Leichtes Wachstum, große Aufgaben

Die Evangelische Kirche A. B. in Rumänien zieht Bilanz und blickt auf neue Projekte

Ausgabe Nr. 2953

Die Pressekonferenz der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien fand in Räumlichkeiten der Heltauer Kirchenburg statt. Unser Bild (v. l. n. r. ): Bischof Reinhart Guib, Cristian Cismaru und Stadtpfarrer László-Zorán Kézdi.

„Herzlich willkommen in der Heltauer Kirchenburg“, begrüßte Stadtpfarrer László-Zorán Kézdi die anwesenden Journalistinnen und Journalisten und verwies auf die besondere Atmosphäre des Ortes. Die dicken Mauern und der weite Innenhof standen am Dienstag, dem 24. März, nicht nur für Geschichte, sondern auch für Gegenwart und Zukunft der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien (EKR). Anlass war eine Pressekonferenz, bei der die Kirchenleitung ihr jährliches Update gab und zugleich einen Ausblick auf geplante Projekte im Jahr 2026 präsentierte.Weiterlesen

Haarwurzel um Haarwurzel

Haarentfernung durch Elektrolyse gibt es auch in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2953

Mit der dünnen Nadel sticht Alexandra Căbulea in die Haarwurzel.

Viele Frauen träumen von einem haarlosen Körper und gehen regelmäßig zur Kosmetikerin, um die Haare durch altbewährte Methoden wie Waxing, Laser oder IPL entfernen zu lassen. Diese Arten von Haarentfernung sind zwar dauerhafter als die Rasur, aber halten die Haare nicht für immer davon ab, wieder zu wachsen. Dagegen gibt es seit vier Jahren auch in Hermannstadt eine Lösung, einen Kosmetiksalon, wo die ungewollten Haare endgültig und für immer entfernt werden können: bei Alexandra Căbulea von PHR Clinique.Weiterlesen

Gotik in den Karpaten

Hermannstädter Beteiligung an Ausstellung in Krakau

Ausgabe Nr. 2953

Die Engelspietà aus Groß-Kopisch hängt heute in der Hermannstädter evangelischen Stadtpfarrkirche im nördlichen Querschiff.    Foto: Beatrice UNGAR

Unter dem Titel „Gotik in den Karpaten” wird am 9. April im Nationalmuseum in Krakau (Muzeum Narodowe w Krakowie) eine Sonderausstellung eröffnet, die sich zum Ziel gesetzt hat, erstmals Kunst aus dem späten Mittelalter aus allen Ländern der Region zu zeigen. Weiterlesen

Freude in Blackpool

Ausgabe Nr. 2953

Das Tänzerpaar Rareș Cojoc und Andreea Emilia Matei hat am vergangenen Wochenende die Goldmedaille beim WDSF GrandSlam des „Blackpool Dance Festivals“ in Großbritannien gewonnen – ihr erster Sieg dort nach dem zweiten Platz im Jahr 2025. Die beiden hatten 2025 beim 10. Transylvanian Grand Prix in Hermannstadt den ersten Weltmeistertitel für Rumänien gewonnen. Die Veranstaltung in Blackpool ist mit 125 Jahren das älteste Tanzfestival der Welt und fand vier Tage lang zwischen dem 26. und dem 29. März statt, mit über 1.250 teilnehmenden Paaren aus aller Welt. Das Finale in der Kategorie „Adult Standard“ wurde im Empress Ballroom ausgetragen, mit 102 Paaren am Start. Die Rumänen zogen direkt ins Halbfinale ein und dominierten das 25-minütige Finale. Dieser Erfolg ergänzt die 2025 in Wuxi, Stuttgart und Rom gewonnenen Tanz-Wettbewerbe und bestätigt sie mit 6022 Punkten als Weltmeister.

Foto: Facebook-Seite des Rumänischen Tanzsportverbands

Zusammenklang von Lyrik und Winkelmaß

Reinhardt Schuster stellt im Teutsch-Haus in Hermannstadt aus

Ausgabe Nr. 2953

Reinhardt Schuster vor zwei seiner Bilder mit erfundenen Schriftzeichen.

Unter dem Titel Memento, steht die Ausstellung mit Werken des aus Siebenbürgen stammenden Künstlers Reinhardt Schuster, die am 20. März im Terrassensaal im Friedrich Teutsch-Begegnungs- und Kulturzentrums in Hermannstadt im Beisein des Künstlers eröffnet wurde. Nach einführenden Worten der Leiterin des Teutsch-Hauses, Dr. Gerhild Rudolf, stellte Dr. Irmgard Sedler, Vorsitzende des Trägervereins Siebenbürgisches Museum Gundelsheim e. V. das Werk und Leben von Reinhardt Schuster vor. Lesen Sie im Folgenden ihre Ausführungen, die sie der HZ freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat: Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2953

Farbenfroh trotz Regenwetter präsentierte sich der Schillerplatz in Hermannstadt seit Wochenbeginn. Die Magnolie und die Forsythia blühen und duften mit anderen Ziersträuchern um die Wette. An den nächsten beiden Oster-Wochenenden werden höhere Außentemperaturen und auch Sonnenschein erwartet. Foto: Cynthia PINTER

In eigener Sache

Da der 10. April, Karfreitag, und der 13. April, Ostermontag, arbeitsfrei sind, erscheint die nächste Ausgabe der HZ am 17. April.

Die Redaktion

 

EKR zählt 10.885 Gemeindemitglieder

Hermannstadt. – 10.885 Mitglieder zählte die Evangelische Kirche A. B. in Rumänien (EKR) laut den diesbezüglichen Meldungen der Bezirksdekanate am 31. Dezember 2025. Die meisten Mitglieder, 4.140 befinden sich im Kirchenbezirk Kronstadt, es folgen die Kirchenbezirke Hermannstadt (2.413), Schäßburg (2.106), Mühlbach (1.212) und Mediasch (1.014). Laut denselben Meldungen der Bezirksdekanate gehörten diese 10.885 Gemeindeglieder zu 224 Kirchengemeinden, wobei die Kleinstgemeinden und Betreuungspunkte mitgezählt wurden. Lediglich sechs Kirchengemeinden zählten 300 Mitglieder: im Kirchenbezirk Hermannstadt ist das Hermannstadt mit 714 Mitgliedern, im Kirchenbezirk Kronstadt sind das Kronstadt mit 895, Bukarest mit 938 Mitgliedern und Zeiden mit 364 Mitgliedern, im Kirchenbezirk Mediasch ist das Mediasch mit 602 Mitgliedern bzw. im Kirchenbezirk Schäßburg Schäßburg mit 414 Mitgliedern. Mehr dazu auf Seite 4. (BU)Weiterlesen

Tradition, Gemeinschaft und Handarbeit

Osterbasar im Spiegelsaal des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2952

Der neue Leiter des Elimheims in Michelsberg, Klaus Göbbel, betreute den Stand dieser Erholungs- und Tagungsstätte der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien                                                              Foto: Alisa SCHWARZ

Bunte Ostereier, kunstvolle Handarbeiten und frischer Kuchen. Am Samstag, dem 21. März öffnete der Osterbasar in Hermannstadt seine Pforten. Organisiert vom Demokratischen Forum der Deutschen in Hermannstadt und dem Evangelischen Frauenkreis Hermannstadt gehen einige der Erlöse des traditionellen Osterbasars an die sozialen Einrichtungen der Evangelischen Kirche oder unterstützen die jeweiligen Vereine. Weiterlesen

Byzantinisches Erbe

Ostkirchliche Elemente in Fresken in Siebenbürgen

Ausgabe Nr. 2952

Das im Zuge der Renovierungsarbeiten freigelegte mittelalterliche Fresko aus dem 13. Jahrhundert schmückt den gesamten Innenraum der evangelischen Kirche in der Heltauer Kirchenburg. Unser Bild: Dieses Fragment wurde inzwischen restauriert.                                        Foto: ALISA SCHWARZ

Dr. Heidrun König, Leiterin des Landeskirchlichen Museums hielt am 16. März, im Terrassensaal des Teutsch-Hauses einen kunsthistorischen Vortrag zum Thema „Byzantinische Elemente in den Wandmalereien evangelischer Kirchen Siebenbürgens“. Gleich zu Beginn verwies sie mit den Worten „Das ist meine letzte Runde“ auf ihre bevorstehende Pensionierung.Weiterlesen

Mit Humor, Herzlichkeit und Fantasie

Premiere mit Shakespeare-Inszenierung für Kinder am Gong-Theater

Ausgabe Nr. 2952

Szenenfoto mit Eliza Păuna (links) – die auch für die kindgerechte Adaption der Aufführung zuständig ist – und Gabriel Muncuș.                                  Foto: Cynthia PINTER

Shakespeare für Kinder? Wie sollen Kinder der poetischen Sprache folgen, ohne sich zu langweilen, fragte sich so mancher Erwachsener, als man erfuhr, dass das Stück „Die Geschichte des Königs Lear“ (Povestea Regelui Lear) in rumänischer Sprache im Kinder- und Jugendtheater „Gong“ aufgeführt werden soll. Doch alle, die bei der Premiere am Freitag, dem 20. März und bei den darauffolgenden Aufführungen am Samstag, dem 21. März dabei waren, gingen zufrieden und positiv überrascht von der Vorstellung, die von der Schauspielerin Eliza Păuna für Kinder angepasst und von Ramona Iacob in Szene gesetzt wurde. Die einfache Sprache und das bunte Bühnenbild überzeugte alle von dieser erfolgreichen Aufführung.Weiterlesen

Besuch aus England

Ausgabe Nr. 2952

Die Präsidentin der Internationalen Vereinigung der Kirchen im ländlichen Raum (International Rural Churches Association, IRCA), die Theologin Dr. Heather Major (Bildmitte) war am vergangenen Wochenende zu Gast bei der Evangelischen Akademie Siebenbürgen im Vorfeld der IRCA-Vollversammlung, die unter dem Motto „Roots, Faith and Identity” (Wurzeln, Glaube und Identität) vom 20. bis 24. Juli im EAS-Tagungshaus stattfinden wird. Unser Bild: Dr. Major richtete auf Einladung von Pfarrer Dietrich Galter (rechts) bei dieser Gelegenheit im Gottesdienst der Neppendorfer Kirchengemeinde am Sonntag ein herzliches Grußwort an die Anwesenden, es übersetzte EAS-Programmleiter Roger Pârvu.                      

Foto: Beatrice UNGAR

,,Ich bin Hypomaniker“

Wie Kurt Günter Rood eine neue Form der Mobilität schaffen will

Ausgabe Nr. 2952

Kurt Günter Rood im Diakoniehof Schellenberg. Er hat seine Idee von Deutschland nach Siebenbürgen gebracht.                
Foto: Alisa SCHWARZ

Der deutsche Unternehmer und Erfinder Kurt Günter Rood arbeitet an einer neuen Form der Mobilität. Der gebürtige Wuppertaler lebt seit knapp sechs Monaten im Diakoniehof in Schellenberg. Nach dem Scheitern seines letzten Projekts, in das er rund eine halbe Million Euro investiert hatte, entschied er sich für einen Neuanfang in seiner zweiten Heimat Siebenbürgen. Hier will er sich ganz auf sein zentrales Anliegen konzentrieren: die Entwicklung einer „verbundenen Mobilität“ in Form des Sitdrivers. Seine Vision will er bewusst in Siebenbürgen verwirklichen. Mit dem Sitdriver will er individuelles Fortbewegen mit dem öffentlichen Verkehr verknüpfen. Mit ihm sprach der HZ-Praktikant Tobias J a r i t z.Weiterlesen

Treffen der Tanzensembles

Ausgabe Nr. 2952

Das 20. Treffen der siebenbürgisch-ungarischen professionellen Tanzensembles fand zwischen dem 18. und 22. März statt, wobei das Treffen zum ersten Mal so organisiert war, dass es Auftritte an mehreren Orten und in mehreren Kreisen gab. Und zum ersten Mal wurde es u. a. als ein Diaspora-Programm verwirklicht. Am Treffen beteiligten sich die Ensembles „Maros Művészegyüttes” (Neumarkt), „Udvarhely Néptáncműhely” (Oderhellen), „Hargita Székely Néptáncszínház” (Szeklerburg), „Háromszék Táncszínház” (Sankt Georgen) und „Nagyvárad Táncegyüttes” (Großwardein). Los ging es in Sovata, dann folgten weitere Auftritte in Miercurea Nirajului, Karlsburg, Deva, Petroschen, Hunedoara und als letzte Station in Hermannstadt. Unser Bild: Das Tanztheater „Háromszék Táncszínház” zeigte im Thaliasaal in Hermannstadt die Vorstellung „Napszentület. Misztikus táncjáték életről-halálról” (Sonnenuntergang (wörtlich „Sonnenheiligung“). Mystisches Tanzspiel über Leben und Tod), in der Regie und Choreografie von Juhász Zsolt. Mit der Aufführung gedachte man übrigens der viel zu früh verstorbenen Kollegen des Tanztheaters.                                                

Text und Foto: Werner FINK