Keine Lockerungen ab dem 1. Juli

Kinosäle und Restaurants bleiben in Rumänien weiterhin geschlossen

Ausgabe Nr. 2679

Auf dem Samstagsmarkt vor der Transilvania-Halle sind ab Anfang Juli auch neue Produzenten dabei, meldet der Hermannstädter Kreisrat.  Die Liste der Produzenten, die bis Ende des Jahres hier verkaufen dürfen, ist unter www.cjsibiu.ro/wp-content/uploads/2020/06/LISTĂ-PRODUCĂTORI-ADMIȘI-SEM-2-2020.pdf zu finden.               Foto: Kreisrat Hermannstadt

Die viel erwarteten Lockerungsmaßnahmen ab dem 1. Juli werden noch nicht eingeführt, die Anzahl der Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 ist in den letzten Tagen in Rumänien nicht gesunken. Das Verfassungsgericht hat entschieden, dass die obligatorische Krankenhauseinweisung von positiv getesteten Personen durch Ministerialverordnung verfassungswidrig und „regelrecht ein Freiheitsentzug” ist. Die obligatorische Einweisung in Krankenhäuser in den letzten Monaten war immer wieder ein Thema in den letzten Wochen, das von vielen SARS-CoV-2-Infizierten ohne Symptome kritisiert wurde. Die Richter haben erklärt, dass eine solche Maßnahme nur per Gesetz getroffen werden darf und diese die letzte Option zur Eindämmung der Ausbreitung einer Krankheit sein müsste.Weiterlesen

Schreiben ist Überleben

Interview mit der Autorin und Fernsehjournalistin Christel Ungar-Țopescu

Ausgabe Nr. 2679

 

Christel Ungar-Țopescu in der AKZENTE-Redaktion.  Foto: Alexander SCHWARZ

Jedes Mal, wenn sie in die Redaktion der Hermannstädter Zeitung kommt, ist es, als ob ein Wirbelwind durch die Räume zieht. Lebhaft schildert sie meistens noch im Gehen, was sie gerade erlebt hat und man kann einfach nicht weghören. Man fühlt sich geradezu verpflichtet, auch als introvertierter Mensch, an dem Gespräch teilzunehmen.

Christel Ungar-Țopescu weckt die Lebensgeister mit ihrer fröhlichen, erquickenden Art zu sein. Die meisten kennen sie vom Fernsehen, aus der Sendung „Akzente“, doch sie ist nicht nur Journalistin, sondern auch Dichterin und Musikerin. Christel Ungar-Țopescu hat gerade ihren vierten Gedichtband „Du bist mein Kreuz/ Tu ești crucea mea“ zweisprachig in der Übersetzung von Beatrice Ungar, im Honterus-Verlag publiziert.

Sie feiert jetzt, im Juli, nicht nur ihren 54. Geburtstag, sondern auch 30 Jahre, seitdem sie beim Rumänischen Fernsehen in Bukarest tätig ist. Über Lyrik, Musik und ihre Arbeit als Fernsehjournalistin sprach Christel Ungar-Țopescu mit HZ-Redakteurin Cynthia P i n t e r:  Weiterlesen

Neuer DWS-Vorstand gewählt

DWS-Mitgliederversammlung im Hof des Teutsch-Hauses

Ausgabe Nr. 2679

 

Der neue Vorstand (v. l. n. r.): Alexander Firsching, Jürgen Schmidt, Harald Friedrich, Wolfgang Köber, Joseph Rückert und Wolfgang Alexander Guib. Auf dem Gruppenfoto fehlt Stephan Braune.    Foto: Werner FINK

Vergangenen Mittwoch wurde im Rahmen der ordentlichen Mitgliederversammlung des Deutschen Wirtschaftsclubs Siebenbürgen (DWS) nach dem Durchgehen der Punkte der Tagesordnung der neue Vorstand gewählt. Nach den Lockerungen der Maßnahmen im Zuge der Coronavirus-Pandemie konnte die Versammlung  schließlich stattfinden, allerdings nicht wie gewöhnlich im Sitz des DWS sondern im Hof des Friedrich Teutsch-Kultur- und Begegnungszentrums, damit die derzeitigen Vorgaben eingehalten werden konnten. Weiterlesen

Mediasch und die Raumfahrt

1935 ließ Oberth seine erste Flüssigkeitsrakete steigen

Ausgabe Nr. 2679

Auf dem Sonderbriefumschlag mit dem Sonderstempel sind ein Foto der Mediascher Fliegerschule von 1935 und ein Porträt von Hermann Oberth abgebildet.

Um der 85 Jahre zu gedenken, seit Professor Hermann Oberth (1894-1989) im Jahr 1935 in Mediasch an der Fliegerschule seine erste Flüssigkeitsrakete hatte steigen lassen, hat der Mediascher Philatelist Liviu Pintican einen Sonderbriefumschlag mit einem Sonderstempel bei der Rumänischen Post in Auftrag gegeben. Da man das genaue Datum dieses Ereignisses nicht kennt, ist der Sonderstempel mit dem Geburtsdatum von Oberth versehen, der am 25. Juni 1894 in Hermannstadt geboren wurde.Weiterlesen

Zur Freiheit befreit

Hans Klein veröffentlicht neuen Kommentar zum Brief des Paulus an die Galater

Ausgabe Nr. 2679

 

Der Brief des Paulus an die Galater. Übersetzt und erklärt von Hans Klein. Honterus-Verlag Hermannstadt, 2020, 215 Seiten, ISBN 978-606-008-045-9

Es ist sehr erfreulich, dass der emeritierte Theologieprofessor für Neues Testament Hans Klein schon bald nach seinem Buch, in dem er den Römerbrief ausgelegt hat, nun  im Hermannstädter Honterus Verlag eine sehr anregende  Auslegung des Galaterbriefes folgen lässt. Das über 200 Seiten umfassende Buch zeugt von tiefschürfender wissenschaftlicher Arbeit, ist aber nicht nur für Fachtheologen, sondern auch für interessierte Laien fesselnd und gut verständlich abgefasst. Der Autor lädt den Leser und die Leserin ein, sich mit ihm in die antike, hellenistische Geisteswelt der apostolischen Zeit zu versetzen, um das damalige Wort in seiner Besonderheit und praktischen Zuspitzung zu verstehen, es aber zugleich auf das eigene innere Leben anzuwenden und in diese unsere Zeit zu übertragen. Weiterlesen

Terrassen am Huetplatz

Ausgabe Nr. 2679

Auf dem inzwischen seit bald einem Jahr aufgrund eines Stadtratsbeschlusses autofreien Huetplatz können die Hermannstädter und ihre Gäste auf den Terrassen im Schatten der Lindenbäume oder der Sonnenschirme unter Einhaltung der Abstandsregelungen einen  Kaffee genießen oder auch verschiedene Gerichte probieren. Unser Bild: Von einem der Tische auf der Terrasse des Atrium-Cafés hat man einen schönen Blick auf die Rückseite des Luxemburghauses.

Foto: Fred NUSS

Neue Sprachregelungen

Ausgabe Nr. 2679

Die Zeiten sind definitiv vorbei, als wir noch unbedacht sprechen konnten wie uns der Schnabel gewachsen war. Apropos Schnabel, auch diese Formulierung muss ab sofort unterlassen werden, denn es wäre möglich, dass irgendeine Amsel, Drossel, Fink und Star, ja sogar die ganze Vogelschar sich veräppelt vorkommen könnte, wenn es im Vorbeifliegen einen solchen Sprachfetzen aufschnappte. Dann könnte das arme Tier für den Rest seines Lebens in Depressionen ver-  (und sogar vom Himmel herunter-) fallen. Generell sollten solche oder ähnliche Metaphern aus dem Tierreich vermieden werden, wenn man es sich mit den Tierschützern nicht verderben will. Also, ab jetzt bitte nicht mehr vom „Hundewetter“ sprechen, und man darf sich auch nicht mehr „pudelwohl“ fühlen. Selbst für das, was man bei Vögeln als generell übliche Tätigkeit annimmt, auch dafür sollte man sich lieber eines artneutralen Ausdrucks bedienen; zum Glück hält die Umgangssprache der ungerechterweise weniger gehobenen Bildungsschichten, genügend Alternativen dafür parat.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2679

Foto: Focus Photos

Sonderausstellung im Teutsch-Haus

Hermannstadt. – Die Ausstellung „PANORAMA. Hermannstadt-Sibiu“ mit Fotografien von Stefan Jammer ist am Mittwoch eröffnet worden und ist bis zum 15. Dezember 2020 im Friedrich Teutsch-Kultur- und Begegnungszentrum zu besichtigen. Die Ausstellung wurde mit der finanziellen Unterstützung des Konsulats der Bundesrepublik Deutschland in Hermannstadt und des Landeskonsistoriums der EKR realisiert. Das Demokratische Forum der Deutschen in Rumänien fördert den Katalog, und das Hermannstädter Bürgermeisteramt bewirbt die Ausstellung.

 

Wasser wird teurer

Hermannstadt. – Die Hermannstädter Wassergesellschaft erhöht ab dem 1. Juli die Wasser- und Abwasserpreise um 9 bzw. 6 Bani pro Kubikmeter. Das Wasserwird 3,70 Lei (3,39 Lei ohne MwSt) und das Abwasser 2,55 Lei (2,34 Lei ohne MwSt) kosten. Die Preise werden erhöht, weil im letzten Jahr die Inflationsrate gestiegen ist. (RS)       Weiterlesen