Vortragsreihe im Teutsch-Haus

Ausgabe Nr. 2966

Die Vortragsreihe im Rahmen der Sonderausstellung „Kirchenburgen. Erbe mit Zukunft“ eröffnete am Montag, den 6. Juli, die Präsidentin der Stiftung Mihai Eminescu Trust (MET), Caroline Fernolend (stehend rechts), die von der Leiterin des Teutsch-Hauses und Initiatorin dieser Schau, Dr. Gerhild Rudolf (stehend links) begrüßt und kurz vorgestellt wurde. Fernolend schilderte anschaulich ihre Erfahrung mit Schwerpunkt auf dem Projekt „Almen, ein lebendiges Dorf“, das 2024 mit dem Europa Nostra Preis ausgezeichnet worden ist. Neuerdings gehört ein anderes Projekt des MET zu den Finalisten des New European Bauhaus 2026-Preises. Es handelt sich um „ECO H2O“, die ökologische Kläranlage in Deutsch-Weißkirch. Nur noch am 10. Juli kann man dafür stimmen unter https://prizes.new-european-bauhaus.europa.eu/public-vote                                                            Foto: Beatrice UNGAR

 

Ein wundervoller Auftakt

Der dritte Großauer Orgelsommer hat vielversprechend begonnen

Ausgabe Nr. 2966

Das Collegium Musicum Brukenthal gestaltete am Freitag danach die Mittagsmusik in der Ferula der evangelischen Stadtpfarrkirche in Hermannstadt (v. l. n. r.): Jürg Leutert, Thomas Friedlaender, Felicia Graf, Sophia Potter, Brita Falch Leutert und Alex Potter.                   Foto: Beatrice UNGAR

Das Collegium Musicum Brukenthal, hat seine Zuhörerinnen und Zuhörer schon oft begeistert. Zu Beginn des Orgelsommers in der evangelischen Kirche in der Großauer Kirchenburg wartete das Ensemble unter der Leitung von Brita Falch Leutert und Jürg Leutert mit einer ganz besonderen, internationalen Besetzung auf. Das Musikerehepaar hatte bei der Planung und Ausgestaltung des Abends die Idee verfolgt, zwei hohe Stimmen mit zwei ähnlich hoch klingenden Instrumenten – Geige und Cornetto – zusammenzubringen, ergänzt durch den Kontrabass und die Orgel als strukturgebendem Basso continuo. Weiterlesen

Zuflucht und Hoffnungsquelle zugleich

Werke von Helene Fink und Trude Vandory im Museum der Stadt Mediasch

Ausgabe Nr. 2966

Bei der Eröffnung der Ausstellung sprachen Viorel Ștefu, Ulrich Fink und Romulus Boieru (v. l. n. r.).                                                    Fotos: Werner FINK

„ARTA – un refugiu și izvor al speranței“ („Die Kunst – Zuflucht und Hoffnungsquelle“) lautet der Titel der Sonderausstellung, die Ende Juni im Mediascher Stadtmuseum eröffnet wurde. Dabei ging es es um zwei siebenbürgische Künstlerinnen. Beide waren in Böhmen geboren, haben in Siebenbürgen gelebt und waren Freundinnen: Helene Fink und Trude Vandory. „Die Ausstellung soll vor allem als eine Anerkennung und Würdigung von Helene als Künstlerin und ihrer Freundschaft mit Trude dienen“, teilte der Initiator der Ausstellung Ulrich Fink der HZ mit. Die Ausstellung kann bis zum 31. August besichtigt werden.Weiterlesen

Zum Abschluss sang das Publikum mit

Zwei Bachchöre konzertierten in Schäßburg und in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2966

Die beiden Bachchöre gestalteten am Sonntag, den 5. Juli, den Gottesdienst in der evangelischen Stadtpfarrkirche musikalisch mit. Foto: Privat

Zwei Bachchöre traten am Samstag, dem 4. Juli, gemeinsam in der evangelischen Stadtpfarrkirche in Hermannstadt auf: der Dresdener Bachchor unter der Leitung von Elke Voigt und der Hermannstädter Bachchor unter Leitung von Jürg Leutert. Stadtkantorin Brita Falch Leutert übernahm das Orgelspiel.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2966

Hermannstädter Rallye bis Sonntag

Hermannstadt. – Die Hermannstädter Rallye findet vom 10. bis 12. Juli in Hermannstadt und Umgebung statt. Der offizielle Start ist heute, am 10. Juli, ab 18 Uhr auf dem Unirii-Platz (beim Dumbrava-Kaufhaus), es folgt ab 21 Uhr ein Nachtrennen durch die Stadt. Am Samstag, dem 11. Juli, ist der Marathon-Tag eingeplant, durch Cheile Cibinului, bis Gâtul Berbecului und Rășinari, mit einer Nachtprüfung bei Șanta. Am Sonntag, dem 12. Juli, wird wieder bei Șanta gefahren. Abschluss der Rallye ist etwa um 15 Uhr auf dem Großen Ring, wo die Siegerehrung stattfindet. Das Publikum hat ausschließlich Zugang zu den von den Veranstaltern speziell eingerichteten und deutlich gekennzeichneten Bereichen. Diese und das genaue Programm ist auf www.raliul-sibiului.ro zu finden.Weiterlesen

25. Kronenfest in Kerz

Ausgabe Nr. 2965

Das 25. Kronenfest nach der Wende fand als Gemeindefest des Hermannstädter Bezirks der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien am 28. Juni in Kerz statt. Einen Bericht dazu gibt es in unserer nächsten Ausgabe. Unser Bild: Der waschechte Kronenbezwinger Radu Pop hält die traditionelle Rede, es folgte ein regelrechter Bonbon-Regen aus der Krone, bei dem alle anwesenden Kinder voll auf ihre Rechnung kamen.       Foto: Beatrice UNGAR

Ein Herz und eine Seele: FITS und Hermannstadt

Die meisten Indoor-Aufführungen des Theaterfestivals waren ausverkauft

Ausgabe Nr. 2965

Auch nach dem Tod versucht der „Hausengel“ ihren Sohn vor der Gewalt des Mannes zu schützen.                                  Foto: Diana RACZ/FITS

FITS 2026: 10 Tage lang verwandelte sich Hermannstadt erneut in die größte Bühne Rumäniens. 5.000 Künstler aus aller Welt pilgerten in die Stadt am Zibin, wo zwischen dem 19. und 28. Juni die 33. Ausgabe des Internationalen Theaterfestivals (FITS) unter dem Motto „Suflet“ (Seele) stattgefunden hat. Der Ausnahmezustand war überall in der Altstadt zu erleben, wo Schauspieler Straßenshows boten, Musiker Konzerte gaben und Akrobaten Zirkuseinlagen zeigten. Aber die richtigen Theaterfans fanden sich in den vielen Sälen der Stadt ein, um die neuesten Inszenierungen zu sehen.Weiterlesen

In andere Welten entführt

Musikalische Darbietungen im Rahmen des 33. Theaterfestivals

Ausgabe Nr. 2965

Ein aufsehenerregendes und bewegendes Konzert boten in der Synagoge unter dem Titel „Mediterrane Geheimnisse“ Nimrod Ben Natan (Gitarre), Nataly Oryon (Gesang, Perkussion, Komposition) und Sagi Arad (Bouzouki, Mandolien, Gitarre und Querflöte).

„Sie können doch nicht ein so großes Festival auf die Beine stellen, ohne für ausreichend große Räumlichkeiten zu sorgen!“ Diesen Vorwurf musste sich Festivaldirektor Constantin Chiriac am Sonntag anhören, als er das Forumshaus betrat. Die Schlange der an der Konferenz mit Ștefan Câlția, Andrei Pleșu und Emil Hurezeanu Interessierten reichte bis zum Tor. Zwar waren im Vorraum des Spiegelsaals Bildschirme aufgestellt, auf denen die Konferenz verfolgt werden konnte, aber viele der Anwesenden mussten enttäuscht weggehen. Nicht enttäuscht wurden die Musikliebhaber von dem ihnen gewidmeten Programm des Hermannstädter Internationalen Theaterfestivals. Weiterlesen

„Am Ende zählt das Ergebnis“

Gedanken zum WM-Aus Deutschlands

Ausgabe Nr. 2965

Waldemar Anton (Nr. 3) will es nicht glauben: Deutschland fliegt gegen Paraguay früh aus dem Turnier.             Foto: © Federico Gambarini/dpa

Der vierfache Weltmeister und achtfache Finalist Deutschland scheidet verdient bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 im ersten K.o.- Spiel, nach Elfmeterschießen, gegen Paraguay aus! Was ist das Sensationelle an dieser Schlagzeile? Nichts, denn bei unabhängiger Betrachtung liegt der letzte Weltmeistertitel 12 Jahre zurück. Weiterlesen

Neue Kindertagesstätte

Ausgabe Nr. 2965

Eine weitere städtische Kindertagesstätte mit 70 Plätzen wurde in Hermannstadt gebaut, an der Poplaker Straße/Calea Poplăcii, gegenüber der Kommandatur der Rumänischen Gendarmen. Die Investition wurde von der Nationalen Investitionsgesellschaft (CNI) mit nicht rückzahlbaren EU-Mitteln aus dem PNRR-Programm (13,9 Millionen Lei) und einer Kofinanzierung durch das Ministerium für Entwicklung, öffentliche Arbeiten und öffentliche Verwaltung (3,6 Millionen Lei) durchgeführt. Die Kindertagesstätte verfügt u. a. über 7 Schlafzimmer, 4 Spielzimmer, einen Essbereich, einen Empfangsbereich mit Abstellraum für Kinderwagen und eine Krankenstation mit Isolationsraum. Anfang Juli ist die Abnahme der Bauarbeiten geplant. Verwalter ist der Kindergarten Nr. 22, zu der die Kita gehören wird. Bevor die Anmeldung der Kinder möglich ist, müssen auch vom Bildungsministerium Genehmigungen erhalten werden. Unser Bild: Bei der Präsentation der Kita wurde Minister Cseke Atilla (3. v. r.) von Bürgermeisterin Astrid Fodor (1. v. l.) begrüßt.                                            Foto: Presseamt der Stadt

 

Wo das Land im Wasser versinkt

Dan Ivans Erinnerungen an das Donaudelta der komunistischen Jahre

Ausgabe Nr. 2965

Dan Ivan: Meile 23. Geschichten aus dem Donaudelta. Aus dem Rumänischen von Peter Groth. Dittrich Verlag in der Velbrück GmbH Verlage, Weilerswist-Metternich 2026, 146 Seiten, ISBN 978-3-912155-60-0. www.dittrich-verlag.de

Es gibt Bücher über die kommunistische Zeit, die vor allem Repression, Angst und die Tristesse einer vergangenen Epoche in den Mittelpunkt stellen. Und es gibt Bücher, die hinter den politischen und ideologischen Kulissen die Menschen, ihre Geschichten und jene Formen von Solidarität sichtbar machen, die das Leben trotz aller Widrigkeiten erträglich machten. Dan Ivans „Meile 23“, das Peter Groth für den Dittrich Verlag ins Deutsche übersetzt hat, gehört eindeutig zur zweiten Kategorie. Der Band versammelt Geschichten aus dem Donaudelta, die autobiographische Erfahrungen mit literarischer Gestaltung verbinden. Die rumänische Originalausgabe erschien bereits 2019 unter dem Titel „Mila 23“ im Bukarester Nemira-Verlag.Weiterlesen

150 Jahre Rumänisches Rotes Kreuz

Ausgabe Nr. 2965

Am 4. Juli feiert nicht nur die USA den 250. Unabhängigkeitstag, sondern auch das Rumänische Rote Kreuz sein 100. Gründungsjubiläum. Im Vorfeld hat gestern, den 2. Juli, eine Festgala im Rumänischen Athenäum stattgefunden, moderiert von Iuliana Tudor, Botschafterin des Rumänischen Rotes Kreuzes. Die unter der Schirmherrschaft von Prinzessin Margareta stehende Organisation ist am 4. Juli 1926 gegründet worden und hat sich schon 1927 ein eigenes Haus gebaut, in der Str. Biserica Amzei nr. 29 (unser Bild), als ein Symbol der Unabhängigkeit von staatlichen Einrichtungen und des langfristigen humanitären Einsatzes. Vor einigen Jahren musste die Organisation in ein Gebäude in der Str. Pictor Daniel Rosenthal 36 umziehen, weil das Gebäude in der Biserica Amzei als hochgradig erdbebengefährdet eingestuft worden ist und nun saniert werden muss.                                  

Text und Foto: Beatrice UNGAR

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2965

Infrarot im Spiegelsaal

   Hermannstadt. – Die Vernissage der Ausstellung „Infrarot: Kommunismus aus der Perspektive der nationalen Minderheiten in Rumänien“ findet am Donnerstag, den 9. Juli, 19 Uhr im Spiegelsaal des Deutschen Forums Hermannstadt statt. Zu besichtigen ist die Ausstellung anschließend bis 20. September in der Synagoge (Mo.-Fr. 9-13 Uhr).

Das Projekt der Fachschaftsredaktion „Das Politicum“ der Universität Bonn basiert auf einer qualitativen Studie zu den Erfahrungen nationaler Minderheiten in Rumänien während der kommunistischen Zeit, durchgeführt in Rumänien, Belgien und Deutschland. Im Rahmen dieser deutsch-rumänischen Zusammenarbeit zwischen Studierenden wurden 13 Interviews mit Angehörigen von acht nationalen Minderheiten in Rumänien geführt. (BU)

 

Sibiu Sands zum 13. Mal

Hermannstadt. – Die 13. Auflage des Strandvolleyballwettkampfs „Sibiu Sands” findet bis 7. Juli auf dem Kleinen Ring statt. Bis 5. Juli finden die Hobby-Wettkämpfe statt, am 6. und 7. Juli die U18 der Frauen. Der Höhepunkt der Veranstaltung findet vom 9. bis 12. Juli statt, dann wird Hermannstadt durch die Ausrichtung des Turniers „Beach Pro Tour Futures – Women“ offiziell Teil der internationalen Beachvolleyball-Szene. Programm unter https://beachvolleyromania.ro. Näheres auf Facebook (Sibiu Sands). (RS)Weiterlesen