Heltauer Missale in einer Fassung von Brita Falch-Leutert gespielt von der Hermannstädter Stadtkantorin Brita Falch-Leutert (Harfe) und dem Musikwart der EKR, Jürg Leutert (Portativ). Foto: Fred NUSS

Cornel Irimie – 100 Jahre seit der Geburt

Der Ethnologe hat das Brukenthalmuseum geleitet und das Freilichtmuseum gegründet

Ausgabe Nr. 2608

War sehr oft unterwegs: Cornel Irimie in Wien, 1961.

Am 17. Januar 1919 wurde der Hermannstädter Ethnologe Cornel Irimie geboren, der seinen Lebenstraum verwirklicht hat und als Direktor des Brukenthalmuseums 1963 das Freilichtmuseum im Jungen Wald gegründet und bis zu seinem Tod 1983 geleitet hat.

„Das Freilichtmuseum war mit Sicherheit ein erfüllter Traum unseres Vaters, Cornel Irimie”, erinnern sich seine Tochter, Rodica Irimie Pascu und sein Sohn, Radu Irimie, kurz vor dem 100. Geburtstag des Ethnologen, der vor knapp 36 Jahren verstorben ist.Weiterlesen

„Im Sinne unserer Gemeinschaft“

Interview mit dem Softwareingenieur und Restaurantbetreiber Martin Müller

Ausgabe Nr. 2608

Martin Müller  im Hermania-Restaurant.
Foto: Werner FINK

Es ist nun 10 Jahre her seit das „Hermania“-Restaurant in dem ehemaligen Gebäude des Hermannstädter Musikvereins auf der Kleinen Erde/Str. Filarmonicii von Martin Müller eröffnet wurde. Hier werden  die Gäste von Kellnern in siebenbürgisch-sächsischen Trachtenhemden empfangen und die Gerichte zu 80 Prozent aus hauseigenen Produkten zubereitet. Im Gebäude übte einst auch der Männerchor „Hermania“, und der vor 180 Jahren gegründete Hermannstädter Musikverein trug nach der Fusion mit dem Chor ebenfalls diesen Namen. Später beherbergte das Gebäude auch die Hermannstädter Staatsphilharmonie. Martin Müller ist Softwareingineur und ein gebürtiger Mediascher, der 1978 im Alter von 21 Jahren nach Deutschland auswanderte, wo er studierte und 15 Jahre lang arbeitete. 1998 ist er nach Rumänien zurückgekommen, wo er seitdem an der Spitze seiner Firma SOBIS Solutions for Business im Bereich Softwarelösungen tätig ist. Im Laufe der Zeit erweiterte er hier seine unternehmerische Aktivität auch auf andere Bereiche. Über die Entstehung des „Hermania“-Restaurants sowie seine Erfahrungen als Unternehmer in Rumänien sprach Martin Müller mit dem HZ-Redakteur Werner F i n k.Weiterlesen

Graf Dracula hätte auf Blut gepfiffen…

Streiflichter von der Wiener Ferienmesse 2019 / Von Ingrid WEISS

Ausgabe Nr. 2608

Die HZ-Korrespondentin Ingrid Weiss (links) beim Rumänien-Stand mit Simion Giurcă, dem früheren Leiter des am 15. Juni 2017 geschlossenen Rumänischen Touristenamtes Wien.          
Foto: Heinz WEISS

Ja, ganz sicher! Graf Dracula hätte auf Blut gepfiffen, wenn er nur die Möglichkeit gehabt hätte, die Wiener Ferienmesse 2019 zu besuchen. Aber alles der Reihe nach: Die Messe Wien startet das neue Messejahr 2019 mit ihrem schon traditionellen Jahres-Megaevent: 850 Aussteller aus aller Welt präsentieren vom 10. bis 13. Jänner auf der Ferien-Messe Wien dem Messepublikum Destinationen und Touristikunternehmen aus mehr als 80 Ländern. Mag es draußen kalt sein, regnen oder schneien, Österreichs größte Publikumsmesse für Tourismus – ca. 150.000 Besucher – lässt in der Messe Wien die Herzen der Reiselustigen und Urlaubsuchenden zur richtigen Buchungszeit mit Tausenden Angeboten rund um den Globus höher schlagen. Weiterlesen