Er blickt auf turbulente Jahre zurück

Der gebürtige Hermannstädter Schauspieler Karlheinz Maurer wird 80

Ausgabe Nr. 2694

Karlheinz Maurer  2019 bei der Adventsfeier der Freiburger Kreisgruppe.        Foto: die Verfasserin

Wann ist der beste Zeitpunkt, über das Leben und Wirken eines Menschen zu berichten, wenn nicht zu einem runden Geburtstag?! Auf turbulente 80 Lebensjahre kann der am 21. Oktober 1940 in Hermannstadt geborene Schauspieler und Regisseur Karlheinz Maurer zurück blicken. Heute lebt er in Gundelfingen bei Freiburg und ist aus dem Kulturleben der Siebenbürger in Freiburg nicht mehr wegzudenken. Weiterlesen

Ein Tropfen Hoffnung in der Pandemie

17. Auflage des Studententanzfestivals hat in Hermannstadt stattgefunden

Ausgabe Nr. 2694

Die 17. Auflage des vom Hermannstädter Studentenkulturhaus organisierten Studententanzfestival hat am Wochenende im ,,Ion Besoiu“-Kulturzentrum stattgefunden. Unser Bild: Los ging es am Freitagabend mit der Show „Te naști, trăiești și pleci“ (Du wirst geboren, du lebst, du gehst) von ,,One Dream“ aus Kronstadt in der Choreografie von Iolanda Popescu.                   Foto: Werner FINK

Vergangenen Freitag und Samstag fand die 17. Auflage des Studententanzfestivals statt, wobei sich die Veranstalter in diesem Jahr entschlossen, das Konzept des Festivals aus Sicherheitsgründen zu verändern. So gab es dieses Mal keinen Tanzwettbewerb wie gewohnt, sondern Vorstellungen von vier Gruppen aus vier Universitätszentren an zwei Abenden. Das Studentenfestival fand auch nicht wie im vergangenen Jahr auf dem Kleinen Ring, sondern im „Ion Besoiu“-Kulturzentrum statt. Das Thema der Pandemie konnte natürlich auch beim Tanzen nicht fehlen und wurde in einer der Aufführungen eingebaut. Weiterlesen

Sächsisches Liederheftchen Anno 2020

Neuauflage einer kleinen Musiksammlung für spontanes Singen geplant

Ausgabe Nr. 2694

E Līdchen hälft äng. Saksesch Līderheftchen für zwo Gesangsstämmen mät Gitarrenbeglīdung. Version 2.0 – erwektert uch vuëlständij iwerarbet.

Anfang der neunziger Jahre entstand in „vielen Nächten, mit Schreibmaschine und jeder Menge Handarbeit, ein Bändchen mit 21 sächsischen Volks- bzw. volkstümlichen Liedern”. Der Kompilator war der damalige Student Udo-Jürgen Weber. Das Büchlein war seinerzeit schnell vergriffen, jetzt spielt der Autor – der selber auch einige Lieder im Buch komponiert hat – mit dem Gedanken einer Neuauflage. Mit ihm führte die HZ-Redakteurin Ruxandra S t ă n e s c u folgendes Interview.Weiterlesen

Freundschaft und Menschlichkeit

Sechsjähriger Schauspieler auf der Bühne des Gong-Theaters

Ausgabe Nr. 2694

„Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry feierte am Freitagabend Vorpremiere am Hermannstädter Gong-Theater für Kinder und Jugendliche. Weitere Aufführungen des Theaterstücks sind für Ende November geplant. Unser Bild: Die Darsteller im Stück sind Eliza Păuna, Alexandra Șerban, Carol Pușcariu und Paul Bondane (v. l. n. r.).                                      Foto: Cynthia PINTER

„Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry wurde schon oft für die Theaterbühnen der Welt umgesetzt. Nun dürfen sich auch die Hermannstädter an dem modernen Kunstmärchen, das fast immer als Plädoyer für Freundschaft und Menschlichkeit interpretiert wird, erfreuen. Am Freitag, dem 9. Oktober fand die Vorpremiere des Theaterstücks, unter der Regie von Bobi Pricop, am Kinder- und Jugendtheater „Gong“ statt. Am ganzen vergangenen Wochenende wurden fünf Vorstellungen gezeigt, alle fünf waren Tage davor schon ausverkauft.Weiterlesen

Zwei Stücke in einem Band

Theaterstücke von Friedrich Schuller im Ludwigsburger Pop-Verlag erschienen

Ausgabe Nr. 2694

Frieder Schuller: Ossis Stein. Zwei Theaterstücke, Pop Verlag Ludwigsburg, 2020, Reihe Theater Band 3. 244 Seiten, ISBN 978-3-86356-305-9.

Egal was andere in die Securitate-Akte „Otto Stein“ hineininterpretieren mögen, Frieder Schuller hält zu seinem Freund und Kollegen Oskar „Ossi“ Pastior. Nach Pastiors Tod, am 4. Oktober 2006, kamen im Jahre 2010 Vorwürfe auf, der Dichter hätte in den 60er Jahren unter dem Decknamen „Otto Stein“ für den damaligen rumänischen Geheimdienst gearbeitet und seine eigenen Freunde ausspioniert. Die Literaturwelt begann, den Poeten zu kritisieren und selbst sein künstlerisches Erbe in Frage zu stellen. Schuller wagte eine etwas andere Annäherung an Pastiors Geheimdienstvergangenheit. Das daraus entstandene Theaterstück ,,Ossis Stein oder Der werfe das erste Buch“ sowie das Stück ,,Tanz mit der Stille“ sind vor kurzem in einem Band erschienen.Weiterlesen

Wert auf überlieferte Traditionen gelegt

Online-Laden für traditionelle landwirtschaftliche Produkte eröffnet

Ausgabe Nr. 2694

Den meist beklatschten Auftritt boten  die selbstbewusst tanzenden Kindern von dem Ensemble ,,Călușerii Rășinari”.                 Foto: Fred NUSS

Essen, Tanz und Getränke gehen immer, konnte man auch im Falle der Sonderveranstaltungen feststellen, die am Samstag im Freilichtmuseum im Jungen Wald stattgefunden haben. Während bei der Eröffnung der Ausstellung ,,164 Jahre seit Abschaffung der Sklaverei für Roma“ außer den Veranstaltern nur drei Besucher dabei waren, wimmelte es von Menschen an der Abstandsgrenze auf dem Dorfmarkt in der Nähe, von wo auch dauernd rumänische Volksmusik ertönte.

Hier hatte der Verein ,,Tradiții sibiene“ zur Präsentation des online-Ladens für traditionelle landwirtschaftliche Produkte – http://www.tradi tiisibiene.org – eingeladen.Weiterlesen

Feinfühlige Annäherungen

Die Siebenbürgen-Bilder des Dresdener Fotografen Thomas Heller

Ausgabe Nr. 2694

Thomas Heller: „Siebenbürgen süße Heimat“. Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale), 2020, 128 Seiten, ISBN 978-3-96311-375-8.

„Siebenbürgen, süße Heimat“. Die Anfangszeile der letzten Strophe des Siebenbürgenlieds habe ich, der ich selbst keine familiären Bezüge zu Siebenbürgen habe, zum ersten Mal als Kind in gestickter Form in den frühen 1970er Jahren wahrgenommen.

Sie zierte in biedermeierlichen Lettern einen selbst gestickten Wandbehang, den sich eine gebürtige Hermannstädterin aufgehängt hatte – in ihrem bescheidenen Zimmer in Oberbayern. Ihre Tochter und ihr Schwiegersohn zählten zum Freundeskreis meiner Eltern. Der vor kurzem im Mitteldeutschen Verlag erschienene Bildband des Dresdener Fotografen Thomas Heller trägt als Titel diesen Vers und erweckte bei mir eine erste spontane Assoziation: Weiterlesen

Rosenkranz, Celan und der Dorfschreiber

Gespräch mit dem Filmemacher, Schriftsteller und Dramatiker Frieder Schuller

Ausgabe Nr. 2694

Frieder Schuller.
Foto: Manuel STÜBECKE

Frieder Schullers Film „Im Süden meiner Seele“ über die Bukarester Jahre von Paul Celan wurde aus Anlass des 100. Geburtstages bzw. des 50. Todestages des am 23. November 1920 in Czernowitz geborenen und am 20.April 1970 in Paris verstorbenen Dichters in diesem Jahr schon zum dritten Mal in Berlin gezeigt, im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen dem Deutschen Kulturforum östliches Europa in Potsdam und dem Bundesplatzkino   Berlin.

Im Juli 2020 hat die Berlin-Korrespondentin der Hermannstädter Zeitung, die Autorin und Fotografin Christel W o l l m a n n-F i e d l e r, folgendes Interview mit dem Filmemacher, Schriftsteller und Dramatiker Frieder Schuller geführt:Weiterlesen

Ein neues Miteinander

Hermannstädter Gespräche zum Thema Corona

Ausgabe Nr. 2694

Unter Befolgung der Abstandsregeln und der Maskenpflicht fand die Gesprächsrunde im Spiegelsaal des DFDH statt. Foto: Dragoș DUMITRU

Vermutlich wurde in diesem Jahr kein Wort öfter in den Mund genommen als Corona. Die Corona-Krise wurde zum Bestandteil eines jeden Alltags, bereitet den meisten Kummer und Sorgen und veränderte uns und unser Miteinander. Die Frage ,,Was hat  die Corona Krise verändert?“ wurde am Abend des 8. Oktober im Spiegelsaal des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt (DFDH) im Rahmen der Reihe ,,Hermannstädter Gespräche“ diskutiert. Weiterlesen